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Barcamp: #Ankommen für Flüchtlingsinitiativen in Düsseldorf

bewegung.taz.de - 06.09.2017
14.10.2017, 10:00 Uhr - 14.10.2017, 16:30 Uhr

Beim #Ankommen Barcamp kommen Engagierte aus der Flüchtlingsarbeit - oder solche, die es werden wollen -
zusammen. Sie können sich kennenlernen, Erfahrungen austauschen, Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewinnen und Lösungen finden - denn die Themen legen die Teilnehmenden am Tag selbst fest.

Das openTransfer CAMP richtet sich vor allem an Projektemacher, Initiatoren, Engagierte, Hauptamtliche, aber auch Vertreter fördernder Organisationen und solche aus Politik, Verwaltung und Unternehmen sowie - selbstverständlich - an Geflüchtete selbst.

Wann & Wo?
Zeit: 14. Oktober 2017, 10.00-16:30 Uhr
Kostenlose Anmeldung: http://bit.ly/otc17_DUS
Sessionvorschläge einreichen und ansehen: http://bit.ly/sessions-otc17-ankommen
Hashtag: #otc17

Die Teilnahme ist kostenlos. Essen und Getränke stellen wir gratis bereit - daher bitten wir um verbindliche Anmeldung.

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Leben im Nordkaukasus: Wie junge Leute gesellschaftliche Teilhabe erproben

bewegung.taz.de - 06.09.2017
06.09.2017, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Die Gesellschaften in den Republiken des Nordkaukasus erscheinen Außenstehenden konservativ und unbeweglich. Die schwierige wirtschaftliche Situation, Arbeitslosigkeit und Hungerlöhne wie auch autoritäre Herrschaftsverhältnisse, Gewalt, Korruption und Vetternwirtschaft haben die Menschen in der Region resignieren lassen. Deshalb reißt auch der Strom der Flüchtlinge aus dem Nordkaukasus -insbesondere aus Tschetschenien- nach Deutschland nicht ab, obwohl seit den kriegerischen Konflikten dort viel Zeit vergangen ist.

So schließt sich ein Teil der jungen Generation aus Wut über Ungerechtigkeiten und fehlende Aufstiegschancen dem radikalen Islam an. Andere verweilen in sozialer Apathie und Untätigkeit und schotten sich in ihrem eng begrenzten Privatleben ab.

Doch setzt sich seit einiger Zeit auch ein Teil der jüngeren Generation, denen die Entwicklung der eigenen Gesellschaft von Bedeutung ist, für Modernisierung und Emanzipation ein. Aktiv suchen und beschreiten sie neue Wege, um gesellschaftliches Zusammenleben positiv zu gestalten.

Im Podiumsgespräch werden zwei dieser jungen Aktiven aus Tschetschenien und Inguschetien von ihren Erfahrungen in der Gemeinwesenarbeit berichten und Perspektiven für die junge Generation im Nordkaukasus aufzeigen. Denn auch in dieser scheinbar starren, problematischen Region gibt es durchaus Raum für emanzipatives Handeln und gemeinsame gesellschaftliche Initiativen.

Mit:

Ruslan Bokov, Dozent der russischen Sprache und Literatur/Journalist, Inguschetien
Alina Matyeva, Psychologin, Tschetschenische NGO Sintem

Moderation: Irina Kosterina, Heinrich-Böll-Stiftung Moskau

 

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Schulprojekt "Als gäb's (k)ein Morgen?"

bewegung.taz.de - 06.09.2017
06.09.2017, 13:00 Uhr - 05.10.2017, 14:00 Uhr

Unter dem Motto "Als gäb's (k)ein Morgen?" werden sich im diesjährigen Schulprojekt Freiwillige aus Ländern des Globalen Südens und aus Deutschland mit den Zukunftsperspektiven junger Menschen beschäftigen. Das Schulprojekt findet vom 06. September bis zum 05. Oktober in Engelskirchen und Köln statt.

Zehn Freiwillige aus Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika und Nahost werden ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Gedanken zum Thema mitbringen und gemeinsam mit Freiwilligen aus Deutschland und Schülergruppen im Köln-Bonner Raum diskutieren.
Folgenden Fragen werden wir dabei nachgehen:

  • Was verbindet junge Menschen in Deutschland und in Ländern des Globalen Südens?
  • Inwieweit hat die eigene Lebensgestaltung positive oder negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt in anderen Teilen der Welt?
  • Was bedeutet Wohlstand überhaupt für jede/n von uns?
  • Wie wollen und können wir die Welt von morgen gemeinsam gestalten?
  • Was wünschen wir uns für unsere Zukunft? In welcher Welt möchten wir leben?

Das Projekt besteht aus zwei Teilen: Zu Beginn gibt es für die Teilnehmenden ein zehntägiges Training, anschließend zweieinhalb Praxiswochen an Schulen.

Ziel des jährlich stattfindenden Projekts ist es, die „Einbahnstraße" Nord-Süd-Austausch zu durchbrechen und die Perspektive des Südens sichtbar zu machen, Vorurteile und Stereotype abzubauen und Diskussionen über Themen unserer globalisierten Welt anzuregen. Mit dem Schulprojekt wollen wir insbesondere Jugendliche an Schulen im Raum Köln/ Bonn für entwicklungspolitische Themen sensibilisieren.

Interessierst du dich für globale Zusammenhänge? Möchtest du dich gesellschaftlich engagieren und vier Wochen lang Teil einer internationalen Gruppe sein? Dann könnte dir die Teilnahme an diesem Projekt einen spannenden September 2017 bescheren.

Bei Interesse oder Rückfragen melde dich per Email (astrid.boehmerl@sci-d.de) oder telefonisch unter 0228-212086 bei Astrid Böhmerl im Bonner Büro.

Hier findest du das Anmeldeformular zum Projekt sowie unsere Vollständigen Teilnahmebedingungen. Bitte schick uns dieses gemeinsam mit dem Bewerbungsbogen (zu finden auf der oben genannten Website) zu, damit wir etwas mehr über dich erfahren.

Berichte zu den Schulprojekten der letzten Jahre findest du hier.

 

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Kletteraktivistinnen nach Uranzugblockade in Buchholz in der Nordheide vor Gericht

bewegung.taz.de - 06.09.2017
06.09.2017, 11:00 Uhr

* Widerspruch gegen ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro wird vor dem Amtsgericht Potsdam verhandelt
* Erster Prozesstermin gegen eine Kletteraktivistin: 06. September 2017 – 11 Uhr – Amtsgericht Potsdam (Jägerallee 10-12), Saal 21

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Libya International Peace Forum: Supporting the Role of Municipalities, Civil Society & Citizens in Peacebuilding at the Local Level

bewegung.taz.de - 06.09.2017
06.09.2017 - 07.09.2017

The Libya International Peace Forum: Supporting the Role of Municipalities, Civil Society & Citizens in Peacebuilding at the Local Level is a joint effort of local, national and international organisations and municipalities involved in local level mediation, peacebuilding and peace support efforts in Libya. At the initiative of the Libya Local Governance and Stabilisation Project (funded by the EU and Dutch government, implemented by VNG International in partnership with Centre for Innovation Local Governance (CILG)), this Forum aims to facilitate exchange between local, regional and community-based peace initiatives in Libya joined by international partners around their respective approaches, mechanisms and experiences until date. By doing so, this Forum will highlight successes and achievements, make visible the extraordinary work being done by local peace initiatives across the country today, and enable practical discussion to identify key challenges as well as what can be done to further support and empower Libyan communities, municipalities, civil society, youth, women, and other key stakeholders working for peacebuilding in future time.

The Libya International Peace Forum is dedicated to making visible the importance of local and sub-national peace initiatives as indispensable steps towards unified stabilisation, particularly in the case of Libya. A multitude of initiatives are ongoing, it is for the first this unique two day event will provide a space for these Libyan peace activists and initiatives, including citizen-based efforts, municipal authorities and local, national and international partners to discuss and develop concrete ongoing and future strategies and measures to support community-based peacebuilding, sub-national mediation and peace processes, reconciliation, cease-fires and peace consolidation. That way, the effectiveness of these efforts, the ownership of this process by the people of Libya as well as the international support for their work shall be reinforced.

The Libya Local Governance and Stabilisation Project, implemented by VNG International and CILG-VNG International and supported by PATRIR, has supported 5 peace and mediation initiatives at local and regional level in Libya since 2015. Central in the implementation of this project is the conviction that local governments, in close cooperation with civil society, play an indispensable role in conflict prevention and peacebuilding. The initiative for this Forum is born from the belief that these different experiences together with the multitude of experiences stemming from other initiatives can reinforce one another in contributing to national-level stabilisation, if given the opportunity to communally reflect on that.

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Filmabend - "10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?"

bewegung.taz.de - 05.09.2017
27.10.2017, 18:30 Uhr - 27.10.2017, 21:00 Uhr

Die BI lebenswertes Korbach lädt wieder zu einem Filmabend im Bürgerhaus Korbach ein.
Gezeigt wird der Film „10 Milliarden - wie werden wir alle satt?" von Valentin Thurn.

Beginn der Vorführung ist um 18.30 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses.
Filmdauer 103 Minuten.

Inhalt:
Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Doch wo soll die Nahrung für alle herkommen? Kann man Fleisch künstlich herstellen? Sind Insekten die neue Proteinquelle? Oder baut jeder bald seine eigene Nahrung an?
Regisseur, Bestseller-Autor und Food-Fighter Valentin Thurn sucht weltweit nach Lösungen. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir verhindern können, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung knapper Ressourcen die Grundlage für ihre Ernährung zerstört, erkundet er die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion. Er spricht mit Machern aus den gegnerischen Lagern der industriellen und der bäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.
Ohne Anklage, aber mit Gespür für Verantwortung und Handlungsbedarf macht der Film klar, dass es nicht weitergehen kann wie bisher.

Aber wir können etwas verändern. Wenn wir es wollen!

 

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WOHNEN STADT SOLIDARITÄT

bewegung.taz.de - 04.09.2017
04.09.2017, 19:00 Uhr

Beschreibung folgt sogleich.

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Sozialrassistische Verfolgung im deutschen Faschismus. Kinder, Jugendliche, Frauen als sogenannte »Asoziale« - Schwierigkeiten beim Gedenken

bewegung.taz.de - 04.09.2017
04.09.2017, 19:00 Uhr

"Was in einer Gesellschaft als normal gilt bzw. davon abweichend als nicht-normal, hängt eng mit den spezifischen Moralvorstellungen und gesellschaftlichen Konventionen dominierender Herrschaftsschichten zusammen. […] Vor dem Hintergrund von ganz speziellen Vorstellungen von Moral und Normalität entstanden Bewahranstalten, Heime, Gefängnisse und Arbeitshäuser. Insbesondere die Erwerbsarbeit gilt als Anerkennungsregel für »Normalität«.“

Dr. Harald Rein, »Abweichendes« Verhalten von erwerbslosen Jugendlichen in der Weimarer Republik und in den Anfängen des Nationalsozialismus, S. 127

»Asozial«, »kriminell« und »arbeitsscheu« der Sammelband untersucht und benennt Mechanismen der Stigmatisierung und Marginalisierung von Menschen, die nach den Erlassen des deutschen Faschismus als normabweichend »minderwertig« angesehen wurden. Diese »Wert«-Zuschreibungen ermöglichten der NS-Sozialpolitik den unbegrenzten Zugriff auf ihre Opfer; ihre Ergreifung, Verschleppung in Arbeitshäuser, Psychiatrien, Konzentrationslager etc. und ihre letztliche Vernichtung.
Der Band gibt einen Überblick über den Forschungsstand von Initiativen, Einzelpersonen und Angehörigen und versteht sich als Anregung zur Auseinandersetzung mit Vorbehalten und Vorurteilen und Diskrepanzen der institutionellen Erinnerungspolitik. Die Herausgeberin Anne Allex stellt den Band anhand ausgewählter Kapitel vor und diskutiert gemeinsam mit Sebastian Gerhardt die bisherige Aufarbeitung der Geschichte und die teilweise bis heute nachwirkende Stigmatisierung von verfolgten Frauen, Kindern und Jugendlichen.

Anne Allex (Hg.) ist sozialpolitische Wegeweiserin, Publizistin, Organisatorin sozialkritischer musikalischer Salonkunst und bietet Grundlagenschulungen zu SGB II und XII an

Sebastian Gerhardt ist Referent für Bildungsarbeit bei der Stiftung Topographie des Terrors und des Deutsch-Russischen Museums Karlshorst sowie Mitherausgeber der Zeitschrift lunapark21

Der Sammelband „Sozialrassistische Verfolgung im deutschen Faschismus. Kinder, Jugendliche, Frauen als sogenannte »Asoziale«- Schwierigkeiten beim Gedenken“ (447 Seiten für 28 €), herausgegeben von Anne Allex, erschien im Juli 2017 bei AG SPAK Bücher und kann direkt beim Verlag bestellt werden unter: www.agspak-buecher.de/Anne-Allex-Hg-Sozialrasstische-Verfolgung-im-deutschen-Faschismus

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Cryptoparty

bewegung.taz.de - 04.09.2017
04.09.2017, 18:00 Uhr - 21:00 Uhr

Egal, ob man nicht will, dass Geheimdienste private Mails mitlesen oder verhindern möchte, dass die eigene Konto-PIN in falsche Hände gerät - Computersicherheit betrifft alle Nutzerinnen, ob Laien oder Profis.

Perfekte Sicherheit kann es nicht geben, aber wenigstens gibt es Programme, die das digitale Leben erheblich sicherer gestalten. Gerade Laien möchten nicht lange Fachartikel über diese Programme lesen, sondern einfach an ihrem Gerät gezeigt bekommen wie es geht. Dafür gibt es die Cryptoparty.

Auf einer CryptoParty gibt es nicht viel Theorie, sondern praktische Hilfe, insbesondere beim Verschlüsseln von Festplatten und USB-Sticks, Mailverschlüsselung, anonymem Surfen, Passwortverwaltung und sicherem mobile Messaging. Nach einem kurzen Einführungsvortrag bekommen die Teilnehmer Gelegenheit, in Arbeitsgruppen die vorgestellten Programme auf ihren mitgebrachten Geräten zu installieren und auszuprobieren.

Die Cryptoparty ist überparteilich und nichtkommerziell. Die hier angekündigte Veranstaltungsreihe wird unterstützt vom Chaos Computer Club Köln, vom Köln-Bonner Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Mitgliedern der Bonner Free Software Foundation Europe , des Freifunks und verschiedenen Privatpersonen.

Eine kleine Checkliste hilft Ihnen bei der Vorbereitung.

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Info-Abende für Interessierte

Bewegungsstiftung - 04.09.2017

Sie wollen die Bewegungsstiftung persönlich kennenlernen? Dann kommen Sie im Herbst zu unseren Info-Abenden für Stiftungsinteressierte.

Als Stifter oder Stifter haben Sie die Möglichkeit, in direkten Kontakt mit Aktiven aus sozialen Bewegungen zu treten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und an politischen Aktionen teilzunehmen.

Klingt interessant? Dann kommen Sie vorbei.

  • Am Donnerstag, 19.10., in Magdeburg
  • Am Montag, 23.10., in Frankfurt
  • Am Dienstag, 24.10., in Bonn
  • Am Donnerstag, 26.10., in Bremen
  • Am Montag, 6.11., in Berlin

jeweils von 18 Uhr bis 19.30 Uhr.

Von unserem Geschäftsführer Matthias Fiedler erfahren Sie:

  • die guten Gründe, die uns zur Stiftungsgründung bewogen haben
  • wie wir arbeiten
  • welche Möglichkeiten der Zustiftung und daraus resultierende steuerliche Möglichkeiten es gibt
  • mehr über unsere Förderbedingungen

>> Hier geht's zur Anmeldung

Joint Medact Forum and IPPNW World Congress

bewegung.taz.de - 04.09.2017
04.09.2017 - 06.09.2017
Joint Medact Forum and IPPNW World Congress Health Through Peace 2017 Confronting War, Militarisation and Global Insecurity as an International Health Community

In September 2017, Medact and the International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW) are bringing together a gathering of people from the health and peace communities to discuss the state of global war and conflict, and promote more effective peace building and demilitarisation as a pre-requisite for social justice, good health and ecological sustainability worldwide.

We will be working with a range of partners to create a vibrant opportunity to learn about the roots of war, conflict and violence; and to find ways to reverse the recent upswing in violence, intolerance and tension worldwide.

Health Through Peace 2017 will provide unique opportunities to network with key academics, organisations and leaders in the peace, social justice and global health sectors, amongst others.  The university campus setting of York University will also provide many opportunities for informal and intimate interaction and discussion between delegates.

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London : Stop the Arms Fair

bewegung.taz.de - 04.09.2017
04.09.2017 - 11.09.2017
A Week of Action to Stop the Arms Fair – 4th-11th September, 2017 Want to stop the arms fair? Get involved!
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Ausstellung „Gesichter des Widerstands – Spanien 1936 – 1939“ im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Dresden vom 3. September bis 3. Oktober 2017

bewegung.taz.de - 03.09.2017
03.09.2017, 17:00 Uhr - 03.10.2017, 18:00 Uhr

Ausstellung „Gesichter des Widerstands - Spanien 1936 - 1939" im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Dresden vom 3. September bis 3. Oktober 2017

geöffnet: So - Do 10-18 Uhr | Fr 10-14 Uhr | außer: 20.-24. und 29.-30.09.

Eintrit frei!

Widerstand hat viele Gesichter. Viele von ihnen bleiben für immer im Verborgenen. Die Ausstellung ist dem Andenken jener Menschen gewidmet, die sich im Spanischen Bürgerkrieg 1936 bis 1939 bewusst für die Zweite Spanische Republik einsetzten.
Zu ihnen gehörten die Schwestern Úriz aus Badostáin in Spanien. Der Lebensweg dieser beiden Reform- pädagoginnen im Spanien der 1930er Jahre, ihr Einsatz während des Spanischen Bürgerkriegs 1936 bis 1939, ihre Emigrationsjahre in Frankreich, ihr Kampf gegen den Hitlerfaschismus in der französischen Résistance, ihre Ausweisung durch die französische Regierung nach 1945 und ihr Asyl, das sie in Ostberlin in der DDR fanden, wird in der Ausstellung nachgezeichnet. Zu ihnen gehören Interbrigadisten, wie Ursula Amann, Peter Blachstein, Ludwig Renn, Friedrich „Fritz" Johne, Arno Hering, Fritz Baumgärtel, Fritz Teppich, Kurt Goldstein.
Man geht heute davon aus, dass auch insgesamt 6.000 bis 7.000 Juden an den Kampfhandlungen teilnahmen.
Allerdings gab es keine Brigade, kein Bataillon das ausschließlich aus Juden gebildet wurde. Biogramme einiger bekannter Brigadisten vervollständigen die Ausstellung. Erweisen wir ihnen allen unsere Achtung.

 

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Vernissage der Ausstellung „Gesichter des Widerstands – Spanien 1936 – 1939“ im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Dresden

bewegung.taz.de - 03.09.2017
03.09.2017, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr

Die Jüdische Gemeinde zu Dresden und der VVN-BdA Region und Stadt Dresden laden herzlich ein zur
Vernissage am Sonntag, dem 3. September 2017, 17:00 Uhr im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Dresden
Begrüßung:
Dr. Nora Goldenbogen, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden
Annekatrin Klepsch, Kulturbürgermeisterin der Stadt Dresden
Laudatio:
Marguerite Bremer, Mitglied des „Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939 e.V."
Mit musikalischer Untermalung
Beim anschließenden kleinen Empfang besteht die Möglichkeit zum Gedankenaustausch mit allen Anwesenden.

Widerstand hat viele Gesichter. Viele von ihnen bleiben für immer im Verborgenen. Die Ausstellung ist dem Andenken jener Menschen gewidmet, die sich im Spanischen Bürgerkrieg 1936 bis 1939 bewusst für die Zweite Spanische Republik einsetzten.
Zu ihnen gehörten die Schwestern Úriz aus Badostáin in Spanien. Der Lebensweg dieser beiden Reform- pädagoginnen im Spanien der 1930er Jahre, ihr Einsatz während des Spanischen Bürgerkriegs 1936 bis 1939, ihre Emigrationsjahre in Frankreich, ihr Kampf gegen den Hitlerfaschismus in der französischen Résistance, ihre Ausweisung durch die französische Regierung nach 1945 und ihr Asyl, das sie in Ostberlin in der DDR fanden, wird in der Ausstellung nachgezeichnet. Zu ihnen gehören Interbrigadisten, wie Ursula Amann, Peter Blachstein, Ludwig Renn, Friedrich „Fritz" Johne, Arno Hering, Fritz Baumgärtel, Fritz Teppich, Kurt Goldstein.
Man geht heute davon aus, dass auch insgesamt 6.000 bis 7.000 Juden an den Kampfhandlungen teilnahmen.
Allerdings gab es keine Brigade, kein Bataillon das ausschließlich aus Juden gebildet wurde. Biogramme einiger bekannter Brigadisten vervollständigen die Ausstellung. Erweisen wir ihnen allen unsere Achtung.

Ausstellung vom 3. September bis 3. Oktober 2017

Ausstellungsort: Jüdische Gemeinde zu Dresden, Hasenberg 1

geöffnet: So - Do 10-18 Uhr | Fr 10-14 Uhr | außer: 20.-24. und 29.-30.09.

Eintrit frei!

 

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Ein Stadtspaziergang zur Geschichte von Einwanderung in Deutschland - Vom Halleschen Tor zur Warschauer Straße

bewegung.taz.de - 03.09.2017
03.09.2017, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Mit:
Martin Forberg (MA Neuere Geschichte; Dozent und freier Journalist)

Anmeldung unter

https://programm.bildungswerk-boell.de/index.php?kathaupt=11&knr=17-0916&kursname=Ein+Stadtspaziergang+zur+Geschichte+der+Einwanderung+nach+Deutschland&#inhalt

 

 

Falls Sie Wünsche zu einer barrierefreien Teilnahme haben, melden Sie sich unter lazova@bildungswerk-boell.de oder 030/308 779

 

„Wer baute das siebentorige Theben?“
Das hat Bertold Brecht in einem berühmten Gedicht gefragt.

„In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?“

Und wer baute die Kanäle in und um Berlin und das Reichstagsgebäude?
Darunter waren viele Arbeiter aus Italien und Osteuropa.  Im Zuge der Hochindustrialisierung kamen in den 1890ern zahlreiche Einwanderinnen und Einwanderer nach Deutschland. Sie hielten schon damals einzelne Wirtschaftszweige mit am Laufen. Es handelt sich um eine über hundertjährige Geschichte der Einwanderung unter teilweise dramatisch wechselnden Bedingungen: Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, die Nazizeit mit ihrer mörderischen Zwangsarbeiterpolitik bis hin zu den beiden deutschen Staaten und zur Bundesrepublik der Gegenwart.

Dieser Teil der deutschen Geschichte ist lange verleugnet worden – auch durch diese Verleugnung wurden Einwander_innen, Geflüchtete und ihre Kinder zu Fremden im eigenen Land gemacht. Damit waren und sind Feindbilder verbunden – wie etwa das „Feindbild Islam“, über das R?za Baran (langjähriges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und von 2001 bis 2006 Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Kreuzberg-Friedrichshain) schon im Jahr 1997 schrieb:
„Die Erklärung dafür findet sich weniger bei den MuslimInnen, als bei der Gesellschaft, die das Feindbild produziert, denn dort erfüllt es seinen Zweck.“

Seine Kollegin Sevim Celebi-Gottschlich stellte 1987 im Berliner Abgeordnetenhaus fest: „Man kann nicht jeden dritten arbeitenden Menschen in dieser Stadt ausgrenzen und ihm demokratische Rechte verweigern! Sie müssen endlich respektieren, akzeptieren und vor allem verstehen, dass wir uns nicht mehr bevormunden lassen wollen. Wir sind nicht mehr stumm!“

Auf dem Stadtspaziergang wird diese Geschichte bis in die Gegenwart an exemplarischen Orten vorgestellt. Es kommt darauf an, die Entwicklung staatlicher Politik(en) gegenüber Einwanderern und Flüchtlingen nachzuzeichnen, deren Erfahrungen wiederzugeben und dabei von ihren (Über-)Lebensstrategien sowie Protest- und Widerstandsformen zu erzählen.

Weitere Themen sind:

  • Die frühe Geschichte der Zuwanderung aus afrikanischen Ländern um 1900
  • Einwander_innen aus den preußischen Ostprovinzen im Kaiserreich in Berlin (Pol_innen wurden z.B. durch das Verbot der polnischen Sprache auf öffentlichen Veranstaltungen diskriminiert, was sich an Auseinandersetzungen in der katholischen Marienliebfrauenkirche in der Wrangelstraße zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigen lässt)
  • Die Zuwanderung osteuropäisch-jüdischer Arbeiter_innen im Kaiserreich – auch nach Kreuzberg
  • Einwander_innen und Flüchtlinge, die nach 1961 nach West- und Ost-Berlin kamen, u.a. aus der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten, aus dem Libanon, aus Palästina, aus Polen, aus der Sowjetunion bzw. Rußland, Bulgarien, aus Chile, Indien, Vietnam, Mozambique, Angola, Nigeria und vielen anderen Ländern.  

Frei nach dem Motto: "Von der Diktatur der Herkunft zu einem selbstbestimmten und solidarischen Leben" ist es auch wichtig, die Zuschreibungen über Herkunftsstaaten, staatliche Gesetze und andere Fremdbestimmungen zu überwinden und die Gegenwart in Friedrichshain-Kreuzberg zu zeigen, die sich in Initiativen für gleiche Rechte, gegen Verdrängung und Rassismus zeigen, wie etwa „Bizim Kiez“ („Unser Kiez“) oder dem Festival gegen Rassismus in Kreuzberg.

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.

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Stadtspaziergang zur Geschichte der Einwanderung nach Deutschland

bewegung.taz.de - 03.09.2017
03.09.2017, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

„Wer baute das siebentorige Theben?"
Das hat Bertolt Brecht in einem berühmten Gedicht gefragt.

„In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?"

Und wer baute die Kanäle in und um Berlin und das Reichstagsgebäude?

Darunter waren viele Arbeiter aus Italien und Osteuropa. Im Zuge der Hochindustrialisierung kamen in den 1890ern zahlreiche Einwanderinnen und Einwanderer nach Deutschland. Sie hielten schon damals einzelne Wirtschaftszweige mit am Laufen. Es handelt sich um eine über hundertjährige Geschichte der Einwanderung unter teilweise dramatisch wechselnden Bedingungen: Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, die Nazizeit mit ihrer mörderischen Zwangsarbeiterpolitik bis hin zu den beiden deutschen Staaten und zur Bundesrepublik der Gegenwart.

Dieser Teil der deutschen Geschichte ist lange verleugnet worden - auch durch diese Verleugnung wurden Einwander_innen, Geflüchtete und ihre Kinder zu Fremden im eigenen Land gemacht. Damit waren und sind Feindbilder verbunden - wie etwa das „Feindbild Islam", über das R?za Baran (langjähriges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und von 2001 bis 2006 Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Kreuzberg-Friedrichshain) schon im Jahr 1997 schrieb:
„Die Erklärung dafür findet sich weniger bei den MuslimInnen, als bei der Gesellschaft, die das Feindbild produziert, denn dort erfüllt es seinen Zweck."

Seine Kollegin Sevim Celebi-Gottschlich stellte 1987 im Berliner Abgeordnetenhaus fest: „Man kann nicht jeden dritten arbeitenden Menschen in dieser Stadt ausgrenzen und ihm demokratische Rechte verweigern! Sie müssen endlich respektieren, akzeptieren und vor allem verstehen, dass wir uns nicht mehr bevormunden lassen wollen. Wir sind nicht mehr stumm!"

Auf dem Stadtspaziergang wird diese Geschichte bis in die Gegenwart an exemplarischen Orten vorgestellt. Es kommt darauf an, die Entwicklung staatlicher Politik(en) gegenüber Einwanderern und Flüchtlingen nachzuzeichnen, deren Erfahrungen wiederzugeben und dabei von ihren (Über-)Lebensstrategien sowie Protest- und Widerstandsformen zu erzählen.

Weitere Themen sind:
Die frühe Geschichte der Zuwanderung aus afrikanischen Ländern um 1900 Einwander_innen aus den preußischen Ostprovinzen im Kaiserreich in Berlin (Pol_innen wurden z.B. durch das Verbot der polnischen Sprache auf öffentlichen Veranstaltungen diskriminiert). Die Zuwanderung osteuropäisch-jüdischer Arbeiter_innen im Kaiserreich - auch nach Kreuzberg Einwander_innen und Flüchtlinge, die nach 1961 nach West- und Ost-Berlin kamen, u.a. aus der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten, aus dem Libanon, aus Palästina, aus Polen, aus der Sowjetunion bzw. Rußland, Bulgarien, aus Chile, Indien, Vietnam, Mozambique, Angola, Nigeria und vielen anderen Ländern.

Frei nach dem Motto: "Von der Diktatur der Herkunft zu einem selbstbestimmten und solidarischen Leben" ist es auch wichtig, die Zuschreibungen über Herkunftsstaaten, staatliche Gesetze und andere Fremdbestimmungen zu überwinden und die Gegenwart in Friedrichshain-Kreuzberg zu zeigen, die sich in Initiativen für gleiche Rechte, gegen Verdrängung und Rassismus zeigen, wie etwa „Bizim Kiez" („Unser Kiez").

Mit:
Martin Forberg (MA Neuere Geschichte; Dozent und freier Journalist, Mitglied im Arbeitskreis Wirtschaft und Soziales)

Anmeldung unter:Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell.de

Falls Sie Wünsche zu einer barrierefreien Teilnahme haben, melden Sie sich unter lazova@bildungswerk-boell.de oder 030/308 779 485

Veranstalter/in: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.

 

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2017 IPPNW World Congress

bewegung.taz.de - 03.09.2017
03.09.2017 - 07.09.2017

Joint Medact Forum and IPPNW World Congress

3-7 September 2017 • University of York, United Kingdom

Mark your calendar to join hundreds of socially responsible health professionals, medical students and peace activists from all over the world at the 22nd IPPNW World Congress, to be held at the University of York in Northern England. The congress will be a joint endeavor with Medact, the UK affiliate of IPPNW, and will build on their incredibly successful Health Through Peace event organized in London in 2015.

The joint Medact Forum and IPPNW World Congress will provide unique opportunities to network with leadership and activists in the peace, health and nuclear abolition movement. Meeting in a university campus setting will provide wonderful opportunities for intimate interaction and discussion between all delegates.

The on-site accommodation in York’s James College includes a mixture of en-suite and shared bathrooms at very reasonable cost. Delegate registration will include lunch and conference refreshments, and campus accommodations will include breakfast and dinner.

The IPPNW International Council will meet on Sunday, Sept 3 and again on Thursday, Sept 7. The main conference will take place on September 4 – 6.

Registration opens September 2016.

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United We Stand - Festival gegen Rassismus

bewegung.taz.de - 02.09.2017
02.09.2017, 16:00 Uhr - 23:00 Uhr

UNITED WE STAND - FESTIVAL GEGEN RASSISMUS

WANN? - 2. SEPTEMBER 2017 
WO? - HAUS DER JUGEND
TICKETS? - 1€ (Abendkasse)

PROGRAMM
16 Uhr | Workshop und Vortrag...
? "Rechtsextremismus in Bremen und Bremerhaven" von Pro aktiv gegen rechts - mobile Beratung in Bremen und Bremerhaven

19 Uhr | Konzerte...
Kobito (Rap aus Berlin)
FAAKMARWIN (Indie/Pop)
Frozen Silk (Rock)
BRK alias BREAK (Rap)
Kollateralnutzen (Punkrock)

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???Wir sehen überall auf der Welt ein erstarken von rechten Parteien und Strukturen. Auch in Deutschland ist Alltagsrassismus und Nationalismus leider immer noch in der Gesellschaft vorhanden beziehungsweise auf dem Vormarsch. Rechte Hetze wird immer salonfähiger, Menschen die sich dagegen positionieren als „Gutmenschen“ oder Spinner betitelt. Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken! 

Das wollen wir als jugendliche Bremerhavener*innen im Rahmen des United We Stand Festivals, bei dem sich durch Musik, Workshops und politische Vorträge gegen Rassismus und für Gleichberechtigung engagiert werden soll. Dabei werden wir auch Probleme wie Kinderarmut und Inklusion, bei denen wir in Bremerhaven dringenden Handlungsbedarf sehen, nicht unter den Tisch fallen lassen. Das United-We-Stand-Festival setzt sich explizit gegen Rassismus und Nationalismus und für Integration, Gleichstellung und Gleichwertigkeit aller Menschen ein. Dabei werden die Probleme nicht als einzelne betrachtet. Wir sehen einen Zusammenhang zwischen ihnen und unserem Gesellschafts- und Wirtschaftssystems, dass aus ständiger Konkurrenz der Menschen untereinander besteht.

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Antifa-Demonstration in Wurzen am 2. September 2017, #Wurzen0209

bewegung.taz.de - 02.09.2017
02.09.2017, 15:00 Uhr

Aufruf: Das Land - rassistisch, Der Frieden - völkisch, Unser Bruch - unversöhnlich. #Wurzen0209

Das Land - rassistisch
Reaktionäre Organisierung und Mobilisierungen finden in Sachsen seit mehreren Jahren ihren bundesweiten Höhepunkt. Die Liste der Akteur*innen dieser Bewegung wie PEGIDA/LEGIDA, "Nein zum Heim", "Offensive für Deutschland", AfD und ähnliche reaktionäre Organisationen ist fast endlos und erfreut sich gerade hier einer großen Beliebtheit. In keinem anderem Bundesland gibt es so viele rassistische Angriffe auf Menschen wie in Sachsen. Des Weiteren sind Geflüchtetenunterkünfte und Strukturen von Unterstützer*innen Ziel rechter Attacken. Hier zeigen sich deutliche Kontinuitäten seit den 1990er Jahren, nicht umsonst war Sachsen eine Homezone des NSU.

Während die Bundesregierungen seit den 90er Jahren eine Politik der europäischen Abschottung forcieren, treiben rechte Akteur*innen den rassistischen Normalzustand besonders im Osten der Republik voran. Erst Mitte Juni gab es in Wurzen eine Spontandemonstration eines rassistischen Mobs und den daraus folgenden Versuch, eine Wohnung von Geflüchteten anzugreifen. Ähnliche Angriffe gab es bereits in den Monaten davor, Geflüchtete, die in Wurzen leben, berichten von rassistischen Anfeindungen und körperlichen Angriffen im Alltag. Feinde sind zugeschriebene „Fremde", ausgemalt mit Hilfe der weit verbreiteten Ressentiments gegen beispielsweise Nicht-Weiße, Muslime*Muslima und Jüdinnen*Juden. Vor allem der antimuslimische Rassismus hat der sich in den vergangenen Jahren Bahn gebrochen und führte zu einer großen Mobilisierungsfähigkeit rechter und rechts-orientierter Kontexte in Sachsen.

Festgehalten werden muss, dass es sich bei den Inhalten um das aktuelle thematische Inventar der extremen Rechten handelt: „Islamisierung" und „Überfremdung" sind die wesentlichen Stichwörter, aber auch die geradezu paranoide Annahme, einem „Vorbürgerkrieg" ausgesetzt zu sein, der durch das bedrohte „Volk" nicht mehr auszuhalten und gegen „die Fremden" auszutragen sei.

Dabei ist die gesellschaftliche und strukturelle Verankerung der rechten Szene in Sachsen ein wesentlicher Grund dafür, dass sich hier über mehrere Jahre rassistische und rechte Mobilisierungen halten und ausbreiten konnten. Bundesweit sind Orte wie Bautzen, Clausnitz, Freital, Heidenau bekannt geworden für eben diese Mobilisierungen und Gewalt gegen Geflüchtete, ihre Unterstützer*innen und Linke. Sie sind Beispiele und Vorbilder für rechte Bewegungen. Bei der Betrachtung dieser sächsischen Verhältnisse muss die doppelte Funktion und die Bedeutung für reaktionäre Bewegungen aus ganz Deutschland betrachtet werden: Auf der einen Seite herrscht in Sachsen ein besonderes gesellschaftliches Klima, dass rassistische Bewegungen befeuert. Zivilgesellschaftliche und antifaschistische Akteure können nur innerhalb der Großstädte Wirkungskraft entfalten. Auf dem Land sind diese Akteure entweder nicht vorhanden oder aber Ziel reaktionärer Kräfte. Nirgendwo sonst ist so ein Inneinandergreifen von Neonazis und „ganz normalen Bürger*innen" zu beobachten. Hieraus folgt die besondere zweite Bedeutung Sachsens für die bundesweite Rechte Szene: Es ist nämlich nicht nur Aktionsraum, um aus dem völkischen Programm eine politische Praxis zu entwickeln, sondern wird auch immer mehr zum positiven Bezugsrahmen rassistischer Bewegungen.

So ist es nicht verwunderlich, dass die neonazistische Kleinstpartei„"Der III. Weg" ihren Aufmarsch am 1. Mai 2016 in Plauen veranstaltet hat. Dort existierte bereits die rassistische Bewegung "Wir sind Deutschland" die sich als Alternative zu Pegida sieht. Zeitweise mobilisierte diese bis zu 5000 Teilnehmer*innen. Ähnliches kann zu PEGIDA in Dresden gesagt werden. Dresden bildet immer noch das Zentrum der GIDA-Bewegungen. Nahezu alle noch existenten GIDA-Aufmärsche im ganzen Bundesgebiet beziehen sich immer wieder inhaltlich und personell auf PEGIDA in Dresden.

Es bleibt also festzuhalten: In Sachsen sind rassistische Mobilisierungen nicht nur besonders stark, sodass völkischer Mob und Neonazis gemeinsam agieren können. Es besitzt auch einen Role Model Charakter für rassistische Bewegungen in ganz Deutschland.

Gleichzeitig sind gerade in den letzten Jahren Orte der permanenten rechten Gewalt und Organisierung nahezu in Vergessenheit geraten. Ein Beispiel hierfür ist die Stadt Wurzen, die seit mehr als 20 Jahren Schwerpunkt neonazistischer Gewalt und Strukturen in der Region Leipzig ist. In diesem Ort wohnen wichtige Organisatoren für den Neonaziangriff im Januar 2016, als in Connewitz knapp 250 Neonazis auf der Wolfgang-Heinze-Str. Menschen und Häuser angriffen. Ebenso leben in Wurzen auch Protagonisten, die kontinuierlich die LEGIDA-Aufmärsche organisierten und unterstützten. Des Weiteren konnten sich in Wurzen neonazistische Vertriebsstrukturen etablieren, mit deren Hilfe sie Gelder akquirieren. Rechte Gewalt ist hier seit den 90er Jahren Alltag und aus einer bundesweiten Wahrnehmung nahezu verschwunden. Nicht umsonst fabulierten in den 90ern Neonazis von Wurzen als "national befreiter Zone".
Der Frieden - völkisch
Landstriche werden nicht nur durch Gewaltandrohung zum sicheren Hinterland für Neonazi-Strukturen und deren Aktivitäten. Das eigentliche Problem liegt in der gesellschaftlichen Akzeptanz völkischer Programmatiken. Übergriffe auf Geflüchtete in Wurzen durch den völkischen Mob in den vergangenen Jahren werden immer wieder von Polizei, anderen staatlichen Stellen und "ganz normalen Bürger*innen" als nachvollziehbar relativiert und es wird sich so mit den Täter*innen solidarisiert. Hier zeigt sich ein gesamtgesellschaftlicher Konsens, in dem rechte Propaganda nicht mehr notwendig ist.

Dieser gesellschaftliche Rückhalt für neonazistische Erklärungsmuster zeigt sicht nicht nur in Wahlergebnissen oder Übergriffen. Er kommt vielmehr im alltäglichen Zusammenspiel von Neonazis, Mehrheitsgesellschaft und staatlichen Institutionen zu Stande.

Das was alle eint, ist die Identifizierung mit der Volksgemeinschaft und der damit verbundenen Vorstellung von Zugehörigkeit. Diese setzt die prinzipielle vom Staat vorgenommene Einteilung in In- und Ausländer*innen voraus. Die daraus resultierende Forderung, dass der Staat mit seinen Einrichtungen und Leistungen vordergründig für die Nation und das Wohlergehen des deutschen Volkes da zu sein habe, haben sowohl Mehrheitsgesellschaft als auch Neonazis gemein. Eine Folge daraus ist ein rassistisches Asylsystem und dessen tödliche Konsequenzen im Mittelmeer. Dass dieses Prinzip nicht für jeden Einzelnen in Wohlergehen aufgeht, ist die Konsequenz eines Konkurrenzverhältnisses, in welches die Menschen in einem kapitalistischen Staat zueinander gesetzt sind. Es führt dazu, dass Unzufriedenheiten und soziale Verwerfungen auf „fremde" und „dem Gemeinwohl abträgliche" Gruppen und ihren Egoismus projiziert werden: die Schuld an Erwerbslosigkeit trügen demnach die „Ausländer", am „Volkstod" die zunehmende Emanzipation der Frau, verantwortlich für die hohen Sozialbeiträge seien die „schmarotzenden Hartz-IV-Empfänger", Politiker*innen seien größtenteils „Volksverräter", die nicht „richtig" dem deutschen Volke dienen und hinter allem stecke überhaupt der von „Hedgefonds-Heuschrecken" vorangetriebene Ausverkauf „ehrlicher deutscher Arbeit". Anstatt also der Versuch unternommen wird, die Ursachen des gesellschaftlichen Elends zu begreifen und die kapitalistische Ordnung, gemeinsam und solidarisch mit denen von ihnen verhassten vermeintlichen Nicht-Deutschen und Harz IV-Empfänger*innen, auf die Müllhalde der Geschichte zu werfen, findet eine Identifikation mit dem nationalen Kollektiv und ein „Treten nach unten" statt. Die jubelpatriotischen Fahnenmeere während fast jeder Fußball-WM/EM der Männer sind eines der sichtbarsten Zeichen kollektiver Selbstvergewisserung. Offen auftretende Neonazis bilden dabei lediglich die Spitze des Eisbergs der Mehrheitsgesellschaft mit den Attributen antisemitisch, rassistisch und sexistisch.


In Sachsen wird dieser völkische Konsens ganz besonders unverhohlen sichtbar. Hier gibt es dafür seit mehreren Jahren den vom Freistaat organisierten so genannten „Tag der Sachsen", das größte „Volksfest" im Jahr. Wer als anders wahrgenommen wird, bekommt Probleme. So wurden beim „Tag der Sachsen" 2015 im Wurzen Geflüchtete, die über mehrere Wochen hinweg in der Stadt und in ihrer Wohnung bedroht und angegriffen wurden, an jenem Wochenende aus dem Ort gebracht.
Unser Bruch - unversöhnlich
Am Wochenende des 2. und 3. September wird in Löbau bei Dresden der „Tag der Sachsen" gefeiert. Statt dort hinzugehen, wo sich staatliche Akteure als schöneres, weltoffeneres Sachsen oder Deutschland inszenieren, wollen wir mit euch nach Wurzen fahren, das exemplarisch für die rassistische Normalität in Sachsen steht. Neonazis beanspruchen die Provinz als sicheren Aktionsraum - wir erklären sie zum Ziel antifaschistischer Politik. Wir möchten organisatorisch mit euch an die antifaschistische Demonstration 1996 in Wurzen anknüpfen, da hieß es:

„Trotz der beschränkten Wirksamkeit jeder Demonstration soll diese der Öffentlichkeit deutlich machen, daß es notwendig ist, den Nazis direkt entgegenzutreten, ihre Strukturen und Treffpunkte anzugreifen, obwohl dadurch perspektivisch keine konkrete strukturelle Alternative entsteht. Die Notwendigkeit solcher Alternativen ist dem Demovorbereitungskreis sehr bewußt. Deshalb soll die Demonstration Bündnischarakter tragen, der die verschiedensten antifaschistischen Ansätze bündelt: antifaschistische Jugend- und Kulturarbeit, militantes Grundverständnis, parlamentarische wie außerparlamentarische Aktivität, feministischer Widerstand und Flüchtlingshilfe. All diese Akzente soll die Demonstration repräsentieren."

Der Aufruf von 1996 und unsere eigenen Erfahrungen bei antifaschistischen Demonstrationen (nicht nur) in Sachsen zeigen, worauf sich Antifaschist*innen einstellen müssen. Provozierende Neonazigruppen am Rande der Demo, Angriffe auf die Demo und ihre Infrastruktur und eine Polizei, denen nicht erst seit G20 unterstellt werden darf, dass sie die Außenwirkung von gesellschaftskritischen Demos mit enger Begleitung im Spalier und der Kriminalisierung von Teilnehmenden möglichst verhindern will. Diese Dinge werden uns in Wurzen erwarten und dem werden wir entschlossen entgegentreten. Auf medienwirksame Diskreditierung der Demo durch überzogene Polizeimaßnahmen werden wir ebenso reagieren wie auf pöbelnde Neonazi-Gruppen. Wir tragen mit der Demo die Botschaft nach Wurzen, dass der deutschetümelnden Volksgemeinschaft nach wie vor unsere Aufmerksamkeit sowie unser Kampf gilt und schliessen uns noch immer der 20 Jahre alten Analyse der Genoss*innen an:

"Wenn den Nazis in der dortigen Situation ernsthaft und wirksam begegnet werden kann, dann nur durch gegenseitige Akzeptanz und wechselseitiges Verständnis für alle Facetten einer lebendigen Antifa. Nur eine gemeinsame starke Antifa-Bewegung, die den Aktivitäten der staatlichen Behörden kritisch bis ablehnend gegenübersteht, vermag den Nazis im Muldentalkreis die Vormacht zu nehmen, ihre Strukturen zu zerschlagen und sie vom Rückhalt in der Bevölkerung zu isolieren."

Organisiert den antifaschistischen Widerstand - bildet Antifa-Gruppen!

 

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Europäisches Netzwerk gegen Waffenhandel

bewegung.taz.de - 02.09.2017
02.09.2017 - 03.09.2017

Das Europäische Netzwerk gegen Waffenhandel verbindet Gruppen und Individuen, die den Handel mit Waffen als eine Bedrohung des Friedens, der Sicherheit und der Entwicklung ansehen. Die Rüstungsindustrie ist die treibende Kraft hinter dem steigenden Waffenhandel. Durch Forschung, Publikationen, Lobbyarbeit und öffentlichkeitswirksamen Kampagnen arbeiten die Mitglieder von ENAAT daran, den internationalen Waffenhandel zu begrenzen und letztendlich zu beenden.

 

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