bewegung.taz.de

Subscribe to bewegung.taz.de feed
Updated: 4 hours 22 min ago

16 Tage gegen Gewalt an Frauen

11.10.2018
25.11.2018, 10:59 Uhr - 12.12.2018, 18:00 Uhr

Am 25. November starten die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

Im Kampagnenzeitraum zwischen dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und dem Internationalen Tag für Menschenrechte finden auf der ganzen Welt Aktionen statt.

Veranstaltungen im Rahmen der 16 Tage finden Sie hier im
Veranstaltungskalender

Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Ausstellungen, Straßenaktionen, Ringvorlesungen ... – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, für dieses globale Problem zu sensibilisieren und betroffenen Frauen Unterstützung und hilfreiche Informationen anzubieten.

16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ist eine internationale Kampagne, die jedes Jahr von 25. November bis 10. Dezember stattfindet. Auf der ganzen Welt nützen Fraueninitiativen den Zeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember), um auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen. Österreich nimmt seit 1992 an der Kampagne teil.

Sie wollen eine Veranstaltung auf unserer Website ankündigen?
Bitte einfach eine E-Mail mit Titel, Ort, Datum, Uhrzeit und einer kurzen Beschreibung Ihrer Veranstaltung an informationsstelle@aoef.at schicken.

Wie können Sie sich an der Kampagne 16 Tage gegen Gewalt beteiligen?
Setzen Sie ein Zeichen mit der Fahnenaktion "Frei leben ohne Gewalt".
Informieren und sensibilisieren Sie mit einer Veranstaltung: Podiumsdiskussionen, Workshops, Informationsveranstaltungen, Kunstausstellungen, Filmvorführungen – die Liste der Veranstaltungen, die in ganz Österreich im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen organisiert werden ist lang und wird immer länger.

 

Die Geschichte der 16 Tage gegen Gewalt

Der 25. November erinnert als Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen an die Ermordung der Schwestern Mirabal. Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal wurden an diesem Tag im Jahr 1960 nach monatelanger Verfolgung und Folter vom dominikanischen Geheimdienst brutal ermordet. Seit 1999 ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen von den Vereinten Nationen anerkannt. Für den Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser ist dies neben dem 8. März der jährliche Hauptaktionstag und Auftakt für die Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Der 10. Dezember ist seit 1948 der Internationale Tag für Menschenrechte und bildet den Abschluss der Kampagne.


Der Verein AÖF beteiligt sich auch 2018 an der Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen". Detaillierte Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie dem jeweiligen Link:

  • Auftakt- und Abschlussveranstaltung "Eine von fünf: Kinder/Jugendliche als (Mit-)Betroffene von häuslicher Gewalt" in Kooperation mit dem Zentrum für Gerichtsmedizin der MedUni Wien und der Volksanwaltschaft (26. November bzw. 13. Dezember 2018)  - Einladungsfolder/Programm: PDF

 

Für weitere Informationen und Termine wenden Sie sich bitte an: informationsstelle@aoef.at

https://www.aoef.at/index.php/16-tage-gegen-gewalt

 

Categories:

Kohle erSetzen! goes Ende Gelände

11.10.2018
25.10.2018, 10:00 Uhr - 29.10.2018, 18:00 Uhr

Hallo liebe Kohle erSetzen!-Aktivist_innen und Interessierte, 

wir melden uns bei euch, weil es Neuigkeiten gibt. Und weil es im Moment dringender denn je ist, sich für Klimagerechtigkeit einzusetzen. 

Seit einigen Wochen müssen wir dabei zusehen, wie die Besetzung im Hambacher Wald von der Polizei, zum Teil mit massiver Gewalt, geräumt wird. Dabei fallen Bäume, Menschen werden festgenommen, Hoffnungen zerstört. Gleichzeitig formiert sich ein immer breiterer Widerstand, der ganz deutlich zeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung will, dass der Hambacher Wald bleibt. 

Vielleicht war die eine oder der andere von euch in den letzten Wochen schon im oder für den Wald aktiv. Vielleicht wart ihr bei einer Demo, habt ein Baumhaus gebaut, habt versucht, Räumungen durch Sitzblockaden zu verhindern oder habt eine Soliaktion in eurer Stadt organisiert. Vielleicht gibt es auch einige von euch, die sich ohnmächtig fühlen, angesichts dieser scheinbaren Übermacht von Polizei, RWE und der Landesregierung in NRW. Egal, ob ihr bisher schon aktiv wart oder ob ihr euch noch nicht getraut habt, egal, ob ihr Baumbesetzer_innen seid oder ob ihr die Geschehnisse im Wald „nur“ über Twitter verfolgt habt: Wir wollen euch mitnehmen. 

Wie ihr vielleicht schon wisst, findet Ende Oktober die Massenaktion Zivilen Ungehorsams „Ende Gelände“ statt. Dabei werden tausende Menschen sich der Braunkohleinfrastruktur entgegensetzen, die den Wald mehr und mehr verschlingen will. Damit sollen ein klares Zeichen für den Erhalt des Hambacher Waldes gesetzt und möglichst viele Menschen für Klimagerechtigkeit mobilisiert werden. Wir von Kohle erSetzen! wollen dabei sein. Wir wollen mit euch gemeinsam in Aktion gehen, aufeinander aufpassen und die Sachen, die wir in den letzten beiden Aktionen von Kohle erSetzen! gelernt haben, anwenden. 

In der Vergangenheit haben sich unsere Aktionen vor allem dadurch ausgezeichnet, dass wir versucht haben sie verhältnismäßig niedrigschwellig zu halten. Dazu gehörten zum Beispiel sehr geringe rechtliche Konsequenzen, eine intensive und ausführliche Vorbereitung und verhältnismäßig wenige Aktivist_innen (und dadurch eine übersichtlichere Aktion). Natürlich können wir das nicht eins zu eins auf Ende Gelände übertragen. Wir beteiligen uns dort an einer von Anderen vorbereiteten Aktion und haben Vertrauen in den Rahmen, der von Ende Gelände gesetzt wird. Und trotzdem wollen wir Elemente von Kohle erSetzen! mit in die Aktionen nehmen, die uns immer wichtig waren: Wir möchten Menschen, die noch nicht viel Erfahrung mit Aktionen Zivilen Ungehorsams haben, die Möglichkeit geben sich am Widerstand gegen RWE zu beteiligen. 

Wir werden Bezugsgruppen bilden, mit Menschen, die schon bei Kohle erSetzen! dabei waren oder sich Kohle erSetzen! verbunden fühlen. Dadurch werdet ihr sicherlich einige vertraute Gesichter sehen. Wir werden gemeinsam in das Abenteuer Ende Gelände starten!

Seid ihr dabei?

25.-29. Oktober

Rheinisches Braunkohlerevier

Mehr Infos: https://www.ende-gelaende.org/de/

In den kommenden Wochen werden sich unsere Pläne immer weiter konkretisieren und ihr bekommt wie immer Infos über den Newsletter, unsere Website und unsere Social Media Kanäle: 

Website: http://www.kohle-ersetzen.de/

Facebook: https://www.facebook.com/kohleersetzen/

Twitter: https://twitter.com/Kohle_erSetzen

Instagram: https://www.instagram.com/kohleersetzen/?hl=de

Bis bald im Wald!

Die Herbst-Crew von Kohle erSetzen!

http://www.kohle-ersetzen.de/category/allgemein/aktuelles/

 

Categories:

Grätzelhood - Globale Stadt lokal gestalten

11.10.2018
24.10.2018, 10:37 Uhr - 28.10.2018, 20:00 Uhr

Grätzelhood - Globale Stadt lokal gestalten

urbanize! 2018 verbindet Grätzel und Hood zur Erkundung von lokaler Gestaltungsmacht in einer globalen Welt. Das Festival untersucht Nachbarschaft als Ausgangspunkt für Demokratisierung, Teilhabe und Empowerment, fragt nach Strukturen des Ermöglichens für eine kollaborative Stadtentwicklung in den Feldern Politik, Ökonomie und Planung, präsentiert internationale Good Practice aus Berlin, London, Zürich und Warschau, erforscht mit zahlreichen Stadterkundungen die Nachbarschaft, bringt Menschen und Wissen in zwei Vernetzungsforen zusammen und will mit der Workshop-Reihe "how to ... Change!" mithelfen, vom Reden ins Handeln zu kommen.

https://urbanize.at/

Categories:

Kohle stoppen – Klimaschutz jetzt!

11.10.2018
01.12.2018, 12:00 Uhr - 01.12.2018, 16:00 Uhr

 

► 01.12.18 | 12 Uhr | Köln, Deutzer Werft & Berlin, Kanzleramt 

• Demonstration: Kohle stoppen – Klimaschutz jetzt!

Tempo machen beim Kohleausstieg!

Im Dezember geht es gleich doppelt ums Klima: Beim Weltklimagipfel in Polen und in der Kohle-Kommission in Berlin. Während die Welt im polnischen Kattowitz über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verhandelt, entscheidet sich in Berlin, ob Deutschland seine Versprechen wahr macht – und schnell aus der Kohle aussteigt.

Und die Zeit drängt. Der Hitzesommer 2018 hat uns erneut bewusst gemacht: Der Klimawandel erhöht die Zahl extremer Wetterereignisse schon heute. Immer mehr Waldbrände und Hitzewellen, lang anhaltende Dürren, Überschwemmungen und Missernten sind die Folge. Im Globalen Süden sind die Folgen der Klimakrise besonders verheerend: Sie verschärfen Hunger und Armut und zwingen viele Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat. Wir müssen jetzt handeln, um die Erderhitzung zu stoppen und eine ungebremste Klimakatastrophe in der Zukunft zu verhindern - für uns alle und die kommenden Generationen. Als reiches Industrieland steht Deutschland besonders in der Verantwortung beim Klimaschutz voranzugehen und das Pariser Klimaabkommen konsequent umzusetzen. Das bedeutet auch, die ärmsten und verwundbarsten Länder im Kampf gegen den Klimawandel besonders zu unterstützen.

Doch die Große Koalition versagt beim Klimaschutz: Das Klimaschutzziel 2020? Aufgegeben. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien? Ausgebremst. Der Ausstieg aus der Kohle? Aufgeschoben. Die Bundesregierung, die in der internationalen Klimapolitik einmal Antreiberin war, droht endgültig zur Bremserin zu werden.

Das wollen und werden wir ändern. Zusammen mit vielen tausend Menschen. Am 1. Dezember in Köln, vor den Toren des größten Braunkohlereviers Europas, und in Berlin, vor der Haustür der Bundesregierung. Wir rufen all den Verzagten in der Bundesregierung und der Kohlekommission zu: Wir müssen die weitere Erderhitzung stoppen und dafür den sozialverträglichen Kohleausstieg schnell und kraftvoll beginnen!

Die zentralen Forderungen der Demonstrationen sind:

• Das Pariser Klimaabkommen umsetzen: Klimaziele verschärfen und faire Unterstützung für arme und am stärksten von den Folgen betroffene Länder im Kampf gegen den Klimawandel.

• Die Hälfte der Kohlekraftwerkskapazitäten in Deutschland abschalten – und zwar so schnell, dass das Klimaziel der Bundesregierung für 2020 noch erreicht wird.

• Ein gesetzlicher Fahrplan für einen schnellen Kohleausstieg ,mit dem das Pariser Klima-Abkommen und die nationalen Klimaziele eingehalten werden.

• Der sofortige Stopp aller Pläne für neue Kohlekraftwerke, Tagebaue und -erweiterungen.

• Die zielgerichtete Unterstützung der Beschäftigten und eines sozialökologischen Strukturwandelprozesses in den betroffenen Kohle-Regionen.

Der Aufruf und alle wichtigen Infos online: http://www.klima-kohle-demo.de/aufruf/

Die Demos beginnen zeitgleich um 12 Uhr in Köln und Berlin:

• In Köln startet die Demo an der Deutzer Werft am Rheinufer, führt über die Brücke in die Altstadt und zurück.

• In Berlin verläuft die Demo-Route vom Kanzleramt über die Spree durch das Regierungsviertel zur Friedrichstraße und zurück.

Die Treffpunkte sind: 

• Deutzer Werft, 50679 Köln (Marsch zum Dom)

• Kanzleramt, Willy-Brandt-Str. 1, 10557 Berlin

Categories:

Kurze Geschichte der Antisemitismusdebatte innerhalb der deutschen Linken“

10.10.2018
22.10.2018, 19:00 Uhr - 22.10.2018, 22:00 Uhr

Peter Nowak wird angelehnt an sein gleichnamiges Buch einen
einsteigerfreundlichen Vortrag über die Antisemitismusdebatte seit den
1980er Jahren in Deutschland halten. Im Klappentext heißt es: „Das Buch
bietet den Leser*innen einen Überblick über die Geschichte des
Antisemitismusstreits und gibt ihnen so die Möglichkeit, sich eine
eigene Position in einer Auseinandersetzung zu bilden, die in den
letzten beiden Jahrzehnten die Linke aller Fraktionen und Strömungen
beschäftigt hat.“ Wir hoffen auf einen ausgewogenen und kritischen
Vortrag und auch auf eine solche (respektvolle) Diskussion danach. Im
Idealfall können Scheingefechte aufgedeckt, Kritikpunkte verfeinert und
neue Perspektiven ermöglicht werden.

Categories:

mkämpftes Wohnen – Neue Solidarität in den Städten

10.10.2018
12.10.2018, 20:00 Uhr - 12.10.2018, 22:30 Uhr

Die Aufwertung ganzer Stadtteile und die Vertreibung von
einkommensschwachen Bevölkerungsteilen ist so alt wie der Kapitalismus, der Widerstand der betroffenen Mieter_innen ebenfalls. Nur wurde dieser Widerstand in der Geschichtsschreibung oft nicht erwähnt. Die heutige Mieter_innenbewegung und die Kämpfe gegen Zwangsräumungen, die seit einigen Jahren in verschiedenen Städten entstanden sind, stehen in dieser Traditionslinie. Dieser Widerstand richtet sich nicht nur gegen die Gentrifizierung, sondern auch gegen eine gezielte Verarmungspolitik,
die in Deutschland Namen wie Hartz IV und Niedriglohnsektor trägt. Auf der Veranstaltung wird der Journalist Peter Nowak auf diese Kämpfe eingehen. Er hat in den letzten fünf Jahren in der Edition Assemblage Bücher zum Widerstand von Erwerbslosen, Mieter_innen und prekär Beschäftigten herausgegeben. Zurzeit arbeitet er gemeinsam mit dem Filmemacher Matthias Coers an dem Buch „Umkämpftes Wohnen – neue Solidarität in den Städten“.

Veranstalterinnen: Interventionistische Linke Aschaffenburg & Edition Assemblage

Categories:

Krieg? Ohne uns! Desertion und Militärstreik im I. Weltkrieg

10.10.2018
24.11.2018, 19:00 Uhr - 24.11.2018

In einer etwa 75-minütigen Szenischen Lesung werden Rudi Friedrich von Connection e.V. und der Gitarrist Talib Richard Vogl denjenigen Raum geben, die sich mit ihrer Desertion oder auf andere Art und Weise gegen den I. Weltkrieg wandten. Mit Texten u.a. von Dominik Richert, Ernst Toller, Wilhelm Lehmann und Richard Stumpf, mit Gedichten, Liedern und Musik werden sie ihren Erlebnissen, Gedanken, Motiven und Konsequenzen nachgehen, auch mit Verweis auf die aktuelle Bedeutung.

Am I. Weltkrieg 1914 bis 1918 beteiligten sich 40 Staaten, 70 Millionen Soldaten standen unter Waffen. Insbesondere in Westeuropa, auf dem Gebiet Frankreich und Belgiens, entwickelte sich eine Material- und Menschenschlacht zwischen den Kriegsparteien. Für die Soldaten wurden die über Jahre hinweg industrialisiert geführten Gefechte in den Schützengräben zur alltäglichen Realität. Fast zehn Millionen Soldaten starben, die Anzahl der zivilen Opfer wird auf weitere sieben Millionen geschätzt.

In Deutschland war 1914 die Kriegsdienstverweigerung so gut wie unbekannt. Trotz einer anfänglichen Kriegsbegeisterung entzogen sich aber zunehmend Rekruten und Soldaten der Beteiligung am I. Weltkrieg. In den Marinehäfen traten 1918 Soldaten in den Streik. Zwischen 750.000 und 1 Mio. entzogen sich auf unterschiedlichste Art dem Dienst oder verschwanden in der Etappe. Insbesondere im zaristischen Russland und in Deutschland desertierten 1917 und 1918 sehr viele Soldaten. Sie wendeten sich damit gegen die Weiterführung eines Krieges. Es handelte sich um einen verdeckten Militärstreik.

Daran anknüpfend gab es in der Weimarer Republik intensive Diskussionen über Strategien der Kriegsdienstverweigerung und andere Möglichkeiten des Widerstandes gegen Krieg. Die War Resisters‘ International (WRI) wurde aufgrund der Erfahrungen von Kriegsdienstverweigerern nach dem I. Weltkrieg 1921 gegründet. In einigen nachfolgenden und auch in aktuellen Kriegen hatte und hat die Verweigerung der Kriegsbeteiligung große Bedeutung. Die Erfahrungen des I. Weltkrieges zeigten, dass Kriegsdienstverweigerer und Deserteure Unterstützung und Schutz vor dem Zugriff der kriegsführenden Parteien brauchen. Das gilt bis heute.

Rudi Friedrich (Trompete, Lautpoesie, Lesung) und Talib Richard Vogl (Gitarre, Lautpoesie, Lesung) bieten mit einer tiefsinnig und kurzweilig gestalteten Szenischen Lesung einen aufschlussreichen Einblick in die damalige Zeit. Nach der Szenischen Lesung wird es die Möglichkeit für Fragen und Diskussion geben.

 

Web: http://www.idk-info.net

Veranstalter: Internationale der Kriegsdienstgegner*innen e.V. (IDK), Internationale Liga für Menschenrechte e.V., Connection e.V. und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

© Internationale der Kriegsdienstgegner*innen e.V. (IDK)

Categories:

A-Radio-Soliparty - im Syndikat!

10.10.2018
13.10.2018, 21:00 Uhr - 14.10.2018, 07:00 Uhr

Feiert am Samstag ab 21 Uhr mit uns mit - und unterstützt Radioprojekte in Lateinamerika!

Es gibt Musik, Live und aus der Konserve, Cocktails und mehr.
Und nebenbei könnt ihr auch eure Solidarität mit dem Syndikat zeigen, der Kiezkneipe in Neukölln, die uns die Party überhaupt erst ermöglicht und jetzt um ihr Überleben kämpft, nachdem sie ihre Kündigung zum 31.12.2018 erhielt. Nicht mit uns!!!

Am 12.10. um 18 Uhr gibt es eine Solidaritätskundgebung vor dem Syndikat! Mehr Infos hier: https://twitter.com/syndikat44/status/1049313989979787264.

Jedes Jahr organisieren wir eine große Soli-Party. Mit dem Geld unterstützen wir das internationale A-Radio-Netzwerk, das euch jeden 15. des Monats "Bad News" auf Englisch bringt, ebenso wie Radioprojekte in aller Welt. Dieses Mal legen wir unseren Fokus auf Projekte in Lateinamerika, die im Rahmen eines Karawanenprojekts weltweite Aufmerksamkeit auf die Situation und den Kampf der indigenen Mapuche in Chile und Argentinien legen wollen.

Das Line-Up:
* Luk
* Yuppiescheuche
* DJ*anes

** Tommy Baumann (Garage Soul Beat Punk)
**  - tbc

WANN: 13.10., ab 21:00
WO: Syndikat, Weisestr. 56 (Neukölln)
Eintritt: Spende!

Wir sehen und hören uns!

Mehr Infos und Audios: aradio.blogsport.de

Categories:

Das Elend der Liebe-Intermedialer Tag

09.10.2018
20.11.2018, 17:00 Uhr - 20.11.2018, 23:00 Uhr

Musikalisch, künstlerische, philosophische Betrachtung über die Liebe

  • 17.00 Kunstpräsentation von talentCAMPus 18plus
  • Kunstausstellung
  • 18.30 Workshop,Bilderklänge – musikalischer Improvisationsworkshop zu Bildern
  • 20.00 Konzert
  • 21.30 Tanz

Kunstausstellung

Angela Hampel (Beamerprojektion), Erika Matsunami (Installation), Angiola Bonanni (Video), Malerei: Katrin Salentin, Witalij Frese, Nina Bruchhaus, Frank Jimin Hopp, Camille Lacroix, Christina Huber, Jamila Barakat

Kunstpräsentation von talentCAMPus 18plus

Projektleitung: Cornelia Dannenberg, Projektdurchführung: Veronika Urban, Dolmetscher: Yasser El-Gabaly, Assistenz: Nathalie Schramke, Teilnehmer: Hayelom Tsge, Habtom Gesehaye, Genet Zeratsion, Teklamaryam Hayleb, Senait Tamene, Debessay Beyen, Ghrmatsien Haile, Gerensa Kiglezgi, Fukadu Tewelde (Gefördert vom Kulturamt Steglitz-Zehlendorf, VHS Steglitz-Zehlendorf und Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Workshop für Jugendliche ab 16 J. und Erwachsene

Bilderklänge – musikalischer Improvisationsworkshop zu Bildern von Angela HampelWie klingen Facetten der Liebe? Wie klingt die Farbe grau? Wie hört sich zarter Bleistiftstrich an? wie klingt ein roter Punkt? Mit dem eigenen Instrument oder mit der Stimme begeben wir uns im Workshop gemeinsam auf den Weg, Klänge zu den Bildeindrücken zu suchen und diese in der Gruppe zu verbinden. Du bist eingeladen, unbekannte Facetten deines Instrumentes/deiner Stimme zu entdecken und deine Wahrnehmung des Bildes zu vertiefen. Kursleitung: Hanna-Lena Kühn (Musikpädagogin/ Chorleiterin) Teilnehmerzahl begrenzt, Voranmeldung erbeten unter hanna.lena.kuehn@gmail.com . Falls vorhanden, gerne eigenes Instrument mitbringen.

Konzert

mit Anja Oehming (Vocal), Dorothea Mader (elektronische Flöte), Robert Würz (Saxophon)

Tanz

Joya Geiger, Joana Marcus, Mathilda Basseti, Hannah Zauner, Johanna Faber

Categories:

Anerkennung von Kompetenzen – eine gesellschaftliche Aufgabe

09.10.2018
25.10.2018, 10:00 Uhr - 25.10.2018

Seit Beginn der Migration nach Deutschland geht es auch immer um die Anerkennung von Lernleistungen und Erfahrungen. Auf Europaebene läuft es aktuell unter „Skills Validation“ als Chefsache der Kommission. Die komplizierten Wege zur Anerkennung werden spätestens seit Zeiten der Aussiedler_innen nur schrittweise weiterentwickelt. Es geht den Akteuren des Arbeitsmarktes und der Politik um konkrete Reformen und verbesserte Verfahren. Gesetzliche Grundlagen, wie das BQFG von 2012, müssen mit Leben gefüllt werden. Gesellschaftliche Öffnung beginnt hier beim Einzelfall, gewinnt jedoch Fahrt hin zu einer Anerkennungskultur für alle.

Gerade in den Betrieben sehen wir diese solidarische Kultur in der Zusammensetzung der Personal- und Betriebsräte. Gleichzeitig werden hier in der Arbeitswelt Ausgrenzung und eben Nicht-Anerkennung persönlich fühlbar. Die arbeitgeberseitige Diskussion zum Einwanderungsgesetz beispielsweise macht allgemeine Fragen konkret: Welchen Wert schenken wir den Menschen, die weit weg von ihrem Zuhause leben und arbeiten? Wie bemessen wir deren Qualifikation? Wie weit haben sich die Unternehmen auf die Herausforderungen des demographischen Wandels eingestellt? Wie vollständig nutzen wir die Arbeitswelt als Motor der gesellschaftlichen Solidarität? Und: Wie „sortieren“ wir Menschen nach Aufenthaltsstatus und Qualifizierungsstatus? Auf dieser Tagung diskutieren wir diese Fragen aus gesellschaftlicher Sicht und bringen die Arbeitnehmendenperspektive ein.  

 

Kosten 

Teilnahmebeiträge werden nicht erhoben.
Kosten für angebotene Verpflegung übernimmt der Veranstalter.
Reisekosten können entsprechend BRKG erstattet werden. 

Die Tagung findet im Rahmen des Projektes „ANERKANNT! - Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen in der Arbeitswelt durch Arbeitnehmendenvertretungen fördern“ statt.   

Categories:

Queer Lecture: Homophobie ohne Homophobe

08.10.2018
15.10.2018, 19:00 Uhr - 15.10.2018, 22:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit​ Adrian Daub

+++ DIE VERANSTALTUNG FINDET IM TAZ KONFERENZRAUM (1. STOCK) STATT +++

Gender und Sexualität im internationalen Populismus

Innerhalb der Bewegungen der in Europa und den USA derzeit auftrumpfenden populistischen Internationalen sind Schwule und Lesben erstaunlich gut vertreten. Und offiziell haben viele der rechtsradikalen Parteien (insbesondere der Front National) kein Problem mit Homosexualität und Homosexuellen.

Aber gleichzeitig bedienen diese Parteien, gerade mit ihren Angriffen auf die angeblich grassierende „Gender-Ideologie“, hinlänglich bekannte homophobe Klischees. Dieser Vortrag geht den Ursprüngen und der langen Geschichte dieses scheinbaren Widerspruchs nach.
___________
Adrian Daub ist Professor für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaften an der Stanford University, wo er das Programm für Genderstudien leitet. Er ist Autor mehrerer wissenschaftlicher Bücher (u.a. mit Charles Kronengold „The James Bond Songs: Pop Anthems of Late Capitalism”) und schreibt Artikel für deutschsprachige Medien und für „The New Republic“, „n+1“ und andere.
___________
Eine Veranstaltung der Initiative Queer Nations in Zusammenarbeit mit der taz. die tageszeitung.

Categories:

Die Türsteher Europas

08.10.2018
22.10.2018, 19:30 Uhr - 22.10.2018

Zum ersten Mal wurde eine Recherche der taz für das ZDF und Arte verfilmt: 2,1 Millionen Menschen sahen im Sommer die Dokumentation "Türsteher Europas" über die EU-Migrationspolitik in Afrika. Die Deutsche Welle produzierte im September Fassungen in Arabisch und Englisch und strahlte den Film weltweit mehrfach aus. Auch im EU-Parlament wurde der Film bei einer Anhörung im Juni gezeigt.

Die 55-minütige Doku geht auf das taz-Rechercheprojekt Migration Control von 2016 und das daraus hervorgegangene Buch "Diktatoren als Türsteher" der taz-RedakteurInnen Simone Schlindwein und Christian Jakob zurück. Gemeinsam mit dem Regisseur Jan M. Schäfer drehten sie 2017/2018 in zwölf Ländern in Europa und Afrika. Die Kamera führte Thomas Schneider ("Das Kongo-Tribunal").

Sie erkundeten, wie Europa seine Außengrenzen in den afrikanischen Kontinent verschiebt. Die EU investiert Milliarden, um afrikanische Staaten als ihre neuen Grenzschützer aufzubauen. Sie unterstützt auch Diktaturen, die im Gegenzug Grenzen dicht machen. Profiteur dieser Politik ist die Rüstungsindustrie. Die EU bildet afrikanische Sicherheitsbehörden aus und liefert Material.

Nach der Vorführung gibt es ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Jan M. Schäfer und den Drehbuchautor*innen Simone Schlindwein und Christian Jakob.

Mit diesem Abend eröffnet die taz auch die Veranstaltungsräume des taz Cafés in ihrem neuen Haus in der Friedrichstraße 21.


Veranstaltungsinformationen
Wann: Mo., 22.10.2018, 19.30 Uhr
Wo: taz - Neubau, Friedrichstraße 21, 10969 Berlin
Eintritt frei
 
Veranstaltungen der taz unter: http://www.taz.de/!p4692/

Categories:

Vielleicht ist es ja auch krank, den Mund zu halten

07.10.2018
19.10.2018, 17:00 Uhr - 19.10.2018, 19:30 Uhr

Alltagskämpfe bei der Solidarischen Aktion Neukölln (solA)

In unserer Veranstaltung tauschen wir uns zu Erfahrungen mit Stress und psychischer Belastung aus. Wir stellen euch vor, wie wir uns solidarisch miteinander organisieren und uns ganz praktisch im Alltag zur Seite stehen. Bei der Solidarischen Aktion Neukölln unterstützen wir uns gegenseitig bei Stress mit dem Vermieter, der Chefin und dem Jobcenter oder Grundsicherungsamt. Wir stressen zurück!

Categories:

Protestaktion A100 stoppen! Blockade der Kreuzung am S-Bahnhof Treptower Park

06.10.2018
14.10.2018, 15:00 Uhr - 14.10.2018, 16:30 Uhr

Protestaktion am Sonntag 14.10.2018 um 15:00 Uhr
Kein Weiterbau der Autobahn durch Treptow, Friedrichshain & Lichtenberg!
Wir blockieren die Kreuzung Elsenstraße / Puschkinallee am S-Bahnhof Treptower Park

Sei dabei!

Mehr Infos zur Aktion auf www.a100stoppen.de/

Sollte die A100 bis zum Treptower Park fertig gestellt werden, wird uns eine riesige Blechlawine den Platz zum Leben und die Luft zum Atmen nehmen. Sollte die Autobahn weiter bis Friedrichshain und Lichtenberg gebaut werden, wird sich u.a. der Platz vor dem S‑Bahnhof Treptower Park in eine menschenfeindliche Betonwüste verwandeln.

Kommt um 15:00 Uhr zur Kreuzung Elsenstraße / Puschkinallee. Wartet auf dem Fußweg, bis die rote Posaune ertönt.

Wir werden uns dann auf der Kreuzung zu Fuß oder auf dem Fahrrad protestierend bewegen, den Verkehr zum Erliegen bringen und die Kreuzung in eine grüne Oase verwandeln. Bringt gerne Pflanzen mit.

Stoppen wir gemeinsam den Weiterbau der Stadtautobahn A100!

Categories:

Erdogame von taz gazete

05.10.2018
10.10.2018, 20:00 Uhr - 10.10.2018

Zum Hintergrund:

Ende September ist das türkische Staatsoberhaupt in Berlin zu Besuch. Die Türkei und Deutschland werden wieder, ungeachtet massiver Proteste, gut miteinander auskommen. Der „Diktator“ wird wieder „unser wichtiger strategischer Partner“ und andersherum: „Die Nazis“ werden wieder „unser guter Freund“.

Sie fragen sich: Wer ist dieser Erdogan eigentlich? Oder besser noch, Sie wissen es schon. Dann haben Sie gute Chancen bei unserem Kneipenquiz richtig abzuräumen.
Die Veranstaltung:

Es erwartet Sie ein Quiz mit 20 Fragen rund um den türkischen Präsidenten und die deutsch-türkischen Beziehungen. Es gibt kleine Mezze Gerichte, Raki und gute Unterhaltung. Zudem gibt es viele tolle Preise. Mit etwas Glück gewinnen Sie sogar ein taz Rad.


Der Gute Zweck:

Dieser Abend ist eine Spendengala für unser Projekt taz gazete. Ziel ist es, 10.000 Euro Spenden zu sammeln. Die erste Hälfte auf der Gala und die zweite durch Ihre Anrufe und Überweisungen.

E-Mail: kneipenquiz@taz.de | Telefon: 030 - 25 90 29 99

Sie können auch direkt überweisen:

mit dem Verwendungszweck „Gazete Kneipenquiz“
taz Panter Stiftung | GLS-Bank Bochum
IBAN DE 9743 0609 6711 0371 5900 | BIC GENODEM1GLS

Oder im Onlineformular: taz.de/spenden


Veranstaltungsinformation
Wo: Villa Neukölln, Hermannstrasse 233, 12049 Berlin
Wann: 10.10.2018
19.00 Uhr Einlass | 20.00 Uhr Beginn

Eintritt: 8 Euro mit Anmeldung | 12 Euro Abendkasse
Anmeldung unter: kneipenquiz@taz.de

Moderation: Martin Kaul

Categories:

«Die Reise ins Reich. Unter Reichsbürgern»

05.10.2018
13.12.2018, 20:00 Uhr - 13.12.2018, 22:00 Uhr

Die Reichsbürger – das sind verführte Irre und böse Verführer, Sektierer, Rechtsradikale und Hetzer hinter konservativer Fassade...

Der Autor und Regisseur Tobias Ginsburg begab sich undercover unter Reichsbürger. Er besuchte quer durch Deutschland verschiedene Gruppierungen, wurde Untertan eines Königreichs, machte mit bei Plänen zum Sturz der BRD GmbH und für ein germanisches Siedlungsprojekt in Russland. Er lernte gewaltbereite Neonazis und friedensbewegte Esoteriker kennen, aber auch Biedermänner, von denen manche heute für die AfD im Bundestag sitzen.

Die «Reise ins Reich» ist Reportage, Sachbuch und aberwitzige Abenteuergeschichte zugleich. Sie liefert kuriose, komische und bedrückende Auskünfte über eine Bedrohung, die längst die Mitte der Gesellschaft erreicht hat.

Categories:

Die Revolution von 1918/19: Der wahre Beginn unserer Demokratie

05.10.2018
09.12.2018, 11:30 Uhr - 09.12.2018, 13:30 Uhr

Information

Veranstaltungsort

Waldheim Gaisburg
Obere Neue Halde 1
70186 Stuttgart

Zeit

09.12.2018, 11:30 - 13:30 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Revolutionen100

Zugeordnete Dateien

Buchvorstellung/Diskussion mit Dr. Wolfgang Niess (Historiker, Journalist und Autor des Buches «Die Revolution von 1918/19: Der wahre Beginn unserer Demokratie»)

In seinem Buch «Die Revolution von 1918/19 – Der wahre Beginn unserer Demokratie» schildert der Historiker und Journalist, u.a. Moderator der renommierten Reihe «Autor im Gespräch», Wolfgang Niess die friedliche Revolution, der wir die erste deutsche Republik verdanken. Zudem macht er deutlich, warum sie bis heute weitgehend verkannt, instrumentalisiert oder vergessen wurde.

«Was in der Revolution von 1848/49 nicht gelungen ist, das gelingt 1918/19 – und noch viel mehr. Diese Revolution hat Deutschland vorangebracht, und viele ihrer Errungenschaften sind für uns heute selbstverständlich: die demokratische Republik und das Frauenwahlrecht, die Verankerung von freiheitlichen und sozialen Grundrechten in der Verfassung, der Achtstundentag und die Tarifpartnerschaft zwischen Unternehmerverbänden und Gewerkschaften, Betriebsräte und Mitbestimmung» so der Autor. Hundert Jahre nach den Ereignissen ist die Zeit reif, die Revolution als größte Massenbewegung in der deutschen Geschichte zu würdigen.

Wer Schwierigkeiten hat, das Waldheim Gaisburg zu erreichen, für den organisieren wir einen kostenfreien Autotransfer von der U-Stadtbahnhaltestelle Ostendplatz und zurück.
Bitte melden Sie sich hierfür ggf. an bei Alexander Schlager: alexander.schlager@rosalux.org, Tel. 0711-99797090.

Categories:

Marx - neu entdeckt. Finissage der Ausstellung «Karl Marx in der Karikatur»

05.10.2018
30.11.2018, 19:00 Uhr - 30.11.2018, 21:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Peter Schadt (DGB-Regionalsekretär)

Zwei verschiedene Marx‘ erscheinen dieser Tage. Von dem einen ist in den Feuilletons zu lesen – es handelt sich um einen «Idioten mit Bart» (SZ), manchmal um einen «Fabrikantensohn» (ORF) – klar ist immer: «Er» hat sich «geirrt» (Welt). Auf der anderen Seite erschien dieses Jahr in Stuttgart auch der erste Teil der bisher umfangreichsten Marxbiographie, geschrieben von Michael Heinrich. 2018 ist also ein Jahr, das sowohl von wissenschaftlicher Marx-Forschung wie auch oberflächlicher 200-Jahr-Feier & Kritik geprägt ist. Es bleibt die Frage: Was ist wirklich aktuell an Marx?

Categories:

SVIL: 100 Jahre Schweizerische Vereinigung Industrie und Landwirtschaft

05.10.2018
26.10.2018, 14:30 Uhr - 26.10.2018, 17:00 Uhr

Vor 100 Jahren wurde die SVIL gegründet, weil damals ganz unerwartet der Lebensmittelimport eingebrochen war. Die Schweiz verfügte bereits um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert wegen der schon damals starken Exportorientierung der Wirtschaft über eine hohe Kaufkraft. Deshalb spielte es keine Rolle, dass die billigeren Getreideimporte den einheimischen Anbau zunehmend verdrängt hatten. Die Ernährung wurde z.B. beim Brotgetreide 1914 fast zu 90% durch den billigeren Import gedeckt. Im Falle einer Knappheit des Nahrungsmittelangebotes auf globalen Märkten, über die man sich schon damals Gedanken machte, sollte die eigene hohe Kaufkraft jedes Versorgungsrisiko ausschliessen. Doch die Krise des Ersten Weltkrieges widerlegte diese Annahmen. Die Importlieferungen blieben trotz Kaufkraft aus. Die Hungerkrise war da.

Doch mit der Zeit verblasst die historische Erfahrung der Versorgungskrise und damit der Impuls der daraus gezogenen Lehren und Schutzmassnahmen. Der Agrarschutz wird heute oft nur noch als kostspieliger und kaum mehr verständlicher Verstoss gegen die Märkte wahrgenommen, kurz, er beruhe auf nicht mehr zeitgemässen „Mythen“. Die Gefahr einer kurzfristigen Versorgungskrise sei aufgrund der inzwischen fortgeschrittenen Vernetzung der Wirtschaft nicht mehr vorhanden. Deshalb seien wegen einem kaum mehr eintretenden fiktiven Einzelereignis permanente wirtschaftliche und finanzielle Einbussen auf unabsehbare Zeit agrarpolitisch kaum mehr gerechtfertigt. Die Einkommensprobleme der Landwirtschaft seien inzwischen eher Ausdruck ihrer Ineffizienz als Folge des zu lange gewährten, die unternehmerische Initiative lähmenden Agrarschutzes, welcher falsche Anreize setze und deshalb durch Rückkehr zu mehr Markt zu korrigieren sei.

Damit schliesst sich dieser Kreis. Doch was hat sich gegenüber der Lage vor 100 Jahren verändert? Schon 1910 warnte Norman Angell in ‚The Great Illusion‘ davor, dass die Ausdehnung der internationalen Arbeitsteilung die Ursachen der Verteilkämpfe nicht beseitigt. Diese Einschätzung erlangt wieder Aktualität nebst dem Fächer der ungelösten Konflikte zwischen Produktion und notwendiger Reproduktion der Naturgrundlage, zwischen Industrie und der an der Naturgrundlage arbeitenden Landwirtschaft, zwischen Wachstumszwang und Bedürfnis.

Wir nehmen deshalb den 100. Geburtstag zum Anlass, diese Fragen mit eingeladenen Referenten und den Mitgliedern der SVIL zu diskutieren.

Regierungsrat Ernst Stocker, Finanz- und vordem Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Zürich und Bauer: Gedanken eines Finanzdirektors und Bauern zur Lage der Landwirtschaft in einer hochentwickelten Industrie- und Dienstleistungswirtschaft

Dr. Jean-Philippe Kohl, Direktor Swissmem, Verband für KMU und Grossfirmen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie: Spannungsfeld Landwirtschaft und Industrie

Prof. Dr. Mathias Binswanger, Volkswirtschaftler, Universität St. Gallen und FHNW Olten: Ökonomische Voraussetzungen für die Garantie von Ernährungssouveränität durch die Schweizer Landwirtschaft.

Die Veranstaltung ist unentgeltlich, jedoch ist eine Anmeldung bis spätestens 19. Oktober erforderlich!
Anmeldeformular auf http://svil.ch

Categories:

Die Bedeutung der Novemberrevolution im internationalen Kontext

05.10.2018
22.11.2018, 19:00 Uhr - 22.11.2018, 21:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Dr. Ulrich Schneider (Historiker und Bundessprecher der VVN-BdA)

Die Novemberrevolution in Deutschland war Teil einer internationalen revolutionären Bewegung von Russland bis Italien. Geprägt durch die Themen Frieden - Arbeit - Brot ging es nicht allein um die Beseitigung einer politischen Herrschaftsform durch eine andere, sondern um grundlegende gesellschaftliche Veränderungen. Die politisch und ökonomisch Herrschenden ergriffen deshalb alle ihnen mögliche Maßnahmen, um diese revolutionären Veränderungen zu unterdrücken. Und daher kommen in dem Referat die Revolutionen und die Konterrevolutionen in den Blick.

Dr. Ulrich Schneider, Historiker, Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) - Bund der Antifaschisten

Categories:

Pages

HEFTARCHIV ONLINE!

Alle Ausgaben vom allerersten Heft 1/1988 bis einschließlich Jahrgang 2014 stehen online (unter Jahrgänge) als Download zur Verfügung. Jeweils zum neuen Jahr wird ein weiterer Jahrgang freigeschaltet. Damit bieten wir auf unserer Homepage den vollen Zugriff auf mehr als 20 Jahrgänge des FJSB – kostenfrei und im Volltext.

NEWSLETTER

Der Newsletter erscheint vierteljährlich und informiert über das aktuelle Heft, Veranstaltungen, Publikationen ...
Abonnement unter E-Mail: info@forschungsjournal.de

FORSCHUNG

Das Institut für Protest- und Bewegungsforschung hat eine ausführliche kommentierte Linkliste zur deutschen Bewegungsforschung zusammengestellt: http://protestinstitut.eu/uber-das-institut/ressourcen/

MESTERWERKE

leif2_web.jpg
  mehr...