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Updated: 58 min 56 sec ago

In der Höhle des Löwen!? Klimabewegung in Polen

03.02.2020
27.02.2020, 19:30 Uhr - 27.02.2020, 22:00 Uhr

Polen ist nach Deutschland das zweitgrößte Förderland von Kohle in der EU; das hat viele negative Folgen, sowohl lokal als auch global. Die rechtspopulistische polnische Regierung lehnt erneuerbare Energien ab und betrachtet Kohle trotz der verheerenden Folgen für Menschen und Umwelt als wichtige Ressource. Sie plant die Eröffnung neuer Tagebaue und Bergwerke sowie den Bau eines Atomkraftwerks. Schon leise Kritik an der Umwelt- und Klimapolitik wird als staatsgefährdend empfunden, der Widerstand kriminalisiert. Doch auch in Polen hat sich neben den offiziellen NGOs eine linke Klimabewegung etabliert, die wie beim polnischen Klimacamp letzten Sommer versucht, mit Aktionen des Zivilen Ungehorsams gegen die schädliche Politik der Regierung zu kämpfen. In der Veranstaltung geben Aktivist*innen aus Polen einen Überblick über die Klimabewegung in Polen; Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Aktivist*innen können diskutiert werden.

Mit Iga Kowalska und einer weiteren Vertreterin des polnischen Klimcamps (Oboz dla klimatu)

Veranstaltet von Ende Gelände Berlin, Interventionistische Linke und Extinction Rebellion Berlin und der Gruppe postkom

 

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Umweltkrise und kapitalistische Krise – Grüner Kapitalismus ist keine Lösung!

03.02.2020
13.02.2020, 19:00 Uhr - 13.02.2020, 22:00 Uhr

Mit Demonstrationen und Petitionen, Baumbesetzungen und Blockaden tritt eine junge Generation von Umweltschützern auf den Plan, die so heterogen wie aktivistisch ist: Von „Ende Gelände“ über „Fridays for future“ bis zu „Extinction rebellion“. Sie sind getrieben von der Sorge über die zunehmende Vernichtung der natürlichen Lebensgrundlagen. Angesichts des immer offensichtlicher werdenden Wandels des meteorologischen Klimas beeinflussen sie zunehmend das politische Klima nicht nur in Europa. Ihnen ist es (zumindest zeitweilig) gelungen, die fremdenfeindlich aufgeheizte Flüchtlingsdebatte aus der Poleposition deutscher Zukunfts­ängste zu verdrängen. Und trotz gelegentlicher spießbürgerlicher Ermahnungen, vom freitäglichen Schulschwänzen abzusehen und Blockaden zu unterlassen, stösst diese Bewegung auf breiteste Sympathie. Allerdings sind es bisher vor allem die Grünen, die bezeichnenderweise aus dieser Politisierung der jungen Generation politisches Kapital schlagen können. Aufgrund ihrer weitgehenden politischen Indifferenz und staatsbürgerlichen Orientierung kann diese Bewegung trotz vieler radikaler Parolen für das Konzept eines „Grünen Kapitalismus“ instrumentalisiert werden.

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La critique de la violence du monde social / Zur Kritik der Gewalt der sozialen Welt

01.02.2020
19.03.2020, 19:00 Uhr - 19.03.2020

Es ist die Kritik an der Gewalt der herrschenden sozialen Ordnung, die Annie Ernaux, Didier Eribon, Geoffroy de Lagasnerie und Édouard Louis verbindet. In der Tradition Foucaults und Bourdieus erweitern die französischen Autor*innen die Klassentheorie über rein ökonomische Aspekte hinaus und solidarisieren sich auf praktischer Ebene mit den Kämpfen der Gelbwesten. Im Sinne einer klassenkämpferischen Gedächtnispolitik (Foucault) fungiert ihr Schreiben als Revolte gegen das Vergessen der alltäglichen, abgewerteten Lebensrealitäten.

Ihre Genealogie ist die „Genealogie der Unterdrückten“, wie Eribon schreibt. Dabei geht es keinesfalls darum, aus dem Elfenbeinturm Liebeserklärungen an das „Proletariat“ zu verschicken, sondern die abgewerteten Lebensrealitäten samt ihrer phänomenologischen Ideologien des Rassismus, Sexismus und der Homophobie zu kritisieren. Ihre Kritik will den Impuls setzen, das Kritisierte zu verändern, die Literatur wird zum öffentlichen Aushandlungsplatz dieses Bemühens. Die Texte beziehen sich deshalb auf die Gesellschaft als einen Zusammenhang, in dem der stumme Zwang der Verhältnisse für viele Menschen aufgrund ihrer Herkunft ein quasi schicksalhaftes Urteil darstellt. Gegen die Gesellschaft als Urteil setzen sie ein Urteil über die Gesellschaft.

In unserer Abendveranstaltung werden wir uns mit den Fragen auseinandersetzen, welchen Mehrwert die neuere Französische Literatur und Soziologie zur Entschlüsselung und Kritik der modernen Klassengesellschaft bieten und welche politischen Implikationen für die gesellschaftliche Linke aus dieser Kritik abgeleitet werden können.

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Lesung: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts

01.02.2020
22.02.2020, 12:00 Uhr - 22.02.2020, 15:00 Uhr

"Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure"
Lesung & Diskussion mit Werner Rügemer, veranstaltet von attac Gütersloh.

Zum Buch

Neue Finanzakteure haben nach der Finanzkrise die bisherigen Großbanken abgelöst. Blackrock & Co sind nun die Eigentümer von Banken und Industriekonzernen. Hinzukommen Private-Equity-Fonds, Hedgefonds, Wagniskapital­-Investoren und Investment­banken. Mit Digital-Giganten wie Amazon, Facebook, Google, Microsoft, Apple und Uber haben die neuen Finanzakteure schon vor Donald Trumps »America First« die US-Dominanz in der EU verstärkt. Arbeits-, ­Wohn-, ­Ernährungs- und Lebensverhältnisse: Die neue Ökonomie dringt in die feinsten Poren des Alltagslebens von Milliarden Menschen ein. Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts verstecken ihre Eigentumsrechte in vier Dutzend Finanzoasen, fördern rechtspopulistische Politik, stützen sich auf eine zivile, trans­atlantische Privatarmee von Beratern und kooperieren in ­Silicon-Valley-Tradition mit Militär und Geheimdiensten. Rügemers Analyse schließt mit einem ausführlichen Systemvergleich des nach innen und außen noch aggressiver gewordenen »westlichen« Kapitalismus mit demjenigen Chinas, der auch bei seinen Investitionen in der EU und weltweit einer alternativen Logik folgt, Armut überwindet, erneuerbare Energien forciert und das Völkerrecht achtet.

 

Werner Rügemer, Dr. phil., *1941, Publizist, Mitbegründer der Aktion gegen Arbeitsunrecht. Zahlreiche auch international beachtete Bücher.

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Lesung: Neue Technik, Neue Wirtschaft, Neue Arbeit?

01.02.2020
11.02.2020, 20:00 Uhr - 11.02.2020, 22:00 Uhr

Der Informatiker und Autor Stefan Kühner liest aus seinem kürzlich im PapyRossa Verlag erschienenen Buch "Neue Technik, Neue Wirtschaft, Neue Arbeit? Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0".

Zum Buch:
In der Diskussion um die Welt und die Arbeitsverhältnisse von morgen wechseln sich Visionen eines unbeschwerten Lebens und Schreckensbilder ab. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 werden für beides herangezogen. Neue ­Geschäftsmodelle sowie das Zusammenwirken von ­Informations- und Kommunikationstechnik und neue Produktionsverfahren verändern die ökonomischen und gesellschaftlichen Strukturen. Was bedeutet dies tatsächlich für Menschen und ihre Arbeit in Fabriken, im Einzelhandel, in der Landwirtschaft oder in der öffentlichen Verwaltung? Die Wucht und Geschwindigkeit dieser Entwicklungen übertreffen die Umwälzungen seit der ersten industriellen Revolution. Aber wer wird darüber bestimmen? Stefan Kühner zeigt, was die neuen Techniken in verschiedenen Wirtschaftszweigen bewirken, wer die Veränderungen vorantreibt, wer dabei gewinnt und wer verliert. Er geht außerdem der Frage nach, welche Auswirkungen die Digitalisierung in Bezug auf Überwachung, Meinungsbildung, politische Beeinflussung und Ökologie hat.

Stefan Kühner, *1952, Informatiker. Arbeitete über 30 Jahre in der Softwareindustrie, publiziert auch über die wirtschaftliche und politische Entwicklung in Vietnam und Südostasien.

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„Mobilität in deiner grünen Zukunft“ Kostenfreies machGrün! Feriencamp in Berlin

31.01.2020
04.04.2020, 10:00 Uhr - 09.04.2020, 15:00 Uhr

Gemeinsam beschäftigen sich rund 20 junge Menschen mit nachhaltiger Mobilität und welche Chancen verschiedene Handwerksberufe in diesem Feld bieten. Im Mittelpunkt stehen Spaß durch Selbermachen, das Entdecken nachhaltiger Prinzipien, das Begeistern Anderer, die Reflektion der eigenen Berufswünsche sowie das Kennenlernen anderer Jugendlichen.

Jeden Tag gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit einer Mischung aus Freizeit, Inputs, Exkursionen zu nachhaltig arbeitenden Berliner Betrieben sowie drei verschiedenen Werkstätten. Zur Auswahl stehen eine Programmier-Werkstatt, eine 3D-Druck-Werkstatt und eine Holz-Werkstatt. Im Team wird an der Lösung einer Fragestellung aus der realen Arbeitswelt gearbeitet. Zum Abschluss werden die Ergebnisse und Prototypen gemeinsam präsentiert.

Das Camp ist kostenfrei inklusive Übernachtung und Verpflegung und wird von LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V. durchgeführt.  

Wann: 04.04. – 09.04.2020 (Osterferien)

Wer kann teilnehmen: Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren aus Berlin.

Wünsche, gemeinsam mit Freund*innen teilzunehmen, werden berücksichtigt!

Wo: im wannseeFORUM direkt am Wannsee

Anmeldung: https://machgruen.de/camp-zukunft-mobilitaet-2/

Weitere Infos: www.machgruen.de | 030 308798-31 | camp-berlin@machgruen.de

Das Projekt „mach Grün! Zukunft in Deiner Hand“ wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern. Über grüne Schlüsselkompetenzen zu klima- und ressourcenschonendem Handeln im Beruf – BBNE” durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie den Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

 

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Queer Lecture: Wie PrEP schwulen Sex ändert

31.01.2020
07.02.2020, 19:00 Uhr - 07.02.2020, 22:00 Uhr

PrEP ändert Sex. Medizinische Technologie beeinflusst das Verhalten von Schwulen und die Ethik von schwulem Sex: Die 35-jährige Ära des Kondoms neigt sich zum Ende, denn es gibt PrEP, Prä-Expositions-Prophylaxe, ein Mittel vor dem Sex zum Schutz vor HIV beim Sex. Doch wer entscheidet wie darüber, wie Schwule Sex haben und haben sollten? Und ist PrEP der neueste Schritt in der medizinischen Überwachung schwuler Körper für die Profitinteressen der Pharmaindustrie oder eine neue Befreiung der Sexualität?

Karsten Schubert analysiert diese Wechselwirkungen zwischen Medizintechnologie, Politik und Sexualethik. Dabei kritisiert er das Narrativ der biopolitischen Repression und zeigt, wie PrEP zur Überwindung Homo- und Heteronormativität beitragen kann, indem es schwulen Sex vom Stigma des Todes entkoppelt, das ihn seit dem Ausbruch der AIDS-Krise bestimmt. Damit dies aber besser gelingt, muss die Biopolitik der PrEP demokratisiert werden.

Karsten Schubert ist geschäftsführender Assistent für politische Theorie an der Universität Freiburg. Er forscht und lehrt zu zeitgenössischer kritischer Theorie, Rechtsphilosophie, Queer-Theory. Sein Buch „Freiheit als Kritik. Sozialphilosophie nach Foucault" erschien 2018 bei transcript. Zum Thema PrEP veröffentlichte er den Artikel "The Democratic Biopolitics of PrEP". Mehr: www.karstenschubert.net

Eine Veranstaltung der Initiative Queer Nations, freundlich unterstützt vom Verlag der taz.

Foto-Credit: unsplash/Taras Chernus

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A Wall is a Screen: arbeit global

31.01.2020
30.04.2020, 21:00 Uhr - 30.04.2020, 23:00 Uhr

Mit: A Wall is a Screen

Die Hamburger Künstlergruppe A Wall is a Screen präsentiert im Rahmen von arbeit global eine Kurzfilmwanderung, bei der in einer einzigartigen Kombination aus Stadtführung und Kurzfilmprogramm Filme im öffentlichen Raum gezeigt werden. A Wall is a Screen benutzt Wände und andere Strukturen als Projektionsflächen und zeigt rund um das Museum der Arbeit Filme aus verschiedensten globalen Arbeitswelten. Das Publikum trifft sich am Startort und folgt dem Projektionsteam von Wand zu Wand und von Film zu Film.

Treffpunkt: Alter Elbbohrer TRUDE am Museum der Arbeit (S-Bahnhof Barmbek, Ausgang Wiesendamm)
Dauer: ca. 1,5 – 2 Stunden
Keine Voranmeldung nötig. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global und findet statt in Kooperation mit A Wall is a Screen e.V., dem Kurzfilmfestival Hamburg und dem Museum der Arbeit Hamburg

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Eintritt:
Keine Voranmeldung nötig. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Rassismus und psychische Gesundheit

31.01.2020
28.04.2020, 19:00 Uhr - 28.04.2020, 21:00 Uhr

Mit: Eliza-Maimouna Sarr – Antidiskriminierungs-beratung amira von basis & woge e.V.

Rassismus ist für diejenigen, die ihn erfahren, belastend und kann krank machen. Von rassistischen Strukturen, die Betroffene in der Bildung, im Beruf oder auch bei der Wohnungssuche ein Leben lang immer wieder herausfordern, bis hin zu sogenannten Mikro-Aggressionen, die der Psyche alltäglich Stiche zusetzen können. Während das Erleben von Rassismus zu psychischer Belastung führen kann, weisen gleichzeitig die psychotherapeutischen und -sozialen Hilfesysteme in Deutschland bei der Versorgung rassismus- und antisemitismusbetroffener Menschen institutionelle Lücken auf. In dem Vortrag soll es daher auch Raum für Austausch über Handlungsmöglichkeiten geben.

Die Veranstaltung ist Teil von [in:szene]+

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Eintritt:
Auf Spendenbasis

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Frohes Schaffen, gutes Leben – Die transformative Kraft der Commons

31.01.2020
28.04.2020, 10:00 Uhr - 28.04.2020, 17:00 Uhr

Anmeldung an zeitalter@w3-hamburg.de oder 040 – 39 80 53 – 83

Mit: Friederike Habermann – Commons-Institut e.V.

Wer anders arbeiten, die Umwelt schonen und in einer zukünftigen Wirtschaft die Ungerechtigkeiten des Marktes vermeiden möchte, kommt an Commons nicht vorbei. Commons hört sich neu an, wurde aber früher in allen Erdteilen als selbstverständlich gelebt. Umsonstläden, Solidarische Landwirtschaft, Freie Technologien – im generationsübergreifenden Austausch wollen wir anhand von Praktiken aus dem globalen Süden sowie lokalen Projekten Möglichkeiten erkunden, wie wir unser Leben nach Bedürfnissen statt Profit, auf Basis von Kooperation statt Konkurrenz gemeinsam (um)gestalten können.

Die Veranstaltung ist Teil von zeitAlter – Generation Global

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Eintritt:
Spendenvorschlag 7 – 25 Euro, inkl. Verpflegung

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Spoken Word und Poetry Workshop für BIPoC

31.01.2020
25.04.2020, 13:00 Uhr - 25.04.2020, 18:00 Uhr

Anmeldung an inszene@w3-hamburg.de

Mit: Xinan – Diaspor.Asia Podcast

Mit Sprache zu spielen, zu reimen, laut zu sein, Perspektiven zu teilen, eigene Geschichten zu erzählen und Narrative selbst zu bestimmen, bedeutet Widerstand und Selbstermächtigung. Unsere Geschichten empowern uns und unsere Communities. In diesem Workshop schauen wir uns an, wie wir eigene Texte, Gedichte und Geschichten aus BIPoC* Perspektiven schreiben, erzählen und auf der Bühne performen können.

*Schwarze Menschen, Indigenous People, Menschen of Colour

Die Veranstaltung ist Teil von [in:szene]+

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Eintritt:
Spendenvorschlag 7 – 25€

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The Silent Scream I + II

31.01.2020
23.04.2020, 19:00 Uhr - 23.04.2020, 21:00 Uhr

Mit: Mohammad Hassan Nazeri

Nach dem Fall der Taliban im Jahr 2001 begann in Afghanistan eine Phase des Wiederaufbaus, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft weckte. Nach über 18 Jahren zeigt sich ein ernüchterndes Bild: wirtschaftlich geht es dem Land schlecht, die Armut wächst, während die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft schwindet. Besonders betroffen sind davon Frauen und Mädchen. In den beiden Dokumentarkurzfilmen beleuchtet der Filmemacher Mohammad Hassan Nazeri die immer noch schwierige Situation von Minderheiten, Frauen und Kindern in Afghanistan. An das Filmscreening schließt ein Vortrag und Gespräch mit dem Filmemacher an.

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Eintritt:
Auf Spendenbasis

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Frauenarbeit im Hafen

31.01.2020
18.04.2020, 15:00 Uhr - 18.04.2020, 17:30 Uhr

Anmeldung an info@w3-hamburg.de

Mit: Elisabeth von Dücker – Kuratorin und Ka-pitänin Runa Jürgens – Women’s International Shipping and Trading Association (WISTA)

Männerdomäne Hafen? Ob als Kapitänin, Kaffeeverleserin oder als leitende Ingenieurin: Frauen waren und sind präsent im Hamburger Hafen. Um dies zu verdeutlichen gibt es seit 1994 ein einmaliges Open-Air-Projekt am nördlichen Elbufer: Wandbilder zur weiblichen Hafen-Berufsgeschichte – großformatig gemalt auf Hausmauern, Fabrikwände und Treppenaufgänge von internationalen und Hamburger Künstlerinnen. Der Rundgang thematisiert die Rolle von Frauen in der internationalen Hafenwirtschaft, Geschlechterklischees sowie Kämpfe und Zwänge innerhalb sich verändernder Arbeitsbedingungen.

Dauer: ca. 2,5 Stunden
Treffpunkt: Große Elbstr. 132 (vor der Seemannsmission)

Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global in Kooperation mit umdenken – Heinrich Böll Stiftung Hamburg und der FrauenFreiluftGalerie Hamburg. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

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Impressions of Exile

31.01.2020
14.04.2020, 19:00 Uhr - 14.04.2020, 21:00 Uhr

In türkischer Sprache mit deutscher Übersetzung. Anmeldung an imp-exile@web.de

Mit: Musikalische Begleitung von Juan, Pam und Ejder

„Impressions of Exile“ ist eine Gesprächsreihe über Flucht und Ankommen, die vom Forum Dialog organisiert wird. In kleiner Gesprächsrunde erzählen Menschen mit Fluchterfahrung ihre Geschichte und berichten von den Eindrücken auf ihrem Fluchtweg sowie den persönlichen Entwicklungen in Deutschland. Die Erzählung wird von Livemusik begleitet. Im Anschluss steht ein kleines Buffet bereit.

Eine Veranstaltung vom Forum Dialog mit Unterstützung des Akademikerbundes in Kooperation mit der W3

Veranstalter*in
Forum Dialog , www.forumdialog.org

Eintritt:
Auf Spendenbasis

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Algerien: Auf dem Weg zu einer zweiten Unabhängigkeit?

31.01.2020
06.04.2020, 19:00 Uhr - 06.04.2020, 21:00 Uhr

Mit: Saïd Belguidoum – Soziologe und Professor an der Université d’Aix (Marseille)

Seit dem 22. Februar 2019 ist Algerien in eine neue Phase seiner Geschichte eingetreten. Die friedliche und entschlossene Mobilisierung der Bevölkerung gegen das seit der Unabhängigkeit von 1962 bestehende Regime kündet von einer Revolution, verkörpert in der sozialen Bewegung Hirak.

Das Land erwirtschaftet seinen Reichtum im Wesentlichen durch seine Erdölressourcen (35% des BSPs, 75% des Steuereinnahmen und 97% seiner ausländischen Einnahmen). Dieses System basiert auf einem neopatrimonialen Staat und auf einer Rentier-Ökonomie, die hauptsächlich einer mächtigen Oligarchie dient, die mit verschiedenen multinationalen Unternehmen weltweit verbunden ist. Diese geschäftstüchtige Bourgeoisie, entstanden im Windschatten des Staatsapparates, ist nur verlässlich in ihren Verbindungen zum Weltmarkt. Sie hält sich an der Macht dank ihrer Kontrolle des Militärs und eines auf Illusionen basierenden Sozialpaktes der Umverteilung, der heute an seine Grenzen stößt.

Welche neuen Perspektiven eröffnet Hirak? Inwieweit verweist Hirak auf eine sich verändernde Zivilgesellschaft und kündet von einem neuen Algerien? Vielleicht einer zweiten Unabhängigkeit?

Eine Veranstaltung der Gruppe Blauer Montag in Kooperation mit der W3 und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Veranstalter*in
Gruppe Blauer Montag

Eintritt:
Auf Spendenbasis

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Verfolgung von Uyghur*innen – was passiert in Xinjiang?

31.01.2020
26.03.2020, 19:00 Uhr - 26.03.2020, 21:00 Uhr

Mit: Nur Aydin-Hasanoff – Mitbegründerin Tarim Network

In den letzten Monaten tauchten in den Nachrichten immer öfter Meldungen zu „Umerziehungslagern“ in dem autonomen Gebiet Xinjiang auf, in denen Millionen von Uyghur*innen festgehalten werden sollen. Während die chinesische Regierung Menschenrechtler*innen die Einreise verwehrt, teilen Uyghur*innen im Exil auf Social Media verzweifelt Bilder und Geschichten ihrer verschwundenen Verwandten. Nur Aydin-Hasanoff ist Mitbegründerin des Tarim Networks, einer Plattform für junge Uyghur*innen im Exil. Sie berichtet über die Lage in Xinjiang und den Kontext der Verfolgung der Uyghur*innen, zeigt Möglichkeiten der Soldarität und versucht damit die Lücken zwischen den Schlagzeilen zu füllen.

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Eintritt:
Auf Spendenbasis

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Gesellschaft umcaren – feministische und wachstumskritische Perspektiven auf Arbeit

31.01.2020
21.03.2020, 11:00 Uhr - 21.03.2020, 17:00 Uhr

Anmeldung an info@w3-hamburg.de oder 040 - 39 80 53 - 60

Mit: Mia Smettan und Mike Korsonewski – Konzeptwerk Neue Ökonomie

Wirtschaft umfasst die Gesamtheit aller Arbeiten – auch Kochen, Putzen, die Begleitung von Kindern und das Sorgen für Pflegebedürftige. Doch diese Tätigkeiten bleiben oft als Arbeit unsichtbar und erfahren in unserer auf Wachstum ausgerichteten Gesellschaft kaum Wertschätzung. Mehrheitlich von Frauen geleistet sind sie zudem eng  mit Geschlechterungerechtigkeit und Rollenzuschreibungen verknüpft. Wie würde eine Gesellschaft aussehen, in der Sorge-Arbeit (Care) im Zentrum steht? Und welche Chancen bietet der Postwachstumsdiskurs für eine gerechtere Verteilung von Sorgetätigkeiten?

 

Der Workshop gibt einen vertiefenden Einblick in bestehende Ungleichheiten in Bezug auf Sorge-Arbeit und globalisierte Sorgeverhältnisse und lädt anhand von Projekten aus der Praxis ein zu einer Diskussion über mögliche Alternativen. All Gender welcome.

Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Eintritt:
Spendenvorschlag 7-25€

 

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Selbstermächtigung statt Selbstoptimierung

31.01.2020
19.03.2020, 10:00 Uhr - 19.03.2020, 17:00 Uhr

Anmeldung an zeitAlter@w3-hamburg.de oder 040 - 39 80 53 83

Mit: Thomas Blum – Theaterpädagoge und politischer Bildner

Menschen in westlichen (Wachstums-)Gesellschaften müssen mit der Anforderung umgehen, sich selbst und ihr Leben auf optimale Weise eigenverantwortlich zu gestalten und zu verbessern. Dieser Anspruch erzeugt bei vielen Menschen nicht nur Stress, Erschöpfung und Isolation, sondern auch anhaltende Unzufriedenheit. Wie erleben Menschen unterschiedlicher Generationen diesen zunehmenden Druck, was können wir im Umgang damit voneinander lernen? Auf spielerische und körperliche Weise nähern wir uns einem Gegenentwurf zum Selbstoptimierungsimperativ.

Die Veranstaltung ist Teil von zeitAlter – Generation Global

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Eintritt:
Spendenvorschlag 7-25 Euro inkl. Verpflegung

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Waterproof

31.01.2020
11.03.2020, 20:00 Uhr - 11.03.2020, 22:00 Uhr

Mit: Daniela König – Regisseurin

Hamburg-Premiere zum Weltfrauentag

(Deutschland 2019, 88 Min, Arabisch mit dt. UT)

Khawla und Aysha sind Klempnerinnen in Jordanien. Ein auch hierzulande von Männern dominierter Beruf. In einem Land, wo Wasserknappheit besteht und die Rechte von Frauen stark eingeschränkt sind, ist diese Tatsache umso besonderer. Daniela Königs Dokumentarfilm Waterproof ist ein berührender und beeindruckender Film über starke Frauen, der sie und all ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihren Mut und Unternehmensgeist sichtbar macht. An das Filmscreening schließt ein Gespräch mit der Filmemacherin an.

Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global in Kooperation mit dem Lichtmess Kino und filia – die frauenstiftung

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Eintritt:
Auf Spendenbasis

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Kostenfreie Unterrichtseinheiten zur MEDIENKOMPETENZ für Jugendliche (ab 14 Jahren) durch medienpädagogisch geschulte Referent*innen

30.01.2020
30.01.2020, 20:46 Uhr - 31.12.2020

Die Gesellschaft für Humanistische Fotografie (GfHF) e. V. führt seit über 10 Jahren erfolgreich pädagogische Kunst- und Kulturvermittlungsprogramme für Kinder und Jugendliche begleitend zu Ausstellungen durch. Um die Medienkompetenz sowie das entwicklungspolitische Wissen von Jugendlichen ab 14 Jahren zu erhöhen, bieten wir auch 2020 Unterrichtseinheiten an Schulen und zu Ausstellungsbesuchen an.

Die Unterrichtseinheiten sind kostenfrei. Es fällt lediglich der Eintritt zu den Ausstellungen an, dieser kann auf Anfrage erlassen werden. Basis der Unterrichtseinheiten sind Fotografien mit politischem und gesellschaftlich relevantem Inhalt, die während des Projekts in Berliner Ausstellungen zu sehen sind. Themen wie Menschenrechte, Krieg, Migration und Globalisierungsaspekte im Nord-Süd Kontext sollen das Weltwissen der Teilnehmenden vertiefen und erweitern.

Es werden Themen behandelt wie:

  • Wie werden Bilder konstruiert und wie wirken sie auf uns?
  • Wie können wir Bilder lesen, wie ihre unterschwelligen Botschaften entschlüsseln?
  • Wo werden die Bilder gezeigt und verändert sich dadurch ihre Wirkung?
  • Wie nutzen wir Fotografie und wo verbreiten wir unsere Fotos?
  • Wie können wir eigene Bilder-Botschaften kreieren?

Medienpädagogisch geschulte, qualifizierte Referent*innen, die weitreichende Erfahrung aus dem Kontext der Fotografie mitbringen, führen direkt an Ihrer Institution oder in Ausstellungen zwei bis vier Unterrichtseinheiten durch. Die Termine zu Ausstellungen im gesamten Schuljahr können jetzt gebucht werden.

Da die Plätze limitiert sind, reservieren Sie Ihre Teilnahme bitte schnellstmöglich bei: Frau Nicole Wozniak, Tel: 030 60 40 77 57, wozniak@gfhf.eu.

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