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Updated: 5 hours 45 min ago

BÜRGERRAT STATT MITMACHFALLE - AUF DER SUCHE NACH EINER NEUEN PARTIZIPATIONSKULTUR

01.03.2020
03.03.2020, 19:00 Uhr - 03.03.2020, 21:30 Uhr

BÜRGERRAT STATT MITMACHFALLE - AUF DER SUCHE NACH EINER NEUEN PARTIZIPATIONSKULTUR

 

Prolog: „wasserstories“, die Grafikdesignerin Caroline Breidenbach stellt das Exposé ihrer multimedialen und interaktiven Ausstellung vor, die über Süßwasserkrise und Privatisierung vor dem Hintergrund des Klimawandels sensibilisiert und aufklärt. Fiktive und reale Szenarien geben alarmierende Einblicke in eine mögliche Zukunft und zeigen die Dringlichkeit auf, Wasser als öffentliches Gut zu bewahren und zu schützen.

 

Kein Zweifel: Viele Menschen in Deutschland wünschen sich mehr politische Partizipation. Und nicht wenige halten dies für den einzigen Weg, um unsere Demokratie vor weiterer Erosion zu bewahren und die immensen Herausforderungen, wie sie etwa durch Digitalisierung, Klimawandel und Migration gestellt sind, in humaner und tragfähiger Weise zu bewältigen.

 

Letzteres sehen die herrschenden Kreise in Politik und Wirtschaft durchaus anders. Wenn von dieser Seite das Bedürfnis nach Partizipation aufgegriffen wird, dann primär als Instrument der Konfliktvermeidung und verdeckten Steuerung. Partizipation wird dabei lediglich simuliert: Die Bürgerinnen und Bürger dürfen zwar kostengünstig Informationen über sich liefern und kreative Ideen einbringen, erhalten aber keine wirksamen Möglichkeiten, der sich vollziehenden Transformation unseres Gemeinwesens in einen marktkonformen, im Kern autoritären Staat, entgegen zu wirken. Um es mit einem Wort des Soziologen Thomas Wagner zu sagen: Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zu demokratischem Engagement wird in eine „Mitmachfalle“ umgelenkt.

 

 

Wie sollte demgegenüber eine Partizipation aussehen, die diesen Namen verdient, und wie könnte sie durchgesetzt werden? Was ist von einem Bürgerrat zu halten, wie er kürzlich auf Initiative des Vereins Mehr-Demokratie in Leipzig realisiert wurde, oder vom Zukunftsratskonzept des Berliner Wassertischs? Welche Perspektiven ergeben sich für die Demokratie im digitalen Kapitalismus? Diese und ähnliche Fragen möchten wir in der Veranstaltung auf Basis mehrerer Kurzreferate mit den Teilnehmern diskutieren.

 

Referenten:

- Thomas Wagner, promovierter Soziologe und Autor zahlreicher Bücher, darunter „Die Mitmachfalle. Bürgerbeteiligung als Herrschaftsinstrument“, „Das Netz in unsere Hand! Vom digitalen Kapitalismus zur Datendemokratie“ und, mit Rüdiger Haude, „Herrschaftsfreie Institutionen: Texte zur Stabilisierung staatsloser, egalitärer Gesellschaften“.

 

- Marie Jünemann, Mehr Demokratie e.V., Mitarbeiterin im Landesverband Berlin-Brandenburg und Sprecherin des „Volksentscheid Transparenz”

 

 

Moderation: Karl Goebler und Ulrike von Wiesenau

 

 

Veranstalter: Berliner Wassertisch e.V. / Wasserrat in Kooperation mit dem Freiburger Institut für soziale Gegenwartsfragen und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

 

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No Ustaša! Großevent der extremen Rechten: Das Ustaša-Treffen in Bleiburg/Pliberk

29.02.2020
03.04.2020, 19:00 Uhr - 03.04.2020, 21:00 Uhr

Seit Jahren zieht das geschichtsrevisionistische Treffen in Bleiburg/Pliberk zehtausende Teilnehmer_innen an. Es ist damit eines der größten Events der extremen Rechten in Europa. In der Kärnter Gemeinde versammeln sich unter der Schirmherrschaft des kroatischen Parlaments Reaktionäre aller Couleur: Faschist_innen, (Neo-)Nazis, Konservative, eine sich nicht distanzierende Kirche, kroatische Politiker_innen und viele andere.
Sie Erinnern an Mitglieder der faschistischen Ustaša, die in der Endphase des zweiten Weltkrieges getötet wurden und arbeiten an einem geschichtsrevisionistischen Opfermythos.
Das Ustaša-Treffen wird dieses Jahr am 16. Mai stattfinden, 40.000 Personen werden zum 75. Jubiläum des Treffens erwartet.
Der AK Bleiburg/Pliberk beobachtet systematisch die Entwicklungen rund um das Ustaša-Treffen. Zu den Akteuren sowie zu historischen und politischen Hintergründen hat die Gruppe jüngst eine Broschüre vorgelegt. Sie soll an diesem Abend vorgestellt werden.
Zusätzlich wird es einen Bericht zur Gegendemonstration 2019 geben und Informationen zu den Plänen im Jahr 2020.

Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

 

 

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Zwischen Kerzenlicht und Sonnenschein. Photographie und digitale Kunst beim Kunstverein Offenbach

28.02.2020
06.03.2020, 18:00 Uhr - 06.03.2020, 20:00 Uhr

Zur Luminale stellt der Kunstverein Offenbach fünf Künstler aus, die sich mit dem Thema „Licht“ auseinandergesetzt haben. „Zwischen Kerzenlicht und Sonnenschein“ nimmt Peter Menne fast wörtlich und präsentiert Photographien vom Vollmond: düster hinter Wolken oder appetitlich auf den festlich gedeckten Tisch montiert. Mariam Sattari zeigt digitale Werke zu Romantik, Licht und Erleuchtung. Jo Wilhelms Installation bekommt durch Schwarzlicht und UV-Farben eine besondere Imagination. Jutta Hilscher hingegen widmet sich dem Sonnenschein: „Lichtflecken“ sind Momentaufnahmen von Licht, das schon im nächsten Augenblick nicht mehr sichtbar ist. Karl-Heinz Kalbhenn präsentiert Lichtobjekte und digitale Collagen, die am PC erschaffen wurden.

Zur Eröffnung spricht Dr. Jürgen Eichenauer, Leiter des Hauses der Stadtgeschichte, Offenbach. Musikalisch untermalt wird die Vernissage von Doris Lenz am Saxophon. Die Ausstellung läuft noch bis zum 27. März in der Galerie des Kunstverein in der ersten Etage des Offenbacher Einkaufscenters KOMM, geöffnet montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr.

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openTransfer CAMP #Zusammenhalt

26.02.2020
24.04.2020, 10:00 Uhr - 24.04.2020, 17:00 Uhr

Das openTransfer CAMP #Zusammenhalt bringt Projektmacher:innen und Engagierte aus ganz Deutschland, die sich ehrenamtlich oder hauptamtlich für gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen, zusammen. Tauscht euch über das Miteinander in der Gesellschaft aus, diskutiert, sammelt Motivation und Inspirationen – und entwickelt gemeinsam neue Ideen.

Foto: Jörg Farys / openTransfer

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Diskussion: Schlager und Klassismus

25.02.2020
19.03.2020, 20:00 Uhr - 19.03.2020, 22:00 Uhr

english below

Schlager und Klassismus

Klassismus bezeichnet Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft und richtet sich überwiegend gegen Angehörige einer „niedrigeren“ Sozialen Klasse. Auch beim Umgang mit dem Musikgenre Schlager lassen sich derartige  Abwertungen herauslesen. 

Ästhetische Kritiken auf der musikalischen Ebene verschleiern dabei oft Vorbehalte, die auf ganz außermusikalischen Ebenen bestehen. Wie trägt Musikgeschmack zur Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Gräben bei? Und warum ist Schlagerhören etwas, das manche Menschen lieber heimlich tun? Darüber wollen wir an diesem Abend reden.

Diskussion in deutscher Lautsprache, Flüsterübersetzung in Englisch möglich.


Hits and classism

Classism means discrimination on the basis of social origin and is mainly aimed at members of a “lower” social class. Such devaluations can also be read out when dealing with the music genre Schlager. 

Aesthetic criticism on the musical level often conceals reservations that exist on completely non-musical levels. How does taste in music contribute to the maintenance of social divisions? And why is listening to hits something that some people prefer to do secretly? We want to talk about that this evening.

Discussion in German spoken language, whisper translation in English possible.

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Diskussion: Experimentelle Musik und Politik

25.02.2020
27.02.2020, 20:00 Uhr - 27.02.2020, 22:00 Uhr

english below

Experimentelle Musik und Politik
Der Free Jazz der 70er Jahre war verbunden mit dem Aufbruch der politischen Ideen dieser Zeit. Die Idee der Revolutionierung des musikalischen Materials stand im Zusammenhang mit der Idee der Veränderung der Gesellschaft. Auch frühere und aktuelle Formen experimenteller Musik sehen sich teilweise in diesem Kontext.
Kann ein Infragestellen musikalischer Normen auch andere gesellschaftliche Normen in Frage stellen? Bleibt das Agieren nur im Konzertsaal oder kann es darüber hinaus wirken? Emanzipatorische Praxis oder abgehobene Kunst?
Diskussion in deutscher und englischer Lautsprache

Experimental music and politics
Free jazz in the 1970s was associated with the emergence of the political ideas of the time. The idea of ​​revolutionizing musical material was related to the idea of ​​changing society. Earlier and current forms of experimental music can also be seen in this context.Can questioning musical norms also question other social norms? Does acting only remain in the concert hall or can it have an effect beyond? Emancipatory practice or sophisticated art?
Discussion in German and English spoken language

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Den Schalter umlegen: Tauschen statt kaufen

25.02.2020
29.02.2020, 10:00 Uhr - 29.02.2020, 16:00 Uhr

Du hast gut erhaltene Kleidung, die dir vielleicht nicht mehr passt oder dir einfach nicht mehr gefällt? Du möchtest einen netten Nachmittag verbringen und nebenbei neue Klamotten finden? Dann schau bei unserer Kleidertauschparty am Schalttag, 29.02.2019, vorbei und hilf mit den Schalter für nachhaltigeren Konsum umzulegen!

Was bringt das der Welt? Jede Menge! Wir konsumieren mehr Kleidung, als wir eigentlich brauchen, was nicht zuletzt an den billigen Preisen mancher Kaufhäuser liegt. Mode ist zum Wegwerfartikel verkommen und ähnlich kurzlebig wie Plastiktüten oder Einweg-Geschirr. Das geht zu Lasten der Umwelt und Gesundheit, denn die Kleidung wird mit hunderten giftiger Chemikalien produziert und über lange Strecken durch die Welt transportiert.

 

 

Die Tauschregeln sind ganz einfach:

1) Komm vorbei, bring gut erhaltene Kleidung (keine Unterwäsche und Schwimmsachen) mit.

2) Pro Person können maximal fünf Kleidungsstücke abgegeben werden.

3) Nach 15 Uhr wird keine Kleidung mehr angenommen, damit möglichst viel noch in neue Hände gelangt.

4) Stöber in unserem so entstehenden Fundus und nimm mit, was Dir gefällt. Es kostet nichts!

Gerne dürfen auch Accessoires und Taschen zum Tauschen mitgebracht werden.

 

 

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Umkämpftes Wohnen - Neue Solidarität in den Städten

24.02.2020
07.03.2020, 16:00 Uhr - 07.03.2020, 18:30 Uhr

In Zeiten gesteigerter Verwertungsinteressen und angespannter Wohnungsmärkte wird für immer breitere Bevölkerungsteile schmerzhaft erfahrbar, die persönliche Wohnungsfrage individuell nicht mehr lösen zu können. Dabei entstehen im Wohnumfeld und städtischen Raum statt Ressentiments Suchbewegungen nach praktischer Solidarität. Konkrete Mieter*innenkämpfe entwickeln sich zu neuer Stadtteilarbeit.

Peter Nowak und Matthias Coers stellen mittels Text und Bild Initiativen aus dem In- und Ausland vor, geleitet von der Frage, wie Kämpfe um Wohnraum, niedrige Mieten, gegen Verdrängung und die Kämpfe um höhere Löhne und Einkommen zusammen geführt werden können.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Recht auf Stadt Netzwerk Freiburg.

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Zur Geschichte und Gegenwart des politischen Streiks in der Bundesrepublik

24.02.2020
06.03.2020, 19:00 Uhr - 06.03.2020, 22:30 Uhr

Frauenstreik, Klimastreik – in letzter Zeit häufen sich Aufrufe zu Arbeitsniederlegungen für politische Forderungen außerhalb des Tarifkampfes. Meistens bleibt es bei Aufrufen. Ein Grund dafür liegt auch in dem besonders stark reglementierten Streikrecht in Deutschland, das politische Streiks verbietet. Trotzdem haben sie stattgefunden. Auf der Veranstaltung wird der Journalist Peter Nowak auf weitgehend vergessene politische Streiks in West- und Ostdeutschland eingehen. Zudem wird er sich mit der aktuellen Diskussion um politische Streiks auch in Teilen der gewerkschaftlichen Linken befassen und die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, ein Recht auf politische Streiks fordern.

Peter Nowak arbeitet als freier Journalist, auch zu den verschiedenen Formen des sozialen Widerstands. Seine Artikel sind auf der Homepage dokumentiert. Er hat in der Edition Assemblage das Buch „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht“ herausgegeben.

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Kreolische Konstellationen - Kolonialismus Imperialismus Internationalismus

23.02.2020
01.03.2020, 18:00 Uhr - 01.03.2020, 20:15 Uhr

Beyond "The Rest and the West"

Mit dem Postkolonialismus / Dekolonialismus hat sich die seit Jahrhunderten geäußerte Kritik an der euroamerikanischen Moderne etabliert. Dies wurde dialektisch dadurch ermöglicht, dass das kapitalistische Akkumulations- und Herrschaftsmodell heute eine globale, wenn auch dezentrale Dominanz erreicht hat. Die condition postcoloniale ist dabei von einem Grundwiderspruch durchzogen: Einerseits sind die gesellschaftlichen Bedingungen für die Entwicklung eines moralischen und politischen Universalismus besser denn je. Andererseits haben euro- zentrische  universalistische Werkzeuge ihre Geltung verloren, da Diskurse darüber global und pluralistisch geworden sind. Wie lässt sich universalistisches Handeln und Denken im Zeichen von Dezentralität, Multiplizität und Simultaneität verstehen? Ausgehend von ethnographischer und künstlerisch- forschender Praxis entwickelt der Vortrag das Argument eines "bedingten Universalismus".

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Basiswissen: Finanzkapital

22.02.2020
10.03.2020, 19:00 Uhr - 10.03.2020

Buchvorstellung mit Lucas Zeise

Zum Buch
Dass in Gelddingen demokratische Regeln nichts gelten, wurde uns am Beispiel Griechenland drastisch vor Augen geführt: Auf das überwältigende Nein der Bevölkerung zum Diktat der Troika folgte das Ja der von ihr gewählten Regierung. Auch wenn es im Alltag parlamentarischer Republiken nicht immer offensichtlich ist, wird in Krisen deutlich, wie die Herrschaft des Finanzkapitals funktioniert. Wer ist dieses Finanzkapital, das Rudolf Hilferding 1909 und Lenin 1917 untersucht haben. Und wie herrscht es heute? Besonders interessiert Lucas Zeise dabei die Rolle des Geldkapitals, der Banken, Versicherungen, Hedgefonds und Schattenbanken. Wie kommt es, dass die Gläubiger-Schuldner-Beziehung die politischen Verhältnisse dominiert? Wie kommt es, dass sich die politisch Mächtigen unter dem Druck der Finanzmärkte befinden? Wer reguliert diese oder unterlässt es, sie zu regulieren? Wie funktioniert international die Hackordnung unter den Finanzkapitalisten? Warum dominiert immer noch der Dollar und wird er als dominante Währung abgelöst?

Lucas Zeise, *1944. Finanzjournalist seit mehr als zwanzig Jahren. Hat Philosophie und Volkswirtschaft studiert und im Laufe seines Berufslebens u. a. für das japanische Wirtschaftsministerium, die deutsche Aluminiumindustrie und die Frankfurter »Börsen-Zeitung« gearbeitet. War an der Gründung der »Financial Times Deutschland« beteiligt.

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»Was heißt hier eigentlich Verfassungsschutz? Ein Geheimdienst und seine Praxis«

22.02.2020
15.03.2020, 11:00 Uhr - 15.03.2020, 14:00 Uhr

Lesung und Diskussion mit Cornelia Kerth (Herausgeberin) und Martina Renner (MdB, Autorin des Beitrags »Die Landnahme des Geheimen – Eine parlamentarische Kontrolle findet nicht statt«). Eine Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten [VVN/BdA].

Zum Buch 

»Verfassungsschutz« – das klingt gut. Aber werden die mit diesem Namen geadelten Behörden ihrem Anspruch gerecht? Zahlreiche Skandale wie etwa das völlige Versagen beim Aufspüren der neonazistischen Terrorzelle »NSU« lassen daran zweifeln. Gleichwohl wurden in den letzten Jahren die Verfassungsschutzämter finanziell und personell aufgestockt und ihre Überwachungsbefugnisse noch erweitert. Dieser Sammelband nimmt Geschichte, Handlungsgrundlagen und aktuelle Praxis des Verfassungsschutzes unter die Lupe. Sind es wirklich nur »Pannen«, wenn dieser so wenig zur Aufklärung der Neonaziszene in Deutschland beiträgt? Welche Aufgaben weisen Grundgesetz und Fachgesetze den Geheimdiensten eigentlich zu? Wie sind die Vertuschung und Blockade bei der Aufdeckung terroristischer Netzwerke z. B. im NSU-Prozess zu erklären? Werden die parlamentarischen Kontrollgremien ihrer Aufgabe gerecht oder dienen sie lediglich als Feigenblatt für fragwürdige Aktivitäten? Welche Alternativen gibt es, um die demokratische Verfassungsordnung wirksam zu schützen?

Mit Beiträgen von Antonia von der Behrens, Rolf Gössner, Luca Heyer, Udo Kauß, Martin Kutscha, Till Müller-Heidelberg, Martina Renner, Niklas Schrader und Klaus Stein.

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All Eyes on Parliament: Rally for the Wet'suwet'en Nation, Canada

22.02.2020
24.02.2020, 09:00 Uhr - 24.02.2020, 18:00 Uhr

Ottawa, show up like never before!!!

We need to unite and keep up the pressure in solidarity with the Wet’suwet’en nation!

On Monday, February 24th, MPs are meeting all day. There is no other Ottawa, there is no other federal parliament housing those who are elected to make decisions on our behalf.

Join Indigenous Youth and their allies to pressure MPs to meet DEMANDS of the Wet'suwet'en to:
1. Get the RCMP off Wet’suwet’en land.
2. Get Coastal GasLink (CGL) off Wet’suwet’en land.
3. Meet with the Wet’suwet’en Hereditary Chiefs.

https://www.facebook.com/events/184130392865447/

https://indigenoussolidarityottawa.wordpress.com/2020/01/25/keep-up-the-pressure/

 

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Camover! Gegen Videoüberwachung & Rassismus in der Münsterstraße!

21.02.2020
29.02.2020, 12:00 Uhr - 29.02.2020

29.02.2020, 12:00 Uhr, Stadtteilspaziergang gegen Videoüberwachung; Start: Mehmet-Kubaşık-Platz (Dortmund)

29.02.2020, 16:00 Uhr, Stadtteilversammlung; Nordpol, Münsterstraße 99

Am 21. Januar 2020 teilte die Polizei Dortmund mit, dass die Münsterstraße ab dem Frühling 2020 mittels Videokameras überwacht wird.  Wir, ein Zusammenschluss aus Anwohner*innen, Antifaschist*innen und Mitglieder*innen von verschiedenen Parteien und linken Räumen wollen uns den Plänen einer Videoüberwachung rund um die Uhr durch die Polizeibehörde entgegenstellen. Unserer Meinung nach ist Videoüberwachung keine Antwort auf die verschiedenen sozialen Probleme in der Dortmunder Nordstadt. Videoüberwachung hilft weder bei Armut und Überschuldung, noch bei Drogensucht. Videoüberwachung verhindert keine Straftaten, sondern zeichnet diese höchstens auf. Videoüberwachung löst keine Probleme, sondern verdrängt sie lediglich in die nächste Straßenecke. 

Die Überwachungspläne der Polizei misachten die Persönlichkeitsrechte von uns Anwohner*innen. Kameras stempeln zukünftig jede Passant*in zur verdächtigen Person, und brandmarken die Münsterstraße zu einem angeblich gemeingefährlichen "Angstraum". Bei den Überwachten lösen Kameras ein Gefühl der Beklemmung und Einschüchterung aus. Zugleich wird Kameraüberwachung die rassistischen Personenkontrollen der Polizei verschärfen und der Versuch, Obdachlose, Arme und Drogensüchtige aus dem Stadtteil zu vertreiben befördern. Anstelle von Überwachung- und Verdrängungspolitik ist eine Politik gefragt, die sich den sozialen Problemen der Menschen vor Ort annimmt.  

Daher sagen wir: Nein zu Überwachung! Ja zu einer solidarischen Nordstadt!

Lasst und gemeinsam am 29.02.2020 um 12 Uhr (Mehmet-Kubaşık-Platz) bei einem Stadtteilspaziergang mit Redebeiträgen, Straßenkunstaktionen und Flyern mit den Anwohner*innen und Passant*innen der Münsterstraße ins Gespräch über die Überwachungspläne der Polizei kommen. Im Anschluß möchten wir gemeinsam mit unseren Nachbar*innen um 16 Uhr im Nordpol (Münsterstraße 99) eine Stadtteilversammlung abhalten, um zu diskutieren, welche Möglichkeiten von politischen und juristischen Widerstand gegen die Überwachung der Münsterstraße wir haben und wie bessere Lösungen zu den Problemen des Viertels aussehen könnten.

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Selbstverteidigung für Schwarze FLINT*

19.02.2020
22.02.2020, 11:00 Uhr - 22.02.2020, 16:00 Uhr

In diesem Workshop geht es darum, Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu gewinnen, die eigene Körperhaltung und Stimme einsetzen zu lernen sowie einfache, aber wirkungsvolle Techniken, um sich in grenzüberschreitenden oder bedrohlichen Situationen zu behaupten. Anmeldung unter: isdhannover@isdonline.de  

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Nordkreuz, Uniter & Co – Veranstaltung zu Rechtsterror

19.02.2020
18.03.2020, 19:00 Uhr - 18.03.2020, 21:00 Uhr

Der Fall Franco A., rechte Chatgruppen, der Verein Uniter, Feindeslisten und Drohbriefe: Wie weit reichen die rechten Netze in der Bundeswehr und der Polizei?

Der Referent Sebastian Wehrhahn gibt Einblicke in rechte Netzwerke und deren Verbindungen in Sicherheitsbehörden, zu Polizei und Militär.

Eintritt frei.

 

Weitere Termine in dieser Reihe

• Mittwoch, 18.03., 19 Uhr, Filmrisz (Rigaer Str. 103, Friedrichshain): Veranstaltung Nordkreuz, Uniter & Co – Veranstaltung zu Rechtsterror

• Sonntag, 29.03., 21 Uhr, Filmrisz (Rigaer Str. 103, Friedrichshain): Filmvorführung "Die Wahrheit liegt (lügt) in Rostock"

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Filmvorführung "Die Wahrheit liegt (lügt) in Rostock"

19.02.2020
29.03.2020, 21:00 Uhr - 29.03.2020, 23:00 Uhr

August 1992, Rostock - Lichtenhagen.

Die Polizei schaut zu, als Faschisten die Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge (ZAST) und ein Wohnheim von vietnamesischen Vertragsarbeitern mit Molotowcocktails angreifen. Eine Montage von Videomaterial, gedreht aus den angegriffenen Häusern heraus, Interviews mit Anti-FaschistInnen, den vietnamesischen VertragsarbeiterInnen, der Polizei, mit Bürokraten, Neonazis und Anwohnern.

Eine Dokumentation über das heimliche Einverständnis der Politik und über die verbreitete Angst.

BRD, Großbritannien 1993, 78 min, deutsche Originalfassung.

Eintritt frei.

 

 

Weitere Termine in dieser Reihe

• Mittwoch, 18.03., 19 Uhr, Filmrisz (Rigaer Str. 103, Friedrichshain): Veranstaltung Nordkreuz, Uniter & Co – Veranstaltung zu Rechtsterror

• Sonntag, 29.03., 21 Uhr, Filmrisz (Rigaer Str. 103, Friedrichshain): Filmvorführung "Die Wahrheit liegt (lügt) in Rostock"

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Digitale Gewalt bekämpfen

19.02.2020
20.03.2020, 10:00 Uhr - 20.03.2020, 18:00 Uhr

Gewalt gegen (BIPoC-)Frauen* hat durch das Internet eine neue, erweiterte Dimension erfahren. Für viele von ihnen ist digitale Gewalt an der Tagesordnung. Diskriminierungsstrukturen setzen sich ungehindert fort und gefährden somit Leben.


Unterschiedliche Akteur*innen sind, wie das Beispiel #netzohnegewalt zeigt, schon länger damit beschäftigt, Strategien im Umgang und in der Bekämpfung digitaler Gewalt gegen (BIPoC-) Frauen* zu erarbeiten und anzuwenden. Dabei zeigt sich, dass vor allem politische Ansätze, in Form von Gesetzen gegen digitale Gewalt vorzugehen, bisher entweder kaum vorhanden oder komplett unbefriedigend sind. So hat sich das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) wie erwartet als unzulängliches Gesetz erwiesen, um Betroffene besser zu schützen. Schlimmer noch, das Gesetz wird sogar missbraucht, um vor allem marginalisierte Menschen aus dem Netz zu verdrängen oder antirassistische Aktivist*innen zu bedrohen.


Die Konferenz knüpft an die langjährige Arbeit des Gunda-Werner-Institutes zu digitaler Gewalt an. Gemeinsam wollen wir in den Austausch kommen, Erarbeitetes fortführen und neue Strategien entwickeln.

Ablauf:


10:00 - 11:00 Begrüßung (mit Barbara Unmüßig, Vorständin Heinrich-Böll-Stiftung & Francesca Schmidt, Referentin feministische Netzpolitik)

11:00 - 11:20 Input 1: Rollback: Gewalt gegen Frauen im Fokus (mit Katrin Lange*, Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa)

11:25 - 11:45 Input 2: Digitale Gewalt gegen Frauen juristisch Regulieren (mit Dr. Anja Schmidt, Leiterin des DFG-Forschungsprojekts Pornografie & sexuelle Selbstbestimmung) 

11:45 - 12:00 Kaffeepause

12:00 - 15:00 Praktische Workshops: Hilfe zur Selbsthilfe (durchlaufend)

  1. Cybersecurity first (Leena Simon, Philosophin und Netzpolitologin)
  2. Gemeinsam kommunikative Gegenstrategien entwickeln

12:00 - 13:00 Workshopphase I:

  1. Juristische Strategien anwenden (mit Anna-Lena von Hodenberg, HateAid)
  2. Politische Strategien entwickeln (mit Renate Künast, MdB Bündnis 90/ Die Grüne)

13:00 - 14:00 Mittagspause

14:00 - 15:00 Workshopphase II

  1. Zivilcourage zeigen - Überall und immer (Johanna Mellentin, netzforma* e.V.)
  2. Digitale Partnerschaftliche und häusliche Gewalt erkennen und bekämpfen (Jenny Kerstin Bauer, bff)

15:00 - 15:30 Kaffeepause

15:30 - 17:00 Diskussion: Digitale Gewalt bekämpfen: Forderungen an Politik & Zivilgesellschaft

mit 
Renate Künast (MdB Bündnis 90/ Die Grüne)
Anke Domscheit-Berg (MdB, Die Linke)
Katja Grieger (Geschäftsführerin bff)
Sibel Schick (Journalistin & Autorin)

Moderation: Dr. Laura Dornheim (Sprecherin der LAG Netzpolitik, Grüne Berlin)

17:00 - 18:00 Vernetzung

 

*angefragt

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Das Elend der Liebe

18.02.2020
29.03.2020, 18:52 Uhr - 29.03.2020

Ein Interaktiver Abend  
Offene Lesebühne und Konzert

Musikalisch, künstlerische, philosophische Betrachtung über die Liebe

L'écritoire

29.3.20 um 19.00

Dorothea Mader-elektronische Flöte
Anja Oehming-Vocal
Korhan Erel-Elektronik
Leitung: Vincent Haubtmann

In der Welt verändern sich die Ansichten über die Liebe. Wird sich ihre Bedeutung weiter verändern? Und werden sich auch die Gedanken der Menschen durch die Emotion oder systematische Struktur verändern?
Fragen über die Liebe in unserer heutigen Zeit gehen die Musiker mit Witz, raffinierten Ideen inspiriert von Eva Illouz`s Buch "Warum Liebe weh tut" und anderen Literaten nach. Die Musik ist eine gelungene Verzahnung von Jazz- und klassischen Elementen mit experimenteller Elektronik.

Zu diesem theatralischen Konzert werden Autor-Innen wie wortgewandte Künstler auf die Bühne eingeladen, die ihre selbst geschriebenen Texte zu diesem Thema :„Das Elend der Liebe“ vorlesen.

Bis zu 7 Minuten dürfen die Texte dauern. Bei Überlänge bitte in mehrere kurze Passagen unterteilen.Anmeldung: Vincent Haubtmann, +49 163 13 27 250 oder per email: kontakt@lecritoire.de

 

 

 

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Filmvorführung "Blut muss fließen"

18.02.2020
01.03.2020, 20:00 Uhr - 01.03.2020, 22:30 Uhr

Das Filmriszkino (Rigaer Str. 103, Friedrichshain) zeigt die Doku "Blut muss fließen: Undercover unter Nazis" (D, 2012, 87 min.), die auf einer mehrjährigen verdeckten Recherche des Journalisten Thomas Kuban in der rechtsradikalen Musikszene basiert. Mit dem Regisseur Peter Ohlendorf diskutieren wir in Anschluss über das Thema. Die Veranstaltung wird gefördert von der Helle Panke e.V.

Alle Termine in dieser Reihe

Sonntag, 01.03., 20 Uhr, Filmrisz: Filmvorführung "Blut muss fließen. Untercover unter Nazis."

Mittwoch, 18.03., 19 Uhr, Filmrisz: Veranstaltung Nordkreuz, Uniter & Co – Veranstaltung zu Rechtsterror

Sonntag, 29.03., 21 Uhr, Filmrisz: Filmvorführung "Die Wahrheit liegt (lügt) in Rostock"

 

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