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Updated: 3 hours 20 min ago

7. Schnippeldisko - Topf, Tanz, Talk!

10.01.2018
19.01.2018, 18:00 Uhr - 19.01.2018
-------- ENGLISH VERSION BELOW -------
 
 Die größte Schnippeldisko der Welt öffnet zum siebten Mal in Berlin ihre Türen! Mit scharfen Messern, heißen Beats, mitreißenden Themen und brodelnden Kesseln wollen wir die Wir haben es satt!-Demonstration am nächsten Tag bekochen und uns mit Tanz und Talk darauf einstimmen. Deshalb - kommt alle zur Schnippeldisko am 19. Januar 2018!

Gemeinsam wollen wir Erntereste von Bauernhöfen aus der Region, die ohne uns in der Tonne und nicht auf unseren Tellern landen würden, zum Protestmenü für die Teilnehmenden der Demo verarbeiten. 1500 kg knubbeliges und ungewolltes Gemüse - zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn - soll gewaschen, geschält und geschnippelt werden! Gemeinsam mit der Fläming Kitchen von Wam Kat werden wir eine leckere, vegane Suppe kochen. Mit Laib und Seele dabei sind die Bäcker*innen von der Initiative Die Freien Bäcker - Zeit für Verantwortung e.V.. Helft mit, den Teig zu kneten und zu formen und freut euch auf duftendes Brot aus dem mobilen Backofen.

Um nicht nur dem Gemüse und Brot, sondern uns allen einzuheizen, legen an diesem Abend die Djs Adam Aalias und The Worms Original 7" inches feinste Beats auf.

Wer seinen Händen und Füßen mal eine Pause gönnen und dem Kopf etwas Futter geben will, kann das bei unserem vielfältigen Programm tun:

In einer Ausstellung zum weltweiten bäuerlichen Widerstand erfährt ihr mehr darüber, wie Kleinbauern und Kleinbäuerinnen auf dem gesamten Planeten für ihre Rechte kämpfen. Landwirt*innen und Aktivist*innen aus ganz Europa stellen die brandaktuellsten Themen rund um die derzeitige Agrar- und Ernährungspolitik vor und präsentieren ihre Forderung nach einer internationalen Menschenrechtserklärung. Zudem könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen, um euch für die Demo mit Bannern, Plakaten und selbstgemachten Buttons auszurüsten.

Packt alles ein, womit ihr dem knubbeligen Gemüse auf die Pelle rücken könnt (Küchenmesser, Sparschäler, Wurzelbürsten, Schneidebretter) und tanzt und schnippelt bei der ungewöhnlichsten Disko Berlins! Ihr seid alle herzlich eingeladen!


Anfahrt:
U9 Birkenstraße
S-Bahn-Station Beusselstraße
Bus : TXL Beusselstraße

Veranstaltet von:
Slow Food Youth Deutschland
Kampagne Meine Landwirtschaft
Fläming Kitchen
Aktion Agrar
FIAN Deutschland
Christliche Initiative Romero (CIR)
Die Freien Bäcker - Zeit für Verantwortung e.V.
 
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Welcome to the world‘s largest Disco Soup on January 20th, 2017, in Berlin! Lets heat the dancefloor and the veggies and get ready for the „We are fed up“-demonstration on January 21st. 
 
Sharp knives and discussions, great beats and beets are amongst the ingredients of the most unusual disco you‘ve ever experienced.
 
Too small, too big, too fat, too thin for the standardized wholesale and retail norms: 1500 kg vegetables from the Brandenburg region will be waiting to be chopped and transformed into a delicious vegan soup by the „Fläming Kitchen“ Team! 
 
Bakers from the initiative „The Free Bakers. Time for responsibility“ will join us with their mobile oven. Let‘s bake together for the sake of GM- and Company-free foodcraft. The reward: A slice of mouth-watering fresh bread.
 
DJ Adam Aalias and The Worms Original 7“ inches will heat the dancefloor with the best beats. 
 
Want to give your hands and feet a break? Enjoy great talks from activists from all around Europe and an amazing exhibition about the peasant right movement worldwide. Discover with farmers and activists all the hot topics of the actual food and agricultural system and the new international declaration of peasant rights. Want to get creative? Then give it a try and help draw, paint and create with us posters, banners and buttons for the demonstration on the next day. 
 
Bring along your knives, peelers, brushes, chopping boards and dancing shoes to wash, peel and cut all those knobbly vegetables and to dance through the night. You are all invited!
 
When: Friday, January 19th, 2018, from 6 pm to 12 pm, the stage program will be from 7 pm to 10 pm
 
Where: ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik
Siemensstraße 27
10551 Berlin-Moabit
 
How to get there:
U9 Birkenstraße
S Bahn-Station Beusselstraße
Bus TXL Beusselstraße
 
Organizers:
Slow Food Youth Deutschland
Kampagne Meine Landwirtschaft
Fläming Kitchen
Aktion Agrar
FIAN Deutschland
Christliche Initiative Romero (CIR)
Die Freien Bäcker - Zeit für Verantwortung e.V.
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Plenum des Berliner Wassertischs

09.01.2018
06.02.2018, 19:00 Uhr - 06.02.2018, 22:00 Uhr
Das monatliche Treffen des Berliner Wassertischs ist öffentlich, Gäste sind herzlich willkommen. 
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Anarchismus und Russische Revolution

09.01.2018
23.02.2018, 19:00 Uhr - 23.02.2018, 21:30 Uhr
Der 2017 von Philippe Kellermann herausgegebene Sammelband "Anarchismus und Russische Revolution" hat zwei thematische Schwerpunkte: die Rolle der russischen anarchistischen Bewegung vor, während und nach der Revolution, und zum anderen die Reaktionen von Libertären in anderen Ländern (u.a. in Italien, der Schweiz, in Frankreich und Deutschland) auf die revolutionären Ereignisse in Russland. Exemplarisch werden die Wirrnisse von Fritz Brupbacher und Erich Mühsam herausgearbeitet, die sich erst spät vom "Roten Oktoberhimmel" befreiten, während zum Beispiel Errico Malatesta und Rudolf Rocker relativ schnell Lenins Manipulation der Forderung "Alle Macht den Räten" erkannten. Das Buch bietet eine spannende Lektüre, aus historischer und aktueller Sicht, und kann vermitteln, wie eine Revolution nicht gemacht wird. (Buchvorstellung mit Diskussion) (Eintritt frei) 
 
Anarchismus und Russische Revolution. Hrsg. von Philippe Kellermann. Karl Dietz Verlag, Berlin 2017. ISBN: 978-3-320-02328-7 
 
Ausgezeichnet von der Bibliothek der Freien als Buch des Jahres 2017

Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie

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Menschenrechte und Behinderung

09.01.2018
22.02.2018, 19:00 Uhr - 22.02.2018, 21:30 Uhr
Viele Gruppen von Menschen mit unterschiedlichsten körperlichen, sinnesbedingten, psychischen Beeinträchtigungen und Menschen mit Lernschwierigkeiten erleben ihr Anderssein als individuelles Defizit. Für „Rücksichtnahme und Unterstützung“ wird seitens der Gesellschaft Dankbarkeit erwartet und das Fügen in fremdbestimmte, vorgegebene Formen der Hilfe und des Umgangs mit der Behinderung.
 
Die Menschenrechte beschränken sich aber nicht auf den normativ gesunden Menschen. Hierfür steht die UN-Behindertenrechtskonvention, die die Bundesrepublik 2009 ratifiziert hat.
 
Viele Betroffene und Nutzer*innen von Unterstützungsleistungen, insbesondere Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und Lernschwierigkeiten, sind sich ihrer Menschenrechte nicht bewusst. Dieser Workshop/Vesper soll das Bewusstsein der Forderung von Menschen mit Beeinträchtigungen für ein selbstbestimmtes und partizipatives Leben in der Gesellschaft stärken.
 
Mit der Veranstaltung stellt sich die neu gegründete, von der Internationalen Liga für Menschenrechte und von Kellerkinder e.V. getragene Arbeitsgruppe „Menschenrechte und Behinderung“ vor.
 
Kurzreferate: 
 
Dr. Sigrid Arnade, Interessenvertretung selbstbestimmt Leben e.V. 
Thema: Geschichte der UN-BRK 
 
Thomas Künneke, Kellerkinder e.V. 
Thema: Menschenrechte statt Fürsorge 
 
angefragt: Deutsches Institut für Menschenrechte 
Thema: Der erste Staatenbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention 
 
Otmar Miles-Paul, Liga Selbstvertretung 
Thema: Empowerment als Basis sozial-politischer Teilhabe 
 
Podiumsdiskussion unter Beteiligung der Referent*innen 
 
Moderation: Armon 
 
Die Veranstaltung wird mit einer Videokamera begleitet und ein Beitrag erstellt. 
  
Eintritt frei

Veranstalter: Internationale Liga für Menschenrechte, Humanistische Union e.V., Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte in Kooperation mit Kellerkinder e.V.

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Off Ways / Von Wegen

09.01.2018
21.02.2018, 19:00 Uhr - 21.02.2018, 21:30 Uhr
Regie: Uli M Schueppel, Dokumentarfilm, 91 min, Deutschland 2009
 
In Anwesenheit von Uli M Schueppel (Regisseur und Filmemacher)
 
Der Dokumentarfilm zum legendären ersten Konzert der
„Einstürzenden Neubauten“ in Ostberlin

 
Am Mittag des 21.12.1989 machen sich die Musiker*innen der zur 
damaligen Zeit als westdeutscher Kultexport gefeierten Band „Einstürzende 
Neubauten“ von Westberlin aus auf den Weg zu ihrem ersten Konzert in 
Ostberlin, noch Hauptstadt der DDR. Denn noch steht die Mauer und noch 
gibt es Grenzkontrollen. Der Mauerfall lag gerade wenige Wochen zurück. Es 
war Zeit, mal im „Osten“ zu spielen – doch was Grenzkontrollen und endlose 
Verhandlungen mit Grenzposten angeht, war die DDR noch ziemlich intakt. 
Und so wird es ein langer Weg von Kreuzberg nach Lichtenberg – um im 
Wilhelm-Pieck-Saal des VEB Elektrokohle aufzutreten. 
 
Der mit den Mitgliedern der Band befreundete Filmemacher Uli M Schueppel 
begleitete die „Einstürzenden Neubauten“ durch diesen besonderen Tag. 
Denn besonders war er für die zumeist in Westberlin aufgewachsenen 
Musiker*innen, die vorher nie die offizielle Genehmigung erhalten hatten, in der 
DDR aufzutreten. Besonders auch, weil das abendliche Doppelkonzert 
durch die Vermittlung des DDR-Dramatikers Heiner Müller zustande kam, 
der zu der Zeit mit Blixa Bargeld befreundet war und der das Konzert auch 
mit einer kleinen Ansprache einleitete. 
Besonders aber war dieses Konzert vor allem auch für das DDR-Publikum, 
das viel mit Namen und Konzept der „Einstürzenden Neubauten“ verband 
und das sich plötzlich mit seinen Projektionen – der Band und dem Westen 
gegenüber – direkt konfrontiert sah. 
Was passierte an diesem Dezembertag 1989 in Ostberlin, und wie ging es 
weiter? Um das legendäre Konzert entsteht durch die Erinnerungen der 
Besucher*innen, der Musiker*innen und in Kombination mit ihrem Leben 
heute ein Zeit-Mosaik – eine Reise in die deutsche Zwischenzeit. 
 
Im Rahmen der Reihe Kinemathek im HDM zum Thema „Wende“. 
Bei jeder Filmvorführung findet eine Einführung oder Diskussion mit 
Filmteammitgliedern, Protagonist*innen oder Zeitzeug*innen statt. 
Ziel der Filmreihe ist es, wichtige Zeitpunkte der Geschichte in Form 
dokumentarischer Erfahrung aktuell zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Alles gesagt? Die DDR in der akademischen Lehre

09.01.2018
07.02.2018, 18:00 Uhr - 07.02.2018
Die Ansicht, die DDR sei „ausgeforscht und überforscht“, fordert die DDR-Forschung regelmäßig zu Gegendarstellungen heraus. Die rege und breite Publikationstätigkeit, die hohe Anzahl an Veranstaltungen, die (Nachwuchs-)Förderprogramme sowie tagesaktuelle Debatten widersprechen dieser These. Weniger bekannt ist hingegen, wie stark die DDR-Geschichte in der akademischen Lehre vertreten ist und auf welche Weise die Forschungsergebnisse in den Hochschulen vermittelt werden. 
 
Die Deutsche Gesellschaft e. V. greift gemeinsam mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur diese und weitere Frage auf. Die Veranstaltung erörtert den Stand der DDR-Geschichte in der Hochschullehre und fragt, welche zukünftigen Herausforderungen die Geschichtsvermittlung zu erwarten hat. 
 
Folgende Themen stehen im Mittelpunkt der Diskussion: 
 
Austausch über den Stand der DDR-Geschichte in der bundesweiten Hochschullehre 
 
Beleuchtung der inhaltlichen Schwerpunkte und der Rahmenbedingungen 
 
Erörterung des Verhältnisses von Forschung und Lehre 
 
Darstellung der Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses 
 
Diskussion über Herausforderungen und Zukunft der DDR-Geschichte in der Hochschullehre 
 
 
Es diskutieren: 
 
Stefanie Eisenhuth, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam 
 
Prof. Dr. Daniela Münkel, Leibnitz Universität Hannover 
 
Prof. Dr. Oliver Plessow, Universität Rostock 
 
Dr. Jens Schöne, stellv. Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 
 
Tom Sello, Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 
 
Dr. Peter Wurschi, Universität Erfurt 
 
 
Um Anmeldung wird gebeten. 
 
Förderer & Partner: 
Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Veranstalter: Deutsche Gesellschaft e. V.

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Robert Kain: Otto Weidt – Anarchist und „Gerechter unter den Völkern”

09.01.2018
02.02.2018, 19:00 Uhr - 02.02.2018, 21:30 Uhr
Otto Weidt steht bisher vor allem wegen seiner Hilfe für verfolgte jüdische Mitbürger in der Zeit des Nationalsozialismus im Fokus der öffentlichen und historischen Betrachtung. Weniger bekannt ist dagegen ein früheres Kapitel im Leben Weidts: In der Kaiserzeit war er in der anarchistischen Arbeiterbewegung aktiv und wurde von der Politischen Polizei überwacht. Den Ideen und Idealen des Anarchismus blieb er auch in 
späteren Jahren verbunden. Zeitlebens war er demnach ein strikter Gegner des Militarismus, Nationalismus und staatlicher Bevormundung. 
In seiner biographischen Studie nähert sich Robert Kain zunächst dem 
Anarchisten Weidt. Darüber hinaus werden dessen Militärdienstzeit, 
Ehen, Scheidungen und auch seine Erblindung um 1924 und der daraus 
resultierende Weg zum Bürstenmacher beleuchtet. Ein Schwerpunkt der 
Untersuchung stellen natürlich die Weidt’schen Hilfsaktionen für verfolgte jüdische Mitmenschen zu Beginn der 1940er Jahre dar. Hierbei bewegte sich Weidt in einem weit verzweigten Hilfsnetzwerk für NS-Verfolgte. 
 
Robert Kain: Otto Weidt. Anarchist und "Gerechter unter den Völkern". Lukas Verlag, Berlin 2017. ISBN 978-3-86732-271-3 
 
Ausgezeichnet von der Bibliothek der Freien als Buch des Jahres 2017. 
 
Eintritt frei

Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie

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Stefan Mey: Das Darknet - Widersprüche und politische Potenziale

09.01.2018
01.02.2018, 19:00 Uhr - 01.02.2018, 21:30 Uhr
Das Internet als Freiraum ist „kaputt“, so lautet ein Bonmot. Die Überwachungstechnologien ermöglichen es Geheimdiensten – aber auch IT-Konzernen – jeden Schritt im Netz potenziell nachzuverfolgen. 
Inwiefern ist das Darknet eine sinnvolle Antwort auf diesen politisch gefährlichen Zustand? 
 
Dazu stellen sich folgende Fragen: Was bedeutet diese umfassende digitale Überwachbarkeit für die Zivilgesellschaft und ihre politische Arbeit? Was ist das Darknet ist und wie funktioniert es? Auch mit Blick auf die ihm zugrundeliegende Tor-Technologie – auf welcher das Darknet aber auch der Anonymisierungsbrowser Tor basieren; der eine weitgehend anonyme Nutzung auch des normalen World Wide Webs ermöglicht. 
 
Schauen wir, was an diesem digitalen Ort passiert: die Parallel-Ökonomie der Darknet-Marktplätze, auf denen in erstaunlicher Normalität leichte Drogen gehandelt werden, der Missbrauch der Technologie für wirklich üble Dinge und schließlich die Nutzung durch politische Aktivist*innen und durch Medien. 
 
Noch stecken linke Technologiekollektive in den Kinderschuhen, aber es gibt sie schon: So machen neben Riseup und Systemli auch verschiedene Sprachversionen der Medienplattform Indymedia ihre Inhalte auch im Darknet verfügbar. In der Verbotsverfügung des Innenministeriums gegen die Seite Linksunten.Indymedia wurde explizit auch deren Darknet-Präsenz angeführt. Und es gibt etwa 60 Darknet-Adressen mit journalistischen Bezügen - meist handelt es sich um anonyme Postfächer klassischer Medien für potenzielle Whistleblower. 
 
Im zentralen Fokus stehen dabei: Ist das Darknet also eine sinnvolle Lösung im aktuellen Zustand? Und welchen Beitrag können Anonymisierungstechnologien bei der politischen und zivilgesellschaftlichen Arbeit spielen? 
 
Vortrag & Diskussion mit dem Autor Stefan Mey. 
 
Buch: „Darknet – Wie die digitale Unterwelt funktioniert“ bei C.H.Beck.

Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Mehr Videokameras, mehr Videoaufklärung, mehr Datenschutz, mehr Sicherheit: Stimmt das?

09.01.2018
25.01.2018, 19:00 Uhr - 25.01.2018, 21:30 Uhr
Gegen mehr Sicherheit, weniger Kriminalität und mehr verurteilte Verbrecher kann eigentlich niemand etwas haben. Aber wie kann das erreicht werden?
 Nach Verbrechen wird von konservativen Politiker*innen und den Polizeigewerkschaften immer wieder ein Ausbau der Videoüberwachung gefordert. Mit Videoaufnahmen werde erfolgreich nach Tätern gefahndet. Aber die rot-rot-grüne Landesregierung möchte, bis auf wenige Ausnahmen, keine weiteren Kameras aufstellen.

Dagegen hat sich das „Aktionsbündnis für mehr Videoaufklärung und Datenschutz“ gegründet. Es fordert einen massiven Ausbau der Videoüberwachung in Berlin. Zusätzlich zur bisherigen Videoüberwachung sollen an über fünfzig Orten Kameras die Menschen überwachen. Sie versprechen sich davon eine bessere Aufklärung und sehen ihre Initiative als einen Beitrag zum Datenschutz. Ihr Ziel will die Initiative durch eine Volksabstimmung über ihren Gesetzesentwurf erreichen. Seit September sammelt sie die nötigen Unterschriften für die erste Stufe des Volksbegehrens.

Wie ist der Stand der Videoüberwachung in Berlin? Was steht in dem Gesetzesentwurf? Was ist daran zu kritisieren? Kann Videoüberwachung zu einer sicheren Stadt beitragen? Kann Videoüberwachung überhaupt Verbrechen verhindern? Was bedeutet Videoüberwachung für die Menschen, die von Kameras beobachtet werden?
 
Über diese und ähnliche Fragen wollen wir unter anderem mit
 
Michael Böhl (Bund Deutscher Kriminalbeamter, Landesvorsitzender)

Prof. Dr. Fredrik Roggan (Professor für Strafrecht an der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg)

diskutieren.


Unter dem Motto ‘Vesper - Menschenrechte aktuell’ veranstalten das Haus der Demokratie und Menschenrechte, die Internationale Liga für Menschenrechte e.V. und die Humanistische Union e.V. jeweils am letzten Donnerstag des Monats einen Diskussionsabend mit Brot und Käse, Wasser und Wein.

Hinweise

Homepage des Aktionsbündnis für mehr Videoaufklärung und Datenschutz: https://www.sicherheit-in.berlin/

Der Gesetzesvorschlag des Bündnisses: https://www.sicherheit-in.berlin/wp-content/uploads/2017/09/Artikel-Gesetz-f%C3%BCr-mehr-Sicherheit-und-Datenschutz-in-Berlin.pdf

Homepage des Landesverbandes des Bund Deutscher Kriminalbeamter: https://www.bdk.de/lv/berlin/aktuelles

Homepage von Prof. Dr. Fredrik Roggan: https://www.fhpolbb.de/prof-dr-fredrik-roggan

Wikipedia über Videoüberwachung: https://de.wikipedia.org/wiki/Video%C3%BCberwachung

Veranstalter: Internationale Liga für Menschenrechte, Humanistische Union e.V., Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Allgemeine Erklärung der Menschenrechte für Kinder

09.01.2018
10.01.2018, 10:00 Uhr - 19.01.2018, 17:00 Uhr
Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet. Sie umfasst 30 Artikel, in denen die Rechte eines jeden Menschen festgelegt sind. Aus diesem Grund ist der 10. Dezember als Tag der Menschenrechte bekannt. 
 
Im Jahr 2018 wird diese Erklärung 70 Jahre alt. 
 
Im Zusammenhang mit diesen beiden Daten zeigt das Haus der Demokratie und Menschenrechte die Ausstellung „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte für Kinder“. 
 
Sie erläutert die 30 Artikel der Menschenrechtserklärung mit bunten kindgerechten Bildern, geschaffen von der Künstlerin Yayo Kawamura. Sie hat diese Bilder für Amnesty International geschaffen. 
Für Amnesty International bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte die Arbeitsgrundlage, ebenso wie weitere Menschenrechtspakte, die von der Staatengemeinschaft verabschiedet wurden. 
 
Dies sind insbesondere: 
 
• Der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Sozialpakt) 1966 
• Der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte (Zivilpakt) 1966 
• Die UN-Frauenrechtskonvention 1979 
• Die UN-Antifolterkonvention 1984 
• Die UN-Kinderrechtskonvention 1989 
• Übereinkommen zum Schutz aller Personen gegen das Verschwindenlassen 2006 
 
© Yayo Kawamura 
 
Sie können die Ausstellungen im Haus der Demokratie und Menschenrechte von Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 16:30 besichtigen. Melden Sie sich dazu kurz bei der Verwaltung in der Greifswalder Str. 4 im Vorderhaus, 1 OG oder rufen Sie kurz an unter: 030/204.35.06

Amnesty International ist mit dem Bezirksbüro Berlin-Brandenburg und dem Regionalbüro Ost im Haus vertreten.Veranstalter: Amnesty International Berlin-Brandenburg, Gruppe 1581 und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte 

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Alles Andere zeigt die Zeit - in Leipzig und anderswo 1989-2015

09.01.2018
18.01.2018, 19:00 Uhr - 18.01.2018
Regie: Andreas Voigt, Dokumentarfilm, 95 min, Deutschland 2015 
 
Mit einer Einführung von Klaus Wolfram (Philosoph, Zeitzeuge / Neues Forum) 
 
Der neue Film der LEIPZIG-REIHE, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis 2017. 
 
In ALLES ANDERE ZEIGT DIE ZEIT kehren wir noch einmal zurück zu einigen Protagonist*innen aus den früheren Filmen der LEIPZIG-REIHE. Zu Beginn der Dreharbeiten – Ende 1989, nach dem Fall der Mauer – waren Isabel, Jenny und Sven noch Schüler. Sie waren Teenager, 14, 15 Jahre alt. 
Die Folgen des gesellschaftlichen Umbruchs in den Jahren nach dem Zusammenbruch der DDR haben sie mit voller Wucht getroffen. Sie waren mitten in der Pubertät, in einem Alter, in dem man so empfindsam, prägbar und verletzbar ist, wie später wohl kaum mehr. 
Die Protagonist*innen sind heute um die 40. Ihre Lebenszeit in der Bundesrepublik ist inzwischen länger als jene, die sie in der DDR verbracht haben. 
 
Drei stehen im Zentrum des neuen Films – heute, über 25 Jahre nach dem ersten Film: 
 
ISABEL einst Punkmädchen, heute Insolvenzverwalterin 
 
JENNY begibt sich auf die Suche nach der verhängnisvollen 
Geschichte ihrer Familie 
 
SVEN schlägt sich als Arbeitsloser durchs Leben 
 
Dokumentarfilm, 95 Min, Deutschland 2015 
 
Eintritt frei 
 
Die Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte initiiert mit der „Kinemathek im HDM“ eine Filmreihe mit drei bis vier Terminen in jedem Winter, jeweils zu einer bestimmten Thematik. 
 
Die Reihe startet 2018 mit drei Dokumentarfilmen unter dem Motto „Wende“, die unterschiedliche Ereignisse, Erlebnisse und Schicksale verfolgen. Nach jeder Filmvorführung findet eine Diskussion mit Filmteammitgliedern, Protagonist*innen oder Zeitzeug*innen statt. 
 
Ziel der Filmreihe ist es, wichtige Zeitpunkte der Geschichte in Form der dokumentarischen Erfahrung aktuell zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Kinemathek im HDM

09.01.2018
18.01.2018, 19:00 Uhr - 22.03.2018, 21:30 Uhr
Im Januar 2018 startet die Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte die Filmreihe "Kinemathek im HDM". Die Reihe beginnt mit drei bedeutenden deutschen Dokumentarfilmen und steht unter dem Motto „Wende“. 
 
Im Januar, Februar und März 2018 zeigen wir jeweils einen Dokumentarfilm, der sich mit unterschiedlicher Zuspitzung den Ereignissen, Erlebnissen und Schicksalen dem Thema „Wende“ widmet. 
Bei jeder Filmvorführung findet eine Diskussion mit Filmteammitgliedern, Protagonist*innen oder Zeitzeug*innen statt. Ziel der Filmreihe ist es, wichtige Zeitpunkte der Geschichte in Form dokumentarischer Erfahrung aktuell zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. 
 
 
Kinemathek im HDM 
 
18.01.18 Alles Andere zeigt die Zeit 
in Leipzig und anderswo 1989-2015 
 
Regie: Andreas Voigt, Dokumentarfilm, 95 min, Deutschland 2015 
 
Mit einer Einführung von Klaus Wolfram (Philosoph, Zeitzeuge / Neues Forum) 
 
 
21.02.18 Off Ways / Von Wegen 
 
Regie: Uli M Schueppel, Dokumentarfilm, 91 min, Deutschland 2009 
 
In Anwesenheit von Uli M Schueppel (Regisseur und Filmemacher) 
 
 
22.03.18 Generation `89 - Erwachsen werden im Wendejahr 
 
Regie: Anke Ertner, Dokumentarfilm, 72 min, Deutschland 2014 
 
 
Alle Vorführungen jeweils um 19 Uhr im Robert-Havemann-Saal im 
Haus der Demokratie und Menschenrechte 
Greifswalder Str. 4 
10405 Berlin 
 
Eintritt frei
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»Zur Zeit der Verleumder« Eine ideologiekritische Intervention gegen die Instrumentalisierung von Juden, Judentum und der jüdischen Katastrophe

09.01.2018
10.02.2018, 10:00 Uhr - 10.02.2018, 22:00 Uhr
Der Rechtstrend in der westlichen Welt hat bizarre Erscheinungsformen. Linke werden als »Nazis«,jüdische Antifaschisten als »Verräter« diffamiert. Bereits Anfang der 1980er-Jahre klagte der Dichter Erich Fried die Stigmatisierung jüdischer Linker an. Seine von den ersten Verwerfungen des neoliberal radikalisierten Kapitalismus geprägte Gegenwart beschrieb er als »Zeit der Verleumder«.Mittlerweile sind die wüsten Polemiken zu einem Komplex aus Rufmordkampagnen und Sanktionen ausgewachsen, die aus den etablierten Parteien plus AfD wie von »Antideutschen« initiiert und von den hegemonialen Medien propagiert werden. Die jüngst von der Bundesregierung angenommene Antisemitismus-Definition, mit der so gut wie jede Kritik an Israel, sogar an »nicht-jüdischen Einzelpersonen und/oder deren Eigentum« als Judenhass gebrandmarkt werden kann, zielt vor allem auf eine Kriminalisierung jüdischer Marxisten und anderer Antikapitalisten. Die Mehrheit der deutschen Linken schweigt zu der Inflationierung des Antisemitismusvorwurfs – nicht wenige beteiligen sich sogar daran. Dieser Verrat an Emanzipation und Aufklärung ist besonders verstörend, weil mit ihm ein Eliten- und Westliche-Welt-Chauvinismus, die Affirmation deutschen Großmachtstrebens, eine vergangenheitspolitische Regression und nicht zuletzt die Auflösung der Errungenschaften des Historischen Materialismus einhergeht.Das 2017 gegründete Projekt Kritische Aufklärung wird diesen Niedergang auf einer ideologiekritischen Konferenz mit Vorträgen und anderen Beiträgen von Wissenschaftlern, Künstlern, Journalisten und Aktivisten analysieren und Gegenstrategien diskutieren.
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Sören Kohlhuber: Retrofieber-Lesung

08.01.2018
12.01.2018, 21:00 Uhr - 12.01.2018

Am Freitag wird der antifaschistische Journalist Sören Kohlhuber aus seinem Buch "Retrofieber" lesen. Offen ab 20 Uhr - Beginn 21 Uhr.

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„Reise in den Herbst” Dokumentarfilm über wachsenden Rechtspopulismus und linken Protest

08.01.2018
25.01.2018, 19:00 Uhr - 25.01.2018
„Reise in den Herbst” – Dokumentarfilm über wachsenden Rechtspopulismus und linken Protest

Vom Treffen der europäischen Rechten am Deutschen Eck Anfang 2017 bis zu den G20-Protesten in Hamburg reiste Filmemacher Martin Keßler durch Deutschland und interviewte u. a. Opel-Arbeiter nach der Übernahme durch Peugeot und den Soziologen Jean Ziegler, der die „kannibalische Weltordnung“ anklagt. 
Trailer und mehr Infos zum Film hier.
Eintritt: 6 € / 1 €
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Holo ICO Launch

05.01.2018
09.01.2018, 20:00 Uhr - 09.01.2018, 23:00 Uhr
ICO: Initial Community Offering

Holo is a community of passionate humans building a distributed cloud, owned and run by users like you and me.                                     We believe in the power of a truly peer-to-peer Internet.

Holo / Holochain Team mit Emaline Friedman, Giancarlo Sandoval und Anders Aamodt erklären
  • die Aktivitäten von Holo 
  • die Unterschiede  zwischen Blockchain (Bitcoin) und Holochain (Holofuel) und deren Cryptocurrencies
  • den Ablauf des ethischen ICO von Holo

mehr vorab in englischer Sprache in the article by Emaline Friedman on Medium: https://bit.ly/HoloICO
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Kundgebung zur Erinnerung an Oury Jalloh 15 Uhr 30 Stuttgart, Schloßplatz

04.01.2018
06.01.2018, 15:30 Uhr - 06.01.2018
Der Kreisvorstand der VVN-BdA Stuttgart ruft zur Kundgebung am Samstag 6.1.2018 um 15 Uhr 30 zur Erinnerung an Oury Jalloh auf
Samstag 6.1.2018 auf dem Schloßplatz, StuttgartBeginn um 15 Uhr 30
Die Kreisvereinigung Stuttgart der VVN-BdA ruft zusammen mit anderen Gruppen zu einer Kundgebung zur Erinnerung an Oury Jalloh auf.. Er war ein Asylsuchender aus Sierra Leona. Vor 13 Jahren wurde er nach einer Festnahme in Dessau von Polizisten auf einer Polizeiwache zu Tode geprügelt. Wahrscheinlich um die Tat zu vertuschen zündeten die Polizisten dann die Matratze in der Zelle, in der sie ihn eingesperrt hatten, an. Oury Jalloh war an Händen und Füßen gefesselt und soll trotzdem die Matratze angezündet haben. Bis Ende letzten Jahres vertuschte die Staatsanwaltschaft diesen Mord an ihn und weigerte sich gegen die Polizisten zu ermitteln.Erst Ende 2017 wurde die Ermittlungen neu aufgenommen.  Eine Initiative hatte die ganzen Jahre über versucht Aufklörung über diesen Skandal zu betreiben. Sie besorgten auch zwei Brandgutachten, die eindeutig belegten, dass Oury Jalloh gar nicht in der Lage gewesen ist die Matratze zu entzünden. Außerdem musste um den Brand zu verursachen mit großer Wahrscheinlichkeit Brandbeschleuniger eingesetzt worden sein.
Am Sonntag 7.1. findet in Dessau eine Demonstration zur Erinnerung Oury Jalloh statt. In Stuttgart gehen wir einen Tag davor auf die Straße.
Samstag 6.1.2018Kundgebung zur Erinnerung an Oury Jalloh und gegen rassistische Gewalt15 Uhr 30 auf dem Schloßplatz in Stuttgart (Bei den Fahnenmasten)
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EUropefication – Friedensprojekt oder Kapitalismus ohne Demokratie?

03.01.2018
25.01.2018, 18:15 Uhr - 25.01.2018, 20:30 Uhr
Spätestens durch das Brexit-Referendum 2016 wurde klar: Anti-EU-Positionen sind mehrheitsfähig. Schon die gescheiterten Referenden über die EU-Verfassung in mehreren Mitgliedsstaaten deuteten in diese Richtung und bei Wahlen erreichten 2017 EU-kritische Parteien in den Niederlanden, Frankreich, Österreich und Deutschland durchweg zweistellige Ergebnisse. Grund genug, sich mit dieser Europaskepsis näher zu beschäftigen.
 Medial präsent sind weit überwiegend Parteien und Personen aus dem konservativen und rechtspopulistischen Lager. Le Pen, Farrage, Wilders und Petry setzten im Wahlkampf auf Klischees von faulen Menschen in den südlichen EU-Ländern, die von den wirtschaftlich starken Nordländern leben würden, dem Versprechen einer restriktiveren Wirtschaftsmigration aus anderen (insb. osteuropäischen) EU-Staaten und eine Anti-Establishment-Rhetorik gegen “Brüssel”.

Die EU erscheint nicht zuletzt aufgrund dieser Ablehnung durch reaktionäre Kritik als ein progressives Projekt: Ein weltoffenes, freiheitliches Bündnis, das für Werte wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit steht und den Friedensnobelpreis mehr als verdient hat. Eine Fortentwicklung hin zu den “Vereinigten Staaten von Europa”, die die Nationalstaaten überwinden würden, wird vielfach als logische und erstrebenswerte Konsequenz des europäischen Einigungsprozesses gesehen.
 Übersehen werden im öffentlichen Diskurs aber die Stimmen, die diese positive Wahrnehmung hinterfragen. Anlässe gab und gibt es genug: Jährliche Todesfälle an den EU-Außengrenzen in vierstelliger Höhe und die Pläne zum Aufbau einer EU-Armee lassen Zweifel an den Werten Frieden und Freiheit aufkommen. Eine strenge Sparpolitik in südlichen Euroländern und die zentrale Stellung der ökonomischen Grundfreiheiten in den europäischen Verträgen scheinen jenen recht zu geben, die die EU für ein Projekt der wirtschaftlichen Eliten halten, das den “kleinen Leuten” aber nicht viel zu bieten hat. Und wie demokratisch ist eine EU, deren Parlament wenig zu sagen hat, die aber 2015 nach dem Referendum über das Sparprogramm so sehr in die griechische Innenpolitik eingriff, dass viele von einem Putsch sprachen?

Wir wollen mit unseren Gästen diskutieren: Sind diese Kritikpunkte angebracht oder vielmehr Teil einer postfaktischen Diffamierung der EU? Und wenn sie zutreffen, sind sie nur einzelne Nebenerscheinungen eines strahlenden Erfolgsprojektes, die durch einige demokratische und soziale Reformen beseitigt werden können? Oder geben sie Anlass, das Projekt “Europäische Union” als Ganzes oder jedenfalls einen weitergehenden Ausbau, der seit der Wahl von Donald Trump verstärkt diskutiert wird, infrage zu stellen?

Unsere Gäste:

Prof. Dr. Markus Kotzur, LL.M. (Duke Univ.)
 Universität Hamburg, Lehrstuhl für Europa- und Völkerrecht

Prof. Dr. Andreas Fisahn
 Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Umwelt- und Technikrecht und Rechtstheorie
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A future beyond the global colorline?!

03.01.2018
20.01.2018, 12:00 Uhr - 20.01.2018, 18:30 Uhr
“The problem of the twentieth century is the problem of the color line.”
W.E.B. Du Bois, The Souls of Black Folk

Wir beginnen das Jahr 2018 am 19. und 20. Januar mit einer spannenden Konferenz unter dem Titel: "A future beyond the global colorline?! Afrikanisch_diasporische Perspektiven auf globale Verhältnisse" und laden an zwei Tagen zum Austausch mit unseren Referent*innen ein. Ist die "color line" des 20. Jahrhunderts überwunden? Weiterbestehende koloniale Verhältnisse werfen diese Aussage von W.E.B. Du Bois wieder in den Raum- auch mit Blick auf die Zukunftsvisionen afrikanisch_diasporischen Aktivist*innen.

Die Konferenz ist die zweite Konferenz, die im Rahmen unseres aktuellen Projekts "Zukunft bestimmen: afrikanisch-diasporische Perspektiven im Kontext globaler Ungleichheiten" stattfindet. Das Kernanliegen des Projekts ist es die unterschiedlichen afrikanisch_diasporischen Zukunftsperspektiven zu erfassen, zu analysieren und sichtbar zu machen.

Im Rahmen des zweiten Konferenztages am 20. Januar möchten wir den Rahmen für die Auseinandersetzung mit afrikanischer_diasporischer Visionen über die Zukunft globaler Handelsbeziehungen und Wirtschaftsstrukturen erweitern. Zusammen mit unseren Referent*innen und Zuhörer*innen möchten wir eine Diskussion darüber führen, wie eine Zukunft jenseits von bestehenden globalen und lokalen Ungleichheiten aussehen kann. Wie müssen Handelsbeziehungen in Zukunft strukturiert werden, um die gegenwärtigen neokolonialen Wirtschaftsbeziehung zwischen Afrika und Europa aufzubrechen? Welche lokalen und regionalen Wirtschaftsmodelle in afrikanischen Ländern und der Diaspora können zur Entkolonialisierung der heutigen Handelsstrukturen beitragen?

Unter anderem mit:                                                                                                                                                 
Boniface Mabanza, Pascale Obolo, Clotilde Ohouchi, Eric Otieno & Emo Rugene


Eintritt frei! Mittagessen gegen Spende!

Anmeldungen an: buero@africavenir.org

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und zwei Tage angeregtegten Austausches!

https://www.facebook.com/events/525695644483921/

Mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Brot für die Welt und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit
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A future beyond the global colorline?!

03.01.2018
19.01.2018, 12:00 Uhr - 19.01.2018, 19:00 Uhr
“The problem of the twentieth century is the problem of the color line.”
W.E.B. Du Bois, The Souls of Black Folk

Wir beginnen das Jahr 2018 am 19. und 20. Januar mit einer spannenden Konferenz unter dem Titel: "A future beyond the global colorline?! Afrikanisch_diasporische Perspektiven auf globale Verhältnisse" und laden an zwei Tagen zum Austausch mit unseren Referent*innen ein.

Ist die "color line" des 20. Jahrhunderts überwunden? Weiterbestehende koloniale Verhältnisse werfen diese Aussage von W.E.B. Du Bois wieder in den Raum- auch mit Blick auf die Zukunftsvisionen afrikanisch_diasporischer Aktivist*innen.

Die Konferenz am 19. und 20. Januar 2018 ist die zweite Konferenz, die im Rahmen unseres aktuellen Projekts "Zukunft bestimmen: afrikanisch-diasporische Perspektiven im Kontext globaler Ungleichheiten" stattfindet. Das Kernanliegen des Projekts ist es die unterschiedlichen afrikanisch_diasporische Zukunftsperspektiven zu erfassen, zu analysieren und sichtbar zu machen.

Der erste Konferenztag "Zukunft neu denken: afrikanisch_diasporische Perspektiven auf Kunst, Kultur und Literatur" am 19. Januar 2017 ist ein Versuch, einen spezifischen Raum für eine Auseinandersetzung mit afrikanisch_diasporischen Zukunftskonzepte in Kultur, Kunst und Literatur zu schaffen. Während der gesamten Konferenz möchten wir zusammen mit unseren Referent*innen und Zuhörer*innen eine Diskussion darüber führen, wie in Kunst, Kultur und Literatur das Thema Zukunft verhandelt wird. Wie kann eine Zukunft im Kontext der gegenwärtig bestehenden Ungleichheiten zwischen "Afrika" und "Europa" konstruiert, gestaltet und abgegrenzt werden? Was muss getan werden, um eine dekolonialisierte Zukunft zu verwirklichen? Darüber hinaus möchten wir mit unseren Referent*innen ins Gespräch darüber kommen, inwiefern Kunst, Kultur und Literatur ein wichtiges Instrument kann sein, um afrikanische Zukunftsvorstellungen auszudrücken. Das Programm wird alle Arten von Beiträgen (Aufführungen, Panel-Diskussionen, Vorträge, Lesungen etc.) enthalten.

Unter anderem mit:                                                                                                                                                   
Simone Dede Ayivi, Pascale Obolo, Peggy Piesche, Vivian Timothy, Eric Otieno und Emo Rugene.

Eintritt frei! Mittagessen gegen Spende!

Anmeldungen an: buero@africavenir.org

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und zwei Tage angeregtegten Austausches!


Mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Brot für die Welt und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit.

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