bewegung.taz.de

Subscribe to bewegung.taz.de feed
Updated: 2 hours 13 min ago

Von wegen sicher

22.02.2017
22.02.2017, 19:00 Uhr

Seit Bundestag und Bundesrat die Länder des Balkans zu „sicheren Herkunftsstaaten" erklärt haben, werden AsylbewerberInnen aus diesen Ländern, viele von ihnen Roma, als AntragstellerInnen zweiter Klasse behandelt. Ihre Anträge werden zu fast 100 Prozent abgelehnt, sie werden in speziellen Lagern untergebracht, mit verschärfter Residenzpflicht und Beschäftigungsverbot.

Die Zahl der Abschiebungen ist rasant angestiegen. Gleichzeitig hat diese Regelung dramatische Folgen für mehrere Tausend Roma, die infolge des Kosovokonflikts 1999 nach Deutschland geflohen sind und seitdem als „Geduldete" in Deutschland leben. Auch ihnen droht die Abschiebung in eine Lebensrealität, die von massiver Ausgrenzung und Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen geprägt ist.

Nicht ohne Grund versuchen viele Roma dieser Marginalisierung durch Migration zu entkommen.

Darüber sprechen:

Tamara Bakovi?-Jadži?, Forum Roma Srbije/Levi Samit Srbije, Medienportal Mašina, wird über die Lebensrealität von Roma in Südosteuropa, insbesondere Serbien, sowie über die schwerwiegenden Folgen dieser Asylrechtsänderung berichten.

Christian Jakob, taz-Redakteur, Autor „Die Bleibenden: Wie Flüchtlinge Deutschland seit 20 Jahren verändern"

Moderation: Mara Puskarevi?

Eine Veranstaltung von Helle Panke e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Amaro Drom e.V.

 

Categories:

"Keine Abschiebungen nach Afghanistan!"

22.02.2017
22.02.2017, 18:30 Uhr - 19:30 Uhr

Anlass für diese Protestkundgebung ist die dritte Sammelabschiebung nach Kabul, die voraussichtlich an diesem Tag durchgeführt wird, dieses Mal wahrscheinlich vom Flughafen München aus.

Zur Teilnahme eingeladen sind alle Menschen, die ihre Solidarität mit den von Zwangsrückführungen Betroffenen zeigen wollen. Und die gegen eine unmenschliche Politik protestieren möchten, mit der Schutzsuchende in ein Land abgeschoben werden, in dem Krieg, Terror und Chaos herrschen. Bitte nehmt teil und ladet weitere Menschen ein, um ein deutliches Zeichen des Protests gegen diese Politik setzen zu können!

Bei der Kundgebung sind Redebeiträge von Michael Schmid und Ahmad aus Afghanistan geplant; Katrin Warnatzsch trägt Berichte über das Schicksal von Abgeschobenen vor; Javid Montazir, Zia Montazir und Bernd Geisler werden einige afghanische Musikstücke spielen.

Wer möchte, kann gerne auch ein passendes Transparent oder Plakat mitbringen, um seine Solidarität mit den von Abschiebung Bedrohten auszudrücken und einen Stopp der Abschiebungen zu fordern.

Ausführliche Informationen über die Kundgebung: "Keine Abschiebungen nach Afghanistan!" in Gammertingen finden sich hier:
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/010354.html

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg statt, der auf seiner Website einen Überblick der Protestkundgebungen gegen Abschiebungen am Mittwoch veröffentlicht hat:
http://fluechtlingsrat-bw.de/informationen-ansicht/protestkundgebungen-gegen-abschiebungen-am-mittwoch.html

Categories:

ICAN Offener Stammtisch Berlin

22.02.2017
22.02.2017, 18:30 Uhr - 00:00 Uhr
ICAN Offener Stammtisch Berlin

 

Wir veranstalten regelmäßig einen Stammtisch in Berlin, um einen Anlaufpunkt für neue Aktivist*innen zu bieten und eine gesellige Möglichkeit zu haben, sich über aktuelle Entwicklung im Bereich der Nuklearen Abrüstung auszutauschen.

 

Wir treffen uns im Café „Take a Brake“ in der Bergmannstraße 59 (10961 Berlin, Nähe U Südkreuz), um bei Wein oder Saftschorle dem Input einer Referentin oder eines Referenten zu lauschen und anschließend darüber zu diskutieren.

 

Der nächste Stammtisch findet am 22. Februar 2017 um 18:30 Uhr statt.

 

Wir freuen uns, Neugierige zu gewinnen, denn neben einer allgemeinen Einführung in unsere Aktivitäten geben wir auch einen Einblick, wo sich bei der ICAN-Arbeit eingebracht werden kann.

 

Wenn Du Dich in unseren Newsletter einträgst (und angibst, dass Du in Berlin wohnst), erfährst Du immer, wann der nächste Offene Stammtisch stattfindet.

 

Categories:

Werteorientierte Unternehmen

22.02.2017
22.02.2017, 18:00 Uhr

Im Rahmen des fünften Berliner Unternehmensgesprächs geht es um die Perspektive von Unternehmen in der Wirtschaftswende.

Dazu stellen sich zunächst drei Verbände vor: UnternehmensGrün, Gemeinwohlökonomie und OWUS. Gemeinsam ist allen drei das Ziel, unser Wirtschaftssystem sozial gerechter und ökologisch nachhaltiger zu gestalten.

Im anschließenden Open-Space sind die Perspektive und Bedürfnisse der Unternehmerinnen und Unternehmer gefragt. Dabei geht es insbesondere um ethische Fragen im Hinblick auf die Veränderung der Wirtschaftspolitik zugunsten einer Werte- bzw. Gemeinwohlorientierung von Unternehmen.

 

Categories:

Keine Abschiebung in den Tod!

22.02.2017
22.02.2017, 17:00 Uhr

Keine Abschiebung in den Tod!

Am Mittwoch 22.02.2017, 17-19 Uhr ist auf dem Schlossplatz Stuttgart eine Kundgebung gegen die nächsten Abschiebungen nach Afghanistan angemeldet.

Veranstalter sind der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, Jugendliche ohne Grenzen und der AK Asyl Stuttgart.

 

Categories:

Gruppe Arbeiterfilm: Der Mann im weißen Anzug | El hombre del traje blanco

21.02.2017
21.02.2017, 19:00 Uhr

Am: Dienstag, 21. Februar 2017
Was: Gruppe Arbeiterfilm - Der Mann im weißen Anzug | El hombre del traje blanco
Sprachen: deutsche mit/con subtítulo español
Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr Ende: 22:00 Uhr
Eintritt: Frei - Spenden willkommen
Sydney Stratton (Alec Guinness) es un joven investigador que, tras arduos esfuerzos, consigue inventar un tejido tan revolucionario que no se puede romper ni manchar. Sin embargo, a la alegría inicial pronto le sigue la decepción, pues tanto los empresarios como los trabajadores de la industria textil llegan a un acuerdo para impedir la fabricación y difusión del nuevo tejido. La razón es obvia: los primeros temen la ruina de sus empresas y los segundos la pérdida de sus puestos de trabajo.
Text auf deutsch
Der junge Chemiker Sidney Stratton, Angestellter in der Textilfabrik von Mr. Birnley, ist äußerst beharrlich bei der Umsetzung einer fixen Idee: Er will die absolut reißfeste Kunstfaser entwickeln, die darüber hinaus auch noch schmutzabweisend ist. Eines Tages gelingt ihm der Coup - und niemand ist davon begeistert: Die Fabrikarbeiter, die die Faser herstellen, können seiner Erfindung rein gar nichts abgewinnen, denn nun müssen sie um ihre Arbeitsplätze bangen, da es bald kaum mehr Bedarf für neu produzierte Stoffe gibt. Und auch die Fabrikanten zeigen sich entsetzt, müssen doch auch sie um zukünftige Geschäfte und damit Gewinne fürchten, denn die Nachfrage für herkömmliche Fasern wird rapide sinken.
Da Stratton sich weigert, seine für die zukünftige Fasererstellung desaströse Formel zu verkaufen, steht der idealistische Erfinder einer Phalanx aus Gegnern gegenüber: Kapital und Arbeit reichen sich die Hand und opponieren mit allen Mitteln gegen seine wegweisende Erfindung, die der Menschheit eigentlich doch nur Gutes bringen sollte. Stratton weiß nicht mehr, was er machen soll.

Categories:

Werner Gutsche (1923–2012) Da müsst ihr euch mal drum kümmern“

20.02.2017
20.02.2017, 18:30 Uhr

Im Dezember 2012 verstarb der Antifaschist Werner Gutsche unerwartet im Alter von 89 Jahren. Er hat sich über viele Jahre in Neukölln insbesondere für die Aufarbeitung der NS-Geschichte engagiert. Dafür war er 2004 mit der Neuköllner Ehrennadel geehrt worden. Inspiriert von Werner Gutsches legendärem Ausspruch „Da müsst ihr euch mal drum kümmern“ haben seine Wegbegleiter, Freundinnen und Freunde einen Sammelband erstellt. Er enthält zahlreiche Erinnerungen an Werner und Forschungsbeiträge zu Neuköllner Themen, mit denen er sich beschäftigte.Das Buch ist nun im Metropol-Verlag erschienen. Die Herausgeber Frieder Boehne, Bernhard Bremberger und Matthias Heisig stellen es vor.
ANTIFA Jour fixe der Berliner VVN-BdA
Immer am 3. Montag des Monat
Immer im Café Sibylle
Immer um 18.30 Uhr.

Categories:

Die 359. Montagsdemo gegen #S21

20.02.2017
20.02.2017, 18:00 Uhr

Die 359. Montagsdemonstration findet
gleich nach der mit der Duldung von Winfried Kretschmann rechtswidrig gestörten Sonntagsruhe
am Montag, dem 20. Februar 2017
ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz
in Stuttgart statt.

Ab 18.40 Uhr beginnt der Demozug, ausgehend vom Schlossplatz, über die Königstraße (rechte Seite der Baumallee) in Richtung Arnulf-Klett-Passage, nach links auf den Gehwegbereich vor der Mahnwache, dort endet die Demo mit dem Schwabenstreich.

Redner:

Martin Poguntke, SeniorInnen und Senioren gegen Stuttgart 21; "Umstieg21 - Die Infratest dimap Umfrage zu Stuttgart 21"
Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischer; "Anhydrit und das Versagen der verantwortlichen Politiker in Stadt und Land"

Motto: Raus aus der Grube - Umstieg 21!
Musik: Lö Groufment, Reggae, Ska und Funk
Moderation: Andreas Schwab, Parkschützer

Bei seiner Rede auf der letzten, der 358. Montagsdemo hat Dieter Reicherter die Fragen der Sonntagsruhe in Stuttgart genau erläutert:
https://www.youtube.com/watch?v=OaGCExdJ2A0#t=28m39s

 

Categories:

Meinungsfreiheit in Simbabwe

20.02.2017
20.02.2017, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Seit Jahren unterdrückt Simbabwes Regie rung die kritische Berichterstattung. Soziale Medien unterminieren das staatliche Informationspotential.

Itai Mushekewi studierte in Harare Kommunikationswissenschaften und Journalismus und arbeitete bei der führenden unabhängigen Wochenzeitung 'The Zimbabwe Independent', als er 2007 erfuhr, dass sein Name auf der schwarzen Liste steht. Aus Deutschland schreibt er seither für britische und afrikanische Medien.

Categories:

Klänge des Verschweigens von Klaus Stanjek | Film und Gespräch

20.02.2017
20.02.2017, 18:00 Uhr

FR 24.02.2017 | ab 18h00 Uhr Film startet 19h00 | Café hausZwei

Ein detektivisches Dokumentarprojekt

Durch das Aufblättern eines Familiengeheimnisses begibt sich der Dokumentarfilm in die jüngere deutsche Vergangenheit und nähert sich tabubelasteten Zeiten wie weißen Flecken einer historischen Landkarte. Mein humorvoller Onkel lebte als Unterhaltungsmusiker in meiner Familie, wenn er nicht zu Gastspielen deutschlandweit unterwegs war. Erst mit 40 Jahren drang zu mir durch, dass er 8 Jahre in Nazi-KZ's verbrachte (Dachau und Mauthausen) und dass er schwul bzw. bisexuell war, was er zeitlebens verheimlichen musste. Im Zuge meiner langwierigen Recherchen entdeckte ich, dass meine Mutter als 19-Jährige zwar vom KZ-Aufenthalt ihres Bruders wusste, aber sich dennoch für ihre Karriere beim BDM entschied, dass auch in so brutalen Konzentrationslagern wie Mauthausen turbulente Feste möglich waren - unter Beteiligung meines Onkels, und dass meine Heimatstadt Wuppertal, die sich so liberal und engagiert gab, einmal eine NSDAP-Hochburg war.

Klaus Stanjek wird zum Filmgespräch vor Ort sein. Desweiteren gibt es an diesem Abend Informationen zur diesjährigen Mauthausen-Gedenkfahrt des Deutschen Mauthausen-Komitee (Ost). Die Türen sind bereits ab 18h00 Uhr geöffnet. Zeit für Begegnung, Gespräche und kleinen Aperitivo.

http://www.klaenge-des-verschweigens.de/

Eine Veranstaltung des Deutschen Mauthausen Komitee (Ost) in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung (RLS bundesweit+ RLS Brandenburg) sowie des Café hausZwei | Libertalia e.V.

Categories:

Who wants to be second ?

19.02.2017
19.02.2017

Who wants to be second ?

Categories:

Rythms of Resistance Workshop

18.02.2017
18.02.2017, 10:00 Uhr - 18:00 Uhr

CONTENT OF THE WORKSHOP:
RoR Rhythms
Workshops for individual instruments
Maestrating workshops
Reading tunesheets
History and principles of RoR
Practical experiences from actions

*About RoR*
RoR - Rhythms of Resistance - is a network of activist percussion bands around the world who support protests and direct actions. They actively criticize and confront any form of domination, exploitation, discrimination or oppression. Their musical tradition is based on samba but RoR also invented new rhythms and an entire language of hand signs that is very useful for communication in actions. Through these signs and rhythms the group can for example warn each other of dangers or make decisions without lengthy verbal discussions.

The person holding the whistle, the mestr@, is directing the tune which is played. The whistle is passed around to share the responsibility among the members and play with the perception of hierarchy of this role. RoR bands use tactical frivolity as a tool in protests to keep demonstrators safe and present authorities with a different form of resistance than they are expecting.

-------------------------

On Sunday we have the option to join a low confrontation action at the Hambacher forest in Germany to practise our new skills in a concrete situation. We can support the demonstration against the clearing of the forest by the brown coal industry. Otherwise we can continue the workshop until Sunday afternoon.

LET’S GET A ROR GROUP STARTED IN NIJMEGEN!

Categories:

Geschlechtergerecht im politischen Alltag

18.02.2017
18.02.2017, 10:00 Uhr - 17:00 Uhr

Politik hat immer Auswirkungen auf Geschlechterverhältnisse – Kommunalpolitik, Stadtplanung oder Wirtschaftsförderung. Gender Mainstreaming soll als Strategie in allen Bereichen dafür sensibilisieren. In welchem Verhältnis steht diese Strategie zu Frauenförderung, Antidiskriminierungspolitik und Diversity Management? Welche Erfahrungen gibt es in Berlin und anderen Städten? Was ist vom neuen Berliner Senat und den Bezirksämtern zu erwarten?

Mit: Pamela Dorsch (Sozialwissenschaftlerin, Gendertrainerin und Coach), Ingo Siebert (Sozialwissenschaftler und Gendertrainer) und Lisa Pontén (Studentin der Politikwissenschaft)

Beitrag 10 € inkl. Verpflegung

Anmeldung bis 13. Februar unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

Categories:

Wie argumentieren gegen Rassismus?

18.02.2017
18.02.2017, 10:00 Uhr - 17:00 Uhr


Der AfD entgegentreten - Stammtischkämpfer*in werden!

Veranstaltet von: attac DUS und zakk
Anmeldung: duesseldorf ät attac.de

Categories:

openTransfer CAMP Kassel

18.02.2017
18.02.2017, 09:30 Uhr - 17:00 Uhr

Nach inspirierenden openTransfer Camps in Berlin, München und Düsseldorf zu den Themen Flucht und Integration kommt das Barcamp-Format der Stiftung Bürgermut im Februar 2017 erstmals ins nordhessische Kassel. Unzählige Menschen in Hessen engagieren sich in Sprachcafés und als Paten, organisieren Freizeitaktivitäten, Programmierkurse und Jobeinstiege mit und für Geflüchtete. Dass aus der Willkommenskultur auch eine nachhaltige Bleibekultur etabliert wird und wie dies gelingen kann, möchten wir am 18. Februar gemeinsam präsentieren und diskutieren.

Mit unseren Partnern von People like me, Freiwillig in Kassel e.V. und der Landesstiftung Miteinander in Hessen laden wir Engagierte, Social Start ups, Geflüchtete, Vertreter aus Kommunen und Unternehmen herzlich zum openTransfer CAMP Kassel ein.

Worum geht es?

Teilt Euer Wissen, vernetzt euch mit anderen Initiativen aus ganz Nordhessen und kommt mit Menschen mit Fluchterfahrung auf dem openTransfer CAMP ins Gespräch. Denn nur gemeinsam lässt sich Gutes einfach verbreiten. 

Kostenlose Anmelduung hier: http://bit.ly/otc17Kassel

Oder per Mail an: info@buergermut.de

Wir freuen uns auf euch!

 

Categories:

Aktionstage gegen Urantransporte

18.02.2017
18.02.2017 - 19.02.2017
Am 18. und 19. Februar 2017 erkunden wir die Atomtransporte-Strecke von Kiel nach Frankreich

Fahrt mit uns mit!

Der sogenannte Atomausstieg ist beschlossen – Atompolitik kein Thema mehr? Dennoch fahren täglich Atomtransporte quer durch die Welt um die Atomindustrie mit neuem Brennstoff zu versorgen. Uran wird abgebaut, umgewandelt, angereichert, in Brennelemente gepresst, zu Atomkraftwerken transportiert. Diese Transporte sind Lebensader und zugleich Achillesferse der Atomindustrie – ohne Atomtransporte könnten Atomkraftwerke nicht laufen. Weil wir einen weltweiten, sofortigen Atomausstieg wollen, rufen wir zu Streckenaktionstagen am 18. und 19. Februar 2017 auf. Wir werden einer Atomtransport-Strecke mit Regionalzügen folgen und die Reisenden auf Versorgungstransporte und Anlagen der Atomindustrie, die trotz „Atomausstieg“ unbefristet weiter laufen, aufmerksam machen. Wir werden in Kiel starten und bis nach Trier weiter fahren. Von Trier aus werden französische Aktivist*innen die Aktion weiter führen. Die Reise führt über Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster, Hagen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier. Es ist möglich unterwegs zuzusteigen.

Uranerzkonzentrat

Konkret geht es bei unserem jetzigen Protestaufruf um Transporte von Uranerzkonzentrat, auch bekannt als „Yellow Cake“. Diese Transporte werden regelmäßig im Hamburger Hafen verladen und fahren dann per Zug weiter quer durch Deutschland und Frankreich nach Narbonne, inklusive radioaktiver Strahlung und entsprechender Gefährdung. Das Uranerzkonzentrat kommt auf Schiffen aus Namibia über den Atlantik oder aus Usbekistan, Kasachstan oder Russland über den Nord-Ostsee-Kanal nach Hamburg.

Zerstörungen durch Uranabbau

Das Uranerzkonzentrat ist der Stoff, der beim Auswaschen von uranhaltigem Gestein in den Abbaugebieten produziert wird. Der Abbau von Uran geht einher mit großen Umweltzerstörungen, meist verbunden mit Menschenrechtsverletzungen. Die gigantischen Mengen an radioaktivem Abraum, die beim Tagebau entstehen, lagern beispielsweise in Namibia unter freiem Himmel, der Staub weht weg und sorgt für radioaktive Verseuchung und entsprechende Gesundheitsschäden rund um die Abbaugebiete. Die beim Auswaschen des Urans benötigten Wassermengen fehlen an anderer Stelle als Trinkwasser. In anderen Ländern wie z.B. Kasachstan wird zur Uranförderung eine Fracking-Methode verwendet, bei der das Uran in Schwefelsäure gelöst aus den Gesteinsschichten heraus gepresst wird. Umweltzerstörungen überall auf der Welt dienen also dazu, dass reiche Länder sich auf Kosten der anderen mit Energie versorgen.

Konversionsanlage in Narbonne

Das Ziel der Transporte ist die Anlage von AREVA in Narbonne Malvési in Südfrankreich. Dort wird das Uran in Urantetrafluorid konvertiert, nach Pierrelatte verfrachtet und dort in Uranhexafluorid umgewandelt. Bei der Verarbeitung und Umwandlung des Urans entstehen große Mengen flüssiger und halb flüssiger giftiger schwach strahlender Abfälle, die nun seit über 60 Jahren kontinuierlich in über ca. 30 Hektar große Abklingbecken geleitet werden. 2004 brach bereits ein Damm der Becken und radioaktiver Schlamm lief aus. Auch diese Anlage ist also alles andere als sicher.

Nach der Konvertierung wird das Uranhexafluorid zum Beispiel in der Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen) angereichert und wieder exportiert oder in Lingen (Emsland) zu Brennelementen verarbeitet. Beide Anlagen haben eine unbefristete Betriebsgenehmigung und eine Stilllegung ist nicht in Sicht – auch hier kein Atomausstieg!

Die Aktionstage

Wir werden mit der Regionalbahn fahren. Wir wollen Informationen zu Atomtransporten an der Strecke unter die Menschen bringen. Fahrt mit uns mit! Bringt Verkleidung, Modell-Atomtransporte und andere kreative Dinge zur unterhaltsamen Gestaltung des Aktionstages mit!

Wir fahren voraussichtlich am Samstag, den 18.2. um 7:21 in Kiel ab und kommen um 21.30 in Trier an. Dann geht es am nächsten Tag (Sonntag 19.2.) weiter nach Frankreich und parallel dazu von Trier nach Gronau auf der Uranhexafluorid-Transportstrecke – wir bringen symbolische „Atomfracht“ aus Frankreich dorthin. Diese Anlage wird regelmäßig aus Frankreich versorgt, es gibt zudem einen regen Atommüll-Verkehr zwischen Gronau und Pierrelatte. Ankunft in Gronau wird voraussichtlich um 17.04 sein, dann gibt es dort einen kleinen Abschluss. Zustieg unterwegs ist immer möglich. Zum genauen Fahrplan geht es hier.

In Trier gibt es Übernachtungsplätze. Meldet euch bei Bedarf!

Infos zum Verlauf und eventuellen Fahrplanänderungen gibt es dann live auf dem Transportticker: https://twitter.com/urantransport

Für Hintergrundinformationen schaut euch hier auf der Seite um. Einzelheiten zur geplanten Aktionsfahrt findet ihr bald hier auf dieser Seite.

Wir freuen und wenn ihr mitmacht! Bei Interesse und Fragen meldet euch bei kontakt(ät)urantransport(punkt)de , damit wir besser planen können.

Diesen Aufruf gibt es auch auf  Französisch (pdf).

Categories:

Whisky & Herzenssache

17.02.2017
17.02.2017, 19:30 Uhr

Fehlt es an Mut, die Angebetete anzusprechen? Oder will der Frust über den Verflossenen hinunter gespült werden? Whisky kann den Beginn einer wundervollen Beziehung einleiten, für ihr Ende (mit-) verantwortlich sein oder es zumindest erträglich machen.

Wie Whisky verbotene und geheime Liebesbeziehungen begründet, was Whisky mit Sexarbeit verbindet oder die Frage nach dem „Lieblingswhisky" - die Veranstaltung bietet liebevolle Anekdoten rund um Whisky&Herzenssachen.

Auf unterhaltsame Weise gibt Dominik Röttgers amüsant-informative Einblicke und fundiertes Wissen über Geschichte und Produktionsprozess von Whisky im Allgemeinen sowie den Brennereien und Abfüllungen der ausgewählten Whisky im Speziellen. Es werden 6 verschiedene Whisky (á 2cl) verkostet.

Eine Infotastement-Veranstaltung von Whisky& | Dominik Röttgers mit anschließendem Flaschenverkauf (Achtung: Keine Kartenzahlung möglich!)

Teilnahme ab 18 Jahren, max. 30 Teilnehmer*innen Reservierungen und weitere Infos über tazcafe@taz.de Karten können von 19 Uhr bis 19.15 Uhr an der Abendkasse abgeholt werden.

Eintritt: 25€

Categories:

Marea Granate NRW: Dokumentarfilm „Astral“ (Mit deutschen Untertiteln)

17.02.2017
17.02.2017, 19:00 Uhr

In Zusammenarbeit mit den Produzent*innen der TV_Sendung „Salvados" des spanischen Journalisten Jordi Évole setz Marea Granate die Projektion des Dokumentarfilms „ASTRAL" fort.
Der Film beschreibt die Arbeit der NGO „Proactiva OPEN ARMS", die mithilfe einer zum Rettungsboot umgebauten Luxusyacht Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken bewahrt.

Categories:

Noch lange nicht satt! • taz.meinland in Crottendorf

17.02.2017
17.02.2017, 18:00 Uhr

Das Erzgebirge, ja, Sachsen überhaupt gilt als Paradies für schlimme antidemokratische Kulturen. Nazis, AfD-Wähler*innen in Massen, Menschen, die Flüchtlinge abweisen und sie in Furcht und Schrecken versetzen.

Aber stimmt das? Ist Dunkeldeutschland, wie es im sogenannten Volxmund heißt, wirklich so duster? Nein, das können wir nicht glauben.

Es gibt Dörfer, Kreise und Landschaft, die sind so schön wie die Toskana oder das Burgund - und dort wohnen sehr viele Menschen, die ihre Art und Ruhe und Ordnung für wichtig halten, um dem Rechtspopulistischen zu widerstehen.

Crottendorf mit seinen 4.131 Einwohner*innen ist nur eines von vielen Dörfern, die über eine lebendige Kommunalkultur leben und weiter leben wollen. In diesen Gebieten haben Flüchtlinge Platz - und sie werden integriert, weil es so sein muss.

taz.meinland wird in Crottendorf Station machen und hören, wie sich die Menschen in diesem Dorf ihre Zukunft vorstellen, wie sie mit anderen leben wollen - und was sie vielleicht sogar dazu tun können, Hass und Demokratieverachtung zu widerstehen.

Moderation: Franz Botens von "Mehr Demokratie e.V.: Sachsen" und Jan Feddersen, Projektleiter von taz.meinland: "Auf diesen Ort im schönen Erzgebirge freuen wir uns besonders - wir werden hören, dass es überall Menschen geben kann, die den Versuchungen des Populistischen widerstehen und einen wichtigen Beitrag zur politischen Kulturförderung leisten können."

Neben allen Interessierten begrüßen wir dazu:

Sebastian Martin, Bürgermeister von Crottendorf

Beate Weißer-Lindner, Gemeinderätin und stellv. Leiterin des Familienzentrums Crottendorf

Günther Wolf, Vorstandsmitglied Erzgebirgszweigverein Crottendorf

Michael Kern, Regisseur Mundarttheater Crottendorf e.V. und Destillateur bei der Grenzwald-Destillations GmbH

Andreas Demmler, 1. Sprecher Freie Wähler Bürgerforum e.V. Ortsgruppe Crottendorf

Katrin Viertel, Geschäftsführerin des Familienunternehmens Hugo Stiehl

 

Categories:

Stand und Perspektiven der Braunkohle im Süden von Leipzig

17.02.2017
17.02.2017, 11:00 Uhr - 17:00 Uhr

Der BUND Sachsen lädt Sie herzlich zu zwei einander ergänzenden Fachtagungen über die aktuelle Situation des Braunkohleabbaus im Südraum Leipzigs ein.

Während derzeit insbesondere das Lausitzer Braunkohlerevier die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit, Medien und Politik wegen des anhaltenden Verkaufsprozesses von Vattenfall an EPH genießt, werfen wir unseren Blick auf das andere sächsische Braunkohlerevier, das Mitteldeutsche.

Hier fördert die MIBRAG, die Mitteldeutsche Braunkohlegesell­schaft mbH, die selbst Teil des tschechischen Konzerns EPH ist, rund 21 Mio. t Braunkohle in den beiden Tagebauen Profen und Vereinigtes Schleenhain. Während Profen weitestgehend auf sachsen-anhaltinischem Gebiet liegt und 2035 ausgekohlt sein soll, plant die MIBRAG im Vereinigten Schleenhain zumindest bis 2040 den Abbau von Braunkohle. Aktuell gibt es offenbar zudem Planungen, die genehmigten Abbauflächen weiter auszudehnen, obwohl alle energie- und klimapolitischen Zeichen derzeit auf ein Ende der Braunkohle-Ära deuten.

In der ersten Fachtagung wird die aktuelle Situation rund um die Braunkohleförderung im Südraum Leipzig beleuchtet – von den rechtlichen Rahmenbedingungen über die wirtschaftliche Situation bis hin zu Problemen im Natur- und Gewässerschutz. Teil zwei der Tagungen wirft einen Blick in die Zukunft der Region: Wie geht es weiter mit oder ohne Braunkohle für die Wirtschaft, die Natur und die Menschen vor Ort.

Der BUND Sachsen würde sich sehr freuen, Sie als Gäste begrüßen zu dürfen.

… alle Infos
Categories:

Pages

HEFTARCHIV ONLINE!

Alle Ausgaben vom allerersten Heft 1/1988 bis einschließlich Jahrgang 2011 stehen online (unter Jahrgänge) als Download zur Verfügung. Jeweils zum neuen Jahr wird ein weiterer Jahrgang freigeschaltet. Damit bieten wir auf unserer Homepage den vollen Zugriff auf mehr als 20 Jahrgänge des FJSB – kostenfrei und im Volltext.

NEWSLETTER

Der Newsletter erscheint vierteljährlich und informiert über das aktuelle Heft, Veranstaltungen, Publikationen ...
Abonnement unter E-Mail: info@forschungsjournal.de

TERMINE

Hinweise auf Fachtagungen, Konferenzen, Ausschreibungen, Seminare, Workshops, call for papers ...

FORSCHUNG

Das Institut für Protest- und Bewegungsforschung hat eine ausführliche kommentierte Linkliste zur deutschen Bewegungsforschung zusammengestellt: http://protestinstitut.eu/uber-das-institut/ressourcen/

MESTERWERKE