25 Jahre Forschungsjournal Soziale Bewegungen

25 Jahre Forschungsjournal (Neue) Soziale Bewegungen (FJSB), engagiertes non-profit-Schaffen im Dienste der wissenschaftlichen Beobachtung und Kommentierung sowie der Archivierung sozialer Bewegungen und ihrer Wirkungen auf die etablierten Entscheidungszentren: Für Herausgeber und Redaktion, für ehemalige Mitstreiter/innen, für zahlreiche Autor/innen und Leser/innen des Journals sowie weitere Gäste aus Protest-, Partizipations- und Engagementforschung und nicht zuletzt aus den sozialen Bewegungen selbst war das ein triftiger Grund, gemeinsam am 12. März in der Heinrich-Böll-Stiftung zu feiern. Für das FJSB haben Thomas Leif und Peter Kuleßa diese Veranstaltung geplant und zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung umgesetzt. Moderiert wurde die Tagung von Thomas Leif.

Impulse von Ulrich K. Preuß zu Chancen und Herausforderungen einer europäischen Öffentlichkeit ergänzte Claudia Kristine Huber, kommentiert von Gerd Mielke. Diese konzeptionelle wie empirische Eröffnung machte eine „andauernde Beziehungskrise“ zwischen Medien und auch die politischen Legitimitätskosten einer EU-Politik deutlich, deren politische Kommunikation in einer Parallelwelt („Raumschiff Brüssel“) stattfindet. Echte Teilhabe europäischer Bürger/innen erfordert sowohl eine weitere Öffnung von Strukturen und Verfahren der EU als auch eine über nationale (Partikular-)Interessen hinausgehende, „transnationale Codierung“ der weiterhin vorwiegend nationalen politischen Diskurse. In diesem Raum europäischer, transnationaler Öffentlichkeit haben soziale Bewegungen ihren Ort und leisten dort wichtige Beiträge.

In einem anschließenden Werkstattgespräch berichteten Julia Lepperhoff (Femina Politica), Katharina Rahlf (indes), Albrecht von Lucke (Blätter für deutsche und internationale Politik), Peter Siller (Polar), Thomas Mayer (Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte), Wolfert von Rahden (Gegenworte [BBAW]) und Ansgar Klein (FJSB) von Selbstverständnis, Hindernissen, Herausforderungen und Wirkungen ihrer Diskurspraxis und -politik in sich überlappenden Teilöffentlichkeiten. Komplettiert wurde die Runde durch Felix Kolb (campact), der die Potentiale und Wirkungen modernen Social Media- Campaignings anschaulich machte.

Den abschließenden abendlichen Jubiläums-Festakt eröffnete ein Grußwort des Gastgebers Ralf Fücks (Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung). Über die Rolle sozialer Bewegungen in der Demokratie diskutierten anschließend vor über 200 Gästen vier Mitglieder des FJSB-Beirats: Antje Vollmer, Ute Gerhardt, Joachim Raschke und Dieter Rucht. Dabei ging es um historische Wirkungen und politische Perspektiven sozialer Bewegungen.

Das FJSB wird die Tagungsergebnisse in Heft 3/2013 unter Ergänzung ausgefallener Beiträge dokumentieren. Vorab können Sie hier bereits die Vorträge von Joachim Raschke und Dieter Rucht finden. Zusätzlich können hier eine Bilanz von Herausgebern und Redaktion zu 25 Jahren Forschungsjournal sowie Informationen zu Redaktion und Beirat abgerufen werden.

Vorabveröffentlichung des Beitrages von Dieter Rucht
Vorabveröffentlichung des Beitrages von Joachim Raschke
Rede von Ralf Fücks

Fotos von der Veranstaltung (Fotos von © Stephan Röhl)
Heft 3/2013
 

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