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Updated: 4 hours 12 min ago

Der große Kladderadatsch – Es lebe die Revolution!

02.04.2019
17.04.2019, 19:00 Uhr - 17.04.2019, 22:00 Uhr

Der große Kladderadatsch!“ – Es lebe die Revolution!
Theater

Mittwoch | 17. April 2019 | 19h

Das an der Volksbühne gegründete Obdachlosen-Theater ist am 17. April zu Gast. Die Gruppe hat das Stück “Der große Kladderadatsch! Es lebe die Revolution! weiterentwickelt und stellet es um 19h bei uns im Museum vor.

Zum Stück schreibt die Gruppe folgendes:
Die Basis für das Stück ist Daniel Anderson’s „Es lebe die Revolution!“ (1988), ein Gedenkprogramm zum 70. Jahrestag der Revolution von 1918/19. Ein Anlass für uns, um über das Stück und die Revolution neu nachzudenken.

Für uns sind die historischen Ereignisse dieses gigantischen gesellschaftlichen Umbruchs, der untrennbar verbunden ist mit dem Ende des 1. Weltkriegs, überaus interessant. Da sie die Bedingungen und Grundlagen für die politischen Entwicklungen bis heute schufen. Ein entscheidendes Ergebnis ist die parlamentarische Demokratie unter sozialdemokratischer Führung – der reformistische Flügel der SPD hatte sich durchgesetzt. Ein radikaler Umbruch –Sozialismus in Form einer Räterepublik ist gescheitert.

Wir sind die Erben dieser verratenen Revolution. Was machen wir mit der Erbschaft? Wir wollen das Verständnis wecken, dass REVOLUTION keine abstrakte Größe ist. Unser Ziel ist ein „lebendiger Geschichtsunterricht“. Wir wollen aktivieren, zu politischem Interesse anstiften und einem progressiven Umgang mit Geschichte anregen.

Mehr über die RATTEN 07:
Das seit 1992 an der Volksbühne entstandene Obdachlosentheater inszenierte bereits über 50 Produktionen, ist weit über die Grenzen Berlins bekannt und kann auf europaweite Gastspiele und Festivals zurückblicken. Mehr findet ihr auch auf ihrer Website.

Aufführung auf dt, Eintritt frei, Raum barrierearm. Mehr zur Veranstaltung und aktuelle Infos auch auf Facebook.

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Die Stadt gehört uns allen! Critical Mass und Kundgebung

02.04.2019
06.04.2019, 13:00 Uhr - 06.04.2019, 15:00 Uhr

Wir laden euch zu einer Critical Mass ein. Mit dieser Aktionsform eignen sich Radfahrer_innen den öffentlichen Raum an. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Gruppen ab 15 Fahrrädern die Straße benutzen.

Dabei radeln wir an verschiedenen Gentrifizierungs-Hot Spots vorbei. Anschließend wollen wir auf dem Küchengarten zusammenkommen, miteinander essen, schnacken, Musik und Redebeiträgen lauschen.

Der Stadt der steigenden Mieten, in der wenigen gehört, was alle brauchen, setzen wir unseren Zusammenhalt, unsere Vielfalt und Solidarität entgegen.

Wir wollen eine Stadt:

  • in der die Häuser fürs Wohnen und nicht für den Profit gebaut werden,
  • in der niemand in Notunterkünften, Heimen oder auf der Straße leben muss,
  • und in der Wohnraum, Boden und Natur Allgemeingut sind

Wohnraum darf keine Ware sein!

Eine Veranstaltung von: Kiezkollektiv – Solidarisches Mieter*innen Netzwerk; Nordstadt Solidarisch; Interventionistische Linke Hannover;

Teil des internationalen Aktionstags „Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn“

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Rote Zone Filmabend: The Wind that shakes the Barley

01.04.2019
25.04.2019, 20:00 Uhr - 25.04.2019, 23:00 Uhr

Ostern 1916 erhoben sich republikanische Kräfte in Irland. Die englischen Kolonialherren sollten vertrieben werden, um die Unabhängigkeit Irlands zu erkämpfen. Doch der Osteraufstand scheiterte und die Anführer wurden erschossen. Trotzdem markierte das Ereignis einen Wendepunkt.

Bei der Roten Zone, zeigen wir 103 Jahre später den Film The Wind that shakes the Barley (Ken Loach, I/GB/D/I/E/F, 2006, 124 Min.). Er zeigtt die Geschichte der Brüder Damien und Teddy nach dem Osteraufstand. Beide schließen sich der IRA an und beteiligen sich am antiimperialistischen Guerillakrieg.
Mit der umstrittenen Gründung der irischen Republik im Süden und der verbundenen Teilung des Landes, trennt sich auch der Weg der beiden. Während Teddy sich als Soldat der neuen Regierung verpflichtet, kämpft Damien weiter für die Unabhängigkeit der ganzen Insel.
Im Anschluss werfen wir Schlaglichter auf vergangene Episoden des Freiheitskampfes in Irland.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

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Gronauer Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage

01.04.2019
19.04.2019, 13:00 Uhr - 19.04.2019, 16:00 Uhr

Karfreitag, 19. April, startet die Auftaktkundgebung zum Gronauer Ostermarsch um 13 Uhr am Bahnhof Gronau – danach führt die Demo zur Urananreicherungsanlage.

Urananreicherung ist zivil wie friedenspolitisch extrem gefährlich – im westfälischen Gronau wie auch andernorts. Der Erhalt und Ausbau der Urananreicherung trägt in Deutschland und weltweit zur unverantwortlichen Fortsetzung der Atomenergienutzung sowie zum neuerlich angeheizten nuklearen Wettrüsten bei. Wir fordern deshalb die sofortige Beendigung der Urananreicherung in Gronau und weltweit – sowie die Umsetzung des von ICAN initiierten Atomwaffenverbotsvertrags.

Angereichert wird in Gronau für hochgefährliche Bröckelreaktoren wie Tihange und Doel, aber auch AKW im Kriegsgebiet der Ukraine sowie bis 2011 der Fukushima-Betreiber Tepco. Eine Stilllegung der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau und der benachbarten Brennelementefabrik Lingen lehnte der Bundestag jedoch gerade erst am 8. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima und zum 33. Jahrestag des Super-Gaus von Tschernobyl mit den Stimmen der Groko, der FDP und der AFD erneut ab.

Ganz aktuell will die Betreiberin der UAA Gronau und der benachbarten UAA Almelo, die deutsch-niederländisch-britische Urenco Ltd., nun mit Zustimmung der deutschen Anteilseigner RWE und EON in den USA auch in das Geschäft einer äußerst brisanten Höheranreicherung auf 19,75% U 235 für neue, mobile Klein-Reaktoren einsteigen – die Zentrifugentechnik dafür soll die Urenco-Tochter ETC neben dem Forschungszentrum Jülich liefern.

Das führt die Urananreicherung ganz nah an die kritische Grenze von 20% für atombombenfähig-angereichertes Uran, was neue Begehrlichkeiten wecken wird. Erste Interessenten sind wenig überraschend das US-Verteidigungsministerium, aber auch Saudi-Arabien.

Die Bundesregierung ist keine Zuschauerin, sondern selbst Akteurin!

Das alles geschieht mit ausdrücklicher Zustimmung und Billigung der Bundesregierung, die keine „nichtverbreitungspolitischen Bedenken“ hat. Damit heizt Deutschland das nukleare Wettrüsten an, anstatt auf friedliche und nicht-nukleare Optionen zu setzen.

Mit der Kündigung des INF-Mittelstreckenraketen-Vertrags und des Iran-Abkommens durch die Trump-Administration droht für Europa und Deutschland ohnehin ein neues atomares Wettrüsten. Beide INF-Vertragspartner, die USA und Russland, scheinen wenig Interesse daran zu haben, den INF-Vertrag in der verbleibenden Zeit bis Anfang August tatsächlich zu retten. Deutschland, die NATO und die EU zeigen dabei auf Russland als den einzigen Schuldigen und versäumen es, selbst konkrete und mögliche Schritte vorzuschlagen, wie ein neues atomares Wettrüsten vermieden werden kann. Europa kann damit zum neuen Kriegsschauplatz werden.

Friedliche Konfliktlösung & Atomausstieg statt Eskalation und Wettrüsten!

Umso wichtiger ist es, dass wir auf zivile Konfliktlösungen und ein Ende der Atomenergienutzung setzen. Die sofortige Beendigung der Urananreicherung ist dafür ein zentraler Schlüssel, um den „einfachsten
Weg zur Atombombe“ zu verbauen und die Belieferung von Hochrisikoreaktoren zu unterbinden. Anstatt unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen und politische Ziele wie Arbeitsplätze, Kohleausstieg und Atomausstieg gegeneinander auszuspielen sowie das internationale Wettrüsten anzuheizen, setzen wir uns für solidarisches Miteinander ein. Dafür gehen wir am 19. April beim Ostermarsch zur UAA Gronau gemeinsam mit Friedens- und Anti-Atom-Initiativen aus dem In- und Ausland gemeinsam auf die Straße!!

Konkrete Schritte für Frieden und Abrüstung – in Gronau und anderswo:

  • Stilllegung der Urananreicherungsanlagen in Gronau Almelo!
  • Beendigung der Uran-Zentrifugenentwicklung durch das Urenco-Joint-Venture in Jülich!
  • Exportstopp für angereichertes Uran aus Gronau und Brennelemente aus Lingen!
  • Beitritt zum von ICAN initiierten internationalen Atomwaffenverbotsvertrag!
  • Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel statt deren Modernisierung!
  • Kein zerstörerisches Wettrüsten – weder atomar noch „konventionell“!
  • Keine Beteiligung an einer neuen Atomspirale – kompletter Atomausstieg jetzt!

 

 

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Decolonize

01.04.2019
11.04.2019, 18:00 Uhr - 11.04.2019, 21:00 Uhr

Die Debatte über die Rückgabe kolonialer Raubkunst hat Forderungen nach einer kritischen Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit neuen Auftrieb gegeben. Aber auf dem Weg zu einer umfassenden postkolonialen Erinnerungskultur gibt es viele Aufgaben und Herausforderungen, nicht nur im Kulturbetrieb. Eine echte “Dekolonisierung“ umfasst diverse gesellschaftliche und politische Themenbereiche – und jede Menge Widerstände. Wo stehen wir, wo wollen wir hin und wo kann Berlin vorangehen?

Eine Veranstaltung von Grüne Fraktion Berlin 

Bild: Daniel Bockwoldt dpa

 

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Klimawandel und Energiearmut - mit Gesine Lötzsch und Steffen Kühne

01.04.2019
17.04.2019, 19:30 Uhr - 17.04.2019, 21:00 Uhr

Ohne Energie geht nichts. Die Bänder stehen still, die Bude bleibt kalt, im Club ist Sense und aus Nudeln mit Ketchup wird Ketchup. Das Problem ist real: Über zehn Prozent der EU-Bürger*innen sind von Energiearmut betroffen und können etwa im Winter nicht heizen. Der Zugang zu Energie als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge muss ein soziales Grundrecht sein! Niemand soll frieren, ein gutes Leben für alle! Gleichzeitig stellt der Klimawandel die größte Herausforderung unserer Zeit dar – er bedroht die Existenzgrundlage vieler Menschen und verschärft die globale soziale Ungleichheit.

Wir wollen einen Sozialökologischen Umbau unserer Gesellschaft! Aber wie soll eine sozial und ökologisch verträgliche Energiepolitik aussehen? Lasst uns diskutieren über eine Europäische Energiedemokratie, die Vergesellschaftung der Stromkonzerne und einen ökologischen Sozialismus.

Darüber diskutiert Gesine Lötzsch (MdB, Fraktion DIE LINKE) mit Steffen Kühne (Referent für Sozialökologischen Umbau der Rosa-Luxemburg-Stiftung).

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Update 40.0

01.04.2019
10.04.2019, 18:00 Uhr - 10.04.2019, 21:00 Uhr

Die digitale Revolution hat den analogen Zeitungsmarkt überrollt. Und was macht die vierzigjährige taz? Baut sich ein Haus, schwärmt von ihrer „Community“ und setzt auf eine „digitale Transformation“, die auch weiterhin Raum für Kritik und Eigensinn geben soll. Die Abschaffung der täglich gedruckten taz steht bereits auf dem Programm. Kann das gut gehen?

Detlef Berentzen, Rundfunkautor (und selbst tazler der frühen Jahre), hat die taz und ihre AkteurInnen monatelang akustisch begleitet und stellt sein Hörfunk-Feature (SWR/WDR) am Abend der Erstausstrahlung vor. Come and listen!

Eintritt frei

Bild: Detlef Berentzen (db)

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"We have built cities for you" — Widersprüche des jugoslawischen Sozialismus

31.03.2019
26.04.2019, 20:00 Uhr - 26.04.2019

Der Sammelband »We have built cities for you« [Link] ist aus der Zusammenarbeit einer Gruppe von Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus allen Republiken des ehemaligen Jugoslawiens entstanden und versucht, die Komplexität und Widersprüche des sozialistischen Jugoslawiens in seiner finalen Phase zu reflektieren. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht das Thema Arbeit. Die 1980er waren in Jugoslawien von massiven Streiks und Reformen im Bereich der Arbeit geprägt. Im Vortrag sollen aber auch Parallelen zwischen dem Jugoslawien der 80er-Jahre und aktuellen Entwicklungen in der Europäischen Union angesprochen werden. Damals wie heute haben wirtschaftliche Krisen zum Erstarken nationalistischer Kräfte geführt.

Mag.a Lidija Krienzer-Radojević ist Kulturanthropologin. Sie hat am Institut für Zeitgenössische Kunst der TU Graz gelehrt und war bis 2014 Mitarbeiterin der Universität Ljubljana. Sie ist Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark. Ihr Forschungsinteresse bezieht sich auf die soziale Integration der kapitalistischen Verhältnisse in das gesellschaftliche Leben.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Kunst, Spektakel & Revolution" - eine Kooperation des Bildungskollekivs BiKo e.V. und der ACC Galerie Weimar, unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

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"Der ganze Südosten ist unser Hinterland" — 150 Jahre deutscher Politik gegen einen jugoslawischen Staat

31.03.2019
11.04.2019, 20:00 Uhr - 11.04.2019

Seit Beginn der deutschen Nationalökonomie wurde Südosteuropa als abhängiges Ergänzungsgebiet eines großdeutschen Reiches verplant. Bereits in den Debatten der Frankfurter Paulskirchenversammlung von 1848 wurde die Verhinderung eines eigenständigen, wirtschaftlich starken jugo-(das heißt süd-)slawischen Staates als zentrales Ziel deutscher Politik propagiert. Im August 1914 zogen deutsche und österreichische Soldaten mit der Parole „Serbien muss sterbien“ in den Ersten Weltkrieg. Nach der Kriegsniederlage des wilhelminischen Kaiserreiches erfolgte die Gründung Jugoslawiens nicht zuletzt als Widerstandsakt gegen den „deutschen Drang nach Osten“. Doch die deutschen Bombenangriffe auf Belgrad im April 1941 führten zur Zerschlagung des ersten jugoslawischen Staates. Nach der Rückeroberung Belgrads durch die Tito-Partisanen und die Rote Armee und dem Sieg der Alliierten über den Nationalsozialismus erfolgte die zweite Gründung Jugoslawiens als Sozialistische und Föderalistische Republik. Die Wiedervereinigung und die Wirtschaftskrise Jugoslawiens in den 1980er Jahren ermöglichte der Regierung unter Kohl und Genscher ein Anknüpfen an die Pläne des Kaiserreiches und des Nationalsozialismus. Die von ihr durchgesetzte staatliche Separierung Sloweniens und Kroatiens bedeutete die zweite Zerschlagung Jugoslawiens und hatte den Bosnien-Krieg von 1992-95 und den Kosovokrieg von 1999 zur Folge.

Klaus Thörner ist Autor des Buches »Der ganze Südosten ist unser Hinterland. Deutsche Südosteuropapläne von 1840 bis 1945« (ça ira, 2008).

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Kunst, Spektakel & Revolution" - eine Kooperation des Bildungskollekivs BiKo e.V. und der ACC Galerie Weimar, unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

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Kosmopolitische Solidarität

31.03.2019
07.04.2019, 18:00 Uhr - 07.04.2019, 20:15 Uhr

Kosmopolitische Solidarität

Solidarität ist ein schillernder Begriff, der seit langem zum festen Repertoire linker Politik ge­hört. Um- stritten ist zuweilen, wie weit sie reicht und wem sie gelten kann. Diese Fragen sind indes keineswegs nur moralphilosophische. Der Ruf nach Solidarität baut vielmehr sowohl auf der Annahme der Gleichheit als auch auf realen Beziehungsnetzen, die uns miteinander ver­binden und die uns affizieren.

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Neue Rechte und die Medien

29.03.2019
11.04.2019, 19:00 Uhr - 11.04.2019, 21:00 Uhr

Wird Hetze zum Normalzustand?

Rechte Bewegungen und die AfD sind im Aufwind: Durch Bundes- und Landtagsmandate können sich ihre Netzwerke langfristig in der politischen Landschaft verankern. Durch Parlamentsarbeit, neugegründete Stiftungen oder berufene Rundfunkräte ist in den nächsten Jahren mit einem starken Rechtsruck im gesellschaftlichen Diskurs zu rechnen. Was bedeutet das für die Medienlandschaft in Deutschland? Ist der öffentlich-rechtliche-Rundfunk in Gefahr? Und wird der Umgangston rauer?

Schon jetzt werden Journalisten von linken aber auch öffentlich-rechtlichen und bürgerlichen Medien scharf angegriffen und teilweise auch in ihrer Arbeit behindert: Könnte die Aggression noch zunehmen?

Wir diskutieren mit: 

Michael Bonvalot, Journalist und Buchautor aus Wien, FPÖ-Experte

Malene Gürgen, taz Redakteurin, Expertin Neue Rechte

Moderation:

Susanne Götze, freie Journalistin

Eintritt frei

Eine Veranstaltung von Linke Medienakademie e.V.

Bild: T. Chick McClure, unsplash

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Critical Mass Esslingen im April 2019

28.03.2019
19.04.2019, 18:00 Uhr - 19.04.2019

Fahrrad Fahren auf Esslingens Straßen mit guter Laune.

Anschließend Radlerstammtisch und Austausch guter Ideen für bessere Radinfrastruktur.

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Zu Fuss gehen - die meistunterschätzte Verkehrsart

28.03.2019
02.04.2019, 19:30 Uhr - 02.04.2019, 21:00 Uhr

Vortrag von Dr. Ingo Rohlfs, Landessprecher des Fachverbands Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. und Jörg Exner, Soziologe und Fußweg-Entdecker


Verkehrsprobleme – Stau – Parkplatznot: Welche Lösungen fallen Ihnen ein? Sie haben Ideen? Vermutlich liegen Sie falsch!

Dr. Ingo Rohlfs, Landessprecher des FUSS e. V., stellt in einer kurzen Revue die aktuellen und überraschenden Fakten dazu vor und unternimmt einen Ausblick auf die Wegrichtung, die zu gehen ist. Und warum man dem Boden unter seinen Füßen trauen darf. Im Anschluss daran wirft Jörg Exner einen soziologischen Blick auf Mobilität und das Zufußgehen und berichtet vor diesem Hintergrund über den Versuch, zwei historische Fußwegverbindungen im Esslinger Stadtteil RSKN wiederzubeleben. 

Veranstalter: VCD Esslingen, Bündnis Esslingen aufs Rad, ADFC Esslingen

Veranstaltungsort: Forum Esslingen, Schelztorstraße 38, 73728 Esslingen

Eintritt frei

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Die unvollendete Revolution 1918/1919

28.03.2019
29.03.2019, 19:00 Uhr - 30.03.2019, 18:30 Uhr

Über hundert Jahre sind vergangen, seit die deutsche Arbeiterbewegung versucht hatte, die Ursachen der Barbarei des I. Weltkrieges zu beseitigen. Über alle politischen Differenzen der Arbeiterorganisationen (SPD, USP, Spartakusbund) hinweg hatte der erste allgemeine Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte 1918 mit überwältigender Mehrheit gefordert: 

  • die Beseitigung des Militarismus,

  • die Sozialisierung der großen Schlüsselindustrien und deren unmittelbare Einleitung durch die Enteignung des Bergbaus.

Diese Forderungen konnten nicht durchgesetzt werden. Der Einfluss der alten monarchistischen Kräfte und der besitzenden Klassen, der Unternehmer und des preußischen Landadels auf die Verwaltung der Weimarer Republik und auf das Militär blieben erhalten. Das waren die Kräfte, die den Aufstieg der Nationalsozialisten förderten und dem Faschismus 1933 zur Macht verhalfen. Damit wurden auch alle sozialen Errungenschaften der Weimarer Republik, wie beispielsweise die Anerkennung der Gewerkschaften als Tarifpartner und das Betriebsrätegesetz, beseitigt. 

Nach dieser zweiten großen Katastrophe des 20. Jahrhunderts und der militärischen Niederlage des faschistischen Deutschland entstanden spontan in allen Besatzungszonen Bestrebungen, die an die Forderungen vom November 1918 anknüpften: Nie wieder Krieg, nie wieder Aufrüstung, Sozialisierung des großen Kapitals (Schwur von Buchenwald, Volksabstimmungen über Sozialisierung). Es waren die Arbeiterinnen und Arbeiter, die unmittelbar nach Kriegsende die Produktion wieder in Gang setzten, während die NS-belasteten Eigentümer und Betriebsleiter der Industrie abgetaucht waren. Wie wir wissen, hatten in den westlichen Besatzungszonen und der BRD die Bestrebungen, mit der kapitalistischen Wirtschaftsordnung zu brechen, keinen Erfolg. Mit der Sicherung der kapitalistischen Eigentumsordnung wurde zugleich eine Arbeits- und Sozialordnung geschaffen, die auf den Grundlagen der Weimarer Republik beruhte.

In den fast drei Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung mussten wir erleben, wie die sozialen, gewerkschaftlichen und demokratischen Regelungen der alten BRD in Frage gestellt und abgebaut wurden. Ein immer größerer Teil der abhängig Beschäftigten fällt aus der Tarifbindung. Die Zahl der Betriebe ohne Betriebsräte nimmt zu. Wo sie existieren, stehen sie immer stärker unter dem Druck durch die Geschäftsleitungen, werden diffamiert und oft unter fadenscheinigen Gründen entlassen. Enteignet wird nicht das Kapital, sondern die sozialen Sicherungssysteme werden geschwächt und staatliche, kommunale und städtische Betriebe und Einrichtungen privatisiert. Zugleich boomt die Rüstungsindustrie und der Waffenexport. Seit dem Krieg gegen Jugoslawien ist die Bundeswehr an zahlreichen militärischen Interventionen beteiligt, von Afghanistan bis nach Afrika.

Auf unserem Symposium wollen wir Rückschau halten und aktuelle Fragen aufwerfen. 

Wie lassen sich die sozialen und demokratischen Rechte, die auf die Novemberrevolution zurückgehen, heute verteidigen?

Welche nicht erfüllten Erwartungen und Forderungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, wo gibt es Ansätze für eine breite soziale Bewegung, um die Übermacht des Kapitals heute zurückzudrängen?

Welche Bedeutung kommt den Beschäftigten, den Betriebsräten und den Gewerkschaften dabei zu?

 

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Kolumbien : Antimilitarismus und Kriegsdienstverweigerung

28.03.2019
18.04.2019, 19:00 Uhr - 18.04.2019, 22:00 Uhr

Mit dem Politologen und Kriegsdienstverweigerer Martín Emilio Rodríguez Colorado aus Bogotá

Ende 2016 wurde zwischen der kolumbianischen Regierung unter Präsident Juan Manuel Santos und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) ein Friedensabkommen abgeschlossen.
Die Hoffnung war, damit einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg im Land zu beenden. Weiterhin gibt es jedoch bewaffnete Auseinandersetzungen von Militär, Paramilitärs, ehemaligen Teilen der FARC und anderen Guerrilla­gruppen.

Zudem fordert der derzeitige Präsident Iván Duque das Friedensabkommen einseitig abzuändern. Vertreter der ursprünglichen Verhandlungsparteien des Friedensvertrages sehen dieses Vorgehen als schädlich für die Umsetzung an.

Der bei der antimilitaristischen Gruppe La Tulpa aktive Martín Emilio Rodríguez Colorado sieht mit diesem Vorgehen der Regierung auch die in den letzten acht Jahren erfolgten Verbesserungen zur Kriegsdienstverweigerung in Gefahr, die 2017 in eine Gesetzesänderung und Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung mündeten.

Martín Emilio Rodríguez Colorado wird auf der Veranstaltung über die aktuelle Entwicklung in Kolumbien berichten. Er wird auch die Arbeit von La Tulpa zur Kriegsdienstverweigerung und gegen die Militarisierung des Landes vorstellen. Zudem möchte er mit dieser Veranstaltung zur Teilnahme an einer internationalen Konferenz der War Resisters‘ International einladen, die vom 30. Juli bis 1. August 2019 in Bogotá stattfinden wird.

https://de.connection-ev.org/veranstaltungen

 

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Frauenarmut

28.03.2019
04.04.2019, 19:00 Uhr - 04.04.2019, 22:00 Uhr

mit Gisela Notz

Frauen leisten einen Großteil der Sorgearbeit und haben es schwer, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu organisieren. Resultat von unterbrochenen Erwerbsbiographien, Niedriglöhnen und viel Teilzeitarbeit ist eine kleine Rente, weshalb Frauen im Alter noch zum Sozialamt müssen. Viele Frauen schämen sich und scheuen den Gang zum Amt. Eines der größten Armutsrisiken ist: eine Frau zu sein.

Wir von der solidarischen Aktion Neukölln setzen auf eine solidarische Organisierung, statt Vereinzelung und Scham. Armut ist kein Individuelles Problem, sondern hat System. Und das wollen wir ändern!

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FES | Einladung | Vortrag des Vizepräsidenten Boliviens | 10. April 2019 | Ibero-Amerikanisches Institut

28.03.2019
10.04.2019, 18:00 Uhr - 10.04.2019, 20:00 Uhr

In Bolivien werden im Oktober 2019 Präsidentschaftswahlen stattfinden. Evo Morales kandidiert erneut für dieses Amt. Seit dem Beginn der Regierung Morales im Januar 2006 durchläuft Bolivien einen tiefgreifenden Wandel. Die Verfassung aus dem Jahr 2009 erklärt Bolivien zu einem plurinationalen Staat, ergänzt die politisch-bürgerlichen Menschenrechte um weitreichende sozio-ökonomische und indigene Rechte und gibt dem Land ein plurales Demokratiemodell, ein duales Rechtssystem sowie eine gemischte Wirtschaftsordnung. Gestützt wird die Regierung dabei von einer breit aufgestellten politischen Bewegung, dem Movimiento al Socialismo (MAS).

In der Region Lateinamerika haben sich jedoch die politischen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren verschoben. Mit den Wahlsiegen konservativer Regierungen in Ländern wie Argentinien oder Chile, dem Sieg des rechtsextremen Jair Bolsonaro in Brasilien werden Wirtschaftspolitiken umgesetzt, die Sozialausgaben abbauen und Märkte liberalisieren und deregulieren wollen. Venezuela wiederum steht für das Scheitern eines politischen Projektes.

Álvaro García Linera, Vizepräsident Boliviens und intellektueller Vordenker des bolivianischen Transformationsprojektes, wird über vor diesem Hintergrund über die „Krise des Globalisismus und die Wiedererfindung der Linken“ sprechen.

Wir laden Sie herzlich zu diesem Vortrag ein.

Wir laden Sie herzlich zu diesem Vortrag ein.

Mittwoch, 10. April 2019 um 18.00 Uhr,
Ibero-Amerikanisches Institut
Potsdamer Straße 37
10785 Berlin

Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht (span. <=> dt.).

Anmeldung erbeten bis zum 8. April 2019 an: registration@iai.spk-berlin.de

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung, des Ibero-Amerikanischen Instituts und der Bolivianischen Botschaft.

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Berlin doesn't love you

28.03.2019
11.04.2019, 18:00 Uhr - 11.04.2019, 20:00 Uhr

Wie Metropolen Tourimus nachhaltig gestalten können

Betrunkene grölen nachts laut auf den Straßen. Ganze Häuser werden zu Hostels umfunktioniert. Traditionsreiche Kneipen müssen schicken Bars oder gesichtslosen Touristenfallen weichen. Und die Mieten für Läden und Wohnungen steigen. Kein Zweifel: Städtetourismus ist eine zweischneidige Sache.

Viele Besucher*innen bedeuten einerseits viele Einnahmen. Andererseits werden die Gäste aus aller Welt für die Einheimischen schnell zur Plage, wenn sie allzu konzentriert in bestimmten Städten oder Vierteln auftreten. In den Berliner Stadtteilen Kreuzberg und Neukölln zieren viele Straßenlaternen oder Werbeflächen Aufkleber, die ein durchgestrichenes Herz zeigen: „Berlin liebt Dich nicht“ lautet die eindeutige Botschaft an die Tourist*innen. In der Innenstadt von Barcelona demonstrierten erboste Einwohner*innen 2017 mit Plakaten: „Gebt uns unsere Stadt zurück!“ Und auch im marokkanischen Marrakesch beklagen viele Menschen, dass die kulturhistorisch wertvolle Altstadt, die Medina, dem Tourismus geopfert worden sei.

Wie können Städte  vom Tourismus profitieren, ohne dabei ihre kulturellen Schätze zu gefährden? Wie lässt sich der Charakter einer Stadt bewahren, wenn Millionen Gäste unterzubringen, zu verpflegen und zu unterhalten sind? Welche Konzepte gibt es, um auch in international gefragten Touristendestinationen ein „normales“ Leben zu ermöglichen?

Wir diskutieren mit:

Karam Amzil, Regionaldirektion Umwelt Region Marrakesch, Marokko

Stefan Brandt, TU Berlin

Karl Hochholzner, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Annette Paatzsch, Forum anders Reisen e.V.

Moderation: Dr. Anneke Hudalla, Europäische Akademie Berlin

Anmeldung bitte über die Webseite der Europäischen Akademie Berlin.

Eine Veranstaltung von Baladiya in Kooperation mit der taz. 

Eintritt frei

Bild: unsplash

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Geschickt kaschiert

27.03.2019
03.04.2019, 17:30 Uhr - 03.04.2019, 20:00 Uhr

Was tun gegen das Verfangen rechter Positionen in der Mitte der Gesellschaft?

Rechtspopulistische Akteurinnen und Akteure verbreiten Anschauungen, die pauschal abwertend und verurteilend sind, kaschieren diese geschickt oder bezeichnen sie als bürgerlich. Gleichzeitig sind sie kompatibel mit bereits bestehenden Ressentiments. Gerade deshalb werden sie häufig von anderen politischen Kräften und in Medien allzu leichtfertig und unkritisch übernommen und reproduziert. So können rechte Positionen und Narrative weit in liberale oder linke Milieus hinein verfangen.

Was können wir alle tun, um gesamtgesellschaftlich wieder stärker einen demokratischen, anti-diskriminierenden Diskurs zu führen? Wie können wir die Verwischung und Vertuschung rechtsextremer Positionen besser aufdecken?

Wie können wir gemeinsam diejenigen stärken, die unter Druck geraten, weil sie sich für Vielfalt und gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen?

Die grüne Bundestagsfraktion diskutiert mit:

Andreas Speit, Autor und Journalist

Prof. Cordelia Heß, Universität Greifswald

Daniel Gyamerah, Vorstand Neue Deutsche Organisationen 

Prof. Esther Lehnert, Alice Salomon Hochschule Berlin

Moderation: Dinah Riese, taz Redakteurin

Eintritt frei

Eine Veranstaltung von Bündnis 90/ Die Grünen Bundestagsfraktion

Bild: Bündnis 90/ Die Grünen Bundestagsfraktion

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Wie soll die Zivilgesellschaft mit dem Rechtspopulismus umgehen?

26.03.2019
25.04.2019, 19:00 Uhr - 25.04.2019

Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen von linken Gruppen, Initiativen und NGOs aus dem Haus der Demokratie und Menschenrechte

Politisch und gesellschaftlich sehen sich viele sozial Bewegte mit veränderten Ausgangsbedingungen konfrontiert. Populistische Argumente und Diskussionsstile begegnen uns mittlerweile im Alltag. Neben den Diskursverschiebungen der letzten Jahre gibt es inzwischen nicht nur eine starke rechtsnationalistische Partei im deutschen Parlament, sondern auch eine immer stärker werdende rechte Bewegung, die reaktionär-konservativ und offen völkisch nationalistisch auftritt. Sie alle arbeiten gezielt innerhalb des rechtsstaatlichen Rahmens und unter Verwendung demokratischer Mittel an der Durchsetzung ihrer politischen Zielsetzungen, einem letztendlich autoritären Staat.

Die Gesellschaft ist in einer bisher unbekannten Weise polarisiert und wir müssen die Frage stellen, wie wir uns angesichts dieser Herausforderungen verhalten. In welcher Art und Weise sollte die Abgrenzung zu rechten Bewegungen und Parteien erfolgen, die sich bekanntermaßen im offiziellen politischen Raum verorten? Kann es eine Zusammenarbeit mit ihnen geben? Was, wenn der populistische oder extrem rechte Charakter unklar bleibt, sich hinter einer scheinbar legitimen politischen Forderung – wie etwa der Aberkennung der Gemeinnützigkeit – verbirgt? Wie schwierig ist es, den Charakter rechter Gruppen und deren Anliegen zu erkennen? Und können sich die NGOs, Initiativen und sozialen Gruppen, die sich dem linken Bewegungsspektrum zuordnen, dabei gegenseitig unterstützen?

Diese und andere Fragen wollen wir an die Podiumsteilnehmer*innen richten und damit eine schwierige, aber notwendige Diskussion eröffnen.

Podium:

  • Pia Paust-Lassen, Vorstand Berlin 21 e.V.
  • Michael Reckordt, Powershift e.V.
  • Alexander Spies, Mitglied des Landesvorstands der Humanistischen Union Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.
  • Jörg Mitzlaff, Geschäftsführer openPetition gGmbH

Moderation: Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung

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