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Updated: 5 hours 30 min ago

Ziviler Ungehorsam: Aktionstraining / Extinction Rebellion

06.06.2019
08.06.2019, 15:30 Uhr - 08.06.2019

Wann: Samstag, 8. Juni, 15:30 Uhr

Wo: Mehringhof, Gneisenaustraße 2a, Berlin

"Extinction Rebellion" hat sich in den letzten Monaten erfolgreich als weltweite Bewegung gegen das Aussterben von Tieren und Pflanzen in Folge des Klimawandels einen Namen gemacht. Ziviler Ungehorsam zählt zum wichtigsten Instrument ihres Aktionsrepertoires. Ob Straßen oder Brücken besetzt oder öffentliche Plätze betanzt werden, wichtig ist dabei die Frage: Wie kann die Sicherheit der Aktivist*innen in der Ausübung des zivilen Ungehorsams gewährleistet werden. Auf dem Aktionstraining wollen die Aktivist*innen übner Gewaltfreiheit sprechen, verschiedene Aktions- und Blockadeformen ausprobieren und reflektieren, Entscheidungsfindung, Bezugsgruppen, Rechtliches und erörtern.

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Doppelter Gegenwind der IMK

06.06.2019
12.06.2019, 18:00 Uhr - 12.06.2019

Wann: MIttwoch, 12. Juni 19, 18 Uhr

Wo: Kiel

Mittwoch, 12. Juni

1954 wurde erstmals die sogenannte Innenministerkonferenz (IMK) ins Leben gerufen. Seither treffen sich die Innenminister*innen der Länder regelmäßig, um nach eigenen Angaben länderübergreifende Agenden auf politischer Ebene zu verankern. Zenterale Themen dieser Konferenzen sind u. a. Staatsrecht, Verwaltung und Zuwanderung, Innere Sicherheit und Verfassungsschutz. Die 210. Sitzung der Innenminister*innen findet Mitte Juni an zwei Tagen in der Stadt des Matrosenaufstandes statt.
Vielleicht ist es dieses historische Erbe, dass sich in der Hafenstadt gleich doppelter Gegenwind gegen die IMK zusammenzieht. Mit der #HierGeblieben-Demonstration werden an die IMK unter dem Motto „Gegen Abschiebung, Polizeimacht und Rassismus“ folgende Forderungen gestellt: Flucht müsse entkriminalisiert werden, Menschenrechte seien nicht verhandelbar und aus diesem Grund müsse allen nach Deutschland Geflüchteten ein bedingungsloses Bleiberecht zugestanden werden. Initiiert wurde die Aktion vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein, dessen Aufruf von vielen Initiativen unterstützt wird.
Ungefähr zeitgleich startet am oberen Ende der Bergmannstraße ein Protest der sich explizit gegen die IMK richtet. Unter dem Motto „Gegen Repression, Rechtsruck und autoritäre Formierung“ demonstriert das Bündnis „NoIMK2019“ gegen zunehmende Einschränkungen von individuellen Freiheitsrechten. Diese sieht das Bündnis durch eine Ausweitung von polizeilichen Überwachungspraktiken gefährdet. Als Beispiel dafür können die Aktualisierung der ländereignenen Polizeigesetze gelesen werden, die in der Regel den Polizeiapparat mit weitreichenden Rechten und Handhabungen ausstatten.

#HierGeblieben-Demonstration: 18 Uhr, Platz der Matrosen

#NoIMK2019-Demonstartion: 19 Uhr, Dreiecksplatz

Hintergrund zu #HierGeblieben und #NoIMK2019

Weitere Termine finden Sie unter: www.taz.de/bewegung

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Filmvorführung: "Learning to Milk a Cow"

06.06.2019
03.07.2019, 19:00 Uhr - 03.07.2019, 21:00 Uhr

Mit 19 Jahren wurde Raja, die Großmutter der Filmemacherin, von der Sowjetischen Ukraine nach Deutschland verschleppt, um während des Nationalsozialismus auf einem bayerischen Bauernhof zu arbeiten. Glück und Durchhaltekraft ermöglichten ihr, den Holodomor (Tötung durch Hunger) in ihrem Herkunftsland und die Zwangsarbeit in Deutschland zu überleben.

Der Film verwebt Geschichten aus Raja’s Alltag - wie sie lernte, eine Kuh zu melken und sich verliebte - mit Reflektionen von drei Generationen zu Politik, Wünschen, Gefühlen von Nicht-Verortung und Verlust. Durch Elemente von handentwickeltem Schwarz-Weiß-Film, Farbfilm, Fotos und offiziellen Dokumenten entsteht eine Montage aus unterschiedlichen Perspektiven. Dadurch malt der Film ein tiefes und persönliches Portrait begleitet von Erinnerungslücken, Fehlübersetzungen, Angst und Trauma.

Nach dem Film wird es noch ein Gespräch mit der Regisseurin Juliana Saragosa geben.


Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Die Rache des Mainstreams an sich selbst

05.06.2019
12.06.2019, 19:00 Uhr - 12.06.2019, 21:00 Uhr

Die Anstalt ist eine Institution im deutschen Fernsehen: Anlaufstelle für Andersdenkende, Rettungsanker für Rebellen und das Medium für Mainstream-Muffel. Max Uthoff, Claus von Wagner und ihr Redakteur und Mitautor Dietrich Krauß wollen Stimme sein für Unerhörtes und Ungehörtes.

Bei der Wahl ihrer Mittel kennt sie keine Tabus: Es gibt knallharte Recherchen mit angeklebten Bärten, Komik im Kollektiv und Tafelunterricht als Unterhaltungsprogramm. Die Sendung mit der Maus für Erwachsene. Die Anstalt-Satire schafft einen barrierefreien Zugang zur Politik für alle. Nach 45 Minuten ist man oft schlecht gelaunt, aber immer gut unterhalten.

Zum 5. Geburtstag haben Macher und Mitstreiter, Fans und Kritiker jetzt ein Buch über das Phänomen Anstalt geschrieben.

Vorgestellt wird das Buch von

Dietrich Krauss, Die Anstalt,

Mely Kiyak, Die Zeit, und

Arnulf Rating, Kabarettist.

Moderation: Mathias Bröckers, taz-Redakteur

Eine Veranstaltung der taz in Kooperation mit dem Westend Verlag.

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PRIVATSPHÄREN-SCHUTZ AUF ANDROID-SMARTPHONES

05.06.2019
15.06.2019, 10:00 Uhr - 15.06.2019, 16:00 Uhr

Im geplanten Workshop wollen wir Maßnahmen besprechen und umsetzen, die soweit möglich schützen vor Schadsoftware, kriminellem Zugriff, Profilbildung durch Internet-Konzernen und staatlicher Massenüberwachung und das Sicherheitsniveau bei der täglichen Nutzung der Smart-Phones schrittweise und spürbar erhöhen. Von 10 bis 16 Uhr haben wir im Welt-Ethos-Institut genug Zeit und können uns auch eine Erholungspause von 12 bis 13 Uhr gönnen.
Konkret planen wir unter anderem folgende Themen:
   • Aktualisierungsverhalten der Smartphone-Hersteller (Sicherheits-Updates)
   • Relativ sicherere Smartphones
   • App-Stores mit mehr Privatsphäre
   • Bei Auslieferung mitgelieferte festinstallierte unnötige Apps (Bloatware) entfernen
   • Android Tracker/Werbeanzeigen identifizieren und blockieren
Für die Bloatware-Entfernung werden wir die Android Debug Bridge (ADB) einsetzen. Dazu bitte Smartphone, das USB-Ladekabel und ein Notebook/Laptop idealerweise mit installiertem LINUX mitbringen. Windows könnte nur zur Not (zeitraubend) gehen.

Wir hoffen mit einem ANDROID-SICHERHEITS-LAB ein mindestens so interessantes Thema wie ein "FLASH-LAB" anzubieten. Es dürfte weitaus mehr Leute ansprechen und leichter praktisch umzusetzen sein (Die Voraussetzungen für ein FLASH-LAB mit Installation eines alternativen Google-freien Betriebssystems haben sich zuletzt deutlich verschlechtert.)

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Geld macht Wandel

05.06.2019
11.06.2019, 19:00 Uhr - 11.06.2019, 21:00 Uhr

Wie können Geld und die damit verbundenen Privilegien so eingesetzt werden, dass ein tiefergreifender Wandel durch Spenden und durch Stiftungsarbeit möglich ist? Ise Bosch setzt sich als Aktivistin, Erbin und Stifterin mit dem Machtgefälle innerhalb der Philanthropie auseinander und macht die Bedeutsamkeit eines Wandels hin zu einer partizipativen, inklusiven Stiftungsarbeit deutlich, die soziale Gerechtigkeit zwischen Gebenden und Empfangenden zum Ziel hat.

“Wenn wir eine Philanthropie wollen, die nicht nur eine Transaktion ist, sondern transformativ wirkt, brauchen wir die Lösungen aus den Communities. Wir suchen Partner_innen und transformieren die Macht über, die Geld verleiht, in Macht für Viele.” - Ise Bosch

Wie die Macht des Geldes in Macht für Viele verwandelt werden kann, darüber sprechen die Autorinnen des Buches „Geben mit Vertrauen – wie Philanthropie transformativ wird“, Ise Bosch und Claudia Bollwinkel. Sie berichten über die Rolle transformativen Gebens, Vertrauen, Solidarität und das Engagement für LGBTIQ+ Menschenrechte.

Zusammen mit dem Co-Autor Justus Eisfeld werden in dem Buch autobiografische Beiträge und Berichte aus der Arbeit der Dreilinden gGmbH dargestellt, die verschiedenen Perspektiven auf die Thematik zeigen, von der persönlich konnotierten Motivation von Ise Bosch, über die Communityperspektive bis hin zur Methodik und des Vorgehens holistischen Förderns.

Im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin und Amnesty International Sprecherin Dr. Gabriele Mittag werden eigenverantwortliche und inklusive Projektansätze vorgestellt, die denjenigen Menschen Macht geben wollen, denen die Förderung dient.

Ise Bosch, selbst Teil der LGBTQI-Szene, weiß aus eigener Erfahrung um die Kämpfe und Lebensrealitäten in diesem Feld. 1996 legte Ise Bosch “The International Fund for Sexual Minorities at the Astraea Lesbian Foundation for Justice (New York)” auf, der weltweit einzigen auf Lesben fokussierten Gemeinschaftsstiftung. Astraea ist heute eine der führenden LGBTQI Förderinnen, die international mehr als 500 Gruppen in 99 Ländern unterstützt.

Mit acht weiteren Frauen gründete Ise Bosch 2001 die Gemeinschaftsstiftung filia.die Frauenstiftung. Unter der Prämisse „Change not Charity“ werden Geld, Ideen und Projekte mit feministischem Fokus zusammengebracht.

Das von Ise Bosch 2003 mitinitiierte Erbinnen-Netzwerk Pecunia e.V. stellt Frauen, die geerbt haben, eine Plattform zur Verfügung, auf der sie sich miteinander austauschen und sich gegenseitig unterstützen können, einen sinnvollen Umgang mit ihrem Vermögen zu finden.

Seit über 10 Jahren setzt Ise Bosch mit der Dreilinden gGmbH privates Kapital für gemeinnützige Zwecke ein und stärkt internationale soziale Bewegungen von Lesben, Schwulen, bi-, trans-, intersexuellen und queeren Menschen. Für ihr internationales Engagement für Menschenrechte wurde Ise Bosch 2018 mit dem Deutschen Stifter_innenpreis ausgezeichnet. 

Claudia Bollwinkel hat sich lange Jahre mit der Möglichkeit von Geben mit Vertrauen befasst. Sie ist Senior Program Advsior bei Dreilinden und war von 2010 bis 2016 im Vorstand von Prospera – The international Network of Women’s Funds (Mexiko). Als Programmmanagerin von „filia.die frauenstiftung“ baute sie den ersten Mädchenbeirat einer deutschen Stiftung mit auf, der Mädchen im Auswahlprozess für Mädchenprojekte eine Stimme gibt.

Dr. Gabriele Mittag ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, Journalistin und seit 15 Jahren mit Kommunikationsaufgaben, vor allem in Non-Profit-Organisationen und kommunalen Unternehmen, befasst. Sie ist derzeit Pressesprecherin von Amnesty International in Deutschland.

Die taz Panter Stiftung fördert heute, was schon die taz stark gemacht hat: junge kritische Journalist_innen und das soziale und politische Engagement unabhängiger Initiativen.

Eine Veranstaltung der taz Panter Stiftung in Kooperation mit der Dreilinden gGmbH.

Bild: Dreilinden

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Geld macht Wandel

05.06.2019
11.06.2019, 19:00 Uhr - 11.06.2019, 21:00 Uhr

Wie können Geld und die damit verbundenen Privilegien so eingesetzt werden, dass ein tiefergreifender Wandel durch Spenden und durch Stiftungsarbeit möglich ist? Ise Bosch setzt sich als Aktivistin, Erbin und Stifterin mit dem Machtgefälle innerhalb der Philanthropie auseinander und macht die Bedeutsamkeit eines Wandels hin zu einer partizipativen, inklusiven Stiftungsarbeit deutlich, die soziale Gerechtigkeit zwischen Gebenden und Empfangenden zum Ziel hat.

“Wenn wir eine Philanthropie wollen, die nicht nur eine Transaktion ist, sondern transformativ wirkt, brauchen wir die Lösungen aus den Communities. Wir suchen Partner_innen und transformieren die Macht über, die Geld verleiht, in Macht für Viele.” - Ise Bosch

Wie die Macht des Geldes in Macht für Viele verwandelt werden kann, darüber sprechen die Autorinnen des Buches „Geben mit Vertrauen – wie Philanthropie transformativ wird“, Ise Bosch und Claudia Bollwinkel. Sie berichten über die Rolle transformativen Gebens, Vertrauen, Solidarität und das Engagement für LGBTIQ+ Menschenrechte.

Zusammen mit dem Co-Autor Justus Eisfeld werden in dem Buch autobiografische Beiträge und Berichte aus der Arbeit der Dreilinden gGmbH dargestellt, die verschiedenen Perspektiven auf die Thematik zeigen, von der persönlich konnotierten Motivation von Ise Bosch, über die Communityperspektive bis hin zur Methodik und des Vorgehens holistischen Förderns.

Im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin und Amnesty International Sprecherin Dr. Gabriele Mittag werden eigenverantwortliche und inklusive Projektansätze vorgestellt, die denjenigen Menschen Macht geben wollen, denen die Förderung dient.

Ise Bosch, selbst Teil der LGBTQI-Szene, weiß aus eigener Erfahrung um die Kämpfe und Lebensrealitäten in diesem Feld. 1996 legte Ise Bosch “The International Fund for Sexual Minorities at the Astraea Lesbian Foundation for Justice (New York)” auf, der weltweit einzigen auf Lesben fokussierten Gemeinschaftsstiftung. Astraea ist heute eine der führenden LGBTQI Förderinnen, die international mehr als 500 Gruppen in 99 Ländern unterstützt.

Mit acht weiteren Frauen gründete Ise Bosch 2001 die Gemeinschaftsstiftung filia.die Frauenstiftung. Unter der Prämisse „Change not Charity“ werden Geld, Ideen und Projekte mit feministischem Fokus zusammengebracht.

Das von Ise Bosch 2003 mitinitiierte Erbinnen-Netzwerk Pecunia e.V. stellt Frauen, die geerbt haben, eine Plattform zur Verfügung, auf der sie sich miteinander austauschen und sich gegenseitig unterstützen können, einen sinnvollen Umgang mit ihrem Vermögen zu finden.

Seit über 10 Jahren setzt Ise Bosch mit der Dreilinden gGmbH privates Kapital für gemeinnützige Zwecke ein und stärkt internationale soziale Bewegungen von Lesben, Schwulen, bi-, trans-, intersexuellen und queeren Menschen. Für ihr internationales Engagement für Menschenrechte wurde Ise Bosch 2018 mit dem Deutschen Stifter_innenpreis ausgezeichnet. 

Claudia Bollwinkel hat sich lange Jahre mit der Möglichkeit von Geben mit Vertrauen befasst. Sie ist Senior Program Advsior bei Dreilinden und war von 2010 bis 2016 im Vorstand von Prospera – The international Network of Women’s Funds (Mexiko). Als Programmmanagerin von „filia.die frauenstiftung“ baute sie den ersten Mädchenbeirat einer deutschen Stiftung mit auf, der Mädchen im Auswahlprozess für Mädchenprojekte eine Stimme gibt.

Dr. Gabriele Mittag ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, Journalistin und seit 15 Jahren mit Kommunikationsaufgaben, vor allem in Non-Profit-Organisationen und kommunalen Unternehmen, befasst. Sie ist derzeit Pressesprecherin von Amnesty International in Deutschland.

Die taz Panter Stiftung fördert heute, was schon die taz stark gemacht hat: junge kritische Journalist_innen und das soziale und politische Engagement unabhängiger Initiativen.

Eine Veranstaltung der taz Panter Stiftung in Kooperation mit der Dreilinden gGmbH.

Bild: Dreilinden

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Dorffest in Berlin

05.06.2019
07.06.2019, 10:00 Uhr - 10.06.2019, 18:59 Uhr

Wann: 7.-10. Juni, ab 10 Uhr

Wo: Dorfplatz, Rigaer/Liebigstraße

Innig wurde die Kreuzung Rigaer/Liebigstraße in Friedrichshain  zunächst von Aktivist*innen aus den umliegenden Hausprojekten „Dorfplatz“ genannt. Doch der Name ist längst in der ganzen Nachbarschaft zum Programm geworden: Ein Platz, der für die Anwohner*innen als ausgelagertes Wohnzimmer dienen soll.

Vom 7. bis zum 10. Juni wird auf diesem Platz nun das „Dorffest“ gefeiert, um bei netten Beisammensein Ideen von Freiheit, Selbstbestimmung, Solidarität, Selbstorganisation, kollektivem Leben und Kämpfen im öffentlichen Raum zu stärken. Initiiert wurde das Fest nicht zuletzt aufgrund des ungewissen Fortbestands des selbstorganisierten anarcha-queer-feministischen  Hausprojekts Liebig34, dessen Mietvertrag zum Anfang des Jahres nicht verlängert wurde. Eine Lösung sehen die Aktivist*innen in einem öffentlichen Zusammenhalt für das Haus. Eine genaue Programmübersicht ist in Kürze unter www.liebig34.blogsport.de zu finden (7.-10.6., Liebigstraße/Rigaer Straße, 10 Uhr).

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"Was macht dein Präsident denn da?" - Türkeibezogene Konflikte in Deutschland

05.06.2019
11.06.2019, 18:00 Uhr - 11.06.2019, 20:00 Uhr

Politische Entwicklungen in der Türkei haben oft auch Auswirkungen in Deutschland. Die Verhaftung des deutschen Journalisten Deniz Yücel, die türkische Rolle im syrischen Bürgerkrieg, die Özil-Debatte und die Eröffnung der Kölner DITIB-Moschee sind Beispiele für die immer wieder aufflammenden Diskussionen um die vermeintliche Rolle der türkischen Diaspora in Deutschland. Sie lösen Konflikte aus, die uns in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens begegnen, nicht nur in Schulen und im Bildungswesen.

Wir wollen mit Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Journalismus und Zivilgesellschaft über die Herausforderungen diskutieren, die im Zusammenhang mit den politischen Entwicklungen in der Türkei stehen.

Die Veranstaltung wird von Ferda Ataman (Buchautorin, Spiegel Online) moderiert.
Mit
Sawsan Chebli, Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Land Berlin
Aycan Demirel, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus
Can Dündar, (angefragt) Journalist und Buchautor (CORREKTIV- ozguruz.de)
Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Erziehungswissenschaftlerin, Uni Wuppertal
Michael Thumann, Journalist und Buchautor, Die ZEIT


Es ist eine Kooperationsveranstaltung der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA), des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und der Evangelischen Akademie Berlin.

Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Die Stadt und das Wasser – wir müssen uns ernst­haft Sorgen machen

04.06.2019
04.06.2019, 19:00 Uhr - 04.06.2019

Die Stadt und das Wasser – wir müssen uns ernst­haft Sorgen machen

 

Der Berliner Wassertisch lädt herzlich zur nächsten Tagung des Berliner
Wasserrats am 4. Juni, 19 Uhr, im Bernhard-Lichtenberg-Haus ein.

Dass die außer­ge­wöhn­liche Trocken­heit im Jahr 2018 wohl kein
Einzeler­eignis bleiben wird, prophe­zeite kürz­lich auch der Deut­sche
Wetter­dienst (DWD). Dem städ­ti­schen Raum fehlt die kühlende Funk­tion
der Wasser­verdunstung – aber schon jetzt benö­tigt jede Stadt deut­lich
mehr Trink­wasser als sich auf natür­li­chem Wege im Stadt­ge­biet neu
bilden kann. Man bedient sich deshalb aus dem Umland. Dieses Wasser
fehlt der dortigen Land­wirt­schaft, die wiederum für die Lebens­mittel­
ver­sor­gung der Stadt unent­behr­lich ist.

Bereits in der Februar-Sitzung des Berliner Wasserrates hatte der
Biologe Dr. Detlef Bimboes in seinem Vortrag „Berliner Grünpflege &
Wassermanagement im Klimawandel“ Vorschläge zum Aufbau einer Task-
Force zur Pflege der Strassenbäume angesichts sommerlicher
Dürreperioeden vorgestellt.

Thematisch eng verbunden mit diesem Fragenkomplex sind die Themen
der Veranstaltung:

1. Was ist davon zu halten, dass die Wasserver- und Entsorger den
Grundpreis in Richtung 80% Wassermengenpreis erhöhen und dafür den
Wassermengenpreis senken?

2. Die Schwammstadt - die richtige Antwort auf immer häufigere
Starkregenereignisse und extreme Trockenjahre?


Referent:

Erwin Nolde, Dipl. Ing., Nolde & Partner – innovative Wasserkonzepte
Gast: Prof. Dr. Andreas Grohmann, TU Berlin

Moderation: Karl Goebler


Wir freuen uns auf eine interessante Veranstaltung und eine lebhafte
Diskussion.  

 

 

Pressekontakt: Ulrike von Wiesenau +49(0) 1573-4077795

 

 

 

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Die "präsidiale" Türkei: Wie geht es weiter mit der Demokratie?

04.06.2019
15.06.2019, 10:00 Uhr - 16.06.2019, 16:00 Uhr

Vor dem Hintergrund des autoritären Sicherheitsdenkens und neoliberalen Gesellschaftsmodells in der Türkei befassen wir uns mit dem konservativen politischen Projekt des Präsidentialismus aus der Perspektive der Demokratisierung und sozialen Gerechtigkeit. Was im Kontext des Neoliberalismus als Allheilmittel gesehen wurde, um das Land durch eine starke Exekutive fit für den globalen Wettbewerb zu machen, wurde endlich durchgesetzt - jedoch ohne die Unterstützung einer breiten Basis.

Im Mittelpunkt dieses Workshops stehen folgende Fragen: Erwartet das Land eine lange Systemkrise oder die "Normalisierung" des Ausnahmezustands? Wie können wir die gegenwärtigen politischen Entwicklungen im historischen Kontext der Europäisierung der Türkei verstehen? Wie steht der Aufstieg des Sicherheitsdenkens in der Türkei in Beziehung zu den globalen und regionalen Transformationsprozessen? Wie hat sich die Krise der Rechtsstaatlichkeit in der Türkei vertieft? Warum ist die Europäisierung der Türkei in die Krise gekommen? Wer sind die Akteure der "neuen" Türkei, welche Motivationen liegen ihren Handlungen zu Grunde und welche politischen Ziele verfolgen sie? Welche Perspektiven existieren (noch) für eine emanzipatorische Politik jenseits von Autoritarismus?

Wir gehen diesen Fragen anhand von Fallbeispielen, Arbeitsgruppen, Experteninputs, Filmen und Diskussionen nach.

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsstraße 3B, 10117 Berlin
Raum: 001

Referent*innen:
Dr. Gökhan Tuncer, Politikwissenschaftler, Lecturer am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin
Dr. Alphan Tuncer, Politikwissenschaftler, Rhizomia e.V Nahost-Experte
N.N.


Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Demokratie in Lateinamerika

03.06.2019
06.06.2019, 18:00 Uhr - 06.06.2019, 20:00 Uhr

Demokratien in Lateinamerika stehen unter Druck. Vor vierzig Jahren stand die Region an der Spitze der "dritten Demokratisierungswelle". Die jüngsten Entwicklungen zeigen jedoch, dass strukturelle Probleme bestehen bleiben und sich noch verstärken. Die anhaltende Krise in Venezuela, Korruptionsfälle auf höchster Ebene oder die Wahl von Bolsonaro als Präsident Brasiliens sind nur einige der vielen negativen Zeichen für die Demokratien in Lateinamerika.

Leider sind autoritäre Praktiken vielfach langlebig und Lateinamerika bleibt außerhalb der Kriegsgebiete die gewalttätigste Region der Welt. Das Vertrauen in Demokratie und politische Parteien ist auf historisch niedrigem Niveau, während wir gleichzeitig aber auch positive Aspekte einer aktiven Zivilgesellschaft sehen.

Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen laden das GIGA und die FES zu einer kritischen Reflexion und Podiumsdiskussion ein mit

Beatriz Sánchez, ehem. Präsidentschaftskandidatin der Frente Amplio Chile,

Jean Wyllys, Partei für Sozialismus und Freiheit (PSOL), Brasilien, und

Prof. Dr. Monica Hirst, Universidad Torcuato di Tella, Argentinien.

Moderation: Burkard Birke, Deutschlandradio

Weitere Informationen und Anmeldedetails gibt es hier 

Die Veranstaltung findet auf Spanisch statt mit Spanisch-Deutscher Simultanübersetzung.

Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit GIGA - German Institute of Global and Area Studies

Bild: Andrea Schmidt

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I heard the News today

03.06.2019
05.06.2019, 19:00 Uhr - 05.06.2019, 21:00 Uhr

Kaum eine Branche hat die disruptive Kraft der Digitalisierung so getroffen wie den Journalismus. Schrumpfende Print-Auflagen und Einsparungen in den Redaktionen sind die Folge. Digitale journalistische Geschäftsmodelle erweisen sich werbefinanziert oft als qualitativ schwaches "Clickbait" oder hinter der Paywall als "Lousy Pennies". Doch bietet die Digitalisierung auch Chancen für neue qualitativ hochwertige Kanäle.

Gerade der Podcast-Boom zeigt neue Wege im Journalismus auf. Er bietet Journalist*innen und Verlagen eine Möglichkeit, Nachrichten und tiefgründige Recherchen, die es sonst nicht in den News-Cycle schaffen würden, einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Zudem können Journalist*innen mit Hilfe von Podcasts ihre eigene Marke – unabhängig ihres Verlages – aufbauen.

Im Mediensalon wollen wir den Fragen nachgehen: Wie verändert das Medium Podcast den Journalismus? Welche Möglichkeiten bietet der Podcast für den Journalismus? Und was zeichnet einen erfolgreichen journalistischen Podcast aus?

Darüber diskutieren wir mit 

Daniel Bouhs, Medienjournalist u. a. ZAPP

Tim Kehl, Audible Original Podcast, Audible GmbH

Anja Pasquay, Pressesprecherin BDZV - Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e. V.

Patrizia Schlosser, Deutscher Radiopreis für investigativen Audible Podcast "Im Untergrund" und

Sandra Sperber, Ressortleiterin Audio DER SPIEGEL.

Moderation: Johannes Altmeyer, WELT

Eine Veranstaltung der meko factory – Werkstatt für Medienkompetenz gemeinnützige GmbH in Kooperation mit der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion dju in ver.di, dem Deutschen Journalistenverband DJV Berlin e. V., dem Vodafone Institut, Landau Media und Anderen.

Bild: meko factory

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Nachhaltige Bildung mit Open Education

03.06.2019
20.06.2019, 18:30 Uhr - 20.06.2019, 21:00 Uhr

Mit Dr. Kerstin Mayrberger – Universität Hamburg, Professur für Lehren und Lernen an der Hochschule mit Schwerpunkt Mediendidaktik

In diesem Vortrag wird ausgehend vom Nachhaltig- keitsziel 4 („Hochwertige Bildung“) das Thema Open Education thematisiert. Dabei wird mit Blick auf die globale Bewegung einer Open Education aufgezeigt, welche Chancen und Herausforderungen mit dem Ideal einer offenen, frei zugänglichen Bildung für alle bestehen – an einem Beispiel aus der Hamburger Praxis.

Eine Veranstaltung der W3 in Kooperation mit der Universität Hamburg im Rahmen der Reihe Vorlesung für alle.

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Neue Stimmen – Perspektiven von BIPOC Podcaster*innen

03.06.2019
18.06.2019, 19:00 Uhr - 18.06.2019, 21:00 Uhr

Mit Alice Hasters – „Feuer & Brot“-Podcast; Sina – „DIASPOR.ASIA“-Podcast; Paul Dziedzic – „Matatu“-Podcast; Moderation Aida Begovic ́

Während Schwarze Menschen und Menschen of Color in deutschen Medien- und Kulturinstitutionen nach wie vor nur wenig Teilhabe finden, nutzen BIPOC Podcaster*innen niedrigschwelligere Plattformen, um neue Formate zu entwickeln. Podcasts, in denen sie ihre eigenen Perspektiven und Erfahrungen nicht erst erklären müssen, sondern als Ausgangspunkt nehmen und damit ein neues Publikum erreichen und span-nende Gesprächsräume aufdecken. Ein Gespräch über Repräsentation, Empowerment und Filter.

Eintritt nach eigenem Ermessen frei wählbar.

Die Veranstaltung ist Teil von D.I.Y.-Diversity – Alles muss man selber machen.

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Podcasten für Einsteiger*innen

03.06.2019
22.06.2019, 11:00 Uhr - 22.06.2019, 18:00 Uhr

Mit Sina – „DIASPOR.ASIA“-Podcast

W3_Seminarraum

Spende 8 € – 25 €

Anmeldung unter info@w3-hamburg.de

In diesem Einführungsworkshop in die Welt des Podcas-tens lernen die Teilnehmenden alles was sie brauchen, um einen eigenen Podcast zu starten. Sina vom „DIASPOR.ASIA“-Podcast erläutert wie man ein Kon-zept und die eigene Zielgruppe findet, wie Technik, Aufnahme und Schnitt funktionieren, welche Podcast-Plattformen genutzt werden können, was es für Finan-zierungsmöglichkeiten gibt und wie Podcaster*innen ihre Social Media Plattformen gestalten können.

Die Veranstaltung ist Teil von D.I.Y.-Diversity – Alles muss man selber machen

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Klassismus in der Kunst und Kulturarbeit

03.06.2019
28.06.2019, 09:00 Uhr - 28.06.2019, 16:00 Uhr

Mit Francis Seeck – Antidiskriminierungstrainer*in

Eintritt: 30 € Ermäßigung möglich

Anmeldung unter info@w3-hamburg.de

Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund der sozio-ökonomischen Herkunft oder Position in der Gesellschaft. Kaum ein gesellschaftlicher Bereich oder eine Institution ist nicht von Klassismus geprägt. Im Rahmen der Fortbildung soll Klassismus im Kontext von Kunst und Kulturarbeit näher beleuchtet werden. Was ist Klassismus und wie äußert sich klassistische Ausgrenzung im Kulturbereich? Was ist meine gelebte Klassenerfahrung? Wie wirkt sich Klassismus auf mein Kulturverständnis und meine Zugänge zum Kulturbe-trieb aus? Und wie kann klassismuskritisches Handeln in der Kulturarbeit aussehen?

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Diskussion: Finanzialisierung und Realwirtschaft

01.06.2019
05.06.2019, 19:00 Uhr - 05.06.2019, 21:00 Uhr

Impulsvortrag von Sara Feiner Solís, Mitglied bei OIKOnnect, und anschließende Diskussion: Die Liberalisierung der Finanzmärkte hat dazu geführt, dass diese immer größer und komplexer werden und einen stetig wachsenden Einfluss auf die Wirtschaft haben. Nach Einbruch der Finanzkrise wurde vielen klar, dass das wichtige - und gefährliche - Konsequenzen haben kann. Aber immer noch scheint die Welt der Finanzen den meisten BürgerInnen wie eine Art black box, durch die sie keinen Durchblick haben. Im Vortrag gibt Sara eine Einführung zu den verschiedenen Mechanismen, durch die die "Finanzialisierung" - der Wachstum des Finanzsektors - die reale Wirtschaft beeinflusst. Sie gibt außerdem einen Ausblick darauf, welche Konsequenzen das haben kann und welche politische Maßnahmen möglich wären.

OIKOnnect ist eine offene Gruppe für thematisch interessierte Menschen, die sich mit ethischer und nachhaltiger Wirtschaft beschäftigen möchten. Wir tauschen uns aus zum Thema "Gutes Geld",  informieren uns gegenseitig über Möglichkeiten, im finanziellen Bereich ethisch zu handeln und erhalten von ExpertInnen Impulse zu wirtschaftlichem Denken und Handeln jenseits der klassischen Ökonomie.

Wir freuen uns auf alte und neue Gesichter!

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Fight for your Future

31.05.2019
01.06.2019, 18:00 Uhr - 01.06.2019

Wann: Samstag, 1.6.19, 18 Uhr

Wo: Lene-Voigt-Park, Leipzig

Wie eine Zukunft ohne und gegen Rechtsradikale gestaltet werden kann, wird auch in Leipzig gefragt. Das Bündnis Fight for your Future, das aus Schüler*innen, Studierenden und anders tätigen jungen Leuten besteht, setzt dem bedrohlichen Klimawandel, der Konkurrenzgesellschaft und dem Rechtsruck einen solidarischeren Gesellschaftsentwurf entgegen und möchte den Protest mit der Geschichte des Internationalen Kindertags am 1. Juni verknüpfen. 18 Uhr, Lene-Voigt-Park

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Infoveranstaltung zu europäischer Afrikapolitik

31.05.2019
08.06.2019, 14:00 Uhr - 08.06.2019, 18:00 Uhr

Den Reichtum Europas würde es ohne Afrika nicht geben. Mit der heuchlerischen Rhetorik der „Entwicklungshilfe“ und des „Infrastrukturaufbau“ haben die europäischen Kolonialmächte oft in brutalster Weise die Naturressourcen des Kontinents geraubt und Menschen dort unterdrückt. Die Staaten Afrikas sind heute offiziell unabhängig aber der Kolonialismus ist lange nicht vorbei: die alten Strukturen und Abhängigkeitsverhältnisse sind weiterhin geblieben. Als weitaus stärkerer Verhandlungspartner ist Europa in der Lage, politische Beziehungen mit Afrika nach eigenen Interessen aufzubauen und aufrechtzuerhalten und den Kontinent weiterhin auszubeuten. Durch wirtschafts- und finanzpolitische Maßnahmen behindern die europäischen Länder bis heute die selbstbestimmte Entwicklung des Kontinents.

Einer der wesentlichen Gründe für die „Unterentwicklung“ der Ländern des frankophonen Afrikas ist die Währung Franc-CFA: Sie wurde im Jahr 1945 in den Kolonien Frankreichs eingeführt und ist bis heute ein Überbleibsel des alten Kolonialregimes. Die CFA-Länder sind ihrer Möglichkeiten beraubt, eine eigene Wirtschafts- und Entwicklungspolitik zu betreiben, da sie nur sehr beschränkt auf ihre eigenen Finanzmittel zugreifen können. Heute mit ihrer Währung an den Euro gekoppelt, sind diese Staaten weiterhin den europäischen Staaten und der Eurofinanzpolitik ausgeliefert – obwohl die Erfordernisse für afrikanisches Wirtschaften und Gestalten ganz andere sind, als die der gesättigten Märkte in Europa.

Desweiteren verhindern unfaire Handelsverträge mit der EU die selbstbestimmte Entwicklung von Handel und Produktion in den afrikanischen Ländern. Die von der EU aufgedrückten Freihandelsabkommen EPAs (economic partnership agreements) drohen vor allem die Existenz lokaler Kleinbauern zu zerstören, da sie mit den hochsubventionierten Agrarprodukte aus Europa nicht konkurrieren können. Wieder verwenden die europäischen Staaten die alte Rhetorik von „Hilfe für Afrika“ - jetzt durch Freihandelsabkommen. Jedoch nützen solche Abkommen nur den wirtschaftlich stärkeren „Partner“ und verursachen Arbeitslosigkeit und weitere Schuldenfallen für die schwächeren.

Auf diese zwei Instrumente der europäischen Afrikapolitik möchten wir am 08. Juni in zwei Sitzungen näher eingehen.

Darüber hinaus freuen wir uns über alle InteressentInnen, die mit uns zusammen tun möchten um über die heutigen „postkolonialen“ Strukturen zwischen Europa und Afrika zu diskutieren und weitere Aktionen und Veranstaltungen zu organisieren. Bei der Veranstaltung möchten wir unserer Vorhaben kurz näher präsentieren.

Alle sind herzlichst eigeladen. Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Übersetzung statt.

14:00 Uhr: Franc-CFA

• Was ist der Franc-CFA?

• Wie trägt er zu der Misere in Afrika bei?

Pause 30 min

16:00 Uhr: EPAs (economic partnership agreements) mit der AG gerechter Welthandel, attac Berlin

• Was sind die EPAs?

• Was ist der letzter Stand der Verträge?

• Zukunftsprognosen: wie hindern diese Vertäge die selbstbestimmte Entwicklung der lokalen Ökonomien?

Veranstaltet von: Bruno Watara und Freund*innen im Zusammenarbeit mit der AG Gerechter Welthandel von attac Berlin

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Réunion d‘information sur la politique européenne à l‘égard de l‘Afrique

La richesse de l‘Europe n‘existerait pas sans l‘Afrique. Avec la rhétorique hypocrite de l‘“aide au développement“ et du „développement des infrastructures“, les puissances coloniales européennes ont souvent volé brutalement les ressources naturelles du continent et y ont opprimé les populations.  Aujourd‘hui, les États africains sont officiellement indépendants, mais le colonialisme n‘est pas terminé depuis longtemps : les anciennes structures et dépendances sont restées. En tant que partenaire de négociation beaucoup plus fort, l‘Europe est en mesure d‘établir et de maintenir des relations politiques avec l‘Afrique selon ses propres intérêts et de continuer à exploiter le continent. Par des mesures de politique économique et fiscale, les pays européens continuent d‘entraver le développement autodéterminé du continent.

L‘une des principales raisons du „sous-développement“ des pays d‘Afrique francophone est la monnaie Franc-Franc-CFA - Franc des Colonies Françaises d’Afrique :  introduite déjà en 1945 et vestige évident de l‘ancien régime colonial. Les pays de la FCA sont privés de leur capacité à mener leurs propres politiques économiques et de développement car ils ont un accès très limité à leurs propres ressources financières. Aujourd‘hui rattachés à l‘euro, ces États sont toujours à la merci des États européens et de l‘euro - bien que les exigences pour les économies et les formes africaines soient très différentes de celles des marchés saturés en Europe.

En outre, des accords commerciaux déloyaux avec l‘UE empêchent le développement autodéterminé du commerce et de la production dans les pays africains. Les accords de libre-échange (APE) imposés par l‘UE (accords de partenariat économique)  menacent de détruire les petits exploitants agricoles locaux en particulier, car ils ne peuvent concurrencer les produits agricoles européens fortement subventionnés. Les Etats européens utilisent à nouveau la vieille rhétorique de l‘“aide à l‘Afrique“, aujourd‘hui par le biais d‘accords de libre-échange. Toute fois, de tels accords ne profitent qu‘aux partenaires économiquement plus fort et ne font qu‘aggraver le chômage et les pièges de l‘endettement pour les plus faibles.

Nous aimerions discuter plus en détail de ces deux instruments de la politique européenne à l‘égard de l‘Afrique lors de deux sessions le 8 juin.

En outre, nous sommes heureux d‘accueillir toutes les parties intéressées qui voudraient se joindre à nous pour discuter de la politique „postcoloniale“ actuelle de l‘Afrique.  de discuter des structures entre l‘Europe et l‘Afrique et d‘organiser d‘autres actions et manifestations. Lors de cet événement, nous aimerions présenter nos projets plus en détail.

Sentez-vous chaleureusement invités. L‘entrée est gratuite. L‘événement se déroulera en allemand et en français avec traduction.

14:00 hrs : Franc-CFA

• Qu‘est-ce que le Franc-CFA ?

• Comment contribue-t-elle à la misère en Afrique ?

Pause 30 min

16:00 hrs :APE (accords de partenariat économique) avec le AG commerce mondial juste, attac Berlin

 

Organisé par: Bruno Watara et ses amis en coopération avec AG “commerce mondial juste”, attac Berlin

 

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