bewegung.taz.de

Subscribe to bewegung.taz.de feed
Updated: 5 hours 42 min ago

Häretische Kommunismen - Das Erbe der Gewalt

07.06.2018
17.06.2018, 16:08 Uhr - 17.06.2018, 20:15 Uhr

Das Erbe der Gewalt

Die Bolschewiki zogen aus der Pariser Commune und der Revolution von 1905 die Konsequenz, die Revolution mit aller Härte zu verteidigen. Aber die Militarisierung der Revolution gefährdete die Emanzipation. Ein Teil der Linken zog daraus den Schluss, den Sturm auf die Winterpalais dieser Welt abzublasen. In Algerien konnte der antikoloniale Befreiungskampf der FLN die koloniale Gewalt nicht überwinden: Sie prägt bis heute das Land. Salvador Allende dagegen fürchtete die Dynamik sozialrevolutionärer Gewalt und schlug den legalen Weg zum Sozialismus in Chile ein. Die Konterrevolution jedoch vergaß die Gewalt nicht, sie ertränkte die chilenische Emanzipation im Blut. Wenn die Konterrevolution das Gewaltniveau diktiert, dann muss sich die Revolution verteidigen, ohne der Gewalt zu erliegen und ihre solidarischen Prinzipien aufzugeben. Das sollte die Konsequenz des Kommunismus im 21. Jahrhundert sein.

Categories:

Gegen das Arbeitsgesetz und seine Welt!

07.06.2018
08.06.2018, 19:00 Uhr - 08.06.2018, 22:00 Uhr

Ein halbes Jahrhundert nach dem Mai 68 kommt es in Paris und anderen französischen Städten 120 Tage lang zu breiten Protesten, Streiks, Blockaden und Mobilisierungen gegen die neoliberale Politik der französischen Regierung. Akteur*innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten und Kämpfen beteiligen sich. Sie sammeln sich auch auf Straßen und Plätzen, wo sie gemeinsam über ein anderes Frankreich, über eine andere Gesellschaft diskutieren. Der Autor des Buches Gegen das Arbeitsgesetz und seine Welt. Der lange französische März 2016, Davide Gallo Lassere - Aktivist, Philosoph, Ökonom - der in Paris im März 2016 dabei gewesen ist und sich auch am weiterhin massiven Aufbegehren beteiligt, stellt uns diese Kämpfe und die Akteure vor, analysiert Hintergründe und diskutiert mit uns Perspektiven.

Buchvorstellung und Diskussion mit: Davide Gallo Lassere (Paris)

Mod.: Renate Hürtgen (AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West)

Das im Verlag Die Buchmacherei erschienene Buch von Davide Gallo Lassere ist für 7.50 EUR am Abend erhältlich.

Categories:

Der „proletarische Mai“ 1968 in Europa – letztes Gefecht der Klasse? Oder: Was bleibt von den 68er-Kämpfen der Arbeiter*innen für eine emanzipatorische Klassenpolitik im 21. Jahrhundert?

07.06.2018
07.06.2018, 19:45 Uhr - 09.06.2018, 22:00 Uhr

Veranstaltungs-Reihe des Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West in Zusammenarbeit mit dem Regenbogenkino und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

Donnerstag, 7. Juni 2018, 19.45 – 22.00 Uhr
K-Fetisch, Wildenbruchstr. 86, Berlin

Vom „proletarischen Mai“ 1968 zum „proletarischen Herbst“ 2018? Klassenpolitik zwischen fordistischer Aufstiegserwartung und segmentierter „Abstiegsgesellschaft“*

Inputs und Diskussion mit: Bernd Gehrke (AK Geschichte), Stephan Junker (iL), Winfried Wolf (Lunapark 21)
Mod.: Renate Hürtgen (AK Geschichte)

Soweit „1968“ nicht auf die offene Feindschaft der politischen Rechten stößt, gilt es in der liberalen deutschsprachigen Öffentlichkeit, aber auch bei großen Teilen der Linken vor allem als Synonym einer von Student*innen, einer Jugendrevolte oder als Auftakt der zweiten Frauenbewegung getragenen Kulturrevolution. Doch so wichtig diese Bewegungen waren, so erschöpft sich die Bedeutung der damaligen Entwicklung darin nicht. „1968“ steht auch für den „proletarischen Mai“ in Europa, der durch den Generalstreik von zehn Millionen französischer Arbeiterinnen und Arbeitern einen gewaltigen Anstoß erfuhr. Diesen heute – auch in großen Teilen der Linken – verdrängten und vergessenen Klassenkämpfen der „68er Jahre“ wollen wir in der Veranstaltung „auf den Zahn fühlen“, ihr Ausmaß und ihren historischen Stellenwert ausloten. Wir wollen aber auch darüber diskutieren, welche Relevanz sie für unsere sozioökonomisch und politisch drastisch veränderte Gegenwart haben. Dabei soll insbesondere der Stand der aktuellen Diskussion über eine „Neue Klassenpolitik“ in die Debatte einbezogen werden.

Freitag, 8. Juni 2018, 19.00 – 21.30 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalderstr. 4, Robert-Havemann-Saal
Gegen das Arbeitsgesetz und seine Welt! Wie weit reicht der „lange französische März 2016“?1
Ein halbes Jahrhundert nach dem Mai ’68 kommt es in Paris und anderen französischen Städten 120 Tage lang zu breiten Protesten und Mobilisierungen gegen die neoliberalen „Reformen“ der französischen Regierung. Akteur*innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten und Kämpfen sind an ihnen beteiligt. Sie sammeln sich auf Straßen und Plätzen, wo sie gemeinsam über ein anderes Frankreich, über eine andere Gesellschaft diskutieren. Der Autor des Buches Gegen das Arbeitsgesetz und seine Welt. Der lange französische März 2016, Davide Gallo Lassere – Aktivist, Philosoph, Ökonom – der in Paris im März 2016 dabei gewesen ist, stellt uns diese Kämpfe vor, analysiert Hintergründe und diskutiert mit uns Perspektiven linker Kämpfe für eine andere Welt.

Buchvorstellung und Diskussion mit: Davide Gallo Lassere (Paris)
Übersetzung: Sophia Deeg, Mod.: Renate Hürtgen (AK Geschichte)

 

Samstag, 9. Juni, Regenbogenkino, Lausitzer Str. 22
15.00 – 21.30 Uhr
Unbekanntes 1968? Klassenkämpfe in der BRD und in Italien. Filme – Inputs – Diskussionen*

15.00 – 18.00 Uhr:
Arbeiter*innen in Deutschland – nur brav und folgsam? Wilde Streiks in der Bundesrepublik und der „heiße Herbst“ 1969
Wir zeigen den Dokumentarfilm „Wilde Streiks – Der heiße Herbst 1969“ (R.: Ute Bönnen, 2016, 56 Min.)
Input und Diskussion mit: Peter Birke (Historiker und Aktivist/Uni Göttingen) und den Filmemacher*innen Ute Bönnen und Gerald Endres (Kleinmachnow)

19.00 – 21. 30 Uhr
Vom „heißen Herbst“ zur Fabrikruine? Klassenkämpfe in Italien in den 68er Jahren und heute
Wir zeigen den Dokumentarfilm „Lotte alla Rhodiatoce di Pallanza“ (OmU, R.: Militantes Filmkollektiv Turin)
Input und Diskussion mit: Dietmar Lange (Historiker, Aktivist) und Enzo di Calogero (ehem. Lotta Continua/FIAT-Mirafiori, angefragt)

Categories:

Spitzel – eine Realität im linken Alltag England und Deutschland

07.06.2018
13.06.2018, 19:00 Uhr - 13.06.2018

Wann: Mi., 13.06.2018, Beginn: 19:00 Uhr

Ort: RegenbogenKino, Lausitzer Str. 22, Berlin/Kreuzberg
Eintritt frei - Spenden werden gerne genommen!

Zu den Waffen eines Staates gehören Spitzel. Es ist eine Möglichkeit zu versuchen, die Persönlichkeiten der vom Staat als Gegner*innen Angesehenen auszukundschaften, sich in Debatten und Entscheidungen einzumischen und Misstrauen und Zerwürfnisse in Gruppen und Zusammenhängen zu schüren. Und das alles, ohne dafür öffentlich Rechenschaft ablegen zu müssen. Durch die Enttarnung des international tätigen britischen Polizeispitzels Mark Kennedy 2010 wurde deutlich, wie intensiv und wie international emanzipative Gruppen und Einzelpersonen ausgeforscht wurden. Zudem konnte belegt werden, dass Spitzel immer wieder gezielt sexuelle Beziehungen eingingen, um ihre Position zu stärken – ohne, dass die Betroffenen wissen konnten, worauf sie sich einließen. Im Gegensatz zu den eingesetzten Spitzeln, die eine Rundumbetreuung des Staates genießen, werden Betroffene mit ihren Erfahrungen allein gelassen. Diese Erfahrungen mit Spitzeln machen es Neuen oft schwer, in die Szene zu kommen und sie stehen oft vor einer für sie oft unverständlichen Wand aus Misstrauen.

Es wird Inputs zum Spitzelsystem in England von dem Regisseur des Dokumentarfilms “Spied upon” Jason Kirkpatrick und zur Sozialgeschichte der Spitzel in Deutschland geben. Zusammen mit Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen möchten wir das System Spitzel in England und Deutschland ergründen und zusammen diskutieren, wie mit dem Fakt umgegangen werden kann, dass das Gegenüber bei politischer Arbeit eventuell Polizist*in sein kann. Veranstalter*innen: Spiedupon http://spiedupon.com, Regenbogenfabrik, Delfina Grundrechte e.V. Weitere Informationen:

"SPITZEL - Eine kleine Sozialgeschichte"*, Verlag assoziation-a https://www.assoziation-a.de/buch/Spitzel

Broschüre: "Schöner Leben ohne Spitzel", Herausgeber ALB (https://www.antifaschistische-linke.de/PDF/schoener_leben_ohne_spitzel.pdf)

"Richtlinien zu Spitzeloutings" (https://ea-berlin.net/richtlinien-zu-spitzeloutings-veroffentlicht)

Categories:

Berlin Bikini & Badehose Bicycle Ride

07.06.2018
09.06.2018, 16:00 Uhr - 09.06.2018

Wann: 9. Juni 2018; 17 Uhr

Wo: Frankforter Tor, Berlin

Frankfurter Tor. Kühler Fahrtwind weht uns um die Nasenspitzen. Ekstatische Klänge von Djane Alma Linda (https://soundcloud.com/alma_linda) kitzeln unser Trommelfell. Sonnenlicht. Blinzeln. Wadenmuskeln bewegen sich im Rhythmus, treten fest in die Pedale. Endorphine rauschen durch unsere bunten Körper. 

Am 9. Juni findet jährlich in vielen Städten auf der Welt der World Naked Bicycle Ride statt. Nackt oder bekleidet demonstrieren die Radlerinnen und Radler ihre Verletzlichkeit im Straßenverkehr.
Weil Nacktheit in Deutschland ein öffentliches Ärgernis darstellt, rufen wir den Berlin Bikini & Badehose Bicycle Ride aus. Kommt wie ihr wollt - so badehosig wie ihr euch traut. 

Protestiert mit uns auf dem Sattel gegen schlechte Luft, gegen die Autovorherrschaft und gegen Body Shaming. 
Zeigen wir unsere Verletzlichkeit im Straßenverkehr gemeinsam. Machen wir uns sichtbar - mit Body Paint. 

16:00 - Body Paint. Wir bringen Farbe mit.

17:00 - Los geht der Bikini & Badehose Ride. Die Route geben wir noch bekannt. Start und Ziel ist das Frankfurter Tor.

Dauer des Rides: ca. zwei Stunden. 

Fahrrad fahren für mehr Glückshormone!

Fahrrad fahren für bessere Luft!

Fahrrad fahren für ein befreites Körpergefühl!

Fahrrad fahren für mehr Sicherheit auf den Straßen!

Categories:

FÖL-Themenabend „Insekten als Ernährung der Zukunft – Eklig oder Erfolg versprechend?

07.06.2018
19.06.2018, 18:30 Uhr - 19.06.2018, 20:30 Uhr

Mehr als 1.900 Insektenarten stehen laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)* weltweit auf der Speisekarte von rund zwei Milliarden Menschen. In vielen Ländern, z.B. China, zählen sie sogar zu den Grundnahrungsmitteln. Ernährungsphysiologisch macht das Sinn: Insekten enthalten hochwertiges Protein, sind reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen. Auch ihre Umweltbilanz kann sich nach Aussage des Bundesinstitutes für Risikoforschung (BfR)** sehen lassen. Insekten benötigen weniger Futter als klassische Nutztiere. Sie verwerten ihre Nahrung effizient und produzieren dabei nur einen Bruchteil der Treibhausgase, die etwa Rinder erzeugen.

In Deutschland sind Insekten erst seit Anfang dieses Jahres nach der Novel-Food-Verordnung als Lebensmittel erlaubt. Die Zahl der Start-ups, die Burgerpatties oder Riegel aus dem kleinen Getier herstellen, ist daher (noch) überschaubar. Doch ist die Haltung von Insekten im Vergleich zu Rind, Schwein und Co. aus ethischen und Tierschutzaspekten überhaupt vorteilhafter? Sollen sie tatsächlich Futter- und Lebensmittel der Zukunft sein? Oder fehlt es ohnehin an breiter, kulturell bedingter Akzeptanz wegen des Ekelfaktors? Diese und weitere Fragen diskutiert das Publikum beim FÖL-Themenabend mit den geladenen Experten.

Referenten:

  • Marcus Fiedrich, Gründer und Geschäftsführer von Bearprotein (Produzent von Snack Instinct, dem ersten Bio-Insektensnack auf dem europäischen Markt)
  • Ina Henkel, Ernährungswissenschaftlerin und Gründerin von TeneTrio (Produzent von Hundesnacks auf Mehlwurmbasis)
  • Sascha Rieth, Master-Thesis „Kreislaufwirtschaft mit Insekten zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion“ und Qualitätsmanagement-Leiter bei Bio Company

Den Themenabend veranstaltet die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. Die Moderation übernimmt Dr. Henrike Rieken (Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde). Die Teilnahme ist kostenfrei. Zur besseren Planung der Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bei Felicia Burghardt per E-Mail an f.burghardt@foel.de.

Categories:

Syndikalistische Perspektiven in Katalonien

07.06.2018
17.06.2018, 11:00 Uhr - 17.06.2018, 14:00 Uhr

Die politische und soziale Situation in Katalonien ist seit mehreren Monaten außergewöhnlich. Die Krise des spanischen politischen Modells als postfranquistische Regime von 1978 und die sogenannte Wirtschaftskrise haben mehrere soziale und territoriale Bewegungen entstehen lassen. Bei einem gemütlichen Sonntags-Brunch wird ein Genosse der CNT aus Katalonien die demokratische Bewegung von unten und die Rollen und Aufgaben des Anarchosyndikalismus in diesem Konflikt erläutern

Categories:

Schulprivatisierung – Nein Danke!

07.06.2018
08.06.2018, 19:00 Uhr - 08.06.2018, 22:00 Uhr

Im Rahmen der Schulbauoffensive sollen einige Berliner Schulgrundstücke und -gebäude für 20-30 Jahre an die HoWoGe GmbH übertragen werden. Die Volksinitiative „unsere Schulen“ wird sich vorstellen und mit euch diskutieren, warum die Privatisierung der Berliner Schulen verhindert werden muss.

Der Berliner Senat plant derzeit, den Neubau von Schulen und einen Teil der Schulsanierungen an die HoWoGe GmbH aus zu gliedern, der im Gegenzug für 20-30 Jahre die entsprechenden Schulgrundstücke und -gebäude übertragen werden. Die Bezirke müssten sie zurückmieten. Offiziell begründet wird diese Privatisierung mit der Schuldenbremse. Die Stadt Berlin und deren Bewohner*innen können nur verlieren, wenn öffentliche Einrichtungen in private Hände wandern.
Die Volksinitiative „unsere Schulen“ wird sich vorstellen und mit euch diskutieren, warum die Privatisierung der Berliner Schulen verhindert werden muss und wie dies gelingen kann. 

 

Categories:

Wellen schlagen - 3 Jahre SOS Mediterranee e.V.

06.06.2018
23.06.2018, 13:30 Uhr - 23.06.2018

Wann: 23. Juni 2018

Wo: Berliner Malzfabrik, Bessemerstraße 2-14
Eintritt frei

Vor drei Jahren haben wir die zivile, europäische Seenotrettungsorganisation SOS MEDITERRANEE gegründet, um dem Sterben im Mittelmeer etwas entgegenzusetzen.

Knapp 30.000 Flüchtende konnten wir in den letzten zwei Jahren vor dem Ertrinken retten - getragen von einer breiten zivilgesellschaftlichen Bewegung. Dafür möchten wir am 23.06. Danke sagen und alle unsere Unterstützer*innen sowie die, die es werden wollen, in die Berliner Malzfabrik einladen.

Wir werden weiterhin gebraucht. Gemeinsam Wellen schlagen - Für mehr Menschlichkeit auf See!

Infos: https://sosmediterranee.de/

Categories:

Die Unsichtbaren – Untertauchen, um zu überleben. Eine wahre Geschichte

06.06.2018
20.06.2018, 19:00 Uhr - 20.06.2018

Wann: Mittwoch, 20. Juni 2018, 19 Uhr

Wo: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13, Zweite Etage, Saal 2B

die Gedenkstätte Stille Helden in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand lädt Sie sehr herzlich zu einer Buchvorstellung mit Gesprächsrunde und anschließendem Publikumsgespräch ein:

Claus Räfle: Die Unsichtbaren – Untertauchen, um zu überleben. Eine wahre Geschichte

Gesprächsrunde mit Claus Räfle, Dr. Elisabeth Sandmann und Tim Osing

Einführung und Moderation: Barbara Schieb, Gedenkstätte Stille Helden

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 19. Juni 2018

per E-Mail: veranstaltung@gedenkstaette-stille-helden.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.

 

Categories:

JugendMobilisiert: Protest-Getwitter und Influencing

06.06.2018
19.06.2018, 18:00 Uhr - 19.06.2018

Wann: 19. Juni; 18 Uhr

Wo: Konferenzraum 1, Haus 1 der FES / Hiroshimastraße 17

Fishbowl-Diskussion

Soziale Netzwerke haben die globale Kommunikation revolutioniert. Facebook, Twitter, YouTube, Instagram und andere Plattformen bieten einfachen Zugriff und große Reichweite. Sie mobilisieren viele Menschen in kürzester Zeit und über Grenzen hinweg – das hat die #MeToo-Kampagne erneut gezeigt.

In Europa nutzen über 95 Prozent der 15- bis 24-Jährigen das Internet. Weltweit sind in dieser Altersgruppe etwa 830 Millionen Menschen online. Gleichzeitig nimmt ihr Interesse an etablierten Formen der politischen Teilhabe ab. Mit gesellschaftsrelevanten Problemen setzen sie sich fast ausschließlich online auseinander.

Warum ist Social Media für Aktivismus und Mobilisierung besonders geeignet? Darüber diskutieren internationale Online-Aktivist_innen: die kolumbianische YouTuber_in und Kolumnist_in María Paulina Baena (#LaPulla), Ketakandriana Rafitoson, Facebook-Aktivist_in aus Madagaskar, Jeannette Gusko, Regional Manager_in bei GoFundMe, sowie Mohammed Bawendi, Blogger aus Libyen. Moderation: Markus Beckedahl, netzpolitik.org.

Weiter Infos unter: https://www.fes.de/iez/gerechtigkeitswoche/

Categories:

Decolonizing EZ! Neue Impulse für afrikabezogene entwicklungspolitische Bildungsarbeit

06.06.2018
07.07.2018, 10:00 Uhr - 07.07.2018, 19:00 Uhr

Die Fachtagung "Decolonizing EZ! Neue Impulse für afrikabezogene entwicklungspolitische Bildungsarbeit" am 7. Juli 2018 wird als abschließende Veranstaltung des Projekts  "Zukunft bestimmen: afrikanisch-diasporische Perspektiven im Kontext globaler Ungleichheiten" stattfinden. Kernanliegen des Projekts ist es die unterschiedlichen afrikanisch_diasporische Zukunftsperspektiven zu erfassen, zu analysieren und für entwicklungspolitische Arbeit sichtbar zu machen. 

Drei thematische Schwerpunkte basierend auf den Themen der vorherigen Konferenzen wollen wir während der Fachtagung aufgreifen: Kultur und Kunst, Wirtschaft und Afro-feministische_LGBTIQ* Perspektiven auf Politik und Bildung im Kontext globaler Ungleichheit. 

Im Rahmen des Fachtagung am 07. Juli soll es explizit um einen Dialog mit Akteuren aus entwicklungspolitischen Bildungsbereichen gehen. Gemeinsam wollen wir neue Anstöße und Impulse für die afrikabezognene entwicklungspolitische Bildungsarbeit entwickeln und im Anschluss sichtbar machen.

Zusammen mit unseren Referent*innen und Publikum wollen wir unter anderem folgende Fragen diskutieren: Wie kann eine Zukunft im Kontext der gegenwärtig bestehenden Ungleichheiten zwischen "Afrika" und "Europa" konstruiert, gestaltet und gelebt werden? Was muss getan werden, um eine dekolonialisierte Zukunft zu verwirklichen? 

Das Programm wird aus Vorträgen, Panel Diskussionen,  Workshops als auch Buchvorstellung bestehen und richtet sich sowohl an die interessierte Öffentlichkeit, als auch besonders an Personen, die in der Entwicklungs- und Bildungsarbeit tätig sind. 

Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze!

Die Veranstaltung wird auf Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung stattfinden.

Der Eintritt ist frei! Verpflegung gibt es gegen Spende!

Anmeldungen an: buero(at)africavenir.org

Link zur Facebook Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/115874152582642/

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen und zwei Tage angeregten Austausches!

Gefördert von Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und mit freundlicher Unterstützung von der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit.

Categories:

#JugendMacht - 7. Gerechtigkeitswoche der Friedrich-Ebert-Stiftung

06.06.2018
18.06.2018, 15:00 Uhr - 21.06.2018, 19:30 Uhr

Junge Menschen verschaffen sich Gehör. In sozialen Netzwerken, auf Demonstrationen – überall auf der Welt stoßen sie Debatten und Veränderungen an, weil es um ihre Zukunft geht. Auf der Gerechtigkeitswoche reden sie mit internationalen Expert_innen, Politiker_innen und mit dir! Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie progressive Politik zukünftig aussehen kann. In Workshops und Diskussionen, mit Film und Musik. Das Motto: #JugendMacht.

Categories:

From Fascism to Populism in History

06.06.2018
13.06.2018, 19:00 Uhr - 13.06.2018, 21:30 Uhr

Was ist Faschismus und was ist Populismus? Wie sind diese in Geschichte und Theorie verbunden, worin bestehen signifikanten Unterschiede? Im Gespräch mit dem Historiker Federico Finchelstein diskutieren wir sein 2017 erschienenes Buch “From Fascism to Populism in History”, welches die Geschichte beider Begriffe zusammenfasst, und Wege eröffnet, den weltweiten Zustand von Demokratie und politischer Kultur neu zu denken.

Ein Autorengespräch mit Federico Finchelstein, moderiert von Ertuğ Tombuş, Humboldt-Universität zu Berlin.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Anmeldung über folgenden Link wird gebeten:  https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSciYpMJPPn2mixqMZQAxaVgp8AzO7shMNQpdijJQvr1PJpMTA/viewform

What is fascism and what is populism? What are their connections in history and theory, what are their significant differences? In conversation with the historian Federico Finchelstein, we discuss his 2017 book “From Fascism to Populism in History”, which synthesizes the history of both concepts, and offers insightful new ways to think about the state of democracy and political culture on a global scale.

A talk with Federico Finchelstein, moderated by Ertuğ Tombuş, Humboldt-Universität zu Berlin.

This event will take place in English. Please click here to register: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSciYpMJPPn2mixqMZQAxaVgp8AzO7shMNQpdijJQvr1PJpMTA/viewform

Bild: University of California Press

Categories:

Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß Lesung mit der Autorin Manja Präkels

06.06.2018
05.09.2018, 20:00 Uhr - 05.09.2018, 22:00 Uhr

Lesung und Gespräch mit der Autorin Manja Präkels

Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, ist Sängerin der Band «Der singende Tresen», Autorin des Lyrikbandes «Tresenlieder» und Mitherausgeberin der erzählerischen Anthologie «Kaltland – Eine Sammlung», eines Klassikers der Nachwende-Literatur. Für den Verbrecher Verlag stellte sie mit Markus Liske das Erich-Mühsam-Lesebuch «Das seid ihr Hunde wert!» (2014) sowie den Band «Vorsicht Volk! Oder: Bewegungen im Wahn?» (2015) zusammen. Für ihr Werk erhielt Präkels zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste (2005) und das Aufenthaltsstipendium im Writers House Ventspils, Lettland (2012/13).

In ihrem Romandebüt «Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß» erzählt sie vom Landleben zwischen Lethargie und Lebenslust, vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft und Wut: Mimi und Oliver sind Nachbarskinder und Angelfreunde in einer kleinen Stadt an der Havel. Sie spielen Fußball miteinander, leisten den Pionierschwur und berauschen sich auf Familienfesten heimlich mit den Schnapskirschen der Eltern. Mit dem Mauerfall zerbricht auch ihre Freundschaft. Mimi sieht sich als der letzte Pionier – Timur ohne Trupp. Oliver wird unter dem Kampfnamen Hitler zu einem der Anführer marodierender Jugendbanden. In Windeseile bringen seine Leute Straßen und Plätze unter ihre Kontrolle. Dann eskaliert die Situation vollends …

Vor Beginn der Lesung ab 19:00 Uhr vegane Vokü

Veranstaltung in Kooperation mit dem Infoladen Tübingen

Categories:

«Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» Lesung & Film «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis

06.06.2018
24.07.2018, 19:30 Uhr - 24.07.2018, 22:30 Uhr

Lesung & Film
«Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» (Timo Büchner) & «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis (Peter Ohlendorf)

In Deutschland und Europa sehen sich Menschen jüdischen Glaubens zunehmend mit Antisemitismus konfron-tiert: Die hohe Anzahl antisemitisch motivierter Attacken auf Jüd*innen in Berlin und die zunehmende Anzahl an Auswanderungen von Jüd*innen aus Frankreich nach Israel zeigen, welch berechtigte Furcht sie mittlerweile in ihrem Alltag haben. Wir alle sind dazu aufgerufen, uns auf mehreren Ebenen entschieden gegen Antisemitismus zu stellen.

Neonazis predigen Antisemitismus pur. RechtsRock ist seit Jahren die «Einstiegsdroge Nr. 1» in die Neonazi-Szene, die Inhalte extrem rechter Musik begeistern vor allem junge Menschen. Die Feindbilder sind in den Liedtexten facettenreich. Dabei stellt sich die Frage: Welche Rolle spielt Antisemitismus? Eines steht fest: Die «jüdische Weltverschwörung» kann die Machtverhältnisse in Politik, Wirtschaft und Medien auf eine einfache Weise scheinbar erklären. In seinem Buch «Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» zeigt Timo Büchner anhand einer Vielzahl erschreckender Liedtexte, wie antisemitische Bilder und Stereotype in den Liedtexten verschlüsselt werden.

Die Lesung wird durch einzelne, ausgewählte Sequenzen des Dokufilms «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis ergänzt: Mit versteckter Kamera drehte der Journalist Thomas Kuban fast zehn Jahre über 40 RechtsRock-Konzerte und ermöglicht mit diesen Aufnahmen tiefe Einblicke in eine Szene, die pure Gewalt und Hass propagiert. Ein Lied begegnet ihm bei seiner Recherche immer wieder: «Blut muss fließen knüppelhageldick und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik […]». Seine Undercover-Aufnahmen sind hochbrisant – und einzigartig in Europa. Thomas Kuban fragt sich: Wie ist es möglich, dass Neonazis bei menschenverachtender Musik ungestört feiern können? Und: Wie lässt sich das verhindern? Gemeinsam mit dem Regisseur Peter Ohlendorf kehrte er zu den Orten zurück, an denen er versteckt gedreht hat, und konfrontiert staatliche Behörden, Bürger*innen und verantwortliche Politiker*innen mit seinen Aufnahmen.

Timo Büchner und Peter Ohlendorf sind bei allen Veranstaltungen vor Ort und stehen für eine anschließende Diskussion zur Verfügung

Eine Veranstaltung des Club Alpha 60 mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Categories:

«Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» Lesung & Film «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis

06.06.2018
23.07.2018, 19:30 Uhr - 23.07.2018, 22:30 Uhr

Lesung & Film
«Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» (Timo Büchner) & «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis (Peter Ohlendorf)

In Deutschland und Europa sehen sich Menschen jüdischen Glaubens zunehmend mit Antisemitismus konfron-tiert: Die hohe Anzahl antisemitisch motivierter Attacken auf Jüd*innen in Berlin und die zunehmende Anzahl an Auswanderungen von Jüd*innen aus Frankreich nach Israel zeigen, welch berechtigte Furcht sie mittlerweile in ihrem Alltag haben. Wir alle sind dazu aufgerufen, uns auf mehreren Ebenen entschieden gegen Antisemitismus zu stellen.

Neonazis predigen Antisemitismus pur. RechtsRock ist seit Jahren die «Einstiegsdroge Nr. 1» in die Neonazi-Szene, die Inhalte extrem rechter Musik begeistern vor allem junge Menschen. Die Feindbilder sind in den Liedtexten facettenreich. Dabei stellt sich die Frage: Welche Rolle spielt Antisemitismus? Eines steht fest: Die «jüdische Weltverschwörung» kann die Machtverhältnisse in Politik, Wirtschaft und Medien auf eine einfache Weise scheinbar erklären. In seinem Buch «Weltbürgertum statt Vaterland. Antisemitismus im RechtsRock» zeigt Timo Büchner anhand einer Vielzahl erschreckender Liedtexte, wie antisemitische Bilder und Stereotype in den Liedtexten verschlüsselt werden.

Die Lesung wird durch einzelne, ausgewählte Sequenzen des Dokufilms «Blut muss fließen» – Undercover unter Nazis ergänzt: Mit versteckter Kamera drehte der Journalist Thomas Kuban fast zehn Jahre über 40 RechtsRock-Konzerte und ermöglicht mit diesen Aufnahmen tiefe Einblicke in eine Szene, die pure Gewalt und Hass propagiert. Ein Lied begegnet ihm bei seiner Recherche immer wieder: «Blut muss fließen knüppelhageldick und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik […]». Seine Undercover-Aufnahmen sind hochbrisant – und einzigartig in Europa. Thomas Kuban fragt sich: Wie ist es möglich, dass Neonazis bei menschenverachtender Musik ungestört feiern können? Und: Wie lässt sich das verhindern? Gemeinsam mit dem Regisseur Peter Ohlendorf kehrte er zu den Orten zurück, an denen er versteckt gedreht hat, und konfrontiert staatliche Behörden, Bürger*innen und verantwortliche Politiker*innen mit seinen Aufnahmen.

Timo Büchner und Peter Ohlendorf sind bei allen Veranstaltungen vor Ort und stehen für eine anschließende Diskussion zur Verfügung

Eine Veranstaltung der Gemeinschaftsschule Neuenstein mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Categories:

Geheimsache Rosa Luxemburg Ein musikalischer und bisweilen manipulativer Abend

06.06.2018
26.06.2018, 20:00 Uhr - 26.06.2018, 22:00 Uhr

«Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat» (Rosa Luxemburg)

Eine Linke redet, stört, polarisiert. Rosa Luxemburg (1871–1919) war eine bedeutende Kämpferin, Theoretikerin und Politikerin der europäischen Arbeiterbewegung. Ihr gewaltsamer Tod, die Gefängnisaufenthalte, das unbedingte Einstehen für ihre Ansichten, der Kampf für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter waren einzigartig in der Geschichte. Ihre Briefe zeugen von einer sensiblen und unerschütterlich optimistischen Einstellung. Ihre Reden gelten als brillante Glanzstücke der Rhetorik. Aber sie gilt auch als fehlerhaft, als Kommunistin, als Abtrünnige und Aufhetzerin. Von den einen wird Rosa Luxemburg verherrlicht, von den anderen verdammt.

In einer «Geheimsache» wagt sich portraittheater an das Denken dieser bedeutenden und umstrittenen Vordenkerin heran. Was hat sie zu Themen wie Pazifismus, Kapitalismus, Finanzsystem und Demokratie zu sagen? Und warum eckt diese Person immer noch an?

Die Schauspielerin Anita Zieher und die Percussionistin Ingrid Oberkanins agieren mal dialogisch, mal diametral auf der Bühne, sind mal ganz weit weg von der Figur, werden dann zu ihrer Stimme und lassen so ein komplexes Bild einer Frau entstehen, die gesagt hat, was ist.

Texte: Sandra Schüddekopf, Anita Zieher sowie Originaltexte von Rosa Luxemburg
Regie: Sandra Schüddekopf
Bühnenkonzept: Eva-Maria Schwenkel
Komposition: Ingrid Oberkanins
Es spielen: Anita Zieher (Schauspiel), Ingrid Oberkanins (Percussion)

Veranstaltung in Kooperation mit dem Theater am Olgaeck

Anita Zieher gab Luxemburg Stimme, Gesicht und Haltung. Und zwar in allen Facetten des Menschlichen. Sie wechselte zwischen dem harten Duktus der Rednerin, der Leidenschaft einer Gesellschaftspolitikerin, der Süffisanz eines streitlustigen «Weibes», der Zerbrechlichkeit einer Liebenden, der Freude einer Gärtnerin. Scheinbar mühelos, permanent präsent, in allen Ambivalenzen.
Ein mitreißender Abend …
Oberösterreichische Nachrichten

Zieher zeigt die Luxemburg in ihren Widersprüchen – Vergötzung der Arbeiterschaft –, nüchtern und sachlich, kongenial begleitet von Ingrid Oberkanins am Schlagwerk. Nach 100 Minuten Standing Ovations.
Neues Volksblatt
 
Anita Zieher ist auch optisch ganz und gar auf Rosa Luxemburg getrimmt. Sie nimmt ihre Besucher mit auf einen mehr als eineinhalbstündigen Monolog durch Rosa Luxemburgs Leben … Eine imponierende Gestalt, ein ebensolcher Abend.
Kronen Zeitung

Categories:

Gesundheitspolitik neu denken Für ein solidarisches Gesundheitssystem

06.06.2018
20.06.2018, 20:00 Uhr - 20.06.2018, 22:00 Uhr

Seit mehr als drei Jahrzehnten wird an unserem teils öffentlichen, teils versicherungsabgesicherten Gesundheitssystem herumgedoktert. Meistens gilt als Ziel die Kostenreduktion, seltener eine vollständige Neuregelung der Gesundheitsversorgung. Ergebnis all dieser Versuche ist ein neoliberal überformtes Gesundheitswesen, dessen zentrale Maxime die Wirtschaftlichkeit geworden ist. Statt immer wieder darüber nachzudenken, an welchen Stellschrauben gedreht werden könnte – so wie auch die Gesundheitspolitik der neuen Großen Koalition es tut -, gilt es, die Gesundheitsversorgungen auf neue Füße zu stellen. Das heißt, das Gesundheitswesen muss als Teil einer Sozialen Infrastruktur gedacht und konzipiert werden. Darunter versteht die Redaktion von links-netz die Einrichtungen, die gewährleisten, dass wichtige Grundbedürfnisse allen Menschen in rechtsverbindlich abgesicherter Weise kostenlos oder zumindest kostengünstig zur Verfügung stehen. Dazu gehört es, Formen der sozialen Sicherung anzuvisieren, die zu einer emanzipativen Veränderung der herrschenden Vergesellschaftungsform insgesamt beitragen. Ein solches Modell für das Gesundheitswesen zu entwerfen, ist Gegenstand dieses Vortrags.

Eva-Maria Krampe ist Redaktionsmitglied der Online-Zeitschrift links-netz, auf die das Konzept der Sozialen Infrastruktur zurückgeht. Als Transformationsstrategie zielt der Ansatz jenseits einer bedingungslosen Grundsicherung auf den Ausbau von kostenfrei zu nutzenden öffentlichen Gütern und Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Kultur, Verkehr und Wohnen. DIe Autorin ist Fachreferentin für Qualitätsmanagement an der Frankfurt University of Applied Sciences. Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind Pflege und Gesundheitswesen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Tübinger Bündnis für mehr Personal in unseren Krankenhäusern

Categories:

Clara Zetkin Initiatorin des Internationalen Frauentags und Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht

06.06.2018
20.06.2018, 19:00 Uhr - 20.06.2018, 21:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Nicola Hille & Anna Held

Die Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin (1857-1933) war eine der leidenschaftlichsten Vorkämpferinnen für das deutsche Frauenwahlrecht. Bereits 1907 veröffentlichte sie die Abhandlung «Zur Frage des Frauenwahlrechts», in der sie die Notwendigkeit eines Stimmrechts für Frauen – in deutlicher Abgrenzung zu der bürgerlichen Frauenbewegung – primär aus der kapitalistischen Produktionsweise ableitete.

Auf dem Internationalen Sozialisten-Kongress in Stuttgart hielt Zetkin 1907 einen Vortrag, dessen zentrale Aussage lautete: «Ein Stimmrecht ohne ökonomische Freiheit ist nicht mehr und nicht weniger als ein Wechsel ohne Kurs». Zugleich war Clara Zetkin Initiatorin des Internationalen Frauentags, der erstmals 1911 zeitgleich in Deutschland, Dänemark, Österreich, der Schweiz, Bulgarien und den USA stattfand und auf dem explizit und lautstark das Frauenwahlrecht gefordert wurde.

Zunächst fand der Internationale Frauentag als jährlicher Festtag noch ohne festes Datum statt. Der 8. März wurde erst 1921 offiziell festgelegt. Von 1892 bis 1917 gab Clara Zetkin die Zeitschrift «Die Gleichheit» heraus, in der sie erläuterte, dass die Erkämpfung von Stimm- und Wahlrechten «keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte» seien.

Anlässlich des 85. Todestags von Clara Zetkin am 20. Juni 2018 möchten wir mit einem Vortrag an die Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin erinnern.Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Vortrags wird die Rede von Clara Zetkin sein, die sie am 22. August 1907 auf dem Internationalen Sozialisten-Kongress in Stuttgart hielt. In einem historischen Rückblick möchten wir aufzeigen, mit welchen Zielen und Erwartungen sich Zetkin für das aktive und passive Wahlrecht für Frauen einsetzte und welche parteiübergreifenden und gesamtgesellschaftlichen Hoffnungen sie mit dem Internationalen Frauentag verband.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Gleichstellungsreferat der Uni Stuttgart und dem Waldheim Sillenbuch. Clara-Zetkin-Heim 

Categories:

Pages

HEFTARCHIV ONLINE!

Alle Ausgaben vom allerersten Heft 1/1988 bis einschließlich Jahrgang 2013 stehen online (unter Jahrgänge) als Download zur Verfügung. Jeweils zum neuen Jahr wird ein weiterer Jahrgang freigeschaltet. Damit bieten wir auf unserer Homepage den vollen Zugriff auf mehr als 20 Jahrgänge des FJSB – kostenfrei und im Volltext.

NEWSLETTER

Der Newsletter erscheint vierteljährlich und informiert über das aktuelle Heft, Veranstaltungen, Publikationen ...
Abonnement unter E-Mail: info@forschungsjournal.de

FORSCHUNG

Das Institut für Protest- und Bewegungsforschung hat eine ausführliche kommentierte Linkliste zur deutschen Bewegungsforschung zusammengestellt: http://protestinstitut.eu/uber-das-institut/ressourcen/

TERMINE

Hinweise auf Fachtagungen, Konferenzen, Ausschreibungen, Seminare, Workshops, call for papers ...

MESTERWERKE

leif2_web.jpg
  mehr...