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Updated: 2 hours 33 min ago

Deutschland - ein Wirtschaftsmärchen

19.09.2019
23.09.2019, 19:00 Uhr - 23.09.2019, 21:00 Uhr

Deutschland ist reich, aber die gängigen Erklärungen sind falsch. So soll Ludwig Erhard der „Vater“ des Wirtschaftswunders gewesen sein – in Wahrheit war er ein unfähiger Ökonom, ein Profiteur im Dritten Reich und ein Lügner.

Die Bundesbank war angeblich die unbestechliche „Hüterin der D-Mark“ – tatsächlich hat sie Millionen in die Arbeitslosigkeit geschickt und die deutsche Einheit fast ruiniert. „Soziale Marktwirtschaft“ klingt nach sozialem Ausgleich, doch begünstigt werden die Reichen.

Auch die permanenten Exportüberschüsse haben Deutschland nicht voran gebracht, sondern geschadet. Umgekehrt werden echte Erfolge nicht gesehen: Die Wiedervereinigung war angeblich wahnsinnig teuer. Tatsächlich hat sie keinen einzigen Cent gekostet. Es ist Zeit, sich von den Legenden zu verabschieden. Sonst verpassen wir unsere Zukunft.

taz-Journalistin Ulrike Herrmann diskutiert ihr neues Buch mit dem konservativen Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe (Universität Frankfurt).

Moderation: Stefan Reinecke

 

Bild: Westend Verlag/taz

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Fair übers Meer

19.09.2019
24.09.2019, 18:00 Uhr - 24.09.2019, 21:00 Uhr

Deutschland ist Exportweltmeister und stolz drauf. Die tiefe Integration in globale Wertschöpfungsketten wird immer wieder gerne als Wiege des hiesigen Wohlstands angepriesen. Doch wird bei diesem Handel mit Gütern selten diskutiert, wie diese überhaupt ihren Bestimmungsort erreichen – insbesondere beim internationalen Handel außerhalb der EU.

Seetransport ist ein blinder Fleck im öffentlichen und politischen Interesse, insbesondere was die Problematik rund um Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen betrifft. Dabei geht es in der Hochseelogistik nun wirklich nicht fair zu.

Oft sind die Arbeitsbedingungen auf Frachtschiffen extrem prekär: mit niedrigen, spät bezahlten Löhnen, langen Arbeitszeiten, wenigen bis keinen Urlaubstagen sowie gesundheitsgefährdenden Lebens- und Arbeitsbedingungen. Deutsches Arbeits- und Steuerrecht wird durch Ausflaggung umgangen.

Zudem fahren Containerschiffe weitestgehend mit Schweröl und tragen enorm zur Belastung von Meer, Luft und Klima bei. Aktuell erzeugt die Welthandelsflotte in etwa so viele CO2-Emissionen wie Deutschland insgesamt.

Nach einem Vortrag zur Thematik, wollen wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten diskutieren, welche Herausforderungen der Seetransport mit sich bringt. Was gibt es für Lösungsansätze für Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen? Darüber hinaus stellen wir die Frage, welche Schritte die Branche bereits umsetzt, welche Alternativen machbar sind und wo die Politik leitgebend tätig werden muss.

Anschließend laden wir ein zu einem kleinen Empfang.

Anmeldung: bis 17. September unter https://www.forumue.de/anmeldung-awf21/

Programm:

18:15 Uhr: Begrüßung und Einführung ins Thema mit Nelly Grotefendt, Referentin Politik, Weltwirtschaft und Handelspolitik, Forum Umwelt und Entwicklung: „Wir würden gerne – können aber nicht“ Globale Wertschöpfungsketten und Fair Transporting – Hindernisse und Chancen.

18:45 Uhr: Diskussionsrunde mit

Claudia Müller, Sprecherin für maritime Wirtschaft, MdB Bündnis 90/Die Grünen

Rüdiger Kruse, Beauftragter für die maritime Wirtschaft, MdB CDU/CSU (angefragt)

Lia Polotzek, Referentin für Wirtschaft, Finanzen und Handel, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und

Matthias Ristau, Seemannspastor, Seemannspfarramt der Nordkirche

Moderation: Marie-Luise Abshagen, Referentin für Nachhaltige Entwicklung, Forum Umwelt und Entwicklung 

20:30 Uhr: Empfang

Eine Veranstaltung des Bündnisses Fair übers Meer.

Eintritt frei

Bild: Flickr/JosephB | CC-BY-NC-ND 2.0

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Fair übers Meer

19.09.2019
24.09.2019, 18:00 Uhr - 24.09.2019, 21:00 Uhr

Deutschland ist Exportweltmeister und stolz drauf. Die tiefe Integration in globale Wertschöpfungsketten wird immer wieder gerne als Wiege des hiesigen Wohlstands angepriesen. Doch wird bei diesem Handel mit Gütern selten diskutiert, wie diese überhaupt ihren Bestimmungsort erreichen – insbesondere beim internationalen Handel außerhalb der EU.

Seetransport ist ein blinder Fleck im öffentlichen und politischen Interesse, insbesondere was die Problematik rund um Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen betrifft. Dabei geht es in der Hochseelogistik nun wirklich nicht fair zu.

Oft sind die Arbeitsbedingungen auf Frachtschiffen extrem prekär: mit niedrigen, spät bezahlten Löhnen, langen Arbeitszeiten, wenigen bis keinen Urlaubstagen sowie gesundheitsgefährdenden Lebens- und Arbeitsbedingungen. Deutsches Arbeits- und Steuerrecht wird durch Ausflaggung umgangen.

Zudem fahren Containerschiffe weitestgehend mit Schweröl und tragen enorm zur Belastung von Meer, Luft und Klima bei. Aktuell erzeugt die Welthandelsflotte in etwa so viele CO2-Emissionen wie Deutschland insgesamt.

Nach einem Vortrag zur Thematik, wollen wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten diskutieren, welche Herausforderungen der Seetransport mit sich bringt. Was gibt es für Lösungsansätze für Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen? Darüber hinaus stellen wir die Frage, welche Schritte die Branche bereits umsetzt, welche Alternativen machbar sind und wo die Politik leitgebend tätig werden muss.

Anschließend laden wir ein zu einem kleinen Empfang.

Anmeldung: bis 17. September unter https://www.forumue.de/anmeldung-awf21/

Programm:

18:15 Uhr: Begrüßung und Einführung ins Thema mit Nelly Grotefendt, Referentin Politik, Weltwirtschaft und Handelspolitik, Forum Umwelt und Entwicklung: „Wir würden gerne – können aber nicht“ Globale Wertschöpfungsketten und Fair Transporting – Hindernisse und Chancen.

18:45 Uhr: Diskussionsrunde mit

Claudia Müller, Sprecherin für maritime Wirtschaft, MdB Bündnis 90/Die Grünen

Rüdiger Kruse, Beauftragter für die maritime Wirtschaft, MdB CDU/CSU (angefragt)

Lia Polotzek, Referentin für Wirtschaft, Finanzen und Handel, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und

Matthias Ristau, Seemannspastor, Seemannspfarramt der Nordkirche

Moderation: Marie-Luise Abshagen, Referentin für Nachhaltige Entwicklung, Forum Umwelt und Entwicklung 

20:30 Uhr: Empfang

Eine Veranstaltung des Bündnisses Fair übers Meer.

Eintritt frei

Bild: Flickr/JosephB | CC-BY-NC-ND 2.0

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#AlleFürsKlima

19.09.2019
20.09.2019, 12:00 Uhr - 20.09.2019

Wann: Freitag, 20. September, 12 Uhr

Wo: Brandenburger Tor/Berlin

 

Am 20. September findet der dritte internationale Klimastreik statt. Weltweit (Übersicht aller globalen Aktionen) werden Menschen für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und gegen bestehende Klima- und Umweltzerstörungen auf die Straße gehen. Die Fridays for Future-Bewegung hat diesen Tag zum Streik ausgesucht,  da in Berlin das Klimakabinett tagt und in New York der Climate Action Summit für den 23. September vorbereitet wird.

Die Bewegung sucht den Schulterschluss zu Gewerkschaften und versucht Arbeitnehmer:innen an diese Tag zum Streik zu mobilisieren. Die große Streikdemonstration wird aus unterschiedlichen Blöcken bestehen. Beispielsweise wird im Antikapitalistischen Block auf der Demonstration der Zusammenhang von Umweltzerströung und Kapitalismus thematisiert.

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Antifeminismus sabotieren – Abtreibung legalisieren

19.09.2019
21.09.2019, 10:00 Uhr - 21.09.2019, 17:00 Uhr

Wann: Samstag, 21. September 2019, 10 Uhr

Wo: Rosenthaler Platz/Berlin

 

Das What-the-fuck-Bündnis ruft zum Protest gegen den sogenannten "Marsch für das Leben" auf:

Zitat: "Unter dem Motto “Antifeminismus sabotieren – Abtreibung legalisieren” mobilisiert das What-the-fuck-Bündnis auch in diesem Jahr zu Protesten gegen den “Marsch für das Leben”. Am Samstag, den 21. September 2019 startet um 10 Uhr am Rosenthaler Platz eine Großdemonstration für eine befreite und emanzipatorische Gesellschaft. Anschließend soll die Veranstaltung der selbsternannten “Lebensschützer*innen” mit kreativen Protestaktionen gestört werden. Mit dem “Marsch für das Leben” fordern jährlich tausende selbsternannte “Lebensschützer*innen” ein generelles Verbot von Abtreibungen. In ihrem christlich-fundamentalistischen Weltbild ist jedoch nicht jedes Leben gleich schützenswert. Sie vertreten konservative Geschlechterrollen, eine rigide Sexualmoral und sind homo- und transfeindlich."

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Antifeminismus sabotieren – Abtreibung legalisieren

19.09.2019
21.09.2019, 10:00 Uhr - 21.09.2019, 16:00 Uhr

Wann: Samstag, 21. September 2019, 10 Uhr

Wo: Rosenthaler Platz/Berlin

 

Das What-the-fuck-Bündnis ruft zum Protest gegen den sogenannten "Marsch für das Leben" auf:

Zitat: "Unter dem Motto “Antifeminismus sabotieren – Abtreibung legalisieren” mobilisiert das What-the-fuck-Bündnis auch in diesem Jahr zu Protesten gegen den “Marsch für das Leben”. Am Samstag, den 21. September 2019 startet um 10 Uhr am Rosenthaler Platz eine Großdemonstration für eine befreite und emanzipatorische Gesellschaft. Anschließend soll die Veranstaltung der selbsternannten “Lebensschützer*innen” mit kreativen Protestaktionen gestört werden. Mit dem “Marsch für das Leben” fordern jährlich tausende selbsternannte “Lebensschützer*innen” ein generelles Verbot von Abtreibungen. In ihrem christlich-fundamentalistischen Weltbild ist jedoch nicht jedes Leben gleich schützenswert. Sie vertreten konservative Geschlechterrollen, eine rigide Sexualmoral und sind homo- und transfeindlich."

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SOS Amazonia / Aufruf zur Teilnahme an der Berliner Klimastreik-Demo am 20.09.2019!

18.09.2019
20.09.2019, 11:30 Uhr - 20.09.2019

„SOS AMAZONIA“

In einem offenen Bündnis von Berliner Initiativen/Organisationen wollen wir bei der Klimastreik-Demo am 20.09 einen gemeinsamen Demo-Block bilden!

Gemeinsamer Treffpunkt vor der Demo ist Freitag, den 20.09. um 11:30 an der Ebertstr. / Ecke Behrenstr auf der Seite des Tiergartenparks (Nähe Brandenburger Tor)!

An unserem Demo-Block werden auch zwei Gäste aus Brasilien teilnehmen:
Alessandra Korap (Aktivistin der indigenen Frauenbewegung vom indigenen Volk der Munduruku) und
Marco Antonio “Marquinho” Mota (Projektkoordinator für das ostamazonische NRO-Netzwerk -FAOR).
Alessandra wird auch einen Redebeitrag auf der Demo halten!

Weitere Aktivitäten, an denn unsere beiden Gäste mitwirken werden finden sich HIER!

Dienstag, 24.09. von 11.30-13:00: Workshop im Rahmen des Klimacamps
Brasilien: Der Kampf der indigenen Gemeinschaften für ihr Land und Ihre Rechte

Dienstag, 24.09. ab 16:30 Kundgebung vor der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland (Unter den Linden 78, 10117 Berlin):
Klima und Menschenrechte schützen! Das EU-MERCOSUR-Abkommen muss gestoppt werden!

 

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Brasilien: Menschenrechte unter Druck - Amazonien in Gefahr Organisationen der brasilianischen Zivilgesellschaft berichten

18.09.2019
26.09.2019, 19:00 Uhr - 26.09.2019, 21:30 Uhr

Demokratie und Menschenrechte sind in Brasilien in höchster Gefahr. Nicht nur die Rhetorik des brasilianischen Präsidenten Bolsonaro, sondern auch eine Vielzahl konkreter Maßnahmen seiner Regierung zielen darauf ab, den Kern der brasilianischen Demokratie auszuhöhlen. Die Menschenrechtssituation in Brasilien hat sich seit dem Amtsantritt Bolsonaros im Januar dieses Jahres dramatisch verschärft.

Der aggressive und rassistische Diskurs der Regierung und insbesondere des Präsidenten richtet sich gegen Frauen, LGBTIQ, Schwarze und Migranten so wie soziale Führungskräfte, Journalist/inn/en und die politische Opposition gleichermaßen. Soziale Bewegungen, NGOs und internationale Organisationen sehen sich damit konfrontiert, dass ihre Arbeit verstärkt überwacht, delegitimiert und kriminalisiert wird. Soziale Errungenschaften werden sukzessive demontiert, demokratische Institutionen untergraben – mit dem Ziel eines neoliberalen Umbaus des brasilianischen Staates.

Die Liberalisierung des Waffenrechts sowie die Ankündigung von Straflosigkeit für Gewaltakte seitens der Sicherheitskräfte gehen einher mit einem drastischen Anstieg der Gewalt, vor allem von Seiten der Militärpolizei in den brasilianischen Favelas – alleine in Rio hat die Militärpolizei bis Ende April 434 Menschen erschossen – und einem immer häufigeren Auftreten paramilitärischer Milizen.

Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger/innen häufen sich besonders im Zusammenhang mit der Verteidigung von Umwelt-, Land- und Territorialrechten. Indigene und traditionelle Gemeinschaften sind durch die Aushöhlung des Rechtsrahmens und der Institutionen zu ihrem Schutz sowie durch die massive Förderung des Agrobusiness und der extraktiven Industrien besonders unter Druck. Die wenigen Errungenschaften bei der Demarkation ihrer Territorien werden in Frage gestellt, die dafür bis dato zuständigen Institutionen gezielt geschwächt. Denn Schutzgebiete stellen aus Sicht der Regierung Hindernisse für die radikale wirtschaftliche Erschließung des Amazonasgebietes dar.

Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklungen haben wir Vertretende zivilgesellschaftlicher Organisationen eingeladen, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Brasilien engagieren und ihre Anliegen und Initiativen für einen effektiven Menschenrechtsschutz vorstellen und gemeinsam mit uns diskutieren wollen. Dabei geht es auch darum, die Verantwortung Deutschlands in den Blick zu nehmen, denn Brasilien ist das einzige Land in Lateinamerika, mit dem Deutschland seit 2008 durch eine strategische Partnerschaft verbunden ist – und diese hat nicht nur wirtschaftliche Zusammenarbeit, sondern auch die Stärkung von Demokratie und Menschenrechten zum Ziel.

Unsere Gäste sind:

  • Alessandra Korap, Aktivistin der indigenen Frauenbewegung vom indigenen Volk der Munduruku

  • Marco Antonio “Marquinho” Mota, Projektkoordinator für das ostamazonische NRO-Netzwerk -FAOR

  • Julia Esther França, Koordinatorin des Netzwerks PAD (Processo de Articulação e Diálogo para a Cooperação Internacional)

  • Diogo Cabral, Menschenrechtsanwalt der SMDH (Sociedade Maranhense de Direitos Humanos no Maranhão) und Sprecher des Konsortiums Defendendo Vidas

  • Enéias da Rosa, Koordinator des Netzwerks Articulação para o Monitoramento dos Direitos Humanos no Brasil

 

Veranstaltungssprache: Deutsch-Portugiesisch / Simultanübersetzung

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Halt' dich an deiner Wohnung fest

18.09.2019
19.09.2019, 19:30 Uhr - 19.09.2019

Wann: Donnerstag, 19. September, 19:30 Uhr

Wo: SO36, Oranienstraße 190/Berlin

+++Kiezversammlung+++

Im Frühling 2019 beteiligten sich in 19 Städten in Deutschland rund 55.000 Menschen an den Mietenprotest-Aktionstagen. Allein in Berlin gingen unter dem Schlagwort #Mietenwahnsinn nach Angaben der Veranstalter:innen rund 40.000 Menschen auf die Straße. Diese Proteste verzeichnen weiterhin steten Zulauf. Ihre Teilnehmer:innen fordern die konkrete Umsetzung des Menschenrechts auf Wohnen und kritisieren, dass Wohnen zunehmend zur Ware wird, die sich immer weniger Menschen leisten können. Dazu nehmen sie die Landespolitik in die Pflicht, die bisher jedoch bei dem zahnlosen Vorkaufsrecht hängen blieb. Mit den aktuellen Diskussionen über einen gesetzlichen Mietendeckel und die Möglichkeit, Immobilienkonzerne zu enteignen bekam die Debatte neuen Schwung.

Um den Einfluss der Protestierenden weiterhin geltend zu machen, findet heute im SO36 die Kiezverammlung gegen Verdrängung statt. (19. 9., Oranienstraße 190, 19.30 Uhr)

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Halt dich an deiner Wohnung fest

18.09.2019
19.09.2019, 19:30 Uhr - 19.09.2019

Wann: Donnerstag, 19. September, 19:30 Uhr

Wo: SO36, Oranienstraße 190/Berlin

+++Kiezversammlung+++

Im Frühling 2019 beteiligten sich in 19 Städten in Deutschland rund 55.000 Menschen an den Mietenprotest-Aktionstagen. Allein in Berlin gingen unter dem Schlagwort #Mietenwahnsinn nach Angaben der Veranstalter:innen rund 40.000 Menschen auf die Straße. Diese Proteste verzeichnen weiterhin steten Zulauf. Ihre Teilnehmer:innen fordern die konkrete Umsetzung des Menschenrechts auf Wohnen und kritisieren, dass Wohnen zunehmend zur Ware wird, die sich immer weniger Menschen leisten können. Dazu nehmen sie die Landespolitik in die Pflicht, die bisher jedoch bei dem zahnlosen Vorkaufsrecht hängen blieb. Mit den aktuellen Diskussionen über einen gesetzlichen Mietendeckel und die Möglichkeit, Immobilienkonzerne zu enteignen bekam die Debatte neuen Schwung.

Um den Einfluss der Protestierenden weiterhin geltend zu machen, findet heute im SO36 die Kiezverammlung gegen Verdrängung statt. (19. 9., Oranienstraße 190, 19.30 Uhr)

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Rassismus und Bildung. Institutioneller Rassismus jenseits des NSU-Komplex als Herausforderung für das Recht

18.09.2019
22.10.2019, 18:00 Uhr - 22.10.2019, 21:00 Uhr

Die Ermittlungen im NSU-Komplex und der NSU-Prozess haben zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit institutionellem Rassismus geführt. Gleichzeitig wird über eine Definition von institutionellem Rassismus heftig gestritten. Der UN-Anti-Rassismus-Ausschuss (CERD) schrieb 2015 in seinen Bemerkungen zum Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland im Kontext der Ermittlungen zum NSU von möglichem institutionellen Rassismus. Die Bundesregierung weist das bis heute entschieden zurück. 

Tatsächlich gibt es keine einheitliche Verwendung des Begriffs. Zudem fehlt es in Deutschland an Forschung zu institutionellem Rassismus im Recht und in der Justiz. Forschung und Expertise besteht vor allem zu institutionellem Rassismus im Bildungsbereich. Daran wollen wir anknüpfen. 

Mit Expert*innen aus Forschung und Praxis diskutieren wir die Möglichkeiten einer Übertragung bestehender Erkenntnisse, Methoden und Theorien auf das Recht und seine Institutionen. Dabei interessiert uns: Was ist institutioneller Rassismus überhaupt? Wie kann man ihn nachweisen? Welche Herausforderungen und Schwierigkeiten stellen sich dabei? 

Es diskutieren:

Joshua Kwesi Aikins, Politikwissenschaftler bei „Vielfalt entscheidet“ und an der Universität Kassel, Projektleitung Parallelbericht CERD 2015, Sachverständiger der Enquete-Kommission Rassismus im Thüringer Landtag

Saraya Gomis, Lehrerin, Each One Teach One und ehemalige Antidiskriminierungsbeauftragte der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Maryam Haschemi Yekani, Rechtsanwältin und Koordinatorin des Berliner Netzwerks gegen Diskriminierung in Schule und Kita (BeNeDiSK)

Prof. Dr. Juliane Karakayali, Soziologin an der Evangelischen Hochschule Berlin, forscht zu institutionellem Rassismus

Grußwort:        Prof. Dr. Ulrike Lembke, Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien, Humboldt-Universität zu Berlin

Thematische Einführung: Doris Liebscher, Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte

Moderation:     Fiona Schmidt, Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien und 
Doris Liebscher, Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte

Im Anschluss:    Austausch und Vernetzung, Getränke und Fingerfood

Wir bitten um Anmeldung bei sekretariat.lembke@rewi.hu-berlin.de.

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Vielfalt schaffen! Mit Agrarökologie globale Krisen überwinden

18.09.2019
22.10.2019, 19:00 Uhr - 23.10.2019, 22:00 Uhr

Artensterben, Klimakrise und immer mehr hungernde Menschen weltweit – die Ergebnisse aktueller internationaler Berichte zeigen, wie die Landwirtschaft seit Jahrzehnten die globalen ökologischen und sozialen Krisen verschärft.

Die Berichte zeigen auch die Dringlichkeit, mit der Landwirtschaft und Ernährungssysteme anders gestaltet werden müssen. Gleichzeitig tritt eine junge Umweltbewegung dafür ein, effektiven Klimaschutz endlich umzusetzen. Junge Menschen fordern, die wissenschaftlichen Erkenntnisse ernst zu nehmen und politische Schritte zu gehen, die wirklich Veränderung bedeuten und keine weiteren kosmetischen Lösungen sind. All diesen Entwicklungen zum Trotz versuchen Agrarpolitiker/innen und internationale Geber in vielen Ländern den Status Quo zu wahren und jegliche Veränderung zu verhindern. Immer mehr Bäuerinnen und Bauern machen sich dennoch auf den Weg und verändern ihre Anbausysteme. Sie wollen mit der Natur und mit dem Klima wirtschaften und nicht dagegen. Sie wollen Vielfalt fördern und nicht zerstören. Sie setzen ein neues landwirtschaftliches Leitbild um, das Demokratie, Vielfalt, Ökologie und Ökonomie unter dem Namen Agrarökologie miteinander verbindet. Sie merken, dass Agrarökologie Antworten auf zahlreiche globale Krisen bietet und sich in Zeiten von zunehmenden Wetterextremen auszahlt.

In Deutschland hat sich der Bundestag in einem Koalitionsantrag für Agrarökologie ausgesprochen und im Juli 2019 wurde vom Expertengremium des Welternährungsausschusses ein wegweisender UN-Bericht hierzu veröffentlicht. Auch er zeigt die Potentiale von Agrarökologie für die die Bewältigung der großen Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft heute steht.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir im Rahmen dieser Veranstaltung diskutieren, welche Potentiale Agrarökologie in einer Zeit hat, in der das Artensterben und die Klimakrise sich dramatisch zuspitzen, in der Demokratie, Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit immer mehr unter Druck geraten und in der Frauen in der Landwirtschaft deutlich weniger Rechte und finanzielle Ressourcen haben als Männer.

Welche Veränderungen kann Agrarökologie einleiten und wie kann sie Machtverhältnisse verändern, um die ökologischen und sozialen Krisen zu bewältigen? 

Wir freuen uns, dass wir für die Diskussion an diesem Abend internationale Experten und Expertinnen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, UN-Organisationen und deutscher Politik gewinnen konnten, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Herausforderungen der globalen Landwirtschaft blicken.

Auf dem Podium diskutieren: 

  • Gunther Beger, Leiter der Abteilung für Grundsatzfragen; Wirtschaft; Handel; ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Vanessa Black, Expertin für Agrarökologie und Biodiversität, Biowatch Südafrika
  • Jimena Gómez, Expertin für Agrarökologie und Ökosystem Management der UN Ernährungs- und Landwirtschafsorganisation (FAO)
  • Professor Dr. Michel Pimbert, Executive Director, Centre for Agroecology, Water and Resilience der Coventry University
  • Dr. Joachim Spangenberg, Vizepräsident des Sustainable Europe Research Institute (SERI) und Mit-Autor des globalen Assessments des Weltbiodiversitätsrats (IPBES)

 

Veranstalter sind Brot für die Welt, Heinrich-Böll-Stiftung, INKOTA netzwerk, Misereor und Oxfam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Lena Bassermann (bassermann@inkota.de) oder Sarah Schneider (sarah.schneider@misereor.de).

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Lesung und Diskussion: Patrice Poutrus „Umkämpftes Asyl – Vom Nachkriegsdeutschland bis in die Gegenwart“

18.09.2019
26.09.2019, 19:00 Uhr - 26.09.2019, 21:00 Uhr

Es gibt wohl kaum ein anderes gesellschaftliches Thema, zu dem die Ansichten so divergieren und mit so viel Intensität diskutiert werden wie zum Thema Asyl. Manchmal manifestieren die Meinungen sich sogar physisch, bis hin zu Gewalt. Patrice Poutrus zeigt in seinem im Juni erschienenen Buch „Umkämpftes Asyl. Vom Nachkriegsdeutschland bis in die Gegenwart“, dass dies nicht erst seit der letzten großen Fluchtbewegung nach Deutschland vor einigen Jahren oder seit den Auseinandersetzungen vor dem sogenannten Asylkompromiss 1992/93 der Fall ist. Seit der Verabschiedung des Grundgesetzes – und tatsächlich bereits während seiner Diskussion und Formulierung – ist Artikel 16 Absatz 2 Satz 2 nicht nur so herausfordernd wie umstritten, sondern muss vor allem für zahlreiche andere Themenkomplexe und politische Gestaltungsfragen herhalten: von Bevölkerungspolitik über außenpolitische Ziele bis hin zu Migrations- und Integrationspolitik.

Dr. Poutrus zeigt, dass es in der Asylrechtdebatte stets um grundlegende Fragen der politisch-moralischen Orientierung der deutschen Gesellschaft geht. Das Buch ist eine unentbehrliche Lektüre für all jene, die die Konflikte um Asyl und Flucht in den historischen Zusammenhängen verstehen möchten.

Im Anschluss an seinen Input berichtet Bruno Watara in einem kurzen Statement über seine Erfahrungen als politischer Aktivist von den realen und praktischen Auswirkungen des Asylrechts auf Geflüchtete innerhalb der letzten zwanzig Jahre und zeichnet zudem die Lebensrealität von Geflüchteten in Zeiten täglicher rassistischer Angriffe nach. Damit wird die historische Darstellung des Asylrechts um eine tagesaktuelle Perspektive ergänzt.

Anschließend wird der Raum zur Diskussion geöffnet. Diese wird durch Tahera Ameer moderiert, Mitarbeiterin der Amadeu Antonio Stiftung im Projekt „Aktion Schutzschild“.

 

Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 19.00 Uhr.
Ort: Amadeu Antonio Stiftung

Eintritt frei. Wir bitten um eine Anmeldung mit Vor- und Nachname zur Veranstaltung unter: veranstaltung@amadeu-antonio-stiftung.de. Sämtliche personenbezogenen Daten, die im Vorfeld erhoben werden, dienen lediglich der Anmeldung und werden unmittelbar nach der Veranstaltung gelöscht*. Zudem weisen wir auf das Hausrecht hin.

 

* Hinweis zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten im Rahmen von E-Mail-Kommunikation: Die Datenverarbeitung personenbezogener Daten geschieht ausschließlich zweckgebunden und im Einklang mit der am 25. Mai 2018 in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO). Alle Informationen zur Datenverarbeitung gemäß Art. 12 ff. DS-GVO finden Sie unter www.amadeu-antonio-stiftung.de/datenschutzerklaerung/pflichtinformationen.

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Institut für Staatspolitik dichtmachen

17.09.2019
20.09.2019, 16:00 Uhr - 20.09.2019

Wann: Freitag, 20. September 2019, 16 Uhr

Wo: Lindenstraße 1, Albersroda/Schnellroda

 

Bis zur Jahrtausendwende war der Ortsteil Schnellroda der Gemeinde Steigra in Sachsen-Anhalt ein einfaches provinzielles Nest. Wie es so viele von ihnen in Deutschland gibt. Doch mit der Gründung des sogenannten Instituts für Staatspolitik (IfS) bekam der Ort große Aufmerksamkeit. Das prominenteste Gründungsmitglied ist wahrscheinlich Götz Kubitschek, der selbst in Schnellroda auf einem Rittergut wohnt, das zeitgleich als Institutssitz dient. Kubitschek möchte sich als Vordenker und Wegbereiter der sogenannten Neuen Rechten inszenieren.

Vom Institut wird dafür jährlich eine mehrtägige Winter- und eine Sommerakademie veranstaltet. Hierzu werden ultrakonservative bis extrem rechte Redner:innen eingeladen. Bei der diesjährigen Sommerakademie spricht beispielsweise Alice Weidel (AfD). Obwohl das Institut nach eigenen Angaben parteiunabhängig arbeitet, sind die Tuchfühlungen mit der AfD frappierend. Das muss wohl so sein, denn das Institut versteht sich als Denkfabrik und Wegbereiter einer sogenannten konservativen Revolution.

Diese Konzentration rechter Politik in einem Örtchen wie Schnell­roda verdeutlicht den bekannten antifaschistischen Spruch: Es gibt kein ruhiges Hinterland.

Das weiß auch das Kollektiv „IfS dichtmachen“, das sich kontinuierlich gegen die Etablierung rechtsextremer Netzwerke in provinziellen Gegenden engagiert. Das Kollektiv hat eine kontinuierliche Strategie entwickelt, mit welcher sie die Vernetzungsbestrebungen von Rechtsextremen eindämmen oder gar stoppen wollen. Daher organisiert es zeitgleich zum angekündigten Vortrag von Alice Weidels in Schnellroda eine Gegendemonstration.

Anreise mit dem Bus aus Halle: 20. 9., Hbf Halle/Ernst-Kamith-Str, 15.30 Uhr

Mahnwache mit anschließender Demo: 20. 9., Lindenstraße 1/Schnellroda, 16 Uhr

 

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Strich / Code / Move

17.09.2019
23.09.2019, 11:00 Uhr - 28.09.2019, 19:00 Uhr

Sexarbeit ist nach wie vor ein gesellschaftliches Tabu-Thema. Die Wahrnehmung ist geprägt von Klischees – eine differenzierte Betrachtung findet oft nicht statt. Strich / Code / Move bietet einen Raum zur Auseinandersetzung.

Von Montag, 23. September 2019 bis Samstag, 28. September 2019 bilden fünf 'Lovemobile' eine Wagenburg am Steintor. Dort informieren und diskutieren wir drinnen wie draußen über Werte, Intimität und Sexualität, über Sexarbeit und das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG).

Start: 23. September 2019
Ende: 28. September 2019

Mo bis Sa: 11:00 – 19:00 Uhr

Am Steintor, 30159 Hannover

Anreise

  • U-Bahn (4, 5, 6, 10, 11, 17)

  • Bus (128, 134, 300, 500, 700)

  • und selbstverständlich per Taxi, Fahrrad, Skateboard, Roller oder zu Fuss

Im Veranstaltungskalender findest du in Kürze einen detaillierten Kalender mit allen Events zur Veranstaltung. Schau ruhig mal wieder rein, um auf dem Laufenden zu bleiben oder melde dich zu unserem Newsletter an.

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Stadtspaziergang: Auf der Spur der Menschenrechte in Prenzlauer Berg

16.09.2019
22.09.2019, 14:00 Uhr - 22.09.2019, 16:00 Uhr

Treffpunkt:            
U-Bahnhof Eberswalder Straße, vor dem Aufgang Danziger Straße 
Teilnahmebeitrag: 
10,00 €/ 5,00 €
Auf dem Weg kommen wir vom U-Bahnhof Eberswalder Straße u.a. zur Kastanienallee, zur Oderberger Straße, zur Kulturbrauerei, zum Kollwitzplatz, der Synagoge in der Rykestraße, zu den beiden Wassertürmen und zum Jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee. Auch Käthe Kollwitz spielt eine wichtige Rolle, die Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung, das vielfältige jüdische Leben und die Bürgerinnen- und Bürgerrechtsbewegung zu DDR-Zeiten. Ebenso natürlich Menschrechtsaktivistinnen und -aktivisten der Gegenwart, wie etwa Peter Steudtner, Träger des Friedenspreises der Quäker-Hilfe-Stiftung 2017, den er in der Gethsemane-Kirche überreicht bekam.

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Wählen Hartz IV- Bezieher*innen rechts? Klischees und Sterotypen

16.09.2019
28.09.2019, 15:00 Uhr - 28.09.2019, 17:00 Uhr

Vortrag von Thilo Broschell

 

Seit die Nationalsozialisten 1933 die Macht errangen, gibt es die Erklärung, dass die Arbeitslosen die junge Weimarer Republik destablisiert hätten, weil sie die Radikalen sowohl rechts wie links gewählt haben. Das muß auch heute noch für die These herhalten, die Hartz- IVler würden die AfD wählen. Aber niemand wählt die AfD, nur weil sie oder er Hartz-IV bezieht. Dazu kommt noch, dass Hartz-IV- Bezieher*innen keine einheitliche Gruppe bilden: es gibt Aufstocker*innen, die von ihrem Lohn sich oder ihre Familie nicht ernähren können, Langzeiterwerbslose, alleinerziehende Mütter, oder aber Rotationserwerbslose, die zwischen befristeter Lohnarbeit und Arbeitsagentur oder Jobcenter hin und her pendeln. Menschen mit Migrationshintergrund landen zudem häufiger in Hartz-IV, diese haben wenig Veranlassung rechte Parteien zu wählen. Auch sonst wählen Bezieherinnen von Hartz IV eher nicht, weil sie sich von keiner Partei mehr etwas versprechen. Wenn sie wählen, dann ist es oft eine Protestwahl. Es gibt auch Erwerbslose, die die AfD wählen, aber nicht nur weil sie Hartz IV beziehen, es müssen also noch andere Gründe dazu kommen.

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Wählen Hartz IV- Bezieher*innen rechts? Klischees und Sterotypen

16.09.2019
28.09.2019, 15:00 Uhr - 28.09.2019, 17:00 Uhr

Vortrag von Thilo Broschell

 

Seit die Nationalsozialisten 1933 die Macht errangen, gibt es die Erklärung, dass die Arbeitslosen die junge Weimarer Republik destablisiert hätten, weil sie die Radikalen sowohl rechts wie links gewählt haben. Das muß auch heute noch für die These herhalten, die Hartz- IVler würden die AfD wählen. Aber niemand wählt die AfD, nur weil sie oder er Hartz-IV bezieht. Dazu kommt noch, dass Hartz-IV- Bezieher*innen keine einheitliche Gruppe bilden: es gibt Aufstocker*innen, die von ihrem Lohn sich oder ihre Familie nicht ernähren können, Langzeiterwerbslose, alleinerziehende Mütter, oder aber Rotationserwerbslose, die zwischen befristeter Lohnarbeit und Arbeitsagentur oder Jobcenter hin und her pendeln. Menschen mit Migrationshintergrund landen zudem häufiger in Hartz-IV, diese haben wenig Veranlassung rechte Parteien zu wählen. Auch sonst wählen Bezieherinnen von Hartz IV eher nicht, weil sie sich von keiner Partei mehr etwas versprechen. Wenn sie wählen, dann ist es oft eine Protestwahl. Es gibt auch Erwerbslose, die die AfD wählen, aber nicht nur weil sie Hartz IV beziehen, es müssen also noch andere Gründe dazu kommen.

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Die Entwicklung der AfD

16.09.2019
28.09.2019, 13:00 Uhr - 28.09.2019, 14:45 Uhr

Vortrag von Sebastian Friedrich

 

Was waren die gesellschaftlichen Umstände, die zum Entstehen und zum Erstarken der AFD beigetragen haben. Auf welche Strukturen und Zusammenhänge konnte die AfD zurückgreifen, um sich zu etablieren und so in absehbarer Zeit nicht wieder aus den Parlamenten zu verschwinden. Gibt es Unterschiede, innerhalb der AfD, was das soziale Umfeld betrifft und ihre Wählerinnen. Warum scheiterten die früheren Versuche?

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BRD- Rechtsentwicklung und die Rolle des Staates

16.09.2019
27.09.2019, 19:00 Uhr - 27.09.2019, 21:00 Uhr

Vortrag von Wolf Wetzel

 

Es geht um die Rolle des Staates bei der Etablierung neonazistischer Gruppen ab 1945. (NSU, WehrsportgruppeHoffmann/WGH, combat 18, bood & honour etc. bis zu "Gladio")
Was ist das Interesse des Staates, diese neonazistischen Gruppen zu schützen? In dem Vortrag können nicht alle diese Gruppen umfassend behandelt werden, versucht wird aber, Hintergründe und Erklärungen an einigen Beispielen zu liefern, ohne in Verschwörungstheorien zu verfallen.

 

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