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Updated: 1 hour 53 min ago

Brasilien: Rein in die Wahl, raus aus der Krise?

12.09.2018
27.09.2018, 18:00 Uhr - 27.09.2018, 21:00 Uhr

Impeachment von Dilma Rousseff, Ex-Präsident Lula im Gefängnis, Militärintervention in Rio – Brasiliens Demokratie befindet sich in der Krise. Viele Brasilianer_innen sind unzufrieden mit dem politischen System und vertrauen weder auf die demokratischen Institutionen noch auf die Politik und ihren Vertreter_innen. Die wachsende Zunahme sozialer Ungleichheit und Armut sowie die prekäre öffentliche Sicherheitslage vermitteln den Eindruck, dass der Staat nicht funktioniere. Am 7. Oktober sind etwa 145 Millionen Brasilianer_innen dazu aufgerufen, eine/n neue/n Präsident_in zu wählen. Ist das der Weg aus der Krise?

Gemeinsam mit Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stitung, Stiftung Umverteilen und FDCL eröffnet das Referat Lateinamerika und Karibik der FES am 27.09.18 um 18 Uhr die Veranstaltungsreihe "Brasilien - Demokratie in Gefahr!". Wir möchten mit unseren brasilianischen Gästen eine Bestandsaufnahme der brasilianischen Demokratie wagen.

Unsere Gäste sind:

  • Wagner Romão, Politikwissenschaftler
  • Camila Asano, Vertreterin der NRO Conectas
  • Esther Solano, Soziologin
  • Astrid Prange de Oliveira, Moderation, DW

Veranstaltungsprache: Deutsch-Portugiesisch, Simultandolmetschung

Wir bitten um Anmeldung bis zum 24.09.18.

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Der Atomdeal mit Iran und seine Erledigung durch die USA: Trump kündigt die amerikanisch Welt-Gewaltordnung

12.09.2018
17.09.2018, 19:30 Uhr - 17.09.2018, 22:15 Uhr

Der multilaterale Atomdeal mit Iran und seine Erledigung durch die USA: Trump kündigt die amerikanische Welt-Gewaltordnung

Der US-Präsident kündigt den Atomdeal mit Iran, der auch und gerade in Deutschland als Höhepunkt europäischer Diplomatie und Vermittlungskunst gefeiert wird.
Der Vertrag soll bewiesen haben, dass Diplomatie allemal besser sei als Konfrontation. Tatsächlich ratifiziert er nichts als die Unversöhnlichkeit zwischen amerikanischen Welt­machtansprüchen und iranischer Souveränität.
Es heißt, der Vertrag sei ein von globaler Verantwortung getragener Beitrag dafür gewe­sen, die Welt Stück für Stück von der Gefahr von Atomwaffen zu befreien. Dabei ist es überhaupt nur der Besitz dieser Waffen, der vor allem die USA zu der „Verantwortung“ für ein globales Kontrollregime ermächtigt, die sie darum auch beanspruchen. Und eine „Atomwaffen-Gefahr“ gibt es für die USA nur in einem Sinn: Wenn sie durch die Waffen der anderen in ihrem Anspruch auf die Freiheit zur Gewalt bedroht werden, die sie sich mit die­sen Dingern verschaffen wollen.
Der Vertrag soll ein Paradefall für die auf geteilten Werten gegründete Gemeinschaft na­mens „freier Westen“ und seines Wirkens zum Wohle der Welt gewesen sein. Für die USA hieß „Gemeinschaft“ in diesem Fall „Einbindung“ ihrer Partner zwecks Unterbin­dung unerwünschter Ambitionen der Europäer. Für die bestand umgekehrt die Weltord­nungs-„Gemeinschaft“ darin, sich den USA beim kontrollierten Kleinmachen des Iran an­zudienen, um für ihre eigenen weltpolitischen Ambitionen davon zu schmarotzen.
Unser Vortrag soll also aufklären

  • über den imperialistischen Gehalt des Atomdeals und aller Interessen, für die er zustan­de gekommen ist;
  • über die imperialistische Logik von Trumps Unzufriedenheit mit diesem „worst deal ever“;
  • und damit auch über den wirklichen Grund dafür, dass Europas und Deutschlands Welt­politiker von der Aufkündigung – für sie sehr peinlich – betroffen sind. Sie sind irrelevant in einer Affäre von höchster weltpolitischer Relevanz.
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Nachbereitung: Rudolf-Heß-Marsch und was nun?

11.09.2018
18.09.2018, 19:30 Uhr - 18.09.2018, 22:00 Uhr

Chancen, Potentiale und Strategien antifaschistischer Proteste in Berlin

 

Bevor am Wochenende christliche Fundamentalist*innen wieder durch Berlin ziehen, wollen wir auf die nicht besonders erfolgreichen Proteste gegen den Heß-Marsch am 18. August 2018 in Berlin zurückblicken. Etwa 700 Neonazis haben ihren Gedenkmarsch zur Glorifizierung des NS-Kriegsverbrechers Rudolf Heß leider ziemlich unbehelligt durchführen können. Das gelang ihnen durch die Unterstützung von 2.300 Polizist*innen aus dem ganzen Bundesgebiet und einer Finte des Innensenats, der den antifaschistischen Gegenprotest möglichst deckeln wollte. Dieser war zersplittert und in Friedrichshain/Lichtenberg unkoordiniert und unorganisiert. 

Wie  war für euch dieser Tag? Was hat euch gefehlt? Und wie können wir das gemeinsam beim nächsten Mal besser machen?

Mit diesen und anderen Fragen wollen wir uns im Vorfeld der Proteste gegen den "Marsch für das Leben" am 22. September beschäftigen.

 

Das Treffen richtet sich auch an alle die am 18. August staatliche Repression abbekommen haben. Es wird eine Anwältin vor Ort sein.

 

von und mit: NS-Verherrlichung-Stoppen und Berliner Bündnis gegen Rechts (berlingegenrechts.de)

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Frauen für die Menschenrechte - Menschenrechtsverteidigerinnen aus Kenia, Mexiko und Nepal berichten über ihre Erfahrungen

11.09.2018
08.10.2018, 19:00 Uhr - 08.10.2018, 21:00 Uhr

In vielen Ländern dieser Welt ist der Einsatz für die Menschenrechte mit einem hohen persönlichen Risiko verbunden: Menschenrechtsverteidiger_innen werden bedroht, verfolgt, diffamiert, verhaftet und im schlimmsten Fall ermordet. Ihr Handlungsspielraum wird vielerorts durch Gesetzgebung und behördliche Kontrollen eingeschränkt. peace brigades international (pbi) unterstützt seit über 35 Jahren mit gewaltfreien Mitteln bedrohte Menschenrechtsverteidiger_innen, um ihre Arbeit trotz widriger Umstände zu ermöglichen, und beobachtet ihre Situation zurzeit in sieben Ländern auf drei Kontinenten.

Eine besondere Rolle in der Durchsetzung der Menschenrechte nehmen Frauen ein. Während sie in der Öffentlichkeit oft nur als Opfer von Menschenrechtsverletzungen wahrgenommen werden, kämpfen viele Frauen weltweit mit friedlichen Mitteln für eine gerechtere Gesellschaft und Frieden. Und doch sind sie dabei besonderen Gefahren ausgesetzt.

Um Menschenrechtsverteidiger_innen mehr internationalen Rückhalt und Anerkennung zu bieten, wurde im Dezember 1998 von der UN-Vollversammlung die „Erklärung über das Recht und die Verpflichtung von Einzelpersonen, Gruppen und Organen der Gesellschaft, die allgemein anerkannten Menschenrechte und Grundfreiheiten zu fördern und zu schützen“ verabschiedet. Zum 20-jährigen Jubiläum der Erklärung hat pbi drei Menschenrechtsverteidigerinnen aus drei Kontinenten eingeladen, die über ihre Erfahrungen berichten und miteinander und mit Ihnen über ihre Herausforderungen und Chancen diskutieren:

Maria Mutauta Mahia Ini aus Kenia arbeitet beim Mathare Social Justice Center für die Rechte von Frauen in einem Slum in Nairobi.

Cristina Auerbach Benavides aus Mexiko koordiniert die Organización Familia Pasta de Conchos im Kohleabbaugebiet im Norden des Landes im Einsatz für Arbeitssicherheit und bessere Bedingungen in den Kohlegruben.

Indira Ghale aus Nepal leitet ein Frauenhaus in der Hauptstadt Kathmandu, in dem von Gewalt und Menschenhandel betroffene Frauen und Mädchen Zuflucht finden.

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„Keine Ruhe nach dem Sturm"

10.09.2018
21.09.2018, 19:00 Uhr - 21.09.2018, 22:00 Uhr

Ulrike Heider liest aus ihrem Buch „Keine Ruhe nach dem Sturm" im Anschluss Diskussion, was ist vom 68er Aufbruch 50 Jahre danach geblieben?

In dem Buch im Verlag Bertz & Fischer veröffentlichten Buch
(http://www.bertz-fischer.de/keineruhe.html) beschreibt Heider, wie befreiend der politische und kulturelle Aufbruch der späten 1960er und frühen 1970er Jahre für sie als junge Frau war. Heider beschreibt Höhepunkte, Kriminalisierung und Zerfallserscheinungen der antiautoritären Protestbewegung, zeichnet Milieubilder von AnarchistInnen, Spontis und K-GrüpplerInnen.    Es geht um SDS-Versammlungen, Experimente mit der freien Liebe, die Frankfurter Universitätsbesetzung, um Straßenschlachten und Hausbesetzungen, und auch  um Anarchist_innen  in den USA. Ulrike Heider verteidigt den 68er Aufbruch, benennt aber auch das Mackertum,  die Untertanenmentalität und den Antisemitismus  in den „eigenen Reihen" sehr klar.  Kritisiert werden auch alle 68er_innen, die auf dem Ticket der Grünen oder anderer Parteien  ihren Frieden mit den Zuständen gemacht haben. Wir hoffen nach der Lesung auf eine engagierte Diskussion auch über die Frage, was vom 68er Aufbruch geblieben ist, und ob heute nicht eine zeitgemäße Fortsetzung auf der Tagesordnung wäre.

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Öffentliche Investitionen in einen öffentlichen Wohnungsbestand: Nötig – Sinnvoll – Machbar

10.09.2018
13.09.2018, 19:00 Uhr - 13.09.2018, 22:00 Uhr

Den Mangel an bezahlbaren Wohnungen leugnet heute niemand mehr, nicht einmal der ebenso zuständige wie untätige Minister Seehofer. Auch herrscht Konsens, dass öffentliche Mittel in beachtlichem Umfang zur Behebung dieses Mangels in die Hand genommen werden müssen. Die Lösung dieser Wohnungsfrage will die Politik beim „Wohngipfel“ am 21. September gemeinsam mit Verbänden und Immobilienwirtschaft diskutieren. Hier werden die wohnungspolitischen Weichen für die nächsten Jahre gestellt und die Richtung ist schon absehbar: Im Kern geht es um eine Neuauflage von Investoren- und Eigentumsförderung durch Zuschüsse, Darlehen und Steuervergünstigungen, um die dringend nötige Bautätigkeit anzuregen. Diese Maßnahmen werden vor allem privaten Akteuren zu Gute kommen und die öffentliche Hand viel Geld kosten. Die soziale Nachhaltigkeit darf angezweifelt werden. Auch besteht die Gefahr, dass wohnungspolitische Fehler der Vergangenheit wiederholt werden.</p>

Eine wirkliche Alternative wären öffentliche Investitionen in den Aufbau eines neuen kommunalen Wohnungsbestands, der dauerhaft im öffentlichen Eigentum verbleibt. Im MEMORANDUM 2018 plädierte die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik für ein wohnungspolitisches Sofortprogramm, das den Bau von 100.000 solcher Wohnungen für 7 Milliarden Euro jährlich vorsieht. Das dies nicht nur nötig und sinnvoll, sondern auch machbar und zeitgemäß ist, zeigt etwa ein Blick nach Wien, das den stadteigenen Gemeindebau 2017 mit einem ähnlichen Modell wiederaufgenommen hat.</p>

Es diskutieren:

  • Sebastian Gerhardt (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)
  • Renate Berg (Dipl.-Ing. Architektur und Immobilien-Ökonomin aus Berlin)
  • Lukas Tockner (Volkswirt und Referent für Wohnungspolitik bei der Arbeiterkammer Wien)
  • Philipp Mattern (Berliner MieterGemeinschaft)
     

 

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Konzert "Retro Futura"

09.09.2018
16.09.2018, 19:30 Uhr - 16.09.2018, 21:00 Uhr

Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Seyko Itoh (Klavier), Isabell Heroldt (Altquerflöte), Bianca Hase (Querflöte) ,Dorothea Mader (Elektronische Querflöte) Komponistin.

Diese Musikgruppe hat sich neu gegründet und bewegt sich genreübergreifend an der Schnittstelle zwischen akustischer und elektronischer Musik. Komponierte Musik gehört hier genauso zum Arbeitsfeld, wie das Musizieren im improvisatorischen Kontext. Retrofutura verbindet Alte mit Neuer Musik, ist offen für ungewohnte Klänge, hat den Mut neue Strömungen im Grenzbereich von Jazz, Neuer Musik, Pop und experimentelle Elektronik zu entwickeln und zu präsentieren. Das Alte bleibt erhalten, das Neue kommt hinzu, es bereichert und wandelt sich gegenseitig, es verbindet sich.

 

 

 


 

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Gemeinsam erinnern: 'Klaus Wildenhahn. Direct! Public and private'

09.09.2018
28.09.2018, 19:30 Uhr - 28.09.2018

Klaus Wildenhahn ist gestorben. Er war ein Dokumentarfilmregisseur, der auch unsere Arbeit geprägt hat und mit dessen Filmen und Arbeit wir uns immer wieder auseinandergesetzt haben. 2014 und 2015 konnten wir mit ihm in zwei mpz-Salons über seine Arbeit diskutieren und es war beeindruckend, welch intensive Ausstrahlung sein Engagement, seine Kompetenz und sein feiner Humor hatte.
Dabei sein werden neben Quinka F. Stoehr, Margot Neuwert-Maric und Gisela Tuchtenhagen auch andere Mitglieder der Gruppe ‚dokumentarisch arbeiten‘ in der auch Klaus Wildenhahn mitgearbeitet hat.

"Im Zentrum des Films von Quinka F. Stoehr steht eine Filmlegende, Klaus Wildenhahn, ein Mann, der das dokumentarische Kino in Deutschland neu erfand. Annäherung an ein langes, bewegtes Leben. Hamburg, Berlin, Ostende in Belgien…der alte Mann hält Vorträge hier, hat Veranstaltungen dort…Versuche über das Kino, die Kunst, das Leben, wie das alles zusammenhängt…wie groß die Kraft der Bilder ist, warum sie derart bewegen, wie sie mit dem Fernen verbinden… wie Kino, verbündet mit dem Jazz, der Black Music, eine junge Generation aufatmen ließen, als Befreiung wirkte…wie man mit Dokumentarfilmen die deutsche Provinz gegen sich aufbringt – und die Mediengesellschaft noch dazu…der Mann hat viel zu erzählen…Quinka Stoehr hält alles fest, fügt Fundstücke hinzu, macht aus all dem ein intimes, bewegendes Porträt." (Michael Girke, Infomedia S-H)   mehr...

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EURATOM: Protest vor der Vertretung der EU-Kommission

08.09.2018
13.09.2018, 17:00 Uhr - 13.09.2018, 18:00 Uhr

EURATOM: Protest vor der Vertretung der EU-Kommission

EURATOM-Vertrag auflösen!

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) zu den geplanten Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C hat überdeutlich gezeigt, dass der EURATOM-Vertrag sofort gekündigt werden muss. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass "Förderung der Kernenergie auch mittels Anreizen sich mit dem Ziel der "EURATOM-Gemeinschaft, Investitionen im Bereich der Kernenergie zu erleichtern" decke.

Der EURATOM-Vertrag ist ein Relikt aus den 1950er Jahren, als auch die deutsche Regierung den Besitz von Atomwaffen anstrebte und den Menschen vorgaukelte, mit der "friedlichen Nutzung" der Atomenergie so etwas wie ein "Paradies auf Erden" schaffen zu können.
In der Präambel des Vertrags heißt es, dass "die Kernenergie eine unentbehrliche Hilfsquelle für die Entwicklung und Belebung der Wirtschaft und für den friedlichen Fortschritt darstellt". Ziel sei "die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie [...], welche die Energieerzeugung erweitert".
Da die Atomtechnologie höchst kostenintensiv ist, konnten Atomkraftwerke damals und können sie auch heute nur mit erheblichen staatlichen Subventionen gebaut und betrieben werden.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs erlaubt der Atomlobby, mit öffentlichen Mitteln eine völlig unwirtschaftliche und hochgefährliche Technologie weiterhin auszubauen und diese Hochrisikotechnologie auf Kosten der Steurzahler*innen weiterhin zu betreiben.

Spätestens diese Begründung des EUGH macht deutlich, dass der EURATOM-Vertrag endlich verschwinden muss.
Wenn die Bundesregierung glaubwürdig an ihrem Atomausstieg festhalten will, muss sie wirksame Schritte unternehmen, den EURATOM-Vertrag zu kündigen.
Nur so können solche Urteile des EUGH in Zukunft verhindert werden.

Wir fordern:

 -    Keine staatliche Subventionierung von Atomkraftwerken!

 -    EURATOM-Vertrag auflösen!

 -    Deutschland muss seine EURATOM-Mitgliedschaft kündigen, wenn eine Auflösung innerhalb der EURATOM-Mitgliedstaaten nicht
      durchsetzbar ist!


13.09. 2018  /  17:00 Uhr
Protest gegen EURATOM-Vertrag
Ort: Vor der EU-Vertretung, Unter den Linden 78, 10117 Berlin

Es laden ein: NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin

 

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Da wo einst die Mauer stand: Menschen, Häuser und soziale Bewegungen

07.09.2018
09.09.2018, 14:00 Uhr - 09.09.2018, 16:00 Uhr

Der Stadtspaziergang führt im Schatten der ehemaligen Mauer durch die angrenzenden Gebiete von Kreuzberg und Mitte. Wir werden uns zwischen der Otto-Suhr-Siedlung und dem Oranienplatz in Kreuzberg, sowie dem Michaelkirchplatz und der Annenstraße in Mitte bewegen.

Tatsächlich ist hier heute eine Menge los: zahlreiche Menschen haben sich zusammen getan, um sich für ihre eigenen Rechte und die ihrer Nachbarn einzusetzen: z.B. als Mieterinnen und Mieter, als Kulturschaffende, als Frauen, als Mitglieder der Bürgerrechtsbewegung für Roma und Romnja und als Geflüchtete. Der Gang durch das ehemalige "Grenzgebiet" soll zugleich die Lebensverhältnisse in den beiden Hälften der geteilten Stadt wieder sichtbar machen.

Treffpunkt: Vor dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Sebastianstraße 21

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der Referent, Martin Forberg, M.A. (Neuere Geschichte, Soziologie und Ethnologie) ist in der Politischen Bildung, als Publizist und als Stadtspaziergangsleiter tätig und Mitglied in den Arbeitskreisen Wirtschaft und Soziales und Migration & Bewegungsfreiheit des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung.

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin realisiert.

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Der multilaterale Atomdeal mit Iran und seine Erledigung durch die USA: Trump kündigt die amerikanische Welt-Gewaltordnung

07.09.2018
17.09.2018, 19:30 Uhr - 17.09.2018

Der US-Präsident kündigt den Atomdeal mit Iran, der auch und gerade in Deutschland als Höhepunkt europäischer Diplomatie und Vermittlungskunst gefeiert wird.
Der Vertrag soll bewiesen haben, dass Diplomatie allemal besser sei als Konfrontation. Tatsächlich ratifiziert er nichts als die Unversöhnlichkeit zwischen amerikanischen Welt­machtansprüchen und iranischer Souveränität.
Es heißt, der Vertrag sei ein von globaler Verantwortung getragener Beitrag dafür gewe­sen, die Welt Stück für Stück von der Gefahr von Atomwaffen zu befreien. Dabei ist es überhaupt nur der Besitz dieser Waffen, der vor allem die USA zu der „Verantwortung“ für ein globales Kontrollregime ermächtigt, die sie darum auch beanspruchen. Und eine „Atomwaffen-Gefahr“ gibt es für die USA nur in einem Sinn: Wenn sie durch die Waffen der anderen in ihrem Anspruch auf die Freiheit zur Gewalt bedroht werden, die sie sich mit die­sen Dingern verschaffen wollen.
Der Vertrag soll ein Paradefall für die auf geteilten Werten gegründete Gemeinschaft na­mens „freier Westen“ und seines Wirkens zum Wohle der Welt gewesen sein. Für die USA hieß „Gemeinschaft“ in diesem Fall „Einbindung“ ihrer Partner zwecks Unterbin­dung unerwünschter Ambitionen der Europäer. Für die bestand umgekehrt die Weltord­nungs-„Gemeinschaft“ darin, sich den USA beim kontrollierten Kleinmachen des Iran an­zudienen, um für ihre eigenen weltpolitischen Ambitionen davon zu schmarotzen.
Unser Vortrag soll also aufklären

- über den imperialistischen Gehalt des Atomdeals und aller Interessen, für die er zustan­de gekommen ist;
- über die imperialistische Logik von Trumps Unzufriedenheit mit diesem „worst deal ever“;
- und damit auch über den wirklichen Grund dafür, dass Europas und Deutschlands Welt­politiker von der Aufkündigung – für sie sehr peinlich – betroffen sind. Sie sind irrelevant in einer Affäre von höchster weltpolitischer Relevanz.

Referent: Jonas Köper (Redaktion GegenStandpunkt)
Mehr Infos unter : www.kk-gruppe.net
sowie unter: www.gegenstandpunkt.com

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IPB Youth Network Event on International Day of Peace: "Challenges for Peace in the World"

06.09.2018
21.09.2018, 17:30 Uhr - 21.09.2018, 21:15 Uhr

This year’s International Day of Peace may be conducted in one of the most challenging times of the 21st century. We see the powers striving for the rise of old conflicts and rivalries, nationalisms as well as massive armament paired with growing injustices in the world. At the same time we see the further developing of peacebuilding, civil conflict resolution and a strengthening of the United Nations and other peaceful and democratic structures.

We invite you to the public event Challenges for Peace in the World organized by IPB and IPBYN. The objective of this event is to highlight and analyze challenges for peace in the world, as well as discuss and strengthen alternatives and ways to create a positive living for future generations. Find the programme posted below.
For logistical purposes, please register with us at info@ipb-youthnetwork.org

PROGRAMME
Public Event: Challenges for Peace in the World

Venue: Humboldt University, Main Building
Unter den Linden 6, 10099 Berlin
Room: Hörsaal 1072


17:30 Welcome and Introduction by IPBYN and IPB
17:50 Greetings by IPBYN South-America
         Greetings by the German Society for the UN
18:10 Climate and Conflict Prof. Dr. Jürgen Scheffran,
         University of Hamburg
18:35 Insight on the Korean conflict
19:00 Nuclear disarmament Anne Balzer, ICAN Germany
19:25 Break
19:45 Insight on the Iran conflict Prof. em. Dr. Mohssen
         Masserrat, University of Osnabrück
20:05 Positive Approaches to Peace
         Agata Stajer, Youth Peace Ambassadors Network;
         Alive Peace
20:30 Steps towards a peaceful world
         World Café with the speakers
21:15 End

Dr. Mohssen Masserrat will talk in German, we will try to organize translation upon request.

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No Nazis in Alzey

06.09.2018
08.09.2018, 13:28 Uhr - 08.09.2018

Wann: 8. September, 13:30 Uhr

Wo: Vor dem Bahnhof in Alzey

Die Rechte Südwest plant am 8.9. ab 14:30 Uhr gemeinsam mit der „Kameradschaft Rheinhessen” und dem „Nationalen Widerstand Zweibrücken” eine Demonstration unter dem Motto „Für Meinungsfreiheit - Gegen Repression und Polizeiwillkür” in der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Alzey.
Unter dem Vorwand für „Meinungsfreiheit“ zu demonstrieren, tragen sie Rassismus auf die Straße. Dagegen bildet sich Widerstand. Am Mittag ist ein großer Gegenprotest geplant, mit welchem den Rechtsradikalen die Straße streitig gemacht wird. Den ausführlichen Aufruf zum Gegenprotest findet ihr hier

Vom Hauptbahnhof Mainz ist eine gemeinsame Anreise nach Alzey geplant. Treffpunkt dort um 11:10 Uhr vor dem Hauptportal. Für weitere sichere An- und Abreisemöglichkeiten wendet euch an örtliche antifaschisitische Bündnisse.

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Das nachhaltige Zukunftsquiz

06.09.2018
19.09.2018, 18:00 Uhr - 19.09.2018, 22:00 Uhr

Ein Abend rund um das Thema Nachhaltigkeit in Deutschland und weltweit: Im Fokus stehen die Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen und wie wir mit unserem täglichen Handeln zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Welt beitragen können. Es wird Deutschland als „Globaler Nachhaltigkeitsweltmeister“ auf den Zahn gefühlt und geprüpft, wie sich Deutschland wirklich bei der Umsetzung der SDGs macht.

Doch es wird nicht nur referiert, sondern vor allem getippt und diskutiert und das in kleinen Teams von vier bis fünf Personen. Am Ende des Abends küren wir dann „Zukunfts-Champion“ Berlins. Anmeldung als Einzelspieler*in oder im Team unter staudt@forumue.de.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Forum Umwelt und Entwicklung und Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

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Chemnitz: Offenes Treffen - Engagiert euch!

05.09.2018
13.09.2018, 18:00 Uhr - 13.09.2018

Wann: 13. September, 18 Uhr

Wo: Lokomov, Augustusburger Straße 102, 09126 Chemnitz

Eine Einladung vom Bündnis Chemnitz Nazifrei

"Liebe Aktivistin*Innen,
liebe Mitstreiter*Innen,

wir möchten den ganzen negativen Ereignissen der letzten Zeit etwas positives abgewinnen. Viele hundert Menschen haben sich wiederholt auf die Straße begeben, um ein Zeichen für eine offene, tolerante und vor allem Rassismus-freie Gesellschaft gesetzt. Diese Energien wollen wir gerne weiter voran bringen. Auch langfristig werden in Chemnitz und der Umgebung viele politisch engagierte Menschen nötig sein. Es braucht Leute, die sich längerfristig vorstellen können, Veranstaltungen zu orgnaisieren, vielleicht Plakate zu entwerfen oder auch neue Demonstrationen vorzubreiten, um im Kampf gegen Rechte Gewalt weiter standhaft zu bleiben. Dafür möchten wir gerne zu einem offenen Treffen einladen.
Ziel soll es sein zunächst in Kontakt zu treten und Kontaktdaten auszutauschen. Darüber hinaus würden wir uns sehr freuen, wenn es vielleicht erste Ideen gäbe, für weitere kleine Aktionen in naher Zukunft bzw. motivierte Menschen die diese umsetzen wollen.

Wir laden deshalb ein am 13.09.2018 um 18 Uhr sich im Lokomov einzufinden. Das Treffen wird moderiert und soll ca. 2 Stunden in Anspruch nehmen.

Wir freuen uns auf euch!"

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Vortrag: Rechte Strömungen und Umtriebe in der Tierrechtszene

05.09.2018
13.09.2018, 19:00 Uhr - 13.09.2018

Die Gruppe "Hearts & Liberation" organisiert vom 13.9. - 20.10.2018 eine Vortragsreihe über das Engagement, die Strukturen, Inhalte der Tierechtsbewegung und welche Überschneidung diese zu anderen Kämpfen hat.

Wann: 13. September, 19 Uhr

Wo: New York im Bethanien, Mariannenplatz 2b/Berlin

Der Vortrag “Rechte Strömungen und Umtriebe in der Tierrechtszene” gibt einen Einblick in rechte Aktivitäten innerhalb der Tierrechts- und Tierbefreiungsszene. Es werden dabei historische Zusammenhänge beleuchtet sowie aktuelle Entwicklungen in der extrem rechten und rechts offenen Bewegung in den Blick genommen. Der Vortrag beschäftigt sich außerdem mit dem Umgang dieser Phänomene in vermeintlich linken bzw. unpolitischen Gruppen, NGOs oder Parteien und zeigt auf, wie sehr dieser Umgang der gesamten Bewegung schadet. Weiter Informationen zu der Vortragsreihe

Alle Vorträge finden im New Yorck (2. Stock) im Bethanien statt (Mariannenplatz 2b 10997 Berlin, U-Bahnhof Kottbusser Tor).

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Kein Schlussstrich - Parlamentarischer NSU- Untersuchungausschuss auch für Berlin!

05.09.2018
09.09.2018, 11:00 Uhr - 09.09.2018, 16:00 Uhr

Wann: 9. September, 11 Uhr

Wo: Vor dem Abgeordnetenhaus/Berlin, Niederkirchnerstraße 5

Am 9.9, zum Gedenktag an die Opfer des Faschismus, rufen verschiedene Initiativen unter dem Motto „Kein Schlussstrich“ zur Demonstration vor dem Abgeordnetenhaus in Berlin auf. Noch heute morden Nazis. Diese Verbrechen müssen bedingungslos aufgeklärt werden. Mit der Entlehnung des Mottos aus den Kampagnen zum NSU-Prozess wird die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses gefordert. Davon versprechen sich die Initiativen Gerechtigkeit für die Opfer des NSU und deren Angehörigen (9. 9., Niederkirchnerstraße 5, 11 Uhr). Im Anschluss an die Kundgebung startet vor dem Abgeordnetenhaus ein antifaschistischer Fahrradkorso, auf welchem Stätten von Verfolgung und Widerstand besucht werden ( 9. 9., Niederkirchnerstraße 5, 12 Uhr).

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Wem gehöhrt die Stadt?

05.09.2018
08.09.2018, 15:00 Uhr - 08.09.2018

Wann: 8. September, 15 Uhr

Wo: Eberswalder Straße, Berlin

Berlin ist Großstadt und zugleich die Summe vieler Dörfer. Aufgeschlossen und rau zur selben Zeit. Hier hat Diskriminierung keinen Platz. Doch Kultursterben, Privatisierungen und Verdrängung greifen auch hier um sich. Gestaltungsmöglichkeiten und Teilhabe müssen erstritten und erkämpft werden – und das mit guter Laune! Aus diesem Grund wird mit einer Musik- und Tanzdemo auf die gemeinsamen und sich überschneidenden Kämpfe aufmerksam gemacht. Den gesamten Aufruf und weitere Hintergrundinformationen finder ihr unter: https://www.facebook.com/events/2118525825089966/

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Antifaschistischer Fahrradkorso

05.09.2018
09.09.2018, 12:00 Uhr - 09.09.2018, 14:30 Uhr

Nach der Kundgebung "Kein Schlussstrich" fahren wir gemeinsam zum Tag der Erinnerung und Mahnung vorbei an Stätten von Verfolgung und Widerstand. In diesem Jahr wollen wir u.A. den polnischen Widerstand gegen den Faschismus würdigen.

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Diskussion: NSU-Untersuchungsausschuss auch in Berlin!

05.09.2018
09.09.2018, 15:00 Uhr - 09.09.2018, 16:59 Uhr

Im Rahmen des Tages der Erinnerung und Mahnung (http://www.tag-der-mahnung.de)
15.00 Uhr | Öffentliches Gespräch - "Kein Schlussstrich - NSU-Untersuchungsausschuss auch in Berlin“

Mit Sabine Seyb (reachout), June Tomiak (Bündnis 90/Die Grünen, MdA Berlin), Anne Helm (LINKE, MdA Berlin), Oliver Gaida ( Ko-Vorsitzender im Fachausschuss Strategien gegen rechts der Berliner SPD) | Moderation Fritz Burschel (RLS)
http://www.tag-der-mahnung.de/

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