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Updated: 2 hours 32 min ago

Eine andere Erzählung der Migration in Deutschland

27.09.2019
17.10.2019, 18:00 Uhr - 17.10.2019, 22:00 Uhr

Das offizielle Deutschland tut sich seit 1945 ohne Unterbrechung schwer mit Einwander*innen und Vielfalt. Migrationsprozesse werden bis heute beargwöhnt und noch immer durch die „ethnokulturelle Brille“ betrachtet. Der Historiker und Migrationsforscher Prof. Jan Plamper widerspricht mit seinem Buch „Das neue Wir“ dieser hartnäckigen Skepsis: Wir haben noch gar nicht ganz begriffen, dass die Bundesrepublik vielmehr eine ganz außerordentlich erfolgreiche Einwanderungsgesellschaft ist.

Das Besondere an seiner Untersuchung stellt die Verknüpfung von langfristigen historischen Entwicklungen mit exemplarischen Erzählungen und Erfahrungsberichten von Dazugekommenen dar. Diese Schilderungen lassen Geschichte lebendig werden. Er spannt einen Bogen von der deutschen Auswanderung in die USA seit dem 18. Jahrhundert (und nach Russland) über die atemberaubende Integration von zwölfeinhalb (!) Millionen Geflüchteten und Vertriebenen nach 1945 in nur sechs Jahren bis in die Gegenwart der Willkommenskultur. Weitere Themen sind: die west- und ostdeutsche Arbeitsmigration, die Veränderungen in der Asylpolitik, die Einwanderung von russlanddeutschen und jüdischen Bürger*innen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion seit 1989.

Der Workshop wird diese neue Erzählung in thematisch gegliederten Abschnitten vorstellen und diskutieren. Der Blick in die Geschichte vermag neue Orientierungen zu bieten: was hat funktioniert und warum? Welche Fehler können wir vermeiden? Brauchen wir eine neue kollektive Identität?

Mit Prof. Dr. Jan Plamper und Wolfgang Lenk

Anmeldung erbeten.


Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Szabad Egyetem/ The Free University - Eine Universität im Exil

26.09.2019
21.10.2019, 18:00 Uhr - 21.10.2019, 20:00 Uhr

Im Jahr 2018 verbot die ungarische Regierung den Studiengang Gender Studies. Zudem wurde die Akademie der Wissenschaften direkter politischer Kontrolle unterworfen und die Central European University ins Exil gesendet: damit ist Ungarn der erste europäische Staat, der seit dem 2. Weltkrieg eine Universität ins Exil zwingt. Diese Verbannung geschah nicht über Nacht. Die Central European University wurde, seit der Verabschiedung des sog. „Lex CEU“ Gesetzes in 2017, das Opfer einer nicht abreißenden Flut an Fehlinformationen, Propaganda und offenen Anfeindungen. Trotz des internationalen Aufschreis und Mahnungen von politischen Entscheidungsträgern aus den USA und der EU weigerte sich die ungarische Regierung einzulenken.

Im Herbst 2018 wurde deutlich, dass diese Angriffe auf die akademische Freiheit Begleiterscheinungen einer weitaus größeren, düsteren Entwicklung sind.

In den letzten zehn Jahren haben Ungarns Premierminister Viktor Orbán und seine Fidesz Partei unabhängige Zeitungen sowie NGO’s außer Gefecht gesetzt und der Justiz ihre Autonomie geraubt.
Dieses Jahr warnte Freedom House, Ungarn wäre zum ersten Land der EU geworden, welches von „frei“ zu „teilweise frei“ abgestuft wurde.
Die Lage ist ernst: die Demokratie zerbröckelt.

Der Film "Szabad Egyetem/ The Free University" (60min), begleitet Student*innen und Verbündete der Central European University bei ihrem Widerstand gegen die Angriffe durch einen autoritären Staat.

Die Filmvorführung ist auf Englisch mit Untertiteln.

Um Anmeldung wird gebeten.


Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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2 Jahren Verbot nach dem Verbot: Wir sind alle Indymedia Linksunten

26.09.2019
26.09.2019, 20:30 Uhr - 26.09.2019, 22:30 Uhr

Im August 2017 hat das Bundesinnenministerium die linke Plattform die Indymedia Linksunten nach dem Vereinsrecht verboten. Es war eine Reaktion auf den militanten Protest gegen den G20-Gipfel in Hamburg.

2 Jahre später ist die Onlineplattform noch immer verboten und alle, die sich mit ihr solidarisieren, müssen mit Ermittlungsverfahren rechnen. Dazu zählen auch drei Blogger*innen aus Berlin, die sich in einem Aufruf dazu bekennen, namentlich gezeichnete Artikel auf Indymedia-Linksunten veröffentlicht zu haben.

Auf der Veranstaltung soll mit Kurzbeiträgen über die Geschichte des linken Projekts Indymedia und über den aktuellen Stand im Verbotsverfahren von Indymedia Linksunten informiert werden. Zudem soll eine Initiativen zu Solidarität (Link) mit Indymedia Linksunten vorgestellt werden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Tu mal wat“-Aktionstage statt. Damit soll auch daran erinnert werden dass einer der Slogans der transnationalen Indymediabewegung vor mehr als 20 Jahren lautete: „Besetzen wir die Medien mit unseren eigenen Inhalten“.

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Das Amulett und das Mädchen

25.09.2019
08.10.2019, 19:00 Uhr - 08.10.2019, 21:00 Uhr

2016 entdeckten Archäologen auf dem Gelände des früheren NS-Vernichtungslagers Sobibór im heutigen Polen im Erdboden ein winzig kleines silbernes Amulett, darauf eingestanzt ein Geburtsdatum. Es gehörte einem jüdischen Mädchen aus Frankfurt am Main mit dem Namen Karolina Cohn, das im Holocaust ermordet wurde.

taz-Redakteur Klaus Hillenbrand hat sich auf die Spuren von Karolina begeben und ihre kurze Lebensgeschichte recherchiert. Er fand eine arme Familie, die der NS-Verfolgung schutzlos ausgeliefert war. Karolina Cohn, ihre Schwester Gitta und ihre Eltern wurde im November 1941 in das Ghetto von Minsk in Weißrussland deportiert. Dort verliert sich ihre Spur. 

Moderation: Stephan Lehnstaedt, Professor für Holocaust-Studien und jüdische Studien am Touro-College Berlin

Eintritt frei!

Weitere Informationen unter: https://taz.de/Buchvorstellung-0810/!169504/ und https://www.facebook.com/events/373886063566499/

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100 Jahre Trennung von Staat und Kirche. Visionen für das nächste Jahrhundert

25.09.2019
23.10.2019, 16:00 Uhr - 23.10.2019, 21:00 Uhr

Mit dem Inkrafttreten der Weimarer Verfassung vor 100 Jahren – am 14. August 1919 – setzte sich auch in Deutschland die institutionelle Trennung von Staat und Kirche durch und der deutsche Staat erklärte sich für weltanschaulich neutral. Nach Artikel 140 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland wurden die Artikel 136 bis 139 und 141 der deutschen Verfassung von 1919 übernommen und sind auf diese Weise weiterhin Bestandteil des geltenden Staatskirchen- und Verfassungsrechts.

Die vielfältigen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der letzten hundert Jahre rechtfertigen die Frage, inwieweit die geltenden Regelungen noch zeitgemäß sind. So hat sich in all diesen Jahren auch die weltanschauliche Zusammensetzung der Bevölkerung verändert. Der Anteil der Konfessionsfreien macht heute bundesweit bald 40% aus. Die religiöse Landschaft hat sich stark ausdifferenziert. Die weltanschaulichen und religiösen Einstellungen der Einzelnen haben sich individualisiert und die Mitgliedschaft in einer Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft ist alles andere als selbstverständlich.

Vor diesem gesellschaftlichen Hintergrund von Säkularisierung, Pluralisierung und Individualisierung wird zunehmend die sogenannte "Kirchenförmigkeit" des deutschen Religionsverfassungsrechts kritisiert. Und doch bietet sein Trennungsgrundsatz auch Potentiale, die Bevorteilung der beiden großen Kirchen gegenüber anderen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften abzubauen.

Neben einer Bestandsaufnahme der 100jährigen Trennung von Staat und Kirche wollen wir einen Blick in die Zukunft werfen:Welche religionspolitischen Visionen werden den Herausforderungen der Gegenwart gerecht und tragen zur Gleichbehandlung der verschiedenen Weltanschauungen und Religionen bei? Wie können wir in konkreten Bereichen – Hochschule, Wohlfahrtsbereich, Seelsorge – Fortschritte bei der Gleichbehandlung machen?

Eine gemeinsame Tagung der Humanistischen Akademie und der Friedrich-Ebert-Stiftung.

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Achtung Streckenänderung: Stadtführung “Berlin unter Strom” startet am 29.09.2019 am Neptunbrunnen

24.09.2019
29.09.2019, 14:00 Uhr - 29.09.2019, 16:30 Uhr

Weges des Berlin-Marathons am Sonntag, den 29. September 2019 bietet der Berliner Energietisch die energiepolitische Stadtführung “Berlin unter Strom” mit geänderter Strecke an. Neuer Treffpunkt ist der Neptunbrunnen. Auf der ca. zweistündigen Tour machen Aktive des Berliner Energietisches die Berliner Energieversorgung erlebbar – fossil und erneuerbar, historisch und aktuell - und erklären, was die Stadt Berlin jetzt in Hinblick auf die Klima- und Energiepolitik tun muss. Die Tour führt über mehrere Stationen und endet am Yaam-Club an der Schillingbrücke (Nähe Ost-Bahnhof).

Themen:

  • Am Roten Rathaus: Ein Volksbegehren elektrisiert den Berliner Senat
  • Der Mühlendamm im Mittelalter: Wasserkraft für’s täglich Brot
  • Klima und Kohle: Warum die Spree im Sommer rückwärts fließt
  • Die Berliner Wasserwerke und das Stadtwerk: Warum Wasser und Strom in öffentliche Hand gehören
  • Wohnen und Verkehr: Was sich in der Hauptstadt für’s Klima ändern muss
  • Das Gaskraftwerk an der Jannowitzbrücke: Woher kommt die Energie der Zukunft?
  • Umstrittene Freiräume und Zukunftsträume an der Mediaspree Warum?

Wir wollen Mut machen: Viele BerlinerInnen streiten für eine bessere Energieversorgung: demokratisch, ökologisch, sozial. Wir zeigen: Immer mehr Menschen kämpfen für die Energiewende und den Kohleausstieg.

Offene Touren: Ca. einmal im Monat findet am Wochenende eine offene Tour mit Anmeldung statt. Nächster Termin für die Energietour am: Sonntag, 29. September 2019 um 14 Uhr Treffpunkt: Neptunbrunnen, Park am Fernsehturm, Berlin-Mitte (Nähe Alexanderplatz) Die Tour dauert etwa 2 bis 2,5 Stunden und endet an der Schillingbrücke (Nähe Ostbahnhof). Die Teilnahme ist kostenlos, der Energietisch freut sich aber über eine Spende für die energiepolitische Arbeit und empfiehlt einen Richtwert von 7 Euro.

Wegen des Berlin-Marathons kann es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Bitte rechtzeitig über Fahrplanänderungen des ÖPNV informieren.

Anmeldung:

Bitte meldet Euch bis zum Freitag, den 27. September 2019 an, damit wir planen können. Vielen Dank!

tour@berliner-energietisch.net

Tel.: 0176 21758355

www.berliner-energietisch.net

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Klimakrise und Kapitalismus

24.09.2019
25.09.2019, 18:00 Uhr - 25.09.2019

Wann: Mittwoch, 25. September, 18 Uhr

Wo: Mehringhof, Gneisenaustraße 2a, Berlin

 

Der Kapitalismus ist das weltweit vorherrschende Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Er ist auf Profite ausgerichtet und benötigt ständiges Wachstum um zu funktionieren. Rein quantitativ betrachtet, werden auf der Erde bereits ausreichend Güter produziert, um alle Menschen damit versorgen zu können. Doch eine nachhaltige Umverteilung von Konsumgütern bleibt aus. Gibt es Lösungen? Über kapitalistische Ressourcenausbeutung wird heute im Mehringhof diskutiert. 18 Uhr, Gneisenau­straße 2 a

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Die planetarische Zerstörung. – Zum Verhältnis von Kapital und ökologischer Katastrophe.

24.09.2019
02.10.2019, 19:00 Uhr - 02.10.2019, 21:00 Uhr

Die planetarische Zerstörung.
– Zum Verhältnis von Kapital und ökologischer Katastrophe.
Workshop

Mittwoch, den 2. Oktober 2019 | 19h

In einem Lektüre-Workshop wollen wir diskutieren, inwiefern die Zerstörung der Erde eine notwendige Folge des Kapitalismus ist. Als Diskussionsgrundlage dient uns der Text „Zu effizient für diese Welt“ von Tomasz Konicz. Der Text zeigt auf, dass eine nachhaltige Lebensweise im Kapitalismus nicht möglich ist.

Denn:
„Ein Versuch, in der kapitalistischen Wirtschaft eine ressourcenschonende Produktionsweise einzuführen, ist tatsächlich unmöglich - er käme einer Kapitalvernichtung gleich. Eine nachhaltige Lebensweise ist nur jenseits des Kapitals denkbar.“

Im Workshop wird in einer gemeinsamen Lektüre der Text erschlossen und diskutiert. Die Teilnahme ist kostenfrei! Der Workshop ist auf dt, der Raum barrierearm. Alle aktuellen Infos auch auf Facebook.

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Die planetarische Zerstörung. – Zum Verhältnis von Kapital und ökologischer Katastrophe.

24.09.2019
02.10.2019, 19:00 Uhr - 02.10.2019, 21:00 Uhr

Die planetarische Zerstörung.
– Zum Verhältnis von Kapital und ökologischer Katastrophe.
Workshop

Mittwoch, den 2. Oktober 2019 | 19h

In einem Lektüre-Workshop wollen wir diskutieren, inwiefern die Zerstörung der Erde eine notwendige Folge des Kapitalismus ist. Als Diskussionsgrundlage dient uns der Text „Zu effizient für diese Welt“ von Tomasz Konicz. Der Text zeigt auf, dass eine nachhaltige Lebensweise im Kapitalismus nicht möglich ist.

Denn:
„Ein Versuch, in der kapitalistischen Wirtschaft eine ressourcenschonende Produktionsweise einzuführen, ist tatsächlich unmöglich - er käme einer Kapitalvernichtung gleich. Eine nachhaltige Lebensweise ist nur jenseits des Kapitals denkbar.“

Im Workshop wird in einer gemeinsamen Lektüre der Text erschlossen und diskutiert. Die Teilnahme ist kostenfrei! Der Workshop ist auf dt, der Raum barrierearm. Alle aktuellen Infos auch auf Facebook.

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Die planetarische Zerstörung. – Zum Verhältnis von Kapital und ökologischer Katastrophe.

24.09.2019
02.10.2019, 19:00 Uhr - 02.10.2019, 21:00 Uhr

Die planetarische Zerstörung.
– Zum Verhältnis von Kapital und ökologischer Katastrophe.
Workshop

Mittwoch, den 2. Oktober 2019 | 19h

In einem Lektüre-Workshop wollen wir diskutieren, inwiefern die Zerstörung der Erde eine notwendige Folge des Kapitalismus ist. Als Diskussionsgrundlage dient uns der Text „Zu effizient für diese Welt“ von Tomasz Konicz. Der Text zeigt auf, dass eine nachhaltige Lebensweise im Kapitalismus nicht möglich ist.

Denn:
„Ein Versuch, in der kapitalistischen Wirtschaft eine ressourcenschonende Produktionsweise einzuführen, ist tatsächlich unmöglich - er käme einer Kapitalvernichtung gleich. Eine nachhaltige Lebensweise ist nur jenseits des Kapitals denkbar.“

Im Workshop wird in einer gemeinsamen Lektüre der Text erschlossen und diskutiert. Die Teilnahme ist kostenfrei! Der Workshop ist auf dt, der Raum barrierearm. Alle aktuellen Infos auch auf Facebook.

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30 Jahre nach Mauerfall: Menschen, Häuser und soziale Bewegungen (Stadtspaziergang und Besuch des Mauer-Panoramas)

24.09.2019
13.10.2019, 14:00 Uhr - 13.10.2019, 17:00 Uhr

Der Stadtspaziergang führt im Schatten der ehemaligen Mauer durch die angrenzenden Gebiete, vom Oranienplatz in Kreuzberg über den Moritzplatz zum Checkpoint Charlie in Mitte. Dort werden wir die Gelegenheit haben, einen Blick in die Zeit mit Mauer zu werfen: Gemeinsam werden wir das Mauer-Panorama von Yadegar Asisi besuchen.

Rund um den Moritzplatz ist eine Menge los: zahlreiche Menschen haben sich zusammen getan, um sich für ihre eigenen Rechte und die ihrer Nachbarn einzusetzen: z.B. als Mieterinnen und Mieter, als Kulturschaffende, als Frauen, als Mitglieder der Bürgerrechtsbewegung für Roma und Romnja und als Geflüchtete.

Der Gang durch das ehemalige „Grenzgebiet“ soll zugleich die Lebensverhältnisse in den beiden Hälften der geteilten Stadt wieder sichtbar machen: Wie suchten die hier wohnenden Menschen nach persönlichem Wohlstand und Glück – unabhängig davon, ob sie oder ihre Eltern in Berlin, Dresden, Istanbul, Herne oder Maputo geboren wurden?

Wie sah diese Gegend Anfang des 20. Jahrhunderts, in der Weimarer Republik, in der Nazizeit und zwischen 1945 und 1961 aus? Was hat sich danach getan, z.B. was Gentrifizierung/Verdrängung von Mieter*Innen einerseits und Entwürfe für eine soziale Stadt andererseits anbelangt?

Wir werden uns zwischen dem Oranienplatz, der Sebastianstraße, die sowohl in Mitte als auch in Kreuzberg liegt, dem Moritzplatz und der Otto-Suhr-Siedlung in Kreuzberg, sowie der Leipziger Straße und der Zimmerstraße in Mitte bewegen – bis hin zum Checkpoint Charlie, dem wohl berühmtesten Grenzübergang durch die Berliner Mauer.

Dort steht seit 2012 das Panorama „Die Mauer“ des Künstlers Yadegar Asisi, in das wir gemeinsam einkehren werden. Dieses Panorama stellt eine Mauerszene aus den 80er Jahren an der Sebastianstraße in Kreuzberg/Mitte im Maßstab 1:1 dar. Wir tauchen in ein Bild des Kontrastes zwischen Ost und West der geteilten Stadt Berlin ein. Darin wird auch das Verhältnis von politischer Repression und demokratischem Widerstand veranschaulicht. Alte Originalzitate von Politiker*innen aus Ost und West aus sind dabei zu hören. Eine Ausstellung führt mit ca. 80 Privatfotos und Filmausschnitten in die Zeit der Teilung und des Mauerbaus und –falls ein.

Treffpunkt für den Spaziergang: Am Oranienplatz, Ecke neben der Bushaltestelle M 29 Richtung Moritzplatz/ M29>Roseneck

Die Teilnahme am Spaziergang und dem Besuch des Mauer-Panoramas ist kostenfrei.
Die Anmeldung ist verpflichtend, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Der Spaziergang findet auch bei feuchtem Wetter statt, dann bitte einen Schirm mitbringen.

Referent:
Martin Forberg (MA Neuere Geschichte, Dozent und freier Journalist, Mitglied im Arbeitskreis Wirtschaft und Soziales des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung )

Diese Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin realisiert.

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Wohnraum ist mehr wert!

24.09.2019
27.09.2019, 14:00 Uhr - 27.09.2019, 17:00 Uhr

Wann: Freitag, 27. September, 14 Uhr

Wo: Annemirl-Bauer-Platz, Ostkreuz

Da ist noch Luft nach oben, oder? Die Potenziale der Wohnraumvermarktung in Berlin sind noch lange nicht erschöpft. Und Teilhabe an der Stadt wird zunehmend über ökonomisches Investment definiert, nicht über soziales. Das haben auch clevere Aktivist:innen erkannt. Im Rahmen der „Tu Mal Wat“-Aktionstage wollen sie am Freitag mit einer AirBnB-Jubeldemonstration Anteile am florierenden Wohnungsmarkt einkaufen. Dazu rufen sie auf, im Investor:innen-Look und mit Rollkoffern die Vermarktung von Wohnraum am Beispiel von Friedrichshain genauer unter die Lupe zu nehmen. Interessierten, die die neuen Immobilienanleger:innen Berlins werden möchten, wird die hier die Chance geboten, selbst in die Marke Berlin zu investieren. Für jeden Geldbeutel wird etwas dabei sein. So erfüllt die Losung „Wohnraum für alle“ ihr heimliches kapitalisitsches Versprechen. Neugierig? Dann auf zu folgendem Treffpunkt: 27.9., Annemirl-Bauer-Platz, 14 Uhr.

Weitere Informationen unter: www.tumalwat.noblogs.org/demo-flyer-mobi/

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10 Jahre Straßen aus Zucker, Talk mit Jutta Ditfurth

23.09.2019
05.10.2019, 20:00 Uhr - 06.10.2019, 10:00 Uhr

Angesichts ständiger Hiobsbotschaften in Sachen Klima rennen bald alle schreiend im Kreis, dabei ist das alles nichts Neues. Kapitalismus, Klimawandel und Co. fordern ihren Tribut in Form von noch mehr menschlichem Elend und Leid, das ist schon lange bekannt. Da kommen Fridays for Future und der grüne Höhenflug ins Spiel und scheinen die Hoffnung zu erfüllen, den Kapitalismus zumindest in einen grünen zu verwandeln. Nur eine kleine Minderheit fordert dort die radikale Abkehr vom aktuellen Wirtschaftssystem zugunsten eines guten Lebens für alle.

Was hört da eigentlich nicht auf, schief zu laufen? Warum sind frühere Ökobewegungen gescheitert und im Elend der grünen Partei geendet? Warum haben auch bei FfF die Realos und sonstige Knalltüten das Sagen? Und wie lassen sich antinationale Inhalte in der Bewegung stärken? Gemeinsam mit Jutta Ditfurth wollen wir einen Blick auf die neuen Akteur*innen der Klimabewegung werfen und diskutieren, was von denen zu halten ist und ob nicht vielleicht doch ein Fünkchen befreite Gesellschaft drin steckt.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Party "DIX rues de sucre": https://www.facebook.com/events/1142511432602992/

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Die Ökonomie der Migration und das Versagen der Linken

21.09.2019
24.10.2019, 19:00 Uhr - 24.10.2019, 21:00 Uhr

Die Flüchtlingskrise hat das Land in zwei Lager gespalten, in Anhänger der „Willkommenskultur“ und jene, die in der Entscheidung der Bundeskanzlerin Merkel, die Grenzen am 3. September 2015 für Flüchtlinge und Migranten zu öffnen, ein Verhängnis sehen.
Asylbewerber stellen aber nur einen Teil derer dar, die nach Deutschland kommen, um hier Arbeit zu finden. Es ist die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU, die die Zuwanderung von Arbeitskräften vor allem aus den mittelost- und osteuropäischen Beitrittsländern, aber auch aus Südeuropa ermöglicht.
Es sind dieselben Gründe, die früher zu Asylanträgen von Bürgern dieser Länder und heute zur Einreise aufgrund der Arbeitnehmerfreizügigkeit führen: Armut, Arbeitslosigkeit, schlechte Lebensbedingungen und ganz allgemein der Wunsch nach einem besseren Leben.
Die Folgen der Abwerbung von Arbeitskräften sind für die Herkunftsländer verheerend.

Eine linke Antwort kann nicht in der Forderung nach „offenen Grenzen für alle Menschen“ bestehen.
Eine sozialistische Politik muss vielmehr die entwickelten Staaten darauf verpflichten wollen, durch den Einsatz all ihrer Fähigkeiten und ihres Reichtums eine humane Lösung des Problems der Unterentwicklung und des Bevölkerungsdrucks zu ermöglichen. Sozialisten müssen sich vor allem dafür einsetzen, dass die natürlichen Ressourcen dieser Länder an Bodenschätzen, Agrarflächen sowie an Fischgründen dem Zugriff des multinationalen Kapitals entzogen werden. Die Hoheit über ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik ist wieder herzustellen und ihre Souveränitätsrechte und Grenzen sind in vollem Umfang zu respektieren.
Die in der EU herrschende Personenfreizügigkeit ist einzuschränken, um die von ihr abgeleitete Arbeitnehmerfreizügigkeit aufheben zu können. Nur auf diese Weise kann der Aufholprozess der mittel- und osteuropäischen Länder in der Europäischen Union gewährleistet werden, der durch den permanenten Abfluss qualifizierter Arbeitskräfte nach Westen bereits jetzt immer langsamer wird.

Der Referent, Andreas Wehr, ist Jurist. Von 1999 bis 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der „Konföderalen Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke“ im Europäischen Parlament. Er ist Autor von Büchern vor allem über die EU. Zuletzt erschienen von ihm „Europa, was nun? Trump, Brexit, Migration und Eurokrise“. Er ist, zusammen mit Marianna Schauzu, Mitbegründer des Marx-Engels-Zentrums Berlin. Weitere Informationen unter www.andreas-wehr.eu.

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

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Critical Mass

19.09.2019
20.09.2019, 20:00 Uhr - 20.09.2019

Am Abend des 20. September treffen wir uns um 20 Uhr am Mariannenplatz um gemeinsam bei einer Radour die Stadt kennzulernen.

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Deutschland - ein Wirtschaftsmärchen

19.09.2019
23.09.2019, 19:00 Uhr - 23.09.2019, 21:00 Uhr

Deutschland ist reich, aber die gängigen Erklärungen sind falsch. So soll Ludwig Erhard der „Vater“ des Wirtschaftswunders gewesen sein – in Wahrheit war er ein unfähiger Ökonom, ein Profiteur im Dritten Reich und ein Lügner.

Die Bundesbank war angeblich die unbestechliche „Hüterin der D-Mark“ – tatsächlich hat sie Millionen in die Arbeitslosigkeit geschickt und die deutsche Einheit fast ruiniert. „Soziale Marktwirtschaft“ klingt nach sozialem Ausgleich, doch begünstigt werden die Reichen.

Auch die permanenten Exportüberschüsse haben Deutschland nicht voran gebracht, sondern geschadet. Umgekehrt werden echte Erfolge nicht gesehen: Die Wiedervereinigung war angeblich wahnsinnig teuer. Tatsächlich hat sie keinen einzigen Cent gekostet. Es ist Zeit, sich von den Legenden zu verabschieden. Sonst verpassen wir unsere Zukunft.

taz-Journalistin Ulrike Herrmann diskutiert ihr neues Buch mit dem konservativen Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe (Universität Frankfurt).

Moderation: Stefan Reinecke

zur Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/2626401357404032/

 

Bild: Westend Verlag/taz

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Deutschland - ein Wirtschaftsmärchen

19.09.2019
23.09.2019, 19:00 Uhr - 23.09.2019, 21:00 Uhr

Deutschland ist reich, aber die gängigen Erklärungen sind falsch. So soll Ludwig Erhard der „Vater“ des Wirtschaftswunders gewesen sein – in Wahrheit war er ein unfähiger Ökonom, ein Profiteur im Dritten Reich und ein Lügner.

Die Bundesbank war angeblich die unbestechliche „Hüterin der D-Mark“ – tatsächlich hat sie Millionen in die Arbeitslosigkeit geschickt und die deutsche Einheit fast ruiniert. „Soziale Marktwirtschaft“ klingt nach sozialem Ausgleich, doch begünstigt werden die Reichen.

Auch die permanenten Exportüberschüsse haben Deutschland nicht voran gebracht, sondern geschadet. Umgekehrt werden echte Erfolge nicht gesehen: Die Wiedervereinigung war angeblich wahnsinnig teuer. Tatsächlich hat sie keinen einzigen Cent gekostet. Es ist Zeit, sich von den Legenden zu verabschieden. Sonst verpassen wir unsere Zukunft.

taz-Journalistin Ulrike Herrmann diskutiert ihr neues Buch mit dem konservativen Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe (Universität Frankfurt).

Moderation: Stefan Reinecke

zur Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/2626401357404032/

 

Bild: Westend Verlag/taz

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Deutschland - ein Wirtschaftsmärchen

19.09.2019
23.09.2019, 19:00 Uhr - 23.09.2019, 21:00 Uhr

Deutschland ist reich, aber die gängigen Erklärungen sind falsch. So soll Ludwig Erhard der „Vater“ des Wirtschaftswunders gewesen sein – in Wahrheit war er ein unfähiger Ökonom, ein Profiteur im Dritten Reich und ein Lügner.

Die Bundesbank war angeblich die unbestechliche „Hüterin der D-Mark“ – tatsächlich hat sie Millionen in die Arbeitslosigkeit geschickt und die deutsche Einheit fast ruiniert. „Soziale Marktwirtschaft“ klingt nach sozialem Ausgleich, doch begünstigt werden die Reichen.

Auch die permanenten Exportüberschüsse haben Deutschland nicht voran gebracht, sondern geschadet. Umgekehrt werden echte Erfolge nicht gesehen: Die Wiedervereinigung war angeblich wahnsinnig teuer. Tatsächlich hat sie keinen einzigen Cent gekostet. Es ist Zeit, sich von den Legenden zu verabschieden. Sonst verpassen wir unsere Zukunft.

taz-Journalistin Ulrike Herrmann diskutiert ihr neues Buch mit dem konservativen Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe (Universität Frankfurt).

Moderation: Stefan Reinecke

zur Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/2626401357404032/

 

Bild: Westend Verlag/taz

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Klimacamp vorm Kanzler*innenamt

19.09.2019
20.09.2019, 00:00 Uhr - 27.09.2019

Wann: 20.-27. September 2019

Wo: Auf der Wiese vorm Kanzlerinnenamt

Mit wechselnden Thementagen findet ab dem 20. September vor dem Kanler:innenamt ein Klimacamp statt. Damit werden die Anliegen, die mit dem Klimastreiktag angesprochen werden, in Gruppen, Diskussionsrunden, Workshops und Vorträgen vertieft.
Am Samstag, 21. September, macht der Thementag Feminismus den Auftakt.

Dieser wird gefolgt von den Thementagen zu:

  • Antirassismus, Migration und Flucht
  • Landwirtschaft.
  • Wirtschaft, Lobbyismus, Energie und Kohle

 

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Deutschland - ein Wirtschaftsmärchen

19.09.2019
23.09.2019, 19:00 Uhr - 23.09.2019, 21:00 Uhr

Deutschland ist reich, aber die gängigen Erklärungen sind falsch. So soll Ludwig Erhard der „Vater“ des Wirtschaftswunders gewesen sein – in Wahrheit war er ein unfähiger Ökonom, ein Profiteur im Dritten Reich und ein Lügner.

Die Bundesbank war angeblich die unbestechliche „Hüterin der D-Mark“ – tatsächlich hat sie Millionen in die Arbeitslosigkeit geschickt und die deutsche Einheit fast ruiniert. „Soziale Marktwirtschaft“ klingt nach sozialem Ausgleich, doch begünstigt werden die Reichen.

Auch die permanenten Exportüberschüsse haben Deutschland nicht voran gebracht, sondern geschadet. Umgekehrt werden echte Erfolge nicht gesehen: Die Wiedervereinigung war angeblich wahnsinnig teuer. Tatsächlich hat sie keinen einzigen Cent gekostet. Es ist Zeit, sich von den Legenden zu verabschieden. Sonst verpassen wir unsere Zukunft.

taz-Journalistin Ulrike Herrmann diskutiert ihr neues Buch mit dem konservativen Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe (Universität Frankfurt).

Moderation: Stefan Reinecke

 

Bild: Westend Verlag/taz

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