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Updated: 3 hours 12 min ago

Drohende Alters-Armut und gewerkschaftlich geforderte Renten-Reformen

29.09.2017
29.09.2017, 18:00 Uhr - 21:00 Uhr

Referent : Jendrik Scholz, Abteilungsleiter
Soziales beim DGB Landesbezirk Stuttgart

Das Rentenniveau sinkt, die Renten werden
schon in näherer Zukunft nicht mehr ausrei-
chen, um ein Leben in Würde nach einem ar-
beitsreichen Leben führen zu können. Auch
nach der Bundestagswahl im September wird
die Frage nach einem guten Leben im Alter
nach wir vor aktuell und brennend wichtig
sein.Wir alle hoffen auf ein gutes Leben nach
der Erwerbstätigkeit. Ist das ein frommer
Wunsch?
Es gibt unterschiedliche Vorstellungen, wie
das Rentenniveau, die Rentenformel und der
Beitragssatz am besten aussehen soll.
Was sagen die Gewerkschaften und ihr Dach-
verband, der DGB, dazu? Welche Forderun-
gen werden gestellt?

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Camaradas. Österreicher im Spanischen Bürgerkrieg 1936 – 1939

29.09.2017
06.10.2017, 17:00 Uhr - 06.10.2017

Am 17. Juli 1936 putschten spanische Generäle gegen die demokratisch gewählte Regierung der Zweiten Republik und traten damit den Spanischen Bürgerkrieg los.
Drei Monate später wurden die Internationalen Brigaden gegründet, denen sich in den folgenden zwei Jahren an die 35.000 Männer und Frauen aus 53 Ländern anschlossen, darunter auch 1400 österreichische Freiwillige. Sie waren gekommen, um den Faschismus, der nicht nur ihre Heimat, sondern einen großen Teil Europas überschwemmt hatte, unter „Spaniens Himmel“ zu bekämpfen.
Die Ausstellung führt das Schicksal dieser österreichischen Interbri-gadist*innen vor Augen: die Kämpfe im Februar 1934 gegen den Austro-faschismus, die Flucht ins Exil und in den Krieg nach Spanien, wo sie in verschiedenen Einheiten zum Einsatz kamen oder für den Sanitäts-dienst tätig waren. 319 von ihnen, fast ein Viertel, verloren ihr Leben; 235 in Spanien, 84 im Exil oder in den Konzentrationslagern.

Die Ausstellung ist vom 6. Oktober bis zum 6. November im Foyer des Robert-Havemann-Saals zu sehen. Mo - Fr von 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei.

© Spanienarchiv des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes

Programm:
17:00 Uhr Buchvorstellung
Camaradas. Österreicherinnen und Österreicher im Spanischen Bürgerkrieg 1936–1939

Mit den Herausgebern Georg Pichler und Heimo Halbrainer.
80 Jahre nach Beginn des Spanischen Bürgerkriegs unternimmt das Buch den Versuch, eine Leerstelle im sozialen Gedächtnis Österreichs zu füllen. Aktuelle Erkenntnisse, die Öffnung russischer Archive und die jüngsten Forschungsergebnisse zur österreichischen Geschichte der 30er und 40er Jahre erlauben einen neuen Blick auf das Thema.

17:30 Uhr Vernissage
Mit einer Einführung durch den Kurator Georg Pichler und Eugen Gross, Obmann der Prenninger Gespräche. Anschließend Führung durch die Ausstellung aus dem Bestand des Spanienarchivs und aus dem Fotoarchiv des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes.

Zur Buchpräsentation sowie Eröffnung der Ausstellung „Camaradas. Österreicher im Spanischen Bürgerkrieg 1936-39" begrüßen wir:

Georg Pichler (Universidad de Alcalá, Madrid), Spanien/ Österreich
Eugen Gross, Obmann Verein „prenninger gespräche“ und Annette Rainer Stellv. des Obmanns Verein „prenninger gespräche“, Graz, Österreich
Heimo Halbrainer, Leiter des Verlags CLIO, Graz, Österreich
Karl Wimmler, Graz, Österreich (Mitautor des Buches)
sowie des Geschäftsträger und Gesandten der Österreichischen Botschaft Andreas Somogyi.

Den Verein „Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939“ (KFSR) repräsentiert Frau Dr. Kerstin Hommel.


18:30 Uhr Film
Franco vor Gericht: Das spanische Nürnberg?

Dokumentarfilm (90 min): Voraufführung des Rohschnitts, ab 2018 im Kino. Mit anschließender Diskussion mit den Filmregisseuren Dietmar Post & Lucía Palacios.

In ihrem neuen Dokumentar?lm beleuchten die Filmemacher eines der dunkelsten Kapitel der jüngeren europäischen Geschichte: Den Völker-mord in Spanien, begangen während des Putsches 1936, dem anschließen-den fast dreijährigen Krieg (1936–1939) und der faschistischen Diktatur unter General Franco (1939–1977).
Nachdem 2008 der Versuch, die Verbrechen vor einem spanischen Gericht aufzuklären, gescheitert war, bemüht sich die argentinische Justiz seit 2010 die noch lebenden mutmaßlichen Täter*innen der Franco-Diktatur zu belangen. Der sogenannten „argentinischen Klage” wurde am 14. April 2010 in Buenos Aires stattgegeben. Die Untersuchungsrich-terin María Servini de Cubría verfolgt das Ziel, den noch lebenden mutmaßlichen Täter*innen der Spanischen Diktatur den Prozess zu machen.

Eintritt: Spende von 2 € erwünscht.

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Wohnen, Stadt, Solidarität - Verdrängung ist kein Naturgesetz!

29.09.2017
29.09.2017, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr

Der Soziologe und Fotograf Matthias Coers erzählt anhand seiner Bilder und Videos über die angespannte, prekäre Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Er berichtet über aktuelle Entwicklungen im Immobiliensektor und wie sich Berliner Mieter*innen zusammen tun, um sich gegen Mieterhöhungen und Verdrängung zu wehren. Er zeigt an Bildern und Videosequenzen von Berliner Bürgerinnen und Bürgern ganz konkrete Situationen von Mieter*innenverdrängung auf. Er bennent die Vorgehensweisen und Methoden von aggressiver Mieterverdrängung und erklärt ganz praktisch an Beispielen, wie sich betroffene Menschen ob alt oder jung zusammentun können, um gegen die unsoziale, verantwortungslose und teils repressive Vorgehensweise von Politik, privaten Immobilienkonzernen und Hausbesitzern aktiv zu werden.

Im Anschluss können gerne Fragen gestellt werden.

Vor und nach der Veranstaltung kann die Ausstellung: Wohnen, Stadt, Solidarität - Fotografien zur Wohnungsfrage von Matthias Coers in den Räumen des Bildungswerks besichtigt werden.
Zusätzlich ist die Ausstellung Di bis Do von 13 bis 17 Uhr für interessierte Besucher*innen geöffnet.
Für Besuchergruppen ab 12 Personen können auf Anfrage zusätzliche Besuchstermine vereinbart werden.

Weitere Begleitveranstaltung der Ausstellung im Rahmen der Stadttage:
Fr. 29.9.2017, 19.30 Uhr
Filmabend: Das Gegenteil von Grau mit anschließender Diskussion mit Matthias Coers und Marco Clausen, Mitgründer des Prinzessinnengartens

Matthias Coers lebt als Filmemacher und Fotograf in Berlin. Der ausgebildete Soziologe, geboren 1969 bei Osnabrück, fotografiert seit seinem 15. Lebensjahr. Er ist tätig als Regisseur, Kameramann und Journalist und versteht sich als kritischer Medienarbeiter. Nach dem Dokumentar- und Kinofilm "MIETREBELLEN - Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt" produzierte er bis 2017 den Film "Das Gegenteil von Grau", ein Film über die Transition Town - Bewegung im Ruhrgebiet. Für das Berliner MieterEcho, die Zeitung der Berliner MieterGemeinschaft e.V., betreut er die Bildredaktion. Er veranstaltet Workshops und Lesungen mit Fotografien und Videos zu den Themen Wohnen und städtisches Zusammenleben. www.zweischritte.berlin

Für weitere Informationen oder Wünschen zu einer barrierefreien Teilnahme, melden Sie sich bei Tanya Lazova unter lazova@bildungswerk-boell.de oder 030/ 308 779 485

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Stadttage. Themenwoche zur Zukunft von Stadt"

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

 

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UNTERDRÜCKUNG, WIDERSTAND UND KAMPF Tagung zur Erinnerungsarbeit als Geschichtsschreibung „von unten“.

29.09.2017
29.09.2017, 16:00 Uhr - 01.10.2017

Anlässlich der Massenhinrichtungen politischer Gefangener im Iran der achtziger Jahre soll innerhalb der Tagung Raum geschaffen werden für die Erinnerungsarbeit der Überlebenden, um so gegen die dominanten Diskurse eine Geschichtsschreibung „von unten" als Widerstandstrategie zu festigen. Durch verschiedene Vorträge, Diskussionen und kulturelle Angebote soll während der drei Tage auf die politische Unterdrückung im Iran und den Widerstand gegen diese eingegangen und so die Entwicklungen seit den 1980er Jahren nachvollzogen werden. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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DER GRÜNE BOULEVARD

29.09.2017
29.09.2017, 15:00 Uhr - 19:00 Uhr

Ein Werkstattfest, bei dem sich Bürgerinnen und Bürger im Umfeld der Potsdamer Straße in Berlin zu folgenden Themen informieren und aktiv betätigen können. im Rahmen des Projekts BOULEVARD POTSDAMER.

MOBIL SEIN - BEGRÜNEN - NACHHALTIG TÄTIG SEIN 

15 bis 19 Uhr
Stadtplatz der Ev. Elisabeth Klinik 
Lützowstraße 26, 10785 Berlin 

16.00 Uhr: Grußworte
Angelika Schöttler, Schirmherrin und Bezirksbürgermeisterin Tempelhof Schöneberg
Ephraim Gothe, stellv. Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte

Weitere Zeiten und Details werden noch bekannt gegeben.
http://www.ig-potsdamer-strasse.de/termine

Programm

AUF DER BÜHNE
Duo Commedia Nova
Impro Duo Yellow Submarine
Kamishibai Japanisches Erzähltheater mit einer Klasse der Allegro-Grundschule
Lounge Music
Technik - siriussound

MOBIL SEIN
Fahrradcheck - ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Berlin e.V.
Fahrradwerkstatt - KIDZ Bike
Fahrradcodierung - Polizeiabschnitt 34 in Moabit
E-Mobilität - Autos: IG Elektromobilität Berlin Brandenburg e.V.
E-Mobilität - Fahrräder - n.n.
Klettern - Villa Schöneberg / Outreach
Radweggestaltung Potsdamer Straße - Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg und Netzwerk Fahrradfreundliche Mitte

BEGRÜNEN
Balkonmodule - ubb Umweltbüro für Berlin-Brandenburg e.V.
Von Pflanzen, Setzlingen und Hochbeetbau - soulgardenberlin gUG
Saatgut reinigen - wachsenlassen Gemeinschaftsgarten und Grüne Bibliothek
Stadtbäume in der Pohlstraße - Stadtbaumkampagne

Besuch der Grünen Bibliothek
Rundgang durch den Kleistpark - BUND Berlin e.V.
Besuch des Kulturcontainer - Notker Schweikhardt

NACHHALTIG TÄTIG SEIN
BOULEVARD erfinden und gestalten - P12 Netzwerkinitiative
Kräutersalz mixen - wachsenlassen Gemeinschaftsgarten und Grüne Bibliothek
Müll spielend trennen - BUND Abfallcheck
Papiertüten gestalten - Mediengestalterin Gabriele Hulitschke
Gerechten Handel treiben - Fair Trade Town Tempelhof-Schöneberg und Mitte
Mehrwegbecher nutzen - Better World Cup
Das Grüne Selbst fotografieren - URBAN NATION

ESSEN UND TRINKEN
Apostelstuben
Brewbaker Bio Bier
Cafe Eule im Gleisdreieckpark
Florida Eis
Pauls Deli Mitte
REWE City Markt S. Ahmed GmbH & Co. KG
Tuk-Tuk
tazpressomobil

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Keine Rendite mit der Miete?!

29.09.2017
29.09.2017, 11:00 Uhr - 16:00 Uhr

Das Wort "Gentrifizierung" ist in aller Munde. Sind Hipster und Tourist*innen schuld an der hohen Miete? In dem Workshop wollen wir mit einem kapitalismuskritischen Blick auf den Wohnungsmarkt schauen und herausarbeiten, was Gentrifizierung wirklich meint, welchen Logiken sie folgt und welche Mietkämpfe aktuell geführt werden.

Dieses Seminar richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre.

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Stadttage. Themenwoche zur Zukunft von Stadt"

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

 

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Aktive Gewaltfreiheit im politischen Feld: Einsichten und Erfahrungen teilen, Situationen durchspielen

29.09.2017
29.09.2017 - 01.10.2017

Ein Einführungsseminar in Kooperation mit der Friedensstadt Linz

  • Freitag, 29. September 16:00 Uhr bis Sonntag 1. Oktober 17:00 Uhr
  • Ort: Altes Rathaus, Pressezentrum im 4. Stock
  • Leitung: Reiner Steinweg mit Unterstützung von Christian Bartolf und Cornelia Stanzel
  • Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung bitte über: reiner.steinweg(at)liwest.at (Betreff: „Anmeldung Aktive Gewaltfreiheit“) Auf Anfrage bzw. nach der Anmeldung erhalten Sie genauere Informationen zum Seminar
  • Unkostenbeitrag: 100,- Euro (Vergünstigung nach Absprache möglich)

Natürlich werfen wir bei Demos nicht mit Steinen – aber war’s das schon mit der Gewaltfreiheit? In diesem Seminar sollen die Grundprinzipien gewaltfreier politischer Aktionen und Kampagnen vorgestellt, Erfahrungen geteilt, sowie Einsichten von großen Vorbildern und Anregern wie Henry David Thoreau, Gandhi, Martin Luther King oder Hildegard Goss-Mayr diskutiert und durchgespielt werden.

Nach einer Einführung entscheiden wir gemeinsam, in Bezug auf welches aktuelle politische Problem wir die einzelnen Einsichten jeweils behandeln wollen. Diese werden anhand kurzer Texte, die bisher nicht zugänglich waren, diskutiert und in Rollenspielen erprobt. Auf jedes Spiel folgt eine Auswertungsrunde, in der alle Teilnehmer_innen zu Wort kommen.

Am Freitag, 29. September, werden wir abends gemeinsam den Vortrag von Christian Bartolf in der von ihm gestalteten Ausstellung über Henry David Thoreau im Foyer des Alten Rathauses besuchen.

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Für ein ganz anderes Klima! - Climate Games

29.09.2017
29.09.2017 - 30.09.2017

Climate Games: Aktionstage für ein ganz anderes Klima.

 

Die Climate Games wollen eine Plattform bieten, die das drängende Problem der Klimakatastrophe ins Rampenlicht rückt.

Das Ziel ist es, sich für einen lebenswerten Planeten und für eine vielfältige Natur und Gesellschaft einzusetzen. Die Climate Games wollen ein Beispiel setzten, und andere Menschen motivieren sich ebenfalls gegen den Klimawandel zu engagieren.

In den Tagen vor den Aktionstagen findet ein Klimacamp statt, während dem Camp und den Game Days wollen wir für alle Teilnehmenden ein angenehmes und positives Klima schaffen. Das heisst es gibt keinen Platz für Rassismus, Sexismus, Rechtspopulismus, Antisemitismus, Isamophobie, Ageismus, sowie sämtliche andere Formen der Unterdrückung und Diskriminierung.

Wir erwarten, dass die Kommunikation achtsam, ehrlich und bewusst ist.

In unserer Organisation wollen wir hierarchiefreie Strukturen anwenden und konsensorientiert vorgehen.

 

Neben den grösseren Mitmach- Aktionen finden deine Aktionen in kleineren Gruppen statt und können von ganz verschiedener Art sein. Direkte Aktionen sind sehr willkommen.

Damit die Aktionen gelingen, sollst du sie sorgfältig planen und gegebenenfalls der Tagesform anpassen. Im Klimacamp finden verschiedene Aktionstrainings

und Workshops statt, die du gerne in Anspruch nehmen kannst.

 

Angesichts des überwältigenden Umweltwandels werden die Aktionen als ethisch und moralisch legitim betrachtet. Falls du (und deine Gruppe)  bei einer Aktion die Polizei oder andere Sicherheitskräfte antriffst, sollst du zusammen mit deiner Gruppe entscheiden, ob ihr die Aktion durchführen oder abgebrochen wollt, oder ihr ob um die Sicherheitskräfte herumagiert. Gewalt an Lebewesen wird als Aktionsform abgelehnt. Wir kritisieren die Polizei und andere Sicherheitskräfte als Funktion, respektieren aber die einzelnen Personen als Menschen.

Falls eine Aktion misslingt, verhalten wir uns solidarisch und unterstützen einander auch bei Repressionen und Rechtsproblemen.

Jede und jeder ist für ihr/sein Handeln und Verhalten selber verantwortlich, trotzdem verhaltest du dich rücksichtsvoll und schaust zu deinen Gruppenmitgliedern.

 

Happy Climate Games! May the odds be ever in your favour.

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Ein Riss ist in der Welt

28.09.2017
28.09.2017, 20:00 Uhr

Über Romantik und Revolution - Vortrag von Jörg Finkenberger

Die Romantik, die erste moderne Avantgardebewegung, gilt zu Unrecht als prinzipiell rückwärtsgewandt. In den Ländern, in denen sie zuerst entsteht, Deutschland und England, kann sie viel genauer beschrieben werden, wenn man sie unter dem Blickwinkel ihrer kritischen Sympathie mit der französischen Revolution betrachtet, auf derem Höhepunkt sie entsteht. Die revolutionären Sympathien der frühen Romantiker sind nicht individuelle Zufälle, sondern reichen ins Innerste der Neuen Schule. Sie nimmt die epochale Erschütterung nicht nur von aussen auf, um sie zu verarbeiten, sondern betrachtet sich selbst, ihre Philosophie, Kunst und Wissenschaft als integralen Bestandteil eines revolutionären Programms, das beitragen soll, die Revolution vor ihrem Versagen zu retten, indem sie über ihre Beschränkung hinaustreibt. In diesen Kreisen wird das Problem der Erneuerung, man könnte fast sagen: der Gründung einer Gesellschaft radikaler betrachtet als jemals vorher, und lange nachher. Wie und warum es dazu kam, dass dieses Bild unter der Restaurationszeit sich verdunkelte, obwohl die Impulse dieser revolutionären Avantgardebewegung bis zu uns sich messbar fortsetzen, das versucht der Referent zu zeigen, erst mit gemischten Ausführungen über die Erkenntnistheorie, Poetologie, Politik, Philologie und Erotik der Romantiker, dann mit einigen biographischen und historischen Bemerkungen, zuletzt unter Rückgriff auf das Bild des »Risses in der Welt«, das sich durch die ganze romantische Schule und alle spätere Moderne zieht, und welcher Riss, wie zu zeigen sein wird, derselbe Riss ist wie in Brechts »Lied vom Klassenfeind«.

Jörg Finkenberger ist Mitherausgeber der Zeitschrift »Das große Thier« und widmet sich in seinen Texten u.a. der Kritik des Staats (siehe: »Staat oder Revolution. Kritik des Staates anhand der Rechtslehre Carl Schmitts«, ça ira Verlag 2015). In KSR N°4 schrieb er unter dem Titel »Ein Riss ist in der Welt« einen Text über die Romantik. In KSR N°5 schrieb er einen Text über die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist ein Kooperationsprojekt des Bildungskollektivs mit der ACC Galerie Weimar und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

 

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Berliner Linie: ein Filmabend zur Geschichte der Hausbesetzungen

28.09.2017
28.09.2017, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Die Hausbesetzungen in Berlin haben eine über 30 Jahre lange Geschichte. Wir wollen gemeinsam Auszüge aus dem ZDF-Dokumentarfilm "Hausbesetzer - Randale gegen Leerstand" (2016) anschauen und anschließend mit Zeitzeug*innen diskutieren. Was ist von der Geschichte geblieben? Was bedeutet das für aktuelle Kämpfe um Wohnraum und eine soziale Stadt?

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Stadttage. Themenwoche zur Zukunft von Stadt"

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

 

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Was wissen wir über unseren Kiez? An welchen Orten wird Nachbarschaft in Kreuzberg erhalten und gepflegt - und wo ist sie bedroht? Das möchten wir gemeinsam mit euch in einem Workshop festhalten und eine bereits bestehende Kartierung gemeinsam mit Euch e

28.09.2017
28.09.2017, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Die Hausbesetzungen in Berlin haben eine über 30 Jahre lange Geschichte. Wir wollen gemeinsam Auszüge aus dem ZDF-Dokumentarfilm "Hausbesetzer - Randale gegen Leerstand" (2016) anschauen und anschließend mit Zeitzeug*innen diskutieren. Was ist von der Geschichte geblieben? Was bedeutet das für aktuelle Kämpfe um Wohnraum und eine soziale Stadt?

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Stadttage. Themenwoche zur Zukunft von Stadt"

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

 

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Kolumbien: Trotz Friedensprozess – Humanitäre Krise und anhaltende Gefahr für Menschenrechtsverteidiger*innen

28.09.2017
28.09.2017, 19:00 Uhr

Vesper - Menschenrechte aktuell

 

Im vergangenen November unterzeichneten die kolumbianische Regierung und die marxistische FARC Guerilla nach vierjährigen Verhandlungen einen Friedensvertrag, der den über 50jährigen Bürgerkrieg beenden soll. Damit ist ein erster wichtiger Schritt getan.
Dennoch bestehen viele der Konfliktlinien nach wie vor – ebenso wie weitere illegale bewaffnete Gruppen. Neo-paramilitärische Gruppen und die ELN Guerilla dringen in die von den FARC verlassenen Regionen vor und kämpfen dort um die Vorherrschaft: Kontrolle über Bevölkerung und Ressourcen, Drogenanbau und Transportwege. In diesem Kontext steigt die Zahl der ermordeten Menschenrechtsverteidiger*innen und Gemeinde-vertreter*innen, die sich für ihre Rechte sowie die Verteidigung von Land und natürlichen Ressourcen einsetzen.

Gleichzeitig missachten Bergbauunternehmen Umweltstandards und Gewohn-heitsrechte indigener Gruppen und verschärfen so die humanitäre Krise der betroffenen Bevölkerung.

Der Aufbau eines dauerhaften Friedens mit sozialer Gerechtigkeit – insbesondere auch in ländlichen Regionen – bleibt eine enorme Herausforderung.

Es diskutieren zum Thema:

• Daniela Simm: Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe. Die DKH unterstützt in besonders vom Konflikt betroffenen Regionen ländliche Bevölkerung z.B. durch Bildungsarbeit, psychosoziale Begleitung von Opfern und Schutzprogramme.

• Dr. Annelen Micus: Juristin mit Schwerpunkt Vergangenheits-aufarbeitung sowie Wirtschaft und Menschenrechte. In den vergangenen Jahren begleitete sie die indigenen Wayúu im Kampf um ihre Rechte gegenüber dem Bergbauunternehmen Cerrejón im Nordosten Kolumbiens.

Moderation: Christiane Schwarz, kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

Zusätzlich zeigen wir bis zum 29. September die Ausstellung

„Basta ya – Kolumbiens Krieg und die Hoffnung der Menschen auf ein Ende der Gewalt“

Die Ausstellung richtet sich gegen das Vergessen der Konfliktopfer


Unter dem Motto ‘Menschenrechte aktuell’ veranstalten das Haus der Demokratie und Menschenrechte, die Internationale Liga für Menschenrechte e.V. und die Humanistische Union e.V. jeweils am letzten Donnerstag des Monats einen Diskussionsabend mit Brot und Käse, Wasser und Wein.

Veranstalter: Internationale Liga für Menschenrechte, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Humanistische Union e.V., kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

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"Friede, Freude, Freihandel - Theorie, Ideologie und Praxis einer fixen Idee"

28.09.2017
28.09.2017, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Freihandel und Protektionismus sind zwei unscharf umrissene Begriffe, von denen in der öffentlichen Debatte heute häufig die Rede ist und mit denen auch oft polarisiert wird, ohne in der Sache eine genaue Analyse von Motivationen und Wirkungen vorzunehmen. Den wirtschaftspolitischen Pänomenen Freihandel und Protektionismus werden in verschiedenen Zusammenhängen und von verschiedenen Gruppierungen wechselweise wohlstandsfördernde, friedenssichernde oder genau umgekehrt konfliktfördernde und wohlstandsmindernde Wirkungen zugeschrieben. Die sogenannte politische Mitte setzt sich zumindest verbal für Freihandel ein, während die Rechte sich für Protektionismus im Interesse der jeweils eigenen Nation ausspricht und die Linke für Differenzierung im Sinne eines fairen Welthandels plädiert. Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung soll helfen, die der öffentlichen Debatte zurgundeliegenden jeweiligen Interessen herauszuarbeiten und die ökonomische und politische Bedeutung von Freihandel und Protektionismus klärend zu beleuchten.

Buchvorstellung: Dr. Christian Christen hat VWL und Sozialökonomie studiert, publiziert zu wirtschaftspolitischen Themen und ist unter anderem auch im wissenschaftlichen Beirat von Attac tätig

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Fotoausstellung " Von 7 bis 250 000 - Protest gegen TTIP und CETA in Berlin" statt und wird in Zusammenarbeit mit dem Berliner "Netzwerk TTIP | CETA | TiSA stoppen!" durchgeführt.

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Kolumbien: Trotz Friedensprozess – Humanitäre Krise und anhaltende Gefahr für Menschenrechtsverteidiger*innen

28.09.2017
28.09.2017, 19:00 Uhr

Vesper - Menschenrechte aktuell

 

Im vergangenen November unterzeichneten die kolumbianische Regierung und die marxistische FARC Guerilla nach vierjährigen Verhandlungen einen Friedensvertrag, der den über 50jährigen Bürgerkrieg beenden soll. Damit ist ein erster wichtiger Schritt getan.
Dennoch bestehen viele der Konfliktlinien nach wie vor – ebenso wie weitere illegale bewaffnete Gruppen. Neo-paramilitärische Gruppen und die ELN Guerilla dringen in die von den FARC verlassenen Regionen vor und kämpfen dort um die Vorherrschaft: Kontrolle über Bevölkerung und Ressourcen, Drogenanbau und Transportwege. In diesem Kontext steigt die Zahl der ermordeten Menschenrechtsverteidiger*innen und Gemeinde-vertreter*innen, die sich für ihre Rechte sowie die Verteidigung von Land und natürlichen Ressourcen einsetzen.

Gleichzeitig missachten Bergbauunternehmen Umweltstandards und Gewohn-heitsrechte indigener Gruppen und verschärfen so die humanitäre Krise der betroffenen Bevölkerung.

Der Aufbau eines dauerhaften Friedens mit sozialer Gerechtigkeit – insbesondere auch in ländlichen Regionen – bleibt eine enorme Herausforderung.

Es diskutieren zum Thema:

• Daniela Simm: Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe. Die DKH unterstützt in besonders vom Konflikt betroffenen Regionen ländliche Bevölkerung z.B. durch Bildungsarbeit, psychosoziale Begleitung von Opfern und Schutzprogramme.

• Dr. Annelen Micus: Juristin mit Schwerpunkt Vergangenheits-aufarbeitung sowie Wirtschaft und Menschenrechte. In den vergangenen Jahren begleitete sie die indigenen Wayúu im Kampf um ihre Rechte gegenüber dem Bergbauunternehmen Cerrejón im Nordosten Kolumbiens.

Moderation: Christiane Schwarz, kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

Zusätzlich zeigen wir bis zum 29. September die Ausstellung

„Basta ya – Kolumbiens Krieg und die Hoffnung der Menschen auf ein Ende der Gewalt“

Die Ausstellung richtet sich gegen das Vergessen der Konfliktopfer


Unter dem Motto ‘Menschenrechte aktuell’ veranstalten das Haus der Demokratie und Menschenrechte, die Internationale Liga für Menschenrechte e.V. und die Humanistische Union e.V. jeweils am letzten Donnerstag des Monats einen Diskussionsabend mit Brot und Käse, Wasser und Wein.

Veranstalter: Internationale Liga für Menschenrechte, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Humanistische Union e.V., kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

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Parkgebet

28.09.2017
28.09.2017, 18:15 Uhr

Donnerstag, 28. September, 18.15 Uhr
Stuttgart, Mittlerer Schlossgarten, bei der Lusthaus-Ruine:
„Parkgebet", musikalisch begleitet von „Parkblech".

Die Staatsanwaltschaft ist aufgewacht, zumindest ein bisschen:

Rückenwind erfahren wir durch die neueste juristische Entwicklung:
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat nach längeren Vorermittlungen nun ein förmliches Ermittlungsverfahren wegen Untreue gegen amtierende und ehemalige Spitzenmanager der Deutschen Bahn AG eingeleitet (Vowurf: durch S21 wird der Bahn ein aktienrechtlich verbotener Vermögensschaden zugefügt). Anlass der Ermittlungen ist eine Strafanzeige, die der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 und Rechtsanwalt Dr. Eisenhart von Loeper und Dieter Reicherter, ehem. Vorsitzender Strafrichter des Landgerichts Stuttgart gegen die früheren Bahnchefs Grube und Kefer, die jetzigen Bahnvorstände Lutz und Pofalla sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden Felcht erhoben hatten.

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Atlas der Nachbarschaften

28.09.2017
28.09.2017, 15:30 Uhr - 17:30 Uhr

Was wissen wir über unseren Kiez? An welchen Orten wird Nachbarschaft in Kreuzberg erhalten und gepflegt - und wo ist sie bedroht?

Das möchten wir gemeinsam mit euch in einem Workshop festhalten und eine bereits bestehende Kartierung gemeinsam mit Euch erweitern. Diese wird zukünftig auch online einsehbar sein und kann so unsere Kieze stärken. Dabei möchten wir auch mit euch diskutieren: Wie können wir Geschäfte, Lokale oder soziale Einrichtungen schu¨tzen, erneuern und ermöglichen?

Im Wrangelkiez ist 2015 aus dem Kampf gegen die Schließung des Gemu¨seladens Bizim Bakkal beispielsweise die Initiative Bizim Kiez erwachsen. Hier zeigt sich wie Unternehmen durch Handel mit Wohn- und Arbeitsraum Profite machen und gleichzeitig über lange Zeit gewachsene Orte der Nachbarschaft verdrängen. Die von uns gemeinsam erstellte Kartierung soll einerseits die Verdrängung und andererseits die öffentlichen, gemeinsamen Orte sichtbar machen.

Wir laden euch also dazu ein, mit uns einen Atlas der vielen Nachbarschaften zu zeichnen!

Treffpunkt: Platz ohne Namen in der Falckensteinstrasse

Fritz Lammert
Philipp Schläger

+ Bizim Kiez
+ Familien- und Nachbarschaftszentrum im Wrangelkiez
+ Fachgebiet Städtebau und Urbanisierung, TU Berlin

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Stadttage. Themenwoche zur Zukunft von Stadt"

https://www.bildungswerk-boell.de/de/stadttage

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

 

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Die Energiewende neu denken! - Was braucht Berlin?

28.09.2017
28.09.2017, 15:00 Uhr - 18:00 Uhr

Die Energiewende in Deutschland startete mit der Einführung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) unter der rot-grünen Koalition 1998 bis 2005 sehr erfolgreich. Im Koalitionsvertrag wurden mit der Einführung der Ökosteuer, dem 100.000-Dächer-Programm (Solarenergie für unsere Dörfer und Städte) und in dessen Folge die Einführung des Erneuerbare Energien Gesetzes, sowie dem Atomausstieg eine Reihe von Kernelementen der Energiewende vereinbart und umgesetzt. Dies führte zu einer schnellen Veränderung des deutschen Strommixes, weg von umweltbelastender Atom- und Kohleenergie hin zu Erneuerbaren Energien. Träger*innen dieser erfolreichen Energiewende waren allerdings nicht die großen vier Energiekonzerne, sondern viel mehr die kleinen, aber erfolgreichen Bürger*innenprojekte von unten und das engagement vieler Städte und Kommunen. Das sehr gut ausgeklügelte Erneuerbare Energiengesetz aus der rot-grünen Ära trieb den Energiewandel unerwartet schnell voran.

Nach der Ablösung der rot-günen Koalition ist die Energiewende in Deutschland wieder zum Erliegen gekommen. Trotz der zunehmenden Erderwärmung und des Klimawandels und seiner katastrophalen Folgen, dem steigenden Meeresspiegel, den zunehmenden Dürren, Stürmen und Überschwemmungen läßt sich die Bundesregierung viel zu lange Zeit bei der Umsetzung der Klimaschutzziele. Bis 2020 soll der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Wenn dieses Ziel ernst genommen wird, muss die Energiewende in unseren Städten möglichst schnell voran gebracht werden. Wichtigste Träger*innen der Energiewende sind neben der Industrie die Städte, bzw. Kommunen und die Bürger*innen selbst.

In den letzten Jahren sind viele fortschrittliche Projekte der Energiewende von verschiedenen kleinen Initiativen umgesetzt worden. In Berlin steht die die ufaFabrik als positives Beispiel für die Energiewende "von unten" ganz oben. Gemeinsam wollen wir das nachhaltige Konzept der ufaFabrik im Rahmen einer Exkursion entdecken und anschließend ein Storytelling über die Energiewende Deutschlands hören und darüber diskutieren.

15 Uhr Führung über das ufaFabrik Gelände (Internationales Kulturzentrum) mit dem Schwerpunkt Energiewende von unten mit Dipl. Phys. Ing. Werner Wiartalla, Mitarbeiter der ufaFabrik

16.30 Uhr Die Geschichte der Energiewende in Deutschland erzählt von Marcus Franken, Umweltingenieur, Journalist, Autor und Redakteur

Für weitere Informationen oder Wünschen zur barrierefreien Teilnahme: Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell.de

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Stadttage - Themenwoche zur Zukunft von Stadt"

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

 

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Jerusalem aus der Perspektive von Infrastruktur

28.09.2017
14.11.2017, 19:00 Uhr - 14.11.2017, 22:00 Uhr

Die Stadt Jerusalem ist politisch und religiös so umkämpft wie keine andere Stadt. Sie ist das Herz des Nahostkonflikts und ihre Zukunft ein zentraler Streitpunkt zwischen Israelis und
PalästinenserInnen - auch aufgrund der immensen religiösen Relevanz der "heiligen Stadt" für Juden, Christen und Muslime gleichermaßen. Nach dem sogenannten Sechstagekrieg 1967, in welchem die israelische Armee den arabischen Ostteil der Stadt von Jordanien eroberte, "vereinte" die israelische Regierung Jerusalem nach eigener Lesart. Aus palästinensischer Perspektive trennte Israel mit der Annexion der Stadt Ostjerusalem Schritt für Schritt vom umgebenden palästinensischen Westjordanland ab.

Jerusalem heute, 50 Jahre nach der umstrittenen Wiedervereinigung der Stadt durch Israel, ist noch immer eine geteilte Stadt: die Konfliktlinien zwischen Israelis und PalästinenserInnen, Säkularen und Religiösen, Arm und Reich durchziehen sichtbar und unsichtbar die Stadt.

Der Vortrag widmet sich dem Thema der Urbanität aus der Perspektive von Infrastruktur. Das Wort "Infra" bezeichnet das Drunterliegende, das Unsichtbare. Zusammen mit dem Wort "Strukturen" steht es für das Zusammenwirken von sozialen Prozessen und Technologien, die gesellschaftliche Abläufe und Routinen erst möglich machen. Infrastruktur, so soll in diesem Vortrag deutlich werden, ist jedoch weit davon entfernt, unsichtbar zu sein. Infrastrukturen sind sichtbar wirksam: ihre Anwesenheit polarisiert - ebenso ihre Abwesenheit. Sie verbinden und trennen und sind aus urbanen Räumen nicht mehr wegzudenken. In einer Stadt wie Jerusalem kommt Infrastruktur eine besondere Bedeutung zu: Urbane Infrastruktur wie die jüngst gebaute Straßenbahn, Busnetze und neue Autobahnen verbinden politisch umstrittenes Territorium. Die territoriale Kontinuität, die dabei geschaffen wird, wird von palästinensischer Seite stark angefochten. Damit wird Infrastruktur in Jerusalem nicht selten zum Schauplatz von verschiedenen Formen von Widerstand und kann somit als Aushandlungsplatz politischer Forderungen verstanden werden.

Der Vortrag geht auf ausgewählte Infrastrukturen in Jerusalem ein und beleuchtet deren Bedeutung für die politischen und sozialen Aushandlungen in der Stadt. Am Beispiel der neu gebauten Straßenbahn wird der Vortrag verständlich und anschaulich in die aktuelle urbane Situation in Jerusalem einführen.

Veranstaltungsort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung ; Sebastianstr. 21, 10179 Berlin.
Kooperationspartner: Alsharq e.V.
Referentin: Amina Nolte (International Graduate Centre for the Study of Culture, Justus Liebig Universität Gießen; Alsharq e.V.)
Datum: 14.11.2017 ; 19:00-22:00 Uhr

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin realisiert.

 

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Konfliktmineralien – Sorglos dank Sorgfaltspflichten? Welche Herausforderungen warten bei der Umsetzung der EU-Verordnung

28.09.2017
16.10.2017, 19:00 Uhr - 16.10.2017, 21:00 Uhr

Im Rahmen der 3. Alternativen Rohstoffwoche laden die Christliche Initiative Romero, Germanwatch, das Ökumenische Netz Zentralafrika und PowerShift zur Podiumdiskussion ein:

Im Juni 2017 trat die Konfliktmineralien-Verordnung der Europäischen Union in Kraft. Unternehmen, die Zinn, Tantal, Wolfram oder Gold in die EU importieren, müssen Maßnahmen ergreifen, um Konfliktfinanzierungen und Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Abbau oder Handel dieser Rohstoffe zu unterbinden. Damit werden europäische Unternehmen zum ersten Mal verpflichtet, Verantwortung für ihre Rohstofflieferketten zu übernehmen.

Die Umsetzung der EU-Verordnung wirft viele Fragen auf, die wir mit Vertretern aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren möchten: Ist die EU-Verordnung ausreichend, um eine Konfliktfinanzierung beim Abbau von und dem Handel mit Rohstoffen zu unterbinden? Wie bereiten sich Unternehmen darauf vor, die Achtung ihrer Sorgfaltspflichten zu gewährleisten? Welche Maßnahmen zur Begleitung der Umsetzung plant das Wirtschaftsministerium? Welche Aspekte gilt es aus Sicht von zivilgesellschaftlichen Vertretern aus der Demokratischen Republik Kongo und den Philippinen besonders zu beachten?

Es diskutieren:
Fidel Bafilemba (GATT-RN, DR Kongo)
Dr. Ben Molino (Alyansa Tigil Mina, Philippinen, tbc)
Dr. Thomas Gäckle (Rohstoffpolitik, Bundeswirtschaftsministerium)
Uwe Kekeritz MdB (Bündnis 90/Die Grünen, angefragt)
Sebastian Schiweck (WirtschaftsVereinigung Metalle)

Moderation: Isabel Ebert (Business & Human Rights Resource Centre)

Die Podiumsdiskussion wird auf Deutsch und Englisch geführt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Um Anmeldung wird gebeten bei:
merle.groneweg@power-shift.de

Weitere Veranstaltungen der 3. Alternativen Rohstoffwoche unter: http://alternative-rohstoffwoche.de

 

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"Staatsfeminismus" und die Herausforderungen für Frauenrechtsaktivismus im Sudan

28.09.2017
24.10.2017, 19:00 Uhr - 24.10.2017, 20:30 Uhr

Was den Frauenanteil unter den Abgeordneten im Parlament anbelangt, entspricht der Sudan der 30%-Quote der Vereinten Nationen. Auf diese Quote hatten einige Frauenrechtsaktivist*innen im Land als Voraussetzung gesetzt, um die Situation von Frauen im Allgemeinen zu verbessern. Doch zeigt sie bisher keine positive Auswirkung: Insbesondere die Situation von ärmeren Frauen und all jenen, die in den Konfliktgebieten leben, hat sich seit der Einführung der Quote nur verschlechtert. Sara Abbas diskutiert die aktuellen Herausforderungen und Dilemmata sudanesischer Frauenrechtsaktivist*innen vor dem Hintergrund der ereignisreichen Geschichte der Frauenrechtsbewegung im Land.

(englisch-sprachiger Vortrag mit Flüsterübersetzung ins Deutsche)

Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

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