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Updated: 2 hours 29 min ago

Geschichte als Aufklärung? Zur Krise eines liebgewonnenen Denkmodells

26.04.2017
26.04.2017, 20:00 Uhr

Die Erinnerungskultur in West- und Ostdeutschland nach 1945 war geprägt von einem Paradigmenwechsel: Das Gedenken orientierte sich an einem Menschenbild, das Solidarität und Empathie in den Mittelpunkt stellte. Es rückte an die Opfer ins Zentrum der Erinnerungspolitik. Diese Geschichtskultur ging einher mit der Aufforderung, aus der Vergangenheit zu lernen. Die Aufarbeitung der Vergangenheit war und ist die Grundlage für die ungebrochene Fortschrittserzählung der deutschen Gesellschaft, die auch durch das Epochenjahr 1989 nicht in Frage gestellt wurde. Sich von einer unheilvollen Vergangenheit abzugrenzen, galt lange als Identitätskern eines zukünftigen Europas.

Eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad", die Björn Höcke in seiner Dresdner Rede im Januar 2017 forderte, war der bewusste Angriff auf diese Geschichtspolitik. Dieser Kulturkampfrhetorik liegt die Denkfigur einer homogenen Gesellschaft („Wir sind das Volk") zugrunde. Ein brachialer Selbstbehauptungswille zwingt die Verteidiger/innen eines aufgeklärten Menschenbildes in die Defensive. Ist die bisher gültige Übereinkunft der Abgrenzung von einer unheilvollen Vergangenheit in der Krise? Steht ein aufklärerisches Geschichtsbild damit insgesamt in Frage?

Mit:

Prof. Dr. Martin Sabrow, Humboldt-Universität Berlin, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

Moderation:

Alfred Eichhorn, Journalist und Radiomoderator

 

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„La buena vida – Das gute Leben“

26.04.2017
26.04.2017, 19:30 Uhr

anschl. Diskussion zu Importkohle aus Kolumbien

Der Abend findet im Rahmen der Veranstaltungswoche "Buen Vivir - Ein gutes Leben für Allle" statt und wird von PowerShift e.V., Fairbindung e.V. und der Regenbogenfabrik gemeinsam gestaltet.

Der mehrfach preisgekrönte Film „La buena vida - Das gute Leben" von Jens Schanze erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito, die einer Kohlemine weichen muss. Das Dorf der Wayúu-Gemeinschaft liegt im Norden Kolumbiens. Die Natur gibt den Menschen hier alles, was sie zum Leben brauchen. Doch ihre Lebensgrundlage wird durch die Mine „El-Cerrejón" zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die einst unberührte Landschaft. Jairo Fuentes, Anführer der Dorfgemeinschaft, ist entschlossen, die gewaltsame Vertreibung seiner Gemeinschaft, wie andere Dörfer sie in der Vergangenheit erlebt haben, zu verhindern...
Im Anschluss an den Film berichtet Laura Weis, Eine-Welt-Promotorin für Klimagerechtigkeit bei PowerShift und Sebastian Rötters von Urgewald über die Entstehung des Films und Verbindungen zu Kohleimporten in Berlin.

Regenbogenfabrik, Lausitzer Strasse 22, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei, Spenden willkommen

Hinweis: Am 25.04. findet zudem eine Konzertlesung mit Alberto Acosta & Grupo Sal statt. Der Abend wird von einem Markt der Alternativen begleitet, in dem auch das Bündnis Kohleausstieg Berlin vertreten sein wird.

 

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La buena vida – Das gute Leben

26.04.2017
26.04.2017, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr

Der mehrfach preisgekrönte Film „La buena vida - Das gute Leben" von Jens Schanze erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito, die einer Kohlemine weichen muss.
Das Dorf der Wayúu-Gemeinschaft liegt im Norden Kolumbiens. Die Natur gibt den Menschen hier alles, was sie zum Leben brauchen. Doch ihre Lebensgrundlage wird durch die Mine „El-Cerrejón" zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die einst unberührte Landschaft.
Jairo Fuentes, Anführer der Dorfgemeinschaft, ist entschlossen, die gewaltsame Vertreibung seiner Gemeinschaft, wie andere Dörfer sie in der Vergangenheit erlebt haben, zu verhindern...
Im Anschluss an den Film berichtet Laura Weis, Eine-Welt-Promotorin für Klimagerechtigkeit bei PowerShift und Sebastian Rötters von Urgewald über die Entstehung des Films und Verbindungen zu Kohleimporten in Berlin.
Datum: Mittwoch, 26. April 2017, 19:30 Uhr
Ort: Regenbogenfabrik, Lausitzer Str. 22, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei, Spenden willkommen

Der Abend wird gestaltet von FairBindung, Regenbogenfabrik und PowerShift
http://fairbindung.org/ http://regenbogenfabrik.de/ http://power-shift.de/

 

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Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes

26.04.2017
26.04.2017, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr

Mit Dr. Volker Weiß, Historiker / schreibt für DIE ZEIT und ZEIT Geschichte, Jungle World, Frankfurter Rundschau, Taz, Spiegel...

Abendland statt Europa, Identität statt Liberalismus, Wärme statt Ökonomie. Damit sind drei zentrale Themen der neuen rechten Bewegungen, die sich derzeit unter der Fahne des »Abendlandes« in die politische Auseinandersetzung drängen skizziert. Und dabei sind die rechtspopulistischen Phänomene Pegida, AfD & Co ihren historischen Vorläufern zum Verwechseln ähnlich, wie Volker Weiß eindrücklich belegt. In seinem Vortrag zeigt die brisante Entwicklung des neuen rechten Denkens auf und porträtiert wichtige Akteure der rechtspopulistischen Bewegungen mitsamt deren Strategien und Methoden.
Mit seinem kenntnisreichen Blick in die deutsche Geschichte zerschlägt er die zentralen Mythen der Neuen Rechten und zeigt: Gegenwärtig werden nationalistische Strömungen der Vergangenheit, die der Nationalsozialismus verdrängt hatte, wieder aufgegriffen. Volker Weiß geht den autoritären Vorstellungen nach und veranschaulicht Übergänge von Konservativismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Zugleich demaskiert er die antiliberalen Phrasen der Rechten und ihren Gestus als »68er von rechts«. Die frappierende Erkenntnis: »Abendländer« und Islamisten sind in ihrem Kampf gegen Selbstbestimmung Waffenbrüder. Ein aufklärerisches Buch, das die Dürftigkeit der neuen Bewegungen schonungslos entlarvt und zum Kampf gegen deren autoritäre Zumutungen aufruft. Sein aktuelles gleichnamiges Buch erscheint am 11.3. 17 bei Klett-Cotta.

In Kooperation mit dem Klett-Cotta-Verlag.
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

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Entscheidung in Frankreich | Podiumsdiskussion 26.04.

26.04.2017
26.04.2017, 19:30 Uhr

Daniel Cohn-Bendit spricht mit Journalist*innen über Trends, Ergebnisse und Einschätzungen zur Wahl.

Bei den französischen Präsidentschaftswahlen 2017 wird über mehr als nur das politische Schicksal eines Landes abgestimmt. Es werden auch die Weichen gestellt für oder gegen ein Europa mit demokratischen Entscheidungsprozessen, Zusammenarbeit über Grenzen hinaus, freier Presse und sozialer Gerechtigkeit.

Wie ist das Abschneiden der französischen Rechten zu bewerten - und wer hat die besten Aussichten im Kampf um die Präsidentschaft bei der Stichwahl am 7. Mai?

Diskussion mit:

Daniel Cohn-Bendit, deutsch-französischer Politiker

Pascale Hugues, Publizistin (u.a. Tagesspiegel)

Hélène Kohl, Journalistin (u.a. Europa1, LCI und Le Journal du dimanche)

Elise Graton, Journalistin und Zeichnerin (u.a. taz)

Moderation: Andreas Fanizadeh und Tania Martini, taz-Kulturredaktion

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt!


Eine Koproduktion der taz und der Schaubühne, mit Unterstützung der Heinrich Böll Stiftung.

 

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AfriqUPrising!

26.04.2017
26.04.2017, 19:00 Uhr

In ganz Afrika entstehen neue Protest- und Demokratiebewegungen. Denn trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs vieler afrikanischer Länder hat sich die Lebenssituation der meisten Afrikaner/innen kaum verbessert. Stattdessen werden demokratische Grundsätze kontinentweit eingeschränkt. Zu Tausenden gehen deswegen Menschen auf die Straßen Simbabwes, Südafrikas, der D.R. Kongo, Äthiopiens, Senegals, Nigerias, Burundis und anderer Länder, demonstrieren, twittern und bloggen für mehr Demokratie und Selbstbestimmung. So unterschiedlich die Ursachen für die Proteste auch sind, sie sind Ausdruck einer wachsenden Frustration über gebrochene Versprechen, die Bereicherung politischer Eliten und die Unterwanderung demokratischer Institutionen.

Von den Protesten ist in Deutschland zumeist erst dann zu hören oder zu lesen, wenn Sicherheitskräfte demokratische Akteure massiv unterdrücken oder Menschen erschießen - über die Hintergründe, Auslöser und Ziele der Proteste ist wenig zu erfahren.

Deshalb bieten die Heinrich-Böll-Stiftung und die Deutsche Welle mit dieser Veranstaltung eine außergewöhnliche Möglichkeit, sich aus erster Hand über die aktuellen Entwicklungen und Hintergründe in zahlreichen Ländern Afrikas zu informieren. Aktivist/innen aus Senegal und Simbabwe analysieren im Gespräch mit internationalen Expert/innen u.a. folgende Fragen:

Wer sind die Menschen, die sich lautstark zu Wort melden und sich auch von staatlicher Gewalt nicht abschrecken lassen? Welche Motivation treibt sie an, welche Visionen einer besseren Zukunft in ihren Ländern und auf dem Kontinent verfolgen sie? Wie machen sie sich Luft und welche Kanäle haben sie dafür (Stichwort soziale Medien)? Beobachten wir eine neue Demokratie „von der Straße" - und wenn ja, was bedeutet das für Demokratieförderung?

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit den Panelist/innen und weiteren Aktivist/innen aus dem Tschad, Äthiopien, Burundi und der DR Kongo ins Gespräch zu kommen.

Mit:

Linda Masarira, Aktivistin, #21DaysofActivism, Simbabwe
Cheikh Oumar Cyrille Touré, alias Thiat, Aktivist, Y'en a marre, Senegal
Zacharia Mampilly, Professor der Politikwissenschaft, Vassar College, USA
Moderation: Dr. Dirke Köpp, Leiterin Redaktion Französisch für Afrika, Deutsche Welle, Bonn

 

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Engagiert und mit Sinn | Dikussion 26.04.

26.04.2017
26.04.2017, 19:00 Uhr

Wie können Unternehmen mit ihren Mitarbeitenden gemeinsame Werte und Sinn leben? Welche innovativen Wege gibt es zur Unternehmensentwicklung und welche Fördermöglichkeiten bestehen für kleinere und mittlere Unternehmen?

Um diese Fragen zu diskutieren, wurden Unternehmer*innen und Expert*innen eingeladen:

Josef Schmid, MDV Maristen Druck und Verlag GmbH, Furth, stellt den Führungskreis vor, in den alle Mitarbeitenden eingeladen sind, die sich weiterentwickeln und das Unternehmen mitgestalten möchte.

Bei talents4good bringt Annika Behrendt Menschen, die sinnvolle Arbeit leisten möchten, mit Good-Job-Unternehmen oder -Organisationen zusammen, die sinnvolle Jobs anbieten.

Dr.Dirk Bunzel, Erstberater unternehmensWert:Mensch am Forschungsinstitut Betriebliche Bildung, stellt dar, wie das Förderprogramm unternehmensWert:Mensch Organisationsentwicklung in KMUs unterstützen kann.

Urte Töpfer, Wirtschaften mit Menschen, zertifizierte Gemeinwohlberaterin

Moderation: Dr. Katharina Reuter, UnternehmensGrün

Im Anschluss wird noch Zeit für den persönlichen Austausch und das Netzwerken untereinander sein.

Anmeldungen bis 21. April per Mail an Stefanie Herzog, UnternehmensGrün (herzog@unternehmensgruen.de)

 

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Beteiligungsmöglichkeiten nutzen zur Gestaltung des öffentlichen Raums

26.04.2017
26.04.2017, 18:00 Uhr - 21:00 Uhr

Fehlende Fahrradabstellanlagen, Tempo 50 in Wohngebieten oder kurze Ampelphasen sind nur einige Situationen, denen wir im Verkehrsalltag begegnen. Was können aktive Bürgerinnen und Bürger tun?

Neben einem Impuls aus dem Bezirk Mitte zur Erarbeitung von Beteiligungsleitlinien werden sich Bürger*inneninitiativen vorstellen und von ihren Erfahrungen berichten. Zudem wird es Raum für den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung unter Initiativen, Aktiven und Interessierten geben. Wir sprechen über Herausforderungen, Lösungsansätze und mögliche Maßnahmen, diskutieren Beteiligungsstrukturen und wollen Mut machen, sich einzumischen!

Mit:
Petra Patz-Drüke, Leiterin der Sozialraumorientierten Planungskoordination (SPK) im Bezirk Mitte

Nina Schröter, Zebralog GmbH & Co KG

Carolin Kruse, Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln

Ulrich Kreißl, Bürgerinitiative Bundesplatz (angefragt)

Moderation: Wolfgang Plantholt und Eva Roeder, VCD Nordost e.V.

Anmeldungen bei Simon Cames unter
cames@bildungswerk-boell.de

Eine Kooperationsveranstaltung mit VCD Nordost e.V. und BiwAK e.V.

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

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Lange Nacht des Menschenrechtsfilms

26.04.2017
26.04.2017, 18:00 Uhr

In der Langen Filmnacht und einer Fahrradkino-Veranstaltung werden die Preisträger-Filme des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2016 gezeigt. Filmemacher*innen und Expert*innen sind zum Publikumsgespräch geladen. Der Eintritt ist frei!

Infos:

* https://www.facebook.com/events/606147976250904/

* http://menschenrechts-filmpreis.de/index.php?id=327

* http://www.friedenskreis-halle.de/component/jem/event/157-lange-nacht-des-menschenrechts-films-in-halle.html

 

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GUE/NGL conference: The Panama Papers, one year on: Fighting money-laundering and tax dumping

26.04.2017
26.04.2017 - 27.04.2017

GUE/NGL MEPs are working together on the European Parliament’s committee of inquiry into the Panama Papers revelations. As part of this work, we are organising a conference to discuss the growing international movement against tax havens, and the key policy challenges we face in Europe.

This conference takes place one year after the Panama Papers revelations and takes stock of progress achieved so far and challenges ahead. It further aims to:

  • Bring together tax justice activists, academics, trade unionists and representatives from NGOs to discuss the key challenges, in Europe and internationally, in the struggle against money-laundering, tax evasion and corporate tax avoidance;
  • Identify the key policy challenges and develop policy proposals to deal with these challenges at the EU and Member State level;
  • Facilitate an exchange of views from different organisations, parties and countries on the experience of campaigning and mobilising for tax justice, and develop a strategy and network to strengthen this movement;
  • Facilitate an exchange of views among policy makers across Europe on national and European efforts to tackle money-laundering, tax evasion and tax avoidance, and develop the means to ensure this exchange continues beyond the conference.

For registration to the event, please click here.

For additional material on the conference – photos, live stream, PowerPoints etc. – please click here.

PART 1: The struggle against tax dumping: Policy and campaign challenges in the EU

April 26, 14.00-16.00 – European Parliament Building, Rue Wiertz 60, Room PHS 1A51

The Panama Papers are only the tip of the iceberg of a tax evasion, tax avoidance and money laundering problem that is a structural part of the current global economic system. NGOs, trade unions, and academics have played a key role in developing policy proposals, and in mobilising and campaigning for change.

  • Opening: Patrick Le Hyaric, GUE/NGL coordinator for the Panama Papers Committee of Inquiry (5 min)
  • Fabio De Masi, vice-Chair of the Panama Papers Committee of Inquiry (5 min)
  • Panel input (40 min):
    • Patrick Orr (EPSU): The role of unions in the fight for a fairer tax system
    • Tove Ryding (EURODAD): Building a European movement for tax justice
    • Liz Nelson (TJN): Mobilising academia and media in the fight for tax justice
  • Discussion (55 min)
  • Closing: Matt Carthy, Member of the Panama Papers Committee of Inquiry (5 min)

Interpretation to: EN, ES,FR

PART 2: International Cooperation and alternative policies for tackling tax evasion, tax avoidance and money launderingApril 26, 16.30-18.45 – European Parliament Building, Rue Wiertz 60, Room ASP 1G2

Alternative policies have been developed in several Southern countries in response to the global problem of tax havens, often collectively by social movements. The experience of Latin American governments in implementing these proposals demonstrate that statements such as “There is no alternative” (TINA) are false. This debate will outline such international experiences and discuss how we can demand a better political response in Europe to the problem of tax havens.

  • Opening: Miguel Urban, Shadow Rapporteur for the Panama Papers Committee of Inquiry (5 min)
  • Panel input (30 min):
    • Diego Borja (former Minister of Economic Policies of Ecuador): Increasing accountability and transparency in the public sector: Ecuador’s referendum against the use of tax havens
    • Manuel Canelas (President of Inquiry Committee of the Parliament of Bolivia on Panama Papers): Bolivia’s response to the Panama Papers
    • Susana Ruiz (Oxfam-Intermon): Alternative policies to tackling tax evasion, tax avoidance and money laundering
  • Discussion (25 min)
  • Coffee Break (10 min)
  • Panel input (30 min):
    • Manuel Montes (South Centre): South-South cooperation on tax policies
    • María Fernanda Espinosa (Ecuador’s Ambassador to the UN): Ecuador’s proposal for an international taxation body at the UN
    • Richard Murphy (City University/TJN): International cooperation for Country-by-Country Reporting
  • Discussion (25 min)
  • Closing: Marina Albiol, Member of the Panama Papers Committee of Inquiry (5 min)

Interpretation available to all EU languages

 

PART 3: Public Forum: The Rip Off: From Tax Havens & Dirty Money

April 26, 19:30-21:30 – CGSP Union – Rue du Congrès 17-19, 1000 Brussels

The evening event brings the debate about tax havens to a broader public by asking questions on who in society pays their fair share and how the problem of tax havens is linked to increasing inequality, here in Europe and around the globe.

  • Reception with coffee, drinks and snacks (20 min)
  • Tax dumping in Belgium, France and beyond. How to fight tax havens globally?
  • Opening: Stelios Kouloglou, Member of the Panama Papers Committee of Inquiry (5 min)
  • Panel input (30 minutes):
    • Marco Van Hees, Workers Party of Belgium (PTB)
    • Diego Borja (former Minister of Economic Policies of Ecuador)
    • Nadja Salson (European Federation of Public Service Unions)
  • Panel and audience – general discussion (50 min)
  • Closing remarks: Fabio De Masi: vice-Chair of the Panama Papers Committee of Inquiry (10 min)

Interpretation to: EN, FR

 

PART 4: Tackling money laundering, tax evasion and tax avoidance from a left perspective

April 27, 08.30-11.00 – European Parliament Building, Rue Wiertz 60 (1047), Room ASP 1G2

Left-wing parties and movements agree that base erosion and profit shifting schemes have been triggered by capitalistic globalisation and by the free movement of capital within the EU. These phenomena have contributed to the growth of inequality by depriving countries of revenue needed to provide universal, free, public and quality education and health care services, social services, affordable housing and transportation and to build infrastructure essential to achieve social development and economic growth. The tax evasion and avoidance scandals highlight the failure of the current economic system and its inability to solve the problem.

  • Opening: Rina Ronja Kari, Shadow Rapporteur on the 5th anti-money laundering directive (5 min)
  • Panel input (45 min):
    • Eric Bocquet and Alain Bocquet, Communist Party of France (PCF)
    • Ricardo Oliveira, Portuguese Communist Party (PCP)
    • Marco Van Hees, Workers Party of Belgium (PTB)
    • Miguel Ongil, MP for the Region of Madrid (Podemos)
  • Discussion (30 min)
  • Coffee break (15 min)
  • Workshop: Network of left parties for tax justice (50 min): some parties from the left have coordinated actions in the past for the purpose of tackling money laundering, tax avoidance and tax evasion; their experience can serve as a starting point for a bigger discussion to be made between all guests on how to coordinate actions in the future.
    • Input by Fabio De Masi (Die Linke), Arnold Merkies (SP), Justin Turpel (déi Lenk)
    • Discussion and/or smaller working groups
  • Closing: Miguel Viegas, Member of the Panama Papers Committee of Inquiry (5 min)

Interpretation available to all EU languages

http://guengl-panamapapers.eu/event/guengl-conference-the-panama-papers-one-year-on-fighting-money-laundering-and-tax-dumping/

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Ludwigsburg: Infoveranstaltung zu Neckarcastoren

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25.04.2017, 19:30 Uhr

In den nächsten Wochen stehen die Schiff-Transporte mit den hochradioaktiven Brennelementen von Obrigheim nach Neckarwestheim an. Wir informieren über die Gefahren der Transporte sowie über die geplanten Begleitaktionen und Proteste der Anti-Atom-Initiativen.

Die Veranstaltung wird vom "Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim" durchgeführt. Die Gruppe arbeit so wie auch Robin Wood im Bündnis Neckar-Castorfrei.

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30 Jahre Kreuzberger 1. Mai | Diskussion 25.04.

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25.04.2017, 19:30 Uhr

Brennende Supermärkte, Polizei, Blockaden, Friedfertigkeit. Welche Entwicklung nimmt die Bewegung des 1. Mai?

1987 gab es erstmals Randale am 1. Mai in Kreuzberg. Ihr Symbol: ein abgefackelter Supermarkt. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei wurden in der Folge ein jährlich wiederholtes Ritual der linken Szene, bisweilen gerne unterstützt von risikofreudigen Jugendlichen.

Zuletzt wurden die Ausschreitungen stetig weniger, die Zahl der TeilnehmerInnen an der berüchtigten 18-Uhr-Demo stieg. Ein Zeichen für die Repolitisierung des einstigen Arbeiterkampftags?

Darüber diskutieren:

Dieter Rucht, Bewegungsforscher, FU Berlin

Christoph Villinger, Anwohner der Oranienstraße seit 1983

Canan Bayram, grüne Bundestagskandidatin für Friedrichshain-Kreuzberg

Moderation: Malene Gürgen, taz-Redakteurin für soziale Bewegungen und Bert Schulz, Leiter taz.berlin

 

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Let´s talk about ... Finanzsystem

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25.04.2017, 19:30 Uhr

Mit Suleika Reiners (Ökonomin und Politikberaterin)

Wie genau ist eigentlich unser globales Finanzsystem aufgebaut und wie funktioniert es? Wie kam es zur letzten Finanzkrise und – vor allem – was ist seitdem passiert? Was hat all das mit G20 zu tun? Auch wenn Finanzkrisen aus der öffentlichen Debatte verschwunden zu sein scheinen, die Effekte, sowohl in den Ländern des Globalen Südens als auch im Norden, bleiben. Genauso wie die zugrundeliegenden Mechanismen und alltäglichen Probleme. Suleika Reiners gibt an diesem Abend eine Einführung in Aufbau, Funktionsweise und Regulierung des globalen Finanzsystems. Im anschließenden Gespräch wird es dann auch um Handlungsbedarf und mögliche Alternativen gehen.

Suleika Reiners arbeitet seit über zehn Jahren zum Thema Finanzmärkte: als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag ebenso wie für Nichtregierungsorganisationen. Soeben hat sie die Broschüre FINANZMARKTREFORM: GEMEINWOHLINTERESSEN STÄRKEN – Wie Handelsabkommen Wege zu nachhaltigen Finanzmärkten verbauen“ (English version) bei der Hamburger Stiftung World Future Council veröffentlicht. Sie hat Volkswirtschaft,
Mathematik und Journalistik studiert und ist Mitglied bei der Brüsseler Nichtregierungsorganisation Finance Watch.

Veranstaltet in Kooperation mit attac Hamburg

Gefördert von Engagement Global im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Foto: Hindemitt/photocase, Titel: Tritt ein, bring Glück herein!

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Kick off Veranstaltung “Stop BAYER/MONSANTO“

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25.04.2017, 19:30 Uhr
Kick off Veranstaltung “Stop BAYER/MONSANTO“

25. April 2017, 19.30 Uhr
Veranst.: CBG/IFOAM/Navdanya
Universität Bonn, Hörsaal XVII im Hauptgebäude
U-Bahn-Station Universität/Markt

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»Wenn das mal gut geht!«

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25.04.2017, 19:00 Uhr

Die Diskussionen und Auseinandersetzungen im aktuellen französischen Wahlkampf machen deutlich, wie sehr die Krise unserer zeitgenössischen Demokratien in Europa angekommen ist. Mit Emmanuel Macron und Marine Le Pen führen derzeit zwei Personen die Umfragen an, die sich ausdrücklich als Kandidat*innen außerhalb des Establishments präsentieren. Doch mit ihren Kandidaturen steht nicht nur Frankreich, sondern auch Europa am Scheideweg. Während Marine Le Pen versucht einen gemeinsamen Block von extrem Rechten und sozial Unzufriedenen zu bilden und damit droht, Frankreich aus der Europäischen Union zu führen, präsentiert sich Emmanuel Macron als explizit pro-europäischer Kandidat der französischen Mitte mit neoliberaler wirtschaftspolitischer Ausrichtung.

Aber wie konnte es dazu kommen, dass die französische Linke so lange kaum eine wahrnehmbare Rolle spielte? Was ist aus den sozialen Bewegungen des letzten Jahres geworden, die über Monate gegen die unsozialen Arbeitsmarktreformen erbittert gekämpft haben? Für welche wirtschafts- und sozialpolitischen Positionen stehen die Kandidat*innen? Und wie konnte es zu dem rasanten Aufstieg der extremen Rechten in Frankreich kommen, deren Wahlsieg zu einer akuten Bedrohung des europäischen Miteinanders werden dürfte? Diese und weitere Fragen möchten wir an diesem Abend gemeinsam diskutieren.

Mit KOLJA LINDNER, Politikwissenschaftler und Newton International Fellow an der Universität Warwick. Soeben ist seine Studie »Die Hegemoniekämpfe in Frankreich. Laizismus, politische Repräsentation und Sarkozysmus« im Argumentverlag erschienen.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen in Kooperation mit dem Bildungswerk ver.di in Niedersachsen, der Interventionistischen Linke Hannover und dem DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt.

 

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Antisemitismus: Wie sicher ist jüdisches Leben in Deutschland?

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25.04.2017, 19:00 Uhr

Im Jahr 2016 wurden 470 antisemitische Vorfälle in Berlin erfasst. Registriert werden Attacken auf jüdische Geschäfte, Synagogen, jüdische Friedhöfe und Juden und Jüdinnen selbst. Zugleich gehen Experten und Expertinnen davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer antisemitisch motivierter Straftaten gibt. Haben wir es mit einem Anstieg dieser Art von Übergriffen zu tun angesichts des Anwachsens rechter Gewalttaten und islamistischer Ideologien? Wie sicher ist jüdisches Leben in Deutschland? Welche Herausforderungen stellen sich im Bildungsbereich und in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft? Wie nehmen Jüdinnen und Juden in Deutschland den Antisemitismus wahr? Um belastbare Fakten zu bekommen, setzte der Deutsche Bundestag einen unabhängigen Expertenkreis ein, der im Januar 2015 seine Arbeit aufnahm. Nach einem von allen Fraktionen beschlossenen Antrag wurden acht Expert/inn/en aus Wissenschaft und Praxis mit der Aufgabe betraut, eine Bestandsaufnahme der antisemitischen Einstellungen und Übergriffe vorzulegen und daraus einen Forderungskatalog an die Adresse der Politik zu formulieren. Einen Tag, nachdem dieser Bericht offiziell übergeben worden ist, laden wir Vertreterinnen des Expertenkreises, Politiker/inn/en und Experten/inn/en zu einer Diskussion ein.

Mit:

Dr. Juliane Wetzel, Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin und Mitglied des unabhängigen Expertenkreises
Marina Chernivsky, Leiterin des Kompetenzzentrums für Prävention und Empowerment, ZWST und Mitglied des unabhängigen Expertenkreises
Volker Beck, MdB Bündnis 90/ Die GRÜNEN
Prof. em Michal Bodemann, Universität Toronto, Kanada/Berlin

 

Moderation:

Dr. Marianne Zepp, Heinrich-Böll-Stiftung, Referentin Zeitgeschichte

 

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Aktuelles zum AKW Tihange

0 sec ago
25.04.2017, 19:00 Uhr
Vortrag & Film: Aktuelles zum AKW Tihange mit Jürgen M. Jordans, Belgien Was tun Sie im Falle eines Super-GAU ? Sie möchten in Sicherheit leben ? Handeln Sie jetzt ! T ausende Risse in den Reaktor Druckbehältern der AKW Tihange 2 und Doel 3. Alte Technik führt nach 40 Betriebsjahren zu immer häufigeren Störfällen. Radioaktives Wasser verseucht seit Jahren die Maas. Es gibt keine realistischen Katastrophen-Schutzpläne.
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Sojaanbau in Lateinamerika für Futtermittel in Europa

0 sec ago
25.04.2017, 19:00 Uhr - 21:30 Uhr

Vortrag von Almudena Abascal (FIAN e.V.)

 

Veranstaltungsankündigung:

Der Sojaanbau, der der Fütterung von Tieren dient, die in Europa konsumiert werden, hat verheerende Folgen für Menschen und Natur. Um den europäischen Fleischbedarf zu befriedigen, haben große nationale und transnationale Konzerne aus dem Bereich Landwirtschaft und Ernährung (Agribusiness) in der Sojamonokultur ihren neuen Goldesel gefunden. Verbunden mit der Entwicklung der Gentechnik stellt dies ein Business dar, wo nur die Konzerne gewinnen. Denn häufig sind die Konzerne, die (genmanipuliertes) Saatgut verkaufen, dieselben, die für den Anbau der Monokulturen erforderlichen Pestizide und Herbizide anbieten.

Südamerika, von Ecuador bis Argentinien über Paraguay, gehört zu dem Hauptanbaugebieten des (genmanipuliertes) Sojas. Kleinbauern und -bäuerinnen sowie indigene Bevölkerung sind besonders betroffen. Die Ersteren, die nicht mit dem großen Konzerne konkurrieren können, verlieren ihre Lebensgrundlage. Die Letzteren werden als Opfer des Landraubs von ihren traditionellen Territorien vertrieben. Ihre Menschenrechte, unter anderen das Recht auf Nahrung, auf Wohnraum, auf Wasser, auf Bildung, sogar ihr Recht auf Leben werden ernsthaft bedroht.

Auf gleiche Weise wie für die Menschen ist die Ausbreitung der Monokulturen wie Soja eine gravierende Bedrohung für die Natur: unumkehrbarer Vielfaltverlust, Abholzung, Überflutungen, Verschmutzung von Flüsse und Böden sind die Folge.

Die Ausbreitung von Sojamonokulturen in Südamerika und die Auswirkungen auf die Menschenrechtssituation der Betroffene werden analysiert sowie die Alternativen zu dem Agribusiness diskutiert.

 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Hinter dem Tellerand" zu Kritischen Perspektiven auf die globale Agrarindustrie (14.03. - 28.04. in Hamburg)

 

Weitere Veranstaltungen der Reihe:

 

Di. 14.03. - 19 Uhr: "Agrarindustrie und globale Landwirtschaft" - Einführungsvortrag von Christine Chemnitz, Heinrich-Böll-Stiftung, (Seminarraum Fabrique, Gängeviertel)

Di 28.03. - 19 Uhr: "Fleischvermarktung - Die Werbestrategien der Tierindustrie" - Vortrag von Friederike Schmitz, Tierfabriken Widerstand, (Seminarraum Fabrique, Gängeviertel)

Di. 11.04. - 19 Uhr: "Klimagerechtigkeit und Tierhaltung" Vortrag von Aktivist*innen von Animal Climate Action (Seminarraum Fabrique, Gängeviertel)

Di. 25.04. - 19 Uhr: "Sojaanbau in Lateinamerika für Futtermittel in Europa" - Vortrag von Almudena Abascal, FIAN e.V., (Seminarraum Fabrique, Gängeviertel)

Fr. 28.04. - 15 Uhr: "Tank, Teller oder Trog - Eine alternative Hafenrundfahrt" Mit Maike Strietholt, Agrar Koordination e.V., (Anleger Vorsetzen, nähe U-Bhf. Baumwall, mit Anmeldung und 5 Euro Kostenbeitrag)

 

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Zwischen Mythos und Realität - Lebenswelten kurdischer Frauen im Nahen Osten

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25.04.2017, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Mit dem Vormarsch des sogenannten „Islamischen Staates" („IS") in Irak und Syrien sind kurdische Akteure in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit gerückt. Kämpfer/innen der syrisch-kurdischen YPG und irakisch-kurdische Peshmerga-Einheiten erhalten im Kampf gegen den „IS" internationale militärische Unterstützung. Die kurdische Regionalregierung im Irak ist zur wichtigen Verbündeten und Verhandlungspartnerin westlicher und regionaler Mächte geworden. Besondere mediale Aufmerksamkeit finden die bewaffneten Kämpferinnen von YPG und PKK. Bisweilen erreicht die Bewunderung für sie mystifizierende Züge und verstellt den Blick auf die sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten und Kämpfe kurdischer Frauen in Syrien, dem Irak und der Türkei. Während in der kurdisch selbstverwalteten Region „Rojava" in Syrien Frauen auf allen militärischen und politischen Ebenen zentrale Rollen einnehmen, sind nach wie vor Hunderttausende kurdischer und arabischer Frauen in Syrien tagtäglich Terror und Vertreibung ausgesetzt oder befinden sich auf der Flucht. In der Türkei erleben kurdische Frauen seit dem Scheitern der Verhandlungen zwischen der PKK und der türkischen Regierung ein Rollback von erkämpften Rechten, sie erleben erneut Unterdrückung, Repression und Terror. Ebenso versuchen Frauen in Kurdistan-Irak die enger werdenden Spielräume für zivilgesellschaftliches Engagement und die nach dem Sturz des Baath-Regimes erkämpften Reformen zum Schutz und zur Partizipation von Frauen zu verteidigen.

Expert/innen und Akteur/innen aus der Region ermöglichen auf dieser Veranstaltung einen Blick auf die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten kurdischer Frauen in der Türkei, Syrien und im Irak und stellen Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Perspektiven dar. Sie diskutieren, durch welche Allianzen zwischen demokratischen Kräften vor Ort und Akteuren in Deutschland und Europa die plurale Zivilgesellschaft und besonders Frauenrechtsaktivist/innen in der Region gestärkt werden können.

 

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Konzertlesung mit Alberto Acosta und Grupo Sal

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25.04.2017, 18:30 Uhr - 22:00 Uhr

Alberto Acosta, ehemaliger Minister und Präsident der verfassungsgebenden Versammlung von Ecuador sowie Mitbegründer der bekannten Yasuní-Initiative, ist die wohl prominenteste Stimme des Buen Vivir.
Im Zusammenspiel lateinamerikanischer Klänge von Grupo Sal und der politisch-gesellschaftlichen Visionen Acostas gibt diese Abendveranstaltung einen Einstieg in das Konzept Buen Vivir und die Frage nach einem guten Leben. Inhaltliche Beiträge von Alberto Acosta in Form von Texten, Berichten und Geschichten kombiniert mit Liedern zur Thematik von Grupo Sal machen Buen Vivir an diesem Abend auch sinnlich-künstlerisch erfahrbar.

Anschließend ist der Raum geöffnet für Gespräch und Diskussion.
Außerdem erwarten euch an diesem Abend ein Markt der Alternativen, an dem sich die beteiligten Gruppen mit ihrer Arbeit präsentieren.

Eintritt: 5-15 € (nach eigenem Ermessen)

 

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