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Updated: 1 hour 45 min ago

Schulprivatisierung – Nein Danke!

07.06.2018
08.06.2018, 19:00 Uhr - 08.06.2018, 22:00 Uhr

Im Rahmen der Schulbauoffensive sollen einige Berliner Schulgrundstücke und -gebäude für 20-30 Jahre an die HoWoGe GmbH übertragen werden. Die Volksinitiative „unsere Schulen“ wird sich vorstellen und mit euch diskutieren, warum die Privatisierung der Berliner Schulen verhindert werden muss.

Der Berliner Senat plant derzeit, den Neubau von Schulen und einen Teil der Schulsanierungen an die HoWoGe GmbH aus zu gliedern, der im Gegenzug für 20-30 Jahre die entsprechenden Schulgrundstücke und -gebäude übertragen werden. Die Bezirke müssten sie zurückmieten. Offiziell begründet wird diese Privatisierung mit der Schuldenbremse. Die Stadt Berlin und deren Bewohner*innen können nur verlieren, wenn öffentliche Einrichtungen in private Hände wandern.
Die Volksinitiative „unsere Schulen“ wird sich vorstellen und mit euch diskutieren, warum die Privatisierung der Berliner Schulen verhindert werden muss und wie dies gelingen kann. 

 

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Wellen schlagen - 3 Jahre SOS Mediterranee e.V.

06.06.2018
23.06.2018, 13:30 Uhr - 23.06.2018

Wann: 23. Juni 2018

Wo: Berliner Malzfabrik, Bessemerstraße 2-14
Eintritt frei

Vor drei Jahren haben wir die zivile, europäische Seenotrettungsorganisation SOS MEDITERRANEE gegründet, um dem Sterben im Mittelmeer etwas entgegenzusetzen.

Knapp 30.000 Flüchtende konnten wir in den letzten zwei Jahren vor dem Ertrinken retten - getragen von einer breiten zivilgesellschaftlichen Bewegung. Dafür möchten wir am 23.06. Danke sagen und alle unsere Unterstützer*innen sowie die, die es werden wollen, in die Berliner Malzfabrik einladen.

Wir werden weiterhin gebraucht. Gemeinsam Wellen schlagen - Für mehr Menschlichkeit auf See!

Infos: https://sosmediterranee.de/

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Die Unsichtbaren – Untertauchen, um zu überleben. Eine wahre Geschichte

06.06.2018
20.06.2018, 19:00 Uhr - 20.06.2018

Wann: Mittwoch, 20. Juni 2018, 19 Uhr

Wo: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13, Zweite Etage, Saal 2B

die Gedenkstätte Stille Helden in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand lädt Sie sehr herzlich zu einer Buchvorstellung mit Gesprächsrunde und anschließendem Publikumsgespräch ein:

Claus Räfle: Die Unsichtbaren – Untertauchen, um zu überleben. Eine wahre Geschichte

Gesprächsrunde mit Claus Räfle, Dr. Elisabeth Sandmann und Tim Osing

Einführung und Moderation: Barbara Schieb, Gedenkstätte Stille Helden

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 19. Juni 2018

per E-Mail: veranstaltung@gedenkstaette-stille-helden.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.

 

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JugendMobilisiert: Protest-Getwitter und Influencing

06.06.2018
19.06.2018, 18:00 Uhr - 19.06.2018

Wann: 19. Juni; 18 Uhr

Wo: Konferenzraum 1, Haus 1 der FES / Hiroshimastraße 17

Fishbowl-Diskussion

Soziale Netzwerke haben die globale Kommunikation revolutioniert. Facebook, Twitter, YouTube, Instagram und andere Plattformen bieten einfachen Zugriff und große Reichweite. Sie mobilisieren viele Menschen in kürzester Zeit und über Grenzen hinweg – das hat die #MeToo-Kampagne erneut gezeigt.

In Europa nutzen über 95 Prozent der 15- bis 24-Jährigen das Internet. Weltweit sind in dieser Altersgruppe etwa 830 Millionen Menschen online. Gleichzeitig nimmt ihr Interesse an etablierten Formen der politischen Teilhabe ab. Mit gesellschaftsrelevanten Problemen setzen sie sich fast ausschließlich online auseinander.

Warum ist Social Media für Aktivismus und Mobilisierung besonders geeignet? Darüber diskutieren internationale Online-Aktivist_innen: die kolumbianische YouTuber_in und Kolumnist_in María Paulina Baena (#LaPulla), Ketakandriana Rafitoson, Facebook-Aktivist_in aus Madagaskar, Jeannette Gusko, Regional Manager_in bei GoFundMe, sowie Mohammed Bawendi, Blogger aus Libyen. Moderation: Markus Beckedahl, netzpolitik.org.

Weiter Infos unter: https://www.fes.de/iez/gerechtigkeitswoche/

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Decolonizing EZ! Neue Impulse für afrikabezogene entwicklungspolitische Bildungsarbeit

06.06.2018
07.07.2018, 10:00 Uhr - 07.07.2018, 19:00 Uhr

Die Fachtagung "Decolonizing EZ! Neue Impulse für afrikabezogene entwicklungspolitische Bildungsarbeit" am 7. Juli 2018 wird als abschließende Veranstaltung des Projekts  "Zukunft bestimmen: afrikanisch-diasporische Perspektiven im Kontext globaler Ungleichheiten" stattfinden. Kernanliegen des Projekts ist es die unterschiedlichen afrikanisch_diasporische Zukunftsperspektiven zu erfassen, zu analysieren und für entwicklungspolitische Arbeit sichtbar zu machen. 

Drei thematische Schwerpunkte basierend auf den Themen der vorherigen Konferenzen wollen wir während der Fachtagung aufgreifen: Kultur und Kunst, Wirtschaft und Afro-feministische_LGBTIQ* Perspektiven auf Politik und Bildung im Kontext globaler Ungleichheit. 

Im Rahmen des Fachtagung am 07. Juli soll es explizit um einen Dialog mit Akteuren aus entwicklungspolitischen Bildungsbereichen gehen. Gemeinsam wollen wir neue Anstöße und Impulse für die afrikabezognene entwicklungspolitische Bildungsarbeit entwickeln und im Anschluss sichtbar machen.

Zusammen mit unseren Referent*innen und Publikum wollen wir unter anderem folgende Fragen diskutieren: Wie kann eine Zukunft im Kontext der gegenwärtig bestehenden Ungleichheiten zwischen "Afrika" und "Europa" konstruiert, gestaltet und gelebt werden? Was muss getan werden, um eine dekolonialisierte Zukunft zu verwirklichen? 

Das Programm wird aus Vorträgen, Panel Diskussionen,  Workshops als auch Buchvorstellung bestehen und richtet sich sowohl an die interessierte Öffentlichkeit, als auch besonders an Personen, die in der Entwicklungs- und Bildungsarbeit tätig sind. 

Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze!

Die Veranstaltung wird auf Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung stattfinden.

Der Eintritt ist frei! Verpflegung gibt es gegen Spende!

Anmeldungen an: buero(at)africavenir.org

Link zur Facebook Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/115874152582642/

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und zwei Tage angeregten Austausches!

Gefördert von Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit freundlicher Unterstützung von der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit.

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#JugendMacht - 7. Gerechtigkeitswoche der Friedrich-Ebert-Stiftung

06.06.2018
18.06.2018, 15:00 Uhr - 21.06.2018, 19:30 Uhr

Junge Menschen verschaffen sich Gehör. In sozialen Netzwerken, auf Demonstrationen – überall auf der Welt stoßen sie Debatten und Veränderungen an, weil es um ihre Zukunft geht. Auf der Gerechtigkeitswoche reden sie mit internationalen Expert_innen, Politiker_innen und mit dir! Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie progressive Politik zukünftig aussehen kann. In Workshops und Diskussionen, mit Film und Musik. Das Motto: #JugendMacht.

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From Fascism to Populism in History

06.06.2018
13.06.2018, 19:00 Uhr - 13.06.2018, 21:30 Uhr

Was ist Faschismus und was ist Populismus? Wie sind diese in Geschichte und Theorie verbunden, worin bestehen signifikanten Unterschiede? Im Gespräch mit dem Historiker Federico Finchelstein diskutieren wir sein 2017 erschienenes Buch “From Fascism to Populism in History”, welches die Geschichte beider Begriffe zusammenfasst, und Wege eröffnet, den weltweiten Zustand von Demokratie und politischer Kultur neu zu denken.

Ein Autorengespräch mit Federico Finchelstein, moderiert von Ertuğ Tombuş, Humboldt-Universität zu Berlin.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Anmeldung über folgenden Link wird gebeten:  https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSciYpMJPPn2mixqMZQAxaVgp8AzO7shMNQpdijJQvr1PJpMTA/viewform

What is fascism and what is populism? What are their connections in history and theory, what are their significant differences? In conversation with the historian Federico Finchelstein, we discuss his 2017 book “From Fascism to Populism in History”, which synthesizes the history of both concepts, and offers insightful new ways to think about the state of democracy and political culture on a global scale.

A talk with Federico Finchelstein, moderated by Ertuğ Tombuş, Humboldt-Universität zu Berlin.

This event will take place in English. Please click here to register: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSciYpMJPPn2mixqMZQAxaVgp8AzO7shMNQpdijJQvr1PJpMTA/viewform

Bild: University of California Press

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Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß Lesung mit der Autorin Manja Präkels

06.06.2018
05.09.2018, 20:00 Uhr - 05.09.2018, 22:00 Uhr

Lesung und Gespräch mit der Autorin Manja Präkels

Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, ist Sängerin der Band «Der singende Tresen», Autorin des Lyrikbandes «Tresenlieder» und Mitherausgeberin der erzählerischen Anthologie «Kaltland – Eine Sammlung», eines Klassikers der Nachwende-Literatur. Für den Verbrecher Verlag stellte sie mit Markus Liske das Erich-Mühsam-Lesebuch «Das seid ihr Hunde wert!» (2014) sowie den Band «Vorsicht Volk! Oder: Bewegungen im Wahn?» (2015) zusammen. Für ihr Werk erhielt Präkels zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste (2005) und das Aufenthaltsstipendium im Writers House Ventspils, Lettland (2012/13).

In ihrem Romandebüt «Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß» erzählt sie vom Landleben zwischen Lethargie und Lebenslust, vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft und Wut: Mimi und Oliver sind Nachbarskinder und Angelfreunde in einer kleinen Stadt an der Havel. Sie spielen Fußball miteinander, leisten den Pionierschwur und berauschen sich auf Familienfesten heimlich mit den Schnapskirschen der Eltern. Mit dem Mauerfall zerbricht auch ihre Freundschaft. Mimi sieht sich als der letzte Pionier – Timur ohne Trupp. Oliver wird unter dem Kampfnamen Hitler zu einem der Anführer marodierender Jugendbanden. In Windeseile bringen seine Leute Straßen und Plätze unter ihre Kontrolle. Dann eskaliert die Situation vollends …

Vor Beginn der Lesung ab 19:00 Uhr vegane Vokü

Veranstaltung in Kooperation mit dem Infoladen Tübingen

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«Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» Lesung & Film «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis

06.06.2018
24.07.2018, 19:30 Uhr - 24.07.2018, 22:30 Uhr

Lesung & Film
«Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» (Timo Büchner) & «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis (Peter Ohlendorf)

In Deutschland und Europa sehen sich Menschen jüdischen Glaubens zunehmend mit Antisemitismus konfron-tiert: Die hohe Anzahl antisemitisch motivierter Attacken auf Jüd*innen in Berlin und die zunehmende Anzahl an Auswanderungen von Jüd*innen aus Frankreich nach Israel zeigen, welch berechtigte Furcht sie mittlerweile in ihrem Alltag haben. Wir alle sind dazu aufgerufen, uns auf mehreren Ebenen entschieden gegen Antisemitismus zu stellen.

Neonazis predigen Antisemitismus pur. RechtsRock ist seit Jahren die «Einstiegsdroge Nr. 1» in die Neonazi-Szene, die Inhalte extrem rechter Musik begeistern vor allem junge Menschen. Die Feindbilder sind in den Liedtexten facettenreich. Dabei stellt sich die Frage: Welche Rolle spielt Antisemitismus? Eines steht fest: Die «jüdische Weltverschwörung» kann die Machtverhältnisse in Politik, Wirtschaft und Medien auf eine einfache Weise scheinbar erklären. In seinem Buch «Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» zeigt Timo Büchner anhand einer Vielzahl erschreckender Liedtexte, wie antisemitische Bilder und Stereotype in den Liedtexten verschlüsselt werden.

Die Lesung wird durch einzelne, ausgewählte Sequenzen des Dokufilms «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis ergänzt: Mit versteckter Kamera drehte der Journalist Thomas Kuban fast zehn Jahre über 40 RechtsRock-Konzerte und ermöglicht mit diesen Aufnahmen tiefe Einblicke in eine Szene, die pure Gewalt und Hass propagiert. Ein Lied begegnet ihm bei seiner Recherche immer wieder: «Blut muss fließen knüppelhageldick und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik […]». Seine Undercover-Aufnahmen sind hochbrisant – und einzigartig in Europa. Thomas Kuban fragt sich: Wie ist es möglich, dass Neonazis bei menschenverachtender Musik ungestört feiern können? Und: Wie lässt sich das verhindern? Gemeinsam mit dem Regisseur Peter Ohlendorf kehrte er zu den Orten zurück, an denen er versteckt gedreht hat, und konfrontiert staatliche Behörden, Bürger*innen und verantwortliche Politiker*innen mit seinen Aufnahmen.

Timo Büchner und Peter Ohlendorf sind bei allen Veranstaltungen vor Ort und stehen für eine anschließende Diskussion zur Verfügung

Eine Veranstaltung des Club Alpha 60 mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

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«Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» Lesung & Film «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis

06.06.2018
23.07.2018, 19:30 Uhr - 23.07.2018, 22:30 Uhr

Lesung & Film
«Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» (Timo Büchner) & «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis (Peter Ohlendorf)

In Deutschland und Europa sehen sich Menschen jüdischen Glaubens zunehmend mit Antisemitismus konfron-tiert: Die hohe Anzahl antisemitisch motivierter Attacken auf Jüd*innen in Berlin und die zunehmende Anzahl an Auswanderungen von Jüd*innen aus Frankreich nach Israel zeigen, welch berechtigte Furcht sie mittlerweile in ihrem Alltag haben. Wir alle sind dazu aufgerufen, uns auf mehreren Ebenen entschieden gegen Antisemitismus zu stellen.

Neonazis predigen Antisemitismus pur. RechtsRock ist seit Jahren die «Einstiegsdroge Nr. 1» in die Neonazi-Szene, die Inhalte extrem rechter Musik begeistern vor allem junge Menschen. Die Feindbilder sind in den Liedtexten facettenreich. Dabei stellt sich die Frage: Welche Rolle spielt Antisemitismus? Eines steht fest: Die «jüdische Weltverschwörung» kann die Machtverhältnisse in Politik, Wirtschaft und Medien auf eine einfache Weise scheinbar erklären. In seinem Buch «Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» zeigt Timo Büchner anhand einer Vielzahl erschreckender Liedtexte, wie antisemitische Bilder und Stereotype in den Liedtexten verschlüsselt werden.

Die Lesung wird durch einzelne, ausgewählte Sequenzen des Dokufilms «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis ergänzt: Mit versteckter Kamera drehte der Journalist Thomas Kuban fast zehn Jahre über 40 RechtsRock-Konzerte und ermöglicht mit diesen Aufnahmen tiefe Einblicke in eine Szene, die pure Gewalt und Hass propagiert. Ein Lied begegnet ihm bei seiner Recherche immer wieder: «Blut muss fließen knüppelhageldick und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik […]». Seine Undercover-Aufnahmen sind hochbrisant – und einzigartig in Europa. Thomas Kuban fragt sich: Wie ist es möglich, dass Neonazis bei menschenverachtender Musik ungestört feiern können? Und: Wie lässt sich das verhindern? Gemeinsam mit dem Regisseur Peter Ohlendorf kehrte er zu den Orten zurück, an denen er versteckt gedreht hat, und konfrontiert staatliche Behörden, Bürger*innen und verantwortliche Politiker*innen mit seinen Aufnahmen.

Timo Büchner und Peter Ohlendorf sind bei allen Veranstaltungen vor Ort und stehen für eine anschließende Diskussion zur Verfügung

Eine Veranstaltung der Gemeinschaftsschule Neuenstein mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

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Geheimsache Rosa Luxemburg Ein musikalischer und bisweilen manipulativer Abend

06.06.2018
26.06.2018, 20:00 Uhr - 26.06.2018, 22:00 Uhr

«Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat» (Rosa Luxemburg)

Eine Linke redet, stört, polarisiert. Rosa Luxemburg (1871–1919) war eine bedeutende Kämpferin, Theoretikerin und Politikerin der europäischen Arbeiterbewegung. Ihr gewaltsamer Tod, die Gefängnisaufenthalte, das unbedingte Einstehen für ihre Ansichten, der Kampf für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter waren einzigartig in der Geschichte. Ihre Briefe zeugen von einer sensiblen und unerschütterlich optimistischen Einstellung. Ihre Reden gelten als brillante Glanzstücke der Rhetorik. Aber sie gilt auch als fehlerhaft, als Kommunistin, als Abtrünnige und Aufhetzerin. Von den einen wird Rosa Luxemburg verherrlicht, von den anderen verdammt.

In einer «Geheimsache» wagt sich portraittheater an das Denken dieser bedeutenden und umstrittenen Vordenkerin heran. Was hat sie zu Themen wie Pazifismus, Kapitalismus, Finanzsystem und Demokratie zu sagen? Und warum eckt diese Person immer noch an?

Die Schauspielerin Anita Zieher und die Percussionistin Ingrid Oberkanins agieren mal dialogisch, mal diametral auf der Bühne, sind mal ganz weit weg von der Figur, werden dann zu ihrer Stimme und lassen so ein komplexes Bild einer Frau entstehen, die gesagt hat, was ist.

Texte: Sandra Schüddekopf, Anita Zieher sowie Originaltexte von Rosa Luxemburg
Regie: Sandra Schüddekopf
Bühnenkonzept: Eva-Maria Schwenkel
Komposition: Ingrid Oberkanins
Es spielen: Anita Zieher (Schauspiel), Ingrid Oberkanins (Percussion)

Veranstaltung in Kooperation mit dem Theater am Olgaeck

Anita Zieher gab Luxemburg Stimme, Gesicht und Haltung. Und zwar in allen Facetten des Menschlichen. Sie wechselte zwischen dem harten Duktus der Rednerin, der Leidenschaft einer Gesellschaftspolitikerin, der Süffisanz eines streitlustigen «Weibes», der Zerbrechlichkeit einer Liebenden, der Freude einer Gärtnerin. Scheinbar mühelos, permanent präsent, in allen Ambivalenzen.
Ein mitreißender Abend …
Oberösterreichische Nachrichten

Zieher zeigt die Luxemburg in ihren Widersprüchen – Vergötzung der Arbeiterschaft –, nüchtern und sachlich, kongenial begleitet von Ingrid Oberkanins am Schlagwerk. Nach 100 Minuten Standing Ovations.
Neues Volksblatt
 
Anita Zieher ist auch optisch ganz und gar auf Rosa Luxemburg getrimmt. Sie nimmt ihre Besucher mit auf einen mehr als eineinhalbstündigen Monolog durch Rosa Luxemburgs Leben … Eine imponierende Gestalt, ein ebensolcher Abend.
Kronen Zeitung

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Gesundheitspolitik neu denken Für ein solidarisches Gesundheitssystem

06.06.2018
20.06.2018, 20:00 Uhr - 20.06.2018, 22:00 Uhr

Seit mehr als drei Jahrzehnten wird an unserem teils öffentlichen, teils versicherungsabgesicherten Gesundheitssystem herumgedoktert. Meistens gilt als Ziel die Kostenreduktion, seltener eine vollständige Neuregelung der Gesundheitsversorgung. Ergebnis all dieser Versuche ist ein neoliberal überformtes Gesundheitswesen, dessen zentrale Maxime die Wirtschaftlichkeit geworden ist. Statt immer wieder darüber nachzudenken, an welchen Stellschrauben gedreht werden könnte – so wie auch die Gesundheitspolitik der neuen Großen Koalition es tut -, gilt es, die Gesundheitsversorgungen auf neue Füße zu stellen. Das heißt, das Gesundheitswesen muss als Teil einer Sozialen Infrastruktur gedacht und konzipiert werden. Darunter versteht die Redaktion von links-netz die Einrichtungen, die gewährleisten, dass wichtige Grundbedürfnisse allen Menschen in rechtsverbindlich abgesicherter Weise kostenlos oder zumindest kostengünstig zur Verfügung stehen. Dazu gehört es, Formen der sozialen Sicherung anzuvisieren, die zu einer emanzipativen Veränderung der herrschenden Vergesellschaftungsform insgesamt beitragen. Ein solches Modell für das Gesundheitswesen zu entwerfen, ist Gegenstand dieses Vortrags.

Eva-Maria Krampe ist Redaktionsmitglied der Online-Zeitschrift links-netz, auf die das Konzept der Sozialen Infrastruktur zurückgeht. Als Transformationsstrategie zielt der Ansatz jenseits einer bedingungslosen Grundsicherung auf den Ausbau von kostenfrei zu nutzenden öffentlichen Gütern und Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Kultur, Verkehr und Wohnen. DIe Autorin ist Fachreferentin für Qualitätsmanagement an der Frankfurt University of Applied Sciences. Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind Pflege und Gesundheitswesen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Tübinger Bündnis für mehr Personal in unseren Krankenhäusern

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Clara Zetkin Initiatorin des Internationalen Frauentags und Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht

06.06.2018
20.06.2018, 19:00 Uhr - 20.06.2018, 21:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Nicola Hille & Anna Held

Die Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin (1857-1933) war eine der leidenschaftlichsten Vorkämpferinnen für das deutsche Frauenwahlrecht. Bereits 1907 veröffentlichte sie die Abhandlung «Zur Frage des Frauenwahlrechts», in der sie die Notwendigkeit eines Stimmrechts für Frauen – in deutlicher Abgrenzung zu der bürgerlichen Frauenbewegung – primär aus der kapitalistischen Produktionsweise ableitete.

Auf dem Internationalen Sozialisten-Kongress in Stuttgart hielt Zetkin 1907 einen Vortrag, dessen zentrale Aussage lautete: «Ein Stimmrecht ohne ökonomische Freiheit ist nicht mehr und nicht weniger als ein Wechsel ohne Kurs». Zugleich war Clara Zetkin Initiatorin des Internationalen Frauentags, der erstmals 1911 zeitgleich in Deutschland, Dänemark, Österreich, der Schweiz, Bulgarien und den USA stattfand und auf dem explizit und lautstark das Frauenwahlrecht gefordert wurde.

Zunächst fand der Internationale Frauentag als jährlicher Festtag noch ohne festes Datum statt. Der 8. März wurde erst 1921 offiziell festgelegt. Von 1892 bis 1917 gab Clara Zetkin die Zeitschrift «Die Gleichheit» heraus, in der sie erläuterte, dass die Erkämpfung von Stimm- und Wahlrechten «keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte» seien.

Anlässlich des 85. Todestags von Clara Zetkin am 20. Juni 2018 möchten wir mit einem Vortrag an die Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin erinnern.Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Vortrags wird die Rede von Clara Zetkin sein, die sie am 22. August 1907 auf dem Internationalen Sozialisten-Kongress in Stuttgart hielt. In einem historischen Rückblick möchten wir aufzeigen, mit welchen Zielen und Erwartungen sich Zetkin für das aktive und passive Wahlrecht für Frauen einsetzte und welche parteiübergreifenden und gesamtgesellschaftlichen Hoffnungen sie mit dem Internationalen Frauentag verband.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Gleichstellungsreferat der Uni Stuttgart und dem Waldheim Sillenbuch. Clara-Zetkin-Heim 

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Schulbauoffensive ganz privat

06.06.2018
08.06.2018, 19:00 Uhr - 08.06.2018

Der Berliner Senat möchte die sogenannte Schulbauoffensive durchführen. Diese sieht u. a. mit einem Budget von 10 Millionen Euro die Sanierung alter Schulen vor. Das hört sich ja erst mal ganz gut an. Jedoch werden die Bau- und Sanierungsaufgaben an die HoWoGe GmbH ausgegliedert, der im Gegenzug für 20 bis 30 Jahre die entsprechenden Schulgrundstücke und -gebäude übertragen werden. Auch wenn es sich dabei um eine landeseigene GmbH handelt, werden betroffene Schulen ins Privatrecht überführt. Letztlich kann dies somit als Privatisierung der Schulen interpretiert werden.

Die „Volksinitiative: Unsere Schulen“ befürchtet in der Folge intransparente Verträge, weitere Privatisierungen und die Entstehung von Spekulationsobjekten. Deswegen engagiert sie sich mit einer großangelegten Unterschriftensammlung für eine öffentliche Anhörung zum Schulbau. Ihr Vorhaben stellen sie am Freitag im FAU-Lokal vor (8. 6., Grüntaler Straße 24, 19 Uhr).

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Karl Marx und die Geburt der modernen Gesellschaft Biographie, Politik und Werk. 1818-1841

06.06.2018
19.06.2018, 19:00 Uhr - 19.06.2018, 21:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Dr. Michael Heinrich

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx wird der Autor Michael Heinrich den ersten Band einer dreiteiligen neuen Marx-Biographie vorlegen und an diesem Abend vorstellen. Unter den bereits existierenden mehr als 25 umfangreichen Marx-Biographien nimmt bisher keine Leben und Werk von Marx gleichermaßen in den Blick. Mit dieser Biographie soll genau das versucht werden. Denn ohne Kenntnis des Lebens von Karl Marx, seiner Konflikte und Kämpfe und der zeitgenössischen Auseinandersetzungen lässt sich die Entwicklung seiner Werke nicht begreifen. Andererseits lassen sich aber auch die Wendungen des Marxschen Lebensweges nicht ohne sein Werk verstehen. Ein genauerer Blick wird so manche Legende zerstören, die bislang unkritisch kolportiert wurde.

Einen umfassenden Überblick über das Projekt Karl-Marx-Biografie mit zahlreichen Texten, Interviews und Videos finden Sie hier.

Der Politikwissenschaftler Michael Heinrich forscht und publiziert seit vielen Jahren über Karl Marx und seine Werke. Er lehrte und lehrt an Universitäten und Hochschulen in Wien und Berlin.

 

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Beitragen statt Aufrechnen – Commoning statt äquivalentes Tauschen

06.06.2018
15.06.2018, 19:00 Uhr - 15.06.2018, 21:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Dr. Sigrun Preissing (Wirtschaftethnologin & Praktikerin, Tübingen)

In Deutschland und weltweit gibt es zahlreiche Projekte, die sich zum Ziel gesetzt haben die äquivalente Tauschlogik untereinander außer Kraft zu setzen und damit die Qualität ihres Wirtschaftens im kleinen Rahmen grundsätzlich zu verändern. Eines dieser Projekte ist der «Pappelhof». Es besteht aus einer Gruppe von 800 Menschen, die rund um einen landwirtschaftlichen Betrieb gruppiert, Geben und Nehmen entkoppelt haben. Sie produzieren für- und miteinander oder tragen anderweitig zur gegenseitigen Bedürfnisbefriedigung bei. Gleichzeitig kann sich jede Person unabhängig von ihrem Beitragen nehmen, was sie benötigt. Wie verändern sich die Beziehungen zwischen beteiligten Personen, wenn sie nicht mehr miteinander abrechnen? Wie verändert sich das Verhältnis zur Landschaft, den Dingen, der Mitwelt, wenn sie Teil eines Beitragsprozesses zwischen Menschen sind und nicht durch Verkauf «in Wert gesetzt» werden? Was bedeutet «Wert» in einem Kontext, in dem nicht aufgerechnet wird? Zudem können sich die Besucher_innen im Rahmen der Veranstaltung über einen in Stuttgart geplanten Leihladen informieren, der ebenfalls ein Projekt der Beitragsökonomie sein wird.

Dr. Sigrun Preissing hat zwei Jahre in diesem Netzwerk geforscht und ist gleichzeitig selbst seit 20 Jahren Teil unterschiedlicher Beitragsökonomien.

Veranstaltung in Kooperation mit teilbar e.V.

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Marx200: Karl Marx und die Entstehung der Arbeiterbewegung

06.06.2018
12.06.2018, 19:00 Uhr - 12.06.2018, 21:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Erhard Korn (Vorsitzender Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg)

«Er ist wieder da» schrieb vor kurzem sogar Die Zeit auf ihrer Titelseite. Lange galt er als veraltet, als toter Hund. Wirtschaftskrisen und Armut seien verschwunden. Da wird – 150 Jahre nach dem Erscheinen von Marx` Hauptwerk «Das Kapital» ein Buch über das Kapital im 21. Jahrhundert zum Bestseller und Gewerkschafter/innen diskutieren über die «Klassenfrage».

Erhard Korn, Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg, zeigt auf, wie die Arbeiterbewegung im 19. Jh. entstand, wie ihre Organisationen sich entwickelten und wie der junge Marx schon ab den 1840er Jahren mit Engels Einfluss darauf nahm.

Was sagt uns dieser Marx heute – in seinem 200. Geburtsjahr?

Veranstaltung in Kooperation mit den Freidenkerinnen & Freidenkern Ulm/Neu-Ulm

Der Vortrag ist Teil des Projektes Marx200 der Rosa-Luxemburg-Stiftung, das ganzjährig 2018 mit Veranstaltungen, Publikationen, Debattenbeiträgen und einem multimedialen Angebot das Jubiläum des 200. Geburtsages von Karl Marx begleitet.

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Demokratieschutz als Staatsschutz – der Feind steht links Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «45 Jahre JUZ-Friedrich-Dürr in Mannheim»

06.06.2018
07.06.2018, 19:30 Uhr - 07.06.2018, 21:30 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Maximilian Fuhrmann

Die BRD versteht sich als wehrhafte Demokratie. Um die Demokratie zu schützen werden Verfassungsfeinde bzw. Extremist_innen präventiv bekämpft. Als Extremist_in gilt, wer gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung opponiert. Doch wer entscheidet darüber, wann dies der Fall ist? Warum läuft diese Form des Demokratieschutzes in erster Linie auf den Schutz des Staates hinaus und warum fordert die AfD vehement eine Neuauflage der Extremismusklausel?
 
Maximilian Fuhrmann rekonstruiert in seiner Doktorarbeit das politische Selbstverständnis der BRD

ab 19 Uhr: Vokü

Veranstaltung in Kooperation mit INPUT Mannheim/Heidelberg im Rahmen des Jugendbildungsprogramms und mit dem Jugendzentrum «Friedrich Dürr» Mannheim

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50 Jahre «1968» Bini Adamczak über das Begehren nach gesellschaftlichen Beziehungsweisen der Solidarität

06.06.2018
06.06.2018, 20:00 Uhr - 06.06.2018, 22:00 Uhr

Diskussion/Vortrag mit Bini Adamczak

Im Oktober 2017 jährt sich die Russische Revolution zum 100. Mal. Anlass genug, die Ereignisse von 1917 durch das Prisma 1968 zu betrachten und beide Revolutionen in ein Verhältnis wechselseitiger Kritik zu bringen. Während 1917 auf den Staat fokussierte, zielte 1968 auf das Individuum. In Zukunft müsste es darum gehen, die »Beziehungsweisen« zwischen den Menschen in den Blick zu nehmen. Das Buch analysiert die revolutionären Geschlechterverhältnisse als Verhältnisse, die zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, «Nahbeziehungen» und «Fernbeziehungen» geknüpft sind – das Geschlecht der Revolution. So tritt ein Begehren zutage, das nach wie vor seiner Realisierung harrt: das Begehren nach gesellschaftlichen Beziehungsweisen der Solidarität.

Bini Adamczak lebt in Berlin und arbeitet als Autorin und Künstlerin zu politischer Theorie, queerfeministischer Politik und der vergangenen Zukunft von Revolutionen. Zum Thema veröffentlichte sie 2017 den Band «Beziehungsweise Revolution: 1917, 1968 und kommende» (edition suhrkamp, 2017).

Ab 19:00 Uhr veganes Essen im Infoladen.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Infoladen Tübingen

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Mit Menschrechten spielt man nicht!

06.06.2018
07.06.2018, 08:00 Uhr - 07.06.2018, 10:00 Uhr

Auf dem Spielfeld der Politik stehen Menschen. Es sind Familienangehörige von subsidiär geschützten Flüchtlingen, die auf ein Visum für die Familienzusammenführung warten.

Die meisten von ihnen werden mit dem geplanten ‚Familiennachzugs­neuregelungsgesetz‘ vom Familiennachzug ausgeschlossen. Denn das Gesetz schafft den Rechtsanspruch auf Familienzusammenführung für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz ab.
Gleichzeitig soll das geplante Gesetz Kriterien festlegen, nach denen 1000 Personen pro Monat ausgewählt werden, die als „Humanitäre Fälle“ einreisen dürfen.
Wie kann es dafür faire Kriterien geben? Die Familien von subsidiär geschützten Geflüchteten leben in Kriegs­gebieten oder unter menschenunwürdigen Bedingungen in Übergangslagern oder auf der Straße. Wer von ih­nen soll kein „Humanitärer Fall“ sein? Wenn das Gesetz in Kraft tritt, wird darüber Willkür von Behörden oder der Zufall entscheiden.

  • Wer von den Menschen auf dem Feld wird es schaffen, ausreichend Belege und Beweise für eine Huma­nitäre Notsituation vorzulegen und damit die Botschaft überzeugen?
  • Wer von den Familienangehörigen in Deutschland wird die nächste Hürde schaffen? Die zuständige Aus­länderbehörde muss überzeugt werden, dass ausreichende Integrationsleistungen erbracht wurden.
  • Und die letztendliche Auswahl der 1000 Menschen pro Monat, soll das Bundesverwaltungsamt treffen. Nach welchen Kriterien wird es entscheiden? Das weiß niemand.

Eines ist klar in diesem bösen Spiel: Es können nicht alle gewinnen.
Dieses Gesetz soll uns spalten, indem es Visumverfahren zu einem Wettbewerb macht und die Betrof­fenen in direkte Konkurrenz zueinander bringt.
Nein, das lassen wir nicht zu. Wir werden gemeinsam kämpfen, bis alle unsere Familien hier sind.

Grundrechte dürfen nicht von Quoten abhängen!

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