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Updated: 3 hours 11 min ago

Symposium in Erinnerung an Herbert Schui

31.10.2017
24.11.2017, 18:00 Uhr - 26.11.2017, 13:30 Uhr
Herbert Schuis Schaffen in Wissenschaft, Politik und Gewerkschaft zielte auf eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen, soziale Gleichheit, die Verwirklichung von Demokra­tie als Alltagsprinzip und eine emanzipatorische Kultur, kurz: eine menschliche Gesellschaft. Das Symposium steht daher unter dem Motto „‘...alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.‘ – Perspektive nach der neoliberalen Hegemonie“.

In Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Workshops wird sich mit aktuellen ökonomischen, sozialen und politischen Herausforderungen wie der Entwicklung von Gegenperspektiven zum Neoliberalismus (Wirtschaftsdemokratie, Alternative Wirtschaftspolitik), der Einheit von Frieden und Sozialem angesichts der Krise der EU, einem wirksamen Handeln gegen Rechts in internationalem Austausch sowie der Gestaltung von Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung auseinandergesetzt werden.

Für das Symposium konnten zahlreiche Referentinnen und Referenten aus den Bereichen, in denen Herbert Schui zeit seines Lebens aktiv war – Wissenschaft, Politik und Gewerkschaft –, gewonnen werden, so zum Beispiel Werner Goldschmidt, Stephanie Blankenburg, Klaus Ernst, Olaf Walther, Lucas Zeise, Rudolf Hickel, Kristian Glaser, Sebastian Chwala, Norman Paech, Fabio de Masi, Ingar Solty, Rainer Volkmann und Torsten Bultmann.

Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Schriftliche Anmeldung per Mail an schui-symposium@posteo.net.
Für das ausführliche Programm sowie weitere Hinweise und aktuelle Informationen siehe: http://fsr-sozialoekonomie.de/schui-symposium/.
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Filmvorführung „La última tarde“ (span. Original mit engl. Untertiteln)

26.10.2017
07.11.2017, 20:00 Uhr - 07.11.2017
[Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt zur Filmpräsentation im Hackesche Höfe Kino (Rosenthaler Str. 40/ 41) ein]. 

Wie sehr verändern wir uns und unsere Überzeugungen und Ideale im Laufe eines Lebens? Dies ist eine der zahlreichen Fragen, denen der peruanische Regisseur Joel Calero in seinem Film „La última tarde“ nachgeht. Der Film behandelt das Treffen zweier „Guerilleros“, die sich nach zwanzigjähriger Trennung zur Unterzeichnung der Scheidungspapiere treffen. Daraus entwickelt sich ein Gespräch über Perus terroristische Vergangenheit und aktuelle gesellschaftliche Situation. Die Spannung steigert sich in der zweiten Hälfte des Films. Als das Ex-Paar eine Gruppe Jugendlicher beim Aufbrechen von Lauras Autos erwischt und Ramón zur Selbstjustiz greift ist die Vergangenheit plötzlich wieder präsent, und die Persönlichkeiten beider Protagonist_innen und ihre Motive erscheinen in einem anderen Licht.
Im Anschluss an den Film haben Sie Gelegenheit, dem Regisseur Fragen zu stellen. Die Diskussion wird konsekutiv gedolmetscht (Deutsch/Spanisch). Karten (EUR 4,00) können ab sofort onlinereserviert oder direkt an der Kinokasse gekauft werden. Eine Filmrezension unserer Büroleiterin Astrid Becker in Lima finden sie hier.
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Aspekte der deliberativen Demokratie- Das Zufallsprinzip und Losverfahren in der Politik

26.10.2017
26.10.2017, 19:00 Uhr - 26.10.2017, 22:00 Uhr
Aspekte der deliberativen Demokratie-Das Zufallsprinzip und Losverfahren in der Politik
Berliner Wasserrat26.10.2017, 19 Uhr
Bernhard-Lichtenberg-Haus, Hinter der katholischen Kirche 3, 10117 Berlin

Die Veranstaltung geht der Frage nach, ob das Zufallsverfahren ein demokratisches Verfahren ist.

Der Vortrag von Ulrike von Wiesenau steht unter der Überschrift:Aspekte der deliberativen Demokratie-Das Zufallsprinzip und Losverfahren in der Politik
Die Unzufriedenheit mit der repräsentativen Parteien-Politik mehren sich. Angesichts der zunehmenden Unterwanderung der Repräsentativorgane durch den grassierenden Wirtschaftslobbyismus, durch privatrechtliche Verträge und supranationale Schiedsgerichtsbarkeit, die die Demokratien unterwandern, erleben wir eine Abwendung weiter Bevölkerungsteile von der etablierten Politik. Es wird immer offenbarer, dass es eines umfassenden gesellschaftlichen Diskurses über parlamentarische Repräsentation, über direktdemokratische Instrumente, Gremien und Verfahren bedarf.
Das Zufallsprizip in der parlamentarischen Demokratie in Form des Losverfahrens ist ein wichtiger Aspekt der aktuellen Demokratie-Diskussion, es kommt im bundesdeutschen Parlamentarismus bislang lediglich dann zum Zuge, wenn alle anderen Methoden, zu einer Entscheidung zu gelangen, ohne Ergebnis geblieben sind. Die bisherigen Anwendungen beschäftigen sich überwiegend mit der Geschäftsordnung.Doch die noch wenig ausgemessene Rationalität des Verfahrens spricht für einen weitergehenden Versuch, Losverfahren in der parlamentarischen Demokratie zu erproben. Die Veranstaltung des Berliner Wasserrates soll dazu dienen, grundsätzliche Überlegungen zu Zufallsverfahren in der parlamentarischen Demokratie anzustellen.
Dazu auch:  "Das Zufallsprinzip in der Zusammensetzung des Zukunftsrats Wasser"                                                                 von Karl Goebler                     http://berliner-wasserrat.de/docs.php

P.S: Bezüglich  der Kampagne zum bundesweiten  Volksentscheid von "Mehr Demokratie e.V. geht es aktuell darum, das Votum für eine konkrete Formulierung im Koalitionsvertrag https://www.volksentscheid.de/ zu geben.
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Wir wollten ins Verderben rennen

26.10.2017
11.11.2017, 15:00 Uhr - 11.11.2017, 17:00 Uhr
Buchvorstellung durch Thilo Broschell und Anne Seeck sowie Gespräch mit dem Zeitzeugen Lutz Taufer Das Buch „Wir wollten ins Verderben rennen“ von Christian Pross, Sonja Schweitzer und Julia Wagner beleuchtet die Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs in Heidelberg. Das SPK existierte von Ende Februar 1970 bis Mitte Juli 1971, seit dem 19.10.1970 bedrohte eine Räumungsklage das SPK, das wie ein Damoklesschwert über der Gruppe schwebte. Das SPK war u.a. eine Reaktion auf die Verwahrpsychiatrie, die damals vorherrschte. Ein Zeitzeuge in dem Buch bezeichnete das SPK als „linke Sozialstelle“. Überhaupt sind die Berichte der über 60 Zeitzeugen sehr interessant. Die Veranstaltung soll einen Überblick über die Geschichte des SPK geben, anschließend hoffen wir auf eine kontroverse Diskussion. Veranstaltungsreihe: Kleine Fluchten. Auswege aus der Leistungsgesellschaft. 
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Das Hamsterrad und der Drückebergerdiskurs:

26.10.2017
11.11.2017, 13:00 Uhr - 11.11.2017, 14:45 Uhr
Auswirkungen auf die Psyche und das Selbstwertgefühl von Beschäftigten und Erwerbslosen (Vortrag von Anne Seeck)Auch wenn Gesundheitsstudien keine Zunahme „psychischer Erkrankungen“ nahelegen, so werden diese in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen. Ihre Bedeutung stieg bei Frühberentungen und Fehlzeiten. Veranstaltungsreihe: Kleine Fluchten. Auswege aus der Leistungsgesellschaft. 
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Wohnen von Psychiatriebetroffenen

26.10.2017
10.11.2017, 19:00 Uhr - 10.11.2017, 21:00 Uhr
Im Kontext des neuen Bundesteilhabegesetzes kommt es zu Mittelverschiebungen
der Eingliederungshilfeleistungen nach dem Motto "Stationär vor ambulant".
Das ist künftig mit anderen Unterbringungsmöglichkeiten besonders auch für Menschen
mit temporären oder dauerhaften seelischen Nöten verbunden. Gründe für solche 
Verschiebungen erörtert der Vortrag von Anne Allex.
Veranstaltungsreihe: Kleine Fluchten. Auswege aus der Leistungsgesellschaft. 
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DAS GEGENTEIL VON GRAU in Berlin

26.10.2017
07.11.2017, 18:00 Uhr - 07.11.2017, 21:00 Uhr
DAS GEGENTEIL VON GRAU 

Von Freiraum- und Wohnkämpfen über Solidarische Landwirtschaft bis hin zur Refugees’ Kitchen. 

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.
Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen. 

Ein Dokumentarfilm von
Matthias Coers und Recht auf Stadt Ruhr
D 2017  |  90 min.  |  deutsch / OmeU  |  FSK ab 0 freigegeben

www.gegenteilgrau.de 
www.zweischritte.berlin
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DAS GEGENTEIL VON GRAU in Osnabrück

26.10.2017
27.10.2017, 18:00 Uhr - 27.10.2017, 21:30 Uhr
Aufführung im Rahmen der Erstsemester-Woche mit WabOS und der Hochschulgruppe Kleine Strolche in Anwesenheit des Filmemachers

DAS GEGENTEIL VON GRAU 

Von Freiraum- und Wohnkämpfen über Solidarische Landwirtschaft bis hin zur Refugees’ Kitchen. 

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.
Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen. 

Ein Dokumentarfilm von
Matthias Coers und Recht auf Stadt Ruhr
D 2017  |  90 min.  |  deutsch / OmeU  |  FSK ab 0 freigegeben

www.gegenteilgrau.de 
www.zweischritte.berlin
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Kundgebung "Gerechtigkeit für Santiago Maldonado"

25.10.2017
27.10.2017, 16:00 Uhr - 27.10.2017
[Eine Veranstaltung des A-Radio Berlin]
Santiago Maldonado ist ein argentinischer Anarchist, der am 1. August
2017 in Chubut von der Polizei verschleppt wurde. Er beteiligte sich an
einer Protestaktion der indigenen Mapuche-Gemeinschaft “Lof Cushamen”.
Diese führen seit Langem Kämpfe gegen die Enteignung ihrer Länder, die
heute im Besitz von Großgrundbesitzer*innen sind – wie beispielsweise
der Modemarke “Benetton”. Nach Augenzeugenberichten wurde Santiago
Maldonado im Zuge einer Räumungsaktion der Polizei in Chubut abgeführt
und in einem Fahrzeug abtransportiert. Seitdem war er ohne jede Spur
verschwunden, Aktivist*innen gingen jedoch davon aus, dass er von der
Polizei ermordet wurde. Mittlerweile wurde eine Leiche gefunden und als
seine identifiziert. Angesichts der argentinischen Geschichte von ca.
30.000 Verschwundenen während der Militärdiktatur ist das Geschehen um
Maldonado von besonderer Brisanz in der heutigen "Demokratie". 
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AfD - und jetzt?

20.10.2017
21.10.2017, 18:00 Uhr - 21.10.2017
Längst sind die Zeiten vorbei,in denen es bei der AfD noch etwas zu „demaskieren“ gibt. Den anderen Parteien ist es nicht gelungen, der AfD und dem Rechtsdruck etwas Wirksames entgegenzusetzen. Doch Hysterie hilft nicht, Verharmlosen auch nicht. Einerseits ist es unerlässlich, sich strömungsübergreifend gegen die AfD zusammenzutun und solidarisch gegen Angriffe von rechts zusammenzustehen.

Gleichzeitig gilt es sich mit der Ideologie der AfD, den entsprechenden Gegenargumenten und der notwendigen Strategie kontrovers auseinanderzusetzen. Hierzu soll der Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde einen Beitrag leisten. Der Kampf geht weiter, trotz und wegen alledem.

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Gegen Luxusbauten der CG Gruppe und KW Development! Gegen Verdrängung im Nordkiez und überall!

19.10.2017
21.10.2017, 16:00 Uhr - 21.10.2017
Protest und Konzerte gegen Gentrifizierung. Mit Live-Musik von Lena Stoehrfaktor und Alice Dee.
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Sturm auf den Reichstag // Reenactment

12.10.2017
07.11.2017, 15:00 Uhr - 07.11.2017, 17:00 Uhr
Der Sturm auf den St. Petersburger Winterpalast im Jahre 1917 steht für eine der größten Revolutionen der Moderne. Genau 100 Jahre nach diesem legendären Ereignis, am 7. November 2017, fordern wir das neu gewählte deutsche Parlament symbolisch heraus. Vor dem Reichstagsgebäude kommen wir für ein Reenactment des historischen Sturms auf den Winterpalast zusammen. Wir schaffen dadurch ein zukunftweisendes Symbol für den notwendigen politischen Umbruch, für globale Demokratie und internationale Solidarität im 21. Jahrhundert! Macht mit!Der Sturm auf den Reichstag bildet das große Abschluss-Event der vom 3. - 5. November in der Schaubühne tagenden General Assembly.
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GAY*COM 2017

12.10.2017
14.10.2017, 10:30 Uhr - 14.10.2017
Oberbürgermeister Thomas Geisel lädt in diesem Jahr zur 14. GAY*COM ins Rathaus der Landeshauptstadt Düsseldorf ein. Das Vernetzungstreffen der NRW-Szene, koordiniert von Schwules Netzwerk NRW und LAG Lesben in NRW. Zur Veranstaltung, , zu dem alle kommunalen Mitwirkenden aus Vereinen, Politik, Räten und Verwaltung sowie weitere Akteur_innen der regionalen und landesweiten Politik für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* herzlich eingeladen sind, unter dem Motto "Queere Heimaten - Stark in den Regionen" ist eine Anmeldung erforderlich.

 Man spricht wieder von Heimat in Nordrhein-Westfalen. Für Lesben und Schwule älterer Generationen ist der Begriff vor allem mit Verlust verbunden. Für die, die nachgewachsen sind, sieht das anders aus: Offen lesbisches, schwules, trans* und queeres Leben ist längst nicht mehr nur in Metropolen wie Köln möglich.

 Nachholbedarf gibt es aber nach wie vor, was die Infrastruktur angeht, die unsere Wohn- und Lebensräume erst richtig zur Heimat machen. Wie die Communities in den Regionen Schutz- und Begegnungsräume schaffen, wie sie unsere Minderheiten sichtbar machen, wie sie in der lokalen Politik und gegenüber der Verwaltung Akzeptanz erringen und Förderung ihrer Projekte erreichen, ist Thema dieser GAY*COM.
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Klimaschutz und Energiewende im neuen Bundestag: Lobbyarbeit von unten!

09.10.2017
20.10.2017, 18:00 Uhr - 20.10.2017, 21:15 Uhr
Nach der ersten Euphorie über die Klimabeschlüsse von Paris Ende 2015 stecken wir knapp zwei Jahre später mitten in der politischen Schlacht um eine lebenswerte Zukunft. Während die neuen Möglichkeiten immer klarer hervortreten: unendlich viel Energie aus Sonne und Wind, Elektromobilität, Postwachstumwirtschaft, sharing economy und mehr Bürger*innenteilhabe, wächst auch die Gefahr, dass die mit schädlichem Treibhausgasen überlastete Atmosphäre dieser positiven Zukunftsvision ein Ende bereiten könnte. Noch immer gelangen jährlich 35 000 000 000 Tonnen von schädlichen CO2 in die Atmosphäre. Zur Erinnerung: Die Absicht hinter der Übereinkunft von Paris ist ab dem Jahr 2050 NULL menschengemachtes, klimaschädigendes (fossiles) Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre abscheiden.
 
Die Klimamisere ist maßgeblich verursacht durch die Nutzung fossiler Energieträger: von Stein- und Braunkohle sowie Erdgas in Kraftwerken, von Erdöl in den Verbrennungsmotoren unserer Autos, LKWs und Flugzeuge und Heizungsanlagen. Die deutsche Wirtschaft und Industrie, vor allem ihre Energienutzung muss umwelt- und klimafreundlich modernisiert werden - mit Erneuerbaren Energien und Energieeffizienztechnologie.
 
Doch noch erzählen uns die großen vier Energieunternehmen der alten Energiewirtschaft, dass klimabelastende fossile Kraftwerke unersetzbar seien und die deutsche Automobilindustrie erzählt, dass sie nur wegen ihrer Verbrennungsmotoren bestehen könne. Diese Einstellung herrscht auch in weiten Teilen des Bundestags und in den Ministerien. Doch es gibt andere Länder die wesentlich fortschrittlicher sind und Deutschland in modernen Energieproduktionsmethoden und Antriebstechnologien überholen. Was können wir tun?
 
Anstatt nur über die Politiker*innen und die Kohle- und Diesellobbyisten zu schimpfen, wollen wir in dieser Veranstaltung lernen, wie wir das Umdenken unserer Volksvertreter*innen beschleunigen können. Wir wollen die anstehenden Grundsatzentscheidungen nicht einfach den alten Interessenverbänden überlassen, wir wollen uns einmischen. Denn viel Zeit bleibt uns nicht mehr. Die wesentlichen Weichen in die erneuerbare, klimagerechte Zukunft, in der Deutschland international noch eine Rolle spielt, müssen in DIESER Legislaturperiode gestellt werden.
 
In diesem Workshop werden wir Vorträge hören, visualisierte Diskussionen sehen, hören, führen und an einem Interview mit dem Politik- und Bundestagsexperten Heiko Stubner teilnehmen. Gemeinsam mit Christoph Meyer und Heiko Stubner werden wir folgende Fragen bearbeiten:
 
- Wie ist es um die internationalen und nationale Klimaschutzpolitik bestellt?
- Wo werden in der Bundespolitik Entscheidungen vorbereitet?
- Wie und wo werden die Entscheidungen endgültig getroffen?
- Wo können wir als Bürger und Bürgerinnen eingreifen?
- Wie effektiv können wir eingreifen?
- Welche erfolgreichen Initiativen der Bürger*innen (von unten) gibt es bereits, die zielführende, gemeinwohlorientierte politische Interessensvertretung ausüben?


Referenten:
Heiko Stubner arbeitet seit über 16 Jahren an verschiedenen Stellen der bundesdeutschen und europäischen Politik. Seine ersten Erfahrungen sammelte er als langjähriger Mitarbeiter von Hermann Scheer bei der Schaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Danach war er als Leiter Politik beim Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE), Projektleiter bei Agora Energiewende und Energiereferent von Nina Scheer im Deutschen Bundestag tätig. Aktuell berät er Unternehmen und Verbände im Bereich der Energie- und Industriepolitik. In der politischen Twitter-Community werden seine Beiträge zur Energiepolitik allgemein geschätzt (Twitter.com/hstubner)

Christoph Meyer, Dipl. Soz., hat als Tropenwald-Campaigner der Umweltorganisation Robin Wood die Kampagne für FSC-zertifizierte Gartenmöbel geleitet. Er ist in der Bildungsarbeit aktiv und beschäftigt sich seit 2009 mit nationaler und internationaler Klimapolitik. Mit der Bürgerbewegung Fossil Free Berlin hat er die Berliner Politik zu seinem Aktionsfeld gemacht: Mit dem Beschluss "Berlin als Divestment-Hauptstadt" wurde das Land bundesweit Vorbild und schichtet seine Finanzanlagen jetzt um in den BENNEX-Index, einem neu erstellten fossilfreien Aktienindex. 
 
Für weitere Informationen und Wünschen zur Barrierefreiheit kontaktieren Sie: Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell.de 
 
Diese Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert. 
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Commons: Lernen im Raum ohne Angst - Grundlagen der Freiheit in Bildung

09.10.2017
16.10.2017, 10:00 Uhr - 16.10.2017, 17:00 Uhr
Die politische und berufliche Erwachsenenbildung steht vor einer riesigen Herausforderung. Es ist schon seit langer Zeit klar, dass stetiges Wirtschaftswachstum zu endlosen Konflikten und zur Beschleunigung der Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen führt. Sozial-ökonomische und ökologische Ansätze im Bildungsbereich, aber auch im Bildungs- und Arbeitsleben werden dringender als je zuvor benötigt.
 
Die meisten Menschen sind jedoch in ihrem Bildungs- und Arbeitsleben auf Hochleistung und stetiges Wachstum, Wettbewerb und Konformität konditioniert worden. Es bedarf daher angesichts der weltweiten sozial-ökonomischen, aber auch ökologischen Herausforderungen neuer, menschlicher Bildungsansätze und der Option neue Erfahrungen im Alten entstehen und keimen lassen. Diese Veranstaltung beschreibt eine solche Möglichkeit und stellt ihre Grundlagen vor.
 
Der vorgestellte Ansatz möchte befähigen, den Fehlern und Gefahren des neoliberalen Denkens und Handelns entgegenzuwirken. Er soll dazu anregen, Neues zu entwerfen und zeigt Wege auf, wie in diesem Transformationsprozess von eigener Arbeit gelebt werden kann. Vor allem zielt der Ansatz auf folgende Fragen:
 
- Wie wollen wir in Zeiten massiver Digitalisierung und Automatisierung mit der Zunahme von dauerhafter (Erwerbs-) Arbeitslosigkeit umgehen?
 
- Wo finden die nicht mehr benötigten Arbeitnehmer*innen der Zukunft ihren Platz in unserer modernen (Arbeits-) Gesellschaft?


Elemente der Methodik sind:
- Schaffung und Nutzung von geteiltem Wissen und Ressourcen (Commons)
- Verstehen und Aufbau kooperativer Organisationsstrukturen wie Genossenschaften und peer to peer Strukturen
- Nutzen moderner Produktions- und Experimentierumgebungen wie Fabrication Laboratories und offenen Werkstätten.
- Bedürfnisse als Grundlage des Wirtschaftens
- Selbsterkenntnis von Lehrenden und Lernenden als Mittel und Zweck von Bildung


Das Zusammenspiel dieser Grundlagen soll zu einer Bildungsmethodik weiterentwickelt werden. In diesem Workshop möchten wir gemeinsam an einem exemplatischen Modell arbeiten und es ganz praktisch ausprobieren. Voraussetzung für solche Lernprozesse sind angstfreie Räume, in den Menschen anderen und sich selbst begegnen, um sich ihrer Beziehungen und Möglichkeiten in einer vernetzten und verbundenen Welt klar zu werden.

Die Veranstaltung wendet sich an Menschen und Institutionen, die solche Lernräume fördern (wollen) und die entsprechenden Bildungsprozesse unterstützen, begleiten und anwenden. Sowie an Menschen, die lokale und selbstbestimmte Wirtschaftsstrukturen aufbauen. Die Veranstaltung findet an der Schnittstelle lokale Gemeinschaft und einer Unterkunft für geflüchtete Menschen statt.

Workshopleitung:
Thomas Mehwald
, Dipl. Volkswirt, Arbeit bei verschiedenen Banken in Deutschland, für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Neu Delhi, Indien und als Projektentwickler der Postwachstumsökonomie. Zurzeit Mitarbeiter in einer Unterkunft für geflüchtete Menschen, dort Aufbau eines Ortes der freien Erwachsenenbildung. Das Projekt spricht Menschen mit Interesse an selbstbestimmtem Wirtschaften an. Auf Basis von commons und open source erarbeiten sich die verschiedenen Interessent*innen eigene und echte Arbeitsperspektiven. Ich übertrage in dem Ansatz der ökonomischen Bildung das Verständnis realer Lebenswelten in praktische Lernmodule, die vor allem auf ehrlichen und direkten menschlichen Beziehungen und gemeinsamem Lernen aufbauen.

Thematische Schwerpunkte: Bildung für nachhaltige Entwicklung, Commons, Postwachstumsökonomie

Programmablauf:

10-11 Uhr Begrüßung und Vorstellung
 
11-12 Uhr Einführung in den Ansatz
 
12-13 Uhr Praktische Anwendung und Gruppenarbeit
 
13-14 Uhr Mittagspause
 
14-15.30 Uhr Einführung in einzelne Module des Ansatzes und praktische Anwendung
 
15.30-17 Uhr Zusammenfassung und Ausblick


Ort:
Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge, Paul Schwenk Strasse 3
Gemeinschaftsraum im Verwaltungsgebäude
12681 Berlin, ÖPNV: S-Bahn S7 Pölchaustrasse von da 10 Minuten zu Fuß
 
 
Für weitere Informationen und Wünschen zur Barrierefreiheit kontaktieren Sie: Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell.de 
 
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung 
Diese Veranstaltung wird gefördert von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin 
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Konfliktmoderation für zivilgesellschaftliche Gruppen

09.10.2017
03.11.2017, 16:00 Uhr - 04.11.2017, 19:00 Uhr
Konfliktmoderation für zivilgesellschaftliche Gruppen
 
Ob in Teams, Projekten oder Großgruppen: Konflikte gehören zum Alltag, doch wie gehen wir mit ihnen um?
 
Transparenz, Partizipation und Mitbestimmung ist in vielen Arbeitszusammenhängen und Initiativen gängiger Anspruch und gelebte Praxis. Mit der Forderung nach mehr Transparenz ist häufig die Annahme verbunden, dass weniger Konflikte und mehr Zufriedenheit bei den Projektbeteiligten auftreten. Soweit die Theorie - in der Praxis gestaltet sich die Situation oft genau umgekehrt: Je mehr Partizipation und Teilhabe desto mehr Konfliktlinien entstehen.
 
In diesem Seminar wollen wir folgenden Fragen nachgehen:
- Wie entstehen Konflikte und warum erscheint es uns so schwer mit ihnen umzugehen?
- Welche Art von Konflikten und Konfliktqualitäten lassen sich unterscheiden?
- Wie gehen wir am konstruktiv und lösungsorientiert mit Konflikten um?
 
Besonderheiten bei Konfliktlösungsstrategien wie z.B. bei der Mediation werden vorgestellt. Wir fragen nach Chancen bzw. Grenzen und thematisieren was bei Konflikten im öffentlichen Bereich beachtet werden muss.
 
Neben verschiedenen Konfliktanalysemodellen, werden wir auch Methoden vorstellen, die sich in der Moderation von Großgruppen bewährt haben.
 
Workshopleitung:
Steffen Kanis
, Diplompolitologe und Pädagoge, Trainer in der Erwachsenenbildung, Mediator und Ausbilder/Bundesverband Mediation, Geschäftsführer von Mediation in Diversity, www.meddiv.de, Mitglied im Arbeitskreis Wirtschaft und Soziales des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Bettina Knothe, Dr. rer. nat, Diplom-Biologin, Personal und Business Coach, Trainerin in der Erwachsenenbildung, Abteilungsleiterin Konfliktberatung Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende gGmbH, Mediatorin mit folgenden Themenschwerpunkten: Konfliktmoderation und Aushandlungsprozesse in Großgruppen

Gerne können auch Fallbeispiele aus zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen vorgestellt werden, diese ggf. im Vorfeld an Tanya Lazova: lazova@bildungswerk-boell.de einsenden.

Seminarzeiten:
Fr. 3.11.2017 16 bis 20 Uhr
Sa. 4.11.2017 11 bis 19 Uhr
 
Die Teilnahmegebühr beträgt 80,- Euro/ ermäßigt 40,- Euro (ALG II + Studierende, nur mit Nachweis)

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Sie erhalten zwei Anmeldebestätigung. Den Teilnahmebeitrag bitte sofort nach Erhalt der zweiten Anmeldebestätigung überweisen, erst dann ist Ihr Platz im Seminar gesichert. 
 
Für weitere Infos oder Wünschen zur barrierefreien Teilnahme wenden Sie sich an: Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell.de 
 
Bei Absagen, die weniger als drei Wochen vor Seminarbeginn eingehen, wird die Teilnahmegebühr leider nur dann zurückerstattet, wenn eine Person von der Warteliste nachrücken kann oder ein/e Ersatzteilnehmer/in gestellt werden kann. 
 
Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Konzert: „¡Ay, Carmela!“ – Lieder, Texte und Bilder zum Spanischen Bürgerkrieg mit dem chilenisch-deutschen Duo Contraviento (Isabel Lipthay/Martin Firgau).

07.10.2017
07.10.2017, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr

Konzert „¡Ay, Carmela!" - Lieder, Texte und Bilder zum Spanischen Bürgerkrieg mit dem chilenisch-deutschen Duo Contraviento (Isabel Lipthay/Martin Firgau).

Vor 81 Jahren - im Oktober 1936 - landeten die ersten Freiwilligen in Spanien, um die republikanischen Truppen gegen den Militärputsch General Francos zu unterstützen. Insgesamt kämpften in den Jahren 1936 - 1939 bis zu 40.000 Interbrigadisten aus 50 Ländern gegen den Faschismus in Spanien. Von Beginn an wurde Franco von Hitler und Mussolini militärisch unterstützt. Die brutale Niederschlagung der spanischen Republik war Vorbote des zweiten Weltkrieges.

Das Programm „¡Ay, Carmela!" bringt uns alte Bilder, Gedichte, u.a. von García Lorca und Pablo Neruda, und Volkslieder aus Spanien und anderen Ländern näher. In der Zeit des Bürgerkrieges wurden sie umgetextet und waren den Kämpfern um die Republik Trost und Ansporn. Noch heute werden sie in den verschiedenen Sprachen gesungen. Wie das Lied „¡Ay, Carmela!", eines der bekanntesten Lieder der Antifaschisten in Spanien.

Mit der Erinnerung an den spanischen Widerstand gegen den Faschismus wird auch eine Brücke in die Gegenwart geschlagen: Die damalige Losung „¡No pasarán!" ist angesichts rechtsextremer Tendenzen heute so aktuell wie damals. Isabel Lipthays Erfahrungen mit der chilenischen Diktatur fließen als persönlicher Hintergrund ins Programm ein.

Einlass ab 19:00 Uhr

Kontakt: www.contraviento.de

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des JAHRESTREFFENS DES KFSR 2017 „Aktualität Spanienkrieg und Franco-Diktatur - Kontroverse bis heute. Europäische Erinnerungskultur - unser Beitrag" vom 06. - 08.10.2017.

Titelfoto: „¡Ay, Carmela!"-Aufführung im Okt. 2016 in Münster beim „Woody-Guthrie-Festival". Foto: Mariana Firgau.

 

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Ein Blick zurück

07.10.2017
07.10.2017, 14:00 Uhr

Über die feministische Utopie, eine Geschichte zu haben - Workshop mit Johanna Krümpelbeck und Pia Marzell (AK Unbehagen)

Dass sich die Emanzipation der Frau nicht automatisch aus ihrer ökonomischen Gleichstellung ergeben würde, war für Lenin und viele seiner männlichen Genossen undenkbar. Die russische Revolution war vor allem als Emanzipation des männlichen Subjekts gedacht worden, das »Private« blieb das Problem der Frauen. Wir werfen einen Blick zurück und sehen uns Emanzipationsentwürfe an, die Privatsphäre, Sexualität, psychische Strukturen und kulturelle Aspekte nicht ausklammern, sondern sich dezidiert mit ihnen beschäftigen. Auch Christa Wolf denkt in ihrer Neuerzählung des Kassandra-Mythos über die Abspaltung des Weiblichen aus der Öffentlichkeit nach und lässt ihre Figur über die Folgen dieser Trennung reflektieren. Ausgehend davon wollen wir mit euch darüber diskutieren, wie eine Utopie ohne getrennte Sphären aussehen könnte und darüber nachdenken, ob nicht schon in dem (Um)Erzählen einer Geschichte etwas revolutionäres aufscheint. Wir freuen uns auf euch!

Johanna Krümpelbeck und Pia Marzell vom AK.Unbehagen.

Begrenzte TeilnehmerInnenzahl! Wir bitten um Anmeldung über unser Kontaktformular: http://spektakel.blogsport.de/kontakt/

AK Unbehagen ist ein Lesekreis in Leipzig, der sich mit feministischer Theorie und Literatur auseinandersetzt. Angesichts einer sehr brüchigen feministischen Geschichtsschreibung geht es dem AK insbesondere darum einige Standpunkte und Sichtweisen zum »weiblichen Subjekt« zusammenzutragen.

Der Workshop findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist ein Kooperationsprojekt des Bildungskollektivs mit der ACC Galerie Weimar und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

 

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Mitgliederversammlung des KFSR 1936-1939 e.V. im Rahmen des JAHRESTREFFENS DES KFSR 2017

07.10.2017
07.10.2017, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr

Mitgliederversammlung des KFSR 1936-1939 e.V. mit Wahl im Rahmen des JAHRESTREFFENS DES KFSR 2017 „Aktualität Spanienkrieg und Franco-Diktatur - Kontroverse bis heute. Europäische Erinnerungskultur - unser Beitrag" vom 06. - 08.10.2017

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„80 años no es nada. Zur Aktualität des Spanischen Bürgerkriegs und des Franquismus“

07.10.2017
07.10.2017, 10:00 Uhr - 12:00 Uhr

Vortrag „80 años no es nada. Zur Aktualität des Spanischen Bürgerkriegs und des Franquismus"
Referent: Georg Pichler, Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der Universidad de Alcalá de Henares (bei Madrid), mit Diskussion80 años no es nada. Zur Aktualität des Spanischen Bürgerkriegs und des Franquismus
Vortrag von Georg Pichler

Mehr als achtzig Jahre nach dem Beginn des Bürgerkriegs und vier Jahrzehnte nach dem Ende der franquistischen Diktatur findet in Spanien immer noch eine oft sehr virulent geführte Debatte um die Vergangenheit statt. Während die eine Seite das Erbe des Franquismus einfordert und Publikationen, die die Geschichtsversionen der Diktatur in altem Glanz erstehen lassen, zu Bestsellern werden, kämpft die andere Seite darum, den Opfern der franquistischen Gewalt endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen: Mehr als 114.000 Leichen liegen immer noch in Straßengräben und Massengräbern, ohne dass der spanische Staat willens wäre, sie in Ehre zu bestatten - ganz im Gegensatz zur Diktatur, die ihre eigenen Opfern sehr wohl geehrt und beigesetzt hatte.
In der ernst zu nehmenden Geschichtswissenschaft hat sich ein in großen Zügen einheitliches Bild des Spanienkriegs herausgebildet, im gesellschaftlichen Diskurs, aber auch in der Alltagspolitik wird hingegen immer noch heftig um die Bedeutung der Zweiten Republik, des Bürgerkriegs und der Diktatur gestritten, nicht zuletzt mit Hinblick auf die heutige soziopolitische und wirtschaftliche Konstellation des Landes.
Ausgehend von aktuellen Ereignissen und den jüngsten Entwicklungen in diesem Kampf um die soziale, historische, symbolische Erinnerung soll dargestellt werden, wie die Gedächtnispolitik in Spanien seit dem Bürgerkrieg verlaufen ist und warum es aufgrund der historischen Besonderheiten des Landes bis heute schwierig ist, die Geschichtsversion und Gedächtnispflege der Franco-Diktatur auszumerzen und durch eine demokratische, den historischen Tatsachen entsprechendere Version zu ersetzen.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung - Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e. V.

Sie findet statt im Rahmen des JAHRESTREFFENS DES KFSR 2017 „Aktualität Spanienkrieg und Franco-Diktatur - Kontroverse bis heute. Europäische Erinnerungskultur - unser Beitrag" vom 06. - 08.10.2017.

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