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Die Kollaboration zwischen deutschen Behörden und westafrikanischen Regierungen

21.03.2017
21.03.2017, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Reihe: Die Verstrickungen EUropas in Flucht und Migration (5/8)

Mit Bruno Watara, Afrique-Europe Interact /"Bündnis gegen Lager Berlin" und einem Vertreter / einer Vertreterin der Botschaft von Mali (angefragt)

Unter der Führung von Angela Merkel verteidigt die EU neuerdings ihre Außengrenzen tief in Afrika. Das soll die Migration nach Europa radikal stoppen. Im November 2015 auf dem EU-Afrika-Gipfel in Valletta, beim EU-Gipfel in Brüssel im Dezember 2016 und auf diversen Reisen europäischer Politiker*innen in afrikanische Länder wurde versucht, Druck zu erzeugen und die Schotten dichtzumachen. Die zentrale Mittelmeerroute aus Afrika nach Europa soll von der neuen Frontex-Agentur für Grenz- und Küstenwache mit Kriegsschiffen verriegelt und afrikanische Regierungen sollen verpflichtet werden, „ihre" angeblichen Wirtschaftsmigrant*innen zurückzunehmen, und zwar unter Einsatz "aller einschlägigen Maßnahmen, Instrumente und Hilfsmittel" - von Grenzschutztechnologie, Ausbildung von Personal, elektronischen Pässen über EU-Reisepapiere und Rückübernahmeabkommen bis zu Sammelabschiebungen. Bei bei Nichterfüllung der Vorgaben drohen entwicklungs- und handelspolitischen Sanktionen.
Bruno Watara von der Gruppe Afrique-Europe Interact und dem Bündnis gegen Lager Berlin wird den Stand der Verhandlungen der EU mit diversen afrikanischen Regierungen und die Proteste dagegen in Afrika und hier darstellen. Eine Vertreterin/ein Vertreter der Botschaft von Mali wird die Position ihrer bzw. seiner Regierung erläutern und auf Fragen und Forderungen eingehen.
Veranstaltung mit Übersetzung französisch/deutsch.

La collaboration entre les autorités allemandes et des gouvernements ouest-africains

Avec Bruno Watara (Afrique-Europe Interact,"Bündnis gegen Lager Berlin") et une représentante de l'ambassade du Mali (demandé)

Sous la direction de Merkel, l'UE défend depuis peu ses frontières extérieures jusqu'au cœur du continent africain. Cela vise à mettre efficacement un terme à la migration vers l'Europe. Depuis novembre 2015, lors du sommet Afrique-Europe à Vallette, puis lors du sommet européen à Bruxelles en Décembre 2016 ainsi qu'à travers les divers voyages de politicien.nes européen.nes dans des pays d'Afrique, la pression est renforcée en faveur d'une étanchéité complète des lignes frontalières. La principale voie de passage d'Afrique vers l'Europe par la mer Méditerranée doit ainsi être verrouillée par l'action des bateaux militaires de la nouvelle Agence Frontex de contrôle des frontières et des côtes ; les gouvernements africains doivent s'engager à autoriser le retour forcé de « leurs » soi-disant migrant.es économiques, et ce, par le biais « de tous les moyens appropriés, instruments et ressources » en termes de technologies de protection des frontières, de formation du personnel, mais aussi par l'introduction de passeports électroniques et de documents de voyages européens s'appuyant sur des accords de réadmissions autorisant notamment les déportations de masse. Tout refus d'obtempérer se trouve sous la menace de sanctions économiques affectant les politiques commerciales et d'aide au développement.
Bruno Watara, du groupe Afrique-Europe Interact et "Bündnis gegen Lager Berlin" présentera l'état des lieux des négociations entre l'UE et divers gouvernements africains ainsi que les mouvements politiques qui s'y opposent en Afrique comme ici. Une représentante de l'ambassade du Mali nous fera part de la position de son gouvernement et répondra aux questions et aux revendications du public.
L'événement se déroulera en allemand et français.

Kontakt
Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg e.V.
Alstertor 20
20095 Hamburg
Telefon: 040 28003705
Fax: 040 28003678
E-Mail: info@rls-hamburg.de

Besonderheiten
In Kooperation mit dem Flüchtlingsrat Hamburg und Minerva Consulting&Research | Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

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Gefährliche Toleranz - Vom unwidersprochenen Ressentiment in den Rechtsterrorismus?

21.03.2017
21.03.2017, 19:00 Uhr

Längst nicht mehr „nur" in Ostdeutschland ist heute das gesellschaftspolitische Klima geprägt von Hass und Ausgrenzung. Es hat sich bewiesen, wie schnell aus der Forderung „das ja wohl auch mal sagen zu dürfen", massive Grenzüberschreitung geworden ist, die jedweden demokratischen Rahmen sprengt. Bezeichnend für diese Entwicklung sind nicht zuletzt die regelmäßigen Auftritte von Politikerinnen und Politikern der „Alternative für Deutschland" in den abendlichen Polit-Talkshows, die gerne auch als vermeintliche „Stimme des kleinen Mannes" angekündigt werden, dann aber nicht selten mit Hetze und offenem Rassismus das Abendprogramm füllen. Seit vielen Monaten nunmehr sind die Nachrichten und Berichterstattungen zudem geprägt von Meldungen zu rassistischen, antisemitischen und rechtsradikalen Aufmärschen und gewalttätigen Übergriffen gegen Migrant*innen und politisch Andersdenkende.

Blickt man in die jüngere deutsche Geschichte zurück, fallen einem die Ähnlichkeiten zu den frühen 90er Jahren deutlich ins Auge. Hat das Eine vielleicht etwas mit dem Anderen zu tun?
Wir möchten uns an diesem Abend mit der Frage befassen, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der medialen Allgegenwärtigkeit rassistischer Alltagsdiskurse, die leider häufig auch nicht als solche benannt werden, und der flächendeckenden Welle von rechter Gewalt. Wie wirkt sich die „neue rassistische Normalität" auf die rechte Mobilisierung aus? Und wie weit ist letztlich der Weg vom unwidersprochenen Ressentiment in den Rechtsterrorismus?

Mit Prof. Dr. Samuel Salzborn. Sozialwissenschaftler an der Uni Göttingen, Publizist und ehemaliger Sachverständiger im zweiten NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, dem ver.di-Bildungswerk Hannover, der DGB Region Niedersachsen-Mitte, der VVN-BdA Hannover sowie der Initiative "Kirche für Demokratie - Gegen Rechtsextremismus" (IKDR) in der Ev.-luth. Landeskirche Hannover.

 

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Creating Public Spaces

21.03.2017
21.03.2017, 19:00 Uhr

Was verbindet die italienische Mafia mit deutschen Neonazis und Rockerbanden? All diese Gruppen versuchen, sich „Angsträume" zu sichern, die sie dominieren können.

Wie sich solche rechtsfreien Räume für die Demokratie zurückgewinnen lassen, war Thema des deutsch-italienischen Projekts „Creating Public Spaces - Öffentliche Räume für demokratische Kultur schaffen". Über zwei Jahre wurden dazu auf Konferenzen, Seminaren und bei Recherchen vor Ort juristische wie gesellschaftlich Aspekte erörtert.

In Italien hat sich im Zuge der Anti-Mafia-Gesetzgebung der Einzug von Vermögenswerten und Immobilien gegen die Organisierte Kriminalität als erfolgreiche Maßnahme etabliert. Bei der Diskussion im taz Café wird nicht zuletzt im Mittelpunkt stehen, wie auch in Deutschland Zivilgesellschaft und demokratische Behörden zusammenfinden können, um Angstzonen zurückzudrängen.


TeilnehmerInnen:

Dirk Behrendt (angefragt) Justizsenator des Landes Berlin

Prof. Dr. Martin Heger, Lehrstuhl für Strafrecht und neuere Rechtsgeschichte, Humboldt-Universität Berlin

Karen Larisch, MdL in Mecklenburg-Vorpommern für Die Linke, Sprecherin für Migration, Antirassismus, Demokratie und Vielfalt, Gründerin der „Villa Kunterbündnis" in Güstrow ,

Benno Plassmann, Gründer und Vorsitzender des Berliner Vereins Echolot - Projekte für demokratische Kultur, gegen Mafien e. V., Senior Researcher im Projekt „Creating Public Spaces"

Moderation: Ambros Waibel, taz

 

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Gruppe Arbeiterfilm: Rote Erde

21.03.2017
21.03.2017, 19:00 Uhr

Am: Dienstag, den 21.03.2016
Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr | Ende: 22:00 Uhr
Eintritt: Frei - Spenden erwünscht
Veranstalterin: Gruppe Arbeiterfilm
Es ist die Bergarbeiter-Saga aus dem Ruhrgebiet schlechthin. Rote Erde - zunächst ein Roman von Peter Stripp, dann die zum Kult gewordene ARD-Fernsehserie und nun - mitten zwischen den Zechen-Denkmälern der Neuzeit - ein Theaterabend, der den Dampf von Zeche und Arbeiterschweiß, von Solidarität und Identität durch Arbeit spürbar werden lässt. Erzählt wird die Geschichte vom Aufbruch der jungen Generation, die Ende des 19. Jahrhunderts im täglichen Kampf ums Überleben Hoffnung schöpft und schafft. Aber auch neue Geschichten von jungen Menschen, die heute vor dem Start ins Berufsleben stehen und im Jobcenter landen.
Zu den Figuren des Romans werden zwölf junge Arbeitslose aus dem Ruhrgebiet gestellt, die von ihren eigenen Zukunftsträumen erzählen - und von den ernüchternden, frustrierenden Erfahrungen, die sie in Zeiten der Dauerkrise erleben. „Um U-25 wird sich bei der Arbeitsagentur gekümmert, um Ü-25 nicht mehr" heißt es da, und „Ich möchte nicht 15 Stunden am Tag arbeiten ohne eine Perspektive." Vor 100 Jahren gingen die Bergleute an der Ruhr auf die Barrikaden, ihre Erben sind deprimiert, oft lethargisch: „Ich weiß mit mir nichts Sinnvolles anzufangen, also bin ich Schrott ... Schrott kann man wieder verwerten. Da kann man Neues draus machen. Aber im Moment bin ich Schrott." Ein Arbeiterchor aus einer Welt, in der der Kumpel zum „Ruhri" (gemacht) wurde. Zum Empfänger von Job-Häppchen und Kreativ-Praktikanten. Eine Inszenierung, die nicht nur im Ruhrgebiet zuhause ist.
Und nicht zu vergessen: Im Stück werden auch die Differenzen innerhalb der Arbeiterbewegung dargestellt und die Frage nach der Organisation gestellt. Auf den Punkt gebracht: sich selbst organisieren oder organisiert werden!
Im Anschluss kann gerne diskutiert werden.
Außerdem möchten wir euch an dieser Stelle auf die Radtour der FAUD zur Märzrevolution von 1920 aufmerksam machen.

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Klimahauptstadt ernst gemeint?: 100 Tage Rot-Rot-Grün

21.03.2017
21.03.2017, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Der rot-rot-grüne Koalitionsvertrag liest sich wie die Ankündigung zu einem drastischen Kurswechsel in der Berliner Energiepolitik: Der Kohleausstieg soll kommen, das Stadtwerk wachsen und die Stromnetze rekommunalisiert werden. 

100 Tage nach Vereidigung des neuen Senats laden Berliner Energietisch und Kohleausstieg Berlin dazu ein, der neuen Koalition auf den Zahn zu fühlen: Wo ist Rot-Rot-Grün schon tätig geworden? Wie ambitioniert und schnell werden die restlichen Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden? Und wo müssen wir noch Druck machen? 

Wir freuen uns über Weiterleitung des Veranstaltungshinweises und zahlreiches Kommen!

Es diskutieren:
Daniel Buchholz, Sprecher für Stadtentwicklung/Umwelt/Klima (SPD Berlin)
Stefan Taschner, Sprecher für Energie (Bündnis 90/Die Grünen Berlin)
Harald Wolf, Sprecher für Verkehr, Energiewirtschaft, Beteiligungen (Die Linke Berlin)

Moderation: Laura Weis, Eine-Welt-Promoterin für Klima- und Ressourcengerechtigkeit, Power Shift e.V.


VERANSTALTUNGSDETAILS
Datum: Dienstag, der 21.03.2017 
Zeit: 19-21 Uhr
Ort: Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4
Veranstalter: Berliner Energietisch und Kohleausstieg Berlin

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Die Kollaboration zwischen deutschen Behörden und westafrikanischen Regierungen

21.03.2017
21.03.2017, 19:00 Uhr

La collaboration entre les autorités allemandes et des gouvernements ouest-africains

Veranstaltung mit Übersetzung französisch/deutsch. L’événement se déroulera en allemand et français.   Mit/avec Bruno Watara (Afrique-Europe Interact,“Bündnis gegen Lager Berlin“), Vertreter_in der Botschaft von Mali (angefragt)/une représentante de l’ambassade du Mali (demandé)   Unter der Führung von Angela Merkel verteidigt die EU neuerdings ihre Außengrenzen tief in Afrika. Das soll die Migration 16 nach Europa radikal stoppen. Bruno Watara berichtet über den Stand der Verhandlungen der EU mit afrikanischen Regierungen und über die Proteste dagegen in Afrika und hier.

Sous la direction de Merkel, l’UE défend depuis peu ses frontiers extérieures jusqu’au coeur du continent africain. Cela vise à mettre efficacement un terme à la migration vers l’Europe. Bruno Watara présentera l’état des lieux des négociations entre l’UE et gouvernements africains ainsi que les mouvements politiques qui s’y opposent en Afrique comme ici.

Veranstaltet vom Flüchtlingsrat HH, Rosa Luxemburg Stiftung HH, Minerva Consulting&Research. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung   Foto: PolaRocket/photocase
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Sie sind unter uns - Neonazistrukturen in Neukölln

21.03.2017
21.03.2017, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Seit einigen Monaten hält eine rechte Anschlagsserie vor allem Südneukölln in Atem. Scheiben wurden eingeworfen, Autos werdenangezündet, Wohnhäuser beschmiert, Menschen bedroht. Alle Betroffene eint, dass sie sich in unterschiedlichen politischen Zusammenhängen für Flüchtlinge und gegen Neonazis und Rechtspopulismus einsetzen. Wer steckt dahinter? Was zeichnet die heutigen Neonazis aus? Wie können wir uns schützen? Wie sollten wir reagieren? All das wollen wir mit Anwohner*innen in Südneukölln diskutieren. Mit dem antifaschistischem pressearchiv und bildungszentrum berlin (apabiz e.V.) und Bündnis Neukölln.

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Feminism at the Frontline : Understanding the causes of multidimensional insecurity in Yemen and Libya

21.03.2017
21.03.2017
Side Event on Yemen and Libya at the HRC34

Side Event at the Human Rights Council:

“Feminism at the Frontline: Understanding the Causes of Multidimensional Insecurity in Yemen and Libya”.

On 21 March 2017 at 13.00-14.30.

Room XXIV (24) at Palais Des Nations, Geneva.

 

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Chique Mode, die Arbeiter*innen krank macht

20.03.2017
20.03.2017, 20:00 Uhr

Gesundheitsschutz und Sicherheit sind in den Fabriken der globalen Bekleidungsindustrie immernoch Mangelware, das beweisen die vielen Unfallmeldungen der letzten Jahre: Fabrikbrände und der Gebäudeeinsturz von Rana Plaza forderten unzählige Opfer.

Dazu sind Arbeiter*innen der Bekleidungsindustrie anderen, alltäglichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Besondere Risiken birgt das Sandstrahlen von Jeans, dabei wird Sand unter Hochdruck auf den Stoff geschossen mit dem Ziel, den Stoff auszubleichen und aufzuweichen, den „Used-look“ zu erzeugen. Das Einatmen von großen Mengen Staub führt zu Silikose (allg. Staublunge), eine unheilbare Lungenkrankheit, die zuvor v.a. im Zusammenhang mit der Arbeit in Mienen oder auf Baustellen festgestellt wurde.

2010 bis 2012 machte die Clean Clothes Campaign die tödlichen gesundheitlichen Folgen türkischer Sandstrahler öffentlich und erreichte ein Verbot dieser Technologie als Selbstverpflichtug der Jeansmarken. Was haben die Selbstverpflichtungen gebracht? Wie sehen die Bedingungen heute in der türkischen Bekleidungsindustrie aus?

Abulhalim Demir arbeitete ehemals selbst als Sandstrahler in der türkischen Modeindustrie. Er berichtet von seinen Erfahrungen, zeigt Filme und geht auf die derzeitige Situation ein.

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Global gerecht statt G20!

20.03.2017
20.03.2017, 19:00 Uhr

Auftakt zur G20-Reihe von attac Berlin
Vortrag und Diskussion
mit Alexis Passadakis (attac-Aktivist, Politikwissenschaftler)

20. März 2017, 19 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Havemann-Saal, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Am 7./8. Juli kommen die weltweit mächtigsten Regierungschefs zum G20-Gipfel nach Hamburg. Deren Politik steht für soziale Spaltung, für Freihandelsverträge und Naturzerstörung, für Kriege und Vertreibung. Wer die G20 einlädt, lädt sich auch den Protest ein. Mit Alexis Passadakis diskutieren wir über die politische Brisanz des G20-Gipfels und die Mobilisierung zum Protest in Hamburg.

Zur Veranstaltung: https://attacberlin.de/news/global-gerecht-statt-g20-0

Weitere Infos zu G20 von Attac Deutschland: http://www.attac.de/G20

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Kooperation von Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft

20.03.2017
20.03.2017, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Der vielseitige Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken bietet Wachstumspotentiale für die Wirtschaft und eröffnet ungeahnte Entwicklungschancen für den afrikanischen Kontinent.

Das BMZ will gemeinsam mit der Privatwirtschaft das digitale Potenzial Afrikas erschließen.

Gerhard Weber ist als Berater für die Kooperation von Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit bei der IHK Bonn / Rhein-Sieg tätig

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Die 363. Montagsdemo gegen #S21

20.03.2017
20.03.2017, 18:00 Uhr

Die 363. Montagsdemo findet am 20. März 2017 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt. Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, über die Königstraße (rechte Seite der Baumallee) in Richtung Arnulf-Klett-Passage, nach links auf den Gehwegbereich vor der Mahnwache, dort endet die Demo mit dem Schwabenstreich.

Redner:

Thomas Adler, Fraktionsvorsitzender der Fraktionsgemeinschaft SÖS, LINKE, PluS; "Neuer Bahnchef - Alter Stiefel"
Prof. Dr. Wolfgang Hesse, Ludwig-Maximilians-Universität München; "Garantiert unterirdisch: Tunnel-Wahn in Stuttgart und München"

Motto: Raus aus der Grube - Umstieg 21!
Musik: 'Two Dogs Left', Harry Bechtle + Wolf Abromeit, Gitarre, Bass und Gesang; Blues aus den 40er Jahren
Moderation: Michael Kaufmann, Parkschützer

 

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Weiter mit Europa!

20.03.2017
20.03.2017, 14:15 Uhr - 20:00 Uhr

Das britische Referendum gegen die EU, der Sieg Donald Trumps in den USA, rechtsnationale Regierungen in Ungarn und Polen, starke rechts- und auch linkspopulistische Bewegungen in ganz Europa: Immer mehr Bürgerinnen und Bürger wenden sich gegen die etablierte Politik und gegen Europa - zumindest

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Berlin Energy Transition Dialogue

20.03.2017
20.03.2017 - 21.03.2017

Berlin Energy Transition Dialogue

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Europäischen Lastenradkonferenz

20.03.2017
20.03.2017 - 21.03.2017

Die Stadt Wien als Partner der europäischen Lastenradkonferenz wird diese erstmals im März 2017 im Wiener Museumsquartier veranstalten. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou wird die Konferenz eröffnen, bei der mehr als 300 Experten aus dem Bereich Verkehr und Logistik erwartet werden.

Aufgrund ihres internationalen Charakters wird die Konferenz in Englisch abgehalten.

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2 Monate Kiezscheppern gegen CG-Gruppe

19.03.2017
19.03.2017, 19:00 Uhr - 20:00 Uhr

Seit dem 19.Januar beteiligen sich täglich Nachbar_innen 10 Minuten am Kiezsscheppern gegen die CG-Gruppe Die will in der Rigaer Str. 71-73 das Nobelprojekt Carree-Sama-Riga bauen und den Stadtteil aufwerten.
In den letzten Monaten regtt sich dagegen im Friedrichshainer Nordkiez Protest. Das Kiezscheppern jeden Tag um 19 Uhr ist nur eine dieser Protestformen. Zum zweimonatigen Jubiläum gibt Geigerzähler einen Soliauftritt.

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Ein Stadtspaziergang zur Geschichte von Einwanderung in Deutschland - Vom Halleschen Tor zur Warschauer Straße

19.03.2017
19.03.2017, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Mit:
Martin Forberg (MA Neuere Geschichte; Dozent und freier Journalist)

Anmeldung unter: Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell.de

Falls Sie Wünsche zu einer barrierefreien Teilnahme haben, melden Sie sich unter lazova@bildungswerk-boell.de oder 030/308 779

 

„Wer baute das siebentorige Theben?“
Das hat Bertold Brecht in einem berühmten Gedicht gefragt.

„In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?“

Und wer baute die Kanäle in und um Berlin und das Reichstagsgebäude?
Darunter waren viele Arbeiter aus Italien und Osteuropa.  Im Zuge der Hochindustrialisierung kamen in den 1890ern zahlreiche Einwanderinnen und Einwanderer nach Deutschland. Sie hielten schon damals einzelne Wirtschaftszweige mit am Laufen. Es handelt sich um eine über hundertjährige Geschichte der Einwanderung unter teilweise dramatisch wechselnden Bedingungen: Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, die Nazizeit mit ihrer mörderischen Zwangsarbeiterpolitik bis hin zu den beiden deutschen Staaten und zur Bundesrepublik der Gegenwart.

Dieser Teil der deutschen Geschichte ist lange verleugnet worden – auch durch diese Verleugnung wurden Einwander_innen, Geflüchtete und ihre Kinder zu Fremden im eigenen Land gemacht. Damit waren und sind Feindbilder verbunden – wie etwa das „Feindbild Islam“, über das R?za Baran (langjähriges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und von 2001 bis 2006 Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Kreuzberg-Friedrichshain) schon im Jahr 1997 schrieb:
„Die Erklärung dafür findet sich weniger bei den MuslimInnen, als bei der Gesellschaft, die das Feindbild produziert, denn dort erfüllt es seinen Zweck.“

Seine Kollegin Sevim Celebi-Gottschlich stellte 1987 im Berliner Abgeordnetenhaus fest: „Man kann nicht jeden dritten arbeitenden Menschen in dieser Stadt ausgrenzen und ihm demokratische Rechte verweigern! Sie müssen endlich respektieren, akzeptieren und vor allem verstehen, dass wir uns nicht mehr bevormunden lassen wollen. Wir sind nicht mehr stumm!“

Auf dem Stadtspaziergang wird diese Geschichte bis in die Gegenwart an exemplarischen Orten vorgestellt. Es kommt darauf an, die Entwicklung staatlicher Politik(en) gegenüber Einwanderern und Flüchtlingen nachzuzeichnen, deren Erfahrungen wiederzugeben und dabei von ihren (Über-)Lebensstrategien sowie Protest- und Widerstandsformen zu erzählen.

Weitere Themen sind:

  • Die frühe Geschichte der Zuwanderung aus afrikanischen Ländern um 1900
  • Einwander_innen aus den preußischen Ostprovinzen im Kaiserreich in Berlin (Pol_innen wurden z.B. durch das Verbot der polnischen Sprache auf öffentlichen Veranstaltungen diskriminiert, was sich an Auseinandersetzungen in der katholischen Marienliebfrauenkirche in der Wrangelstraße zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigen lässt)
  • Die Zuwanderung osteuropäisch-jüdischer Arbeiter_innen im Kaiserreich – auch nach Kreuzberg
  • Einwander_innen und Flüchtlinge, die nach 1961 nach West- und Ost-Berlin kamen, u.a. aus der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten, aus dem Libanon, aus Palästina, aus Polen, aus der Sowjetunion bzw. Rußland, Bulgarien, aus Chile, Indien, Vietnam, Mozambique, Angola, Nigeria und vielen anderen Ländern.  

Frei nach dem Motto: "Von der Diktatur der Herkunft zu einem selbstbestimmten und solidarischen Leben" ist es auch wichtig, die Zuschreibungen über Herkunftsstaaten, staatliche Gesetze und andere Fremdbestimmungen zu überwinden und die Gegenwart in Friedrichshain-Kreuzberg zu zeigen, die sich in Initiativen für gleiche Rechte, gegen Verdrängung und Rassismus zeigen, wie etwa „Bizim Kiez“ („Unser Kiez“) oder dem Festival gegen Rassismus in Kreuzberg.

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.

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CLEW Journalism Network Conference

19.03.2017
19.03.2017 - 23.03.2017

THE CLEW JOURNALISM NETWORK WORKSHOP - The challenges of global reporting on energy and climate policy - A special programme for CLEW alumni in parallel with the 3rd Berlin Energy Transition Dialogue.

THE CLEW JOURNALISM NETWORK WORKSHOP Where policy debate meets journalism

Germany will play a crucial role in international energy and climate policy in 2017. As Chancellor Angela Merkel seeks a new mandate in parliamentary elections in September, Germany has made climate policy a key issue for its G20 presidency. Parallel to the formation of the new German government in November, Bonn will host the COP23 UN Climate Conference.

These events underline how the German Energiewende has become part of a global energy transition. More and more countries are seeking to create low-carbon economies. That poses an emerging challenge for journalism. As a top issue of international politics, energy and climate policy also require top-level journalism that transcends national borders, as well as the boundaries between traditional beats.

Against this background, we are inviting journalists who cover energy and climate policy to our first CLEW Journalism Network Workshop. As energy and foreign ministers convene at the 3rd Berlin Energy Transition Dialogue, we will bring together alumni of our media study tours to discuss key issues for reporting on energy and climate policy:

?       What are the key themes and pressing issues in the field of energy and climate policy that require international cooperation among journalists?

?       What models exist for cross-country media cooperation ?

?       What support structures do journalists need as energy and climate policy permeates the global policy agenda?

These questions will be in the spotlight at an invitation-only journalists’ workshop which will be at the heart of our CLEW Journalism Network Workshop.

The full programme of the CLEW Journalism Network Workshop will include:

?       A journalists’ workshop around the challenges of reporting on energy and climate issues, and practical ways to enhance international cooperation among journalists

?       An opportunity to monitor global energy and climate policy debates as the new German foreign minister hosts energy and foreign ministers from around the world at the 3rd Berlin Energy Transition Dialogue (BETD)

?       Exclusive meetings with high-level energy policy makers at the BETD

?       Meetings with key experts and policy analysts for briefings on Germany’s election campaign and the current state of the Energiewende

?       Opportunities for individual research and site visits in Germany, assisted by the Clean Energy Wire team (upon individual request)

 

Details of the CLEW JOURNALISM NETWORK WORKSHOP programme:

Overnight stays at Hotel Alexander Plaza, Rosenstr. 1, 10178 Berlin

?       Day 0, Sunday 19 March:            

Arrival in Berlin, informal opening dinner

?       Day 1, Monday 20 March:

Participation in the Berlin Energy Transition Dialogue (press registration), exclusive briefing session

?       Day 2, Tuesday 21 March:

Participation in the Berlin Energy Transition Dialogue (press registration), exclusive briefing session

Networking dinner with German journalists

?       Day 3, Wednesday 22 March:

Participation in an invitation-only journalists’ workshop: International reporting on energy and climate policy – what are the prospects and challenges of media cooperation?

Expert briefing with policy analysts on German elections and the Energiewende state of play

 Informal closing dinner

?       Thursday 23 March:

Departure/opportunity for individual research

 

 What does the CLEW JOURNALISM NETWORK WORKSHOP package include?

?       Reimbursement of travel expenses to and from Berlin (economy fare), within Europe max. 300 , from other parts of the world max. 700   

?       Four-night stay at a hotel in Berlin (hotel will be booked by CLEW)

?       Participation in the CLEW Journalism Network Conference (see programme above)

?       Support for your individual research before, during and after your stay in Berlin by the CLEW team

 

Who can participate?

A maximum of 12 journalist from around the world will be able to participate in the CLEW JOURNALISM NETWORK WORKSHOP.

To apply for participation, you must be a Clean Energy Wire alumnus. CLEW alumni include participants of our previous media study tours and workshops, as well as journalists whom we have assisted with research.

 

How to apply

To apply, please write to CLEW (event@cleanenergywire.org) explaining in up to 300 words:

  • What prospects and challenges do you see for reporting on energy and climate policy issues?
  • What impact could international cooperation among journalists have in this context?

AND fill in the application form here on the website (above in the red bar). The deadline for applications is 24 February. We will inform you whether your application has been successful no later than 3 March.

Please note that participants in the CLEW Journalism Network Workshop who wish to attend the Berlin Energy Transition Dialogue 2017 must arrange their own accreditation to the conference (press registration).

Don`t hestitate to contact us in case of further questions!

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»Die Verhältnisse zum Tanzen bringen«

18.03.2017
18.03.2017, 21:00 Uhr - 19.03.2017, 00:00 Uhr

Ein revolutionärer Abend – Lecture, Performance & Party

Berlin war Schauplatz von Protesten und Revolutionen: 1848, 1918, 1968 und 1989. Der Aufbruch zur Emanzipation, zur Demokratisierung von Staat und Gesellschaft hat in Berlin Tradition. Spielt die Kultur dabei eine entscheidende Rolle?  Über 1848 als Aufbruch in eine neue Zeit berichtet Susanne Kitschun (Leiterin Gedenkstätte Friedhof der Märzgefallenen). Der Historiker Ralf Hoffrogge reflektiert über die Bedeutung von Revolutionen gestern und heute. Das Willi Münzenberg Forum bemerkt, dass die Russischen Revolutionen 1917 eine neue Jugend begeisterte und neue Künste freisetzten. Mit dem Institut für Widerstand im Postfordismus blicken wir durch revolutionäres Bleigießen in die Zukunft. Und dann Party!

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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FAUD: Pariser Kommune (1871) und Aufstand in Kronstadt (1921)

18.03.2017
18.03.2017, 19:00 Uhr

Am: Samstag, den 18. März 2017
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr
Ende: 22:00 Uhr
Eintritt: Frei - Spenden Willkommen
An diesem Abend wollen wir uns gleich mit zwei(!) historischen Ereignissen beschäftigen. Beide sind tief verwurzelt im Bewußtsein des radikalen Teils der Arbeiterbewegung. Der 18.03.2017 ist der 146. Jahrestag der Pariser Kommune und der 96. Jahrestag der Niederschlagung des Kronstädter Versuchs die Revolution vor den Bolschiwiki zu retten.
Gemeinsam haben sie vor allem das Datum, den 18. März.
Während am 18. März 1871 in Paris die Revolte beginnt, wird sie am 18. März 1921 in Kronstadt gerade blutig niedergeschlagen. Zynischer Weise feiern am Tag der Niederschlagung Kronstadts, die Anführer des blutigen Gemetzels in Moskau an reich gedeckten Tischen und mit zahlreichen revolutionären Sonntagsreden die Pariser Kommune. ...
Paris:
Am 18. März 1871 beginnt eine Revolution die als „Pariser Kommune" in die Geschichte eingehen sollte. Sie ist zum Teil Lehrstoff in der Schule, KommunistInnen aller Coleur beziehen sich auf sie ebenso wie viele AnarchistInnen und selbst Feministinnen. Was ist das faszinierende an dieser Revolution? Und welche Bedeutung hat dieses Ereignis für uns heute? Ein „Blick zurück nach vorne" soll diesen und einigen anderen Fragen nachgehen und sie vielleicht sogar vorläufig beantworten.
Wir zeigen den Stummfilm (20 Min) La Commune:
Paris, 18. März 1871: Der Zorn grollt auf. Die Anfänge der Pariser Kommune laut Armand Guerra, einem der Pioniere des aktivistischen Films.
Nach der Kapitulation Frankreichs gegenüber den Preußen im Jahre 1870 und dem Niedergang des Second Empire (Zweites französisches Kaiserreich) wird Adolphe Thiers zum Oberhaupt der Exekutivgewalt der republikanischen Regierung ernannt. Die Pariser fühlen sich gedemütigt, der Volksaufstand steht unmittelbar bevor. Am 18. März 1871 bestellt Thiers General Lecomte zu sich, auf dass dieser die Kanonen von Montmartre einhole, die man erworben hatte, um die Hauptstadt zu verteidigen, und die von der Nationalgarde aufbewahrt wurden. Das Volk stellt sich den Truppen entgegen, dann verbrüdert es sich mit ihnen. Dies stellt den Beginn der Erhebung dar: Thiers flüchtet nach Versailles; die Generäle Lecomte und Thomas werden hingerichtet. Zehn Tage später wird die Pariser Kommune ausgerufen und mit ihr etabliert sich eine Art Selbstverwaltung, welche der Stadt vorsteht.
Nach der historischen Rekonstruktion geht der Film über zur Vorstellung ehemaliger Kommunarden und endet mit dem Kamerabild einer Banderole zum Ruhme der Kommune an der Mur des Fédérés (Mauer der Repressionsopfer). In wenigen Augenblicken dokumentarischen Charakters bestärkt Guerra sein Engagement als aktivistischer Filmemacher.
La Commune (Die Kommune) erinnert an die Revolutionsregierung, die am 10. August 1792 die französische Monarchie stürzte. Nach der Niederlage von Napoléon III. gegenüber den Preußen waren die Pariser zwar erleichtert aufgrund des Endes der Belagerung und der Lebensmittelknappheit, fühlten sich aber von der neu gewählten Nationalversammlung verraten, voll von Monarchisten und den Frieden favorisierend. Die Pariser hatten unter einer sehr harten Belagerung gelitten. Sie wollten nicht, dass die französischen Truppen die Kanonen von Paris einholten, und fürchteten, dass die Preußen, die in die Stadt eingedrungen waren, sich ihrer bemächtigen würden. Es begann eine Machtprobe zwischen Royalisten, Großbürgertum und konservativen Provinzbewohnern, die sich in Versailles zurückgezogen hatten und einen schnellen Frieden mit Deutschland wollten, auf der einen Seite und der schwer mitgenommenen Pariser Bevölkerung auf der anderen, die im Wesentlichen hervorgegangen war aus den Arbeitervierteln im Osten von Paris und mehrheitlich republikanisch eingestellt war.
Diese historische Rekonstruktion in La Commune wurde von den Archives françaises du film (französisches Filmarchiv) restauriert und ist einer der wenigen Filme, die von der Gesellschaft Le Cinéma du peuple (Kino des Volkes) produziert wurden, die von Henri Langlois (1914 - 1977) wiederentdeckt wurde. Diese Arbeitergenossenschaft für Filmproduktion wurde im Oktober 1913 von einer Gruppe Anarchisten gegründet und hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das Elend des Proletariats darzustellen. Darüber hinaus liefert sie einen Vorgeschmack auf das aktivistische Kino, wie es später durch die „Groupe Octobre" (Oktober-Gruppe) in den 30er-Jahren und von all den linksradikalen Filmkollektiven der späten 60er und 70er verkörpert wurde.
Noch im selben Jahr kontaktiert die Genossenschaft José Estivalis Cabo alias Armand Guerra (1886 - 1939), um ihm vorzuschlagen, Filme mit sozialem Charakter zu drehen. Mit der Unterstützung von Lucien Descaves (1861- 1949) beim Drehbuch sucht Armand Guerra sich für seinen zweiten Film ein symbolträchtiges Thema glühender Partisanen aus und dreht La Commune. Der Film rekonstruiert in statischen Einstellungen und mit abwechselnd Innen- und Außenaufnahmen das Ereignis, welches in Paris eine aufständische Phase von rund zwei Monaten ausgelöst hat.
Trotz der dokumentarischen Einstellungen am Ende, die ehemalige Kommunarden, die Mur des Fédérés und ein Fahnentuch mit der Aufschrift „Es lebe die Kommune" zeigen, bleibt der Film dem aktivistischen Zweck des Cinéma du peuple fern genug. Ohne wirklich Partei zu ergreifen, „spricht die gewählte historische Episode sich nicht wirklich zu Gunsten der Aufständischen aus", wie es Laurent Mannoni anmerkte.* Nichtsdestotrotz bezeichnet dieser Film, dem aufgrund des Krieges eine Fortsetzung verwehrt blieb, einen bedeutenden Schritt in der Filmgeschichte und lässt überdies vorausschauen auf das zukünftige Kino der Volksfront.
Der große Krieg setzte dem Cinéma du Peuple ein definitives Ende. Sie produzierten insgesamt ein Dutzend Dokumentar- und Spielfilme. Le Vieux docker (Der alte Hafenarbeiter), ein anderer Film von Armand Guerra, ist die letzte Produktion der Genossenschaft. Eine unvollständige Fassung wird in der Cinémathèque française (Französisches Filmarchiv) aufbewahrt.
* (wissenschaftlicher Leiter des Kulturerbes der Cinémathèque française), in „La persistance des images", Verlag : La Cinémathèque Française, Paris, 1996.
Dieser Film wurde zur Verfügung gestellt von der CINEMATHEQUE FRANCAISE.
Kronstadt
Dieser zum Teil vergessene, zum Teil verleumdete Aufstand der Matrosen der russischen Kriegsmarine gegen die bolschewistische Regierung „Sowjet"-Russlands war ein letzter, verzweifelter Versuch die Revolution vom Februar 1917 zu retten. Unter dem Motto „Alle Macht den Räten - keine Macht der Partei", standen sie gegen die autoritären Kommunisten auf. Die Forderungen der Matrosen nach Freilassung der gefangenen AnarchistInnen, linken SozialrevolutionärInnen und ArbeiterInnen und BäuerInnen die wegen Streiks und Hungerunruhen eingesperrt waren, die Forderungen nach Versammlungs-, Rede- und Pressefreiheit für alle revolutionären ArbeiterInnen und BäuerInnen jenseits der bolschwistischen Partei und die Forderungen nach freien Räten und selbstorganisierter Verwaltung der Betriebe und Verwaltung in Stadt und Land wurde von Lenin, Trotzki und Konsorten als „konterrevolutionär" denunziert und mit nackter Gewalt, Terror und Propaganda bekämpft. Am Jahrestag des Beginns der Pariser Kommune feierten nicht nur die BolschewistInnen um Lenin in Moskau eben diese Pariser Kommune, sondern konnten sich auch klammheimlich an der endgültigen Niederlage des Kronstätteraufstandes erfreuen. Während sie feierten wurden die Marosen von Einheiten der sogenanten Roten Armee und der Tscheka verhaftet, gefoltert oder gleich Hingerichtet. Erst der „Blick zurück nach vorne" holt die Beschäftigung mit diesen (und allen anderen Aufständen und Revolutionen „unserer" Geschichte) aus den Elfenbeintürmen akademischer Betrachtung hinunter in unsere Viertel, Büroräume, Fabrikhallen und die Flure der Arbeitsämter,.... Geschichte wird gemacht - und wir schreiben gerade die unsere!

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