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70 Jahre NATO: Abschied von der nuklearen Teilhabe?

bewegung.taz.de - 04.04.2019
04.04.2019, 19:00 Uhr - 04.04.2019, 21:00 Uhr

Gegründet als Verteidigungsbündnis im Kalten Krieg prägt die NATO seit 1949 die Sicherheitspolitik Europas. Gemeinsam mit euch wollen wir anlässlich des Gründungstages keine historische Rückschau, sondern eine lebendige Debatte zur Zukunft der NATO und der Rolle der Atomwaffen in Europa führen.

Auf dem Warschauer Gipfel 2016 bekräftigte das Bündnis: „Solange Nuklearwaffen existieren, will die NATO eine nukleare Allianz bleiben“. Doch auch die Atomwaffen der NATO-Staaten und die nukleare Teilhabe werden als Bedrohung wahrgenommen. Wie kann dieser Kreislauf aufgelöst werden? Welche Impulse können in diesem Zusammenhang von dem 2017 beschlossenen UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen ausgehen?

Wir wollen nach vorn schauen und diskutieren: Welche Bedeutung hat die NATO in Zeiten von „America First“ noch und welche Herausforderungen für Frieden und Sicherheit stellen sich in den kommenden Jahren für Europa?

Muss die NATO zwangsläufig eine nukleare Allianz sein oder welche Wege gibt es für eine Neuausrichtung?

Welche Fragen stellen sich künftig für Deutschland und die nukleare Teilhabe?

Ihr habt Fragen zur NATO, Atomwaffen und der nuklearen Teilhabe? Bei Wikipedia nachlesen ist euch nicht genug? Dann schickt uns eure Fragen vorab und wir diskutieren sie ins unserem „Frag uns Alles“.

Per Mail an: office@ican.berlin Betreff: Frag uns alles

Twitter: #NoNukes4NATO

Gäste:

Giorgio Franceschini, Referent Außen- und Sicherheitspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung

Xanthe Hall, Referentin Abrüstung, IPPNW und ICAN

Franca Brüggen, IPPNW (angefragt)

Moderation: Anne Balzer

Ablauf:

Kurzfilm: Let’s decide the future of nuclear weapons before they decide ours.

Begrüßung und Vorstellung der Referent*innen: Anne Balzer

Inputreferate

Frag uns alles:  Diskussion der Fragen mit den Referent*innen

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Kiezspaziergang zu Orten von Verdrängung und Mieter*innenwiderstand im Friedrichshainer Nordkiez

bewegung.taz.de - 04.04.2019
05.04.2019, 18:00 Uhr - 05.04.2019, 21:00 Uhr

Ob Padovicz, CG, Fortis Group und Co. – gemeinsam gegen Vertreibung!

Kiezspaziergang zu den Orte von Verdrängung und Widerstand im Friedrichshain Nordkiez.
Die Aktion findet im Rahmen der Mieter*innenaktionstage statt.

Wir beginnen mit einem 10-minütigen Auftaktscheppern. Bringt Töpfe und Pfannen und Löffel oder ähnliches mit!

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Gegen Padovicz, CG Gruppe, Fortis Group, Pears Global und Co. – Gemeinsam gegen Vertreibung!


Keine Rendite mit der Miete!

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T H E M E N :

- Umwandlung Mietwohnungen in Eigentumswohnungen. Konsequenzen für Mieter*innen und Kieze am Beispiel der Fortis Group.  

  Mieter*innen aus dem Eckhaus berichten.

 

- Eigentumsumwandlung mit Mitteln der Bank für Wiederaufbau. Ein absurdes Beispiel von Verdrängung.

 

- Baustelle CG Gruppe. Wie arbeitet die CG Gruppe, aktuelle Projekte und Auswirkungen auf den Nordkiez.

 

- Pears Global in unserer Nachbarschaft im Nordkiez. Bericht einer Betroffenen. Und: Das Syndikat - deckt auf! Ein Beitrag des

  bedrohten Kneipenkollektivs aus Neukölln. 

 

- Angefragt 'Bambiland': Private Baugruppen - die besseren Gentrifizierer?

 

- Kadterschmiede Bleibt! - Stand der Dinge - Bericht aus der Rigaer 94 - Beleuchtung Schein und Sein des Eigentums im

  Briefkastengeflecht

 

- Liebig 34/ Padovicz-Haus. Das akut bedrohte Hausprojekt berichtet.

 

- Und ein Beitrag über Eigentumszustände unter Padovicz.

 

Der Kiezspaziergang endet mit einem Abschlussscheppern am Hausprojekt Liebig34 mit der Dorfplatz-Küfa zur Stärkung.

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Kiezspaziergang zu Orten von Verdrängung und Mieter*innenwiderstand im Friedrichshainer Nordkiez

bewegung.taz.de - 04.04.2019
05.04.2019, 18:00 Uhr - 05.04.2019, 20:00 Uhr

T H E M E N :

- Umwandlung Mietwohnungen in Eigentumswohnungen. Konsequenzen für Mieter*innen und Kieze am Beispiel der Fortis Group.  

  Mieter*innen aus dem Eckhaus berichten.

 

- Eigentumsumwandlung mit Mitteln der Bank für Wiederaufbau. Ein absurdes Beispiel von Verdrängung.

 

- Baustelle CG Gruppe. Wie arbeitet die CG Gruppe, aktuelle Projekte und Auswirkungen auf den Nordkiez.

 

- Pears Global in unserer Nachbarschaft im Nordkiez. Bericht einer Betroffenen. Und: Das Syndikat - deckt auf! Ein Beitrag des

  bedrohten Kneipenkollektivs aus Neukölln. 

 

- Angefragt 'Bambiland': Private Baugruppen - die besseren Gentrifizierer?

 

- Kadterschmiede Bleibt! - Stand der Dinge - Bericht aus der Rigaer 94 - Beleuchtung Schein und Sein des Eigentums im

  Briefkastengeflecht

 

- Liebig 34/ Padovicz-Haus. Das akut bedrohte Hausprojekt berichtet.

 

- Und ein Beitrag über Eigentumszustände unter Padovicz.

 

Der Kiezspaziergang endet mit einem Abschlussscheppern am Hausprojekt Liebig34 mit der Dorfplatz-Küfa zur Stärkung.Am Ende gibt es eine Songeinlage von Geigerzähler.

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Kiezspaziergang zu Orten von Verdrängung und Mieter*innenwiderstand im Friedrichshainer Nordkiez

bewegung.taz.de - 04.04.2019
05.04.2019, 18:00 Uhr - 05.04.2019, 20:00 Uhr

T H E M E N :

- Umwandlung Mietwohnungen in Eigentumswohnungen. Konsequenzen für Mieter*innen und Kieze am Beispiel der Fortis Group.  

  Mieter*innen aus dem Eckhaus berichten.

 

- Eigentumsumwandlung mit Mitteln der Bank für Wiederaufbau. Ein absurdes Beispiel von Verdrängung.

 

- Baustelle CG Gruppe. Wie arbeitet die CG Gruppe, aktuelle Projekte und Auswirkungen auf den Nordkiez.

 

- Pears Global in unserer Nachbarschaft im Nordkiez. Bericht einer Betroffenen. Und: Das Syndikat - deckt auf! Ein Beitrag des

  bedrohten Kneipenkollektivs aus Neukölln. 

 

- Angefragt 'Bambiland': Private Baugruppen - die besseren Gentrifizierer?

 

- Kadterschmiede Bleibt! - Stand der Dinge - Bericht aus der Rigaer 94 - Beleuchtung Schein und Sein des Eigentums im

  Briefkastengeflecht

 

- Liebig 34/ Padovicz-Haus. Das akut bedrohte Hausprojekt berichtet.

 

- Und ein Beitrag über Eigentumszustände unter Padovicz.

 

Der Kiezspaziergang endet mit einem Abschlussscheppern am Hausprojekt Liebig34 mit der Dorfplatz-Küfa zur Stärkung.Am Ende gibt es eine Songeinlage von Geigerzähler.

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Der große Kladderadatsch – Es lebe die Revolution!

bewegung.taz.de - 02.04.2019
17.04.2019, 19:00 Uhr - 17.04.2019, 22:00 Uhr

Der große Kladderadatsch!“ – Es lebe die Revolution!
Theater

Mittwoch | 17. April 2019 | 19h

Das an der Volksbühne gegründete Obdachlosen-Theater ist am 17. April zu Gast. Die Gruppe hat das Stück “Der große Kladderadatsch! Es lebe die Revolution! weiterentwickelt und stellet es um 19h bei uns im Museum vor.

Zum Stück schreibt die Gruppe folgendes:
Die Basis für das Stück ist Daniel Anderson’s „Es lebe die Revolution!“ (1988), ein Gedenkprogramm zum 70. Jahrestag der Revolution von 1918/19. Ein Anlass für uns, um über das Stück und die Revolution neu nachzudenken.

Für uns sind die historischen Ereignisse dieses gigantischen gesellschaftlichen Umbruchs, der untrennbar verbunden ist mit dem Ende des 1. Weltkriegs, überaus interessant. Da sie die Bedingungen und Grundlagen für die politischen Entwicklungen bis heute schufen. Ein entscheidendes Ergebnis ist die parlamentarische Demokratie unter sozialdemokratischer Führung – der reformistische Flügel der SPD hatte sich durchgesetzt. Ein radikaler Umbruch –Sozialismus in Form einer Räterepublik ist gescheitert.

Wir sind die Erben dieser verratenen Revolution. Was machen wir mit der Erbschaft? Wir wollen das Verständnis wecken, dass REVOLUTION keine abstrakte Größe ist. Unser Ziel ist ein „lebendiger Geschichtsunterricht“. Wir wollen aktivieren, zu politischem Interesse anstiften und einem progressiven Umgang mit Geschichte anregen.

Mehr über die RATTEN 07:
Das seit 1992 an der Volksbühne entstandene Obdachlosentheater inszenierte bereits über 50 Produktionen, ist weit über die Grenzen Berlins bekannt und kann auf europaweite Gastspiele und Festivals zurückblicken. Mehr findet ihr auch auf ihrer Website.

Aufführung auf dt, Eintritt frei, Raum barrierearm. Mehr zur Veranstaltung und aktuelle Infos auch auf Facebook.

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Die Stadt gehört uns allen! Critical Mass und Kundgebung

bewegung.taz.de - 02.04.2019
06.04.2019, 13:00 Uhr - 06.04.2019, 15:00 Uhr

Wir laden euch zu einer Critical Mass ein. Mit dieser Aktionsform eignen sich Radfahrer_innen den öffentlichen Raum an. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Gruppen ab 15 Fahrrädern die Straße benutzen.

Dabei radeln wir an verschiedenen Gentrifizierungs-Hot Spots vorbei. Anschließend wollen wir auf dem Küchengarten zusammenkommen, miteinander essen, schnacken, Musik und Redebeiträgen lauschen.

Der Stadt der steigenden Mieten, in der wenigen gehört, was alle brauchen, setzen wir unseren Zusammenhalt, unsere Vielfalt und Solidarität entgegen.

Wir wollen eine Stadt:

  • in der die Häuser fürs Wohnen und nicht für den Profit gebaut werden,
  • in der niemand in Notunterkünften, Heimen oder auf der Straße leben muss,
  • und in der Wohnraum, Boden und Natur Allgemeingut sind

Wohnraum darf keine Ware sein!

Eine Veranstaltung von: Kiezkollektiv – Solidarisches Mieter*innen Netzwerk; Nordstadt Solidarisch; Interventionistische Linke Hannover;

Teil des internationalen Aktionstags „Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn“

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Rote Zone Filmabend: The Wind that shakes the Barley

bewegung.taz.de - 01.04.2019
25.04.2019, 20:00 Uhr - 25.04.2019, 23:00 Uhr

Ostern 1916 erhoben sich republikanische Kräfte in Irland. Die englischen Kolonialherren sollten vertrieben werden, um die Unabhängigkeit Irlands zu erkämpfen. Doch der Osteraufstand scheiterte und die Anführer wurden erschossen. Trotzdem markierte das Ereignis einen Wendepunkt.

Bei der Roten Zone, zeigen wir 103 Jahre später den Film The Wind that shakes the Barley (Ken Loach, I/GB/D/I/E/F, 2006, 124 Min.). Er zeigtt die Geschichte der Brüder Damien und Teddy nach dem Osteraufstand. Beide schließen sich der IRA an und beteiligen sich am antiimperialistischen Guerillakrieg.
Mit der umstrittenen Gründung der irischen Republik im Süden und der verbundenen Teilung des Landes, trennt sich auch der Weg der beiden. Während Teddy sich als Soldat der neuen Regierung verpflichtet, kämpft Damien weiter für die Unabhängigkeit der ganzen Insel.
Im Anschluss werfen wir Schlaglichter auf vergangene Episoden des Freiheitskampfes in Irland.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

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Gronauer Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage

bewegung.taz.de - 01.04.2019
19.04.2019, 13:00 Uhr - 19.04.2019, 16:00 Uhr

Karfreitag, 19. April, startet die Auftaktkundgebung zum Gronauer Ostermarsch um 13 Uhr am Bahnhof Gronau – danach führt die Demo zur Urananreicherungsanlage.

Urananreicherung ist zivil wie friedenspolitisch extrem gefährlich – im westfälischen Gronau wie auch andernorts. Der Erhalt und Ausbau der Urananreicherung trägt in Deutschland und weltweit zur unverantwortlichen Fortsetzung der Atomenergienutzung sowie zum neuerlich angeheizten nuklearen Wettrüsten bei. Wir fordern deshalb die sofortige Beendigung der Urananreicherung in Gronau und weltweit – sowie die Umsetzung des von ICAN initiierten Atomwaffenverbotsvertrags.

Angereichert wird in Gronau für hochgefährliche Bröckelreaktoren wie Tihange und Doel, aber auch AKW im Kriegsgebiet der Ukraine sowie bis 2011 der Fukushima-Betreiber Tepco. Eine Stilllegung der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau und der benachbarten Brennelementefabrik Lingen lehnte der Bundestag jedoch gerade erst am 8. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima und zum 33. Jahrestag des Super-Gaus von Tschernobyl mit den Stimmen der Groko, der FDP und der AFD erneut ab.

Ganz aktuell will die Betreiberin der UAA Gronau und der benachbarten UAA Almelo, die deutsch-niederländisch-britische Urenco Ltd., nun mit Zustimmung der deutschen Anteilseigner RWE und EON in den USA auch in das Geschäft einer äußerst brisanten Höheranreicherung auf 19,75% U 235 für neue, mobile Klein-Reaktoren einsteigen – die Zentrifugentechnik dafür soll die Urenco-Tochter ETC neben dem Forschungszentrum Jülich liefern.

Das führt die Urananreicherung ganz nah an die kritische Grenze von 20% für atombombenfähig-angereichertes Uran, was neue Begehrlichkeiten wecken wird. Erste Interessenten sind wenig überraschend das US-Verteidigungsministerium, aber auch Saudi-Arabien.

Die Bundesregierung ist keine Zuschauerin, sondern selbst Akteurin!

Das alles geschieht mit ausdrücklicher Zustimmung und Billigung der Bundesregierung, die keine „nichtverbreitungspolitischen Bedenken“ hat. Damit heizt Deutschland das nukleare Wettrüsten an, anstatt auf friedliche und nicht-nukleare Optionen zu setzen.

Mit der Kündigung des INF-Mittelstreckenraketen-Vertrags und des Iran-Abkommens durch die Trump-Administration droht für Europa und Deutschland ohnehin ein neues atomares Wettrüsten. Beide INF-Vertragspartner, die USA und Russland, scheinen wenig Interesse daran zu haben, den INF-Vertrag in der verbleibenden Zeit bis Anfang August tatsächlich zu retten. Deutschland, die NATO und die EU zeigen dabei auf Russland als den einzigen Schuldigen und versäumen es, selbst konkrete und mögliche Schritte vorzuschlagen, wie ein neues atomares Wettrüsten vermieden werden kann. Europa kann damit zum neuen Kriegsschauplatz werden.

Friedliche Konfliktlösung & Atomausstieg statt Eskalation und Wettrüsten!

Umso wichtiger ist es, dass wir auf zivile Konfliktlösungen und ein Ende der Atomenergienutzung setzen. Die sofortige Beendigung der Urananreicherung ist dafür ein zentraler Schlüssel, um den „einfachsten
Weg zur Atombombe“ zu verbauen und die Belieferung von Hochrisikoreaktoren zu unterbinden. Anstatt unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen und politische Ziele wie Arbeitsplätze, Kohleausstieg und Atomausstieg gegeneinander auszuspielen sowie das internationale Wettrüsten anzuheizen, setzen wir uns für solidarisches Miteinander ein. Dafür gehen wir am 19. April beim Ostermarsch zur UAA Gronau gemeinsam mit Friedens- und Anti-Atom-Initiativen aus dem In- und Ausland gemeinsam auf die Straße!!

Konkrete Schritte für Frieden und Abrüstung – in Gronau und anderswo:

  • Stilllegung der Urananreicherungsanlagen in Gronau Almelo!
  • Beendigung der Uran-Zentrifugenentwicklung durch das Urenco-Joint-Venture in Jülich!
  • Exportstopp für angereichertes Uran aus Gronau und Brennelemente aus Lingen!
  • Beitritt zum von ICAN initiierten internationalen Atomwaffenverbotsvertrag!
  • Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel statt deren Modernisierung!
  • Kein zerstörerisches Wettrüsten – weder atomar noch „konventionell“!
  • Keine Beteiligung an einer neuen Atomspirale – kompletter Atomausstieg jetzt!

 

 

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Decolonize

bewegung.taz.de - 01.04.2019
11.04.2019, 18:00 Uhr - 11.04.2019, 21:00 Uhr

Die Debatte über die Rückgabe kolonialer Raubkunst hat Forderungen nach einer kritischen Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit neuen Auftrieb gegeben. Aber auf dem Weg zu einer umfassenden postkolonialen Erinnerungskultur gibt es viele Aufgaben und Herausforderungen, nicht nur im Kulturbetrieb. Eine echte “Dekolonisierung“ umfasst diverse gesellschaftliche und politische Themenbereiche – und jede Menge Widerstände. Wo stehen wir, wo wollen wir hin und wo kann Berlin vorangehen?

Eine Veranstaltung von Grüne Fraktion Berlin 

Bild: Daniel Bockwoldt dpa

 

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Call for Papers: Annual conference of the Institute for Social Movement Studies – Social Movements in the Digital Age

HASHTAGS TWEETS PROTEST
Social Movements in the Digital Age

— Call for Papers and Panels —

Annual conference of the Institute for Social Movement Studies in co-operation with the Weizenbaum Institute for the Networked Society

15./16. November 2019, Weizenbaum-Institut

Hardenbergstraße 32, 10623 Berlin

 

Today, protest and counter-protest, rule and resistance can only be thought of in the context of a digitized society, its particular opportunities, dynamics and challenges.

Digital communication determines our everyday life and the ways we inform, argue and express ourselves. Hashtags, Instagram Stories and YouTube videos are not only used today for self-por­trayal, they are also central to collective action and political commitment. Protests at least have the potential to become globally visible through digital communication through images, tweets and streams. There are increasing numbers of digital movement entrepreneurs combining financial and political interests, who have a head start in the competition for attention on the Internet.

Digital interactions change our social relationships and thus also the form and functioning of social movements and protests. The digital context allows mobilizations to be initiated with less orga­nizational effort; to participate is sometimes just a click away. Movements, only become visible and responsive through their digital work: as mass movements, they require digital co-ordination. This can turn power relations upside down. Thus, movements and marginalized groups have new opportunities to articulate their ideas and interests. And yet, the question arises which concerns and organizational methods benefit most from the digital sphere – and which lose the struggle for attention.

Recently, we have become aware of other downsides of digital organization: digital hate cultures. They use commercial platforms to disguise supremacist ideologies and set up their own forums where they co-ordinate political campaigns and attacks on political opponents. There is more surveillance and automation is increasing. Thus, the digital constellation harbors dangers such as isolation, repression, stigmatization, slander and censorship as well as an opportunity structure for right-wing actors – and for resistance from progressive civil society. In all cases, social networks create transregional public spheres that are indispensable and that influence politics and its cultu­ral foundations.

This year‘s annual conference of the Institute for Social Movement Studies is dedicated to the challenges and opportunities for protest and movements in the digital age.

Together, we ask: How do we understand protest in the digital context? How do organization and mobilization differ and complement one another online and offline? Does the structure of digital platforms have benefits for particularly reactionary movements? How can digital spaces strengt­hen emancipatory policy approaches? What methodological and empirical challenges are associa­ted with research into movements and protest on the Internet? Possible contributions include, but are not limited to, the following topics:

  • Online-offline interactions: mechanisms and processes
  • Mobilization via platforms (messengers, image boards, video platforms, deep web)
  • Movement entrepreneurship in the Internet
  • Visual strategies (memes, GIFs, videos)
  • Internet movements and ‘digital (movement) parties’
  • Online subcultures and their influence on the political mainstream
  • Digital repression and surveillance by state actors
  • Spatial production and spatial understanding in a digital context
  • Hate speech, filter bubbles, echo chamber, algorithms and their anti-democratic dangers
  • Civil Society 2.0: Digital street work, solidarity and counter hegemony
  • Practices that explicitly reject the digital and their challenges
  • Methodological challenges, ethical research questions and approaches to research
  • Transnational community building via digital platforms (movements and diaspora acti- vism)
  • Targeted manipulation of political discourses and opinions
  • New forms of organization, digital repertoires and campaigns
  • Theoretical contributions to protest, digitalization and surveillance capitalism

The conference languages are German and English. The conference invites alternative forms of presentation, such as performances or exhibitions, and activist contributions. We encourage especially young researchers and women to register. The aim is to publish selected contributions in German and English. Abstracts for individual contri­butions (max. 250 words) or panel proposals with up to four paper abstracts must be submitted by 26 July 2019 at: konferenz2019@protestinstitut.eu.

Call for Papers: ipb-Jahrestagung 2019 – Soziale Bewegungen im digitalen Zeitalter

HASHTAGS | TWEETS | PROTEST
Soziale Bewegungen im digitalen Zeitalter

— Call for Papers und Panels —

Jahrestagung des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung in Kooperation mit dem Weizenbaum Institut für die vernetzte Gesellschaft

15./16. November 2019, Weizenbaum-Institut
Hardenbergstraße 32, 10623 Berlin

 

Protest und Gegenprotest, Herrschaft und Widerstand lassen sich heute nur im Kontext der digitalisierten Gesellschaft, ihrer speziellen Möglichkeiten, Dynamiken und Gefahren denken.

Digitale Kommunikation bestimmt unseren Alltag und die Formen, in denen wir uns (politisch) informieren, streiten und ausdrücken. Hashtags, Instagram-Stories und YouTube Videos werden heute nicht nur zur Selbstdarstellung eingesetzt, sondern sind auch zentral für kollektives Han­deln und politisches Engagement. Proteste werden über digitale Dokumentation – Bilder, Tweets, Streams – zumindest potenziell global sichtbar. Und zunehmend etablieren sich digitale Bewegungsunternehmer*innen, die finanzielle und politische Interessen vereinen und Startvorteile im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit im Netz versprechen.

Digitale Interaktionen verändern soziale Beziehungen und damit auch Form und Funktionieren sozialer Bewegungen und Proteste. Um Mobilisierungen zu initiieren, reicht im digitalen Kontext oft ein geringerer Grad an Organisiertheit; um an ihnen teilzunehmen, gar manchmal nur ein Klick. Bewegungen wiederum werden durch ihre digitale Arbeit erst sicht- und ansprechbar – als Massenbewegung bedürfen sie der digitalen Koordination. Dies kann Machtverhältnisse auf den Kopf stellen: So bieten sich Bewegungen wie auch marginalisierten Gruppen neue Chancen für die Artikulation ihrer Ideen und Interessen. Und doch stellt sich die Frage, welche Anliegen und Orga­nisationsweisen vom Digitalen besonders profitieren und auch, was im Kampf um Aufmerksamkeit unterliegt.

Auch andere Kehrseiten digitaler Organisation nehmen wir in jüngerer Zeit verstärkt wahr: Digitale Hasskulturen machen auf sich aufmerksam. Sie nutzen kommerzielle Plattformen, um Ideologien der Abwertung neu zu verkleiden, und bauen sich eigene Foren auf, in denen sie politische Kam­pagnen und Angriffe auf politische Gegner*innen koordinieren. Überwachung nimmt zu und lässt sich immer stärker automatisieren. Somit birgt die digitale Konstellation neben Gefahren wie Ver­einzelung, Repression, Stigmatisierung, Verleumdung und Zensur auch eine Gelegenheitsstruktur für rechte Akteur*innen – und für den Widerstand aus der Zivilgesellschaft. In jedem Fall schaffen soziale Netzwerke nicht mehr wegzudenkende transregionale Öffentlichkeiten, die die Politik und ihre kulturellen Grundlagen mitbestimmen.

Die diesjährige Jahrestagung des IPB widmet sich den Herausforderungen und Chancen für Pro­teste und Bewegungen im digitalen Zeitalter. Gemeinsam fragen wir: Wie müssen wir Protest im digitalen Kontext verstehen? Wodurch unter­scheiden und wie ergänzen sich Organisierung und Mobilisierung online und offline? Trägt die Struktur digitaler Plattformen dazu bei, dass besonders reaktionäre Bewegungen profitieren? Wie können digitale Räume emanzipatorische Politikansätze stärken? Welche methodischen und empirischen Herausforderungen sind mit der Erforschung von Bewegungen und Protest im Netz verbunden? Mögliche Beiträge umfassen die folgenden Themen, sind aber nicht auf sie begrenzt:

  • Online-Offline Interaktionen: Mechanismen und Prozesse
  • Mobilisierung über Plattformen (Messenger, Imageboards, Videoplattformen, Deep Web)
  • Bewegungsunternehmer*innentum im Netz
  • Visuelle Strategien (Memes, GIFs, Videos)
  • Internetbewegungen und ‚digitale (Bewegungs-)Parteien‘
  • Online-Subkulturen und ihre Beeinflussung des politischen Mainstreams
  • Digitale Repression und Überwachung durch staatliche Akteur*innen
  • Raumproduktion und Raumverständnisse im digitalen Kontext
  • Hassrede, Filterblasen, Echokammer, Algorithmen und deren anti-demokratische
  • Gefahren
  • Zivilgesellschaft 2.0: Digitales Streetwork, Solidarität und Gegenhegemonie
  • Praktiken, die das Digitale explizit ablehnen, und ihre Herausforderungen
  • Methodische Herausforderungen, forschungsethische Fragen und Forschungszugänge
  • Transnationale Gemeinschaftsbildung über digitale Plattformen (Bewegungen und Diaspora-Aktivismus)
  • Gezielte Manipulation von politischen Diskursen und Meinungen
  • Neue Organisationsformen, digitale Repertoires und Kampagnen
  • Theoretische Beiträge zu Protest, Digitalisierung und Überwachungskapitalismus

Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Die Konferenz lädt zu alternativen Darstellungs­formen, wie Performances oder Ausstellungen, und aktivistischen Beiträgen ein. Wir ermutigen besonders junge Forschende und Frauen* sich anzumelden. Eine deutsch- und englischsprachige Publikation von ausgewählten Beiträgen wird angestrebt. Abstracts für Einzelbeiträge (max. 250 Wörter) oder Panelvorschläge mit bis zu vier Vortragsabs­tracts sind einzureichen bis zum 26. Juli 2019 unter: konferenz2019@protestinstitut.eu.

Klimawandel und Energiearmut - mit Gesine Lötzsch und Steffen Kühne

bewegung.taz.de - 01.04.2019
17.04.2019, 19:30 Uhr - 17.04.2019, 21:00 Uhr

Ohne Energie geht nichts. Die Bänder stehen still, die Bude bleibt kalt, im Club ist Sense und aus Nudeln mit Ketchup wird Ketchup. Das Problem ist real: Über zehn Prozent der EU-Bürger*innen sind von Energiearmut betroffen und können etwa im Winter nicht heizen. Der Zugang zu Energie als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge muss ein soziales Grundrecht sein! Niemand soll frieren, ein gutes Leben für alle! Gleichzeitig stellt der Klimawandel die größte Herausforderung unserer Zeit dar – er bedroht die Existenzgrundlage vieler Menschen und verschärft die globale soziale Ungleichheit.

Wir wollen einen Sozialökologischen Umbau unserer Gesellschaft! Aber wie soll eine sozial und ökologisch verträgliche Energiepolitik aussehen? Lasst uns diskutieren über eine Europäische Energiedemokratie, die Vergesellschaftung der Stromkonzerne und einen ökologischen Sozialismus.

Darüber diskutiert Gesine Lötzsch (MdB, Fraktion DIE LINKE) mit Steffen Kühne (Referent für Sozialökologischen Umbau der Rosa-Luxemburg-Stiftung).

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Update 40.0

bewegung.taz.de - 01.04.2019
10.04.2019, 18:00 Uhr - 10.04.2019, 21:00 Uhr

Die digitale Revolution hat den analogen Zeitungsmarkt überrollt. Und was macht die vierzigjährige taz? Baut sich ein Haus, schwärmt von ihrer „Community“ und setzt auf eine „digitale Transformation“, die auch weiterhin Raum für Kritik und Eigensinn geben soll. Die Abschaffung der täglich gedruckten taz steht bereits auf dem Programm. Kann das gut gehen?

Detlef Berentzen, Rundfunkautor (und selbst tazler der frühen Jahre), hat die taz und ihre AkteurInnen monatelang akustisch begleitet und stellt sein Hörfunk-Feature (SWR/WDR) am Abend der Erstausstrahlung vor. Come and listen!

Eintritt frei

Bild: Detlef Berentzen (db)

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"We have built cities for you" — Widersprüche des jugoslawischen Sozialismus

bewegung.taz.de - 31.03.2019
26.04.2019, 20:00 Uhr - 26.04.2019

Der Sammelband »We have built cities for you« [Link] ist aus der Zusammenarbeit einer Gruppe von Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus allen Republiken des ehemaligen Jugoslawiens entstanden und versucht, die Komplexität und Widersprüche des sozialistischen Jugoslawiens in seiner finalen Phase zu reflektieren. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht das Thema Arbeit. Die 1980er waren in Jugoslawien von massiven Streiks und Reformen im Bereich der Arbeit geprägt. Im Vortrag sollen aber auch Parallelen zwischen dem Jugoslawien der 80er-Jahre und aktuellen Entwicklungen in der Europäischen Union angesprochen werden. Damals wie heute haben wirtschaftliche Krisen zum Erstarken nationalistischer Kräfte geführt.

Mag.a Lidija Krienzer-Radojević ist Kulturanthropologin. Sie hat am Institut für Zeitgenössische Kunst der TU Graz gelehrt und war bis 2014 Mitarbeiterin der Universität Ljubljana. Sie ist Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark. Ihr Forschungsinteresse bezieht sich auf die soziale Integration der kapitalistischen Verhältnisse in das gesellschaftliche Leben.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Kunst, Spektakel & Revolution" - eine Kooperation des Bildungskollekivs BiKo e.V. und der ACC Galerie Weimar, unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

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"Der ganze Südosten ist unser Hinterland" — 150 Jahre deutscher Politik gegen einen jugoslawischen Staat

bewegung.taz.de - 31.03.2019
11.04.2019, 20:00 Uhr - 11.04.2019

Seit Beginn der deutschen Nationalökonomie wurde Südosteuropa als abhängiges Ergänzungsgebiet eines großdeutschen Reiches verplant. Bereits in den Debatten der Frankfurter Paulskirchenversammlung von 1848 wurde die Verhinderung eines eigenständigen, wirtschaftlich starken jugo-(das heißt süd-)slawischen Staates als zentrales Ziel deutscher Politik propagiert. Im August 1914 zogen deutsche und österreichische Soldaten mit der Parole „Serbien muss sterbien“ in den Ersten Weltkrieg. Nach der Kriegsniederlage des wilhelminischen Kaiserreiches erfolgte die Gründung Jugoslawiens nicht zuletzt als Widerstandsakt gegen den „deutschen Drang nach Osten“. Doch die deutschen Bombenangriffe auf Belgrad im April 1941 führten zur Zerschlagung des ersten jugoslawischen Staates. Nach der Rückeroberung Belgrads durch die Tito-Partisanen und die Rote Armee und dem Sieg der Alliierten über den Nationalsozialismus erfolgte die zweite Gründung Jugoslawiens als Sozialistische und Föderalistische Republik. Die Wiedervereinigung und die Wirtschaftskrise Jugoslawiens in den 1980er Jahren ermöglichte der Regierung unter Kohl und Genscher ein Anknüpfen an die Pläne des Kaiserreiches und des Nationalsozialismus. Die von ihr durchgesetzte staatliche Separierung Sloweniens und Kroatiens bedeutete die zweite Zerschlagung Jugoslawiens und hatte den Bosnien-Krieg von 1992-95 und den Kosovokrieg von 1999 zur Folge.

Klaus Thörner ist Autor des Buches »Der ganze Südosten ist unser Hinterland. Deutsche Südosteuropapläne von 1840 bis 1945« (ça ira, 2008).

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Kunst, Spektakel & Revolution" - eine Kooperation des Bildungskollekivs BiKo e.V. und der ACC Galerie Weimar, unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

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Kosmopolitische Solidarität

bewegung.taz.de - 31.03.2019
07.04.2019, 18:00 Uhr - 07.04.2019, 20:15 Uhr

Kosmopolitische Solidarität

Solidarität ist ein schillernder Begriff, der seit langem zum festen Repertoire linker Politik ge­hört. Um- stritten ist zuweilen, wie weit sie reicht und wem sie gelten kann. Diese Fragen sind indes keineswegs nur moralphilosophische. Der Ruf nach Solidarität baut vielmehr sowohl auf der Annahme der Gleichheit als auch auf realen Beziehungsnetzen, die uns miteinander ver­binden und die uns affizieren.

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Neue Rechte und die Medien

bewegung.taz.de - 29.03.2019
11.04.2019, 19:00 Uhr - 11.04.2019, 21:00 Uhr

Wird Hetze zum Normalzustand?

Rechte Bewegungen und die AfD sind im Aufwind: Durch Bundes- und Landtagsmandate können sich ihre Netzwerke langfristig in der politischen Landschaft verankern. Durch Parlamentsarbeit, neugegründete Stiftungen oder berufene Rundfunkräte ist in den nächsten Jahren mit einem starken Rechtsruck im gesellschaftlichen Diskurs zu rechnen. Was bedeutet das für die Medienlandschaft in Deutschland? Ist der öffentlich-rechtliche-Rundfunk in Gefahr? Und wird der Umgangston rauer?

Schon jetzt werden Journalisten von linken aber auch öffentlich-rechtlichen und bürgerlichen Medien scharf angegriffen und teilweise auch in ihrer Arbeit behindert: Könnte die Aggression noch zunehmen?

Wir diskutieren mit: 

Michael Bonvalot, Journalist und Buchautor aus Wien, FPÖ-Experte

Malene Gürgen, taz Redakteurin, Expertin Neue Rechte

Moderation:

Susanne Götze, freie Journalistin

Eintritt frei

Eine Veranstaltung von Linke Medienakademie e.V.

Bild: T. Chick McClure, unsplash

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Critical Mass Esslingen im April 2019

bewegung.taz.de - 28.03.2019
19.04.2019, 18:00 Uhr - 19.04.2019

Fahrrad Fahren auf Esslingens Straßen mit guter Laune.

Anschließend Radlerstammtisch und Austausch guter Ideen für bessere Radinfrastruktur.

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Zu Fuss gehen - die meistunterschätzte Verkehrsart

bewegung.taz.de - 28.03.2019
02.04.2019, 19:30 Uhr - 02.04.2019, 21:00 Uhr

Vortrag von Dr. Ingo Rohlfs, Landessprecher des Fachverbands Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. und Jörg Exner, Soziologe und Fußweg-Entdecker


Verkehrsprobleme – Stau – Parkplatznot: Welche Lösungen fallen Ihnen ein? Sie haben Ideen? Vermutlich liegen Sie falsch!

Dr. Ingo Rohlfs, Landessprecher des FUSS e. V., stellt in einer kurzen Revue die aktuellen und überraschenden Fakten dazu vor und unternimmt einen Ausblick auf die Wegrichtung, die zu gehen ist. Und warum man dem Boden unter seinen Füßen trauen darf. Im Anschluss daran wirft Jörg Exner einen soziologischen Blick auf Mobilität und das Zufußgehen und berichtet vor diesem Hintergrund über den Versuch, zwei historische Fußwegverbindungen im Esslinger Stadtteil RSKN wiederzubeleben. 

Veranstalter: VCD Esslingen, Bündnis Esslingen aufs Rad, ADFC Esslingen

Veranstaltungsort: Forum Esslingen, Schelztorstraße 38, 73728 Esslingen

Eintritt frei

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Die unvollendete Revolution 1918/1919

bewegung.taz.de - 28.03.2019
29.03.2019, 19:00 Uhr - 30.03.2019, 18:30 Uhr

Über hundert Jahre sind vergangen, seit die deutsche Arbeiterbewegung versucht hatte, die Ursachen der Barbarei des I. Weltkrieges zu beseitigen. Über alle politischen Differenzen der Arbeiterorganisationen (SPD, USP, Spartakusbund) hinweg hatte der erste allgemeine Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte 1918 mit überwältigender Mehrheit gefordert: 

  • die Beseitigung des Militarismus,

  • die Sozialisierung der großen Schlüsselindustrien und deren unmittelbare Einleitung durch die Enteignung des Bergbaus.

Diese Forderungen konnten nicht durchgesetzt werden. Der Einfluss der alten monarchistischen Kräfte und der besitzenden Klassen, der Unternehmer und des preußischen Landadels auf die Verwaltung der Weimarer Republik und auf das Militär blieben erhalten. Das waren die Kräfte, die den Aufstieg der Nationalsozialisten förderten und dem Faschismus 1933 zur Macht verhalfen. Damit wurden auch alle sozialen Errungenschaften der Weimarer Republik, wie beispielsweise die Anerkennung der Gewerkschaften als Tarifpartner und das Betriebsrätegesetz, beseitigt. 

Nach dieser zweiten großen Katastrophe des 20. Jahrhunderts und der militärischen Niederlage des faschistischen Deutschland entstanden spontan in allen Besatzungszonen Bestrebungen, die an die Forderungen vom November 1918 anknüpften: Nie wieder Krieg, nie wieder Aufrüstung, Sozialisierung des großen Kapitals (Schwur von Buchenwald, Volksabstimmungen über Sozialisierung). Es waren die Arbeiterinnen und Arbeiter, die unmittelbar nach Kriegsende die Produktion wieder in Gang setzten, während die NS-belasteten Eigentümer und Betriebsleiter der Industrie abgetaucht waren. Wie wir wissen, hatten in den westlichen Besatzungszonen und der BRD die Bestrebungen, mit der kapitalistischen Wirtschaftsordnung zu brechen, keinen Erfolg. Mit der Sicherung der kapitalistischen Eigentumsordnung wurde zugleich eine Arbeits- und Sozialordnung geschaffen, die auf den Grundlagen der Weimarer Republik beruhte.

In den fast drei Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung mussten wir erleben, wie die sozialen, gewerkschaftlichen und demokratischen Regelungen der alten BRD in Frage gestellt und abgebaut wurden. Ein immer größerer Teil der abhängig Beschäftigten fällt aus der Tarifbindung. Die Zahl der Betriebe ohne Betriebsräte nimmt zu. Wo sie existieren, stehen sie immer stärker unter dem Druck durch die Geschäftsleitungen, werden diffamiert und oft unter fadenscheinigen Gründen entlassen. Enteignet wird nicht das Kapital, sondern die sozialen Sicherungssysteme werden geschwächt und staatliche, kommunale und städtische Betriebe und Einrichtungen privatisiert. Zugleich boomt die Rüstungsindustrie und der Waffenexport. Seit dem Krieg gegen Jugoslawien ist die Bundeswehr an zahlreichen militärischen Interventionen beteiligt, von Afghanistan bis nach Afrika.

Auf unserem Symposium wollen wir Rückschau halten und aktuelle Fragen aufwerfen. 

Wie lassen sich die sozialen und demokratischen Rechte, die auf die Novemberrevolution zurückgehen, heute verteidigen?

Welche nicht erfüllten Erwartungen und Forderungen haben auch heute noch ihre Bedeutung, wo gibt es Ansätze für eine breite soziale Bewegung, um die Übermacht des Kapitals heute zurückzudrängen?

Welche Bedeutung kommt den Beschäftigten, den Betriebsräten und den Gewerkschaften dabei zu?

 

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