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Updated: 5 hours 42 min ago

Schulbauoffensive ganz privat

06.06.2018
08.06.2018, 19:00 Uhr - 08.06.2018

Der Berliner Senat möchte die sogenannte Schulbauoffensive durchführen. Diese sieht u. a. mit einem Budget von 10 Millionen Euro die Sanierung alter Schulen vor. Das hört sich ja erst mal ganz gut an. Jedoch werden die Bau- und Sanierungsaufgaben an die HoWoGe GmbH ausgegliedert, der im Gegenzug für 20 bis 30 Jahre die entsprechenden Schulgrundstücke und -gebäude übertragen werden. Auch wenn es sich dabei um eine landeseigene GmbH handelt, werden betroffene Schulen ins Privatrecht überführt. Letztlich kann dies somit als Privatisierung der Schulen interpretiert werden.

Die „Volksinitiative: Unsere Schulen“ befürchtet in der Folge intransparente Verträge, weitere Privatisierungen und die Entstehung von Spekulationsobjekten. Deswegen engagiert sie sich mit einer großangelegten Unterschriftensammlung für eine öffentliche Anhörung zum Schulbau. Ihr Vorhaben stellen sie am Freitag im FAU-Lokal vor (8. 6., Grüntaler Straße 24, 19 Uhr).

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Karl Marx und die Geburt der modernen Gesellschaft Biographie, Politik und Werk. 1818-1841

06.06.2018
19.06.2018, 19:00 Uhr - 19.06.2018, 21:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Dr. Michael Heinrich

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx wird der Autor Michael Heinrich den ersten Band einer dreiteiligen neuen Marx-Biographie vorlegen und an diesem Abend vorstellen. Unter den bereits existierenden mehr als 25 umfangreichen Marx-Biographien nimmt bisher keine Leben und Werk von Marx gleichermaßen in den Blick. Mit dieser Biographie soll genau das versucht werden. Denn ohne Kenntnis des Lebens von Karl Marx, seiner Konflikte und Kämpfe und der zeitgenössischen Auseinandersetzungen lässt sich die Entwicklung seiner Werke nicht begreifen. Andererseits lassen sich aber auch die Wendungen des Marxschen Lebensweges nicht ohne sein Werk verstehen. Ein genauerer Blick wird so manche Legende zerstören, die bislang unkritisch kolportiert wurde.

Einen umfassenden Überblick über das Projekt Karl-Marx-Biografie mit zahlreichen Texten, Interviews und Videos finden Sie hier.

Der Politikwissenschaftler Michael Heinrich forscht und publiziert seit vielen Jahren über Karl Marx und seine Werke. Er lehrte und lehrt an Universitäten und Hochschulen in Wien und Berlin.

 

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Beitragen statt Aufrechnen – Commoning statt äquivalentes Tauschen

06.06.2018
15.06.2018, 19:00 Uhr - 15.06.2018, 21:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Dr. Sigrun Preissing (Wirtschaftethnologin & Praktikerin, Tübingen)

In Deutschland und weltweit gibt es zahlreiche Projekte, die sich zum Ziel gesetzt haben die äquivalente Tauschlogik untereinander außer Kraft zu setzen und damit die Qualität ihres Wirtschaftens im kleinen Rahmen grundsätzlich zu verändern. Eines dieser Projekte ist der «Pappelhof». Es besteht aus einer Gruppe von 800 Menschen, die rund um einen landwirtschaftlichen Betrieb gruppiert, Geben und Nehmen entkoppelt haben. Sie produzieren für- und miteinander oder tragen anderweitig zur gegenseitigen Bedürfnisbefriedigung bei. Gleichzeitig kann sich jede Person unabhängig von ihrem Beitragen nehmen, was sie benötigt. Wie verändern sich die Beziehungen zwischen beteiligten Personen, wenn sie nicht mehr miteinander abrechnen? Wie verändert sich das Verhältnis zur Landschaft, den Dingen, der Mitwelt, wenn sie Teil eines Beitragsprozesses zwischen Menschen sind und nicht durch Verkauf «in Wert gesetzt» werden? Was bedeutet «Wert» in einem Kontext, in dem nicht aufgerechnet wird? Zudem können sich die Besucher_innen im Rahmen der Veranstaltung über einen in Stuttgart geplanten Leihladen informieren, der ebenfalls ein Projekt der Beitragsökonomie sein wird.

Dr. Sigrun Preissing hat zwei Jahre in diesem Netzwerk geforscht und ist gleichzeitig selbst seit 20 Jahren Teil unterschiedlicher Beitragsökonomien.

Veranstaltung in Kooperation mit teilbar e.V.

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Marx200: Karl Marx und die Entstehung der Arbeiterbewegung

06.06.2018
12.06.2018, 19:00 Uhr - 12.06.2018, 21:00 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Erhard Korn (Vorsitzender Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg)

«Er ist wieder da» schrieb vor kurzem sogar Die Zeit auf ihrer Titelseite. Lange galt er als veraltet, als toter Hund. Wirtschaftskrisen und Armut seien verschwunden. Da wird – 150 Jahre nach dem Erscheinen von Marx` Hauptwerk «Das Kapital» ein Buch über das Kapital im 21. Jahrhundert zum Bestseller und Gewerkschafter/innen diskutieren über die «Klassenfrage».

Erhard Korn, Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg, zeigt auf, wie die Arbeiterbewegung im 19. Jh. entstand, wie ihre Organisationen sich entwickelten und wie der junge Marx schon ab den 1840er Jahren mit Engels Einfluss darauf nahm.

Was sagt uns dieser Marx heute – in seinem 200. Geburtsjahr?

Veranstaltung in Kooperation mit den Freidenkerinnen & Freidenkern Ulm/Neu-Ulm

Der Vortrag ist Teil des Projektes Marx200 der Rosa-Luxemburg-Stiftung, das ganzjährig 2018 mit Veranstaltungen, Publikationen, Debattenbeiträgen und einem multimedialen Angebot das Jubiläum des 200. Geburtsages von Karl Marx begleitet.

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Demokratieschutz als Staatsschutz – der Feind steht links Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «45 Jahre JUZ-Friedrich-Dürr in Mannheim»

06.06.2018
07.06.2018, 19:30 Uhr - 07.06.2018, 21:30 Uhr

Vortrag/Diskussion mit Maximilian Fuhrmann

Die BRD versteht sich als wehrhafte Demokratie. Um die Demokratie zu schützen werden Verfassungsfeinde bzw. Extremist_innen präventiv bekämpft. Als Extremist_in gilt, wer gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung opponiert. Doch wer entscheidet darüber, wann dies der Fall ist? Warum läuft diese Form des Demokratieschutzes in erster Linie auf den Schutz des Staates hinaus und warum fordert die AfD vehement eine Neuauflage der Extremismusklausel?
 
Maximilian Fuhrmann rekonstruiert in seiner Doktorarbeit das politische Selbstverständnis der BRD

ab 19 Uhr: Vokü

Veranstaltung in Kooperation mit INPUT Mannheim/Heidelberg im Rahmen des Jugendbildungsprogramms und mit dem Jugendzentrum «Friedrich Dürr» Mannheim

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50 Jahre «1968» Bini Adamczak über das Begehren nach gesellschaftlichen Beziehungsweisen der Solidarität

06.06.2018
06.06.2018, 20:00 Uhr - 06.06.2018, 22:00 Uhr

Diskussion/Vortrag mit Bini Adamczak

Im Oktober 2017 jährt sich die Russische Revolution zum 100. Mal. Anlass genug, die Ereignisse von 1917 durch das Prisma 1968 zu betrachten und beide Revolutionen in ein Verhältnis wechselseitiger Kritik zu bringen. Während 1917 auf den Staat fokussierte, zielte 1968 auf das Individuum. In Zukunft müsste es darum gehen, die »Beziehungsweisen« zwischen den Menschen in den Blick zu nehmen. Das Buch analysiert die revolutionären Geschlechterverhältnisse als Verhältnisse, die zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, «Nahbeziehungen» und «Fernbeziehungen» geknüpft sind – das Geschlecht der Revolution. So tritt ein Begehren zutage, das nach wie vor seiner Realisierung harrt: das Begehren nach gesellschaftlichen Beziehungsweisen der Solidarität.

Bini Adamczak lebt in Berlin und arbeitet als Autorin und Künstlerin zu politischer Theorie, queerfeministischer Politik und der vergangenen Zukunft von Revolutionen. Zum Thema veröffentlichte sie 2017 den Band «Beziehungsweise Revolution: 1917, 1968 und kommende» (edition suhrkamp, 2017).

Ab 19:00 Uhr veganes Essen im Infoladen.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Infoladen Tübingen

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Mit Menschrechten spielt man nicht!

06.06.2018
07.06.2018, 08:00 Uhr - 07.06.2018, 10:00 Uhr

Auf dem Spielfeld der Politik stehen Menschen. Es sind Familienangehörige von subsidiär geschützten Flüchtlingen, die auf ein Visum für die Familienzusammenführung warten.

Die meisten von ihnen werden mit dem geplanten ‚Familiennachzugs­neuregelungsgesetz‘ vom Familiennachzug ausgeschlossen. Denn das Gesetz schafft den Rechtsanspruch auf Familienzusammenführung für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz ab.
Gleichzeitig soll das geplante Gesetz Kriterien festlegen, nach denen 1000 Personen pro Monat ausgewählt werden, die als „Humanitäre Fälle“ einreisen dürfen.
Wie kann es dafür faire Kriterien geben? Die Familien von subsidiär geschützten Geflüchteten leben in Kriegs­gebieten oder unter menschenunwürdigen Bedingungen in Übergangslagern oder auf der Straße. Wer von ih­nen soll kein „Humanitärer Fall“ sein? Wenn das Gesetz in Kraft tritt, wird darüber Willkür von Behörden oder der Zufall entscheiden.

  • Wer von den Menschen auf dem Feld wird es schaffen, ausreichend Belege und Beweise für eine Huma­nitäre Notsituation vorzulegen und damit die Botschaft überzeugen?
  • Wer von den Familienangehörigen in Deutschland wird die nächste Hürde schaffen? Die zuständige Aus­länderbehörde muss überzeugt werden, dass ausreichende Integrationsleistungen erbracht wurden.
  • Und die letztendliche Auswahl der 1000 Menschen pro Monat, soll das Bundesverwaltungsamt treffen. Nach welchen Kriterien wird es entscheiden? Das weiß niemand.

Eines ist klar in diesem bösen Spiel: Es können nicht alle gewinnen.
Dieses Gesetz soll uns spalten, indem es Visumverfahren zu einem Wettbewerb macht und die Betrof­fenen in direkte Konkurrenz zueinander bringt.
Nein, das lassen wir nicht zu. Wir werden gemeinsam kämpfen, bis alle unsere Familien hier sind.

Grundrechte dürfen nicht von Quoten abhängen!

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Karlsruhe sagt STOP KOHLE !

05.06.2018
24.06.2018, 11:00 Uhr - 24.06.2018, 12:00 Uhr

2018 entscheidet sich, wie lange Deutschland noch am Klimakiller Kohle festhält. Am 24. Juni zeigen deshalb tausende Bürgerinnen und Bürger im ganzen Land ihre Unterstützung für einen raschen Kohleausstieg - und konsequenten Klimaschutz! Wir setzen unsere Handabdrücke unter die Forderung “STOP KOHLE !”  - damit die Bundesregierung den Kohleausstieg endlich richtig anpackt!

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GUTES GELD on Tour: Oikocredit-Partnerbesuch aus Ecuacor mit Kaffeespaziergang, Kaffeeverkostung und Gesprächen

05.06.2018
18.06.2018, 18:00 Uhr - 18.06.2018, 22:00 Uhr

Im letzten Jahr hat Oikocredit deutschlandweit die Kampagne GUTES GELD gestartet. Eines der Highlights der Kampagne 2017 war der Besuch unserer ecuadorianischen Partnerorganisation FAPECAFÉS in mehreren deutschen Städten. Denn was wir bei Oikocredit unter "gutem Geld" verstehen und was eine ethische Geldanlage bewirken kann, lässt sich am besten an konkreten Beispielen verdeutlichen.

FAPECAFÉS ist eine Genossenschaft in Ecuador, der 1.200 kleinbäuerliche Betriebe angehören. Sie ist inzwischen preisgekrönter Fairtrade-Partner und produziert Kaffee aus Überzeugung biologisch. Darüber hinaus finanziert FAPECAFÉS aus überschüssigen Gewinnen zahlreiche Projekte, die der Community zugute kommen.

Wir freuen uns deshalb sehr, dass FAPECAFÉS in diesem Sommer wieder nach Deutschland kommen und im Rahmen unserer Reihe "GUTES GELD on Tour" auch in Berlin Station machen. Dazu möchten wir sehr herzlich einladen:

Bei einem geführten "Kaffeespaziergang" durch den Berliner Stadtteil Wedding werden wir:

  • die Rösterei FLYING ROASTERS besuchen, die den Kaffee von FAPECAFÉS weiterverarbeitet,
  • bei einer professionellen Kaffeeverkostung mehr über den unterschiedlichen Geschmack von Kaffee und Zubereitungsarten erfahren, wirtschaftliche Zusammenhänge der Kaffee-Wertschöpfung kennenlernen und die alternativen Wege einer fairen und genossenschaftlichen Kaffeeproduktion kennenlernen und
  • über GUTES GELD und die internationale Arbeit von Oikocredit ins Gespräch kommen

Mit dabei sind:

  • Arturo Vinicio Martinez Jamarillo (Geschäftsführer FAPECAFÉS)
  • José Hernesto Apolo Espinoza (Qualitätskontrolleur und Kaffeeverkoster bei FAPECAFÉS)

Die Veranstaltung ist auf Deutsch / Spanisch und wird jeweils in die andere Sprache übersetzt. Der Eintritt ist frei.

Wir bitten um Anmeldung über diesen Link.

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Selbtbestimmte Arbeitskämpfe nach dem Ende der großen Fabrien am Beispiel Jena

04.06.2018
08.07.2018, 18:00 Uhr - 08.07.2018, 20:00 Uhr

Mit Peter Nowak, Journalist

Rosa und Lena von der Bildungssektion der FAU Jena

Oft wird behauptet, dass Streiks und Arbeitskämpfe in Zeiten, in denen zumindest in Ländern wie Deutschland die großen Fabriken auf den Rückzug sind, der Vergangenheit angehören. Auf der Veranstaltung soll hingegen gezeigt werden, dass diese von vielen Medien verbreitete und auch bei Linken populäre These falsch ist. Der Journalist Peter Nowak (http://peter-nowak-journalist.de) und Herausgeber des im Verlag Edition Assemblage herausgegebenen Buches, „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht“ (https://www.edition-assemblage.de/ein-streik-steht-wenn-mensch-ihn-selber-macht), wird über die Veränderungen der Arbeitskämpfe sprechen, wenn zunehmend prekäre Kurierfahrer_innen, migrantische Logistikbeschäftigte, Jobber_innen in Spätverkäufen und prekäre Lohnabhängige in den Universitäten gegen ihre schlechten Arbeitsverhältnisse Widerstand leisten.

Rosa und Len von der Bildungssektion der Basisgewerkschaft Freie Arbeiter_innen Union (https://jena.fau.org/2018/05/07/unbezahlte-arbeit-an-der-universitaet-jena) wird dann darüber berichten, wie sich an der Universität Jena prekäre Beschäftigte organisieren, Arbeitskämpfe führen und auch Erfolge haben. Jena ist so auch ein Beispiel für die Arbeitskämpfe nach dem Ende der großen Fabriken. Die Großfabrik VEB Zeiss Jena ist der Lernfabrik Universität Jena mit Zigtausenden prekären Arbeitsverhältnissen gewichen.

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Wer von Gentrifizierung spricht, darf von Kapitalismus nicht schweigen.

04.06.2018
07.06.2018, 21:00 Uhr - 07.06.2018, 22:00 Uhr

mit Videos von Matthias Coers, kommentiert von Peter Nowak

Die Aufwertung ganzer Stadtteile und die Vertreibung von einkommensschwachen Bevölkerungsteilen ist so alt wie der Kapitalismus, der Widerstand der betroffenen Mieter_innen ebenfalls. Nur wurde dieser Widerstand in der Geschichtsschreibung oft nicht erwähnt. Die heutige Mieter_innenbewegung und die Kämpfe gegen Zwangsräumungen, die seit einigen Jahren in verschiedenen Städten entstanden sind, stehen in dieser Traditionslinie. Dieser Widerstand richtet sich nicht nur gegen die Gentrifizierung, sondern auch gegen eine gezielte Verarmungspolitik, die in Deutschland Namen wie Hartz IV und Niedriglohnsektor trägt. Der Soziologe und Filmemacher Matthias Coers (http://zweischritte.berlin) hat mit den Filmen Mietrebellen (http://mietrebellen.de), „Gegenteil von Grau“ (http://gegenteilgrau.de) und Dystopolie diese Kämpfe in Berlin und im Ruhrgebiet auf Film und Video dokumentiert.

Auf der Veranstaltung werden einige dieser Vidoes gezeigt und von dem Journalisten Peter Nowak (http://peter-nowak-journalist.de) eingeführt und kommentiert.

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Tunesien: Zwischen Modell der Moderne und Protest

04.06.2018
07.06.2018, 19:00 Uhr - 07.06.2018, 21:00 Uhr

Die Reihe:
"Pulverfass; Sultan; Glaubenskrieg" - diese kleine Auswahl an Begriffen steht symptomatisch für die häufig verkürzte und teils verfälschende deutsche Berichterstattung zu Ereignissen in den Ländern Westasiens und Nordafrikas. Die Darstellungen reproduzieren in vielen Fällen historisch diskursiv gewachsene Bilder, die von einer dichotomischen Darstellung Europas einerseits und dem sogenannten Orient andererseits leben. Bis heute ist es z.B. die Ausnahme, dass sich Korrespondent*innen in der/den lokalen Sprache/n verständigen können und Menschen von vor Ort eine faire Chance geben, Themenschwerpunkte selber zu setzen und sich jenseits europäischer Vorstellungen zu (re)präsentieren.

Anhand dreier Fallbeispiele sollen Berichterstattung und mediale Darstellungen analysiert werden. Wir wollen diskursive Techniken und Politiken hinterfragen, Bilder brechen und Veränderungsmöglichkeiten diskutieren.

Der Vortrag:
Zum Auftakt der Reihe wird Anna Antonakis über emanzipatorische Protestbewegungen in Tunesien und deren Repräsentation in deutschen Öffentlichkeiten referieren. Tunesien gilt als erstes Land der Arabischen Aufstände von 2010/2011, welche in den Medien rasch als Facebook Revolution geframed wurden, in der junge Menschen mittels neuer Technologien für Freiheit kämpften. Seither gilt der politische Prozess als Vorbild. Der Vortrag diskutiert insbesondere, wie dabei auch Geschlechterpolitiken das "moderne" Bild des Landes in der medialen Darstellung machtvoll präg(t)en. Den Fokus auf Technologien und identitätspolitische Themen verdrängen allerdings schnell Forderungen nach "Arbeit, Freiheit und Würde", welche 2011 auch in anderen Bewegungen global gespiegelt wurden. In diesem Kontext sollen aktuelle Frauenproteste von 2017 aus dem Inneren Tunesiens, die sich gegen verschiedene Unterdrückungsstrukturen gleichzeitig richten und bisher nur wenig Öffentlichkeit herstellen konnten, vorgestellt werden.


Die Referentin:
Dr. Anna Antonakis ist freiberufliche Politikwissenschaftlerin im Bereich Gender Studies, (digitale) Medien und Sicherheit(en). Ihre Forschungsinteressen an translokalen Mobilisierungen on- und offline und Widerstandsformen in verschiedenen Öffentlichkeiten sind eng an den historischen Moment der revolutionären Aufstände in Tunesien 2010/2011 geknüpft, die sie seit der Anfangsphase begleitete. Von 2013 bis 2016 war sie als Böll-Stipendiatin Doktorandenfellow in dem Projekt "Elitenwandel und Neue Soziale Mobilisierungen in der Arabischen Welt" an der Stiftung Wissenschaft und Politik. Sie wurde 2017 mit ihrer Arbeit zur Neuaushandlung von Geschlecht in verschiedenen Dimensionen von Öffentlichkeit im post-revolutionären Tunesien am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin promoviert.

Kooperationsveranstaltung mit Alsharq e.V.

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

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Die 418. Montagsdemonstration gegen "Stuttgart 21" am 04. Juni 2018

02.06.2018
04.06.2018, 18:00 Uhr - 04.06.2018, 19:00 Uhr

Die 418. Montagsdemo findet am 04. Juni 2018
ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt.

Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, über die Planie in Fahrtrichtung, weiter rechts am Alten Schloss vorbei, über den Schillerplatz durch die Kirchstraße  zum Marktplatz vor das Rathaus. Dort endet die Demonstration mit dem Schwabenstreich..

Redner: Dr. Christoph Engelhardt, WikiReal.org; "Überflutungsrisiken durch Stuttgart 21"

Motto: Wir lassen nicht locker!
Musik: Marla, Chansonnière; Akkordeon und Gesang
Moderation: Dr. Norbert Bongartz, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21

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WOHNEN | STADT | SOLIDARITÄT

02.06.2018
05.06.2018, 07:10 Uhr - 24.06.2018, 18:00 Uhr

Fotografien von Matthias Coers

Die Landeshauptstadt Brandenburgs ist schon seit Jahren ein teures Pflaster. Die Spielräume der 90er Jahre für alternative Wohnformen und Projekte haben sich heute deutlich reduziert. Das Kulturzentrum freiLand aber ist ein Ort, in dem Kooperation und Basisdemokratie lebendige Praxis sind. 

Die naheliegende Metropole Berlin hat, was die Wohnkosten angeht, aber nun mit dem bisher hochpreisigen Potsdam gleichgezogen – zum Leidwesen, Ärgernis und Unwillen der Einwohner_innen. 

Fotografien von mietenpolitischen Stadtkämpfen in Berlin aus den Jahren 2015 bis 2018 sind in der Ausstellung WOHNEN | STADT | SOLIDARITÄT versammelt. Die Ausstellung ist vom 31. Mai bis zum 24. Juni 2018 im freiLand zu sehen –  präsentiert in deutscher und englischer Sprache.

Als Begleitprogramm wird am 20. Juni der Film MIETREBELLEN - Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt gezeigt, am 23. Juni wird mit einem digitalem Lecture Screening mit Videos und Fotos durch die Bilder der Ausstellung geführt. 
Diese Veranstaltung ist auch ein Beitrag für das Wohnungspolitische Forum, was am 22. Juni in Potsdam startet.

Weitere Informationen zur Arbeit von Matthias Coers unter www.zweischritte.berlin

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Rote Zone: Friede, Freude, Sozialpartnerschaft?

30.05.2018
21.06.2018, 20:00 Uhr - 21.06.2018, 22:00 Uhr

Gewerkschaftsaktive im Gespräch

"Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust!" So oder so ähnlich könnte man den Grundgedanken einer Gewerkschaft zusammenfassen. Lohnabhängige schließen sich zusammen, um für ihre Interessen zu kämpfen. Interessen, die in einer kapitalistischen Gesellschaft in der Regel im Widerspruch zu den Profitinteressen von Unternehmen und Staat stehen.

Über diesen Widerspruch hinweg herrscht in Deutschland die Politik der Sozialpartnerschaft. Im engen gesetzlichen Rahmen, beispielsweise bezüglich des Streikrechts, sollen die Gewerkschaften vermittelnd zwischen Unternehmen und Lohnabhängigen auftreten. Oft stehen am Ende von Tarifverhandlungen sowohl die Chefs als auch die Gewerkschaftsfunktionär_innen zufrieden vor der Öffentlichkeit.

Bei unserer Podiumsdiskussion berichten ehemalige und aktuelle Gewerkschaftsaktive von ihrem Engagement und was für Schwierigkeiten und Widersprüche damit verbunden sind. Wir wollen uns die Frage stellen, was für eine Gewerkschaftsbewegung wollen wir als Linke und wir kommen wir dahin? Darüber werden Aktive der ver.di-Jugend, der IG Metall und der FAU diskutieren.

  • Ab 19 Uhr: Kneipe
  • Um 20 Uhr: Veranstaltungsbeginn
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16. Linke Buchtage

30.05.2018
01.06.2018, 17:00 Uhr - 03.06.2018

Im Kreuzberger Mehringhof finden an diesem Wochenende vom 1. bis 3. Juni die 16. Linken Buchtage Berlin statt. Es werden mehr als 30 Bücher linker und unabhängiger Verlage in Lesungen vorgestellt und diskutiert. Die Inhalte reichen von theoretischen Grundsatzdiskussionen über eine zeitgemäße Lektüre Karl Marx’ bis hin zu Antisexistischer Awareness. Zusätzlich findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Verlage im Rechtsruck“ statt, wobei es nicht nur um rechte Verlage gehen soll, sondern auch um die aktuellen Diskussionen dazu in linken Verlagen.

Die Ausstellung „Gerahmte Diskurse“ zeigt auch dieses Jahr Ausschnitte aus aktuellen Comics und Graphic Novels. In der Lese-Ecke für Kinder besteht die Möglichkeit, in der Vielfalter-Bücherkiste zu stöbern. (1. 6. ab 17 Uhr, alle Veranstaltungen finden in verschiedenen Räumen im Mehringhof statt, Gneisenaustr. 2A, 2. Hinterhof, Eintritt frei). Das gesamte Programm finden Sie unter: www.linkebuchtage.de.

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Buchvorstellung „Deutsche Arbeit“

30.05.2018
05.06.2018, 20:00 Uhr - 05.06.2018

Wann: Dienstag, 5.6.2018, 20.00 Uhr
Wo: K-Fetisch, Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin

 

Felix Axster und Nikolas Lelle stellen zusammen mit Klaus Holz den 2. Band '„Deutsche Arbeit“. Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild' aus der Reihe "Studien zu Ressentiments in Geschichte und Gegenwart" (hrsg. vom Zentrum für Antisemitismusforschung) vor.

"Der Topos "Deutsche Arbeit" entstand Mitte des 19. Jahrhunderts und verknüpfte Vorstellungen von Arbeitsmoral und nationalem Charakter. Während des NS-Regimes wurde er - als konstitutiver Bestandteil des Konzepts der "Volksgemeinschaft" - in besonderer Weise wirkmächtig. Das Buch geht der Genese dieses ideologischen Selbstbildes nach. Die Beiträge untersuchen, in welcher Weise Arbeit nationalistisch aufgeladen und im Gegenzug die Ideologie des Nationalen durch den Arbeitsbegriff konturiert wurde. Ebenso wird nach dem Potenzial der Ausgrenzung gefragt, das im Antisemitismus und der Vernichtungspolitik des "Dritten Reichs" kulminierte. Schließlich wird die Frage aufgeworfen, wie sich die spezifische Radikalisierung des Topos "Deutsche Arbeit" durch den Nationalsozialismus fassen lässt und welchen Effekt die Erkenntnis der longue durée dieses Topos' auf die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte hat.

An diesem Abend wird in das Buch eingegführt, zwei Aufsätze ausführlicher vorgestellt und dann die Frage nach der Aktualität des Topos "Deutsche Arbeit" zur Diskussion gestellt. Dabei geht es auch und vor allem um den Versuch, gegenwärtig in Deutschland geführte Debatten über Arbeit, die im Zuge der Wirtschaftskrise wieder verstärkt Konjunktur haben, historisch zu kontextualisieren und auf Bruchstellen und Kontinuitätslinien hin zu befragen."

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70 Jahre nach der Vertreibung der PalästinenserInnen – was sind die Perspektiven? Veranstaltung mit Ilan Pappé, Professor für Geschichte und Direktor des European Centre for Palestine Studies an der Universität Exeter, England

29.05.2018
14.06.2018, 19:00 Uhr - 14.06.2018, 21:00 Uhr

Veranstaltung mit Ilan Pappé, Professor für Geschichte und Direktor des European Centre for Palestine Studies an der Universität Exeter, England

Ein ungebremster israelischer Siedlungsbau hat die Fläche von Westbank und Gaza, wo laut UN und EU ein palästinensischer Staat entstehen sollte, von  22  Prozent  des  historischen  Palästinas  auf  die  Hälfte  zusammenschrumpfen lassen. US-Präsident Donald Trump hat keine Bedenken, Jerusalem diplomatisch als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Gleichzeitig sollen im Negev ganze Dörfer mit palästinensischen Staatsbürgern Israels exklusiv jüdischen Siedlungen weichen und israelische Regierungsmitglieder lassen mit extremen Äußerungen aufhorchen. Die gängigen Auffassungen über die Lösungsmöglichkeiten im so genannten „Nahostkonflikt“ sind schon seit einiger Zeit ins Wanken geraten.

Der Referent, Professor Ilan Pappé, hat mit seiner Forschungsarbeit und seinem Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ eine lebhafte Diskussion über die Geschichte der Staatsgründung Israels angestoßen. Gleichzeitig ist Ilan Pappé der Vertreter der neuen israelischen Historiker, der seine Erkenntnisse am stärksten in eine Richtung entwickelt hat, die zu einer humanen und an Menschenrechten orientierten Perspektive im so genannten „Nahostkonflikt“ beitragen kann. Die Veranstaltung soll an die zukunftsweisende aktuelle Diskussion anknüpfen.

Veranstalter: Ökumenische Hochschulgemeinde Hohenheim, Palästinakomitee Stuttgart e.V.

 

Do. 14.06.18, 19 Uhr – Universität Hohenheim

Hörsaal 11, Schwerzstraße 46,

70599 Stuttgart-Hohenheim

Weg von der Innenstadt aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der U7 bis Ruhbank/Fernsehturm, dann mit Bus Nr. 70 Richtung „Plieningen Garbe“, bis zur Haltestelle „Universität Hohenheim“ (der Bus fährt alle 10 Min.)

 

Weg von Vahingen oder Möhringen aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Möhringen Bahnhof mit U3 Richtung Plieningen, bis zur Haltestelle „Plieningen“, dann noch eine Haltestelle mit dem Bus ins Universitätsgelände hinein bis „Universität Hohenheim“.

Der Weg zum Hörsaal von der Haltestelle „Plieningen“ wird ausgeschildert.

 

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*Strafe ist Herrschaft* (Rehzi Mahlzahn)

28.05.2018
03.06.2018, 18:00 Uhr - 03.06.2018, 20:15 Uhr

Auch die klassenlose Gesellschaft wird sich – wenn nötig – gegen Schädlinge sichern. Bestrafen aber – ob zur Vergeltung oder zur Besserung – ist eine Anmaßung des bürgerlichen Klassenstaates.« (Max Hoelz). Strafe ist ein Kern von Herrschaft. Das Überwinden der Straflogik muss daher gleichzeitig Voraussetzung einer Überwindung von Herrschaft wie auch ihr Ziel sein. Strafe bedarf immer institutionalisierter Gewalt. Doch wie mit leidvollen Konflikten anders umgehen? Nicht alles erledigt sich durch die Abschaffung des Kapitalismus von allein. Restorative und Transformative Justice setzen hier an. Sie sind Modelle für eine selbstbestimmtere Praxis der Unrechtsbewältigung, sowohl im Jetzt als auch in einer befreiten Gesellschaft. Ihren revolutionären Gehalt wird der Vortrag untersuchen und dabei auch auf die Erfahrungen in Chiapas eingehen.

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mpz + altonale: 'Rope of Solidarity' von Gabriele Schärer

26.05.2018
11.06.2018, 19:30 Uhr - 11.06.2018, 22:59 Uhr


Zum Gespräch dabei: Filmemacherin Gabriele Schärer.
Das Abenteuer eines unglaublichen Gipfelsturms: Hundert von Brustkrebs Betroffene aus ganz Europa steigen auf das 4162 Meter hohe Breithorn bei Zermatt. Ein atemraubendes Panorama begleitet die grosse Seilschaft über den Gletscher – doch es ziehen Wolken auf. Mit extremen Herausforderungen und damit, an körperliche und andere Grenzen zu gehen, haben die Frauen Erfahrung. Ihre Geschichten schildern, wie die Krankheit das Leben verändert: den Körper, die Beziehungen und die Arbeit. Der Ausgrenzung entgegen stellen sie einen wunderbaren Hunger auf Leben. Ein Film voller Enthusiasmus, er erzählt vom prallen Leben – mit wunderschönen Bildern und eindrücklichen Geschichten. mehr....

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