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Updated: 4 hours 37 min ago

"After Sabeen"

19.06.2019
11.08.2019, 19:30 Uhr - 11.08.2019, 21:30 Uhr

Karachi, Pakistan. 24. April 2015. Ein Auto hält an einer Ampel. Drinnen sitzen zwei Frauen: Sabeen Mahmud, die Gründerin und Direktorin der gemeinnützigen Einrichtung Peace Niche und ihre Mutter Mahenaz. Zwei Männer auf einem Motorrad halten an und eröffnen das Feuer. Sabeen stirbt sofort; ihre Mutter wird verwundet, überlebt aber.

Am Abend ihres Todes veranstaltete Sabeen Mahmud eine Podiumsdiskussion über das ungeklärte und anhaltende Verschwinden von mehr als 20.000 Aktivisten und Zivilisten aus Balutschistan in ihrem Cafés T2F (The Second Floor) in Karatschi. Ursprünglich sollte die Podiumsdiskussion in einer Universität in Lahore stattfinden. In letzter Minute wurde aber die Zusage für die Räumlichkeiten, nach einem massiven Druck von staatlicher Seite, zurückgezogen. Sabeen wurde auch von Unbekannten bedroht und von ihr wurde verlangt, diese Veranstaltung abzusagen. Auch besorgte Freunden rieten ihr dazu. Sabeen ließ sich jedoch nicht einschüchtern und führte die Veranstaltung durch.

Nach dem Mord folgt die Regisseurin Schokofeh Kamiz der Mutter und Freunden von Sabeen, um nicht nur Berichte und Erinnerungen an sie aufzuzeichnen, sondern auch um ein Porträt einer Frau zu erstellen, die sie nicht kannte.

Der Film „After Sabeen“ (OmeU, 74 min) wurde von Schokofeh Kamiz produziert und wird zum ersten Mal in Berlin gezeigt. Die anschließende Diskussion wird auf Englisch stattfinden und sich mit der derzeitige Situation sozialer und zivilgesellschaftlicher Aktivist*innen in Pakistan beschäftigen.

Diskussionsrunde mit:
Schokofeh Kamiz (Regisseurin)
Mahenaz Mahmud (Mutter von Sabeen)
Vazira Zamindar (Professorin für Geschichte an der Brown Universität USA )

Moderation: Omar Kasmani, Kultur-Anthropologe an der FU Berlin.


Die Filmvorführung und die anschließende Diskussion sind kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. Der Einlass beginnt um 19.15 Uhr. Bitte pünktlich erscheinen. Bei Verspätung kann es sein, dass trotz Anmeldung kein Sitzplatz mehr zur Verfügung steht.


Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Das linke Camp zur rechten Zeit

19.06.2019
24.07.2019, 10:00 Uhr - 31.07.2019, 13:00 Uhr

Herrschaftskritisches Sommercamp 2019

++++ ENGLISH BELOW ++++ 

Wie immer mit dem Besten aus Kulturindustrie und Gesellschaftskritik.

Das Sommercamp feiert dieses Jahr gleich zweimal Premiere: Zum ersten Mal wird es von der Naturfreundejugend Berlin und der Naturfreundejugend Leipzig organisiert und zum ersten Mal findet es in Sachsen statt.

In zahlreichen Workshops wollen wir die gesellschaftlichen Verhältnisse analysieren und herausfinden, welche Rolle herrschaftlicher Kackmist darin spielt. Danach, dazwischen und währenddessen werden wir das schöne Leben austesten, in Hängematten unter den Bäumen lesen, uns den Bauch in der Sonne verbrennen oder abends beim Film schauen entspannen.

Aber warum eigentlich?

Sachsen ist wahrlich nicht der Ort in Deutschland, der bekannt ist für Herrschaftskritik oder viel Engagment für die befreite Gesellschaft. AFD, Pegida, ein verschärftes Polizeigesetz und der NSU-Komplex sind die Schlagzeilen, die man über Sachsen in der Zeitung liest. Hier im Land der besorgten Bürger*innen und Naziverharmloser, wo die Ceska Pistolen an den Bäumen wachsen und Nazikonzerte in Kleingartenanlagen stattfinden , wollen wir unser Sommercamp abhalten. 
 
Gerade vor der kommenden Landtags- und Kommunalwahl in Sachsen ist es wichtig, aufzuzeigen, dass es auch anders geht: Solidarisch, ökologisch und herrschaftskritisch! 
Besonders in den ländlichen, strukturschwachen Regionen gibt es weiterhin Menschen, die uns Hoffnung machen und die wir auf dem Sommercamp zusammenbringen möchten: 
Denn auch in Sachsen finden sich engagierte Leute, die an einer besseren Gesellschaft feilen - mit viel Herzblut und Durchhaltevermögen stellen sie sich der braunen AFD und ihren bürgerlichen Freund*innen in den Weg. 

Also raus aus der Großstadt-Blase und rein ins ländliche Getümmel! 
 
Acht Tage lang, vom 24. bis 31.07.2019, werden wir diskutieren, baden, entspannt rumhängen und die heiße Julisonne genießen. In zahlreichen Workshops wollen wir die gesellschaftlichen Verhältnisse analysieren und herausfinden, welche Rolle herrschaftlicher Kackmist darin spielt. Danach, dazwischen und währenddessen werden wir das schöne Leben austesten, in Hängematten unter den Bäumen lesen, uns den Bauch in der Sonne verbrennen oder abends beim Film schauen entspannen. Wir wollen die Tage nutzen, um uns auszutauschen, auf gute Ideen zu kommen und utopische Pläne zu schmieden.

Falls ihr unter 18 seid, erhalte ihr von uns ein Formular bringt es mit aufs Sommercamp zur Anmeldung mit.

++++ ENGLISH +++++ 

News from Saxony have not been very pleasant recently: AfD, Pegida, and a law that expands police powers - just to name a few. But let's not forget about all the rest that is a part of Saxony, too: people, for example, who make a stand against the AfD and their supporters, people who, despite the odds, are committed to building a better society. come join us for our left summer camp in Saxony! For eight days (July 24-31, 2019) we invite you to discuss, to swim in rivers and lakes, and to hang out and enjoy the sun. During numerous workshops we want to analyze society with you and find out why we'd be better off without societal oppressive power relations. After, before and in between workshops, we'll try out the good life: chilling out in hammocks, reading underneath trees, getting sunburned at the river, and watching movies together. We want to spend the days exchanging and connecting, inspiring new ideas, and making utopian plans. So let's get out of the big-city bubbles and into the buzzing country! With the state and communal elections in Saxony right ahead, let's show that another society is possible: solidary, antifascist, ecological, queer-feminist and critical!

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Biografischer Abendsalon: »Geteilte Geschichte«. Westdeutsche Perspektiven auf den Mauerfall und Umbruch in Ostdeutschland 89/90+

18.06.2019
21.06.2019, 18:00 Uhr - 21.06.2019, 20:00 Uhr

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Ort | Reinbeckhallen, Lounge (Eingang via Ausstellungshalle)

 

Die Maueröffnung vor 30 Jahren stellte ein ganzes Land auf den Kopf – und bedeutete auch das Ende der alten Bundesrepublik und insbesondere des alten West-Berlin, der »Insel im roten Meer«. Jüngere Ansätze der Geschichtsschreibung beschäftigen sich verstärkt mit dem Thema »Ko-Transformation« oder »geteilter Geschichte« aus deutsch-deutscher Perspektive.

Die Mauer war nie ganz undurchlässig: Einerseits befruchteten grenzübergreifende Kontakte beide Gesellschaften wechselseitig – sei es via Information durch Westmedien, durch Vernetzung »bewegter Bürger*innen« auf beiden Seiten der Mauer oder auch im weiteren Sinne durch die stete ideologische Kontrastfolie durch den jeweils verfeindeten Teilstaat. Andererseits waren die Grenzen zwischen den Kategorien »Ost« und »West« nie ganz eindeutig, sei es in Bezug auf Emigration aus der DDR, insbesondere die seit den 1980er Jahren immer zahlreicheren Ausgereisten und Ausgebürgerten in West-Berlin. Und welche Rolle spielt die Unterscheidung in »Ost« und »West« heute, auch für »nachgeborene« Generationen?

Wie war es, das mythische West-Berlin, gleichzeitig »Schaufenster des Westens« und subkulturelle Exklave? Was bleibt heute vom Phänomen West-Berlin, oft als eine Art »Atlantis« stilisiert? Wie sahen die wechselseitigen Beziehungen zwischen DDR und BRD aus, wie wichtig waren sie insbesondere für die Bürgerbewegung im Osten? Wie erlebten Ost- und Westdeutsche die Ereignisse 89/90+ vom Westen aus? Wie wurden dort die verschiedenen Wege und Alternativen bewertet, die nach dem Mauerfall für Ostdeutschland verhandelt wurden?

 

Biografischer Abendsalon mit

Peter Wensierski | Schriftsteller, Journalist & Dokumentarfilmer in Ost und West
Jahrgang 1954, berichtete er ab 1978 als West-Journalist aus der DDR. Er dokumentierte die aufkommende Oppositionsbewegung in der DDR in zahlreichen Büchern, Radiosendungen und Dokumentarfilmen, die über das Westfernsehen in die DDR zurückwirkten und zur Bildung einer Gegenöffentlichkeit beitrugen. Auch nach dem 1985 von der DDR-Regierung verhängten Einreiseverbot arbeitete er in Kooperation mit ostdeutschen Oppositionellen an Beiträgen aus heimlich gedrehtem Videomaterial, die z.B. auf die massive Umweltverschmutzung aufmerksam machten.

Von 1986 an war Peter Wensierski Redakteur des ARD-Magazins KONTRASTE, 1993 wechselte er ins Deutschland-Ressort des SPIEGEL. Weitere Buchpublikationen folgten, u.a. die Bestseller »Schläge im Namen des Herrn« über ehemalige Heimkinder und »Die verbotene Reise«. Zuletzt erschienen »Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution« über eine Gruppe junger Leipziger 1989, »Berlin – Stadt der Revolte« und »Fenster zur Freiheit – Die radix-blätter. Untergrundverlag und -druckerei der DDR-Opposition«.


Moderation | Sophie Schulz

 

Das Format Erzählsalon rückt die individuelle Lebensgeschichte und persönliche Perspektiven in den Fokus. Auch das Publikum ist eingeladen, eigene Geschichten und Erfahrungen zu teilen.

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Die Veranstaltung ist Teil der Reihe forum 89/90+, die sich mit den innovativen und emanzipatorischen Potenzialen der Umbruchszeit in Ostdeutschland 89/90+ beschäftigt.

Zum Gesamtprogramm siehe unsere Wesbite www.reinbeckhallen.de

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Zu schön, um falsch zu sein

18.06.2019
27.06.2019, 19:00 Uhr - 27.06.2019, 21:00 Uhr

Spielt die Schönheit eines physikalischen Experiments eine Rolle? War die Ästhetik von Einsteins Relativitätstheorie entscheidend für ihren Erfolg? Spielen Kriterien, die wir an Kunstwerke anlegen, bei der Bewertung physikalischer Errungenschaften eine Rolle?

Diesen Fragen ist Olaf L. Müller, Professor für Wissenschaftstheorie an der Humboldt Universität, in seinem neuen Buch „Zu schön, um falsch zu sein“ (Fischer Verlag) nachgegangen – auf der Spur von Ästhetischem in der Wissenschaft von Kopernikus und Kepler bis zu Goethe.

Über dessen Naturforschung hat Mathias Bröckers in diesem Frühjahr ebenfalls ein Buch veröffentlicht, „Newtons Gespenst und Goethes Polaroid“ (Westend Verlag) und aufgezeigt, dass auch „Schöngeist“ Goethe etwa mit seiner Forschung Farben zu wertvollen und wegweisenden physikalischen Erkenntnissen kam.

In einem Gespräch über die Rolle des Schönen in der Wissenschaft stellen die Autoren ihre Bücher vor.

Bild: Wikipedia

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»Geteilte Geschichte«. Westdeutsche Perspektiven auf den Mauerfall und Umbruch in Ostdeutschland 89/90+

18.06.2019
19.06.2019, 18:00 Uhr - 19.06.2019, 20:00 Uhr

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Ort | Reinbeckhallen, Lounge (Eingang via Ausstellungshalle)

 

Die Maueröffnung vor 30 Jahren stellte ein ganzes Land auf den Kopf – und bedeutete auch das Ende der alten Bundesrepublik und insbesondere des alten West-Berlin, der »Insel im roten Meer«. Jüngere Ansätze der Geschichtsschreibung beschäftigen sich verstärkt mit dem Thema »Ko-Transformation« oder »geteilter Geschichte« aus deutsch-deutscher Perspektive.

Die Mauer war nie ganz undurchlässig: Einerseits befruchteten grenzübergreifende Kontakte beide Gesellschaften wechselseitig – sei es via Information durch Westmedien, durch Vernetzung »bewegter Bürger*innen« auf beiden Seiten der Mauer oder auch im weiteren Sinne durch die stete ideologische Kontrastfolie durch den jeweils verfeindeten Teilstaat. Andererseits waren die Grenzen zwischen den Kategorien »Ost« und »West« nie ganz eindeutig, sei es in Bezug auf Emigration aus der DDR, insbesondere die seit den 1980er Jahren immer zahlreicheren Ausgereisten und Ausgebürgerten in West-Berlin. Und welche Rolle spielt die Unterscheidung in »Ost« und »West« heute, auch für »nachgeborene« Generationen?

Wie war es, das mythische West-Berlin, gleichzeitig »Schaufenster des Westens« und subkulturelle Exklave? Was bleibt heute vom Phänomen West-Berlin, oft als eine Art »Atlantis« stilisiert? Wie sahen die wechselseitigen Beziehungen zwischen DDR und BRD aus, wie wichtig waren sie insbesondere für die Bürgerbewegung im Osten? Wie erlebten Ost- und Westdeutsche die Ereignisse 89/90+ vom Westen aus? Wie wurden dort die verschiedenen Wege und Alternativen bewertet, die nach dem Mauerfall für Ostdeutschland verhandelt wurden?

 

Open Talk mit

Katja Lange-Müller | Schriftstellerin aus Ostberlin, ab 1984 Westberlin


1951 in Ostberlin geboren ist sie in einer kommunistischen Familie aufgewachsen. Mit 16 wurde Katja Lange-Müller wegen »unsozialistischen« Verhaltens der Schule verwiesen, lebte anschließend in einem besetzten Haus und machte eine Lehre als Schriftsetzerin. Sie arbeitete bei einer Zeitung, beim Fernsehen und in der Psychiatrie, bevor sie 1979 für das Studium am Literaturinstitut der DDR »Johannes R. Becher« zugelassen wurde. 1984 übersiedelte Katja Lange-Müller nach West-Berlin, wo sie sich als Schriftstellerin etablierte und als brillante Erzählerin mit scharfem Sinn für Groteskes bekannt wurde. Sie veröffentlichte zahlreiche preisgekrönte Romane und Erzählungen, in denen sich ihre Erfahrungen auf beiden Seiten der Mauer spiegeln, darunter u.a. »Böse Schafe« und «Kasper Mauser – Die Feigheit vorm Freund«.

 


Ernst Volland | Künstler, Autor & Westberliner Zeitzeuge 89/90+


geboren 1946 in Bürgstadt/Miltenberg, aufgewachsen in Wilhelmshaven, lebt seit 1968 in Berlin, und studierte Bildende Kunst in Hamburg und West-Berlin. Seit 1975 fertigt Ernst Volland als freiberuflicher Künstler Karikaturen, Plakate, Fotomontagen und Zeichnungen und ist dabei insbesondere als kritischer und politischer Satiriker bekannt geworden. 1987 gründete er mit Heinz Krimmer die Fotoagentur »Voller Ernst – Komische und skurrile Fotos«. Hinzu kommen zahlreiche Publikationen, so 1989 »Fakes – Dies Buch ist pure Fälschung«. Seit 1990 arbeitet er an der Werkserie »Eingebrannte Bilder«. Ernst Volland hat den Umbruch in Ostdeutschland 1989/90 von West-Berlin aus beobachtet und begleitet und schließlich eine Ostberlinerin geheiratet.



Eckhard Siepmann | ehemaliger Leiter des Werkbundarchivs & Westberliner Zeitzeuge 89/90+


Geboren 1942 in Schwelm/Westfalen, Studium der Philosophie, Kunstwissenschaft und Germanistik in Tübingen, Rom und Berlin, wo er seit 1966 lebt. 1976 – 1995 Leiter des Werkbundarchivs, des heutigen Museums der Dinge. Im Martin-Gropius-Bau entwickelte er zahlreiche Ausstellungen und eine der größten Sammlungen zur Dingwelt des 20. Jahrhunderts.
1965 – 1969 war Eckhard Siepmann Mitglied des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) sowie Teilnehmer an den Diskussionen und Straßenkämpfen. Von 1975 – 1985 war er Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins (SEW), einem Ableger der SED. Bei der Arbeit an einem Buch und einer in acht europäischen Ländern gezeigten Ausstellung über John Heartfield und lernte er zahlreiche DDR-Größen kennen, u.a. Friedrich Karl Kaul, Gertrud Heartfield, Claire Jung, Alexander Abusch und Wieland Herzfelde. Eckhard Siepmann sammelte in der »Wendezeit« DDR-Müll für das Museum der Dinge, wobei versehentlich eine Bombe nach Kreuzberg transportiert wurde. Er kuratierte ebenfalls eine Ausstellung zur Demo am 4. November 1989, die er als Schluss- und Höhepunkt der DDR-Geschichte betrachtet, als Vorschein eines libertären Kommunismus.

Moderation | Sophie Schulz

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Die Veranstaltung ist Teil der Reihe forum 89/90+, die sich mit den innovativen und emanzipatorischen Potenzialen der Umbruchszeit in Ostdeutschland 89/90+ beschäftigt.

Zum Gesamtprogramm siehe unsere Wesbite www.reinbeckhallen.de

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Die Welt, die wir gewonnen haben

18.06.2019
24.06.2019, 19:00 Uhr - 24.06.2019, 21:00 Uhr

Unser Verständnis und unsere Erfahrung von Sexualität und Geschlecht haben in den letzten 50 Jahren bemerkenswerte Änderungen erfahren. Im überwiegenden Teil Europas, den beiden Amerikas und in Australasien ist es heute viel leichter, offen homosexuell oder als trans* zu leben, als Magnus Hirschfeld sich dies hätte vorstellen können.

Gleichzeitig kommt es in weiten Teilen der Welt zu verstärkten Feindseligkeiten und Verfolgungen von Menschen, die sich nicht den allgemein akzeptierten geschlechtlichen und sexuellen Normen anpassen, und der Kampf um queere Rechte ist Anlass für scharfe Polarisierungen in internationalen Organisationen geworden.

Für uns, die wir in Ländern leben, die in den letzten 50 Jahren bemerkenswerte Fortschritte erlebt haben, besteht eine große Herausforderung darin, LSBTI* in Gesellschaften zu unterstützen, in denen sie wegen ihrer Sexualität nach wie vor vergewaltigt, gefoltert und ermordet werden.

Dennis Altman war Professor für Politikwissenschaft an der La Trobe University in Melbourne, Australien. Seit seinem ersten Buch Homosexual: Oppression & Liberation (1972) hat er sich intensiv mit Fragen zur Sexualpolitik beschäftigt, zuletzt zusammen mit Jonathan Symons in Queer Wars. Erfolge und Bedrohungen einer globalen Bewegung (dt. Übersetzung 2017). Altman ist unter anderem Regierungsrat in der International AIDS Society und Schirmherr der Organisation Australian Lesbian and Gay Archives (ALGA).  

Vortrag: Dennis Altman

Moderation: Kate Davison und Jan Feddersen, Vorstand Queeres Kulturhaus e2h und taz-Redakteur

Eine Veranstaltung der Initiative Queer Nations, der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, der Lotto Stiftung Berlin und vom Queeren Kulturhaus in Kooperation mit der taz

Vortrag auf Englisch mit Simultanübersetzung

Bild: unsplash | Clem Onojeghuo

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Frauenrechtsverteidiger_innen in Kenia

18.06.2019
25.06.2019, 19:00 Uhr - 25.06.2019, 21:00 Uhr

Viele Frauen in Kenia sind Opfer von sexualisierter Gewalt, oft wird ihnen nach den Taten Gerechtigkeit verwehrt. Seit zwei Jahren unterstützt pbi eine Gruppe von 15 Frauenrechtsverteidiger_innen darin, dieser Gewalt in den informellen Siedlungen Nairobis zu begegnen und Frauen und Mädchen in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken. Die Gruppe nennt sich Toolkit Organiser, denn der Ausgangspunkt dieser Arbeit war ein Online-Werkzeugkasten, in dem Informationen und Ressourcen für Aktivist_innen und Frauen zur Verfügung gestellt werden.

Kate Wangui ist eine dieser 15 Toolkit Organiser. Sie lebt selbst in einer informellen Siedlung und hat sich entschieden, sich aktiv für die Rechte ihrer Tochter und vieler anderer Mädchen und Frauen einzusetzen. Sie informiert die Bevölkerung mit Hilfe des Online–Werkzeugs über Frauenrechte.

Eintritt frei - Spenden willkommen
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Bei Bedarf wird eine Übersetzung angeboten.

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Sichere Kommunikation für Aktivist*innen

18.06.2019
21.06.2019, 18:00 Uhr - 21.06.2019

Wann: Freitag, 21. Juni 19, 18 Uhr

Wo: Schreina47, Schreinerstraße 47, Berlin

Edward Snwoden ist wahrscheinlich einer der bekanntesten Namen im Zusammenhang mit Datensicherheit, Leaks und Aktivismus. Seine Enthüllungen haben gezeigt, dass auf alltäglicher Basis (digitale) Daten gesammelt, ausgewertet und im Zweifelsfall gegen einzelne Personen verwendet werden. Besonders im Kontext politischen Aktivismus gibt es daher seit Jahren eine Debatte darüber, wie Datensicherheit bestmöglich sichergestellt werden kann.
Am Freitag wird dieses Thema in  der Schreina47 behandelt. Praxisorientiert wird danach gefragt, wie sichere Kommunikation überhaupt funktioniert? Wie einzelne Geräte gesichert und wie Kommunikation bestehender Gruppen vor Fremden geschützt werden können? Aktivist*innen besprechen Datenaustausch und Privatsphäre im Detail und zeigen auf, welche Sicherheitsvorkehrungen und -lücken genutzt werden können, um die eigene politische Handlungsfähigkeit zu gewährleisten. (21.6., Schreinerstraße 47, 18 Uhr)

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Alex Demirović: Autoritärer Populismus als neoliberale Krisenbewältigungs­strategie

16.06.2019
01.07.2019, 19:00 Uhr - 01.07.2019, 21:00 Uhr

Der autoritäre Populismus stellt eine politische Strategie dar, die von weiten Teilen des bürgerlichen Lagers bis in die Mitte hinein verfolgt wird und nicht nur von Parteien, die als rechts gelten. Die inhaltlichen Positionen sind seit langem bekannt und erklären den Erfolg einer populistischen Mobilisierung nicht. Die Strategie der Verbindung von "Elite und Mob" steht, so die im Vortrag vertretene These, im Zusammenhang mit der Dynamik der Vielfachkrise seit 2008 und stellt die Bemühung dar, sie zu bewältigen und progressive Lösungen zu verhindern.

Alex Demirović, Prof., Dr. phil., Sozialwissenschaftler, ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift Prokla, Mitglied im Beirat des BdWi, in der ver.di, in den Fachvereinigungen DGS und DVPW und im wissenschaftlichen Beirat von Attac, Fellow des Berliner Instituts für Kritische Theorie sowie Fellow des Instituts für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe. 

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Kundgebung: Solidarität mit Hungerstreik #buerglkopfschliessen

14.06.2019
15.06.2019, 16:00 Uhr - 15.06.2019, 18:00 Uhr

Seit Montag dem 03.06.19 sind in dem "Rückkehrzentrum" Bürglkopf Asylbewerber*innen im Hungerstreik, um gegen die inhumane Zwangsunterbringung zu protestieren. Soziale Isolation, Perspektivlosigkeit und mangelnde medizinisch-psychologische Versorgung sollen zur "freiwilligen" Ausreise bewegen. Mit dem Hungerstreik fordern sie die Schließung des "Rückkehrzentrums", sowie eine Überführung in Grundversorgungseinrichtungen.

WIR ERKLÄREN UNS SOLIDARISCH!

Seit Sonntag dem 09.06.19 sind in Innsbruck Aktivist*innen in den solidarischen Hungerstreik getreten. Aufgrund der unhaltbaren Zustände möchten wir am Samstag, den 15.06 gemeinsam eine Kundgebung abhalten.

Die Bewohner*innen des Bürglkopfs würden sich über musikalische Beiträge freuen, also bringt Instrumente mit wenn ihr Lust habt. Für Mitfahrgelegenheiten und Redebeiträge wendet euch an gerne per Mail an buerglkopfschliessen(@)gmx.at oder telefonisch über +43 670 6079997.

Weitere Hintergrundinformationen findet ihr unter anderem hier: https://www.facebook.com/Hungerstreik-buerglkopfschliessen-454700815343104/

Petition zur Schließung jetzt unterzeichnen: https://secure.avaaz.org/de/community_petitions/Innenminister_Schliessung_der_Rueckkehrzentren_Buerglkopf_und_Schwechat/details/?fbclid=IwAR11GtqCSS1RDkJ1YYuC-HMmjmvK4SULHs0dnUdZEIsAMEYGWfzn-MiMpq0

 

Stay Tuned & Show Solidarity!

 

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Wem nutzt die Diskussion?

14.06.2019
19.06.2019, 19:00 Uhr - 19.06.2019, 21:00 Uhr

Debatten sind das Lebenselixier starker Demokratien und finden inzwischen überwiegend im Netz statt. Mit unseren internationalen Gästen stellen wir uns die Frage, wie Community-Building gelingen kann, welche Finanzierungsmodelle funktionieren, und diskutieren über das Spannungsfeld zwischen Teilhabe von Leser*innen und journalistischer Unabhängigkeit.

Es diskutieren Livia Garrigue von Mediapart (Frankreich), Hisham Allam von Maharat Media Management (Ägypten),Tamar Kakulia, DW Akademie (Georgien) und Juliane Metzker von Perspective Daily (Deutschland). Moderiert wird der Abend von Jaafar Abdul-Karim, Deutsche Welle

Hisham Allam arbeitet als Medientrainer und hat Journalistinnen und Journalisten aus Europa, der MENA Region und Asien trainiert. Als Mitglied des „International Consortium for Investigative Journalists“ (ICIJ) gehörte er zum Team der Panama Papers, die 2017 für die Auswertung der Offshore-Datenleaks mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurden. Allam ist außerdem Dozent an der Al-Ahram Canadian University in Ägypten und Gründer des Startups „ME Africa“, einem Netzwerk von Journalisten aus dem Mittleren Osten und Afrika, das grenzüberschreitende Investigativ-Reportagen publiziert.

Die französische Journalistin Livia Garrigue studierte Philosophie und Politikwissenschaft. Nach ihrem Studium arbeitete sie für das Radionetzwerk France Culture und schrieb für die Zeitschriften Science Humaines, Soixante-Quinze und We Demain. Seit Januar 2019 arbeitet sie für den LeserInnen-Club bei der französischen Internet-Zeitung Mediapart.

Für das Online-Magazin Perspective Daily schreibt Juliane Metzker über Entwicklungen im Nahen Osten. Aber auch Migration und Rassismus gehören zu ihren Themen. Sie studierte Islamwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin im Libanon. Zusammen mit Ali Can war sie an der Planung für den Hashtag #MeTwo beteiligt.

Tamar Kakulia studierte Public Administration mit Schwerpunkt Non-Profit-Management an der Georgia State University in Atlanta. In der Vergangenheit arbeitete sie für internationale Entwicklungs- und Geberorganisationen und absolvierte Trainings in den Bereichen Medienmanagement, Projektmanagement, Journalismus und E-Learning. Seit 2017 arbeitet sie für die DW Akademie und hat die Umsetzung eines Media-Viability-Projekts in Georgien koordiniert.

Mehr als acht Millionen Menschen sehen regelmäßig die gesellschaftskritische Jugendsendung „Shababtalk“, die Jaafar Abdul Karim im arabischen Programm des deutschen Auslandssenders DW moderiert. Der 1981 in Liberia geborene mehrfach ausgezeichnete Journalist diskutiert mit seinen Gästen auch eher sensible Themen wie außerehelichen Sex oder die Gleichstellung von Frauen und Männern, über die in den Medien in der arabischen Welt nicht offen gesprochen wird. Während der Flüchtlingskrise wurde der arabisch sprechende Journalist zu einem Vermittler zwischen Geflüchteten, Gesellschaft und Politik.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der taz Panter Stiftung mit der DW Akademie und ist Teil der Reihe „Media Freedom Talks – Zukunftsgespräche zur Medienentwicklung“, eine Initiative der DW Akademie mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit Projekten der Medienentwicklung ist die DW Akademie weltweit im Einsatz für Presse- und Meinungsfreiheit, unterstützt unabhängigen Journalismus und setzt sich für die Teilhabe von Minderheiten, jungen Menschen und Frauen ein.

Bild: Donata Künßberg

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Atlas der Migration 2019

14.06.2019
20.06.2019, 18:00 Uhr - 20.06.2019, 20:00 Uhr

Migration ist kein gesellschaftlicher Sonderfall. Jede moderne Gesellschaft und jeder Staat der Welt ist auch ein Ergebnis menschlicher Mobilität. Dennoch erhitzt das Thema Migration rund um den Globus politische Debatten und die Meinungsbildung von Bürger*innen, Politiker*innen, Parteien und Bewegungen verläuft nicht selten entlang der Frage der Migration und der Politiken des Umgangs mit ihr.

Entsprechend wirkmächtig sind die Mythen und Bilder, die rund um das soziale Phänomen der Migration entstanden sind. Zu den bekanntesten sprachlichen und visuellen Bildern der Migration gehören etwa die der Ströme, Wellen und Fluten. Sie lassen Migration als etwas Bedrohliches erscheinen und machen die tatsächlich Migrierenden unsichtbar.

Der Atlas der Migration möchte den Blick auf Migration sowie ihre Akteure verändern, einen politischen Wandel anstoßen und zu einer Versachlichung der Debatte auch innerhalb der europäischen linken Parteien und Bewegungen beitragen. Hier reichen die Meinungen vom Paradigma der offenen Grenzen bis zu ablehnenden Haltungen gegenüber Migrantinnen und Migranten, die oft auf der Annahme einer Konkurrenz der besonders schwachen in europäischen Gesellschaften beruht.

Die zusammengetragenen Zahlen und Fakten zeigen, dass Migration, gleichwohl sie in allen Teilen der Welt stattfindet, weder ein Bedrohungspotenzial für die Gesellschaften der Zielländer noch für jene der Herkunftsländer birgt.

Dennoch ist Migration bedrohlich und zwar für die Migrierenden selbst, vor allem für Geflüchtete und Menschen ohne gültige Papiere. Dies machen die Beiträge über Tote an den Grenzen und tödliche Grenzkontrollen deutlich. Alltagsrassismus und rassistischer Terror, aber auch Xenophobie in den Institutionen und der Politik erschweren Migrant*innen und Flüchtlingen zudem die Reise, bedrohen ihre Teilhabe oder sogar ihr Leben in den Zielländern – und damit ihr Menschenrecht auf Migration.    

Doch Migrierende nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. Dies zeigen die Beiträge zu Kämpfen der Migration – gegen Rassismus und für die Rechte von Einwander*innen und Geflüchteten. Gemeinsam mit Nicht-Migrierten sind so in Europa und der Welt ungezählte Bewegungen der Solidarität gegen Abschiebungen, Xenophobie und Rechtspopulismus sowie für das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe, würdige Arbeit, angemessenes Wohnen, Bildung und Gesundheit entstanden. Sie tragen dazu bei, die Gesellschaft der Vielen Wirklichkeit werden zu lassen.

Migration hat viele Realitäten und Facetten. Dieser Atlas wirbt für einen differenzierten Umgang mit ihr. Im derzeitigen gesellschaftlichen Klima bedarf es Mut, sich diesem Thema unaufgeregt zuzuwenden und anzuerkennen, dass Einwanderung unsere Gesellschaften im demokratischen Sinne pluralisiert.

Wir würden uns sehr freuen, Sie zur Vorstellung des Atlas der Migration mit Stefanie Kron (RLS), Ramona Lenz (medico international), Christian Jakob (taz), Mario Neumann (ISM) u.a. am Tag des Flüchtlings in der taz Kantine begrüßen zu dürfen

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Bild: Bartz/Stockmar, CC BY 4.0

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Von Bella Italia zum Stinkstiefel Europas?

14.06.2019
25.06.2019, 19:00 Uhr - 25.06.2019, 21:00 Uhr

Ein rechtsradikaler Innenminister, der seine Karriere als links angehauchter Stadtrat in Mailand begann und sich heute als Zampano der Regierung aufspielt und gegen Migranten und Brüssel hetzt; eine sich gefährlich zuspitzende Haushaltskrise, die Europas Schuldenwächter auf den Plan ruft; eine Mafia, die weltweit ihre Fäden spinnt – Italien produziert seit Jahren vor allem negative Schlagzeilen. Doch sind das alles wirklich nur hausgemachte Probleme?

Welche Schuld trägt beispielsweise Deutschland an der italienischen Misere, indem es auf einen europaweiten Sparkurs besteht? Und ist der Vorwurf nicht berechtigt, die EU habe Rom im Stich gelassen, als immer mehr Menschen auf der Flucht vor Hunger, Krieg und Armut übers Mittelmeer kamen? Am Beispiel Italien diskutieren wir, dass es keine einfachen Antworten auf global bedingte Krisen gibt.

Ein Gespräch mit:

Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der taz,

Fabio Ghelli, freier Journalist (Carrara/Berlin),

Stefan Mahlke, Herausgeber des neuen Atlas der Globalisierung

Moderation: Wilhelm Vogelpohl

Zwei Orte, eine Veranstaltung: Die Veranstaltung findet ohne Fabio Ghelli auch auf dem Kirchentag am Freitag, 21. Juni, 20 Uhr im Rekorder in Dortmund statt.

Eine Veranstaltung von Le Monde diplomatique, Berlin

Bild: Geobia/Wikipedia, CC BY-SA 3.0

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Shrinking Spaces - Wie der Kreml das Internet in den Griff nimmt

14.06.2019
18.06.2019, 19:00 Uhr - 18.06.2019, 21:00 Uhr

Das Internet ist bislang eine der wenigen Nischen für die kritische Öffentlichkeit in Russland. Da der Kreml alle unabhängigen Instanzen als Bedrohung seiner Macht empfindet, geht er zunehmend gegen diesen Freiraum vor.

Seit Anfang 2012 die bisher größten, mithilfe des Internets organisierten Demonstrationen gegen Wahlfälschungen stattfanden, hat der Kreml die Internetfreiheit im Visier. Die Möglichkeiten für elektronische Überwachung und politische Zensur im Netz werden seitdem sukzessive ausgebaut. Gleichzeitig nutzt der Kreml die Sozialen Medien (Facebook, Twitter, YouTube etc) im großen Stil, um Desinformationskampagnen zu fahren und die öffentliche Meinung im Westen zu beeinflussen.

Folgt Russland dem Vorbild Chinas? Welche Rolle spielen globale Plattformen wie Google und Facebook? Wie kann das Internet als Raum für die Zivilgesellschaft verteidigt werden?

Diskussion mit Expert*innen und Aktivist*innen aus Russland und Deutschland:

Andrej Soldatow, investigativer Journalist,

Ulrike Gruska, Reporter ohne Grenzen e.V.,

Ekaterina Borowikowa, OVD-Info, unabhängiges Medien- und Menschenrechtsprojekt über politische Verfolgung in Russland,

Ralf Fücks, Zentrum Liberale Moderne,

Polina Filippowa, Sacharow-Zentrum. 

Moderation: Barbara Oertel, taz-Redakteurin

Eine Kooperation der taz mit LibMod - Zentrum Liberale Moderne und Sakharov Center, unterstützt vom Auswärtigen Amt.

Bild: Zentrum Liberale Moderne

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Widerstand gegen die Bolsonaro-Regierung Gewerkschaften in Brasilien setzen sich zur Wehr

14.06.2019
22.06.2019, 19:00 Uhr - 22.06.2019, 21:00 Uhr

Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Antonio Lisboa und Clair Ruppert (beide CUT, Brasilien).

Sprache: Portugiesisch mit Konsekutiverdolmetschung ins Deutsche, Eintritt wie immer frei!

Veranstaltet von AK Internationalismus der IG-Metall Berlin, AG Sindicalist@s des Fórum Resiste Brasil – Berlin, Brasilien Initiative Berlin, FDCL, Lateinamerika-Forum Berlin e.V. – Foro de las Américas Berlín e.V., KoBra – Kooperation Brasilien.

Seit Januar dieses Jahres ist Jair Bolsonaro neuer Präsident Brasiliens – 120 Tage eines Versuchs, die Demokratie des Landes auszuhöhlen, zu schwächen, zu untergraben und letztlich gar abzuschaffen. Die Gewerkschaften geraten unter der rechtsextremen Bolsonaro-Regierung stark unter Druck, die Gewerkschaftsorganisierung wird durch Dekrete und Gesetze massiv erschwert, während die letzten verbliebenen sozialstaatlichen Maßnahmen schrittweise geschreddert werden sollen. Die zivilgesellschaftliche Partizipation an Sozial-, Umwelt- und weiteren staatlichen Einrichtungen wird ausgehöhlt, NGOs werden gezielt diffamiert und auch deren Finanzierungen massiv beschnitten. Vor dem Hintergrund steigender Zahlen bei Landkonflikten und Machtausweitung der Großgrundbesitzer geraten Kleinbäuerinnen und -bauern, Landlose, Indigene, Quilombolas zunehmend unter Druck, die Entwaldungszahlen in Amazonien und der Trockensavanne des Cerrado steigen rasant an, während Demarkationen und Rechte indigener und anderen traditioneller Gruppen gezielt beschnitten werden. Und die Freigabe des Waffenbesitzes im Land lässt steigende Todes- und Mordzahlen befürchten, während den Polizisten Straffreiheit gewährt werden soll, können sie bei Gericht glaubhaft erklären, die Erschießung sei „erfolgt aufgrund entschuldbarer Angst, Überraschung oder gewaltiger Emotion“. Des Weiteren sind weder die Verbindungen des Bolsonaro-Familienclans mit den mafiösen Strukturen der Milizen in Rio de Janeiro trotz deutlich auffälliger Zusammenhänge geklärt, während nun die durch das Investigativportal The Intercept geleakten Audiomitschnitte von Richtern, Ministern und Staatsanwält/innen die geheimen und illegalen Absprachen zur gezielten Verurteilung und Inhaftsetzung des vormaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva (und damit die Verhinderung seiner Wahl zum Präsidenten bei den letztjährigen Präsidentschaftswahlen, die er bis zu seinem Ausschluss in den Umfragen klar und deutlich anführte) belegen und die medial und politische Reaktion erst langsam sich Bahn zu brechen scheint.

Gemeinsam mit unseren Gästen, Clair Ruppert und Antonio Lisboa vom Gewerkschaftsdachverband CUT, wollen wir vor diesem Panorama diskutieren, wie Gewerkschaften und soziale Bewegungen in Brasilien sich gegen die Totalfront antisozialer und gewalttätiger Politik zur Wehr setzen – und was internationale Solidarität beitragen kann.

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Das Land ist unser Leben, unsere Identität, unser Erbe!

14.06.2019
23.06.2019, 17:00 Uhr - 23.06.2019, 19:00 Uhr
  • Vortrag ab 17 Uhr, vorher ab 16 Uhr: Soli-Essen und Trinken

Janete und Alenir Guarani-Kaiowá aus Mato Grosso do Sul (Brasilien) berichten über den Kampf für die Demarkierung ihres traditionellen Landes, gegen die Interessen der Agrarindustrie, und über die Kuñangue Aty Guasu, die Frauenorganisation der Guarani-Kaiowá. Diese fordert die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ebenso ein wie den Respekt für das indigene Leben und die Umwelt (insbesondere im Angesicht der Demontage indigener Institutionen unter der aktuellen Regierung). Als Frauen sind sie zudem besonders betroffen von rassistischer Diskriminierung und der zunehmenden Gewalt. Dagegen organisieren sie sich z.B. durch Stärkung ihrer traditionellen Religion und Medizin.

Wir wollen auch die Verantwortung Deutschlands beleuchten – als Importeur von Agrarrohstoffen und Sitz multinationaler Agrarkonzerne wie Bayer und BASF.

„Die den Indigenen zustehenden Rechte müssen garantiert werden, unsere Entscheidungen respektiert und bei allen Angelegenheiten, die uns betreffen, muss unsere Zustimmung eingeholt werden. Wir sehen, wie unser Land zerstört wird; wie die Agrarindustrie unsere Wälder und Flüsse vergiftet; wie wir gezwungen werden, in kleinen Reservaten zu leben. Aber unser Land ist keine Ware!“   

  Aus dem Abschlussdokument der Kuñangue Aty Guasu von 2017

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Gefangen im Kapitalismus – Überwachen & Ausschließen von Armen #3

14.06.2019
19.06.2019, 19:00 Uhr - 19.06.2019, 22:00 Uhr

Was tun?! Organisierung gegen Ausbeutung im Knast?
mit der Soligruppe Berlin der GG/BO

Am Mittwoch den 19. Juni findet die letzte Veranstaltung der Reihe Gefangen im Kapitalismus des Seminar für angewandte Unsicherheit [SaU] bei uns im Museum statt. Zu Gast ist die Soligruppe Berlin der GG/BO und mit dem Thema Was tun?! Organisierung gegen Ausbeutung im Knast?

Im Mai 2014 gründete sich in der JVA Tegel die Gefangenen-Gewerkschaft. Mit der Leitidee, Spaltungslinien zu überwinden und gemeinsam Kämpfe zu führen, wurde sich auf Minimalforderungen geeinigt: Auszahlung des Mindestlohns und die Einbeziehung in die Rentenversicherung aller Gefangener. Mit diesen Kernforderungen kämpfen Gefangene seit 5 Jahren. In einem Vortrag der Soligruppe Berlin der GG/BO sollen diese Kämpfe und ebenfalls die Arbeitsbedingungen hinter Gittern vorgestellt werden.

// Soligruppe Berlin der GG/BO:
Die Soligruppe Berlin der GG/BO ist ein Zusammenschluss von Menschen, welche den Knast ablehnen und auf unterschiedliche Art und Weise versuchen, gegen ihn zu kämpfen. Sie unterstützt Gefangene bei ihren Kämpfen für ihre Rechte.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Vorträgen, Referent_innen und zum Programm findet ihr direkt auf der Website von SaU. Und aktuelle Neuigkeiten zur Vortragsreihe folgen in Kürze auf Facebook.

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Gefangen im Kapitalismus – Überwachen & Ausschließen von Armen #3

14.06.2019
19.06.2019, 19:00 Uhr - 19.06.2019, 22:00 Uhr

Was tun?! Organisierung gegen Ausbeutung im Knast?
mit der Soligruppe Berlin der GG/BO

Am Mittwoch den 19. Juni findet die letzte Veranstaltung der Reihe Gefangen im Kapitalismus des Seminar für angewandte Unsicherheit [SaU] bei uns im Museum statt. Zu Gast ist die Soligruppe Berlin der GG/BO und mit dem Thema Was tun?! Organisierung gegen Ausbeutung im Knast?

Im Mai 2014 gründete sich in der JVA Tegel die Gefangenen-Gewerkschaft. Mit der Leitidee, Spaltungslinien zu überwinden und gemeinsam Kämpfe zu führen, wurde sich auf Minimalforderungen geeinigt: Auszahlung des Mindestlohns und die Einbeziehung in die Rentenversicherung aller Gefangener. Mit diesen Kernforderungen kämpfen Gefangene seit 5 Jahren. In einem Vortrag der Soligruppe Berlin der GG/BO sollen diese Kämpfe und ebenfalls die Arbeitsbedingungen hinter Gittern vorgestellt werden.

// Soligruppe Berlin der GG/BO:
Die Soligruppe Berlin der GG/BO ist ein Zusammenschluss von Menschen, welche den Knast ablehnen und auf unterschiedliche Art und Weise versuchen, gegen ihn zu kämpfen. Sie unterstützt Gefangene bei ihren Kämpfen für ihre Rechte.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Vorträgen, Referent_innen und zum Programm findet ihr direkt auf der Website von SaU. Und aktuelle Neuigkeiten zur Vortragsreihe folgen in Kürze auf Facebook.

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Gefangen im Kapitalismus – Überwachen & Ausschließen von Armen #3

14.06.2019
19.06.2019, 19:00 Uhr - 19.06.2019, 22:00 Uhr

Was tun?! Organisierung gegen Ausbeutung im Knast?
mit der Soligruppe Berlin der GG/BO

Am Mittwoch den 19. Juni findet die letzte Veranstaltung der Reihe Gefangen im Kapitalismus des Seminar für angewandte Unsicherheit [SaU] bei uns im Museum statt. Zu Gast ist die Soligruppe Berlin der GG/BO und mit dem Thema Was tun?! Organisierung gegen Ausbeutung im Knast?

Im Mai 2014 gründete sich in der JVA Tegel die Gefangenen-Gewerkschaft. Mit der Leitidee, Spaltungslinien zu überwinden und gemeinsam Kämpfe zu führen, wurde sich auf Minimalforderungen geeinigt: Auszahlung des Mindestlohns und die Einbeziehung in die Rentenversicherung aller Gefangener. Mit diesen Kernforderungen kämpfen Gefangene seit 5 Jahren. In einem Vortrag der Soligruppe Berlin der GG/BO sollen diese Kämpfe und ebenfalls die Arbeitsbedingungen hinter Gittern vorgestellt werden.

// Soligruppe Berlin der GG/BO:
Die Soligruppe Berlin der GG/BO ist ein Zusammenschluss von Menschen, welche den Knast ablehnen und auf unterschiedliche Art und Weise versuchen, gegen ihn zu kämpfen. Sie unterstützt Gefangene bei ihren Kämpfen für ihre Rechte.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Vorträgen, Referent_innen und zum Programm findet ihr direkt auf der Website von SaU. Und aktuelle Neuigkeiten zur Vortragsreihe folgen in Kürze auf Facebook.

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Gefangen im Kapitalismus – Überwachen & Ausschließen von Armen #3

14.06.2019
19.06.2019, 19:00 Uhr - 19.06.2019, 22:00 Uhr

Was tun?! Organisierung gegen Ausbeutung im Knast?
mit der Soligruppe Berlin der GG/BO

Am Mittwoch den 19. Juni findet die letzte Veranstaltung der Reihe Gefangen im Kapitalismus des Seminar für angewandte Unsicherheit [SaU] bei uns im Museum statt. Zu Gast ist die Soligruppe Berlin der GG/BO und mit dem Thema Was tun?! Organisierung gegen Ausbeutung im Knast?

Im Mai 2014 gründete sich in der JVA Tegel die Gefangenen-Gewerkschaft. Mit der Leitidee, Spaltungslinien zu überwinden und gemeinsam Kämpfe zu führen, wurde sich auf Minimalforderungen geeinigt: Auszahlung des Mindestlohns und die Einbeziehung in die Rentenversicherung aller Gefangener. Mit diesen Kernforderungen kämpfen Gefangene seit 5 Jahren. In einem Vortrag der Soligruppe Berlin der GG/BO sollen diese Kämpfe und ebenfalls die Arbeitsbedingungen hinter Gittern vorgestellt werden.

// Soligruppe Berlin der GG/BO:
Die Soligruppe Berlin der GG/BO ist ein Zusammenschluss von Menschen, welche den Knast ablehnen und auf unterschiedliche Art und Weise versuchen, gegen ihn zu kämpfen. Sie unterstützt Gefangene bei ihren Kämpfen für ihre Rechte.

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