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Updated: 3 hours 11 min ago

Die 4-Stunden-Liga kommt nach Berlin!

25.08.2019
14.09.2019, 19:00 Uhr - 14.09.2019, 22:00 Uhr

„Wenn der 8-Stunden-Tag die Antwort der organisierten Arbeiter*innen-Bewegung auf die Industrielle Revolution war, so soll der 4-Stunden-Tag unsere Antwort auf die sogenannte Digitale Revolution und Arbeit 4.0 sein.“ (4-Stunden-Liga)

Nach Kassel und Frankfurt/M wollen wir nun auch in Berlin eine Sektion der 4-Stunden-Liga gründen. Am 14.9. möchten wir mit den Gründer*innen der 4-Stunden-Liga aus Kassel und allen Interessierten über Möglichkeiten und Perspektiven unserer Forderungen und die Gründung einer Berliner Sektion diskutieren. Anschließend gibt es ab 22 Uhr eine Soliparty im Südkiez.

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Rote Zone: For future – aber wie?

24.08.2019
29.08.2019, 21:00 Uhr - 29.08.2019

Seit Jahrzenten ist es bekannt, dass Naturzerstörung und Klimawandel so schnell wie möglich ein Ende haben müssen, wenn auch zukünftige Generationen weiter auf der Erde leben wollen. Trotzdem ist in der Politik kaum etwas passiert und wir rasen geradewegs auf eine Klimakatastrophe zu, die auch heute schon Fluchtursachen wie Dürren, Hunger und Elend produziert.

Hoffnung in diesem Horrorszenario macht die Klimabewegung, die in den letzten Monaten und Jahren immer weiter gewachsen ist. Nachdem Ende Gelände immer wieder erfolgreich die deutsche Kohleproduktion blockiert, bestreiken Schüler*innen und Studierende seit diesem Jahr in der BRD und weltweit regelmäßig ihre Schulen und Universitäten an den Fridays for Future.

Der nächste gemeinsame Schritt ist der „global strike“ am 20.09. An diesem Tag werden weltweit, in ganz Deutschland und auch hier in Hannover Massen auf den Straßen sein, um den Forderungen nach echtem Klimaschutz Nachdruck zu verleihen.

Wir wollen mit Blick auf den 20.09. und darüber hinaus mit Vertreter_innen von FFF Hannover über die Zukunft der Bewegung ins Gespräch kommen und diskutieren, wie wir den gemeinsamen Kampf für Klimagerechtigkeit erfolgreich führen können.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

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Keine Stimme den Faschos. Rechten Foren den Raum nehmen

22.08.2019
27.08.2019, 16:30 Uhr - 27.08.2019

Wann: Dienstag, 27. August 19, 16:30 Uhr

Wo: Bahnhof, Am Bahnhof 3, Wurzen

Bald wird auch in Wurzen der sächsische Landtag gewählt. Wenn man dort einen Blick auf die vergangen Kommunalwahlen wirft, kann man eine klare Tendenzen nach Rechtsaußen nachvollziehen. Schon seit den 90ern gilt die Kreistadt in der Nähe Leipzigs als Pflaster von Rechten. Im Mai 2019 wurde hier die AfD mit 15,7% und das rechtsextreme sogenannte „Neue Forum für Wurzen“ (NFW) mit 11% in den Stadtrat gewählt. Mit dem fünften Listenplatz erhielt Benjamin Brinsa für das NFW Einzug in den Stadtrat. Brinsa ist weit über Wurzen hinaus für seine engen Verbingungen zu Rechtsextremen bekannt. In deren Kampfsportszene ist er unter dem Namen „The Hooligan“ aktiv.

Anlässlich der ersten Stadtratssitzung wollen die Rechten vom NFW nun eine öffentlichen Feier begehen und dafür durch die Stadt laufen – eine Machtdemonstration. Dagegen wird es aber Protes gegeben. Das bundesweite Bündnis „Irgendwo in Deutschland“ ruft auf, Rechten Foren den Raum zu nehmen. Dafür wird es am Nachmittag ab dem Bahnhof in Wurzen eine Gegendemonstration geben. Gemeinsame Anreisemöglichkeiten bestehen ab Leipzig.

Anreise: 15:40 Uhr, Bahnhof Leipzig Infopoint

Demonstration: 16:30 Uhr, Bahnhof Wurzen

Weiter Hintergrundinformationen findet ihr unter: https://irgendwoindeutschland.org/

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Praktische Gegenwehr, Antifa im Osten/DDR- Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung

21.08.2019
07.09.2019, 15:00 Uhr - 07.09.2019, 17:00 Uhr

Vortrag von Christin Janicke, afa Ost, Herausgeberin „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“

Der staatliche und gesellschaftliche Umbruch 1989/90 war ein Markstein für die heutige Antifa-Bewegung. Unter der Annahme einer gemeinsamen widerständigen Geschichte wurde in bisherigen Rückschauen allerdings nur wenig beachtet, dass in Ostdeutschland eine eigenständige Bewegung entstand, die bereits in der ausgehenden DDR ihren Anfang nahm und ein eigenes Profil entwickelte. 30 Jahre nach Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen geht es um Handlungsanlässe, gesellschaftspolitische Kontexte und bewegungsinterne Debatten.

Veranstaltungsreihe von Teilhabe e.V.

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Rechtsentwicklung in Ostdeutschland nach 1989 bis heute

21.08.2019
07.09.2019, 13:00 Uhr - 07.09.2019, 14:50 Uhr

Vortrag von Dietmar Wolf, Redakteur „telegraph“

Der Schwerpunkt liegt hier auf die Entwicklung rechter Gruppierungen und Parteien. Eingegangen wird auf die gesellschaftlichen Umbrüche in der ehemaligen DDR und deren Folgen. Was haben Massenarbeitslosigkeit und Treuhandpolitik mit dem starken Aufkommen von Nationalismus und Rassismus nach 1990 zu tun? Wie ist heute die soziale Frage in diesem Zusammenhang zu bewerten?

Veranstaltungsreihe von Teilhabe e.V.

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Antifaschistischer Staat DDR: Anspruch und Wirklichkeit

21.08.2019
06.09.2019, 19:00 Uhr - 06.09.2019

Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung zu unseren Beweggründe für die Veranstaltungsreihe „Die Renaissance autoritären Denkens und Handelns in Ost- und Westdeutschland“. Dabei ist uns wichtig, dass es trotz fast 30 Jahren Wiedervereinigung immer noch Unterschiede zwischen dem Osten und den alten Bundesländern gibt. Danach folgt ein Vortrag von Anne Seeck. Nach 1945 wurde in der sowjetischen Besatzungszone eine viel umfassendere Entnazifizierung durchgeführt als im Westen, vor allem Lehrerschaft und Justiz wurden ausgetauscht. Trotzdem besetzten auch NSDAP-Mitglieder Funktionen. Bereits der III. SED-Parteitag im Jahre 1950 dekretierte, dass „die Wurzeln des Faschismus ausgerottet“ seien. Die Nazi- Mitläufer*innen wurden zu Mitsieger*innen erklärt, denn sie lebten jetzt in einem antifaschistischen Staat. Die Schuld wurde kleingeschwiegen. Der Umgang mit Vertragsarbeiter*innen war seit den 1970er Jahren dagegen rigide, eine Integration in die DDR-Gesellschaft sollte vermieden werden. Welchen Anteil haben die DDR-Zustände am Nationalismus und Rassismus seit 1990?

Veranstaltungsreihe von Teilhabe e.V.

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Ich entscheide! Selbstbestimmung jetzt!

21.08.2019
24.08.2019, 14:00 Uhr - 24.08.2019

Wann: Samstag, 24. August 19, 14 Uhr

Wo: Platz der Republik, Berlin

Die Geschlechtszugehörigkeit von trans* Menschen entscheidet in Deutschland bislang das sogenannte Transsexuellengesetz (TSG), das jedoch dringend überholt werden muss. 1981 trat es in Kraft, der letzte Änderungsentwurf wurde im Mai vorgelegt und wieder zurückgezogen, da es dagegen von der LGBT*-Community starke Proteste gab. Der Grund: Trans* Menschen sollten von der Personenstandsänderung, der Option zur Geschlechterangabe als „divers“, ausgeschlossen werden. Verbände fordern, die Geschlechterangabe als private und individuelle Entscheidung zu schützen. Am Samstag wird unter dem Motto „Selbstbestimmung Jetzt!“ eine Kundgebung für die Gleichberechtigung von trans* und inter* Personen organisiert. Die Organisator*innen fordern eine Vornamens- und Personenstandsänderung beim Standesamt, frei von Untersuchungen, Zwangsberatung und Bescheinigungen. Jede*r soll diese Änderung nach eigenem Ermessen vornehmen können. (24. 8., Platz der Republik, 14 Uhr)

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Lesung mit Margot Friedländer

21.08.2019
21.08.2019, 18:30 Uhr - 21.08.2019

Wann: Mittwoch, 21. August 2019, 18:30 Uhr

Wo: Freie Universität Berlin, Otto-von-Simson Str. 26, Rost- und Silberlaube/Seminarzentrum, Raum L115

Margot Friedländer, geboren 1921 in Berlin, aufgewachsen in Kreuzberg, überlebte die Internierung im Ghetto Thersienstadt, während ihr Vater, ihr Bruder und ihre Mutter in Vernichtungslagern ermordet wurden. Bevor ihre Mutter sie verließ, um ihren Sohn zu suchen (mit dem sie dann nach Auschwitz deportiert wurde), gab sie ihrer Tochter Margot noch folgende Worte mit auf den Weg: „Versuche, dein Leben zu machen." Und das hat sie. Margot Friedländer hat die Schoah überlebt, zog in die USA und wohnt nach vielen Jahrzehnten dort mittlerweile wieder in Berlin. Um, wie sie sagt, uns ihre Geschichte zu erzählen. Solange die Chance dazu noch besteht, sollten möglichst viele Menschen ihre Geschichte hören und weitertragen: Margot Friedländer kommt am 21.8. um 18:30 Uhr in die FU, liest aus ihrem Buch und steht danach für ein Gespräch zur Verfügung.

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Tag der Erinnerung, Mahnung & Begegnung - Wach auf, es ist Krieg! Aktionstage gegen Neofaschismus und Militarisierung

20.08.2019
08.09.2019, 14:00 Uhr - 08.09.2019

11.00 Uhr | Auftaktkundgebung:
„Rechter Terror in Berlin - Untersuchungsausschuss jetzt!

Ort: Hufeisensiedlung Neukölln
(Fritz-Reuter-Allee 46, 12359 Berlin, U7 Blaschkoallee)

Daran anschließend:
Antifaschistischer Fahrrad-Korso entlang an Orten von Verfolgung und Widerstand 1933-1945
Im Andenken an Heinz Kapelle, hingerichtet am 1. Juli 1941 in Plötzensee
Ziel: Jugendkulturzentrum Königstadt

Ab 14.00 Uhr | tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung im Jugend-Kulturzentrum Königstadt
14.30 Uhr |Rundgangs-Zwangsarbeit im Keller der ehemali-gen Brauerei Königstadt

15.30 Uhr | Podium Make Germany great again!? Deutsche Militär- und Rüstungspolitik in einer multipolaren Welt
Mit:
Gerd Wiegel (Referent Rechtsextremismus/Antifaschismus der Bundestagsfraktion DIE LINKE)
"Militär und rüstungspolitische Pläne der AfD"

Jackie Andres (Mitarbeiterin der Informationsstelle Militarisierung) "Ertüchtigung - Gefahren einer destabilisierenden und demokratiegefährdenden Außenpolitik"

Markus Bickel (Journalist und Autor)
»Wie Deutschland an Kriegen verdient
Rheinmetall entwaffnen »Antimilitaristischer Widerstand

17.00 Uhr | Diskussion:
Lasst uns mit eurem Krieg in Frieden - deutsche Großmachtträume platzen lassen

Die ganze Zeit:
Bücher- und Infotische,
Ausstellungen,
Kaffee und Kuchen im Antifa-Café,
Leckeres Essen und kühle Getränke

Musik:
Saytham’s Klezmer Lounge
Filou Rouge
affenschelle hip hop

Eintritt frei - barrierearmer Zugang
Ort: Jugendkulturzentrum Königstadt (Saarbrücker Straße 23, 10405 Berlin - U2 Senefelder Platz)

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„Wach auf, es ist Krieg“ | Antifaschistische Kundgebung zum 80. Jahrestag des Überfalls auf Polen

20.08.2019
01.09.2019, 12:36 Uhr - 01.09.2019

http://www.tag-der-mahnung.de/

Der deutsche Überfall auf die zweite polnische Republik am 1. September 1939 war der Auftakt der deutschen Vernichtungspolitik gegenüber der polnischen Zivilbevölkerung und der Beginn der sogenannten NS-Lebensraumpolitik in ganz Osteuropa. Mit der Gedenkkundgebung möchte sich die Berliner VVN-BdA vor den Millionen polnischen NS-Opfern verneigen und dem unendlichen Leid, das Nazideutschland über Polen gebracht hat, gedenken.

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Wir freuen uns den polnischen Kriegsveteran Kapitän zur See Henryk L. Kalinowski, Vorsitzenden der Vereinigung der Polnischen KonbattantInnen und ehemaliger politischer Häftlinge (ZKRPiBWP) als Redner begrüßen zu dürfen. Kalinowski gehörte 1945 zu den ersten polnischen Soldaten in Berlin und nahm an den Kämpfen zur Befreiung teil.
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Die Berliner VVN-BdA würdigt Heinz Kapelle als Beispiel deutscher Antifaschisten (die von ihm geleitete Widerstandsgruppe hat wenige Tage nach dem Überfall das erste Flugblatt gegen diesen Krieg verfasst).

Die Schauspielerin Cornelia Schmaus liest aus dem Buch "Wach auf, es ist Krieg".

Es singt der Ernst Busch Chor

Bringt Blumen mit!
Für Sitzgelegenheiten ist gesorgt.
 

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Der Fall Gleiwitz - Zum 80. Jahrestag des Überfalls auf Polen

20.08.2019
31.08.2019, 18:00 Uhr - 31.08.2019, 20:00 Uhr

Kurzvortrag von Dr. Ines Schwaen, Leiterin des Kurt Schwaen Archivs, über den bekannten Komponisten Kurt Schwaen, von dem u.a. die Filmmusik zum Defa-Film «Der Fall Gleiwitz» stammt.
Anschließend Vorführung des Films «Der Fall Gleiwitz»
http://www.tag-der-mahnung.de/.


Am 31. August 1939 überfiel die SS den Radiosender Gleiwitz – ein Mittel der nationalsozialistischen Propagandamaschine. Als polnische Streitkräfte getarnt setzten die SS-Einheiten eine inszenierte Meldung ab - der Sender Gleiwitz befinde sich nun in polnischer Hand.

Daraufhin überfallen am 1. September deutsche Truppen Polen. Als Rechtfertigung nutzen sie die angebliche Aktion «polnischer Aufständischer» gegen den Radiosender – Polen habe angegriffen, nun folge der Gegenangriff. Die NS-Propaganda arbeitet und verbreitet im gesamten Reich die Meldung des angeblichen Angriffs Polens. Es ist der Beginn des zweiten Weltkrieges, von Vernichtung, Massenmorden, einer europaweiten Verfolgung und Terror.

Wir erinnern an den Überfall auf Polen und den 110. Geburtstag von Kurt Swaen und zeigen im Anschluss den Film, für den er die Filmmusik komponierte, «Der Fall Gleiwitz». Minutiös zeigt der DEFA-Film die Aussagen des ehemaligen SS-Hauptsturmführers Alfred Naujocks, der für die Durchführung der Propagandaaktion Gleiwitz zuständig war. Der Film von 1961 basiert auf den Vernehmungsunterlagen britischer Behörden sowie Protokollen seiner Aussagen in den Nürnberger Prozessen.
Artikel von Jürgen Runzheimer «Der Überfall auf den Sender Gleiwitz im Jahre 1939». In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 10. Jahrg., 4. H. (Oct., 1962), pp. 408-426.

Eine gemeinsame Informations-und Gedenkveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit der «Deutsch-Polnischen Gesellschaft der BRD e.V». und der «Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten» anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls auf Polen.

Artikel von Jürgen Runzheimer «Der Überfall auf den Sender Gleiwitz im Jahre 1939». In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 10. Jahrg., 4. H. (Oct., 1962), pp. 408-426.
https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1962_4_3_runzheimer.pdf

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Antifaschistischer Fahrrad-Korso | Entlang an Orten von Verfolgung und Widerstand 1933-1945 | Deutsche Großmachtsträume platzen lassen!

20.08.2019
08.09.2019, 11:00 Uhr - 08.09.2019, 15:00 Uhr

Im Andenken an Heinz Kapelle, hingrichtet am 1. Juli 1941 in Plötzensee
Überlebende der Konzentrationslager und Zuchthäuser begründeten im Jahr 1945 die Tradition, am zweiten Sonntag im September der Opfer des Faschismus zu gedenken. Als Tag der Erinnerung und Mahnung – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg – verbindet er heute das Gedenken an die Opfer des Nazi- Regimes mit wichtigen Debatten der Gegenwart.

http://www.tag-der-mahnung.de/
In diesem Jahr beginnen wir an der Hufeisensiedlung mit einer Kundgebung:
“Rechter Terror in Berlin- Untersuchungsausschuss jetzt!“

Danach schließt sich unser traditioneller antifaschistischer Fahrradkorso an, den wir Heinz Kapelle gewidmet haben. Am 8. September 1939, wenige Tage nach dem Überfall der faschistischen Wehrmacht auf Polen, verteilten er und Freund*innen ein Flugblatt „Ich rufe die Jugend der Welt“ gegen den Krieg. Sie wurden am 16. Oktober 1939 verhaftet. Heinz wurde am 1. Juli 1941 in Plötzensee hingerichtet

Einige Stationen:

• Die Gruppe Franke
• Der Mord an Luke Holland
• Zwangsarbeit für den Krieg
• Heinz Kapelle – „Ich rufe die Jugend der Welt“
• Fritz Schmenkel – Spuren auf dem RAW-Gelände
• Jugendliche verstecken Wehrmachtsdeserteur

Ziel (gegen 15.00):
„Wach auf es ist Krieg!“
Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung

im Jugendkulturzentrum Königstadt | Saarbrücker Straße 23, 10405 Berlin | Nähe Senefelder Platz

Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.
[Berliner VVN-BdA e.V.]
Magdalenenstraße 19, 10365 Berlin | berlin.vvn-bda.de

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Bundesweiter Aktionstag: Schwangerschaftsabbruch raus aus dem Strafgesetzbuch!

19.08.2019
28.09.2019, 10:00 Uhr - 28.09.2019

Wann: Samstag, 28.9.2019, ganztägig

Wo: Bundesweit

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung ruft am 28. September 2019 zu bundesweiten Aktionen zum InternationalenTag zur Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Nachfolgend wird der Aufruf des Bündnisses zitiert. Weitere Informationen unter: www.sexuelle-selbstbestimmung.de

"Die meisten Menschen denken, dass Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland problemlos möglich sind. Dies trifft jedoch nicht zu. Auch hierzulande wird das Recht auf selbstbestimmte Familienplanung und sexuelle Selbstbestimmung angegriffen: Trotz vielfältiger Proteste bleibt bis heute das grundsätzliche Verbot zum Schwangerschaftsabbruch mit den Paragrafen 218/219 im Strafgesetzbuch (StGB) bestehen. Schwangerschaftsabbrüche werden somit kriminalisiert, und dadurch weiterhin gesellschaftlich geächtet und tabuisiert, anstatt als Teil der öffentlichen Gesundheitsversorgung zu gelten. Auch nach der völlig unzureichenden Änderung des § 219a StGB aufgrund des Drucks einer breiten zivilgesellschaftlichen Kampagne bleiben die Möglichkeiten für Ärzt*innen zur Information eingeschränkt: Noch im Juni wurden zwei Ärztinnen zu insgesamt 4000 Euro Strafe verurteilt, weil sie auf ihrer Internetseite darüber informieren, dass ein „medikamentöser, narkosefreier” Schwangerschaftsabbruch zu ihrem Leistungsspektrum gehört. Das ist nicht hinnehmbar!

Wir haben bundesweit kein flächendeckendes Angebot von ÄrztInnen oder Kliniken, die Abbrüche durchführen. So müssen ungewollt Schwangere in vielen Gegenden mehrere Stunden Weg auf sich nehmen, um zur nächsten Praxis zu gelangen. Häufig treffen sie dort auf Abtreibungsgegner*innen, die die Praxen und Beratungsstellen belagern und versuchen, Druck auf die Schwangeren aufzubauen. Durch Stigmatisierung und Kriminalisierung, sowie mangelnde medizinische Ausbildung, schrumpft auch das bestehende Angebot bedrohlich weiter.

Anstatt diesen Versorgungsengpass zu beseitigen, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn 5 Millionen Euro zur Erstellung einer Studie freigegeben, die nur zeigen kann, was längst empirisch belegt ist: Ein Schwangerschaftsabbruch ist kein Auslöser für psychische Probleme. Im Gegenteil, neuere Studien deuten darauf hin, dass vielmehr ungewollt Schwangere, denen der Abbruch verwehrt wurde, häufiger unter psychischen und anderen gesundheitlichen Problemen leiden, als jene, die eine ungewollte Schwangerschaft beenden konnten.

Das Beenden von ungewollten Schwangerschaften war und ist in allen Gesellschaften und zu allen Zeiten üblich und unumgänglich. Fundamentalistische Christ*innen und konservative, rechte Parteien weltweit haben das Thema Schwangerschaftsabbruch ganz oben auf ihre Agenda gehoben, um damit kirchliche bzw. staatliche Kontrolle über unsere Körper zu erlangen. ·

Taktisch präsentieren sich Fundamentalist*innen dabei oft als vermeintliche Schützer*innen von behindertem Leben, und versuchen Feminist*innen und Behindertenrechtsaktivist*innen gegeneinander auszuspielen und moralisch zu diskreditieren. Was dieser vorgebliche Lebensschutz jedoch ignoriert:

Weltweit sterben jährlich nachweislich mindestens 22.800 ungewollt Schwangere an den Folgen eines unsicheren, unprofessionell durchgeführten Schwangerschaftsabbruchs. Das zeigt, wie wichtig es ist, legale und sichere Abbruchmöglichkeiten durchzusetzen. Auch in Deutschland wird in 15% der Abbrüche noch die von der WHO als „weniger sicher“ klassifizierte Ausschabung als Methode gewählt. Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch muss Teil der Gesundheitsversorgung sein!

Am 28. September ist der internationale Tag zur Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen mit weltweit stattfindenden Aktionen. Wir rufen dazu auf, auch in Deutschland bundesweit am 28. September auf die Straße zu gehen, um internationale Solidarität zu zeigen und uns unsere sexuelle Selbstbestimmung zu erkämpfen: 

Wir bestimmen, ob wir eine Schwangerschaft austragen wollen! Wir lassen uns unsere Selbstbestimmung von Choice-Gegner*innen, Konservativen und Rechten nicht nehmen! §§ 218/219 müssen raus aus dem Strafgesetzbuch.

Anleitung für die Planung einer Aktion am 28.9. – Safe Abortion Day

Wie könnt ihr unterstützen?

  • Organisiert Veranstaltungen und Aktionen rund um das Thema sexuelle Selbstbestimmung: Filmvorführungen, Podiumsgespräche, Lesungen, Flashmobs, Kundgebungen, Infostände, Solipartys, Buttonworkshops, Konzerte, Mahnwachen, Lesekreise,…
  • Nutzt die Woche, um die Gründung von Pro-Choice-Gruppen zu initiieren und organisiert ein Auftakttreffen: Beratungsstellen, Ärzt*innen, Anwält*innen, Eltern, Katholik*innen, Medizinstudierende, Künstler*innen,… es kann gar nicht genug Menschen geben, die für sexuelle Selbstbestimmung eintreten.
  • Unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit durch Pressemitteilungen oder eine Aktionswoche auf Social Media. Diese könnt ihr nutzen, um eure Community zu Themen rund um die reproduktiven Rechte aufzuklären.
  • Teilt diesen Aufruf und leitet ihn an Interessierte, über Verteiler und in euren Netzwerken weiter.

Meldet eure Aktion bitte kurz an info@sexuelle-selbstbestimmung.de. So taucht eure Aktion in der bundesweiten Pressemitteilung auf und wir können mit vielen Aktionen in vielen Städten an die Öffentlichkeit gehen."

 

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Degrowth for Future? Wachstumskritik in Zeiten von Klimanotstand und Fridays for Future

19.08.2019
19.09.2019, 19:00 Uhr - 19.09.2019, 21:00 Uhr

Veranstaltungsort: Prinzessinnengärten, Prinzenstraße 35-38, 10969 Berlin

Unendliches Wachstum ist auf einem endlichen Planeten nicht möglich, so eine zentrale Einsicht der Kritik am Wirtschaftswachstum. Aber welche Rolle spielt Wachstumskritik in wissenschaftlichen Klimadebatten und Klimaprotesten? Sollten Fridays for Future eine Postwachstumsökonomie einfordern? Was heißt überhaupt "Degrowth" und wie kann eine Tranformation zu einer Gesellschaft aussehen, in der das gute Leben für alle jenseits des Wachstums im Mittelpunkt steht?

In dem Café Décroissance stellen die Autor/innen Matthias Schmelzer und Andrea Vetter ihr neues Buch "Degrowth/Postwachstum zur Einführung" vor. Nach kurzen Kommentaren von Gregor Hagedorn, Initiator der Initiative Scientists for Future und Emma Fuchs, aktiv bei Fridays for Future, kommt FairBindung mit euch gemeinsam ins Gespräch.

Mit:

  • Matthias Schmelzer (Konzeptwerk Neue Ökonomie)
  • Andrea Vetter (Konzeptwerk Neue Ökonomie)
  • Gregor Hagedorn (Scientists for Future)
  • Emma Fuchs (Fridays for Future)

Eine Kooperation von Fairbindung e.V. und Konzeptwerk Neue Ökonomie mit der der Heinrich-Böll-Stiftung

Information:   
Kristina Utz, FairBindung e.V.,
E-Mail, kristina.utz@fairbindung.org,
Telefon +49 (0)30 23535970

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Generalstreik fürs Klima

18.08.2019
27.08.2019, 19:00 Uhr - 27.08.2019

Info- und Vernetzungsabend mit der FAU Berlin:

Seit Monaten bestreiken jeden Freitag Kinder und Jugendliche ihre Schulpflicht gegen die Zerstörung der Ökosysteme und des Weltklimas. Zum 20. September haben die Schüler*innen von Fridays For Future die Arbeitenden zum Mitstreiken aufgerufen. Doch was ist eigentlich ein Generalstreik und wie macht man den? Wie bringen wir den Streik von der Schule in die Büros und Fabriken? Wer kann alles streiken und wie?
Über all dies hat die FAU Berlin Informationen und Ideen gesammelt. Am 27.8. wollen wir diese ab 19 Uhr in den Räumen der Schwester Martha (Ex-Rauchhaus) mit euch teilen. Mit Infos von Klimagerechtigkeits-Aktivist*innen, einem historischem Input zu Generalstreiks in Deutschland, einer kurzen Übersicht der Rechtslage in Deutschland und natürlich der gewerkschaftlichen Perspektive auf die kommenden Klassenkämpfe fürs Klima.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt, der Raum ist nicht barrierefrei zugänglich. Es wird Essen geben.

Mehr Informationen zum Global Strike und mehr gibt es unter anderem hier:

https://globalclimatestrike.net/
https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/ oder #AlleFürsKlima
https://www.scientists4future.org/stellungnahme/fakten/
https://www.earth-strike.com/
 

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AfD? Nein Danke!

16.08.2019
18.08.2019, 15:00 Uhr - 18.08.2019

Wann: Sonntag, 18. August, 15 Uhr

Wo: Katharinenkirchplatz, Brandenburg an der Havel

Neben Sachsen und Thüringen stehen auch in Brandenburg die Landtagswahlen ins Haus. Spitzenkandidat der AfD ist hier Andreas Kalbitz, der eine einschlägig rechtsextreme Vergangenheit hat. Und das Vergangene liegt der AfD am Herzen, das sie besonders im Wahlkampf gerne heraufbeschwören und festigen wollen. Dafür organisiert die Partei häufig harmlos anmutende, bürger:innennahe Marktplatzfeste mit Hüpfburg, Bratwurst und Bier, um ihre diskriminierende Politik in Pappschalen mit Plastikbesteck in kleinen Häppchen zu servieren. Zu einem solchen „Volksfest“ lädt sie am Sonntag in Brandenburg an der Havel. Als Gäste werden Alexander Gauland, Andreas Kalbitz, Gottfried Curio u. a. erwartet.

Gegen diese Veranstaltung der Normalisierung von Menschenverachtung, Diskriminierung und rechter Hetze formieren sich Proteste. Ein breites Bündnis von Gewerkschaften Initiativen, Parteien und selbst organisierten Gruppen möchte den Widerspruch gegen die AfD in Hör- und Sichtweite des „Volksfestes“ präsentieren. Dafür wird ein offenes Familienfest organisiert. Sie wollen für ein buntes und solidarisches Brandenburg einstehen. Keine Solidarität aber mit Neonazis. Das Familienfest wird Musik, Redebeiträge, Essen, ebenfalls eine Hüpfburg, Spiele, Theater und Diversität anbieten, um das bunte Gemeinsame zu feiern. 15 Uhr, Katharinenkirchplatz

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Gegen den Heß-Aufmarsch und sämtlichen Rechtsextremismus

14.08.2019
17.08.2019, 10:00 Uhr - 17.08.2019

Wann: Samstag, 17. August 2019, ab 10 Uhr

Wo: In gesamt Berlin

Samstag, 17. August

Das Anti-Rudolf-Heß-Marsch-Spezial

In den vergangenen zwei Jahren marschierten Neonazis in Berlin auf, um Rudolf Heß, dem sogenannten Stellvertreter Hitlers, zu gedenken. Insbesondere die Erinnerungen an das vergangene Jahr sind von Missmut gezeichnet: Zwar fanden sich wie schon 2017 breit Bündnisse und Initiativen in Spandau ein, die den Aufmarsch in diesem Stadtteil verhinderten. Doch die Neonazis hatten eine kurz zuvor angemeldete Alternativroute durch Friedrichshain nach Lichtenberg in Petto. Der Gegenprotest blieb größtenteils in Spandau gebündelt, so konnten die Neonazis ihre Route ohne größere Störungen durchmarschieren.

Das sollte sich nicht wiederholen. Frühzeitig fanden sich in diesem Jahr Bündnisse, Nachbarschafts-Initiativen, Gruppen und andere Projekte zusammen und organisierten für den 17. August 2019 Kundgebungen, Straßenfeste und Demonstrationen in sämtlichen Berliner Stadtteilen. Bravo!

Selbst wenn die Neonazis keinen Aufmarsch anmelden werden, finden folgende Aktionen gegen Rechtsextremismus statt:

Alexanderplatz: Das Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin organisiert hier eine große Protestkundgebung. Diese wird vom Berliner Bündnis gegen Rechts unterstützt. 10:30 Uhr

Spandau-Staaken: Die AG Vielfalt der Stadtteilkonferenz Heerstraße ruft zu einem für Respekt und Toleranz auf. 10 Uhr

Spandauer Wilhelmstadt: Nahe des Ortes des ehemaligen NS-Kriegsverbrechergefängnisses findet ein Fest der Demokratie statt. Wilhelmstraße 23, 11 Uhr

In Lichtenberg ruft das Lichtenberger Bündnis für Demokratie & Toleranz unter dem Motto „Laut gegen Neonazis“ zu einer Kundgebung vor dem Bahnhof Lichtenberg. 11 Uhr

In Kreuzberg ruft das AWO Begegnungszentrum zu einer Kundgebung an der Straßenkreuzung Köpenickerstraße/ Engeldamm direkt vor der ver.di Bundesverwaltung unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt- eine bunte Welt ist möglich!“auf. 11 Uhr

Eine detaillierte Übersicht der geplanten Aktionen finden Sie bei dem Senatsprojekt www.berlin-gegen-nazis.de

Weitere Bewegungstermine finden Sie unter: www.taz.de/bewegung

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"Autoritärer Staat und Wege der Befreiung"

12.08.2019
05.09.2019, 19:00 Uhr - 10.10.2019, 21:30 Uhr

In diesem Lesekreis wollen wir uns in Zeiten zunehmender autoritärer Tendenzen mit grundsätzlichen älteren, aber immer noch aktuellen Texten beschäftigen, die sich mit solchen Ursachen, als auch mit möglichen Wegen der Befreiung, auseinandersetzen. Seit den 20iger Jahren beschäftigt sich die Kritische Theorie (Frankfurter Schule) mit dieser Frage und so liegt es nahe, zu untersuchen, ob deren Gedanken auch für heute noch relevant sind. Da es für eine gesellschaftliche Perspektive der Veränderung notwendig ist, sich mit den Subjekten der Befreiung zu befassen, soll auch der Existentialismus Sartres Gegenstand des Lesekreises sein. In der letzten Sitzung des Lesekreises wird unsere Abschlußdiskussion eingeleitet durch ein Inputreferat von einem externen Referenten, der sich Gedanken über Wege der Befreiung im Hier und Jetzt gemacht hat. Seine Frage ist, wie eine über Klassenpolitik und Identitätspolitik hinausweisende Perspektive angegangen werden könnte, ohne diese beiden Bereiche zu ignorieren.

5.9. Max Horkheimer Autoritärer Staat (1940/42)

In diesem während des 2. Weltkriegs in den USA geschriebenen Text, versucht Horkheimer zu begründen, dass es eine globale Tendenz zum autoritären Staat gibt, als Krisenlösungsstrategie des Spätkapitalismus. Aufbauend auf Friedrich Pollocks Studien zum Staatskapitalismus, vertritt Horkheimer die These, dass mit dem Übergang zu den großen Monopolen die liberale Phase des Kapitalismus beendet ist und die Menschen immer mehr zu Anhängseln der großen bürokratischen Apparate werden. Dies gilt spiegelbildlich auch für die Sowjetunion, wenn auch aus anderen Gründen. Wenn auch nach Horkheimer selbst die „Feinde des autoritären Staates“ die Freiheit nicht mehr denken könnten, was sich als Zerstörung der Kommunikation auswirken würde, bliebe es dennoch die Aufgabe der kritischen Theorie, an deren Möglichkeit festzuhalten und die Notwendigkeit von revolutionärem Bruch und Spontanität der Massen deutlich zu machen.

12.9. Hans-Jürgen Krahl Zur Geschichtsphilosophie des Autoritären Staates (1968/69)

In diesem Text bezieht Krahl den Gedanken von Horkheimer auf die 68er Zeit und versucht die Aufgabe der Bewegung in einem möglichen Befreiungsprozess zu bestimmen. Gerade weil die Entwicklung der Produktivkräfte schon lange die materielle Basis für eine freie Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung erreicht hat, bedarf es nach Krahl der permanenten Staatsintervention um den Umschlagspunkt dorthin, zu verhindern. Repression und Sozialstaat sind beides Momente der Integration und Apathisierung der Massen, Ausdruck des autoritären Staates. Da die kapitalistische Phase von Konkurrenz und freien Bürgertum vorbei ist, braucht es nach Krahl eine neue revolutionäre Theorie, eine Theorie, welche die Gesellschaft unter dem Aspekt der Veränderbarkeit begreift - neu, da sich die Bedingungen verändert haben. Diese Theorie müsse an den Bedürfnissen der Menschen ansetzen und durch organisierte Praxis einen Weg aus der Ohnmacht entwickeln. Die zunehmend proletarisierten Kopfarbeiter*innen haben dabei eine wichtige Funktion als Teil des Gesamtarbeiters (Kopf- und Handarbeit gemeinsam). Eine zu schaffende Organisation als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis habe dabei nach Krahl die Aufgabe die Kämpfe zu reflektieren, als Gedächtnis zu fungieren und eine Strategie zu entwickeln.

19.9. Jean Paul Sartre „Fragen der Methode“ und Sven Oliveira Cavalcanti (sopos) Das Subjekt im Marxismus – Berührungen zwischen kritischer Theorie und Sartres Existentialismus (2005)

Auf Grund der zunehmenden Dogmatisierung des Marxismus macht Sartre in diesem Text deutlich, dass der Existentialismus als Subjektphilosophie notwendig ist, um die Möglichkeiten der Freiheit des Individuums gegen die alles determinierende Theorie aufrechtzuerhalten. Anders als in den 20er Jahren erkennt Sartre die Marxsche Theorie, den Klassenkampf und die Notwendigkeit der Revolution an, aber er kritisiert an dem bestehenden Marxismus den Mangel, sich mit dem Subjekt der Befreiung auseinanderzusetzen. Die autoritären kommunistischen Parteien trennen Basis und Führung, isolieren die Intellektuellen und machen die Menschen zu willfährigen Objekten – analog verfährt die entsprechende Theorie. Solange dies so sei, braucht es nach Sartre den Existentialismus als Korrektiv um die Spielräume der Freiheit des Individuums auszuloten. Lässt der Marxismus den Menschen in der Idee aufgehen, so sucht der Existentialismus „ihn überall, wo er geht und steht, bei seiner Arbeit, zu Hause und auf der Straße.“
Der zum 100. Geburtstag von Sartre entstandene Aufsatz von Cavalcanti vergleicht Sartre mit Marcuse besonders in Bezug auf ihren Blick auf das Subjekt und ihrer Kritik am herrschenden Marxismus. Er weist zahlreiche Parallelen nach und kommt zu dem Schluss, dass sowohl die kritische Theorie Marcuses, als auch die Sartres nur daher so eine Bedeutung gewonnen hätten, da die russische Revolution in Bezug auf die Freiheit des Subjekts gescheitert sei.

26.9. Herbert Marcuse Eine Revolution der Werte (1973) und Die 68er Bewegung – 10 Jahre danach (1978)

Nach der Niederlage der 68er Bewegung reflektiert Marcuse in zahlreichen Texten deren Scheitern und macht gleichzeitig stark, auf welchen Gebieten sie emanzipatorische Prozesse in Gang gesetzt hat. Die von ihr ausgelöste Kulturrevolution, eine Revolution der Werte, hat den verengten Blick auf das Industrieproletariat als revolutionärem Subjekt gesprengt und zahlreiche neue soziale Bewegungen entstehen lassen. Marcuse weist nach, dass in zahlreichen vergangenen Umbrüchen, eine Revolution der Werte einer wirklichen Revolution vorangegangen ist und versucht herauszufinden wie die zahlreichen Bewegungen zusammenkommen könnten. Bewusstseinsentwicklung ist sein Bezugspunkt und in seinem Text von 1978 fragt er ob es im herrschenden Bewusstsein Elemente gibt, mit denen die Auflösung des Systems der Bedürfnisse vorangetrieben werden kann, obwohl sie den objektiven Verhältnissen entsprechen. Er propagiert Demokratisierung und innere Transformation der kapitalistischen Produktion und Konsumtion bis zu dem Punkt, wo Quantität in Qualität umschlägt: „in das befriedete Dasein von Mensch und Natur.“

3.10. entfällt

10.10. Input-Vortrag für die Abschlussdiskussion mit einem externen Referenten um über Perspektiven der Befreiung heute nachzudenken.

„Klassenkampf versus Identitätspolitik - Kann es ein dazwischen geben?“

Viele Menschen sind misstrauisch gegenüber linker Politik. Die Abwendung von herkömmlich der Arbeiterbewegung nahestehenden Parteien oder auch den Gewerkschaften ist ein in ganz Europa wahrnehmbares Phänomen. Auf der anderen Seite wird in linken Kreisen häufig über die so genannte Identitätspolitik gesprochen. Damit ist gemeint, dass von dem Selbstverständnis der eigenen Identität ausgegangen wird, um zu schauen, wo gesellschaftliche Mängel liegen, die politisch geändert werden müssen. Obwohl in diesem Bereich immer wieder Erfolge erzielt werden, bleibt auch hier der Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen begrenzt. In dem Vortrag soll daher die Frage aufgeworfen werden, wie mit Begriffen von Zivilgesellschaft, Pluralität und Naturverhältnissen ein Weg zu denken wäre, in dem diese beiden Seiten nicht verloren gehen, gleichzeitig aber eine neue Perspektive gesellschaftlicher Entwicklung aufgemacht werden kann.

Seminarleitung: Micky Haque

Die Anmeldung gilt für alle fünf Sitzungen. Wir wünschen uns eine kontinuierliche Teilnahme an allen Terminen. Wegen der Teilnahmebegrenzung bitten wir nur um wirklich verbindliche Anmeldungen.

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Selbstverwaltete Jugendzentren Erhalten : # Rückt den Bunker raus !

12.08.2019
16.08.2019, 16:00 Uhr - 16.08.2019, 23:00 Uhr

Selbstverwaltete Projekte/ Jugendzentren erhalten und erkämpfen !

Unsere Forderungen an Stadt und Land Berlin :

                                                             #RücktdenBunkerraus

 

Seit einiger Zeit setzten wir uns aktiv für den Erhalt der beiden durch denGentrifizierungs-Wahn bedrohten selbstverwalteten (autonomen) JugendzentrenPotse und Drugstore ein. Beide Projekte sollten zu Jahresbeginn ihre angestammtenRäumlichkeiten „ohne“ adäquaten Ersatz räumen,was das Potse-Kollektiv bis zumheutigen Tag verweigert und die Räume auch weiterhin besetzt hält. Die aktuelle Situation sieht für die weitere Zukunft der beiden Jugendzentren eher recht beschissen aus, um das mal ganz deutlich zu sagen. Bisher weigert sich die Stadt/das Land Berlin sich dieses Problems anzunehmen und schiebt die Verantwortlichkeiten auf den Bezirk Tempelhof/Schöneberg ab, der aktuell eineRäumungsklage gegen das Potse-Kollektiv eingereicht hat und somit jeglichen Rest anVertrauen der jungen Menschen damit wohl verspielt haben dürfte. Davon malabgesehen hat sich der Bezirk auch in den letzten Jahren nicht dazu in der Lage gesehen oder politisch nicht gewollt angemessene Ersatzräume bereitzustellen. Wir werden es aber auch weiternicht hinnehmen, dass mehrere Jahrzehnte aktive selbstverwaltete autonome Jugendarbeiteinfach so - mir nichts - dir nichts durch die Ignoranz von geldgierigen Investorenund der politisch Verantwortlichen aus dem Berliner Stadtbild (und darüber hinaus) verschwinden.

Den Bunker für die Punker !

Keine hundertfuffzig Meter entfernt steht der seit Jahrzehnten kaum genutzte Hochbunker in der Pallasstraße.

Der Hochbunker bietet Möglichkeiten für kulturelle Vielfalt, Platz sich kreativ auszutoben und mal eben Krach zu machen. Zur Unterstützung der beiden Jugendzentren und zur Durchsetzung uneser Forderungen den Hochbunker in der Pallasstrasse 29 als Ersatzort für die Jugendzentren und darüber hinaus für viele weitere Projekte aus sozialengagierten Gruppen Kunst und Kultur mit antifaschistischem Hintergrund zu eröffnen und somit auch ein zukunftsweisendes Projekt in dieser Stadt zu eröffnen.

Deshalb fordern wir : Rückt den Bunker raus !

ab Freitag dem 16.08. bis zum 18.08. ab 16Uhr

Kundgebung am Bunker

An allen Tagen gibt es ein Kulturprogramm mit Kinderfest, Flohmarkt, lecker Essen, Infos, viel Mukke und Redebeiträgen !

Kommt zahlreich, bringt Kraft und Phantasie mit.

Stoppt den Ausverkauf der Stadt !

Nähere Infos demnäxt unter :       #RuecktdenBunkerraus und letsgetunited.blogsport.eu

 

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Selbstverwaltete Jugendzentren Erhalten : # Rückt den Bunker raus !

12.08.2019
18.08.2019, 11:00 Uhr - 18.08.2019, 17:00 Uhr

Selbstverwaltete Projekte/ Jugendzentren erhalten und erkämpfen !

Unsere Forderungen an Stadt und Land Berlin :

                                                             #RücktdenBunkerraus

 

Seit einiger Zeit setzten wir uns aktiv für den Erhalt der beiden durch denGentrifizierungs-Wahn bedrohten selbstverwalteten (autonomen) JugendzentrenPotse und Drugstore ein. Beide Projekte sollten zu Jahresbeginn ihre angestammtenRäumlichkeiten „ohne“ adäquaten Ersatz räumen,was das Potse-Kollektiv bis zumheutigen Tag verweigert und die Räume auch weiterhin besetzt hält. Die aktuelle Situation sieht für die weitere Zukunft der beiden Jugendzentren eher recht beschissen aus, um das mal ganz deutlich zu sagen. Bisher weigert sich die Stadt/das Land Berlin sich dieses Problems anzunehmen und schiebt die Verantwortlichkeiten auf den Bezirk Tempelhof/Schöneberg ab, der aktuell eineRäumungsklage gegen das Potse-Kollektiv eingereicht hat und somit jeglichen Rest anVertrauen der jungen Menschen damit wohl verspielt haben dürfte. Davon malabgesehen hat sich der Bezirk auch in den letzten Jahren nicht dazu in der Lage gesehen oder politisch nicht gewollt angemessene Ersatzräume bereitzustellen. Wir werden es aber auch weiternicht hinnehmen, dass mehrere Jahrzehnte aktive selbstverwaltete autonome Jugendarbeiteinfach so - mir nichts - dir nichts durch die Ignoranz von geldgierigen Investorenund der politisch Verantwortlichen aus dem Berliner Stadtbild (und darüber hinaus) verschwinden.

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Der Hochbunker bietet Möglichkeiten für kulturelle Vielfalt, Platz sich kreativ auszutoben und mal eben Krach zu machen. Zur Unterstützung der beiden Jugendzentren und zur Durchsetzung uneser Forderungen den Hochbunker in der Pallasstrasse 29 als Ersatzort für die Jugendzentren und darüber hinaus für viele weitere Projekte aus sozialengagierten Gruppen Kunst und Kultur mit antifaschistischem Hintergrund zu eröffnen und somit auch ein zukunftsweisendes Projekt in dieser Stadt zu eröffnen.

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