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Updated: 1 hour 23 min ago

Indonesien: Organisationsprozesse um Arbeit und Leben im Großraum Jakartas

12.11.2018
20.11.2018, 19:00 Uhr - 20.11.2018, 21:30 Uhr

Mit dem Sturz des autoritären Suharto-Regimes 1998 erlebte Indonesien nicht zuletzt im Bereich der Gewerkschaftsgründung eine massive Wiederbelebung zivilgesellschaftlicher Organisationen und Strukturen. Heute ist die Gewerkschaftslandschaft mit mehreren Dachverbänden, vielen Föderationen und unzähligen Gewerkschaften auf der Unternehmensebene äußerst vielfältig und mitunter schwer zu überblicken. Gewerkschaftliche Organisierung in Indonesien mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert: Zum einen wirkt die antikommunistische Propaganda des Suharto-Regimes fort, dessen Machtübernahme 1965 mit groß angelegten Massakern an Kommunist*innen begonnen hatte. Zum anderen sind die Arbeits- und Lebensrealitäten der meisten Indonesier*innen von sogenannten informellen Arbeitsverhältnissen geprägt. Weite Teile der Bevölkerung leben nach wie vor von Subsistenzwirtschaft und Gelegenheitsarbeiten, jedoch steigt die Zahl der Lohnarbeitenden und vor allem landlosen Stadtbevölkerung stetig. Denn viele Menschen drängen in die urbanen Zentren Indonesiens auf der Suche nach einem geregelten Lohnarbeitsverhältnis.

Ausgehend von den Analysen von Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen im Großraum Jakartas werden wir uns die enge Verzahnung von Arbeits- und Lebensbedingungen der städtischen Bevölkerung in Jakarta gemeinsam vergegenwärtigen. Unseren Blick richten wir dabei sowohl auf Gewerkschaften und Gewerkschaftshandeln, aber auch auf andere Initiativen und Selbstorganisationsprozesse im Bereich Arbeit und Leben. Welche Errungenschaften waren in den vergangenen Jahren zu verzeichnen? Mit welchen aktuellen Problemen und zukünftigen Herausforderungen sehen sich die Aktivist*innen konfrontiert, gerade in Hinblick auf die Wahlen 2019?


Referent*in: Anja Engelhorn hat Politikwissenschaft und Südostasienwissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt studiert. Der Fokus ihrer Dissertation liegt auf Arbeit und Arbeitsverhältnissen sowie Geschlechterverhältnissen in Indonesien.

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

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Indonesien: Organisationsprozesse um Arbeit und Leben im Großraum Jakartas

12.11.2018
20.11.2018, 19:00 Uhr - 20.11.2018, 21:30 Uhr

Mit dem Sturz des autoritären Suharto-Regimes 1998 erlebte Indonesien nicht zuletzt im Bereich der Gewerkschaftsgründung eine massive Wiederbelebung zivilgesellschaftlicher Organisationen und Strukturen. Heute ist die Gewerkschaftslandschaft mit mehreren Dachverbänden, vielen Föderationen und unzähligen Gewerkschaften auf der Unternehmensebene äußerst vielfältig und mitunter schwer zu überblicken. Gewerkschaftliche Organisierung in Indonesien mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert: Zum einen wirkt die antikommunistische Propaganda des Suharto-Regimes fort, dessen Machtübernahme 1965 mit groß angelegten Massakern an Kommunist*innen begonnen hatte. Zum anderen sind die Arbeits- und Lebensrealitäten der meisten Indonesier*innen von sogenannten informellen Arbeitsverhältnissen geprägt. Weite Teile der Bevölkerung leben nach wie vor von Subsistenzwirtschaft und Gelegenheitsarbeiten, jedoch steigt die Zahl der Lohnarbeitenden und vor allem landlosen Stadtbevölkerung stetig. Denn viele Menschen drängen in die urbanen Zentren Indonesiens auf der Suche nach einem geregelten Lohnarbeitsverhältnis.

Ausgehend von den Analysen von Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen im Großraum Jakartas werden wir uns die enge Verzahnung von Arbeits- und Lebensbedingungen der städtischen Bevölkerung in Jakarta gemeinsam vergegenwärtigen. Unseren Blick richten wir dabei sowohl auf Gewerkschaften und Gewerkschaftshandeln, aber auch auf andere Initiativen und Selbstorganisationsprozesse im Bereich Arbeit und Leben. Welche Errungenschaften waren in den vergangenen Jahren zu verzeichnen? Mit welchen aktuellen Problemen und zukünftigen Herausforderungen sehen sich die Aktivist*innen konfrontiert, gerade in Hinblick auf die Wahlen 2019?


Referent*in: Anja Engelhorn hat Politikwissenschaft und Südostasienwissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt studiert. Der Fokus ihrer Dissertation liegt auf Arbeit und Arbeitsverhältnissen sowie Geschlechterverhältnissen in Indonesien.

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

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MDK Academy Special – Novemberrevolution

12.11.2018
21.11.2018, 19:00 Uhr - 21.11.2018, 22:00 Uhr

Workshop: Berlin unter der Roten Fahne – Ein historischer Presseworkshop zur Novemberrevolution

100 Jahre ist die Novemberrevolution nun her und auch für uns ein Grund, sich näher mit ihr zu befassen!

Diesen Monat wird es zu diesem Anlass auch eine ganz besondere Academy geben – ein MDK Academy Special sogar: Am 21. November um 19h organisieren wir einen historischen Presseworkshop zur Novemberrevolution.

Die Geschichte der Novemberrevolution ist eng mit der Entstehung der Zeitung „Die Rote Fahne“ verbunden. Die Zeitung wurde am 09. November 1918, dem Tag an dem die Novemberrevolution in Berlin ausbrach, von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gegründet. Zunächst als Organ des Spartacusbundes genutzt, wurde die Zeitung später zum Parteiorgan der KPD. Die Zeitung lässt sich als zeitnahe Dokumentation der Ereignisse der Revolution lesen.

Zugleich ist die Herausgabe der Zeitung auch eine politische Aktion im revolutionären Kampf. Vor dem Hintergrund dieser doppelten Bedeutung wollen wir in einem Workshop gemeinsam mit euch Auszüge aus der Roten Fahne lesen, diskutieren und im Kontext der Revolution verorten.

Der Workshop ist kostenlos, der Raum barriere-arm. Alle aktuellen Informationen findet ihr auch auf Facebook.

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MDK Academy Special – Novemberrevolution

12.11.2018
21.11.2018, 19:00 Uhr - 21.11.2018, 22:00 Uhr

Workshop: Berlin unter der Roten Fahne – Ein historischer Presseworkshop zur Novemberrevolution

100 Jahre ist die Novemberrevolution nun her und auch für uns ein Grund, sich näher mit ihr zu befassen!

Diesen Monat wird es zu diesem Anlass auch eine ganz besondere Academy geben – ein MDK Academy Special sogar: Am 21. November um 19h organisieren wir einen historischen Presseworkshop zur Novemberrevolution.

Die Geschichte der Novemberrevolution ist eng mit der Entstehung der Zeitung „Die Rote Fahne“ verbunden. Die Zeitung wurde am 09. November 1918, dem Tag an dem die Novemberrevolution in Berlin ausbrach, von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gegründet. Zunächst als Organ des Spartacusbundes genutzt, wurde die Zeitung später zum Parteiorgan der KPD. Die Zeitung lässt sich als zeitnahe Dokumentation der Ereignisse der Revolution lesen.

Zugleich ist die Herausgabe der Zeitung auch eine politische Aktion im revolutionären Kampf. Vor dem Hintergrund dieser doppelten Bedeutung wollen wir in einem Workshop gemeinsam mit euch Auszüge aus der Roten Fahne lesen, diskutieren und im Kontext der Revolution verorten.

Der Workshop ist kostenlos, der Raum barriere-arm. Alle aktuellen Informationen findet ihr auch auf Facebook.

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Oury Jalloh - How to get away with murder

10.11.2018
13.11.2018, 18:00 Uhr - 13.11.2018

Oury Jalloh ist am 7. Januar 2005 in Polizeigewahrsam gestorben. Er verbrannte in einer Zelle auf der Dessauer Polizeiwache Wolfgangstraße 25. Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz sind sich einig: Oury Jalloh hat Selbstmord begangen.
Obwohl seine Hände gefesselt, sein Körper auf einer mit einem feuerhemmenden Material überzogenen Matratze fixiert war und er vor dem Gewahrsam gründlich durchsucht wurde - ohne dass ein Feuerzeug gefunden wurde, halten die Behörden weiterhin an ihrer Fassung der Geschichte fest.

Unabhängige Gutachter und die Nebenklage hegen daran große Zweifel. Sie gehen von einem Fremdeinwirken aus. Jemand Drittes muss den Körper von Oury Jalloh mit einem Brandbeschleuniger übergossen und angezündet haben, andernfalls seien das extreme Ausmaß der Verbrennungen nicht zu erklären. Aktivist*innen, die sich jahrelange für eine Neuaufnahme der Ermittlungen im Fall Oury Jalloh eingesetzt haben, sind sich einig und proklamieren, auch in unserer Stadt: „Oury Jalloh - ermordet von deutschen Polizisten“.

Der Todesfall von Oury Jalloh und die bisherige juristische Aufarbeitung sind mit vielen Widersprüchen und Ungereimtheiten verbunden, sodass auch über 13 Jahre nach seinem Tod noch keine zufriedenstellende juristische Aufklärung stattgefunden hat.

Wir laden euch ein zusammen mit der Rechtsanwältin Gabriele Heinecke, einer Vertreterin der Nebenklage, die die Interessen der Familie Jalloh vor Gericht vertritt, den offen Fragen nachzugehen. Sie wird für uns die Geschichte des Prozesses nachzeichnen und vom status quo der Neuaufnahme der Ermittlungen berichten.

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Protest: Together for Climate Justice

09.11.2018
02.12.2018, 00:00 Uhr - 02.12.2018, 16:00 Uhr

Heatwaves and hurricanes make it clear: it's time to act on climate change. The recent IPCC report is a landmark for our planet, setting out just what is at stake if we breach 1.5C warming. The Paris agreement was a starting point but we have a long way to go, and it's not just Trump who won't quit fossil fuels. From fracking to a Heathrow third runway, the UK is stalling on climate action.
This December in Poland, countries will negotiate the crucial next steps to keep the Paris climate deal on the rails. It's urgent. But we know we can't depend on governments to represent us at UN talks infiltrated by fossil fuel interests. We need to hear the voices of those in the front line of climate change, those whose land and water is threatened by fossil fuel industry pollution, and those fighting for climate jobs. We need solidarity from all parts of society, as we saw in the unprecedented mobilisation against Trump's UK visit this summer.
The government of Poland wants to suppress the voice of civil society, but we will speak out. And send a clear message to our own government to act on climate now.
Join us 1st December in London.
Plan for the day (note changes sometimes need to be made for practical reasons nearer the time):
Assemble from 12pm near the Polish Embassy on Portland Place.
Rally with speeches 12.30-1.30.
March to Downing Street, where the Frack Free United open letter / declaration against fracking will be handed in.
At around 3.30 there will be two or three brief closing speeches, wrap up by 4pm

http://www.claimtheclimate.be/

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Rebellion Day

09.11.2018
17.11.2018, 10:00 Uhr - 17.11.2018, 17:00 Uhr

“Tell the Truth and Act as if that Truth is Real”

Rebel Against the British Government For
Criminal Inaction in the Face of Climate Change Catastrophe and Ecological Collapse

In accordance with our conscience and as a clear duty to our children; our communities; this nation; and the planet; we are going to rebel against this criminally negligent government.

Our government's abject failure to protect citizens and the next generations from unimaginable suffering brought about by climate breakdown and social collapse is not acceptable.

We will no longer stand idly by and allow the destruction of all we love.

We are raging against this madness and our hearts are breaking.
We have a right and duty to rebel in the face of this tyranny of idiocy - in the face of this planned collective suicide.

We are going to act and in acting together we will overcome.

Assemble around Parliament for an act of mass civil disobedience. The day is part of a series of escalating non-violent direct actions which will be taking place in London from the 12th November.

Join us and share this event... More details to follow.

Like or message Extinction Rebellion to get involved.

"To love truth for truth’s sake is the principal part of human perfection in this world, and the seed-plot of all other virtues"
John Locke

https://extinctionrebellion.org/
https://risingup.org.uk/XR/
https://risingup.org.uk/

https://www.facebook.com/events/1758991460816073/

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Trump Means War - Contre la venue de Trump à Paris

09.11.2018
11.11.2018, 14:00 Uhr - 11.11.2018, 17:00 Uhr

On November 11, 2018, France will commemorate the 100th anniversary of Armistice Day, the end of World War I, an event at which Trump will be Macron's honored guest. Extending such an invitation to the man who is waging war against us all is an insult that we refuse to accept.



Trump is the escalation of the “war on terror”, which has already resulted in the death of millions. The refugees and migrants fleeing the resulting conflagrations have been denied their human rights. In Palestine, Iraq, Syria, Yemen, the greater Middle East, and Africa, Trump and Macron beat the drums of war together. In the United States, children are imprisoned and separated from their families. Their only crime: being migrants. In France, Macron has refused to welcome refugees from the Aquarius, and the European Union has required border countries to set up centers for “sorting” migrants.



Macron's invitation bolsters the imperialistic and military ties among the US, France, and the whole of the EU. Trump has demanded that UE members and NATO massively increase military spending. Macron has announced an increase of 30% for France, while simultaneously slashing funds for social programs. This means less money for health care, education, families, and accessible housing: a blatant disregard for people's basic needs!



Trump is the living and breathing incarnation of sexism, homophobia, and xenophobia. He is waging war on us all. His and his administration’s crimes against women are innumerable. He actively promotes discrimination and violence against the LGBTQIA+ community. He openly fosters hatred and violence towards people of color, Muslims, and people with disabilities. We stand together to reject his divisiveness!



Trump is waging war on the Earth itself. Since 2017, he has ended the moratorium on coal mining on US federal land and Native American lands. He has reopened the coasts to oil and gas exploration and drilling. And these are just a paltry few of his crimes against the planet. Thanks to Macron and the EU, glyphosate has not been banned, there is oil exploration off French Guiana's coast, and aging nuclear power plants will be renewed instead of scrapped.



To commemorate the end of the First World War, Macron will honor the war machine that sent millions to the slaughter. Macron has invited Trump to participate in a solemn moment intended to remember the sacrifices of these soldiers. The two will then participate in the Paris “Peace” Forum. For Trump and Macron, peace actually means war.



We invite all people, political organizations, workers' unions, and non-profit groups to join us to protest this celebration of war on November 11, 2018.

You can reach us at antiguerre@riseup.net

https://www.facebook.com/events/1881094551966641/

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Schul- und Uni-Streik für das Klima

09.11.2018
26.11.2018, 08:00 Uhr - 26.11.2018, 12:00 Uhr

Der Klimawandel wartet nicht auf unseren Schulabschluss. Er ist längst eine reale Bedrohung für unsere Zukunft. Gleichzeitig unternehmen unsere Politiker*innen nichts, um die Klimakrise abzuwenden.

„We can no longer save the world by playing by the rules. It’s time to rebel to save the future” – Greta Thunberg

Deswegen streiken wir für echten Klimaschutz, genau wie die 15jährige schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Während die Politiker*innen endlos diskutieren, statt endlich zu handeln, wird uns durch Kohle, Öl und Gas die Zukunft versaut. Obwohl längst klar ist, dass wir für unsere Zukunft so schnell wie möglich auf 100% erneuerbare Energien umstellen müssen und Deutschland seine Klimaziele verfehlen wird, unternimmt niemand etwas.

Schlimmer noch: Der Kohlekonzern RWE wäre dieses Jahr fast damit durchgekommen, den 12.000 Jahre alten Hambacher Wald abzuholzen, obwohl wir die Kohle unter dem Wald gar nicht mehr brauchen!

Wir werden am 26.11.18 weder in die Schule noch in die Uni gehen. Denn an jedem Tag, der ungenutzt verstreicht, setzt ihr unsere Zukunft aufs Spiel!

Streikt mit uns für echten Klimaschutz und den Kohleausstieg: Wir treffen uns um 8 Uhr vor dem Ministerium für Wirtschaft und Energie zu einer Sitzblockade. Im Ministerium verhandelt an diesem Tag die Kohlekommission über den Kohleausstieg in Deutschland. Mit unserer Sitzblockade wollen wir ihnen zeigen: Wir streiken, bis ihr handelt.

https://www.bundjugend.de/termin/wir-streiken-bis-ihr-handelt/

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Strike School for Climate Action - Australien

09.11.2018
28.11.2018, 00:00 Uhr - 30.11.2018

Kids across Australia are temporarily striking from school to call for urgent political action on climate change. Join us for a School Walk Out near you.                               

We are children aged 5-18 from cities and towns across Australia.

Most of us have never met before but are united by our concern about our planet.

We are striking from school to tell our politicians to take our futures

seriously and treat climate change for what it is - a crisis.

They can show us that they care by taking urgent action to move Australia

beyond fossil fuel projects (e.g. #StopAdani's mega coal mine)

and get the job done of moving us to 100% renewable energy for all.

Climate change is one of the biggest problems facing the world

and it isn’t being addressed quickly enough.

 

In Australia, education is viewed as immensely

important, and a key way to make a difference in the world.

But simply going to school isn’t doing anything about climate change.

And it doesn’t seem that our politicians are doing anything,

or at least not enough, about climate change either.

 

So, as our contribution to the changes we want to see,

we are striking from school. We are temporarily sacrificing our

education in order to save our futures from climate wrecking

projects like the Adani coal mine.

https://www.schoolstrike4climate.com/support-us

 

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Gegen die Zerstörung von Herz und Hirn: das „andere 68“

09.11.2018
14.12.2018, 19:00 Uhr - 14.12.2018

Das Buch beinhaltet ein biographisches Interview mit dem früheren Gewerkschaftsaktivisten und heutigen Arbeitswissenschaftler Wolfgang Hien über 50 Jahre gewerkschaftliche, politische und wissenschaftliche Aktivität. Es ist eine Annäherung an das „andere 68“. In dem Buch diskutiert Wolfgang Hien (*1949) mit dem Historiker Peter Birke (*1965) über die Lehrlingsbewegung und politische Betriebsarbeit seit Mitte der 1960er Jahre. So zeigt das Buch,  wie der Aufbruch von 68 bei Teilen der Lohnabhängigen neue  Bedürfnisse erzeugte und der Mythos der Lohnarbeit um jeden Preis hinterfragt hat. Der  heute zu wenig beachtete Kampf um Gesundheit am Arbeitsplatz gehört dazu.  Der Gesprächsband ist aber nicht nur eine Erinnerung an linke Geschichte, sondern auch ein sehr aktuelles Buch. Hien engagiert sich bis heute für den Gesundheitsschutz in der Arbeitswelt, denn arbeitsbedingte Krankheiten nehmen zu. Sein letzter Satz im Gespräch: „Den Mächtigen müssen körperliche Unversehrtheit und menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen abgerungen werden- von den arbeitenden Klassen selbst.“

Veranstalter: Teilhabe e.V. und FAU Berlin

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Arbeitskämpfe bei McDonald`s in Marseille

09.11.2018
30.11.2018, 19:00 Uhr - 30.11.2018

Arbeitskämpfe bei McDonald`s in Marseille

Immer wieder kommt es in McDonald's-Filialen in Marseille zu Streiks. Die Beschäftigten kämpfen so für bessere Arbeitsbedingungen und verhinderten so vor einigen Monaten erfolgreich die Entlassung von Kolleg*innen. Michel Poittevin ist aktiv in der französischen Basisgewerkschaft Solidaires - SUD , die die Kolleg*innen in ihrem Kampf unterstützt. Er wird auf der Veranstaltung berichten, warum eine McDonald's-Filiale in Marseille zum Epizentrum des Arbeitskampfs wurde, wie eine Zeitung schreibt. Er wird auch von Gewalt und Repression gegen Kolleg*innen berichten, die  einschüchtern sollen. Doch es gibt auch eine transnationale Solidarität mit den McDonald's - Beschäftigten, über die Michel Poittevin berichten wird. Uns stellt sich die Frage, wie wir uns mit den französischen Kolleg*innen solidarisieren können, aber auch, wie es in den Berliner McDonald's - Filialen um die Arbeitsbedingungen steht und ob es nicht auch dort Kolleg*innen gibt, die sich wehren.

 

Weitere Informationen auf französisch:

https://solidaires.org/Le-23-octobre-nous-manifesterons-contre-McDonald-s-et-son-monde

https://solidaires.org/Manifestation-devant-le-siege-de-McDonald-s

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Marx im Museum – Eine Einführung mit Michael Heinrich

08.11.2018
14.11.2018, 19:00 Uhr - 14.11.2018, 22:00 Uhr

Bevor am Donnerstag, den 15. November um 19h bei uns im Museum der Marx-Lesekreis startet, gibt Michael Heinrich einen Tag davor eine Einführung in das "Kapital", Band 1. 

Michael Heinrich war bis 2016 Professor für Volkswirtschaftslehre in Berlin und Redakteur der Zeitschrift "PROKLA". Zeitschrift für kritische Sozialforschung". Er ist Autor der weit verbreiteten Einführungsbände ins Werk von Karl Marx "Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung" (2004) und "Wie das Marxsche Kapital lesen?" (2 Bände, 2008/2013).

Eingeladen sind alle, die Interesse an unserem Lesekreis haben oder sich näher mit dem "Kapital" beschäftigen möchten. Die Einführung ist keine Voraussetzung für die Teilnahme am Lesekreis.

Die Veranstaltung ist kostenlos, der Raum ist barrierearm. 
Wir freuen uns über viele Interessierte!

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Bremerhaven bleibt bunt

08.11.2018
10.11.2018, 11:00 Uhr - 10.11.2018

Wann: 10. November, 11 Uhr

Wo: Stadthaus 1, Bremerhaven

Provokationen, Angriffe und Hetze durch Neonazis gegen Geflüchte, Demokrat*innen oder Linke häufen sich in der Stadt an der Nordseeküste. Ein breites Bündnis ruft unter dem Motto „Bremerhaven bleibt bunt“ zu einer Demonstration gegen die Etablierung von Nazistrukturen auf, denn dort gilt „Die Rechte“  bereits als einflussreicher Akteur im rechtsextremen Milieu. 11 Uhr, Stadthaus 1

Weitere informationen und den Aufruf gibt aus der Bezirksseite von Verdi

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La Lucha por la Paz y la Justicia en Colombia

08.11.2018
21.11.2018, 16:00 Uhr - 21.11.2018, 18:00 Uhr

Dos años tras la firma del Acuerdo de Paz entre el gobierno colombiano y las Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC), los asesinatos contra líderes sociales y las graves violaciones de derechos humanos, tras la firma del Acuerdo, han comprometido la credibilidad de la implementación de los actuales procesos de paz por parte del Gobierno colombiano.

Daniel Prado, reconocido abogado defensor de derechos humanos, informará y discutirá sobre los actuales desafíos en buscar la verdad y la justicia para las víctimas del conflicto armado. En el marco de la discusión, se dará igualmente a conocer el trabajo de la organización Brigadas Internacionales de Paz (PBI) en Colombia y su aporte a la implementación de los Acuerdos de Paz. El Instituto Latinoamericano de la FU extiende esta invitación a todos los y las estudiantes interesados en este debate.

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Konferenz: Die Sahara - eine neue tödliche Außengrenze der EU?

07.11.2018
24.11.2018, 10:00 Uhr - 24.11.2018, 17:00 Uhr

Die südliche Grenze der Europäischen Union bildet nicht mehr das Mittelmeer, sondern wurde mit Hilfe von Überwachungstechnik, Grenzzäunen und militärischen Checkpoints "externalisiert", das heißt nach Nordafrika verlagert.
Die neue südliche EU Außengrenze liegt in Libyen, Niger, Senegal, Algerien und Tunesien und soll Migrations- und Flüchtlingsströme schon in der Sahara stoppen. Nach dem großen medialen Aufschrei über den Sklavenhandel in Libyen im Dezember letzten Jahres, wurden mehr als 30.000 Menschen aus Libyen "evakuiert".
Eine zu diesem Zweck gegründete gemeinsame Einsatztruppe der Afrikanischen Union, der Europäischen Union und der Vereinten Nationen verbrachten innerhalb von sechs Monaten zigtausende Geflüchtete und Migrant*innen nach Niger in sogenannte Transitzentren oder direkt zurück in ihre Herkunftsländer. Im Sommer letzten Jahres deportierte Algerien irreguläre Migrant*innen - nicht in ihre Herkunftsländer, sondern bis an die südliche Grenze: 13.000 Menschen wurden von den Militärtrucks mitten in der Sahara ausgesetzt.
Tausende von Menschen liefen zu Fuß nach Niger, viele verdursteten. Während Europa Ausschiffungsplattformen diskutiert, wird in Niger die Infrastruktur dafür aufgebaut - finanziert mit europäischer Entwicklungshilfe (European Trust Fund for Africa).

Wir werden mit verschiedenen Expert*innen darüber diskutieren, wie die EU ihre Außengrenzen systematisch in die Länder Nordafrikas verlegt, welche Folgen dies für die jeweiligen Länder hat und welche Unterstützungsstrukturen (Rasthäuser, Alarmphone Sahara etc) es für Migrant*innen vor Ort und in Europa gibt.

Eine Kooperation von borderline europe - Menschenrechte ohne Grenzen e.V. und dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung.

Vortrag, Workshops und Filmscreening mit anschließender Diskussion mit:

  • Ibrahim Manzo Diallo - Afrique Europe Interact / Alarmphone Sahara,
  • Bruno Watara - Intitiative gegen das EU Grenzregime,
  • Kumut Imesh- Co-Regisseur des Films und Aktivist in Paris
  • u.a.


Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden und ist umsonst.
Bitte hier anmelden: https://programm.bildungswerk-boell.de/index.php?kathaupt=11&knr=18-1135&kursname=Die+Sahara+-+eine+neue+toedliche+Aussengrenze+der+EU+Externalisierung+der+Grenzen&katid=0#inhalt


Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung DKLB.

Photo Copy right : Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)
Niger Soldiers conduct a simulated mounted patrol during exercise Flintlock in Agadez, Niger, April 18, 2018. (U.S. Army Photo by Pfc Eric Holman)

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Gelebte Realität am Gaza-Streifen. Kompromisse - trotz allem?

07.11.2018
19.11.2018, 19:00 Uhr - 19.11.2018, 21:30 Uhr

Roni Keidar lebt in einem israelischen Dorf direkt an der Grenze zum Gazastreifen. Den Konflikt zwischen der israelischen Regierung und der Hamas bekommt die Rentnerin fast täglich zu spüren: Raketenalarm, Raketeneinschläge, Bunkervorrichtungen aller Orten auf "ihrer" Seite, Rauchwolken und Zerstörung nach israelischen Luftangriffen auf der palästinensischen Seite der Mauer. Anders als die meisten ihrer Nachbarn glaubt sie an einen friedlichen Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern - und setzt dabei auf Dialog und Kooperation mit Menschen jenseits der Grenze. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern von der Nichtregierungsorganisation "Other Voice" möchte sie aufzeigen, dass es abseits von Scharfmachern und radikalen Meinungen auf beiden Seiten Stimmen gibt, die sich für einen politischen Kompromiss und die Aufhebung der Gaza-Blockade einsetzen. Roni wird über die grenzübergreifenden Aktivitäten von Other Voice berichten und darauf eingehen, welche Rolle die Medien in diesem Konflikt spielen.

Eine Veranstaltung von Alsharq e.V. und Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung.

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Die Novemberrevolution 1918 - Zwischen sozialistischer Rätedemokratie und bürgerlichem Parlamentarismus

07.11.2018
30.11.2018, 18:00 Uhr - 02.12.2018, 16:00 Uhr

Initiiert von einer starken Antikriegsbewegung, die sich um die im April 1917 gegründete Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD) organisierte, kam es im November 1918 ausgehend vom Kieler Matrosenaufstand im ganzen Land zu einer revolutionären Rätebewegung. Am 9. November rief der linke Flügel der USPD (darunter die maßgeblichen Revolutionären Obleute und der Spartakusbund) zu riesigen Massendemonstrationen in Berlin auf, die in der Ausrufung der sozialistischen Räterepublik durch Karl Liebknecht vor dem Stadtschloß gipfelten.

Die gleichzeitig von Philipp Scheidemann ausgerufene deutsche Republik legte den Grundstein für Auseinandersetzungen zwischen Vertreter*innen einer sozialistischen Räterepublik und den für eine parlamentarische Demokratie plädierenden Mehrheits SPD (MSPD)-Führern. Sie erstreckten sich auf Fragen der bewaffneten Macht, der Sozialisierung, der Demobilisierung und der Zusammenarbeit mit der alten Heeresleitung und Vertretern des Kapitals. Die Konflikte spitzten sich immer weiter zu, bis die Führung der MSPD beschloß rechte Freikorps aufzustellen, mit deren Hilfe sie blutig die revolutionäre Rätebewegung niederschlug.



In dem Wochenendseminar wird es um Konflikte, Bündnisse, Spielräume und Möglichkeiten der Novemberrevolution gehen und inwieweit diese Fragen für uns heute relevant sind.
Fragen wie:

Wie ist das Verhältnis zwischen revolutionären und nicht revolutionären Kräften?

Wie ist eine basisdemokratische Entwicklung in Zeiten des Umbruchs möglich?

Was für eine Rolle spielen regionale und internationale Ungleichzeitigkeiten?

Wie ist die Frage der bewaffneten Macht und der revolutionären Gewalt einzuschätzen?
Schließt Pressefreiheit auch Fakenews, Manipulation und Aufruf zu Mord ein und wie ist diese Frage demokratisch zu regeln?

Was ist mit Sozialisierung und Enteignungen?

Was ist mit Justiz, Recht und Beamtenapparat?

Neben einer historischen Einführung wird der Schwerpunkt dieses Seminars die Diskussion oben genannter und anderer aufkommender Fragen sein. Vor dem Seminar wird ein Reader verschickt werden.

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Prekäre Arbeitswelten im digitalen Zeitalter

07.11.2018
08.11.2018, 20:00 Uhr - 08.11.2018

Wann: 8. November, 20 Uhr

Wo: Baiz, Schönhauser Allee 26a/Berlin

Fast 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten inzwischen in zumindest teilweise prekären Arbeitsverhältnissen. Für die Betroffenen heißt das häufig niedrige Löhne, geringe soziale Absicherung und ständige Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Seit die Agenda 2010 die Grundlage für den anhaltenden Boom prekärer Beschäftigung legte, stieg jedoch nicht nur die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer kontinuierlich an, es entstanden auch immer neue Formen der Prekarität.

In seinem Vortrag widmet sich Stefan Dietl in der Baiz prekären Beschäftigungsformen im digitalen Zeitalter wie dem „crowdworking“ oder der „Gig-Work“. Er nimmt jedoch auch bisher wenig beachtete atypische Beschäftigungsverhältnisse wie die Arbeit auf Abruf oder die Ausbeutung von Wanderarbeiter*innen unter die Lupe und gibt einen Einblick in die aktuellsten Entwicklungen der bereits seit Längerem in Deutschland etablierten Formen prekärer Arbeit (8. 11., Schönhauser Allee 26a, 20 Uhr).

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Jubiläum female:pressure

07.11.2018
09.11.2018, 16:00 Uhr - 09.11.2018

Wann: 9. November, 16 Uhr

Wo: Mensch Meier, Storkower Str. 121/Berlin

Das internationale feministische Netzwerk female:pressure wurde vor zwanzig Jahren zur gegenseitigen Unterstützung, besseren Kommunikation und als Informationsquelle für weibliche*, transgender und nichtbinäre Künstler*innen ins Leben gerufen. Im Mensch Meier wird dieses kreative Jubiläium heute mit einem bunten Programm an Workshops, Diskussionsrunden, Künstler*innen und viel verschiedener Musik gefeiert. 16 Uhr, Storkower Str. 121

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Das Institut für Protest- und Bewegungsforschung hat eine ausführliche kommentierte Linkliste zur deutschen Bewegungsforschung zusammengestellt: http://protestinstitut.eu/uber-das-institut/ressourcen/

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