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Blankenburger Süden - Modellquartier für eine nachhaltige, sozial-ökologische und klimaneutrale Stadtentwicklung?

bewegung.taz.de - 02.04.2021
02.05.2021, 14:30 Uhr - 02.05.2021, 16:00 Uhr

Berlin wächst und der Blankenburger Süden ist mit 5.000-6.000 geplanten Wohnungen derzeit eines der größten und komplexesten Stadtentwicklungsprojekte in Deutschland. Wir wollen vor Ort einen Blick in die Zukunft werfen und an ausgesuchten Stationen die Planungen des Senates sowie die Grundideen bündnisgrüner Leitlinien erläutern. Anhand von Projekten aus anderen Städten sollen Ideen visualisiert werden, deswegen bitte nach Möglichkeit ein Smartphone und/oder Tablet mitbringen.

Stadtplanung ist immer auch eine große Chance, Dinge besser zu machen. Wir sprechen deswegen über die Schwerpunktsetzungen zu den Schulstandorten und darüber, wie im Blankenburger Süden ein lebendiges Quartier entstehen kann, das eine Bereicherung auch für die bisherigen Nachbarn ist.  Eine zentrale Idee ist das Konzept eines autoarmen Quartiers der kurzen Wege, das in die Umgebung und durch umfängliche Aufforstungen in die Natur eingebunden ist und bei dem Arbeit, Bildung, Wohnen und Gewerbe zusammengebracht werden. Eine gemischte Bauherr*innen Struktur sorgt außerdem für eine soziale Durchmischung und eine abwechslungsreiche Bebauung. Die frühe Beteiligung bei der Planung schafft eine starke Quartiersidentität und hohe Lebensqualität. Auch beschäftigt uns natürlich, welche Möglichkeiten es für nachhaltiges, klimaneutrales Bauen und Baustoffe gibt und ganz wichtig: wie eine vernünftige und funktionierende Verkehrsanbindung aussehen soll. Wir wollen gemeinsam mit den Anwohner*innen und künftigen Bewohner*innen die Chance nutzen, den Blankenburger Süden zum Modellquartier für nachhaltige, sozial-ökologische und klimaneutrale Stadtentwicklung zu machen.

Vorbereitung: AG Neue Stadtquartiere (Kreisverband Pankow)
Ausklang: Restaurant Syrtaki in Alt-Blankenburg, Rückfahrt vom S-Bahnhof Blankenburg

Coronabedingt bitten wir um Anmeldung an kontakt-ag-pankow-nord@gruene-pankow.de

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Jüdische Geschichte in Freiburg

bewegung.taz.de - 01.04.2021
06.05.2021, 20:00 Uhr - 06.05.2021, 22:00 Uhr

Online-Vortrag von Heinrich Schwendemann (Uni Freiburg)

In der 900-jährigen Geschichte Freiburgs gab es drei Zeiträume, in denen in der Stadt jüdische Gemeinden existierten: im Mittelalter von etwa 1300 bis 1349, dann von 1864 bis 1940 und ab 1945 bis heute. Heinrich Schwendemann wird in seinem Vortrag einen Überblick zur Geschichte der Juden und Jüdinnen in Freiburg geben, einer Stadt, in der die jüdische Minderheit immer wieder Objekt von Verfolgung bis hin zur Vernichtung gewesen ist und wo Juden und Jüdinnen zwischen 1424 und 1862 nicht einmal den Wohnsitz in der Stadt nehmen durften.
Heinrich Schwendemann ist Historiker und lehrt an der Universität Freiburg.

Direkter Link zum Vortrag: https://zoom.us/j/97830174290

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War da was? Freiburger Geschichte ungeschönt

Veranstaltungsreihe im Rahmen des Stadtjubiläums 2020/21
Mo 19. April – Do 24. Juni 2021

Wenn Jubiläen gefeiert werden, werden oft die Schattenseiten der eigenen Geschichte ignoriert. Unter dem Motto „War da was?“ erinnern wir an verdrängte Kapitel der Freiburger Geschichte wie Rassismus, Kolonialismus, Migration, NS-Zeit sowie jüdisches Leben. Die Veranstaltungsreihe besteht aus Online-Vorträgen, einem Stadtrundgang und Interventionen im öffentlichen Raum.

Auftakt und Schlusspunkt setzen die iz3w-Redakteur*innen Larissa Schober und Winfried Rust, die die Besonderheiten der Freiburger Erinnerungskultur sowie den Umgang mit Denkmälern in der Stadt untersuchen. Außerdem blickt Christoph Seidler auf die Wege und Irrwege der deutschen Rassenkunde in Freiburg und Heinrich Schwendemann betrachtet das jüdische Leben in Freiburg. Ein Stadtrundgang führt durch die Innenstadt und widmet sich der lokalen Migrationsgeschichte. 

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Jüdische Geschichte in Freiburg

bewegung.taz.de - 01.04.2021
06.05.2021, 20:00 Uhr - 06.05.2021, 22:00 Uhr

Online-Vortrag von Heinrich Schwendemann (Uni Freiburg)

In der 900-jährigen Geschichte Freiburgs gab es drei Zeiträume, in denen in der Stadt jüdische Gemeinden existierten: im Mittelalter von etwa 1300 bis 1349, dann von 1864 bis 1940 und ab 1945 bis heute. Heinrich Schwendemann wird in seinem Vortrag einen Überblick zur Geschichte der Juden und Jüdinnen in Freiburg geben, einer Stadt, in der die jüdische Minderheit immer wieder Objekt von Verfolgung bis hin zur Vernichtung gewesen ist und wo Juden und Jüdinnen zwischen 1424 und 1862 nicht einmal den Wohnsitz in der Stadt nehmen durften.
Heinrich Schwendemann ist Historiker und lehrt an der Universität Freiburg.

Direkter Link zum Vortrag: https://zoom.us/j/97830174290

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War da was? Freiburger Geschichte ungeschönt

Veranstaltungsreihe im Rahmen des Stadtjubiläums 2020/21
Mo 19. April – Do 24. Juni 2021

Wenn Jubiläen gefeiert werden, werden oft die Schattenseiten der eigenen Geschichte ignoriert. Unter dem Motto „War da was?“ erinnern wir an verdrängte Kapitel der Freiburger Geschichte wie Rassismus, Kolonialismus, Migration, NS-Zeit sowie jüdisches Leben. Die Veranstaltungsreihe besteht aus Online-Vorträgen, einem Stadtrundgang und Interventionen im öffentlichen Raum.

Auftakt und Schlusspunkt setzen die iz3w-Redakteur*innen Larissa Schober und Winfried Rust, die die Besonderheiten der Freiburger Erinnerungskultur sowie den Umgang mit Denkmälern in der Stadt untersuchen. Außerdem blickt Christoph Seidler auf die Wege und Irrwege der deutschen Rassenkunde in Freiburg und Heinrich Schwendemann betrachtet das jüdische Leben in Freiburg. Ein Stadtrundgang führt durch die Innenstadt und widmet sich der lokalen Migrationsgeschichte. 

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Jüdische Geschichte in Freiburg

bewegung.taz.de - 01.04.2021
06.05.2021, 20:00 Uhr - 06.05.2021, 22:00 Uhr

Online-Vortrag von Heinrich Schwendemann (Uni Freiburg)

In der 900-jährigen Geschichte Freiburgs gab es drei Zeiträume, in denen in der Stadt jüdische Gemeinden existierten: im Mittelalter von etwa 1300 bis 1349, dann von 1864 bis 1940 und ab 1945 bis heute. Heinrich Schwendemann wird in seinem Vortrag einen Überblick zur Geschichte der Juden und Jüdinnen in Freiburg geben, einer Stadt, in der die jüdische Minderheit immer wieder Objekt von Verfolgung bis hin zur Vernichtung gewesen ist und wo Juden und Jüdinnen zwischen 1424 und 1862 nicht einmal den Wohnsitz in der Stadt nehmen durften.
Heinrich Schwendemann ist Historiker und lehrt an der Universität Freiburg.

Direkter Link zum Vortrag: https://zoom.us/j/97830174290

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War da was? Freiburger Geschichte ungeschönt

Veranstaltungsreihe im Rahmen des Stadtjubiläums 2020/21
Mo 19. April – Do 24. Juni 2021

Wenn Jubiläen gefeiert werden, werden oft die Schattenseiten der eigenen Geschichte ignoriert. Unter dem Motto „War da was?“ erinnern wir an verdrängte Kapitel der Freiburger Geschichte wie Rassismus, Kolonialismus, Migration, NS-Zeit sowie jüdisches Leben. Die Veranstaltungsreihe besteht aus Online-Vorträgen, einem Stadtrundgang und Interventionen im öffentlichen Raum.

Auftakt und Schlusspunkt setzen die iz3w-Redakteur*innen Larissa Schober und Winfried Rust, die die Besonderheiten der Freiburger Erinnerungskultur sowie den Umgang mit Denkmälern in der Stadt untersuchen. Außerdem blickt Christoph Seidler auf die Wege und Irrwege der deutschen Rassenkunde in Freiburg und Heinrich Schwendemann betrachtet das jüdische Leben in Freiburg. Ein Stadtrundgang führt durch die Innenstadt und widmet sich der lokalen Migrationsgeschichte. 

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Erinnern um zu vergessen

bewegung.taz.de - 01.04.2021
19.04.2021, 20:00 Uhr - 19.04.2021, 22:00 Uhr

Online-Vortrag von Larissa Schober (iz3w Freiburg)

Erinnerungskultur hat Hochkonjunktur. Und die Debatten darüber auch. In Freiburg wurde das zuletzt an der Auseinandersetzung um den Platz der alten Synagoge deutlich. Dabei werden jedoch selten wichtige grundlegende theoretische Aspekte diskutiert: Was genau bedeutet Erinnern eigentlich? Wer erinnert was und zu welchem Zweck? Und was wird bewusst «vergessen»? Mit der Planung eines NS-Dokumentationszentrums in Freiburg sollten diese Fragen unbedingt gestellt werden.
Larissa Schober ist Redakteurin im iz3w und hat zu Erinnerungsarbeit in Post-Konflikt-Gesellschaften geforscht.

Direkter Link zum Vortrag: https://zoom.us/j/92723309621

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War da was? Freiburger Geschichte ungeschönt

Veranstaltungsreihe im Rahmen des Stadtjubiläums 2020/21
Mo 19. April – Do 24. Juni 2021

Wenn Jubiläen gefeiert werden, werden oft die Schattenseiten der eigenen Geschichte ignoriert. Unter dem Motto „War da was?“ erinnern wir an verdrängte Kapitel der Freiburger Geschichte wie Rassismus, Kolonialismus, Migration, NS-Zeit sowie jüdisches Leben. Die Veranstaltungsreihe besteht aus Online-Vorträgen, einem Stadtrundgang und Interventionen im öffentlichen Raum.

Auftakt und Schlusspunkt setzen die iz3w-Redakteur*innen Larissa Schober und Winfried Rust, die die Besonderheiten der Freiburger Erinnerungskultur sowie den Umgang mit Denkmälern in der Stadt untersuchen. Außerdem blickt Christoph Seidler auf die Wege und Irrwege der deutschen Rassenkunde in Freiburg und Heinrich Schwendemann betrachtet das jüdische Leben in Freiburg. Ein Stadtrundgang führt durch die Innenstadt und widmet sich der lokalen Migrationsgeschichte. 

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Input: „In welche Klasse gehst du?“ Über das klassistische Bildungssystem in Deutschland

bewegung.taz.de - 23.03.2021
07.04.2021, 19:00 Uhr - 07.04.2021, 22:00 Uhr

In Deutschland ist der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen stark abhängig von der sozialen Herkunft. So ist zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit studieren zu können deutlich höher für Kinder, deren Eltern selbst eine Universität besucht haben. In der Politik wird zwar nach „Chancengleichheit“ gerufen. Aber es zeigt sich immer wieder, dass soziale Ungleichheit sehr stark ist. Sie bestimmt nicht nur den Zugang zum Bildungssystem. Im Laufe der Schulzeit wird soziale Ungleichheit sogar noch verstärkt. In der Veranstaltung beschäftigen wir uns damit, was das deutsche Bildungssystem von Eltern abverlangt. Gemeinsam besprechen wir, welche Folgen das für Kinder und Jugendliche hat, die ohne Eltern aufwachsen oder deren Eltern diese Anforderungen nicht erfüllen können.

Meldet euch mit einer kurzen Mail bei rosa@naturfreundejugend-berlin.de an.

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Input: Klasse und Klassismus

bewegung.taz.de - 23.03.2021
24.03.2021, 19:00 Uhr - 24.03.2021, 22:00 Uhr

Als „Klassismus" wird die Diskriminierung von Personen aufgrund ihres sozialen Hintergrunds bezeichnet. Sie richtet sich zum Beispiel gegen Erwerbslose, Wohnungslose oder einkommensarme Menschen. Betroffene erfahren die klassistische Diskriminierung invielen verschiedenen Bereichen ihres Lebens: In der Schule oder Universität, beim Jobcenter oder im Justizsystem. Auch innerhalb der Linken kommt es immer wieder zu klassistischen Ausschlüssen. In den letzten Jahren wurde der Begriff in linken Debatten viel diskutiert: Gelingt es mit dem Konzept des Klassismus, die strukturellen Ursachen von Klassenunterschieden zu erfassen? Oder gerät hier möglicherweise die Kritik an den Klassenverhältnissen aus dem Blick? In der ersten Veranstaltung unserer Input-Reihe wollen wir gemeinsam mit euch die Entstehungsgeschichte, die politische Bedeutung und mögliche Leerstellen des Klassismusbegriffs diskutieren.

Meldet euch mit einer kurzen Mail bei rosa@naturfreundejugend-berlin.de an.

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Audre Lorde - Black Lesbian Feminist Mother Poet Warrior. Ein Video Walk

bewegung.taz.de - 23.03.2021
31.03.2021, 19:00 Uhr - 31.03.2021, 22:00 Uhr

Wir begeben uns digital auf die Suche nach einigen Lebensorten der Schwarzen Autorin und Aktivistin Audre Lorde. Während ihrer Besuche in den 1980er Jahren in Berlin setzte sie sich für die Situation der Schwarzen Frauen in Deutschland ein und initiierte die Vernetzungen der afro-deutschen Frauen mit.

In der hybriden Form eines Audiowalks besuchen wir einige Orte im Nollendorfkiez in Berlin Schöneberg, an denen Audre Lorde im Laufe der Jahre Zeit verbracht hat. Ergänzt wird der Audiowalk um kurze Textauszüge ihrer Werke. Die Texte werden in deutscher Lautsprache vorgetragen. Ein Reader zum Mitlesen wird zur Verfügung gestellt.

Der Online-Workshop kostet 5€. Wer den Beitrag nicht zahlen kann, ist trotzdem herzlich eingeladen, sich anzumelden!

Anmelden könnt ihr Euch mit einer Mail an seminare@naturfreundejugend-berlin.de Bitte gebt euren Namen und euer Alter an. Die Zugangsdaten schicken wir euch nach erfolgreicher Anmeldung per Mail. Du brauchst keine Software, aber eine Kamera, Mikro und eine stabile Internetverbindung.

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Frauen und LSBTIQ Personen in Zeiten von Covid-19

bewegung.taz.de - 22.03.2021
13.06.2021, 11:00 Uhr - 13.06.2021, 14:30 Uhr

Lokal wie auch global sind Frauen und LSBTIQ Personen besonders von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Exemplarisch befassen wir uns in dem Online-Workshop mit der Situation von Frauen in Bangladesh und LSBTQI in Uganda in Zeiten von Covid-19. Dafür haben wir Interviews mit Nazma Akter, Gewerkschaftsaktivstin und ehemalige Textilarbeiterin aus Bangladesh und Geoffrey Ogwaro, queerer Aktivist bei der „Organisation Sexual Minorities Uganda“ geführt.

Der Online-Workshop kostet 5€. Wer den Beitrag nicht zahlen kann, ist trotzdem herzlich eingeladen, sich anzumelden!

Anmelden könnt ihr Euch mit einer Mail an seminare@naturfreundejugend-berlin.de Bitte gebt euren Namen und euer Alter an. Die Zugangsdaten schicken wir euch nach erfolgreicher Anmeldung per Mail. Du brauchst keine Software, aber eine Kamera, Mikro und eine stabile Internetverbindung.

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Rassismus und koloniale Kontinuitäten in Zeiten von Covid-19

bewegung.taz.de - 22.03.2021
12.06.2021, 11:00 Uhr - 12.06.2021, 14:30 Uhr

Französische Ärzte haben im Sommer vorgeschlagen, Corona-Impfstoffe in Afrika zu testen. Ausgehend von dieser Aussage blicken wir auf koloniale Kontinuitäten in der pharmakologischen Forschung in afrikanischen Ländern. Im Interview mit dem Anwalt und Menschenrechtsaktivisten Karsten Noko aus Simbabwe zeigt er die kolonialen Kontinuitäten auf und gibt Impulse für eine antikoloniale Antwort darauf. Auch die Situation in Brasilien ist durch koloniale Kontinuitäten durchzogen, besonders Indigene und Schwarze Menschen sind von Covid-19 und der aktuellen Politik betroffen. Um einen intersektionalen Blick zu bekommen, hören wir die indigene Aktivistin Watatakalu Yawalapiti aus Brasilien, die für die Frauenorganisation Xingu tätig ist.

Der Online-Workshop kostet 5€. Wer den Beitrag nicht zahlen kann, ist trotzdem herzlich eingeladen, sich anzumelden!

Anmelden könnt ihr Euch mit einer Mail an seminare@naturfreundejugend-berlin.de Bitte gebt euren Namen und euer Alter an. Die Zugangsdaten schicken wir euch nach erfolgreicher Anmeldung per Mail. Du brauchst keine Software, aber eine Kamera, Mikro und eine stabile Internetverbindung.

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How To Aktienmarkt (FLINT* only)

bewegung.taz.de - 22.03.2021
05.06.2021, 11:00 Uhr - 05.06.2021, 17:00 Uhr

Im Januar 2021 machte die US-Videospielhändlerkette „GameStop“ Schlagzeilen: Eine Gruppe von Kleinanleger:innen tat sich zusammen und trieben den Aktienkurs von Gamestop in die Höhe. Damit wurden einige Hedgefonds in große Schwierigkeiten gebracht, da sie auf einen Kursfall der Gamestop-Aktie spekuliert hatten. Von einer Demokratisierung des Aktienmarktes wurde gesprochen, ein neues „Occupy Wall Street“, denn Turbo-Kapitalist:innen, die auch in der globalen Pandemie mit Spekulationen weiterhin Geld verdienten, wurden angeblich mit ihren eigenen Mitteln geschlagen.

Doch was sind eigentlich Leerkverkäufe, Hedgefonds, und Aktienmärkte, wie entsteht so ein Aktienkurs und welche Rolle spielt das alles im Finanzmarktkapitalismus? Und was steckt hinter dem Mythos GameStop „klein gegen groß“?

Die Welt der Aktienmärkte und Börse scheint vielen von uns verschlossen, wirkt mit dem Fachvokabular machtvoll und kompliziert. Das soll der Einführungsworkshop ändern! Wir wollen uns grundlegend mit Begriffen, Hintergründen und Mechanismen beschäftigen und natürlich auch kritisch diskutieren – wozu brauchen wir Aktien- und Finanzmärkte und was haben sie überhaupt mit uns zu tun?

Der Workshop ist offen für alle Frauen, Lesben, Inter, Non-Binary, Trans und Personen, die keine cis-Männer sind. Es ist kein Vorwissen nötig, außer Interesse und Lust gemeinsam zu diskutieren, Texte zu lesen und dich damit auseinanderzusetzen. Du kannst also teilnehmen, wenn Finanzmärkte und Ökonomiekritik für dich noch relativ neu sind und es dich gerade deshalb neugierig macht.

Der Online-Workshop kostet 5€. Wer den Beitrag nicht zahlen kann, ist trotzdem herzlich eingeladen, sich anzumelden!

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Einführung in die Kritik des Antisemitismus

bewegung.taz.de - 22.03.2021
29.05.2021, 11:00 Uhr - 29.05.2021, 16:00 Uhr

Wer den Antisemitismus bekämpfen will, muss ihn verstehen! … doch das ist schwieriger als gedacht. Unterschiedliche Konzepte lassen einen schnell den Überblick verlieren und die Komplexität des Gegenstands macht es nicht leicht zu Klarheit zu kommen. Gemeinsam wollen wir versuchen die verschiedenen Theorien zu ordnen und zu rekonstruieren. Wie hat sich Antisemitismus historisch verändert und wie reagiert die Theoretisierung darauf? Was verstehen die Theorien jeweils unter Antisemitismus und welche politischen Implikationen hat das? Wie hängt Antisemitismus mit unserer Gesellschaft zusammen und in welchem Verhältnis steht er zu anderen Konzepten? Diesen und weiteren Fragen wollen wir uns nähern und diskutieren, welche Theorien uns geeignet scheinen, Antisemitismus zu verstehen und zu kritisieren. Der Workshop verlangt kein Vorwissen, jedoch ein Interesse an der kritischen Auseinandersetzung mit der Gesellschaft.

Der Online-Workshop kostet 5€. Wer den Beitrag nicht zahlen kann, ist trotzdem herzlich eingeladen, sich anzumelden!

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Europas neue Grenzen - Deutschland, die EU und die europäische Migrationspolitik

bewegung.taz.de - 22.03.2021
16.05.2021, 11:00 Uhr - 16.05.2021, 15:00 Uhr

Während die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, immer weiter steigt, sinkt die Zahl der Menschen, die in der EU ankommen. Im Workshop wird beleuchtet, mit welchen Mitteln Deutschland und die EU ihre Migrationspolitik weit vor die eigenen Außengrenzen verlagert haben. So schließen EU-Staaten sogenannte Migrationspartnerschaften mit anderen Staaten, damit diese bereits an ihren Landesgrenzen Migrant:innen und Fliehende auf dem Weg nach Europa aufhalten. In der Nachbarschaftspolitik der EU werden Geldzahlungen an Migrationskontrolle gekoppelt und fließt so auch in Grenzschutz und Überwachungsmaßnahmen von autoritären Staaten. Am Beispiel des „EU Türkei Deals“ wird die Funktionsweisen der neuen Maßnahmen des europäischen Grenzschutzes und deren Folgen veranschaulicht. Gestützt wird der Workshop auf Erfahrungsberichten von der griechischen „Hotspot“ Insel Samos und Videomaterial mit Interviewsequenzen vor Ort.

Der Online-Workshop kostet 5€. Wer den Beitrag nicht zahlen kann, ist trotzdem herzlich eingeladen, sich anzumelden!

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"Gates noch?!" - Corona und Verschwörungserzählungen

bewegung.taz.de - 22.03.2021
02.05.2021, 11:00 Uhr - 02.05.2021, 15:00 Uhr

Auf Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen zeigt sich ein buntes Bild an verschiedenen Teilnehmer:innen. Neben rechtsextremen Akteur:innen finden sich auch Personen und Gruppierungen, die man intuitiv erstmal links und alternativ verordnen würde: Tanzende Hippies mit Regenbogenfahnen, Menschen aus dem esoterischen Milieu oder dem Ökospektrum, Anthroposoph:innen und andere Impfgegner:innen zeigen sich offen für Verschwörungserzählungen und rechtspopulistische Stimmungsmache.

Der Workshop beleuchtet die Anschlussfähigkeit dieser Szenen an extrem rechte Weltbilder und fragt nach den Schnittpunkten und ideologischen Verbindungen.

Der Online-Workshop kostet 5€. Wer den Beitrag nicht zahlen kann, ist trotzdem herzlich eingeladen, sich anzumelden!

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[17.04.2021] Leider kein Bot gegen Rassismus - Digitalisierung und Machtstrukturen

bewegung.taz.de - 22.03.2021
18.04.2021, 11:00 Uhr - 18.04.2021, 14:30 Uhr

+++ Der Workshop findet am 17.04.2021 und nicht am 18.04.2021 statt +++

"Rasse ist selbst eine Art Technologie, die soziale Ungerechtigkeit in der Architektur des Alltagslebens stratifiziert und heiligt". - Ruha Benjamin, Soziologin für African American Studies der Princeton University.

Was passiert, wenn Technologie weder neutral oder wohlwollend ist? Kann ich die Machtstrukturen in der Digitalisierung und Automatisierung der Technologie, die ich benutze, erkennen? Gibt es emanzipatorische und solidarische Lösungen, die Schieflagen korrigieren? Im Workshop beschäftigen wir uns damit, wie aufkommende Technologien die weiße Vorherrschaft verstärken und die soziale Ungleichheit vertiefen können. Beispiele finden wir überall: Die Apps, die wir jeden Tag verwenden, die digitalen Tools, die wir für Schule und Arbeit nutzen bis hin zu komplexen Algorithmen, die Entscheidungen in der Migrationspolitik beeinflussen.

Der Online-Workshop kostet 5€. Wer den Beitrag nicht zahlen kann, ist trotzdem herzlich eingeladen, sich anzumelden!

Anmelden könnt ihr Euch mit einer Mail an seminare@naturfreundejugend-berlin.de Bitte gebt euren Namen und euer Alter an. Die Zugangsdaten schicken wir euch nach erfolgreicher Anmeldung per Mail. Du brauchst keine Software, aber eine Kamera, Mikro und eine stabile Internetverbindung.

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,Wasserhandel an der Wall Street aussetzen - Wasser als Menschenrecht schützen

bewegung.taz.de - 21.03.2021
22.03.2021, 16:00 Uhr - 22.03.2021, 19:00 Uhr

Weltwassertag in der Regenbogenfabrik

Am Montag den 22.03.2021 ist wieder Weltwassertag. Neben vielen anderen Veranstaltungen überträgt auch der Berliner Wassertisch zu diesem Anlass ab 16 Uhr ein Live-Programm aus der Regenbogenfabrik.

Die Veranstaltung findet online statt und kann unter diesem Link live oder im Anschluss als Aufzeichnung angesehen werden.

 

Dazu  auch die PM des Berliner Wassertisch: zum Weltwassertag 2021:
Wasserhandel an der Wall Street aussetzen - Wasser als Menschenrecht schützen

 


Zum Weltwassertag am 22. März 2021 erinnert der Berliner Wassertisch: Weltweit leiden unzählige Menschen unter Wasserknappheit und mangelnder Sanitärversorgung. Doch der Verteilungskampf könnte sich in naher Zukunft noch
verschärfen. Die CME Group (Chicago Mercantile Exchange), eine der weltgrößten Optionsbörsen, machte Ende 2020 vor, was auf uns zukommt. Sie eröffnete die Spekulation auf Wasser. Wie bei Gold oder Öl  können Anleger nun mit sogen.
"Futures" (Terminabsprachen für Verkäufe an einem bestimmten Tag zu einem festgelegten Preis) auf das Wasser wetten.

 

Die Ökonomin und MdL a.D. Gerlinde Schermer positioniert sich für den Berliner Wassertisch: "Die weltweit erste Terminbörse für Wasser lädt stellt Wasser als fundamentales Menschenrechte in Frage. Die dem Wassertisch verbundenen Wasseraktivistinnen Maude Barlow und Vandana Shiva forderten in einer gemeinsamen Pressemitteilung schon im Januar 2020, die Vermarktung von Wasser und seinen Verkauf auf dem freien Markt abzulehnen und Wasser als ein öffentliches Gut und Menschenrecht anzuerkennen.  Private Unternehmen und Investoren haben Wasser bereits durch die Privatisierung von Wasserdienstleistungen, die Mineralwasserindustrie, Land- und Wasserraub und Wasserrechte für die Rohstoffindustrien zur Ware gemacht. Mit dem Berliner Wasserrat, mit der Blue Community Berlin und multimedialen Ausstellungskonzepten der jungen Berliner Grafikdesignerin Caroline Breidenbach werden wir weiter über Wasserkrise und Privatisierung aufklären und Bewegung initiieren."


Pressesprecherin Ulrike von Wiesenau schreibt in einer Stellungnahme zum Weltwassertag: "Dass Anleger an der Terminbörse in Chicago neuerdings mit Wasser spekulieren können überrascht als Entwicklung nicht. Der Handel mit Wasser wird zu Spekulationen einladen, wie wir sie bereits mit anderen Rohstoffen wie Weizen, Soja und Öl kennen. Da Wasser in Zeiten der Klimakrise immer kostbarer wird, investieren auch Privatanleger seit Jahren in Infrastrukturunternehmen und private Wasserversorger. Nach der Wasserversorgung soll nun auch der Rohstoff selbst zum Spekulationsobjekt werden, das ist die konsequente Ratio eines ungezügelten Neoliberalismus. Nach dem erfolgreichen Berliner Wasser-Volksentscheid und der ersten Europäischen Bürgerinitiative Right2Water wird sich der Berliner Wassertisch gemeinsam mit dem European Water Movement (EWM) nun dafür aufstellen, den Wasserhandel an der Wall Street anzuprangern und auf seine Aussetzung hinzuwirken."


Hier die PM unseres Bündnispartners EWM zum Weltwassertag 2021:
http://europeanwater.org/news/press-releases/1003-we-say-no-to-the-trading-of-water-futures-on-the-stock-market

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Demokratische Kriegshetze – Der imperialistische Krieg und seine ideologische Vorbereitung

bewegung.taz.de - 21.03.2021
25.03.2021, 19:00 Uhr - 25.03.2021

Jeden letzten Donnerstag im Monat öffnen wir das Café Comunista als offenes Treffen, wo wir über aktuelle Themen diskutieren sowie über linkskommunistische Theorien und Positionen informieren.

Kommunistisches Programm

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Bewegungsforschung und Internationale Beziehungen

Seit 2018 schreiben Autor*innen des ipb in einer eigenen Rubrik des Forschungsjournals Soziale Bewegungen: “ipb beobachtet”. Die Rubrik schafft einen Ort für pointierte aktuelle Beobachtungen und Beiträge zu laufenden Forschungsdebatten und gibt dabei Einblick in die vielfältige Forschung unter dem Dach des ipb.

Zu den bisher erschienenen Beiträge, die alle auch auf unserem Blog zu lesen sind, geht es hier

Der folgende Text von Felix Anderl erschien unter dem Titel “Kontestation, Politisierung, Herrschaft: Bewegungsforschung und Internationale Beziehungen” im Forschungsjournal Soziale Bewegungen, Jg. 34, Heft 1.2021. Felix Anderl ist Mitglied des Instituts für Protest- und  Bewegungsforschung (ipb). Kontakt: anderl@hsfk.de oder über Twitter

Internationale Politik wurde in den letzten Dekaden wesentlich von disruptiven, nicht-staatlichen Akteur*innen geprägt. Doch die Sub-Disziplin Internationale Beziehungen (IB), deren Theorien historisch gesehen von Staatsinteressen bestimmt war, tut sich mit der Konzeptionalisierung dieser informellen kollektiven Subjekte schwer. Forscher*innen haben einen enormen Wissenskorpus über suprastaatliches Regieren erarbeitet, aber ihnen fehlt die Expertise, um Proteste gegen jenes Regieren und ihre politischen Bedeutungen sinnvoll zu erfassen. Die Soziale Bewegungsforschung interessiert sich dagegen qua Amt für derlei Akteur*innen, aber fokussiert nach wie vor zumeist auf nationalstaatliche Entwicklungen und Ländervergleiche – obwohl die Bewegungen, um die es geht, häufig transnational agieren. Im Gegensatz zur IB besteht in der Bewegungsforschung eine Fülle an Erkenntnissen über jene Proteste, gleichzeitig aber mangelt es an genügend Zugriff auf und Wissen über Institutionen und ihre Regeln, um begründete Aussagen über die Relevanz und politischen Effekte transnationaler Protestbewegungen treffen zu können (Anderl et al. 2019: 2). Dass die beiden Disziplinen zusammenarbeiten sollten, ergibt sich aus diesen Beobachtungen beinahe von selbst.

In der Tat haben sich einige Forscher*innen aus beiden Feldern in den letzten Jahren zögerlich aufeinander zubewegt. Dieser Beitrag liefert eine kurze Bestandsaufnahme dieses Unterfangens. Als expliziter Befürworter und aktiver Teilnehmer dieser Zusammenführung, der als Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt IB ausgebildet wurde, konzentriere ich mich auf die bisherigen Anstrengungen der IB, Motive der Bewegungsforschung auf internationale Politik anzuwenden. Anhand der Konzepte Kontestation, Politisierung und des Konzeptpaars Herrschaft und Widerstand zeige ich, wie diese eine jeweils eigene Forschungsagenda und Schwerpunktsetzung inspiriert haben und den IB so eine produktive Wendung geben konnten. Auf Basis des in der Bewegungsforschung immer stärker etablierten Grundsatzes, dass Protest und Widerstand in ihrer Dynamik mit staatlichen und soziokulturellen Institutionen betrachtet werden sollten, argumentiere ich, dass der Forschungsstrang um Herrschaft und Widerstand am ehesten in der Lage ist, die konflikthafte Interaktion von institutionalisierten und nicht-institutionalisierten Akteur*innen in der Weltpolitik zu fassen. Allerdings hebe ich selbstkritisch hervor, dass alle drei Forschungsstränge bisher eher statisch geblieben sind und es noch an Entschlossenheit mangelt, dieses interaktionsorientierte Programm in Gänze umzusetzen. Zudem bleibt häufig die Frage offen, welchen gesellschaftspolitischen Mehrwert die neuen Erkenntnisse haben. Diese Leerstelle – und das nicht eingelöste Potenzial einer gegenseitigen Befruchtung von IB und Bewegungsforschung – könnte darin begründet sein, dass beide Forschungsfelder einen gewissen Hang zum Formalismus haben, sich die verschiedenen transnationalen Bewegungen (und ihre Gegner*innen) aber nicht mit schablonenartigen Konzepten analysieren lassen. Das Politische der Politisierung müsste stärker betont werden.

Kontestation

Die klarste Überschneidung eines Motivs der Bewegungsforschung und der IB zeigt sich im Konzept der Kontestation, das sich aus dem contentious politics Paradigma ableiten lässt.[1] Für contestation gibt es im Deutschen kein geläufiges Wort, deshalb wird es zuweilen mit Umstrittenheit übersetzt, was allerdings eher den Effekt oder aber die Bedingung für Kontestation bezeichnet. In den IB kann die Hinwendung zur Kontestation nur als Glücksfall bezeichnet werden. Insbesondere dem prominenten konstruktivistischen Forschungsstrang mit ausgeprägtem Interesse an Normen in der internationalen Politik hat es gutgetan, sich deren Umstrittenheit zuzuwenden. Zuvor hatten diese Ansätze häufig die Diffusion von Normen untersucht, also eine beinahe als automatisch verstandene Ausbreitung von Werten und Regeln über Grenzen hinweg. Diese Vorstellung speiste sich insbesondere aus der universalistisch aufgeladenen Menschenrechtsdebatte, in der ein ausgeprägter Fortschrittsglaube die virulenten Akteurs- und Machtkonstellationen, Praktiken und Konflikte hinter einem harmonischen (teils auch moralistischen) Schleier verdeckte (Engelkamp et al. 2012; Hanrieder 2008; Inayatullah/Blaney 2018). Auch hier zeigt sich wieder eine Parallele zur Sozialen Bewegungsforschung, wo das Konzept der Diffusion eine ähnlich prominente – und ähnlich depolitisierende – Rolle spielt. Weder Normen noch Repertoires diffundieren an sich; sie werden getragen von Akteur*innen mit Interessen in sozialen, affektiven und diskursiven Kontexten und prallen auf andere Normen und Repertoires, die wiederum materiell, habituell und diskursiv eingebettet sind. Dass dabei Streit entsteht, ist nicht verwunderlich, also fängt hier die eigentliche Forschung erst an. Besonders interessant sind demnach die Arbeiten, die nicht nur feststellen, dass etwas (eine Norm, eine Institution) umstritten ist, sondern fragen, welche Akteur*innen mit welchen Mitteln, zu welchen Zwecken und mit welchen Effekten Kontestation betreiben.

In den IB wurde in den letzten zwanzig, besonders aber in den letzten zehn Jahren eine Flut von Arbeiten zum Thema (oder zumindest unter dem Titel) der Kontestation veröffentlicht. Im deutschsprachigen Raum sind die Arbeiten von Antje Wiener und Nicole Deitelhoff als wegweisend hervorzuheben. Wiener (2004; 2008) hat bereits früh den technokratischen Fokus auf Compliance angeprangert und gezeigt, dass die Einhaltung internationalen Rechts und seiner Normen stets umstritten ist, auch in der vermeintlich straff supranational organisierten EU und ihrer Mitgliedsstaaten. Daraus erarbeitete sie ein Forschungsprogramm zur Kontestation als Norm-generierender sozialer Praxis (Wiener 2014). Diese praxistheoretische Arbeit zeigt den analytischen Nutzen des Konzepts und die unterschiedlichen Bedeutungen von Kontestation sowohl als soziale Praxis des reaktiven Einspruchs gegen Normen (Prinzipien, Regeln oder Werte) durch Ablehnung oder Verweigerung ihrer Umsetzung, als auch als proaktiven Modus der Kritik durch Beteiligung an einem Diskurs (Wiener 2007).

Der Fokus auf Kontestation ist wichtig, weil vorher die Ausbreitung spezifischer Normen als wünschenswert erachtet wurde und dem IB-Mainstream deshalb ein impliziter normativer Bias bezüglich der Expansion westlicher Normen und internationalen Rechts (häufig fielen diese beiden in eins) innewohnte. Deshalb war die Disziplin jahrzehntelang blind für Ausbeutung, Imperialismus und (ökonomische) Hierarchie im internationalen System. Sie betrieb Wissenschaft wie in einem Labor, in dem die „Diffusion“ internationaler Normen untersucht wurde, als seien die Empfänger*innen jener Normen Kinder, denen diese beigebracht werden müssten (z.B. Finnemore 1993; siehe hierzu Epstein 2012). Dieses Denken in unilinearen Diffusionen in einem klar definierten Vor und Nach in Veränderungsprozessen ist viel zu schablonenartig, gerade weil die Kontexte in welche die Normen gebracht werden selbst bereits politische Felder mit umstrittenen Raum- und Erinnerungsdebatten sind (Buckley-Zistel 2020). Deshalb fordert Wiener (2010) richtigerweise, dass Kontestation „all the way“ untersucht werden sollte: Normen sind niemals als stabile Objekte, sondern immer als umstrittene Projekte zu verstehen (hierzu Niemann und Schillinger 2016). Kontestation als soziale Praxis kann hier jedoch durchaus implizit habermasianisch gelesen werden. In Wieners Theorie (2014) geht es um die normative Kraft der Kontestation, jedoch zeigt sich in späteren Werken, dass sie durchaus an die inklusive Kraft des Streits (manche würden es auch Deliberation nennen) glaubt: „All stakeholders ought to be able to enjoy equal access to norm contestation“ (Wiener 2018: 54). Dieses Inklusionsprinzip wird bei Wiener allerdings agonistisch gelesen (Wiener 2018: ix). So sollen die Bedingungen geschaffen werden unter denen robust gestritten werden kann. Aufbauend darauf fragt sie programmatisch: Wessen Kontestations-Praktiken zählen (Wiener 2018)?

Bei Nicole Deitelhoff (2009; 2012), der zweiten prominenten Vertreterin des Kontestationsparadigmas in den IB, ist der Habermasianismus ganz explizit: Bessere Normen gilt es im Streit zu entwickeln und hierfür wiederum gilt es die Bedingungen zu schaffen. Dafür kritisierte sie früh den seltsamen Stabilitätsfetisch der IB, dessen konstruktivistische Wende die Fiktion stabiler Staatsinteressen durch vermeintlich stabile Normen ersetzt hatte (Deitelhoff 2006: 20). Aus dieser Kritik heraus hat sich für die internationale Politik ein spannendes konzeptionelles Werkzeugset entwickelt, das verschiedene suprastaatliche und transnationale Settings unter dem Blickwinkel des Streits betrachtet. Zimmermann, Deitelhoff und Lesch (2017) etwa argumentieren, dass Praktiken der Kontestation als konstitutiv für normatives Handeln verstanden werden können: Akteur*innen werden also im Prozess der Kontestation konstituiert und tragen diese nicht nur in die Deliberationsarena – eine Einsicht, die der praxeologischen Perspektive der Bewegungsforschung auf die Formierung kollektiver Subjekte ähnelt.

So produktiv diese Arbeiten sind, so zeigt sich auch ein Problem in der Kontestationsforschung. Mit dem Begriff kann so ziemlich alles gemeint sein, was irgendwie widerständig ist: Von der kritischen Nachfrage in einem Meeting bis hin zur Straßenschlacht. Kontestation als Konzept läuft deshalb Gefahr, ein leerer Slogan zu werden (Anderl et al. 2019a). Auf derlei Kritik haben sowohl Wiener als auch Deitelhoff und Zimmermann in einschlägigen Artikeln reagiert und verschiedene Typen der Kontestation erarbeitet. So stellen Deitelhoff und Zimmermann (2020) zwei Idealtypen vor: Kontestation von Normengültigkeit und Kontestation von Normanwendung. Sie argumentieren, dass eine weit verbreitete Kontestation der Gültigkeit einer Norm wahrscheinlich zu einem Verlust der Robustheit der Norm führt. Kontestation der Normanwendung hingegen kann sie unter bestimmten Umständen sogar stärken. Das ist eine wichtige Unterscheidung, die allerdings ihre Schwäche in Bezug auf den Inhalt der Kontestation hat. Wenn beispielsweise rechte und linke Bewegungen gleichermaßen gegen einen internationalen Vertrag mobilisieren und jeweils die Gültigkeit der darin sedimentierten Normen anzweifeln (Rone 2018), führt die Unterscheidung zwischen Normengültigkeit und Normanwendung eventuell zu einer besseren Vorhersagekraft bezüglich der Robustheit der Normen, jedoch hilft sie nicht dabei weiter, die politischen Hintergründe und die vielschichtigen Konsequenzen der Kontestation einschätzen zu können. Eine noch stärkere Verzahnung der Normen- mit der Bewegungsforschung könnte hier Abhilfe schaffen.

Politisierung

Der Begriff der Politisierung in der internationalen Politik ist im deutschsprachigen Raum eng mit den Arbeiten von Matthias Ecker-Erhardt und Michael Zürn verknüpft. Sie fokussieren insbesondere auf die Infragestellung und diskursive Anfechtung (oder auch: Kontestation, Zürn 2018) internationaler Organisationen. Ecker-Erhardt und Zürn (2013: 338) zufolge wird ein Thema, eine Entscheidung oder einer Institution politisiert, wenn sie aus dem technisch-administrativen Bereich „in die politische Sphäre gebracht, d.h. entweder in das politische Teilsystem (definiert durch die eigene Funktionslogik) oder in den politischen Raum (definiert durch Debatten über die angemessene Funktionslogik für eine gegebene Problemlage) transportiert werden.“ Dieser Prozess kann den Autoren zufolge zwei Gründe haben: Das Legitimationsdefizit einer existierenden internationalen Organisation, oder ein Regelungsdefizit in einem Politikfeld aufgrund fehlender oder zu schwacher internationaler Organisationen.

Der Charme der Politisierungsforschung liegt nun darin, dass eine Zu- oder Abnahme der Politisierung über Zeit festgestellt werden kann (Zürn et al. 2013). Hierbei lässt sich über die Indikatoren trefflich streiten. Im Werk der Autoren ist die Politisierung insbesondere mit der Salienz eines Themas verbunden: Wenn also viel über eine internationale Organisation geschrieben wird, dann ist sie wahrscheinlich politisierter, als wenn nicht über sie berichtet würde. Damit lässt sich mit quantitativen Medienanalysen der Grad der Politisierung über Zeit bestimmen – ein Verfahren, das der Protest-Event-Analyse in der Bewegungsforschung nahekommt; ein ähnlich effizienter Zugang, dem auf ähnliche Weise Formalismus vorgeworfen werden könnte. Jedoch lassen sich diese Methoden offenkundig mit anderen kombinieren, wie Ecker-Erhardt und Zürn (2013) es in der Einleitung zu ihrem Band auch explizit anlegen. Diese Option wurde bisher allerdings erstaunlich wenig erprobt (aber siehe z.B. Hutter et al. 2016; Rucht 2013; Vestena 2019). Dabei schreit diese Einsicht geradezu danach, die Politisierungsforschung aus den IB mit der Bewegungsforschung zu verbinden, also auf Basis der Feststellung einer zunehmend politisierten internationalen Organisation deren Politisierung als Praxis zu untersuchen, beispielsweise mit ethnographischen Methoden. So kann eine Analyse des Ausmaßes der Politisierung mit einer Untersuchung ihrer inhaltlichen Stoßrichtung und den damit verbundenen Repertoires verknüpft werden.

Da die Politisierungsforschung in der Lage ist, Veränderungen über Zeit relativ verlässlich erkennen zu können, kann sie im Vergleich zur Kontestationsforschung auch begründeter zu gesellschaftspolitischen Themen Stellung nehmen. So machen Zürn et al. (2013) eine Kausalverbindung zwischen der zunehmenden Autorität internationaler Organisationen und deren Politisierung aus. Dieser Zusammenhang macht deutlich, dass es nicht darum geht, dass die betreffenden Organisationen vorher weniger politisch waren, sondern dass mehr über sie debattiert wird. Hier zeigt sich eine weitere Gemeinsamkeit (und Schwäche) der Politisierungs- und der Bewegungsforschung: sie können zwar empirisch belegen, dass etwas umstrittener wird, aber kaum begründet Stellung dazu nehmen, welche   Argumente im Streit sinnvoll sind und welche nicht. Dennoch haben Ecker-Erharts und Zürns  Forschungen in interessanten Zeitdiagnosen resultiert. So konstatieren sie etwa einen generell veränderten Diskurs über internationale Angelegenheiten: „Die instrumentellen Fragen der Problemlösung und der Effektivität sind längst von prozeduralen Fragen wie Legitimität und normativen Aspekten, wie Fairness und Gerechtigkeit durchdrungen. Internationale Institutionen können den Weg zurück zu einem funktionalistischen Grundverständnis des permissiven Konsensus kaum gehen, ohne Schaden zu nehmen“ (2013: 259).

Um Kontestation, Politisierung und Bewegungsforschung zusammenzudenken, ließe sich festhalten, dass sich in den letzten Dekaden eine Zunahme an Umstrittenheit internationaler Organisationen erkennen lässt, ablesbar etwa an der steigenden Anzahl an Demonstrationen, aber auch an einer erhöhten Salienz dieser Themen in den Medien. Jedoch stellt sich hier die Frage der Differenzierung. Wer mobilisiert/politisiert wann in welcher Form zu welchem Zweck? So argumentiert etwa Daphi (2020) dafür, zwischen interner und externer Politisierung zu unterscheiden. Dieser Vorschlag liefert einen hervorragenden Brückenschlag, um die verschiedenen Möglichkeiten der Politisierung zu unterscheiden, wobei die „externe“ entsprechend mit Ansätzen der Bewegungsforschung, die „interne“ eher mit jenen aus der Organisationssoziologie angegangen werden könnte. Ich würde dem hinzufügen, dass auch zwischen der Politisierung „von unten“ und „von oben“ unterschieden werden müsste. Etwa politisiert derzeit die transnationale Kleinbäuer*innenbewegung Themen rund um die Nahrungsmittelproduktion (Brunner et al. 2019: 19). Aber sie tun dies, weil vor Jahrzehnten die westlichen Regierungen und die Weltwirtschaftsorganisationen das Thema im Kontext des Ost-West-Konfliktes „von oben“ politisiert haben, um mit der Expansion eines spezifischen Agrarsystems gegen den Kommunismus vorzugehen (Perkins 1997). Diese Institutionen transferierten also das Thema Ernährung aus dem administrativ-technischen in den politischen Raum, ohne dass viele Zeitungen darüber berichteten. Hier zeigt sich ein Schwachpunkt der Politisierungsforschung, welche mediale Salienz als die Grundbedingung für Politisierung versteht und damit jene Politisierungsprojekte von oben häufig übersieht.

Der Mangel an medialer Salienz trotz Politisierung könnte eigentlich ein guter Indikator für die Stabilität politischer Herrschaft sein. Dafür müsste aber das Verständnis von Politisierung politisiert werden. So haben kritische Theorien seit jeher argumentiert, dass das Ausbleiben medialer Kritik nicht unbedingt ein Effekt geringerer Umstrittenheit sein muss, sondern dass derlei Prozesse gerade ein Erstarken der Herrschaft und deren Machtmittel wie etwa Repression anzeigen können.[2] Aus dieser Perspektive heraus würde ich kritisch anmerken, dass – im Kontrast zur Begrüßung des Streites als politischem Mittel in der Kontestationsforschung – sich an einigen Stellen der Politisierungsliteratur ein Stabilitäts-Bias erkennen lässt. Dieser vermittelt implizit, dass Politisierung, ­verstanden als kontroverse Diskussion herrschender institutioneller Politik, etwas Problematisches ist (De Wilde/Zürn 2014). Um Politisierungsstrategien von oben und von unten als Repertoires in einer dynamischen, politischen Interaktion konfliktiver Ordnungsbildung zu verstehen, müsste sich die Definition von der Salienz ab – und dem politischen Inhalt zuwenden, ein Vorhaben, das durch die stärkere Verquickung mit der Bewegungsforschung angegangen werden könnte. Diese Verschiebung würde zwar die analytische Eleganz des Ansatzes schmälern, doch Politisierung könnte dadurch einen noch stärkeren Beitrag zum Verständnis einer immer bereits politisierten Welt liefern, in der herrschende Institutionen und ihre Gegner*innen in einem dynamischen Interaktionsprozess Strukturen politisieren und de-politisieren.

Herrschaft und Widerstand

Ausgehend von einem ähnlichen Verständnis vertikal stratifizierter Politisierungsdynamiken haben etwa Daase und Deitelhoff (2015: 300) formuliert, dass das internationale System von institutionalisierten Über- und Unterordnungsverhältnissen geprägt ist, welche sie als Herrschaft definieren. Der Reiz ihres Ansatzes besteht besonders darin, dass die Autor*innen einen analytischen Zusammenhang zwischen Herrschaft und Widerstand formulieren, der potenziell in der Lage ist, die oben genanntem Leerstellen in einem interaktionistischen Programm zu füllen, nämlich die Rekonstruktion von Herrschaftsverhältnissen aus der Analyse des Widerstandes (Daase/Deitelhoff 2019).[3] Die methodischen Überschneidungen mit der Bewegungsforschung sind hier nicht zu übersehen und daher ergibt sich aus diesem programmatischen Vorstoß das größte Potenzial für die Zusammenarbeit von IB und Bewegungsforschung: Um die Herrschaft aus dem Widerstand zu rekonstruieren braucht die IB die Bewegungsforschung, denn diese liefert die notwendigen Erkenntnisse über Mobilisierungsdynamiken abseits der institutionalisierten Politik. Andersherum eröffnet dieser Vorstoß auch eine Möglichkeit für die Bewegungsforschung, ihre Ergebnisse in eine übergeordnete Sozialtheorie einzubetten und damit den eigenen empiristischen Touch hinter sich zu lassen (die Protestforschung also nicht als Selbstzweck zu sehen, sondern als Möglichkeit gesellschaftliche Tendenzen und Strukturen aufzudecken).

Am Beispiel der Proteste gegen Global Governance lässt sich dies gut zeigen. In Abgrenzung etwa zum Autoritätsbegriff, der bei Michael Zürn (2018; 2020) stark gemacht wird, sind internationale Organisationen in einer Theorie internationaler Herrschaft als Institutionalisierungen von Über- und Unterordnungsverhältnissen zu verstehen (Deitelhoff/Daase 2020; siehe auch Fehl/Freistein 2019). Übergeordnete Strukturen internationaler Herrschaft sind somit nicht sofort erkennbar, aber der Widerstand gegen ihre institutionalisierten Ausprägungen kann ein epistemischer Schlüssel sein, um sie zu rekonstruieren (Anderl 2018; Deitelhoff/Daase 2019). Wie genau diese Rekonstruktion funktionieren soll ist bisher aber nicht abschließend geklärt. Es wird deshalb die Zusammenarbeit verschiedener Ansätze brauchen. So hat etwa Kai Koddenbrock (2017) in seinem programmatischen Aufsatz „Mehr Kapitalismus wagen“ aufgezeigt, dass ausgerechnet im Frankfurter Herrschaftskonzept von Daase und Deitelhoff die monetären und generell die wirtschaftlichen Bedingungen und Effekte politischer Herrschaft unterentwickelt sind (siehe auch Atzmüller et al 2019; Brand/Wissen 2017). Klaus Schlichte (2015; 2017) hebt in seinem Weberianischen Forschungsprogramm die bürokratische Dimension internationalisierter Herrschaft hervor und plädiert für eine historische Soziologie der internationalen Beziehungen, in der die gesellschaftliche Durchdringung jener bürokratischen Strukturen rekonstruiert wird (Schlichte 2015a). So argumentieren Morcillo Laiz und Schlichte (2016: 170): “By resorting to Weber’s ideas on rationalization, domination [Herrschaft], and organizations [Verbände], our ability to penetrate into the reality of internationalized rule improves.”

Bewegungen mobilisieren in diesem Verständnis nicht nur gegen einzelne bürokratische Institutionen, sondern gegen eine Ordnung, die ihnen im Gestus der Rationalisierung vorschreibt, wie sie zu leben haben, und die dabei gleichzeitig die Bedingungen für ein gutes Leben systematisch unterläuft. Diese Formen der Rationalisierung sind so tief eingeschrieben in das Skript unserer Gesellschaft, dass sie oft nur über ihren Bruch erkennbar werden. Hier ist die Erfahrung der Bewegungsforschung mit interventionistischen, situationistischen und autonomen Gruppen und ihren Repertoires Gold wert.

Ein weiterer Aspekt der Interaktion zwischen Herrschaft und Widerstand ist der Streit um Land und Ressourcen. In einer globalisierten Ökonomie ist auch hier eine transnationale Perspektive auf Beherrschung (etwa durch transnational operierendes Kapital, aber auch internationale Organisationen und Staatsregierungen) und die sozialen Bewegungen, die sich dagegen wehren, notwendig. Hier haben etwa Kristina Dietz und Bettina Engels wichtige Arbeiten vorgelegt, in denen sie den Versuch unternehmen, die materielle Komponente (etwa von Ressourcenabbau und Landnahme) mit einer Bewegungsperspektive und deren Widerstand gegen die Landnahme zu verbinden (Engels/Dietz 2017; Dietz/Engels 2018; siehe auch Brad et al. 2015). Die soziopolitischen Implikationen von Ressourcenkämpfen in ihrer Interaktion mit staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen zu betrachten, ist den Autorinnen hier besonders gut gelungen. In Verbindung mit einer Mehrebenen-Perspektive auf Regieren (siehe auch Engels 2015) scheint dieser Ansatz – multiskalare Herrschaft und Widerstand vom Konflikt her zu denken – vielversprechend. Auf ähnliche Weise hat Alex Veit (2011) Kontestation und Herrschaft produktiv zusammengebracht. Die „Buchstabensuppe“ (ibid: 38) internationaler Organisationen und Autoritäten, wie Veit sie treffend bezeichnet, formt im Ensemble eine Struktur direkter internationaler Herrschaft. Es ist wichtig zu erkennen, dass soziale Bewegungen oftmals nicht vornehmlich gegen eine dieser Institutionen mobilisieren, sondern jene nur als Kristallisationspunkt nutzen, an dem sich internationalisierte Herrschaft in ihrer materiellen Praxis aufzeigen lässt (Anderl/Wallmeier 2019: 197-198).

Diese Analysen beider „Seiten“ von Herrschaft und Widerstand sind wichtig, um einem Trade-Off zu begegnen, der den meisten Arbeiten zu Herrschaft und Widerstand innewohnt: Entweder, die Forscher*innen fokussieren stark auf die Bewegungen, vernachlässigen darüber aber, die Herrschaft selbst zu theoretisieren und differenzieren. Herrschaft verbleibt dann eine „dickflüssige Suppe“, in der scheinbar wahllos angeordnete Symbole und Institutionen schwimmen, ohne dass erklärt wird woraus der Topf besteht, wer sie kocht und vor Allem, wer sie isst. Oder aber jene Herrschaftsstrukturen werden ausgiebig theoretisiert, wobei aber das dynamische Moment aus dem Blick verloren geht und die Bewegungen nur noch als disruptives „Außen“ bezeichnet werden können. Deshalb wurde in der Bewegungsforschung zurecht dazu aufgerufen, stärker auf die Interaktion zu setzen anstatt eine der beiden „Seiten“ hierarchischer Konflikte allein zu analysieren (Alimi et al. 2012; Goodwin/Jasper 2004; Grimm et al. 2019; Steinhilper 2021). Erst in der Praxis der Auseinandersetzung von Herrschaft und Widerstand lässt sich die dadurch entstehende Konstitution einer hierarchischen Ordnung beobachten und verstehen.

Mit diesem interaktionistischen Prinzip versuchen einige Forscher*innen, Bewegungsforschung und IB nicht nur voneinander lernen zu lassen, sondern ihre verschiedenartigen Verschränkungen als Ausprägungen eines Phänomens zu verstehen. So kombinieren wir etwa die IB-Literatur zur Öffnung internationaler Organisationen für Zivilgesellschaft mit den Reaktionen darauf in verschiedenen Ländern und Bewegungstraditionen und zeigen, wie der Widerstand im Internationalen von nationalen und lokalen Faktoren vorstrukturiert ist (Anderl et al 2021; siehe auch Ecker-Erhardt 2017). Interaktion zwischen Institutionen und Bewegungen findet also synchron und/oder diachron auf verschiedenen Ebenen statt und ist dabei jeweils von ökonomischen, normativen und affektiven Strukturen geprägt. Ohne die daraus resultierenden Erfahrungswelten lassen sich bestimmte Realitätsperzeptionen und die darauf aufbauenden Entscheidungen nicht verstehen. Dieser transnationale und interaktionistische Blick auf Bewegungen hat zum Vorteil, dass Koalitionen (genauso wie ihr Ausbleiben) über Staatsgrenzen hinweg erkannt und erklärt werden können (Daphi et al. 2019). Die Analyse dieser Herrschaftsstrukturen kann also für die Mobilisierungsforschung nutzbar gemacht werden und umgekehrt.

Jedoch bleibt nach wie vor die Frage im Raum, wer denn nun wen wie beherrscht, also wie die bekämpften Institutionen sich in eine Herrschaftsordnung ein- und jene damit fortschreiben und wie deren Bekämpfung Herrschaft unterminiert oder reifiziert. Mit Philip Wallmeier habe ich den Vorschlag unterbreitet, Institutionen als „Scharnierkonzept“ (2019) zu verstehen, die eine funktionale Rolle im Verhältnis Herrschaft und Widerstand einnehmen und über deren Praxis es verständlich wird, wie die spezifische Form neoliberaler Herrschaft Bewegungen einhegt. Zwar „herrschen“ jene Institutionen nicht, aber sie nehmen einen wesentlichen Platz in einer Herrschaftsordnung ein. Um diese erkennen (und damit auch kritisieren) zu können, fehlt den IB letztlich noch eine Loslösung von vorgegebenen Konzepten wie der „liberalen Ordnung“ und ihrer „Opportunitäten“. Es erfordert Mut, Kreativität und historische Informiertheit über Europa hinaus, um jene beschrittenen Pfade zu verlassen. Jedoch tun viele Bewegungen genau das in ihrer Praxis. Es ist die Stärke der Bewegungsforschung, in diesem Kontext eine emische Perspektive zu erzeugen. Diese mit der Fähigkeit der IB, über transhistorische und transnationale Ordnungen systematisch nachzudenken, in Verbindung zu bringen, ist und bleibt das größte Versprechen dieser disziplinären Zusammenführung.

Ausblick: Vom Formalismus zur Gesellschaftspolitik

Dass dieses Versprechen bisher noch nicht ausreichend eingelöst wurde, sehe ich dementsprechend vor Allem im Formalismus begründet, der die IB seit Langem prägt; eine Disziplin, die ihre Praxis an Konzepten ausrichtet, welche häufig technisch-administrativen Charakter haben und dabei unpolitisch wirken, allerdings gegebene Werte und Institutionen stets aufs Neue reifizieren. Insbesondere in der Entwicklung von Forschungsfragen heißt „theoriegeleitet“ zu oft institutionalistisch und fern der Lebenswelt (Menzel 2014; Scholte 2020). Das müsste so nicht sein. Die IB kann hier vom sich herausbildenden Interaktions-Paradigma in der Bewegungsforschung lernen, da jenes zwangsläufig dort ansetzen muss, wo Denkmuster gesprengt werden, wo es knallt und hin- und hergeht und wo gegebene Strukturen angegriffen werden. Und noch mehr: um dieses Paradigma wirklich umzusetzen, brauchen sich IB und Bewegungsforschung unbedingt gegenseitig. Jedoch ist jener Hang zum Formalismus auch in der Bewegungsforschung und in ihren Methoden (etwa dem teils bürokratischen Zugriff auf Proteste – als ließe sich deren Bedeutung zählen) virulent. Die politische und soziale Signifikanz von Protest wird in der Forschung zu wenig mitgedacht. Dort wo die Bewegungsforschung gesellschaftspolitisch Stellung bezieht, ist dies dementsprechend häufig nicht ausreichend verknüpft mit der eigentlichen Forschung (etwa della Porta 2016). Es besteht also ein Sprung zwischen Forschung (über die Bewegung) und der Zeitdiagnose (über die Politik der Gesellschaft).

Ähnlich sieht es in den IB aus: Was bedeutet es nun, dass wir internationalisierte Formen der Herrschaft sehen, oder eine zunehmende Umstrittenheit von Normen, oder die Politisierung internationaler Organisationen? Die verschiedenen transnationalen Bewegungen (und ihre Gegner*innen) lassen sich nicht mit schablonenartigen Konzepten analysieren. Das Politische der Politisierung müsste demnach stärker betont werden, um zu verstehen wie Herrschaft die Gesellschaft über Staatsgrenzen hinweg durchdringt und welche Potenziale für Widerstand und deren Erforschung sich hier ergeben. Ein normatives Verständnis gegebener Institutionen und deren Kodifizierung in akademischen Konzepten (Deitelhoff 2020) führt hier häufig zu deren Reifizierung, anstatt die materiellen Verwerfungen zu erkennen, die durch ihre Kontestation aufgezeigt werden. Die sogenannte „liberale Ordnung“ vor deren Kontestation die IB steht wie die Maus vor der Schlange, wäre ein idealer Anfangspunkt, um sich eines leeren Signifikanten zu entledigen, der die eigene Forschung einzäunt. Wo wenn nicht in der Praxis sozialer Bewegungen ließen sich die Mittel für eine derartige Emanzipation finden?

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Schlichte Klaus 2015: Cubicle Land – Bürokratie und Demokratie in der Regierung der Welt. In: Renate Martinsen (Hg.): Ordnungsbildung und Entgrenzung. Springer, 175–197.

Schlichte, Klaus 2015a: Herrschaft, Widerstand und die Regierung der Welt. Zur historischen Soziologie internationalisierter Politik. In: Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 21(1), 117-131

Schlichte, Klaus 2017: Max Weber in Mosambik. Bürokratische Herrschaft in der Weltgesellschaft. In: Daase Christopher/Deitelhoff Nicole/Kamis Ben/Pfister, Jannik/Qallmeier, Philip (Hg.) Herrschaft in den Internationalen Beziehungen. Springer, 73-93.

Scholte, Jan Aart 2020. Beyond Institutionalism: Toward a Transformed Global Governance Theory. In: International Theory, 1-13.

Rone, Julia 2018: Contested International Agreements, Contested National Politics: How the Radical left and the Radical Right Opposed TTIP in Four European Countries. In: Review of International Law 6(2), 233-253

Rucht, Dieter 2013: Globalisierungskritische Proteste als Herausforderung an die internationale Politik. In: Zürn, Michael/Ecker-Erhardt, Matthias (Hg.): Die Politisierung der Weltpolitik. Suhrkamp, 61-83.

Steinhilper, Elias 2021: Migrant Protest. Interactive Dynamics in Precarious Mobilizations. Amsterdam University Press.

Veit, Alex 2011: Social Movements, Contestation and Direct International Rule: Theoretical Approaches. In: Stichproben. Wiener Zeitschrift für kritische Afrikastudien 11(20), 17‐43.

Vestena, Carolina 2019: Rechtliche Institutionen als Vermittlungsort der „Politik der Straßen“: Eine Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung der Krise in Portugal. In: Forschungsjournal Soziale Bewegungen 32(3), 248-261.

Volk, Christian 2019: Enacting a Parallel World: Political Protest against the Transnational Constellation. In: Journal of International Political Theory 15(1): 100-118

Wiener, Antje 2004: Contested compliance: Interventions on the normative structure of world politics. In: European Journal of International Relations 10(2): 189-234.

Wiener, Antje 2007: The Dual Quality of Norms and Governance beyond the State: Sociological and Normative Approaches to ‘Interaction’. In: Critical Review of International Social and Political Philosophy 10(1), 47-69.

Wiener, Antje 2008: The Invisible Constitution of Politics: Contested Norms and International Encounters. Cambridge University Press.

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Wiener, Antje 2018: Contestation and Constitution of Norms in Global International Relations. Cambridge University Press.

Zimmermann, Lisbeth/Deitelhoff, Nicole/Lesch, Max 2017: Unlocking the Agency of the Governed: Contestation and Norm Dynamics. In: Third World Thematics 2(5), 691-708

Zürn, Michael/Matthias Ecker-Erhardt 2013: Die Politisierung der Weltpolitik. Suhrkamp.

Zürn, Michael/Binder, Martin/Ecker-Erhardt, Matthias 2013: International Authority and its Politicization. In: International Theory 4(1), 69–106.

Zürn, Michael 2018: A Theory of Global Governance. Authority, Legitimacy & Contestation. Oxford University Press.

Zürn, Michael 2020: On the Role of Contestations, the Power of Reflexive Authority, and Legitimation Problems in the Global Political System. International Theory, First View, 1-13.

[1] Der Platz reicht hier nicht für genealogische Debatten, es geht mir um die inhaltliche Überschneidung, weniger darum wer was von wem entlehnt hat. Für einen Klassiker der Kontestation in den IB siehe O‘Brien et al (2000).

[2] Bei Ecker-Erhardt und Zürn (2013: 20): strategische Depolitisierung.

[3] In der politischen Theorie entwickelt sich derzeit ein ähnlich gelagertes Forschungsprogramm (Volk 2019; Niesen 2019).

 

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Genozid an Roma in der Ukraine 1941-1944: Infoveranstaltung, Ausstellung

bewegung.taz.de - 15.03.2021
01.04.2021, 19:00 Uhr - 01.04.2021

Veranstaltung: Genozid an Roma in der Ukraine

1. April 2021, 19 Uhr

Online-Event: Youtu.be/CEANkuY564E

 

 

Weit über 10.000 Roma wurden von den deutschen Besatzern während des Zweiten Weltkrieges in der Ukraine umgebracht. Im Gedächtnis der Mehrheitsgesellschaften ist dieser Völkermord kaum präsent – ganz anders als in dem der Roma.

Im Jahr 2018 hat ein Projekt aus deutschen und ukrainischen Teilnehmer*innen Dutzende von Zeitzeug*innen getroffen. Sie berichteten vom Leid, das ihnen widerfuhr, aber auch vom Widerstand, den sie geleistet haben; sie berichteten von der Kollaboration ihrer Nachbar*innen, aber auch von Solidarität. Ihre Erfahrungen spiegeln sich in einer Ausstellung, die als Ergebnis des Projektes geschaffen wurde.

Mikhail Tyaglyy vom Ukrainischen Zentrum für Holocaustforschung gibt einen Überblick über den Genozid. Weitere Vorträge gehen auf Kontinuitäten von Antiziganismus in Deutschland wie der Ukraine ein und beleuchten aktuelle Netzwerke ukrainischer Faschisten.

Online Event am 1. April 2021

Youtu.be/CEANkuY564E

 

Veranstalter: Bildungswerk für Friedensarbeit, VVN-BdA

 

Ausstellung zum Genozid an Roma in der Ukraine:

www.genocideagainstroma.org (ab 1. April)

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Miralash Wimpernserum

bewegung.taz.de - 11.03.2021
13.03.2021, 16:00 Uhr - 13.03.2021, 17:30 Uhr

Miralash ist ein sehr wirkungsvolles und erfolgreiches Produkt. Es handelt sich um ein Wimpernserum, bei dem man das natürliche Wachstum der Wimpern verlängern kann. Dies ist nicht nur nachhaltig und bei harmonfreien Produkten auch ökologisch sinnvoll sondern bietet auch einen Kostenvorteil gegenüber sehr teuren künstlichen Verlängerungen.

In dem Webinar, Corona bedingt nach wie vor online statt in Präsenz, wird die Anwendung sowie die vor und Nachteile des Produkts erklärt. Auf der Webseite von Miralash Wimpernserum kann man sich kostenfrei informieren.

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