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Protest und soziale Bewegungen in Corona-Zeiten

von Sabrina Zajak

– zuerst erschienen im Blog des DeZIM-Instituts

Die Covid-19 Pandemie verändert Protestbewegungen weltweit. Der gegenwärtige Ausnahmezustand, die soziale Isolierung und das Versammlungsverbot sind dabei nur der Anfang. Können die aktuellen sozialen Bewegungen auch zur Gestaltung der Gesellschaft in der Zeit nach Corona beitragen?

Auch wenn Online-Petitionen und digitaler Aktivismus in den letzten Jahrzehnten rasant gewachsen sind, der klassische Protest auf der Straße, Sit-ins oder Platzbesetzungen und andere kollektive Aktionen im öffentlichen Raum bleiben ein zentrales Einflussmedium sozialer Bewegungen. Fridays for Future, unteilbar, blockupy/occupy, the Alter globalization movement (die Globalisierungskritische Bewegung) – dass die meisten von uns diese Bewegungen kennen liegt an der Größe und der Regelmäßigkeit ihrer Straßenproteste. Protestereignisse sind wichtig, da die Medien über sie berichten und so die Anliegen und Themen in die öffentliche Debatte bringen. Sie sind aber auch wichtig, um Menschen zu politisieren, zu ermächtigen und so für neue Mobilisierung, aber auch andere Verhaltensänderungen zu gewinnen. Internationale Protestereignisse wie der weltweite Klimastreik oder der Global March of Women spielen eine große Rolle bei der Konstruktion transnationaler Solidaritäten. Gemeinsame Aktionen helfen, ein Verständnis dafür zu schaffen, dass es ähnliche Problemlagen in vielen Ländern der Welt gibt und dass man gemeinsam handeln muss, um die großen Probleme anzugehen. Globale soziale Bewegungen treten für Gleichwertigkeit, Offenheit und Akzeptanz bei gleichzeitiger Anerkennung nationaler, regionaler oder lokaler Unterschiede und Besonderheiten ein. Mit anderen Worten: Soziale Bewegungen und Protest sind zentrale Kräfte des Widerstandes gegen Ausgrenzung, Rassismus und Nationalisierung. Momentan sind ihre Handlungsspielräume aufgrund des Versammlungsverbots, aber auch aufgrund der rapide wegbrechenden zeitlichen und ökonomischen Ressourcen, erheblich eingeschränkt. Auch viele Aktivist*innen kämpfen zwischen homeoffice und home schooling gegen den eigenen Abstieg, Prekarisierung und Arbeitslosigkeit an. So stärkt Corona neoliberale, hierarchisierende, nationalistische und rassistische Tendenzen.

Aus der Forschung zu Digitalisierung und Protest wissen wir, dass digitaler Protest in verschiedenen Formen der Online-Mobilisierung zwar recht kontinuierlich zugenommen hat und dass digitale Infrastrukturen wichtig für den Mobilisierungsprotest sind. Wir wissen allerdings auch, dass vor allem Online-Vernetzung und Offline-Protest sich gegenseitig stützen und stärken. Online-Aktivismus kann den Austausch erleichtern – ohne Offline-Aktionen trifft er jedoch selten auf große Resonanz. Momentan verlagern viele Aktivist*innen ihre Aktivitäten ins Netz. Ob ein digitaler Streik (Fridays for Future) so viel Aufmerksamkeit generieren kann wie ein Streik auf der Straße, ist eher zu bezweifeln. Hinzu kommt: Corona dominiert die mediale und individuelle Aufmerksamkeitsökonomie. Die potentiell eigene Betroffenheit oder die der eigenen Nation stehen im Vordergrund. Menschenrechtsverletzungen und extreme Notlagen beispielsweise im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos werden, wenn überhaupt, vor dem Hintergrund eigener möglicher Bedrohung diskutiert, und Bewegungen können dem nicht mit Straßenprotest begegnen.

Und dennoch: Bewegungen operieren in Krisensituationen unter kritischen Umständen mit besonderer Kreativität. Sie schaffen alternative Öffentlichkeiten und Räume, in denen sich ausgetauscht, Wissen generiert und zum Handeln aufgerufen wird. Fridays For Future organisieren z.B. Webinare, Bildungsangebote und Austauschformate zum Thema Klima, Gesellschaft und Krise unter dem Motto ‚Unite Behind The Science‘. Die Seebrücke rief unter dem Hashtag #leavenoonebehind am internationalen Tag gegen Rassismus dazu auf, in Wohnungen, Häusern und auf Postern Solidarität mit allen von Rassismus Betroffenen zu zeigen. Schnell landeten über 50.000 Beiträge auf instagram. Ähnliche Aufrufe gibt es z.B. zu #refugeeswelcome mit über 600.000 Beiträgen, #noborders (150.000 Beiträge) und vielen weiteren. Darüber hinaus haben sich eine Vielzahl von Nachbarschaftshilfen wie QuarantäneHelden.org gebildet, es gibt neue Hilfehotlines z.B. gegen häusliche Gewalt, andere wie systemli bieten digitale Infrastrukturen für solidarische Aktionen. Damit tragen Bewegungen auch unmittelbar dazu bei, die gegenwärtige Situation der Isolierung verträglicher zu gestalten.

All diese Aktionen sind auch über ihren unmittelbaren Akt der Solidaritätsbekundung hinaus von Bedeutung. In Krisenzeiten verändert sich das Leben vieler sehr drastisch. Bewegungen schaffen Deutungsangebote, sind Stimmen der Kritik und alternativer Zukünfte. Auch wenn die gegenwärtige Krise eine Machtkonzentration, ein Verstummen der Kritik, wachsende Ungleichheiten, Ausgrenzungen und eine Aushebelung demokratischer Verfahren mit sich bringt: mittel- und langfristig muss eine Post-Corona Ordnung hergestellt werden, in der die Normalität des Ausnahmezustandes aufgehoben wird. Soll diese die jetzt sichtbar werdenden Schwächen z.B. im Gesundheitssystem, in der globalen Ökonomie, in der Klima-, Flüchtlings oder Gleichstellungspolitik, aber auch in unseren Lebens- und Konsumweisen neu gestaltet werden, braucht es das kollektive Potential von unten, welches das jetzt in all den Webinars, Foren und Onlinebeteiligungsformaten generierte Wissen in die Tat umsetzt. So kann man nur hoffen, dass die jetzt stattfindende neue Solidarität auch mittel- und langfristig von Bestand ist und dazu beiträgt, die Gesellschaft auch in Zukunft mitzugestalten.

Foto: Auflagenbescheid der Stadt Flensburg für eine Demonstration gegen autoritäre Maßnahmen in der Corona-Krise (Foto: @fein_frisch, via Twitter)

dreitägiger CHANGE – Workshop bei LIFE e.V

bewegung.taz.de - 10.03.2020
20.04.2020, 09:30 Uhr - 22.04.2020, 15:00 Uhr

Vom 20. - 22. April 2020, jeweils 9:30 – 15:00 Uhr werden wir das Thema Klimawandel näher betrachten.
Bei unserem Umweltparcours können Frauen ihr Klimawissen überprüfen und erweitern und ihr Deutsch aktiv ausprobieren. Dabei erfahren sie, wie sie mit ihren beruflichen Qualifikationen die Zukunft klimafreundlicher gestalten können.
(online-Anmeldung ab sofort möglich.)

Der Workshop richtet sich an Akademikerinnen mit ausländischen Abschlüssen

· Wenn Sie wissen möchten, welche Folgen der Klimawandel auf das Leben und Arbeiten in Berlin hat,

· wenn Sie erfahren möchten, wie Sie Familie und Beruf vereinbaren können,

· wenn Sie erproben möchten, ob Ihr Deutsch für den Berufseinstieg ausreicht,

dann kommen Sie zu unserem dreitägigen Workshop „CHANGE -  Arbeiten in Zeiten des Klimawandels“.

Datum:    20., 21. und 22. April 2020

Uhrzeit:     9:30 bis 15:00 Uhr

Wo:    LIFE e.V., Rheinstraße 45, 12161 Berlin-Friedenau, Aufgang C, 3. Etage
  (U9 Walther-Schreiber-Platz oder S1 Feuerbachstraße)

Kosten:    für Teilnehmerinnen kostenlos, ESF finanziert

Anmeldung:        Dagmar Laube, change@life-online.de, +49 (0)30 308798-19; www.life-online.de 

 

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Online Meeting - Stoppt den rechten Terror

bewegung.taz.de - 10.03.2020
11.03.2020, 18:15 Uhr - 11.03.2020, 20:30 Uhr

Der Terroranschlag von Hanau hat Millionen Menschen schockiert. Aber um den rechten Terror zu bekämpfen, muss man verstehen, wo er herkommt.

Die AfD wurde von allen Bundestagsparteien in einflussreiche Positionen gebracht. In Thüringen wurde nun erstmals eine Regierungsmehrheit mit den Faschisten gebildet. An den Universitäten werden nicht nur die Nazi-Verbrechen verharmlost und rechtsradikale Positionen salonfähig gemacht, sondern in wachsendem Maße kritische Studierende angegriffen und unterdrückt.

Um ihre Politik von schreiender sozialer Ungleichheit und Militarismus zu verwirklichen, setzen die herrschenden Eliten erneut auf autoritäre und faschistische Methoden. Auf der Veranstaltung wollen wir diese Entwicklung analysieren und diskutieren, warum eine sozialistische Perspektive im Kampf gegen rechts nötig ist.

Achtung! - Der Link zum Meeting wird mindestens eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung auf der Seite des Veranstalters (siehe Link) veröffentlicht.

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Der ganz normale Missbrauch

bewegung.taz.de - 05.03.2020
10.03.2020, 19:00 Uhr - 10.03.2020, 21:00 Uhr

Canisius-Kolleg, Odenwaldschule, Lügde und Bergisch-Gladbach: Immer wieder erschüttern Berichte über sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche die Republik.

Obwohl kaum ein Verbrechen derart einhellig Abscheu erregt, bleiben die Fallzahlen seit Jahren erschreckend hoch – statistisch gesehen gibt es in jeder deutschen Schulklasse ein oder zwei Opfer. Warum tut sich unsere Gesellschaft so schwer damit, Kinder effektiv zu schützen? Und wie lässt sich das ändern? taz-Redakteurin Nina Apin beleuchtet ein Problem, das uns alle angeht.

Im Anschluss spricht sie mit Barbara Kavemann (Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs) und dem Publikum.

Moderation: Christof Blome (Ch. Links Verlag)

Eine Veranstaltung des Ch. Links Verlags in Kooperation mit der taz.

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Dit ham wa uns verdient

bewegung.taz.de - 05.03.2020
07.03.2020, 19:00 Uhr - 08.03.2020, 01:00 Uhr

Die taz feiert Frauenkampftag. Am Samstag, den 7. März, spricht Katrin Gottschalk, stellvertretende Chefredakteurin der taz, mit Enissa Amani, Jacinta Nandi und Klara Geywitz über Erfolg, Politik und Comedy.

Enissa Amani ist die erste Deutsche mit einer eigenen Comedy-Show bei Netflix, Jacinta Nandi ist Kolumnistin und Autorin und Klara Geywitz kandidierte 2019 im Team mit Olaf Scholz für den SPD-Vorsitz und ist nun stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD.

Die Beatboxerin Lisaholic macht feministischen Sprachgesang und DJ Ak-Rap taz-Redakteurin Doris Akrap hat schon viele Revolutionen zum Tanzen gebracht.

Für unsere Planung freuen wir uns über Anmeldung unter: frauentag@taz.de

Foto Klara Geywitz: Thomas Imo/Photothek
Foto Katrin Gottschalk: Stefanie Kuhlisch
Foto Jacinta Nandi: FluxFM
Foto Enissa Amani: Enissa Amani

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Gutes Geld trifft Klimanotstand

bewegung.taz.de - 05.03.2020
31.03.2020, 19:00 Uhr - 31.03.2020, 21:00 Uhr

Wenn es um Klimaschutz geht denken viele an Mobilität, Ernährung, Energie. Dabei wird oftmals eine der gewichtigsten Stellschrauben für mehr Klimaschutz vergessen – Finanzen.

Im Rathaus Pankow möchten wir mit Ihnen dazu ins Gespräch kommen.

Nach dem Ausruf des Klimanotstands in Pankow im August letzten Jahres, erklärte einige Monate später Berlin als erstes Bundesland selbigen.

Hinter dem symbolischen Akt steht der Wille Klimaschutz in den Fokus politischer Aktivitäten zu stellen. Ein Grund der Frage nachzugehen „Was ist gutes Geld?“ und „Was kann Geld für Klimagerechtigkeit tun?“.

Dazu laden wir Sie herzlich ein ins Rathaus Pankow zu kommen. Gemeinsam mit Dr. Gregor Hagedorn (Scientists for Future) und Julia Dubslaff von Facing Finance e.V. werfen wir einen Blick auf den Klimanotstand, verfolgen den „Weg des Geldes“ und erfahren über Partnerorganisationen von Oikocredit, die gezielt auf eine gerechte, klimafreundliche Entwicklung setzen.
Neben dem gegenseitigen Austausch besteht die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger sich über Handlungsoptionen zu informieren.

Wir freuen uns auf Sie!

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OIKOnnect: Wirtschaft anders machen – Postkoloniale Strukturen beleuchten

bewegung.taz.de - 05.03.2020
22.03.2020, 10:00 Uhr - 22.03.2020, 17:00 Uhr

Wirtschaft anders machen - Auseinandersetzung mit den eigenen
Privilegien im Handel und der Finanzierung von Projekten.

Die meisten der während der Kolonialzeit besetzten Gebiete haben in den
letzten zwei Jahrhunderten ihre Unabhängigkeit errungen. Dennoch
bestehen Teile der aufgebauten politischen, ökonomischen, sozialen und
kulturellen Abhängigkeiten sowie Diskriminierungen weiter. Diese
Machtverhältnisse werden durch sichtbare und unsichtbare Mechanismen
aufrechterhalten und verfestigt.

Auch beim Anlegen von Geld in Projekten ist guter Wille allein oft
nicht ausreichend, um diskriminierende Handlungen zu vermeiden. Um
Rassismus zu erkennen und das eigene Verhalten zu ändern bzw. Strukturen
zu beeinflussen, müssen Menschen ihre eigene Position reflektieren
können. Gleichzeitig ist es wichtig, weiterhin reagieren und agieren zu
können. In diesem Workshop bieten wir weißen* Menschen, die vor allem
Wirtschaft anders machen wollen, einen Ort für Austausch und Reflexion
der eigenen Person, sowie der eigenen Praxis.
 

Im ersten Teil des Workshops konzentrieren wir uns auf die
Einführung zu dem Thema, sowie auf eine persönliche Auseinandersetzung.
 

Im zweiten Teil bitten wir euch einige Fallbeispiele und Handlungsmöglichkeiten zu bearbeiten.


Kalte und warme Getränke stehen während der gesamten Workshop-Dauer bereit. Es wird eine Mittagspause inkl. veganer Verpflegung geben.
Wir erheben einen Unkostenbeitrag zwischen 18,00-25,00€ (siehe unten).
Die Teilnehmer*innenplätze sind begrenzt.

 

Zur Anmeldung geht´s hier.


Zur Trainerin:
Jessica Valdez Vanegas von FairBindung, hat BWL und Wirtschaftsingenieurwesen studiert, ist Anti-Rassismus-Trainerin, Eventmanagerin und in der politischen Bildung unterwegs.

 

Das Kollektiv FairBindung e.V. setzt sich seit 2008 für eine nachhaltige, solidarische und global gerechte Welt ein. Ihre Arbeit ist ein Beitrag zu einer sozial-ökologischen Transformation hin zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Ort


13347 Berlin-Wedding

 

Unkostenbeitrag:          

Wir erheben einen solidarischen Unkostenbeitrag zwischen 18,00-25,00€.
Solltet ihr nicht die Möglichkeit haben, einen finanziellen Beitrag zu leisten, schreibt uns doch gerne!

 

Info

OIKOnnect ist eine Gruppe für Leute, die sich mit nachhaltiger Wirtschaft beschäftigen und der Frage nachgehen möchten, was „gutes Geld“ sein kann. Wir treffen uns in der Regel am 5. jeden Monats, tauschen uns aus, informieren die anderen über Themen, die uns am Herzen liegen, lauschen Impulsvorträgen, diskutieren, bereiten Veranstaltungen vor und noch viel mehr. Interessierte können jederzeit zur Gruppe dazustoßen. Mehr unter OIKOnnect.



*Weiß, klein und kursiv geschrieben, bezeichnet keine Identität. Es ist ein analytischer Begriff, der von Schwarzen Theoretiker*innen entwickelt wurde, um die Architektur weißer Dominanz- und Machverhältnisse sowie die damit verknüpfte Ausübung rassistischer Systeme und Praktiken zu beschreiben. (Eggers, Kilomba, Piesche u. Arndt, 2005, S.13)

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Lula in Berlin

bewegung.taz.de - 04.03.2020
10.03.2020, 19:30 Uhr - 10.03.2020, 21:30 Uhr

Nach Rom, Paris und Genf erwartet auch Berlin den Besuch des Ex-Präsidenten Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva. Er erhält für seine erfolgreiche Politik der Bekämpfung von Armut und Hunger internationale Anerkennung. Lula saß mehr als 500 Tage im Gefängnis auf Grund eines instrumentalisierten Justizprozesses, mit dem seine Präsidentschaftskandidatur 2018 verhindert wurde. Unter der seit über einem Jahr amtierenden rechtsextremen Regierung sind Menschenrechte sowie soziale und kulturelle Rechte der Brasilianerinnen und der Brasilianer ernsthaft bedroht. Die Demokratie und soziale Errungenschaften stehen auf dem Spiel.

Wir laden Sie zu der öffentlichen Veranstaltung mit Lula unter dem Titel „Verteidigung der Demokratie in Brasilien“ ein.
Moderation: Bárbara Sántos

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Selbstorganisierung im Stadtteil – statt Feigenblatt der Linksliberalen

bewegung.taz.de - 04.03.2020
10.03.2020, 19:00 Uhr - 07.04.2020, 22:00 Uhr

Die wochenlange Debatte um die Regierungsbildung hat einmal mehr gezeigt, dass es kaum noch eine relevante radikale Linke gibt. In den Tagen und Wochen nach der Kemmerich-Wahl sah es auch ein großer Teil der antifaschistischen Linken als ihre wichtigste Aufgabe an, vor den Parteizentralen von FDP und anderen bürgerlichen Parteien ihren Protest auszudrücken.

Dabei wurden sie zum linken Flügel einer linksliberalen Bewegung, die natürlich aus guten Gründen Interesse daran hat, dass die AfD aus dem Machtspiel ausgeschlossen bleibt. Das gibt den Linksliberalen größere Machtoptionen.

Warum beteiligt sich aber auch ein nicht unwesentlicher Teil der radikalen Linken dran?

Wird nicht, wie schon der Linkskommunist Amadeo Borgida erkannte, ein Teil der radikalen Linken ins bürgerlicher Lager gezogen, wenn man sich nur auf den Kampf gegen einen angeblich bevorstehenden neuen Faschismus konzentriert?

Das sind einige der Fragen, die der Journalist Peter Nowak auf der Veranstaltung zur Diskussion stellen wird.

Er wird auch begründen, warum mehr für einen Kampf gegen rechts getan wird, wenn linke Gruppen und Einzelpersonen den Fokus ihrer Arbeit auf die Organisierung in den Stadteilen, Schulen, Universitäten und an den Arbeitsplätzen legen.

Einige der in den letzten Jahren entstandenen solidarischen Netzwerke in verschiedenen Ländern, die mit dieser Organisierung begonnen haben, kommen in dem von Peter Nowak und Matthias Coers herausgegebenen Buch „Umkämpftes Wohnen – neue Solidarität in den Städten“ (https://umkaempftes-wohnen.de) zu Wort.

Der Journalist Peter Nowak (http://peter-nowak-journalist.de) publiziert in verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen.

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Umkämpftes Wohnen - Neue Solidarität in den Städten

bewegung.taz.de - 04.03.2020
04.03.2020, 19:00 Uhr - 04.03.2020, 22:00 Uhr

In Zeiten gesteigerter Verwertungsinteressen und angespannter Wohnungsmärkte wird für immer breitere Bevölkerungsteile schmerzhaft erfahrbar, die persönliche Wohnungsfrage individuell nicht mehr lösen zu können. Dabei entstehen im Wohnumfeld und städtischen Raum statt Ressentiments Suchbewegungen nach praktischer Solidarität. Konkrete Mieter*innenkämpfe entwickeln sich zu neuer Stadtteilarbeit.

Peter Nowak  stellt Initiativen aus dem In- und Ausland vor, geleitet von der Frage, wie Kämpfe um Wohnraum, niedrige Mieten, gegen Verdrängung und die Kämpfe um höhere Löhne und Einkommen zusammen geführt werden können.

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With Babies and Banners

bewegung.taz.de - 03.03.2020
02.04.2020, 19:30 Uhr - 02.04.2020, 22:30 Uhr

With Babies and Banners ist ein Dokumentarfilm von 1979 unter der Regie von Lorraine Gray über den General-Motors-Streik in Flint, Michigan in den Jahren 1936-1937.

Der Streik ging mit einer Besetzung der Fabrik einher und wurde letztlich gewonnen: Die Arbeiter*innen erhielten eine Lohnerhöhung von 5% und durften während des Mittagessens reden. Noch wichtiger war das Ergebnis, dass die Gewerkschaft UAW dadurch ihre Handlungsfähigkeit zeigen konnte, was in den kommenden Jahren dazu führte, dass die Mitgliedschaft sich von 30.000 auf 500.000 erhöhte.

Der beeindruckende Film stellt anhand von Archivmaterial und Zeitzeuginnengesprächen die Rolle der beteiligten Frauen in den Mittelpunkt.

Zweiter Teil der Reihe "Repression und Widerstand in den USA - Geschichte und Gegenwart"

Die Reihe ist eine Kooperation von Biko, Offene Arbeit Erfurt und Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

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Klassismus - (k)ein Thema für die Soziale Arbeit. Überlegungen zu einer verschleierten Diskriminierungsform

bewegung.taz.de - 03.03.2020
19.03.2020, 19:00 Uhr - 19.03.2020, 22:00 Uhr

Die soziale Herkunft ist als Diskriminierungsform im Kontext der Wissenschaft Soziale Arbeit zwar mittlerweile angekommen und diskutiert, gleichwohl ist wenig über ihre verschleierten (Abwertungs-)Mechanismen bekannt. Für eine analytische Auseinandersetzung und empirische Forschung mit diesem Gegenstand stellt sich jedoch sowohl die Frage nach den Wirkungsebenen (Struktur vs. Lebenspraxis) als auch nach einer sinnvollen Begriffssetzung, um diese Gewaltform zu benennen. Im Vortrag wird zum einen ein Vorschlag unterbreitet, der den oben genannten Antagonismus auflösen kann, als auch der kontrovers diskutierte Terminus Klassismus einsortiert.

Vortrag mit Philipp Schäfer

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Klassismus, Klasse, Kapitalismus

bewegung.taz.de - 03.03.2020
11.03.2020, 19:00 Uhr - 11.03.2020, 22:00 Uhr

Der Begriff Klassismus ist (zumindest im Deutschen) eines der neueren Wortgebilde in der linken Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Diskriminierung. Gemeint ist damit die Diskriminierung aufgrund der Klassen- bzw. Schichtzugehörigkeit, die sich in gesellschaftlicher Verachtung und Ausschluss von zahlreichen Ressourcen ausdrückt. Dabei wird der Begriff meist recht schwammig verwendet. So lässt sich z.B. auch die Formulierung „von Lohnarbeit betroffen zu sein“ in diesen Kontext einordnen - was ja immerhin den Großteil der Bevölkerung umfasst und das Strukturprinzip dieser Gesellschaftsform, nämlich die Spaltung der Menschen in Klassen, berührt. Übersteigt die Kritik an dem Ausschluss von Ressourcen, d.h. von dem Besitz an Produktionsmitteln, damit nicht die Kritik an klassistischer Diskriminierung - die ja auf Chancengleichheit in dieser Gesellschaft pocht?

Der Workshop zielt auf eine Schärfung des Klassismusbegriffs. Anhand von Thesen wollen wir uns mit dem Verhältnis von Klassismus, Klasse und Kapitalismus befassen. Dabei soll der Begriff fruchtbar gemacht werden für eine Kritik der Klassengesellschaft.

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Links der Linken - Sam Dolgoff und die radikale US-Arbeiterbewegung

bewegung.taz.de - 03.03.2020
10.03.2020, 19:30 Uhr - 10.03.2020, 22:00 Uhr

Buchvorstellung und Diskussion mit Lou Marin (Marseille)
Sam Dolgoff, geboren in einem weissrussischem Shtetl wanderte in die USA aus und wurde dort Mitglied der Industrial Workers of the World. Zusammen mit seiner Ehefrau, Esther Dolgoff, stand er im Zentrum des US-amerikanischen Anarchismus und Anarchosyndikalismus. Das Buch zeichnet nicht nur sein Leben nach, sondern schreibt gleichzeitig eine leidenschaftliche, lebendige und unterhaltsame Geschichte der radikalen Arbeiterbewegung in den USA des 20. Jahrhunderts.
Er berichtet von gesellschaftspolitischen Ereignissen, die er im Milieu der Wobblies sowie im jüdisch geprägten Milieu der Arbeiter*innen New Yorks unmittelbar erlebte. Das Buch erzählt von der Macht der Nachbarschafts-Solidarität, aber auch von proletarischen und kulturellen
Spaltungslinien.

Erster Teil der Reihe "Repression und Widerstand in den USA - Geschichte und Gegenwart"

Die Reihe ist eine Kooperation von Biko, Offene Arbeit Erfurt und Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

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Wer kümmert sich in der Poly-Familie?

bewegung.taz.de - 03.03.2020
05.03.2020, 19:30 Uhr - 05.03.2020, 22:00 Uhr

Eine aktuell populäre Alternative zu Ehe und Zweisamkeit nennt sich Polyamory und meint die Möglichkeit, mehr als zwei Menschen zur selben Zeit zu lie­ben. Nun hilft die Aussage „Ich liebe Dich/Euch“ wenig bei der Frage, wer den Ab­wasch macht, das Bad putzt oder sich anderweitig kümmert. Womöglich trägt der star­ke Fokus auf Liebe, Sexuali­tät und Eifersucht in der Diskussion über Nichtmonogamie dazu bei, die Dimension der Sorge/Care aus dem Blick zu verlieren. Die Veranstaltung nimmt daher die gesellschaftliche Bedeutung der Monogamie zum Aus­gangspunkt für die Frage, unter welchen Bedin­gungen konsensuelle Nichtmonogamie ei­nen subversiven Charakter hat, wie sie ein schöneres Leben ermöglichen kann und wann sie schlichtweg eine neoliberale Selbstoptimierungsstrategie ist. Grundlage der Ausführungen ist eine gerade erschienene, marxistisch und feministisch inspirierte Interviewstudie zur Frage von Care in ein­vernehmlich-nichtmonogamen Beziehungsnetzwerken.

Eine Kooperationsveranstalung der Offenen Arbeit Erfurt mit dem Bildungskollektiv Biko.

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Seebrücken, Solidarity Cities, Zufluchtsorte und sichere Häfen

bewegung.taz.de - 03.03.2020
25.03.2020, 10:00 Uhr - 25.03.2020, 16:00 Uhr

Solidarity City – unter diesem Namen praktizieren immer mehr europäische Städte transnationale Solidarität mit Geflüchteten und anderen Migrant_innen. Stadtgesellschaften bekennen sich zur Offenheit gegenüber Migration und versprechen auf der Flucht befindlichen Menschen nicht nur einen „sicheren Hafen“, sondern auch einen guten Start in eine neue Zukunft. Weil sich eine solchermaßen verstetigte Willkommenskultur außer auf Zugänge zu Bildung, Wohnen und Gesundheit selbstverständlich auch auf die Arbeitswelt im Allgemeinen bezieht, können auch Gewerkschaften und betriebliche Interessenvertretungen bei der Verwirklichung kommunaler Solidarität einen wichtigen Beitrag leisten. Unser Tagesseminar möchte das Konzept der Solidarity City noch bekannter machen und stellt Gewerkschafter_innen vor, die mit ihrer aktiven Beteiligung an einer solidarischen Stadt für alle bereits interessante Erfahrungen gemacht haben. Generell möchten wir zur politischen Nachahmung anregen: Schafft eins, zwei viele sichere Zufluchtsorte!

Fahrtkosten werden aus Projektmitteln übernommen. Um Anmeldung wird dringend gebeten.

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Arbeitskräfteanwerbung aus dem Ausland

bewegung.taz.de - 03.03.2020
18.03.2020, 10:00 Uhr - 18.03.2020, 16:00 Uhr

Wird das im März 2020 in Kraft tretende Fachkräfteeinwanderungsgesetz zu einem unternehmerfreundlichen Anwerbeinstrument? Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) fordert schon seit einigen Jahren, dass es bei der Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte unbedingt fairer zugehen muss als bislang, damit bestimmte Gruppen von Migrant_innen nicht mehr länger durch Überausbeutung und andere schlechte Arbeitsbedingungen benachteiligt werden. Immerhin treten insbesondere auf den sogenannten Home-Care-Märkten, also z.B. dem Arbeitsmarkt für die 24-Stunden-Betreuung pflegedürftiger Senior_innen, vermehrt private Vermittlungsagenturen auf den Plan, die die prekäre Situation von aus dem Ausland angeworbenen Frauen ausnutzen, um aus überlangen Arbeitszeiten und viel zu geringen Löhnen ihren Profit zu ziehen. Diese und andere problematische Praktiken globaler Arbeitskräfterekrutierung sollen im Rahmen unseres Tagesseminars sichtbar gemacht und kritisch analysiert werden. Gemeinsam mit Expert_innen aus Wissenschaft und Gewerkschaft werden wir selbstverständlich auch auf Ansatzpunkte für mögliche Gegenwehr sowie auf Möglichkeiten einer besseren arbeits- und sozialrechtlichen Absicherung (nicht nur) von Care-Arbeiter_innen zu sprechen kommen.

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Meine kleine Friedensstatue – In der Vitrine Rathaus Tiergarten

bewegung.taz.de - 02.03.2020
06.03.2020, 15:30 Uhr - 06.03.2020, 18:00 Uhr

Acht Schülerinnen der 10. Klasse der Theodor-Heus-Gemeinschaftsschule in Berlin-Moabit führten gemeinsam mit dem Korea Verband e.V. das Projekt „Meine kleine Friedensstatue – Weltweit!“ durch. Anhand der Friedensstatue und der Geschichte der sogenannten „Trostfrauen“ behandelten wir Fragen über sexualisierte Gewalt in Kriegs- und Friedenszeiten.

An acht Freitagen trafen wir uns im Museum „MuEon DaEon | Sprachlos Vielstimmig“ und beschäftigten uns mit den Leben der „Trostfrauen“. Unsere Eindrücke und Gefühle verarbeiteten wir durch Kalligraphie, Bilder und Gedichte. Wir schafften uns einen Raum, in dem wir offen unsere Gedanken austauschen und von unseren Erfahrungen als Mädchen* und Frauen* sprechen können. Dabei brachten wir uns gegenseitig bei, was „Empowerment“ bedeutet und was es heißt, als Frau* selbstbewusst und selbstbestimmt zu leben. Wir wollen der Vision der „Trostfrauen“ folgen, welche sich nach ihren traumatischen Erfahrungen ihrer Stimme ermächtigt haben und gegen sexualisierte Gewalt weltweit kämpfen. Gemeinsam können wir eine friedliche Welt erschaffen, befreit von sexualisierter Gewalt!

Das Ergebnis unserer Zusammenarbeit wird am 6. März 2020 um 15:30 Uhr in einer Ausstellung in der Vitrine vor dem Rathaus Tiergarten vorgestellt. Die Ausstellung wird für einen Monat bis zum 31. März zu sehen sein.

Zum gemeinsamen Ausklang mit Kaffee, Kuchen und Fingerfood mit musikalischem Programm laden wir ab 16:30 Uhr im Korea Verband e.V. in der Quitzowstraße 103, 10551 Berlin ein!

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Vormund*in für einen unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten werden?

bewegung.taz.de - 02.03.2020
17.03.2020, 19:00 Uhr - 17.03.2020, 21:00 Uhr

akinda – das Berliner Netzwerk Einzelvormundschaft stellt sich vor und bringt zwei Kurzfilme über die Lebenswirklichkeit junger Geflüchteter mit. akinda unterstützt Menschen in Berlin, die eine ehrenamtliche Vormundschaft für einen unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten übernehmen möchten und berät während einer Vormundschaft zu allen relevanten Themen. akinda ist aktuell wieder auf der Suche nach neuen Interessierten für eine Vormundschaft. Auf dem Infoabend zeigen wir zwei Kurzfilme aus dem Filmprojekt „(Un)sichtbare Grenzen – In Szene gesetzt!“. Das Filmprojekt brachte junge Flüchtlinge und Filmschaffende miteinander in Kontakt, Austausch und Beziehung. Gemeinsam entwickelten sie die Ideen für Kurzfilme und setzten diese im kreativen Austausch miteinander um. Die Kurzfilme beruhen auf der Einzigartigkeit der persönlichen Geschichten der Jugendlichen. Im Anschluss berichten Mitarbeiter*innen von akinda und aktive Vormund*innen über die bereichernde Aufgabe eines/einer Vormund*in und stehen für Fragen zur Verfügung.

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My body – who’s access?

bewegung.taz.de - 01.03.2020
07.03.2020, 15:00 Uhr - 07.03.2020, 21:00 Uhr

Eine FLTI*-Veranstaltung gegen den Zugriff auf weibliche Körper

Es tut uns Leid das sagen zu müssen, aber dein Körper gehört nicht nur dir. Mit Gesetzen, wie dem Verbot von Abtreibungen im Strafgesetzbuchs schreibt der Staat vor, was du im Falle einer Schwangerschaft tun und lassen kannst. Kulturelle Normen und Bilder von Weiblichkeit haben eine ähnliche Wirkung. Auch wenn sie sich über die Jahrzehnte gewandelt haben, werden sie in einer patriarchalen Gesellschaft formuliert – das verhindert, dass wir Wissen über unsere Körper erlangen. Stattdessen wird uns noch immer beigebracht ihn als Objekt männlicher Begierde zu sehen. Unsere Körper sind Austragungsort politischer und gesellschaftlicher Machtkämpfe. Das perfide an diesen Normen und Idealen ist, dass sie nicht mehr von Mann oder Staat wiederholt werden müssen: Wir haben sie in uns und unsere Körper aufgenommen. Genau hier aber können wir ansetzen und Widerstand organisieren.
Gemeinsam setzen wir uns am Vortag des 8. März mit diesem Thema auseinander entwickeln und Strategien für Solidarität und Befreiung. Mit Referentinnen wollen wir uns auf Teilaspekte konzentrieren:

  • §218 / §219
  • Weibliche Sexualität
  • Gebrauch des Bildes von Weiblichkeit durch Rechtspopulismus
  • Schwangerwerdenkönnen

FLTI* only!

15 Uhr: Veranstaltungsbeginn
Ab 19 Uhr: Kneipe und Pizza

Kooperationsveranstaltung der iL Hannover und des Autonomen Feministischen Kollektivs.

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