bewegung.taz.de

Subscribe to bewegung.taz.de feed
Updated: 2 hours 48 min ago

Von Pflege-, Klima- und Mieter*innenkämpfen. Lesung mit der Autorin Julia Fritzsche (Edition Nautilus)

19.12.2019
16.01.2020, 19:00 Uhr - 16.01.2020, 21:00 Uhr

Julia Fritzsche, Mit freundlicher Genehmigung von Edition Nautilus, Foto: Julia Fritzsche

Moderation: Dietrich Krauß, Autor der «Anstalt» im ZDF

Ein selbstbewusstes Plädoyer für die neue linke Erzählung, die wir jetzt so dringend brauchen. Aus der bedrängenden Gegenwart schlagen vor allem die Rechten Kapital – dabei sind es linke Themen, die zentral für eine bessere Gesellschaft sind, und sie werden längst angepackt. Julia Fritzsche trägt sie zusammen: Elemente zu einer verführerischen, begeisternden linken Erzählung, die einerseits die soziale Frage völlig neu und den Kapitalismus wieder in Frage stellt, andererseits keinen Rückschritt in Sachen Diversity macht. Anhand der großen Themen Care, Ökologie, Wohnen, Migration und Queerness geht die Autorin auf Spurensuche: bei streikenden Pflegekräften, bei Indigenen in den Anden, die gegen Ölförderung auf ihrem Land kämpfen, bei Stadtnetzwerken und Flüchtlingshelferinnen, beim Slut Walk. Sie hat die Menschen in ihrem Alltag begleitet und mit ihnen gemeinsam weitergesucht. Überall findet sie Geschichten, die von einem anderen, besseren Leben erzählen, und Menschen, die es schon umsetzen: Ein Leben und Arbeiten, das an den Bedürfnissen der Menschen und nicht an ihrer Verwertbarkeit ausgerichtet ist. Wirkliche soziale Gerechtigkeit statt nur ein bisschen Umverteilung – Klassenfrage und Minderheitenschutz zusammengedacht. Julia Fritzsche zeigt, was die verschiedenen Ansätze gemeinsam haben und wie sich alte und neue linke Ideen, feministische, ökologische, soziale und migrationspolitische Entwürfe zu einer Erzählung zusammenführen lassen, die das Potenzial hat, die Welt zu verändern.

Julia Fritzsche, geboren 1983, ist Journalistin, sie schreibt für den Bayerischen Rundfunk, arte, «analyse und kritik» u. a. Sie lebt in München. Für ihr Hörfunk-Feature «Stell dich nicht so an! Indizien für eine Rape Culture» (zusammen mit Laura Freisberg) bekam sie den Juliane Bartel Medienpreis 2013. Ihr Feature «Prolls, Assis und Schmarotzer!» Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet (zusammen mit Sebastian Dörfler) wurde 2016 mit dem 2. Preis des Otto-Brenner-Preises sowie mit dem Deutschen Sozialpreis ausgezeichnet. Das Feature »Das Pogrom von Hoyerswerda: Eine Reise in die Gegenwart» (ebenfalls mit Sebastian Dörfler) erhielt den Pechmannpreis 2018. Ihr aktuelles Buch «Tiefrot und radikal bunt - für eine neue linke Erzählung» ist 2019 (Edition Nautilus) erschienen.

Dietrich Krauß, geboren 1965 in Gerabronn, studierte Journalistik an der Universität München, promovierte in politischer Philosophie und tourte bis 2000 selbst als Kabarettist. Ab 1994 war er Redakteur beim SWR-Fernsehen, arbeitete als  Autor für ARD-Wirtschafts- und Politikmagazine, von 2012 auch für die heute show. Seit 2014 ist er Autor der „Anstalt“ im ZDF. Dietrich Krauß wurde u.a. mit dem Ernst Schneider Preis für Wirtschaftsfilm sowie dem Deutschen Comedy Preis ausgezeichnet.

Eintritt frei - Spenden erwünscht!

Categories:

Die Wohnungsfrage. 150 Jahre - aktuell wie nie

19.12.2019
16.01.2020, 18:00 Uhr - 16.01.2020, 20:00 Uhr

Workshop mit Peter Schadt (Gewerkschaftssekretär DGB - Region Nordwürttemberg)

DassWohnen in einem entwickelten Kapitalismus nicht einfach eine Selbstverständlichkeit ist, wusste schon Friedrich Engels in seinem Aufsatz zur Wohnungsfrage 1873. Offensichtlich hat sich seit dem vielleicht einiges, aber das nicht verändert: Wohnen muss sich lohnen, damit es stattfindet – und das nicht für die Bewohner, sondern für den Eigentümer der Wohnung. Das besonders seit der Finanzkrise 2007ff immer mehr Kapital auf den Wohnungsmarkt drängt, soll im Workshop ursächlich erklärt werden – einige Folgen können allerdings mit einem Blick auf den Wohnungsmarkt leicht identifiziert werden: Offensichtlich wird es immer schwieriger in Großstädten noch bezahlbaren Wohnraum zu finden. Was es mit dem Finanzkapital zu tun hat und wie unbearbeiteter Boden überhaupt zu Ware wird, obwohl er kein Produkt von Arbeit ist – das soll Gegenstand dieses Workshops zur Wohnungsfrage sein.

Categories:

"Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale". Eine Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung zur Geschichte und Politik der Treuhand

19.12.2019
13.01.2020, 18:00 Uhr - 11.02.2020, 20:00 Uhr

Eröffnung am 13. Januar, 18:00 Uhr, 
Lesung/Gespräch am 03. Februrar, 18:00 Uhr, Aula der PH Heidelberg (Keplerstr. 87)
Ausstellungsort: Hauptgang im Erdgeschoß der PH Heidelberg (Keplerstr. 87)
Ausstellungszeit: 13. Januar bis 11. Februar - werktags von 07:00-20:00 Uhr

30 Jahre politische Wende in der DDR, die Grenzöffnung und die deutsche Vereinigung rufen viele Erinnerungen wach. Ein Kapitel beschäftigt die Menschen in Ost und West nach wie vor besonders stark: das Agieren der Treuhandanstalt. Die Perspektiven der Menschen in den «Neuen Bundesländern» auf das Agieren der Treuhandanstalt sind oftmals anders als der Blick der Menschen aus der ehemaligen BRD.  

Laut Gesetz sollte die Treuhand das ehemalige volkseigene Vermögen privatisieren und Arbeitsplätze sichern sowie neue schaffen. Die Realität stellte sich für die Menschen in den «Neuen Bundesländern» oftmals anders dar: Unzählige Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Millionen Menschen wurden quasi über Nacht arbeitslos und hatten plötzlich Existenzangst. Individuelle Lebensleistungen, berufliche Qualifikationen aus 40 Jahren DDR und die Emanzipationserfahrungen der Jahre 1989/90 schienen nichts mehr wert. Viele haben das Agieren der Treuhand wie einen Schicksalsschlag empfunden, haben ihre Arbeitslosigkeit hingenommen. Wer sich gegen das vermeintliche Schicksal zur Wehr gesetzt, gegen die Betriebsschließung und für seinen Arbeitsplatz gekämpft hatte, sah sich oft damit konfrontiert, dass dieser Einsatz nicht dazu geführt hat, dass die Arbeitsplätze erhalten wurden.

Dieser Wahrnehmung steht eine andere gegenüber, wonach das Handeln der Treuhand ohne realistische Alternative war. Die Betriebsschließungen und die damit verbundenen Entlassungen seien notwendig gewesen, um die Voraussetzungen für eine produktivere Wirtschaftsstruktur zu schaffen, die im Ergebnis mittelfristig dazu geführt habe, das zukunftsfähige Arbeitsplätze und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft entstehen konnten. 30 Jahre nach dem Umbruch 1989/90 könnten sich, bei allen Schwierigkeiten und Härten des ökonomischen Strukturwandels, die Ergebnisse durchaus sehen lassen. Nicht nur die Geschichte der Jenoptik AG stehe für diesen erfolgreichen Wandel ökonomischer und betrieblicher Strukturen.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat sich bewusst dafür entschieden, in der von ihr konzipierten Wanderausstellung «Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale» ostdeutsche Lebensgeschichten zu erzählen, die durch die Politik der Treuhand mit-bestimmt wurden - nicht, weil dies die einzige «richtige» Sicht auf die Geschichte (und Gegenwart) ist, sondern weil es eine Sicht ist, die medial und in der Öffentlichkeit oftmals unterbelichtet ist. Die Ausstellung fragt anhand der Biografien von Menschen aus 13 ausgewählten Branchen und Betrieben: Welche Auswirkungen hatte das Handeln der Treuhand auf ihr Leben? Wie verarbeiteten sie die biografischen Brüche von Arbeitslosigkeit und der Entwertung ihrer beruflichen Erfahrungen? Wie gingen sie mit den als «Schocktherapie» empfundenen wirtschaftlichen Veränderungen um?

Das Begleitbuch zur Ausstellung «Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale» mit den Erzählungen der Zeitzeug*innen erscheint parallel zur Ausstellung und ist dort kostenlos erhältlich.

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Categories:

Ausstellungseröffnung: "Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale"

19.12.2019
13.01.2020, 18:00 Uhr - 13.01.2020, 21:00 Uhr

Ausstellungseröffnung mit: Prof.Stefanie Wiese-Heß (Kanzlerin der PH Heidelberg), Prof. Bettina Degner (PH Heidelberg), Prof. Cord Arendes (Uni Heidelberg), Dagmar Enkelmann (Rosa-Luxemburg-Stiftung), Bernd Gehrcke (Zeitzeuge, Historiker). Musik: PolyPHonics - A-Cappella-Ensemble der PH Heidelberg

30 Jahre politische Wende in der DDR, die Grenzöffnung und die deutsche Vereinigung rufen viele Erinnerungen wach. Ein Kapitel beschäftigt die Menschen in Ost und West nach wie vor besonders stark: das Agieren der Treuhand-Anstalt. Die Perspektiven der Menschen in den «Neuen Bundesländern» auf deren Agieren sind oftmals anders als der Blick der Menschen aus der ehemaligen BRD. 

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat sich bewusst dafür entschieden, in der von ihr konzipierten Wanderausstellung ostdeutsche Lebensgeschichten zu erzählen, die durch die Politik der Treuhand mit-bestimmt wurden - nicht, weil dies die einzige «richtige» Sicht auf die Geschichte (und Gegenwart) ist, sondern weil es eine Sicht ist, die medial und in der Öffentlichkeit oftmals unterbelichtet ist.

Die Ausstellung fragt anhand der Biografien von Menschen aus 13 ausgewählten Branchen und Betrieben: Welche Auswirkungen hatte das Handeln der Treuhand auf ihr Leben? Wie verarbeiteten sie die biografischen Brüche von Arbeitslosigkeit und der Entwertung ihrer beruflichen Erfahrungen? Wie gingen sie mit den als «Schocktherapie» empfundenen wirtschaftlichen Veränderungen um?

Die Ausstellung kann vom 13.01.-11.02.2020 werktags von 07:00-20:00 Uhr im Hauptgang im Erdgeschoß der PH Heidelberg besichtigt werden.

Categories:

Smart City – soziale Stadt?

19.12.2019
10.01.2020, 19:30 Uhr - 10.01.2020, 21:30 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Prof. Dr. Frank Eckhardt (Bauhaus-Universität Weimar)

 

Kann ein nur technischen Funktionsimperativen der Digitalisierung folgender Aus- und Umbau von Städten überhaupt zu einer sozialen Stadt führen? Und was kennzeichnet eine Stadt als soziale Stadt? So umfänglich und bildreich die technische Seite einer Smart City erläutert wird, so spärlich sind die Auskünfte zu dem, was mit Smart Citizen gemeint ist. Und überhaupt: Was ist mit dem Land und dessen Bewohnern, also der «Smart Countryside»?

Die Beurteilung der sozialen Folgen der Digitalisierung steht im Mittelpunkt des Vortrags.

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe «Smart City – Smart Citizen?», die vom Hannah-Arendt-Instituts für politische Gegenwartsfragen Stuttgart (HAIS), attac Schorndorf, dem Bürgerprüjekt Die AnStifter in Kooperation mit dem Württembergischen Kunstverein Stuttgart (WKV) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg organisiert wird.

Categories:

Pulverfass Naher Osten

19.12.2019
08.01.2020, 20:00 Uhr - 08.01.2020, 22:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Dr. Ali Fathollah-Nejad (Brookings Doha Center, Katar)

Die einseitige Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA hat die Gefahr eines Krieges am Persischen Golf erneut heraufbeschworen und die angespannten internationalen Beziehungen vor eine weitere Zerreißprobe gestellt.

Mit den politischen Folgen dieser Entscheidung wird sich der Referent in seinem Vortrag auseinandersetzen. Welche Ziele verfolgt die Trump-Regierung gegenüber dem Iran sowie im gesamten Nahen Osten? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die europäischen Mächte? Sind Deutschland, Frankreich und Großbritannien überhaupt willens und in der Lage, das zum Tauschhandel mit dem Iran gegründete Instex (Instrument in Support of Trade Exchanges) zu einem wirkungsvollen Mechanismus zur «Rettung» des Atomabkommens zu entwickeln? Wie ist die Reaktion des Iran auf das zögerliche Verhalten der drei Länder zu beurteilen? Und was ist von den Vorwürfen der Trump-Regierung zu halten, der Iran habe gegen den «Geist» des Abkommens verstoßen und unterstütze den «Terrorismus»? Weiter wird auf die Rolle des Iran im Jemen-Krieg eingegangen sowie auf die des Haupt-Aggressors Saudi-Arabien und seiner Bündnispartner (einschließlich der USA). Und last but not least: Will der Iran wirklich Israel «vernichten»?

Dr. Ali Fathollah-Nejad ist ein in Doha und Berlin ansässiger deutsch-iranischer Politologe mit Forschungsschwerpunkt Iran und Mittlerer Osten. Gegenwärtig arbeitet er als Gastwissenschaftler beim Brookings Doha Center in Katar. Zudem ist er Affiliierter der Arbeitsstelle Politik im Maghreb, Mashreq und Golf der Freien Universität (FU) Berlin sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre d’Études de la Coopération Internationale et du Développement (CECID) der Freien Universität Brüssel (ULB).

Bild. CC BY-NC-SA 4.0, Chrisrabinson, flickr

Categories:

Mit dem E-Auto in die Sackgasse. Warum E-Mobilität den Klimawandel beschleunigt

19.12.2019
08.01.2020, 19:30 Uhr - 08.01.2020, 21:30 Uhr

Diskussion/Vortrag mit Winfried Wolf (Redakteur Lunkapark 21)

E-Mobilität wird im Moment als das Universalrezept der Verkehrswende betrachtet. Der Autor Wfried Wolf hingegen sieht im Elektroauto nur eine neue Variante zur Intensivierung einer individuellen Auto­mobilität, die für das Klima, die Umwelt und die Städte zerstörerisch ist und die sozialen und ökologischen Probleme der massenhaften Individualmobilität mit privaten PKWs nicht verringert. 

Bislang war es den Autokonzernen und ihrer Lobby noch nach jeder tiefen Branchenkrise gelungen, mit einer inneren Scheinreform zu antworten und damit einen neuen weltweiten Auto-Boom auszulösen.

Die neue Zauberformel „Elektromobilität“ wird laut Wolf aus drei Gründen in die nächste Sackgasse führen. Erstens, weil unter den gegebenen Bedingungen ein Elektro-Pkw im Lebenszyklus nur maximal 25 Prozent weniger CO2 emittiert als ein Benzin- oder Diesel-Pkw. Dabei wächst gleichzeitig mit dem Einsatz von Millionen neuer Elektro-Pkw die Zahl der Autos mit herkömmlichen Antrieben pro Jahr um 70 bis 100 Millionen. Die Gesamtsumme der CO2-Belastung steigt damit von Jahr zu Jahr deutlich. Zweitens, weil Elektroautos meist Zweitwägen sind, die zur Intensivierung des städtischen Verkehrs führen und dabei drei bis vier Mal mehr Fläche beanspruchen als der öffentliche Verkehr. Drittens, weil die damit verbundene zusätzliche Menge an Elektrizität die dringend notwendige Verringerung von Kohlestrom verlangsamt und das Hochfahren der Atomstromerzeugung zur Folge haben wird. So verdreifacht China, das stark auf E-Mobilität setzt, aktuell die Zahl der Atomkraftwerke auf 100.

Aus Sicht der Autolobby beabsichtigt und aus Sicht der Umweltfreunde fatal: Mit dem Kult um das Elektroauto wird die Tatsache ausgeblendet, dass es für Mobilität einfache und überzeugende Lösungen gibt. Winfried Wolf plädiert in seinem Buch eindringlich für dezentrale Strukturen, die „Wiederentdeckung der Nähe“, die Entwicklung der „Stadt der kurzen Wege“ und für eine umfassende Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs – des Zu-Fuß-Gehens und Radfahrens. Dazu braucht es den Ausbau öffentlichen Verkehrs mit umfassendem Nulltarif.

Winfried Wolf, Jahrgang 1949, studierte Politikwissenschaften in Freiburg und Berlin und promovierte in Hannover. Von 1994 bis 2002 war er Mitglied des deutschen Bundestags. Er ist Chefredakteur von «Lunapark21 – Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie» und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac. Im Promedia Verlag sind von ihm u.a. erschienen: «Verkehr. Umwelt. Klima. Die Globalisierung des Tempowahns» (2. Auflage 2007).

Categories:

Soziale Arbeit als Teil des Problems?

19.12.2019
07.01.2020, 19:00 Uhr - 07.01.2020, 21:00 Uhr

Der Vortrag steht im Kontext einer Vortragsreihe «Querdenken im Kessel - Kritik der Sozialen Arbeit» zu Fragen der gesellschaftstheoretischen Grundlagen Sozialer Arbeit, zu Professionalisierung Sozialer Arbeit und zu konkreten Problemlage. Die Vortragsreihe dient der Konstitution und inhaltlichen Weiterentwicklung des auf Dauer angelegten Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit Stuttgart sowie einer fachpolitischen Bildung und Bemächtigung aller interessierter Sozialarbeiter*innen im Raum Stuttgart und ist für alle Interessierten offen.

Dass Soziale Arbeit in Machtverhältnisse und Herrschaftsstrukturen eingebunden ist, ist eine Erfahrung, die viele Sozialarbeiter*innen im Berufsalltag begleitet. Besonders vor dem Hintergrund neoliberaler Veränderungsprozesse stellt sich die Frage, was dies für die Adressat*innen und für Fachkräfte der Sozialen Arbeit bedeutet. In seinem Vortrag widmet sich Fabian Kessl der Frage, inwiefern Soziale Arbeit selbst zur Reproduktion gesellschaftlicher Ungleichheit beiträgt.

Prof. Dr. Fabian Kessl hat eine Professur für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt sozialpolitische Grundlagen an der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal inne.

Die Veranstaltungen sind kostenlos. Familien mit Kindern sind herzlich willkommen! Es gibt einen Spieltisch.

Categories:

Fundraising - Eine Einführung

19.12.2019
25.01.2020, 10:00 Uhr - 26.01.2020, 16:00 Uhr

Über Geld sprechen ist schwer. Für Organisationen ist jedoch eine gesicherte Finanzierung die Grundlage ihrer Arbeit. Dafür brauchen sie Fundraiser*innen. Es gilt, Menschen für das Anliegen der Organisation zu begeistern und sie um finanzielle Unterstützung zu bitten. Nur wenn es gelingt, die Herzen der Menschen zu erreichen, ist es überhaupt möglich, Mittel für einen bestimmten Zweck zu generieren. Doch wie erreichen wir die Herzen der Menschen? Und wie können wir in einem zweiten Schritt ganz konkret um eine Spende bitten? In dem Seminar lernen Sie auf welche Weise dies möglich ist.

Theoretische Grundlagen und Berichte aus der Praxis wechseln sich ab mit dem praktischen Erarbeiten eines Fallbeispiels. Ziel ist es, die Grundlagen des Fundraisings zu vermitteln und einen Plan für ein konkretes Projekt zu entwickeln.

Inhalte des Seminars sind:

• Motive des Gebens: Warum spenden Menschen?
• Grundsätze der Mittelbeschaffung
• Erfolgsfaktoren des Fundraisings
• Überblick zum deutschen Spendenmarkt
• Bedeutung des Fundraisings für NGOs
• Fundraisinginstrumente: Auf welchen Kanälen erreiche ich die potentiellen Unterstützer? Welche Rolle spielen die etablierten Instrumente für Organisationen?
• Gesprächsführung: Wie bitte ich um Geld und Unterstützung?

Das Seminar richtet sich an Anfänger*innen.
Max. 16-18 Teilnehmer*innen.

Seminarzeiten:
Samstag: 10 - 17 Uhr
Sonntag: 09 - 16 Uhr

Seminarleitung:
Dr. Stephanie Neumann hat an der Humboldt-Universität zu Berlin im Fach Afrikawissenschaften promoviert und sich an der Fundraising Akademie zur Fundraising Managerin (FA) ausbilden lassen. Sie arbeitete 12 Jahre lang im Marketing des BUND. Heute ist sie als Fundraiserin für die Diakonie Deutschland tätig.

Teilnahmebeitrag:
100 Euro, ermäßigt 50 Euro (ALG II + Studierende, nur mit Nachweis)

Sie erhalten eine verbindliche Anmeldebestätigung.
Die Zahlung des Teilnahmebeitrags wird nach Erhalt der Anmeldebestätigung bzw. nach Zahlungsaufforderung fällig. Bei Absagen, die weniger als drei Wochen vor Seminarbeginn eingehen, wird die Teilnahmegebühr nur dann zurückerstattet, wenn jemand von der evtl. vorhandenen Warteliste nachrücken kann. In jedem Fall werden aber 20 € Bearbeitungsgebühr einbehalten.

Der Workshop kann für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus der Heinrich Böll Stiftung mit 16 Unterrichtsstunden angerechnet werden.

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Categories:

Mit bebender Stimme gegen die AfD

19.12.2019
19.12.2019, 18:00 Uhr - 19.12.2019

Wann: Donnerstag, 19. Dezember, 18 Uhr

Wo: Am Alten Markt, Potsdam

 

Am Donnerstagabend findet in Potsdam in der Nikolaikirche das Louis-Lewandowski-Festival für jüdische Chormusik statt. Wie im Vorjahr plant die AfD parallel dazu in Sicht- und Hörweite am Alten Markt ein Weihnachtssingen. Damit die Provokation perfekt wird, lesen neben dem Rechtsextremisten Andreas Kalbitz die Parteikumpanen Stephan Protschka und Norbert Kleinwächter aus der Weihnachtsgeschichte.

Schon im letzten Jahr blieb die AfD-Veranstaltung nicht unwidersprochen. 200 Gegendemonstrant:innen übersangen damals die kleine Gruppe der 30 AfDler:innen. Auch in diesem Jahr werden in Potsdam klare Zeichen gegen Provokationen der AfD gesetzt. Das Bündnis Potsdam bekennt Farbe ruft unter dem Motto „Gegen Rassismus, Hass und Gewalt – für ein weltoffenes und tolerantes Potsdam“ an der Westseite des Alten Markts zum Gegengesang auf. In dem Bündnis sind mehr als 50 Organisationen und Vereine aus Potsdam organisiert (19. 12., Am Alten Markt, 18 Uhr).

Categories:

Schnippeldisko - Topf Tanz Talk

18.12.2019
17.01.2020, 17:00 Uhr - 17.01.2020

Am 17. Januar 2020 ist es soweit: die Schnippeldisko geht in die 9. Runde. Es wird getanzt, getalkt und geschnippelt für das Klima und gegen Lebensmittelverschwendung. An dem Abend warten wieder 1,5 Tonnen krummes und ungewolltes Gemüse aus Brandenburg auf euch. Wie immer wird aus dem geschnippelten Gemüse eine vegane Suppe zum sofortigen Verspeisen und für die Wir haben es satt!-Demo am nächsten Tag gekocht. Fläming Kitchen sei Dank!

Groovy Musik von verschiedenen DJs und Live-Bands sorgen dafür, dass es nicht nur in Töpfen brodelt!

Dieses Mal (ganz neu!) heißt es in den Cabuwazi Zirkuszelten auf dem Tempelhofer Feld hereinspaziert in die Manege! Seit 25 Jahren dürfen hier Kinder und Jugendliche in die Zirkuswelt eintauchen und eigene Shows entwickeln. Ein kreatives und soziales Projekt - für uns der perfekte Ort um solidarisch ein Zeichen für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln und ihren Erzeuger*innen, zu setzen. Jedes Gemüse ist schön und gehört nicht auf den Müll sondern in unseren hungrigen, aktivistischen Magen. Das was zählt sind die inneren Werte!

Schnippeln, Essen und Tanzen ist zwar wichtig, aber der Kopf sollte zwischendurch auch mal herausgefordert werden, deswegen sorgen zahlreiche Vorträge und Workshops zum Thema Landwirtschaft, Klima und Vielfalt für den nötigen Input. Kreativ könnt ihr auch werden, in dem ihr eure Plakate und Kostüme für die Demo am nächsten Tag gestaltet.

Eintritt ist barrierefrei und kostenlos - Essen gegen Spende

Beteiligte Organisationen:
Slow Food Youth Deutschland
Meine Landwirtschaft - Wir haben es satt!
Aktion Agrar
BUNDjugend
FIAN
Fläming Kitchen
INKOTA
jABL
Save our Seeds
WWF Jugend

Categories:

Engagierte Akteur*innen des Fairen Handels gründen das Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin - Seien Sie dabei, feiern Sie mit!

16.12.2019
23.01.2020, 18:31 Uhr - 23.01.2020, 22:30 Uhr

Am 23.01.2020 feiert das Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin
mit einer festlichen, öffentlichen Veranstaltung seine Gründung.
Seien Sie dabei, lernen Sie uns kennen und bringen Sie sich mit
ein!
Gemeinsam in einem starken Bündnis wollen die vielfältigen
Berliner Akteur*innen den Fairen Handel in der Hauptstadt
stärker voranbringen, sichtbarer machen und durch eine
lebendige Vernetzung zu mehr Schlagkraft verhelfen.
Neben einem politischen Bekenntnis zum Fairen Handel in
Berlin vom Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für
Wirtschaft, Energie und Betriebe, Herrn Christian Rickerts,
wird die Präsentation eines lebendigen ‚Markts der
Akteur*innen‘ - mit zahlreichen Informationsangeboten zu
aktuellen Highlights und den in 2020 geplanten Aktionen des
Fairen Handels in Berlin - besonderer Schwerpunkt des Abends
sein.

Categories:

Pages

HEFTARCHIV ONLINE!

Alle Ausgaben vom allerersten Heft 1/1988 bis einschließlich Jahrgang 2015 stehen online (unter Jahrgänge) als Download zur Verfügung. Jeweils zum neuen Jahr wird ein weiterer Jahrgang freigeschaltet. Damit bieten wir auf unserer Homepage den vollen Zugriff auf mehr als 20 Jahrgänge des FJSB – kostenfrei und im Volltext.

NEWSLETTER

Der Newsletter erscheint vierteljährlich und informiert über das aktuelle Heft, Veranstaltungen, Publikationen ...
Abonnement unter E-Mail: info@forschungsjournal.de

FORSCHUNG

Das Institut für Protest- und Bewegungsforschung hat eine ausführliche kommentierte Linkliste zur deutschen Bewegungsforschung zusammengestellt: http://protestinstitut.eu/uber-das-institut/ressourcen/

MESTERWERKE


  mehr...