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Updated: 2 hours 21 sec ago

Corona? Solidarität!

19.06.2020
27.06.2020, 14:00 Uhr - 27.06.2020, 17:30 Uhr

Solidarität ist ein großes Wort in der Corona-Krise. Viele Menschen schlossen sich zusammen. Sorgten sich in ihren Nachbarschaften um Arme, Kranke und Risikogruppen. Menschen standen auf den Balkonen und applaudierten den Beschäftigten im Gesundheitswesen und im Einzelhandel. Das sind gute Zeichen, doch Solidarität muss tiefer gehen.

Die Krise verschärft die bestehenden sozialen Missstände und führt zu erheblichen gesellschaftlichen Rückschritten. Frauen* werden in der Krise wieder in die Rolle der Hausfrau und Mutter gedrängt, patriarchale Rollenmuster gewinnen an Stärke.

Die kapitalistische Wirtschaftsweise stottert und produziert im Gefolge der Krise Millionen Erwerbslose. Unter die versprochenen Rettungsschirme passen vor allem Großkonzerne, die Menschen in Kurzarbeit schicken und gleichzeitig Boni und Dividenden ausschütten. Nationale Grenzen in Europa erleben eine Neuauflage, mitsamt der mitunter tödlichen Folgen für jene, die sie nicht passieren können. Während noch vor der Corona-Krise die Anzahl der Krankenhausbetten gesenkt wurde, schreitet die Profitorientierung im Gesundheitssystem trotz Corona weiter voran. Die Gesundheit aller kann so nicht geschützt werden.

Grenzen der Solidarität?
Solidarität ist wertlos, wenn sie an Nationalgrenzen Halt macht, wenn sie nicht für die Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen gilt. Solidarität ist sinnlos, wenn sie nur für diejenigen gilt, die schon ein Dach über dem Kopf haben und zu Hause bleiben können. Solidarität ist nutzlos, wenn Frauen* im Haushalt und auf der Arbeit mehrfach belastet sind oder mit der Kinderbetreuung alleingelassen in Existenznöte geraten. Die Coronakrise ist auch eine Reproduktionskrise!
Wir wollen eine andere Solidarität. Eine die niemanden vergisst oder ausschließt. Eine, die für Risikopatient_innen genauso gilt wie für Geflüchtete, Obdachlose oder Frauen* . Eine Solidarität für alle!

Kritik und rote Linie!
Eine kritische Betrachtung der Maßnahmen zu Corona ist wichtig, vor allem wenn tief in Grundrechte eingegriffen wird. Die Maßnahmen, mit denen einer Pandemie begegnet wird, sind schließlich nicht nur medizinisch begründet, sondern auch das Ergebnis politischen Handelns. Allerdings ziehen wir eine rote Linie, wenn Menschen den Corona-Virus und seine Konsequenzen leugnen und sich mit Rechten, Antisemit_innen und Anhänger_innen von Verschwörungsideologien auf eine Seite stellen. Längst sind Kräfte aus NPD und AfD, Reichsbürger_innen oder sogenannte QANON-Anhänger_innen Teil dieser Proteste geworden. Das Milieu erstreckt sich also von rechtsoffen bis hin in die extreme Rechte. In ganz Deutschland tragen Teilnehmer_innen NS- und Shoa-relativierende Abbildungen, antisemitische Symbole oder Schilder mit verschwörungsideologischen Parolen mit sich herum. Wer sich als Teilnehmer in davon nicht distanziert, muss sich nicht wundern mit Rechten, Antisemit_innen und Anhänger_innen von Verschwörungsideologien in einen Topf geworfen zu werden. Wer sich über sinnvolle Maßnahmen hinwegsetzt, die dem Schutz der Mitmenschen dienen, handelt unverantwortlich und unsolidarisch.

Wieder zurück auf Normal?
Der Klimawandel findet auch während der Corona-Krise statt. Seine Auswirkungen betreffen vor allem den Globalen Süden, wo Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt werden und sich Armut und Elend noch weiter verschlimmern. Hinzu kommt, dass immer deutlicher wird, dass es einen Zusammenhang von Umweltzerstörung, intensiver Tierhaltung und der Entstehung neuer Krankheiten gibt. Dies alles, um unsere westliche Lebensweise aufrecht zu erhalten. In einem Kapitalismus, der diese Lebensweise zwar ermöglicht, für sein stetiges Wachstum aber auch zwingend benötigt.
Diese Normalität wollen wir nicht weiter aufrechterhalten!
In Zeiten der Krise werden Dienstleistungen und Produkte an ihrer vermeintlichen Systemrelevanz gemessen. Doch was ist notwendig, was wird weiter produziert? Trotz Shutdown bewilligt der Bundessicherheitsrat Waffenlieferungen im Wert von 179 Millionen Euro nach Katar. Der Rüstungsexport läuft also ungehindert weiter, aber medizinische Geräte fehlen weltweit.
Unser Vorschlag: Die Umstellung von Rüstungsexporten auf gesellschaftlich notwendige Produktionen. Wir müssen bestimmen was weiter produziert wird und nicht der Markt.

Solidarische Perspektiven!
Covid-19 ist eine Bedrohung für das Leben. Dem müssen wir solidarisch und nicht egoistisch begegnen. Anstelle einer möglichst schnellen Rückkehr zum Normalbetrieb des fossilen Kapitalismus fordern wir eine gemeinwohl- und bedürfnisorientierte Transformation der Gesellschaft. Anstatt Milliarden in klimaschädliche Auto- und Luftfahrtkonzerne zu pumpen, fordern wir die Vergesellschaftung des Gesundheitssystems, die faire Verteilung von Sorgearbeit und konsequente Klimagerechtigkeit. Anstatt Rückkehr zum unmenschlichen Abschieberegime fordern wir grenzenlose Solidarität, Aufnahme und dezentrale europaweite Verteilung der Schutzsuchenden an der griechisch-türkischen Grenze und aus der Seenotrettung im Mittelmeer. Anstatt weiter mit Wohnraum Profite zu machen, fordern wir ein Zuhause für jede*n, Öffnung und Enteignung von Leerstand und die Vergesellschaftung der Wohnungen.

Corona hat für alle deutlich gezeigt, wer auch in einer Krise die Gesellschaft zusammenhält. Wir wollen nicht zurück zur Normalität, sondern zu einer solidarischen Gesellschaft!

Solidarität für alle!

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Webinar Gesundheit & Fitness für jedes Alter

17.06.2020
19.06.2020, 15:00 Uhr - 19.06.2020, 18:00 Uhr

Wir haben für das Körpertraining und Workout Webinar für Sportler und all diejenigen, die es noch werden wollen noch Restplätze für diesen Freitagnachmittag. Über unsere Seite Somatodrol könnt ihr euch im Kontaktformular bei Interesse anmelden und den Link zusenden lassen. Die Veranstaltung ist wie immer kostenfrei.

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Livestream: Fragen und Antworten zum Mietendeckel

17.06.2020
02.07.2020, 19:00 Uhr - 02.07.2020

Seit Februar gilt der Berliner Mietendeckel. Für fünf Jahren soll er Mieterinnen und Mieter vor Mietsteigerungen und Verdrängung schützen. Doch das Recht setzt sich auch beim Mietendeckel nicht von selbst durch und er allein kann Mietenwahnsinn und Wohnungsnot nicht stoppen. In einer Veranstaltungsreihe wollen wir über das neue Gesetz informieren und unsere wohnungspolitischen Vorschläge für die kommenden fünf Jahre vorstellen. Je mehr Menschen über ihre neuen Rechte Bescheid wissen und sie nutzen, desto effektiver wird der Mietendeckel wirken und einen Abschreckungseffekt auf die Vermieter/innen haben. Gleichzeitig ist klar: Richtig deckeln reicht nicht aus! Ein radikaler Kurswechsel in der Wohnungspolitik ist dringend nötig. Wir wollen mit Berliner Mieterinnen und Mietern ins Gespräch darüber kommen, wie eine andere Wohnungspolitik in unserer Stadt aussehen kann. In unserer ersten Veranstaltung am 2. Juli 2020 um 19 Uhr wollen wir aufzeigen, wo der Mietendeckel schützt und wie Sie ihn richtig anwenden. Schritt für Schritt erläutert unsere Rechtsberaterin Franziska Dams was es jetzt zu beachten gilt.

Auch die Vermieter/innen schlafen nicht. Durch zahlreiche Tricksereien versuchen sie, den Mietendeckel zu umgehen. Wir erläutern wie Sie mit „Schattenmieten“ und bedrohlich klingenden Briefen umgehen sollten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen folgende Fragen:

- Was ist neu am Mietendeckel?

- Wo greift das Gesetz?

- Wann muss ich selbst tätig werden?

- Welchen Pflichten müssen Vermieter/innen nachkommen?

- Wann und wie kann ich meine Miete absenken?

Doch damit nicht genug: Wir möchten wissen, was Sie am Mietendeckel interessiert! Wo gibt es Unklarheiten? Zu welchen Punkten soll unsere Anwältin Stellung nehmen? Schicken Sie uns Ihre Fragen bis zum 30.6.2020 per Facebook oder E-Mail. Während der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit per Chat weitere Fragen zu stellen. Alle weiteren Informationen: www.bmgev.de

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Online-Workshop - Wirtschaft anders machen

15.06.2020
18.06.2020, 16:00 Uhr - 18.06.2020, 18:00 Uhr

Bitte anmelden: https://www.nordost.oikocredit.de/main-menu/oikonnect/anmeldung-online-workshop

Wirtschaft anders machen - Auseinandersetzung mit den eigenen
Privilegien im Handel und der Finanzierung von Projekten.

Die meisten der während der Kolonialzeit besetzten Gebiete haben in den
letzten zwei Jahrhunderten ihre Unabhängigkeit errungen. Dennoch
bestehen Teile der aufgebauten politischen, ökonomischen, sozialen und
kulturellen Abhängigkeiten sowie Diskriminierungen weiter. Diese
Machtverhältnisse werden durch sichtbare und unsichtbare Mechanismen
aufrechterhalten und verfestigt.

Auch bei der Vergabe von Geld für Projekte ist guter Wille allein oft
nicht ausreichend, um diskriminierende Handlungen zu vermeiden. Um
Rassismus zu erkennen und das eigene Verhalten zu ändern bzw. Strukturen
zu beeinflussen, müssen Menschen ihre eigene Position reflektieren
können. Gleichzeitig ist es wichtig, weiterhin reagieren und agieren zu
können. In diesem Workshop bieten wir weißen* Menschen, die vor allem
Wirtschaft anders machen wollen, einen digitalen Ort für Austausch und Reflexion
der eigenen Person, sowie der eigenen Praxis.

Trainerin:
Jessica Valdez Vanegas von FairBindung, hat BWL und Wirtschaftsingenieurwesen studiert, ist Anti-Rassismus-Trainerin, Eventmanagerin und in der politischen Bildung unterwegs.

Das Kollektiv FairBindung e.V. setzt sich seit 2008 für eine nachhaltige, solidarische und global gerechte Welt ein. Ihre Arbeit ist ein Beitrag zu einer sozial-ökologischen Transformation hin zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Info

OIKOnnect ist eine Gruppe für Leute, die sich mit nachhaltiger Wirtschaft beschäftigen und der Frage nachgehen möchten, was „gutes Geld“ sein kann. Wir treffen uns normalerweise offline, tauschen uns aus, informieren die anderen über Themen, die uns am Herzen liegen, lauschen Impulsvorträgen, diskutieren, bereiten Veranstaltungen vor und noch viel mehr. Jetzt geht es online weiter - überregional. Mehr dazu gibt´s hier: OIKOnnect.

*Weiß, klein und kursiv geschrieben, bezeichnet keine Identität. Es ist ein analytischer Begriff, der von schwarzen Theoretiker*innen entwickelt wurde, um die Architektur weißer Dominanz- und Machverhältnisse sowie die damit verknüpfte Ausübung rassistischer Systeme und Praktiken zu beschreiben. (Eggers, Kilomba, Piesche u. Arndt, 2005, S.13)

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e-Seminar Partnerschaft im Alter

11.06.2020
15.06.2020, 15:00 Uhr - 16.06.2020, 19:59 Uhr

Kommenden Montag sind noch Plätze frei für alle Paare, die sich zu Partnerschaftsthemen im Alter austauschen möchten. Moderiert wird das Webinar von Frank Schirmacher. Zugang zur Anmeldung und zum Webinar-Link können Sie über den Kontaktbereich unserer Webseite einfordern.

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Initiativen in Neukölln gegen Rechts und für soziales Wohnen

11.06.2020
20.06.2020, 10:00 Uhr - 20.06.2020, 14:00 Uhr

Der Berliner Bezirk Neukölln befindet sich seit einigen Jahren im Umbruch: Rassismus, Rechte Gewalt und der Gentrifizierungsdruck wachsen spürbar. Die Angst vor der Verdrängung lastet auf vielen Anwohner*innen.

Doch im bewegten Neukölln haben sich auch neue Bündnisse gegen Rassismus und gegen (teils extrem) gewaltbereite Rechtsradikale zusammengeschlossen. Weitere Initiativen setzen sich für das Recht auf Wohnen und einen öffentlichen Raum für alle Menschen ein, so zum Beispiel im Schillerkiez und am Hermannplatz. Hier drohen Mietenerhöhungen und Verdrängung ganz besonders stark.

- Wie sehen die bunten Bündnisse aus, in denen sich Menschen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind und viele andere zusammen tun?

- Wie arbeiten die verschiedenen Initiativen miteinander? Diejenigen, die sich für die Verteidigung der Demokratie einsetzten und die, die sich für das Recht auf Wohnen und einen öffentlichen Raum für alle engagieren?

Diese Fragen werden wir im Schillerkiez Neukölln gemeinsam mit Initiativen gegen Rassismus und gegen Gentrifizierung – z.B. Aktiven aus dem Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ und weiteren engagierten Menschen besprechen.

Mit:
Martin Forberg M.A. ist politischer Bildner, Publizist und Stadtbilderklärer. Er hat Neuere Geschichte mit den Nebenfächern Soziologie und Ethnologie studiert.

Und weitere Aktivist*innen und betroffene Anwohner*innen aus verschiedenen Initiativen, s.o.

Veranstaltungsdauer: 10-14 Uhr

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Achtung: Bitte nur mit hoher Verbindlichkeit zu diesem Workshop anmelden.
Wegen der Corona-Präventionsmaßnahmen ist die Teilnahme auf eine kleine Mindestteilnahmezahl begrenzt.
Wir sind aber darauf angewiesen, dass die angemeldeten Teilnehmer*innen auch wirklich kommen und teilnehmen.

Aufgrund der Corona-Krise wird noch kurzfristig entschieden, ob die Veranstaltung vor allem in Innenräumen oder draußen stattfindet.

Treffpunkt: 10 Uhr Neukölln, Schillerkiez, konktreter Ort wird vor der Veranstaltung per Mail zugesendet.

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Deutschen Klassenlotterie Berlin realisiert.

Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische, antimuslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen und Symboliken in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Dies gilt auch, wenn eine Teilnahmegebühr bereits gezahlt wurde.

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Zur Geschichte sozialer Viren und biologischer Politik

10.06.2020
23.06.2020, 19:00 Uhr - 23.06.2020, 21:00 Uhr

„Infektionskrankheiten sind doch kein Problem mehr!?“ - So dachte im Laufe des 20. Jahrhunderts eine wachsende Zahl von Wissenschaftler_innen, Regierungen und Bewohner_innen des globalen Nordens. Um so mehr stellt die aktuelle Corona-Pandemie in diesen Weltregionen ein schwer zu verarbeitendes Ereignis dar.

Der Input schaut zunächst zurück auf die Entstehung moderner Regierungstechniken zur Eindämmung und Prävention von Epidemien im 19. Jahrhundert in Europa. Es soll veranschaulicht werden, wie man bis weit ins 20. Jahrhundert hinein an der Idee eines baldigen „Sieges über die Seuchen“ festhielt, während zugleich die globalen und ökologischen Bedingungen für die Entstehung und Verbreitung neuer Organismen weiter verbessert wurden. Erst nach der sog. „Aids-Krise“ der 1980er Jahre rückte die Bedrohung durch Infektionskrankheiten wieder langsam auf die Tagesordnung reicher nördlicher Länder vor. Spätestens seit der ersten SARS-Pandemie 2003 verfährt der globale Norden vor allem im Modus der Absicherung gegen die Seuchen der „Anderen“. Dies haben nicht zuletzt die Reaktionen auf die Ebola-Epidemie in West-Afrika 2013-15 gezeigt. Trotz des noch recht frischen Infektionsschutzgesetzes und des seit 2005 existierenden nationalen Pandemie-Plans, fällt es hierzulande weiterhin schwer, die aktuelle Pandemie als „unsere“ Pandemie zu verstehen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Input-Reihe "Bleib gesund?!" - Pandemiebekämpfung in einem kranken System in Zusammenarbeit mit den kritischen Mediziner*innen Berlin statt.

Die Veranstaltungen der Input-Reihe sind kostenlos. Bitte reserviert einen Platz über Facebook oder per mail an rosa@naturfreundejugend-berlin.de, wenn ihr teilnehmen wollt. Darüber werden wir die Zugangsdaten zur Veranstaltung teilen und euch bei technischen Problemen helfen.

Bild: Photo by Fusion Medical Animation on Unsplash

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Revolte im lockdown? COVID-19 und die sozialen Kämpfe in Frankreich

10.06.2020
16.06.2020, 19:00 Uhr - 16.06.2020, 21:00 Uhr

In Frankreich legte die Pandemiebekämpfung langanhaltende soziale Kämpfe still. Seit Anfang Dezember 2019 wurde gegen eine Rentenreform protestiert, die massive Verschlechterungen für alle Lohnabhängigen bedeuten würde. Sie war Anlass für die Verschärfung sozialer Kämpfe gegen verschiedene Kürzungspolitiken - auch im Gesundheitswesen. Im Input wollen wir diskutieren, worum es bei diesen Kämpfen ging und welche Perspektiven sie heute angesichts der Pandemie haben. Ein weiterer Schwerpunkt wird sein, wie sich die derzeitigen, drastischen Maßnahmen des französischen Staates auf die marginalisierten Bevölkerungsteile der Vorstädte auswirken.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Input-Reihe "Bleib gesund?!" - Pandemiebekämpfung in einem kranken System in Zusammenarbeit mit den kritischen Mediziner*innen Berlin statt.

Die Veranstaltungen der Input-Reihe sind kostenlos. Bitte reserviert einen Platz über Facebook oder per mail an rosa@naturfreundejugend-berlin.de, wenn ihr teilnehmen wollt. Darüber werden wir die Zugangsdaten zur Veranstaltung teilen und euch bei technischen Problemen helfen.

Bild: Force Ouvrière in flickr.com | Lizenz: CC BY-NC 2.0

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Klima schützen, Verfassungsschutz abschaffen?

08.06.2020
12.06.2020, 19:00 Uhr - 12.06.2020, 21:00 Uhr

Veranstaltung und Diskussion mit Ende Gelände & der Kampagne Blackbox Verfassungsschutz

Immer wieder fällt der sogenannte „Verfassungsschutz“ durch die Diskreditierung von politischem Aktivismus auf. Die Klimaaktivist*innen von Ende Gelände stehen seit neuestem im Berliner Verfassungsschutzbericht. In Hamburg werden seit diesem Jahr die Menschenrechtsaktivist*innen der „Seebrücke“ vom Verfassungsschutz im Kapitel Linksextremismus erwähnt. Gleichzeitig gibt sich der Verfassungsschutz oft ahnungslos, wenn es um die extreme Rechte geht.
Warum ist das so? Im ersten Teil der Veranstaltung wird der Arbeitskreis „Blackbox Verfassungsschutz“ dazu einige Thesen vorstellen.
Im zweiten Teil sprechen wir mit einer Vertreterin von Ende Gelände über die Gründe und Auswirkungen, welche die Erwähnung Verfassungsschutzbericht auf ihre politische Arbeit hat und wie sie damit umgehen.

Die Veranstaltung findet live auf unserem Facebookkanal statt.

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Klima schützen, Verfassungsschutz abschaffen?

08.06.2020
12.06.2020, 19:00 Uhr - 12.06.2020, 21:00 Uhr

Veranstaltung und Diskussion mit Ende Gelände & der Kampagne Blackbox Verfassungsschutz

Immer wieder fällt der sogenannte „Verfassungsschutz“ durch die Diskreditierung von politischem Aktivismus auf. Die Klimaaktivist*innen von Ende Gelände stehen seit neuestem im Berliner Verfassungsschutzbericht. In Hamburg werden seit diesem Jahr die Menschenrechtsaktivist*innen der „Seebrücke“ vom Verfassungsschutz im Kapitel Linksextremismus erwähnt. Gleichzeitig gibt sich der Verfassungsschutz oft ahnungslos, wenn es um die extreme Rechte geht.
Warum ist das so? Im ersten Teil der Veranstaltung wird der Arbeitskreis „Blackbox Verfassungsschutz“ dazu einige Thesen vorstellen.
Im zweiten Teil sprechen wir mit einer Vertreterin von Ende Gelände über die Gründe und Auswirkungen, welche die Erwähnung Verfassungsschutzbericht auf ihre politische Arbeit hat und wie sie damit umgehen.

Die Veranstaltung findet live auf unserem Facebookkanal statt.

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EU-Libya collaboration - pull-backs by remote control

08.06.2020
17.06.2020, 18:00 Uhr - 17.06.2020, 20:00 Uhr

On 17th June we will launch the exclusive report “Remote control: the EU-Libya collaboration in mass interceptions of migrants in the Central Mediterranean” denouncing the support brought to the so-called Libyan Coast Guard by EU member states to control migration in and around the Central Mediterranean. The EU’s increasing outsourcing of responsibility for rescue has led to mass pull-backs of migrants to Libya by ‘remote control’ from EU aerial assets.

▂ The launch discussion will be streamed via the „United we Talk“ format. You have the possibility to chat with us via the website: https://sea-watch.org/unitedwetalk/ There you can also watch the stream of ALEX Berlin and ask us questions that we will take into the live-talk of the show.

▂ Based on their first-hand observations, activists from the emergency hotline Watch The Med - Alarmphone and the Search and Rescue NGOs Mediterranea Saving Humans and Sea-Watch, together with borderline europe - Menschenrechte ohne Grenzen e.V., will report on how the aerial collaboration between the EU and Libya works operationally and how it contributes to the mass interception of fleeing migrants.

▂ Considering the ongoing civil war and countless reports of torture, rape and further degrading treatment taking place in detention centers, it is clear that Libya cannot be considered a safe country for people on the move. Together with our guest speakers, Sally Hayden (journalist) and Yasha Maccanico (Statewatch), we will also touch upon recent developments in the Libyan camps as well as discuss the accountability of European actors.
 

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Umkämpftes Wohnen – Neue Solidarität in den Städten

04.06.2020
25.06.2020, 19:00 Uhr - 26.06.2020, 20:30 Uhr

In Zeiten angespannter Wohnungsmärkte und gesteigerter Verwertungsinteressen sowie der Zunahme prekärer und unsicherer Arbeitsverhältnisse finden viele Menschen keine bezahlbare Wohnung mehr. Zeitgleich tun sich, u.a. als Reaktion auf diese Fehlentwicklungen, aktive und engagierte Menschen zu neuen Stadtteilinitiativen zusammen, von deren praktisch gelebter Solidarität wir in dieser Veranstaltung berichten.

Während in postfordistischer Zeiten, in denen große Fabriken und die damit verbundenen Orte des Protestes zunehmend aus Mitteleuropa ausgelagert werden, gewinnt die solidarische Stadtteilarbeit immer stärker an Bedeutung. Auch die Praxis neu entstehender solidarischer Netzwerke, die nicht nur Räume für das Engagement im Bereich "Recht auf Stadt", sondern auch Zusammenschlüsse für bessere, nicht prekäre Lebens- und Arbeitsbedingungen bieten, stehen im Fokus dieser Diskussion.

Es geht neben dem Engagement gegen die umstrittenen Sanktionsmaßnahmen der Jobcenter auch um die Forderungen nach gerechten Löhnen.

- Wie können das Recht auf bezahlbaren Wohnraum und gegen die Verdrängung von Mieter*innen mit Forderungen nach existenzsichernden und höheren Löhnen und Einkommen zusammengeführt werden?

- Wie kann die Stadtteil- und Kiezarbeit die Teilhabe und das soziale Miteinander in den Städten von heute fördern und unterstützen?

Zur Diskussion eingeladen sind Referent*innen aus Hamburg-Wilhelmsburg und Poznan/Polen, die mit den Berliner Herausgebern des Sammelbandes „Neue Solidarität in den Städten“ Matthias Coers und Peter Nowak über ihre Arbeit in und von Stadtteilinitiativen berichten.


Für Herbst 2020 ist eine weiterführende Veranstaltung zum diesem Thema in Planung.

Mit:
Monika Kupczyk: Journalistin und soziale Aktivistin in Polen und Deutschland, Teilnehmerin des Sozialen Frauenkongresses in Poznan

Aljoscha Langfort: Sozialarbeiter, vormals Koordinator für Gewerkschaften im deutschsprachigen Raum, aktiv im eigenen Betrieb, Schritte mit Kolleg*innen zu planen

Peter Nowak: Journalist und politischer Autor

Matthias Coers: Filmemacher, Fotograf und Soziologe.

Moderation und Einführung ins Thema: Matthias Coers

Die Veranstaltung ist kostenfrei, aber wir bitten um verlässliche Teilnahme, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.


Onlineveranstaltung via Zoom, Uhrzeit: 19-20.30 Uhr

Technische Voraussetzungen:
- benötigt wird ein PC, Laptop, Tablet oder Smartphone
- stabiles Internet / gute WLAN-Verbindung
- für eine bessere Tonqualität empfehlen wir ein Headset oder Kopfhörer mit Mikrofon

Weitere Hinweise und den Zugangslink erhalten die Teilnehmer*innen vor Webinarbeginn

Die Veranstaltung wird unterstützt mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

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Wohnungsnot, Corona-Mietstundung und das Menschenrecht auf Wohnen

04.06.2020
18.06.2020, 19:00 Uhr - 18.06.2020, 20:30 Uhr

Die Mieten sind teuer, die Einkommen mäßig. Umziehen in eine bezahlbare Wohnung ist nahezu unmöglich – das ist die Wirklichkeit, in der ein Großteil der Berliner*innen lebt. Selbst finanziell besser Ausgestattete, die ihre Rettung im Eigentum suchen, finden sich bei Wohnungsbesichtigungen mit weiteren 300 Kaufinteressierten wieder.

Ein Ende der Wohnungskrise ist trotz einer starken Mieter*innen-Bewegung, engagierten Stadtbaurät*innen und eines rot-rot-grünem Senats, der wohnungspolitisch vorprescht, nicht in Sicht. Bundesweit avancierte Instrumente wie der Mietendeckel oder Initiativen, die Mieter*innen-Selbstverwaltung, eine grundlegende Änderung des Gewerbemietrechts und Forderungen nach Enteignung auf die Tagesordnung setzen, schaffen hohe Aufmerksamkeit. Zur Realisierung von dringend benötigtem neuen bezahlbaren Wohnraum sind sie dagegen ungeeignet. Der Wohnungsbau scheint ein blinder Fleck für die sozialen Bewegungen. Eine politische Strategie für einen günstigen Neubau fehlt. Allein über den Bestandsschutz lässt sich die Wohnungsnot jedoch nicht beheben.

Ein statischer Wohnungsmarkt und hohe Wohnkosten bedeuten nicht nur reale Einkommensverluste oder sogar den Ausschluss vom Grundrecht auf Wohnen bis hin zur Obdachlosigkeit, sondern auch städtische Immobilität. Die Krise des Wohnens spiegelt die Krise der Stadt und der Gesellschaft. Neue Wohnexperimente, ökologisches oder generationenübergreifendes Wohnen lassen sich, wie die Verkehrswende, unter den gegenwärtigen Bedingungen kaum realisieren und wenn überhaupt, nur für einkommensstarke Schichten.

Wenn für die Wohnungsfrage in absehbarer Zeit keine befriedigende Lösung gefunden wird, wird ein entscheidender Baustein für eine nachhaltige und emanzipatorische Entwicklung der Gesellschaft fehlen.

Gemeinsam mit der Katrin Schmidberger, wohnungspolitischen Sprecherin der Fraktion B90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus und dem Stadtsoziologen und MieterEcho-Redakteur Philipp Möller werden wir Lösungsansätze diskutieren und uns folgenden Fragen vornehmen:

• Welche mietenpolitischen Instrumente stehen zur Verfügung, um der Wohnungsnot zu begegnen?
• Wie realitätstüchtig ist der Mietendeckel? Was ist durch ihn gewonnen? Was muss in den kommenden fünf Jahren geschehen?
• Welche Bedeutung hat die Corona-Krise für Wohnungs- und Gewerbemieter*innen?
• Sind durch die Corona-Krise neue Spielräume für engagierte Politik oder Bewegung entstanden?
• Welche Rolle können Mieter*innen-Selbstverwaltungen, Genossenschaften und Hausprojekte spielen?
• Welche stadtpolitischen Visionen können im kapitalistischen Hotspot Berlin vorangetrieben werden?

Mit:
Katrin Schmidberger: B90/Die Grünen, Sprecherin für Wohnen, Mieten, Tourismus der Fraktion der Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin

Philipp Möller: Stadtsoziologe, Redaktion MieterEcho, freier Journalist u.a. für Konkret und Jungle World

Moderation:
Matthias Coers, Filmemacher, Fotograf und Soziologe

Die Veranstaltung ist kostenfrei, aber wir bitten um verlässliche Teilnahme, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.


Onlineveranstaltung via Zoom, Uhrzeit: 19-20.30 Uhr

Technische Voraussetzungen:
- benötigt wird ein PC, Laptop, Tablet oder Smartphone
- stabiles Internet / gute WLAN-Verbindung
- für eine bessere Tonqualität empfehlen wir ein Headset oder Kopfhörer mit Mikrofon

Weitere Hinweise und den Zugangslink erhalten die Teilnehmer*innen vor Webinarbeginn

Die Veranstaltung wird unterstützt mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

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DiEM25 TV Goes Local - Green New Deal for Europe: HANDEL, LANDWIRTSCHAFT, ENTWICKLUNG

03.06.2020
04.06.2020, 18:30 Uhr - 04.06.2020, 20:00 Uhr

Die Landwirtschaft steht seit langem im Mittelpunkt der Wirtschaftsagenda der EU. Für den Zeitraum 2021-2027 wird die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) voraussichtlich mit einem Budget von 365 Milliarden Euro ausgestattet sein. Das sind nach jetzigem Stand mehr als 35 Prozent des EU-Haushalts.

Die Landwirtschaft, die für etwa 10 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Europa verantwortlich ist, beschäftigt außerdem 10 Millionen Menschen auf dem ganzen Kontinent, darunter über 10 Prozent der Arbeitskräfte in Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Polen. Diese Arbeitnehmer*innen müssen aufgrund der Klimakrise mit Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Praktiken und, in einigen Fällen, auch auf die Funktionsfähigkeit der Landwirtschaft selbst rechnen.

Die Landwirtschaft erwirtschaftet jedoch nur 1,6 Prozent des BIP der EU. Ein großer Teil der GAP-Subventionen wird an Großgrundbesitzer*innen, stark mechanisierte Industriebetriebe und die Agrarindustrie ausgezahlt, deren landwirtschaftliche Methoden sowohl input- als auch energieintensiv sind und zu Umweltzerstörungen wie Boden- und Wassermangel, Eutrophierung und Verlust der biologischen Vielfalt führen.

Insgesamt gehen etwa 80 Prozent der Agrarbeihilfen an etwa ein Viertel der Landwirt*innen in der EU — die mit dem größten Landbesitz. Europas kleine Landwirt*innen im ländlichen Raum erhalten keine nennenswerten Beihilfen, obwohl sie eine wichtige Quelle des Wissens über Agrarökologie und nachhaltige Landwirtschaft darstellen.
Zum Thema Handel, Landwirtschaft und Entwicklung spricht:
Maike Wilhelm, Vorstandsmitglied von Demokratie in Europa - DiEM25

Moderation: Utz Gundert, Koordinator GNDE Deutschland

Wann: Donnnerstag, 4. Juni 18.30

Wo: https://www.youtube.com/watch?v=rSJweclxWIE

 

 

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Am 6. Juli 2020 - mitten in den Sommerferien – startet die Summer-School der Weiterbildung „CHANGE - Arbeiten in Zeiten des Klimawandels“ bei LIFE e.V.

02.06.2020
06.07.2020, 10:25 Uhr - 11.12.2020

Der Klimawandel verändert unser gewohntes Leben. Die Corona-Pandemie auch. Deshalb haben wir unsere Weiterbildung so ausgebaut, dass sie komplett digital starten kann.
Dadurch können Frauen die eigene Qualifizierung mit ihren in diesen Zeiten besonders herausfordernden Familienaufgaben vereinbaren.

Die Teilnehmerinnen unserer Weiterbildung erwerben und vertiefen ihre Kenntnisse zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Klimapolitik – als zukünftige Klimawandel-Mentorinnen werden sie auf die Anforderungen der Arbeitswelt in Zeiten des Klimawandels vorbereitet.
Gleichzeitig eignen sie sich zusätzlich einen wichtigen Erfahrungsschatz im Umgang mit digitaler Lehre, eLearning und webbasierter Kommunikation an.
Durch integriertes Fach- und Sprachlernen/Deutsch verbessern sie ihre Kommunikation.
Workshops, Bewerbungstraining und individuelle Beratung bereiten die Frauen darauf vor, in die berufliche Praxis zu starten.

Inhalte der Weiterbildung: Gründe und Auswirkungen des Klimawandels; Klimaanpassung und Klimaschutz; Klimapolitik; Integriertes Fach- und Sprachlernen; Deutsch am Arbeitsplatz; Zeit- und Selbstmanagement; Vereinbarkeit von Familie und Beruf; Bewerbungstraining; Begleitung in die berufliche Praxis.

Zeiten: 06.07.2020 – 11.12.2020, bei Interesse senden wir die konkrete Zeitplanung zu.
Kosten: für Frauen mit ausländischen Studienabschlüssen kostenlos, durch ESF finanziert.
Bewerbungen: per Bewerbungsformular https://life-online.de/bewerbung-change/

oder Kontakt mit Dagmar Laube (change@life-online.de, 030-30879819).
Veranstalterin: LIFE e.V., Rheinstraße 45, 12161 Berlin

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Online-Workshop: Einführung in die Kritik des Antisemitismus

30.05.2020
11.07.2020, 11:00 Uhr - 11.07.2020, 15:00 Uhr

Wer den Antisemitismus bekämpfen will, muss ihn verstehen! … doch das ist schwieriger als gedacht. Unterschiedliche Konzepte lassen einen schnell den Überblick verlieren und die Komplexität des Gegenstands macht es nicht leicht zu Klarheit zu kommen. Gemeinsam wollen wir versuchen die verschiedenen Theorien zu ordnen und zu rekonstruieren. Wie hat sich Antisemitismus historisch verändert und wie reagiert die Theoretisierung darauf? Was verstehen die Theorien jeweils unter Antisemitismus und welche politischen Implikationen hat das? Wie hängt Antisemitismus mit unserer Gesellschaft zusammen und in welchem Verhältnis steht er zu anderen Konzepten? Diesen und weiteren Fragen wollen wir uns nähern und diskutieren, welche Theorien uns geeignet scheinen, Antisemitismus zu verstehen und zu kritisieren. Der Workshop verlangt kein Vorwissen, jedoch ein Interesse an der kritischen Auseinandersetzung mit der Gesellschaft.

Anmelden könnt ihr Euch mit einer Mail an seminare@naturfreundejugend-berlin.de Bitte gebt euren Namen und euer Alter an. Die Zugangsdaten schicken wir euch nach erfolgreicher Anmeldung per Mail. Du brauchst keine Software, aber eine Kamera, Mikro und eine stabile Internetverbindung.

Bild: aesthetics of crisis in flickr.com | Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

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Online-Workshop: Klima & Gender - Was hat das miteinander zu tun?

30.05.2020
05.07.2020, 11:00 Uhr - 05.07.2020, 14:00 Uhr

Man könnte meinen, dass zumindest das Klima geschlechtsneutral ist. Doch wie kommt es, dass bei Naturkatastrophen oft viel mehr Frauen als Männer sterben? Warum sitzen meist viel mehr Männer am Verhandlungstisch, wenn über Klimapolitik diskutiert wird – obwohl viele Studien zeigen, dass Frauen sich mehr ums Klima sorgen und eher bereit sind, etwas zu ändern? Wie befeuern Vorstellungen von „echten Männern“ die Klimakrise weiter? Und woher kommen all diese Unterschiede überhaupt? Diesen und vielen weiteren Fragen widmen wir uns auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene, um dem auf die Schliche zu kommen, was soziales Geschlecht und Rollenbilder mit uns und dem Klima machen.

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Der Workshop wird in Kooperation mit dem Kipppunkt Kollektiv durchgeführt.

Bild: Iilias Bartolini - Ende Gelände in flickr.com | Lizenz: CC BY 2.0

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Online-Workshop: Klimagerechtigkeit - Was ist das?

30.05.2020
04.07.2020, 11:00 Uhr - 04.07.2020, 14:00 Uhr

Die Klimakrise betrifft uns alle, aber wir sitzen nicht alle im selben Boot. Ansteigende Meeresspiegel, Dürren, Stürme und andere Auswirkungen bedrohen bereits jetzt das Leben von Menschen im globalen Süden. Die Klimakrise trifft also vor allem die Menschen, die am wenigsten dazu beitragen: Menschen aus dem globalen Süden, Frauen, finanziell schlechter gestellte Menschen. Verantwortlich für diese Auswirkungen sind jedoch Länder des globalen Nordens und der ökologische Fußabdruck wohlhabender und privilegierter Menschen. Im Workshop fragen wir: Was ist Klima(un)gerechtigkeit? Und was können wir daraus für unser politisches Handeln und unseren Alltag mitnehmen?

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Der Workshop wird in Kooperation mit dem Kipppunkt Kollektiv durchgeführt.

Bild: Jens Volle in flickr.com | Lizenz: CC BY 2.0

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Online-Workshop: Die Demokratiebewegung in der DDR 1989/1990 zwischen revolutionärem Auf- und konservativem Abbruch

29.05.2020
20.06.2020, 13:30 Uhr - 20.06.2020, 17:30 Uhr

Das Webseminar verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll das Verständnis von Begriff und Vielfalt politische und sozialer Revolutionen am Beispiel des Umbruchs in der DDR 1989/1990 bei den Teilnehmer*innen vertieft werden. An Hand von Dokumenten, Darstellung von Ereignissen und Entwicklungen wird die Möglichkeit eröffnet, Ursachen, Triebkräfte und Entwicklungsetappen in der DDR 1989/1990 revolutionsgeschichtlich aufzuarbeiten. Dabei werden die gesamtgesellschaftliche Krise der DDR im Jahr 1989 und die Ursachen der Massenbewegung ebenfalls Schwerpunkte sein. Es sollen sowohl die inneren sozialen, ökonomischen, politischen und ideologischen Faktoren in ihrem Wechselverhältnis in die Untersuchung einbezogen werden, als auch das Einwirken der BRD. Eine besondere Rolle werden im Seminar die Gründe für die „Wende in der Wende“, für den Hegemoniewechsel vom „demokratischen Sozialismus“ im Herbst 1989 zum „Nie wieder Sozialismus!“ im Frühjahr 1990 spielen.

Auf diese Weise können auch Möglichkeiten einer emanzipatorischen linken Gegenerzählung über „Wende“ und „Wiedervereinigung“ erschlossen werden, die sowohl der politisch und medial dominierenden liberalen und konservativen, als auch der rechtsradikalen Interpretation des Umbruchs vom Herbst 1989 entgegen gesetzt werden kann. Allen bürgerlichen Varianten der Interpretation der Entwicklung 1989/1990 gemeinsam ist die Verkürzung der Ereignisse auf „Maueröffnung“ und „deutsche Einheit“ und deren Uminterpretation zum „eigentlichen Sinn“ und „vorherbestimmten Zweck“ der revolutionären Bewegung. Entgegen empirischer Fakten wird auf diese Weise ein teleologischer Geschichtsablauf konstruiert, in dessen Zentrum eine unabänderliche Entwicklung zur deutschen Einheit unter konservativer Hegemonie vorausgesetzt wird.

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Online-Workshop: Gefährlich anschlussfähig. Antifeminismus & was wir dagegen tun können

29.05.2020
13.06.2020, 12:00 Uhr - 13.06.2020, 16:00 Uhr

Wie, die Rechten interessieren sich nun auch für Feminismus? Ja! Und zwar schon eine ganze Weile. Genau genommen ist Antifeminismus so alt wie der Feminismus selbst.
Vom Burschenschaftler bis zur Evangelikalen, bei der Identitären Bewegung, der AfD und in Gamer Foren – die Feindschaft gegen „den“ Feminismus schweißt ein breites rechten Spektrum zusammen.

Im Webinar wollen wir gemeinsam klären: Was ist eigentlich Antifeminismus? Wer organisiert den modernen Antifeminismus? Was sind zentrale Argumentationen? Wie passen rechte sogenannte „Frauenmärsche“ ins Bild? Und: Was können wir dagegen tun?

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