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»Der zweite Blick auf den dritten Weg«. Ökonomie und Wirtschaftskonzepte in Ostdeutschland 89/90+

bewegung.taz.de - 30.05.2019
07.06.2019, 18:00 Uhr - 07.06.2019, 20:00 Uhr

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Ort | Reinbeckhallen, Lounge (Eingang via Ausstellungshalle)

Der »dritte Weg« – Illusion oder verpasste Chance? Als 1989 für einen kurzen Moment alles möglich wurde, entwickelten engagierte Bürger*innen und Expert*innen Ideen für die Gesellschaft der Zukunft. Welche ökonomischen Konzepte wurden hierfür verhandelt? Zur gleichen Zeit standen ostdeutsche Bürger*innen auf individueller Ebene vor »handfesten« wirtschaftlichen Problemen. Betriebsschließungen und Massenentlassungen, die Deindustrialisierung ganzer Regionen prägten Umbruch und Transformationszeit für viele Menschen und wirken teilweise bis heute nach. Wie verlief die Transformation von Planwirtschaft zu Marktwirtschaft und die Privatisierung des Volkseigentums? Welche Alternativen wurden damals diskutiert und wie können sie heute bewertet werden? Wie steht es 2019, 30 Jahre nach dem Mauerfall, um die aktuell viel diskutierte Aufarbeitung der Treuhand?

Im Kontext des Umbruchs 1989/90 bezeichnete der »dritte Weg« eine Alternative zur DDR wie zur BRD. Heute taucht der Begriff auch in Zusammenhang mit alternativen Gesellschaft- und Wirtschaftskonzepten wie solidarische Ökonomie, Gemeinwohl- oder Postwachstumsökonomie auf.

Wie aktuell ist die Frage nach »dritten Wegen« – ganz konkret zum Beispiel mit Bezug auf die momentan hitzig geführte Debatte um den Berliner Wohnungsmarkt und Mieterinitiativen? Damals wie heute sind es engagierte Aktivist*innen, die sich nach dem »bottom up«-Prinzip organisieren, vernetzen und Alternativen aufzeigen. Viele empfinden auch heute eine Art Scheidewegsituation, die neue Lösungen erfordert. Wie unabhängig sind »dritte Wege« von ideologischer Vereinnahmung?

In zwei Veranstaltungen (05.06. und 07.06.) wird das Thema Ökonomie und Wirtschaft in Ostdeutschland diskutiert und auf seine Aktualität hin überprüft. Im Sinne eines »Forums« sind alle Interessierten herzlich eingeladen teilzunehmen, zuzuhören, Fragen zu stellen und selbst beizutragen.

Die Veranstaltungen sind Teil der Reihe forum 89/90+, die sich mit den innovativen und emanzipatorischen Potenzialen der Umbruchszeit in Ostdeutschland 89/90+ beschäftigt. Das Gesamtprogramm mit allen Daten finden Sie unter diesem Link.

 

Gesprächspartner:

Helmut Höge | Westberliner Schriftsteller & Betriebsaktivist 89/90+

geboren 1947, arbeitete er zunächst als Übersetzer und Tierpfleger für den indischen Großtierhändler und Besitzer des Bremer Zoos George Munro, studierte dann Sozialwissenschaften in Berlin und Bremen, und verdingte sich anschließend auf diversen Bauernhöfen in Westdeutschland als landwirtschaftlicher Betriebshelfer – zuletzt nach dem Mauerfall in einer ostdeutschen LPG. Als einer ihrer Begründer unterstützte und begleitete er dann die ostdeutsche Betriebsräteinitiative bei ihren Versuchen, sich gegen die Treuhand zu verteidigen und gab in diesem Kontext u.a. zwischen 1991 und 1993 das Informationsblatt »Ostwind« heraus. Helmut Höge ist seit 1971 journalistisch tätig, darunter u.a. seit 40 Jahren als Autor, Gärtner und »Aushilfshausmeister« für die taz. Er ist Autor zahlreicher Essays, Kolumnen, Reportagen und Bücher, die ungewöhnliche und humorvolle mikroskopische Perspektiven auf Themen wie Wirtschaft, Alltagskultur oder auch Tiere werfen, so zuletzt der Sammelband »Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung« (2018). Auch seine ökonomischen Feldstudien, die aus seiner Beschäftigung mit ostdeutschen Betrieben wie z.B. Narva oder dem Werk für Fernsehelektronik in der Zeit des Umbruchs entstanden sind, publizierte er z.B. in Form des Bandes »Berliner Ökonomie. Prols und Contras« (1996).

 

Stephan Schillhaneck-Demke | Aktivist 89/90+, Betriebsrat WF Oberschöneweide & Gewerkschafter

Jahrgang 1959, war von 1978 bis 1992 im Werk für Fensehelektronik (WF) in Oberschöneweide tätig. Seit 1989 engagierte er sich in der Abteilungs- und Betriebsgewerkschaftsleitung, ab 1990 im Betriebsrat, im Bündnis Kritische Gewerkschafter*innen Ost/West und in der IG Metall. Daneben war er Redakteur der Zeitung »Der Betriebsrat« des WF und des »Ostwind«, der Zeitung ostdeutscher Betriebsräte, sowie der IG Metall Jugend Monatshefte. Stephan Schillhaneck-Demke engagiert sich seit vielen Jahren außerdem in vielen gemeinnützigen und selbstorganisierten Initiativen und arbeitete seit 1994 als Betreuer, Erzieher und Heilpädagoge. Parallel ist er in zahlreichen Betriebsräten im Bereich soziale Arbeit aktiv.

 

Moderation | Sophie Schulz

Das Format Erzählsalon rückt die individuelle Lebensgeschichte und persönliche Perspektiven in den Fokus. Auch das Publikum ist eingeladen, eigene Geschichten und Erfahrungen zu teilen. 

 

 

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»Der zweite Blick auf den dritten Weg«. Ökonomie und Wirtschaftskonzepte in Ostdeutschland 89/90+

bewegung.taz.de - 30.05.2019
05.06.2019, 18:00 Uhr - 05.06.2019, 20:00 Uhr

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.


Ort | Reinbeckhallen, Lounge (Eingang via Ausstellungshalle)

Der »dritte Weg« – Illusion oder verpasste Chance? Als 1989 für einen kurzen Moment alles möglich wurde, entwickelten engagierte Bürger*innen und Expert*innen Ideen für die Gesellschaft der Zukunft. Welche ökonomischen Konzepte wurden hierfür verhandelt? Zur gleichen Zeit standen ostdeutsche Bürger*innen auf individueller Ebene vor »handfesten« wirtschaftlichen Problemen. Betriebsschließungen und Massenentlassungen, die Deindustrialisierung ganzer Regionen prägten Umbruch und Transformationszeit für viele Menschen und wirken teilweise bis heute nach. Wie verlief die Transformation von Planwirtschaft zu Marktwirtschaft und die Privatisierung des Volkseigentums? Welche Alternativen wurden damals diskutiert und wie können sie heute bewertet werden? Wie steht es 2019, 30 Jahre nach dem Mauerfall, um die aktuell viel diskutierte Aufarbeitung der Treuhand?

Im Kontext des Umbruchs 1989/90 bezeichnete der »dritte Weg« eine Alternative zur DDR wie zur BRD. Heute taucht der Begriff auch in Zusammenhang mit alternativen Gesellschaft- und Wirtschaftskonzepten wie solidarische Ökonomie, Gemeinwohl- oder Postwachstumsökonomie auf.

Wie aktuell ist die Frage nach »dritten Wegen« – ganz konkret zum Beispiel mit Bezug auf die momentan hitzig geführte Debatte um den Berliner Wohnungsmarkt und Mieterinitiativen? Damals wie heute sind es engagierte Aktivist*innen, die sich nach dem »bottom up«-Prinzip organisieren, vernetzen und Alternativen aufzeigen. Viele empfinden auch heute eine Art Scheidewegsituation, die neue Lösungen erfordert. Wie unabhängig sind »dritte Wege« von ideologischer Vereinnahmung?

In zwei Veranstaltungen (05.06. und 07.06.) wird das Thema Ökonomie und Wirtschaft in Ostdeutschland diskutiert und auf seine Aktualität hin überprüft. Im Sinne eines »Forums« sind alle Interessierten herzlich eingeladen teilzunehmen, zuzuhören, Fragen zu stellen und selbst beizutragen.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe forum 89/90+, die sich mit den innovativen und emanzipatorischen Potenzialen der Umbruchszeit in Ostdeutschland 89/90+ beschäftigt. Das Gesamtprogramm mit allen Veranstaltungen finden Sie unter diesem Link.

 

Gesprächspartner:

Bernd Gehrke | Aktivist 89/90+, Ökonom & Historiker

studierte 1969 bis 1973 Politische Ökonomie in Leipzig, seit 1975 war er wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent am Zentralinstitut für Wirtschaftswissenschaften der Akademie der Wissenschaften der DDR. Wegen seiner Arbeit an Alternativen zum sogenannten real existierenden Sozialismus und dessen Ökonomie in einer illegalen Oppositionsgruppe wurde er im Januar 1978 aus der SED ausgeschlossen, fristlos entlassen und konnte seine begonnene Dissertation nicht beenden. Trotz Berufsverbots arbeitete er weiterhin in Oppositionszirkeln an den Themen einer Alternativökonomie; seit Dezember 1984 arbeitete er als Ökonom im Möbelkombinat Berlin. 1989 war Bernd Gehrke Mitverfasser des Gründungsaufrufs für eine Vereinigte Linke, und besonders seiner ökonomischen Forderungen; 1990 leitete er die Programm-Kommission der Vereinigten Linken. Er veröffentlichte zahlreiche Artikel und Bücher zur Geschichte der DDR; zur Ökonomie des »real existierenden Sozialismus« diskutierte er zuletzt mit Thomas Kuczynski 2017 in der Zeitschrift »Lunapark 21«.

 

Samirah Kenawi | Aktivistin 89/90+ & Autorin

1962 in Ostberlin geboren, studierte sie nach einer Tischlerinnenlehre an der TU Dresden Holzverarbeitung. Nach dem Diplom arbeitete Samirah Kenawi als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forstwissenschaftlichen Institut in Eberswalde nördlich von Berlin. Schon vor der »Wende« in mehreren inoffiziellen DDR-Gruppen aktiv, suchte sie 1989 den Weg in die Politik. 1990 leitete sie das Berliner Büro des Unabhängigen Frauenverbandes (UFV), kam aber bald zu dem Schluss, dass die idealen Gesellschaftsentwürfe ohne ein ökonomisches Fundament nicht durchsetzbar sind. So begann Samirah Kenawi sich ausgehend von den Reformvorschlägen Silvio Gesells mit Ökonomie zu beschäftigen. Allmählich wurde so aus ihrer Suche nach gesellschaftlichen Alternativen ein alternatives Ökonomiestudium. Ihre Erkenntnisse hat sie nach 2 Jahrzehnten Studium in dem Buch »Falschgeld – Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit« wie auch auf ihrer Webseite www.falschgeldsystem.de veröffentlicht.

 

Ulrike Hamann | Sozialwissenschaftlerin & Mietenaktivistin

geboren 1974 in Potsdam hat sie 1989 noch Jugendweihe gefeiert. In der »Wendezeit« wurde sie durch die Demonstrationen in Potsdam im Herbst 1989 politisiert. In den frühen 1990er Jahren besetzte sie Häuser in Potsdam und protestierte gegen den Golfkrieg. 1996 folgten der Umzug nach Berlin und erste Westkontakte mit der BRD-Hausbesetzerszene. Nach einer Ausbildung zur Metallbauerin und Netzwerkadministratorin studierte sie Kulturwissenschaften und Europäische Ethnologie, promovierte in Politikwissenschaften und Postkolonialen Studien. Seit 2011 engagiert sie sich als Mietenaktivistin und ist Mitbegründerin der Mietergemeinschaft Kotti & Co. Ulrike Hamann forscht als Sozialwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Migration und Stadt.

 

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Neuer Deutscher Extremismus

bewegung.taz.de - 29.05.2019
03.06.2019, 17:30 Uhr - 03.06.2019, 19:30 Uhr

Ultranationalismus, Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit sind ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland – unter Menschen mit Migrationsgeschichte ebenso wie der Mehrheitsgesellschaft.

 

Wie kann diesen verschiedenen Ideologien der Ungleichwertigkeit mit einem emanzipatorischen Bildungsansatz begegnet werden, der auch institutionelle und strukturelle Diskriminierungen berücksichtigt?

In Kurzvorträgen stellen Julia Gerlach (Projektleiterin von Amal, Berlin!), Nikolai Klimeniouk (Journalist), Sanem Kleff (Direktorin von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage), Marta Kozłowska (Soziologin) und Danijel Majic (Journalist bei der Frankfurter Rundschau) Ideologien der Ungleichwertigkeit unter verschiedenen Einwanderergruppen aus einer rassismuskritischen Perspektive vor.

Anschließend diskutieren sie auf dem Podium über Gemeinsamkeiten, Unterschiede und neue Bündnisse.

Moderation: Pascal Beucker, taz-Redakteur

Eine Kooperation von taz und Schule ohne Rassismus - Schule ohne Courage

Bild: dpa

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EU-Grenzen nach der Wahl

bewegung.taz.de - 29.05.2019
03.06.2019, 19:00 Uhr - 03.06.2019, 21:00 Uhr

In vielen Ländern Europas haben Parteien, die auf komplette Abschottung setzen, bei der Europawahl Erfolge erzielt. Die Situation an den Außengrenzen wird das weiter verschärfen. An diesem Abend liest taz-Korrespondent Tobias Müller aus seinem neuen Buch "Hier draußen an der Grenze" (VSA Verlag, 2019). Seine Reportagen beschreiben die Auswirkungen einer Migrationspolitik, die vor allem repressive Elendsverwaltung betreibt – von der Nordsee bis nach Lampedusa, von Calais bis nach Tovarnik in Kroatien.

Axel Steier von der Seerettungs-NGO Mission Lifeline aus Dresden wird erzählen, wie seine Organisation mit dem Urteil gegen den Lifeline-Kapitän Claus Peter Reisch umgeht. Den hatte ein Gericht auf Malta kürzlich zu 10.000 Euro Strafe verurteilt, sein Schiff ist beschlagnahmt. Es war das erste Urteil dieser Art gegen einen Seenotretter. Trotzdem ist es Mission Lifeline gelungen, sich ein neues Schiff zu kaufen, das jetzt in See stechen wird.

Julia Winkler von der NGO Borderline Europe wird von der in ganz Europa zunehmenden Verfolgung von Flüchtlingshelfer*innen erzählen. Und per Livestream berichtet taz-Mitarbeiterin Annett Selle über die Vorbereitungen für die "Yachtfleet"-Demonstration auf dem Mittelmeer. In den zwei Wochen vor dem Welttag des Flüchtlings am 20. Juni berichtet die taz in einem Schwerpunkt intensiv über das Thema, die Veranstaltung ist der Auftakt.

Ein Abend mit:

Tobias Müller, taz Benelux-Korrespondent

Axel Steier, Mission Lifeline, Dresden

Julia Winkler, Borderline Europe

Annett Selle, taz NRW-Korrespondentin

Moderation: Christian Jakob, taz-Redakteur

Eine Kooperation von taz und dem Verlag VSA

Bild: dpa

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Aktionstraining für Ende Gelände

bewegung.taz.de - 29.05.2019
10.06.2019, 11:00 Uhr - 10.06.2019, 18:00 Uhr

Wir sagen Ende Gelände! Kohle stoppen, damit #AlleDörferBleiben. Ungehorsam gegen Kapitalismus und für Klimagerechtigkeit weltweit!
Wir sind der sofortige Kohleausstieg. Vom 19. Bis 24. Juni stellen wir uns ungehorsam der Zerstörung im Rheinland entgegen und blockieren die Kohle-Infrastruktur.
Die Zeit zu Handeln ist jetzt. Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen – wir wissen es längst. Die Klimakrise ist heute schon zerstörerische Realität für Menschen auf der ganzen Welt – vor allem im globalen Süden. Und trotzdem sollen wir hier weitere 20 Jahre Kohle verheizen? Damit lassen wir uns nicht abspeisen. Wir lassen uns nicht befrieden! Wir schauen nicht länger zu wie Politik und Konzerne unsere Zukunft zerstören. Wir nehmen den Kohleausstieg selbst in die Hand – und zwar sofort!
Es brodelt in der Bewegung für Klimagerechtigkeit: Hunderttausende protestieren auf der Straße. Gemeinsam gehen wir jetzt einen Schritt weiter und leisten zivilen Ungehorsam. Vom 19. bis 24. Juni 2019 blockieren wir mit unseren Körpern die Kohle-Infrastruktur im Rheinland.
Unsere Aktionsform ist eine offen angekündigte Massenblockade mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten. Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten, von uns wird keine Eskalation ausgehen, wir gefährden keine Menschen. Wir wollen eine Situation schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen.
 
Aktionen des zivilen Ungehorsams funktionieren am besten, wenn wir uns gut darauf vorbereiten. Deshalb wollen wir gemeinsam bei Aktionstrainings üben. Das Training ist auch für aktionsunerfahrene Menschen geeignet. Ziel ist, unsere gemeinsame Handlungsfähigkeit auf der Straße bzw. auf dem Weg in die Grube, im Wald und auf die Schienen zu erhöhen, denn gemeinsam sind wir STARK! Ihr könnt als Bezugsgruppe zum Training kommen oder vor Ort  eine Bezugsgruppe finden. Das Aktionstraining findet in Kooperation mit Skills for Action statt.


Grundlegende  Inhalte des Trainings (inkl. Pause) sind: Überlegungen zu zivilem Ungehorsam, Bezugsgruppen als Basis von Aktionen, verschiedene Blockadetechniken, der Umgang mit Ängsten und eigenen Grenzen, Entscheidungsfindung in Stresssituationen und ein kurzer Erfahrungsaustausch zum Thema Repression. 

Nehmt euch bitte für die gesamte Dauer des Trainings Zeit. Ein späteres Kommen oder früheres Gehen ist nicht sinnvoll! Das Aktionstraining ist kostenlos undeine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Training findet drinnen und draußen statt, daher versorgt Euch je nach Wetter mit Regenschutz. Damit wir nicht verhungern, bringt doch etwas zu Essen mit für die Pause. Das Training findet auf Deutsch statt, Flüsterübersetzung ist möglich.

Wir freuen uns auf euch!

Foto: Jens Volle CC-BY-NC 2.0

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Kundgebung - Keine Beute mit der Meute

bewegung.taz.de - 29.05.2019
31.05.2019, 16:00 Uhr - 31.05.2019

Wann: Freitag, 31.5.19, 16 Uhr

Wo: Vor der Meuterei, Reichenberger Straße 58, Berlin

Seit fast zehn Jahren besteht die Kollektivkneipe Meuterei in der Kreuzberger Reichenberger Straße. Jetzt soll sie weg, denn der Gewerbemietvertrag läuft Ende Mai aus, und der Vermieter will nicht verlängern. Hinter dem Tresen hängt eine rote LED-Anzeige an der Flaschenvitrine, auf der die Zahl 2 leuchtet. Es ist ein Countdown: noch 2 Tage, bis die Meuterei raus muss.

2019 ist kein sonderlich gutes Jahr für linke Räume in Berlin. Weitere Kneipen, Hausprojekte und Jugendzentren sind von Zwangsräumungen bedroht oder widersetzen sich diesen bisher. Auch das Kneipenkollekitv der Meuterei möchte sich nicht sang- und klanglos aus dem Kiez vertreiben lassen. Zum drohenden Fritsttermin organisiert das Kollektiv am Freitagnachmittag vor der Kneipe eine Kundgebung, um für ihren Erhalt zu kämpfen und sich solidarisch mit den anderen betroffenen Kollektiven in Kreuzberg, Friedrichshain und Schöneberg zu zeigen
(31. 5., Reichenberger Straße 58, 16 Uhr).

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Kein "Tag der deutschen Zukunft" in Chemnitz

bewegung.taz.de - 29.05.2019
01.06.2019, 11:30 Uhr - 01.06.2019, 17:00 Uhr

Wann: Samstag, 1. Juni 2019, 11:30 Uhr

Wo: Omnibusbahnhof Chemnitz / Georgstraße

Es sind die dunklen Bilder aus Chemnitz von einem randalierendem rechten Mob und den in den Folgetagen anschließenden Naziaufmärschen im Spätsommer 2018, die sich ins kulturelle Gedächtnis gebrannt haben. Bedrückend waren die Stellungnahmen einiger Politiker*innen und Beamt*innen, die die Ausschreitungen relativierten. Nicht nur empfanden Rechtsradikale und Neonazis das als bestätigenden Rückenwind, sondern diese vereinfachte auch den Schulterschluss zu der AfD, „Pro Chemnitz“ und Pegida. Als Antwort fanden bundesweit mit dem Hashtag #wirsindmehr gelabelte Veranstaltungen gegen rechte Gewalt und Solidaritätsdemos für alle Betroffenen von rassistischer Disrkiminierung statt.

Nun ist es kein Zufall, dass zum 1. Juni rechtsradikale Gruppen und Parteien zum sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ wieder nach Chemnitz mobilisieren. Geplant ist eine Demonstration durch die Stadt. Dort erwarten sie vergleichsweise wenig Widerstand von der Zivilgesellschaft. Nach Angaben des Bündnises "Chemnitz Nazifrei" handelt sich dabei um einen der größten faschistischen Aufmärsche in der BRD, welcher seit 2009 jedes Jahr in einer anderen Stadt stattfindet. Das Bündnis und andere antifaschist*innen Rufen zum Gegenprotest auf, um Bilder wie des letzten Jahres zu verhindern und den Neonazis die Straße streitig zu machen. 11:30 Uhr, Omnibusbahnhof Chemnitz/Georgstraße

Aktionskarte von Chemnitz Nazifrei

Verschiedene Anreisemöglichkeiten:

- Anriese aus Glauchau: 10:40 Uhr Bahnhof Glauchau

- Anreise aus Zwickau: 10:00 Uhr Hauptbahnhof Zwickau Infos bei FFF Zwickau, Jusos Zwickau, Grüne Jugend Zwickau und Linksjugend Zwickau

- Anreise aus Dresden: Treff: frühstens 10:00 Uhr Dresden Hauptbahnhof Neue Infos findet ihr bei

- Anreise aus Leipzig: Treff: 9:00 Uhr Gleis 23, Hauptbahnhof Leipzig Abfahrt: 9:20 Uhr von

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Theater zum Leben – Reichtum

bewegung.taz.de - 29.05.2019
07.06.2019, 17:00 Uhr - 07.06.2019, 19:00 Uhr

Mit Moritz Schilk – Schauspieler & Theaterpädagoge
Anmeldung unter antje.kurz@kirche-ottensen.de

Die Sprache vom Theater zum Leben ermöglicht uns einander zu begegnen und in einen besonderen Dialog zu treten. Wir nutzen sie in diesem Workshop, um ein tieferes Verständnis für die vielfältigen Fragen zu „Reichtum“ zu erlangen. Wir verbinden individuelle Zugänge und Fantasien zu Reichtum mit globalen Machtverhältnissen und suchen nach Handlungsmöglichkeiten in diesem Gefüge. Der Workshop richtet sich explizit an Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.

Die Veranstaltung ist Teil von zeitAlter – Generation Global in Kooperation mit dem WillkommensKulturHaus Ottensen im Rahmen der altonale 2019.

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Gesellschaftliche Teilhabe durch Lohnarbeit?

bewegung.taz.de - 29.05.2019
11.06.2019, 19:00 Uhr - 11.06.2019, 21:00 Uhr

Mit Serhat Karakayali - Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung, Moderation Emilija Mitrovic – „MigrAr – Anlaufstelle für Papierlose“ beim DGB Hamburg

In seinem Vortrag erläutert Serhat Karakayali die unterschiedlichen Bausteine für gesellschaftliche Teilhabe und geht darauf ein, welche Rolle Erwerbsarbeit dabei tatsächlich spielt. Wie sehen die Realitäten von Arbeitenden in Zeiten von Leiharbeit und Werkverträgen eigentlich aus? Inwiefern haben Migrant*innen und Geflüchtete Teil am Arbeitsmarkt und mit welchen spezifischen Hürden sind sie in Hinblick auf den Joberwerb konfrontiert? Kann der Migrant Pay Gap durch betriebliche Beteiligung überwunden werden? 

Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global.

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Sanktionen gegen Syrien: Folgen für die Zivilbevölkerung

bewegung.taz.de - 28.05.2019
29.05.2019, 19:00 Uhr - 29.05.2019, 21:30 Uhr

Podiumsdiskussion mit:

  • Idriss Jazairy, UN-Sonderberichterstatter für die humanitären Folgen von Sanktionen
  • Dr. Sascha Lohmann, Stiftung Wissenschaft und Politik
  • Karin Leukefeld, Journalistin und Nahost-Korrespondentin

Moderation und Einführung: Dr. Alex Rosen, IPPNW

Die Menschen in Syrien leiden seit mehr als acht Jahren unter dem  Krieg, der weite Teile des Landes zerstört hat. Laut einem aktuellen UN-Bericht sind 11,7 Millionen Menschen in Syrien deshalb dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter fünf Millionen Kinder. Noch mehr Menschen, nämlich etwa 15 Millionen Syrer*innen, verfügen über keine adäquate Gesundheitsversorgung. Dies ist nicht nur Folge des Krieges. Die von der EU und den USA verhängten und ständig verschärften wirtschaftlichen Strafmaßnahmen verkomplizieren, verlangsamen oder verhindern medizinische Versorgung und humanitäre Hilfe.

Der UN-Sonderberichterstatter für die humanitären Folgen von Sanktionen, Idriss Jazairy, betonte in seinem Bericht vom September 2018, die Sanktionen mit ihren negativen Konsequenzen für humanitäre Hilfe müssten beendet oder zumindest neu gefasst werden, da sie das Leiden der Zivilbevölkerung steigern würden.

 

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Sanktionen gegen Syrien: Folgen für die Zivilbevölkerung

bewegung.taz.de - 28.05.2019
29.05.2019, 19:00 Uhr - 29.05.2019, 21:30 Uhr

Podiumsdiskussion mit:

  • Idriss Jazairy, UN-Sonderberichterstatter für die humanitären Folgen von Sanktionen
  • Dr. Sascha Lohmann, Stiftung Wissenschaft und Politik
  • Karin Leukefeld, Journalistin und Nahost-Korrespondentin

Moderation und Einführung: Dr. Alex Rosen, IPPNW

Die Menschen in Syrien leiden seit mehr als acht Jahren unter dem  Krieg, der weite Teile des Landes zerstört hat. Laut einem aktuellen UN-Bericht sind 11,7 Millionen Menschen in Syrien deshalb dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter fünf Millionen Kinder. Noch mehr Menschen, nämlich etwa 15 Millionen Syrer*innen, verfügen über keine adäquate Gesundheitsversorgung. Dies ist nicht nur Folge des Krieges. Die von der EU und den USA verhängten und ständig verschärften wirtschaftlichen Strafmaßnahmen verkomplizieren, verlangsamen oder verhindern medizinische Versorgung und humanitäre Hilfe.

Der UN-Sonderberichterstatter für die humanitären Folgen von Sanktionen, Idriss Jazairy, betonte in seinem Bericht vom September 2018 die Bedeutung der grundlegenden humanitären Bedürfnisse der Menschen in ganz Syrien und ihre Sicherung ohne Vorbedingungen. Die Sanktionen mit ihren negativen Konsequenzen für humanitäre Hilfe müssten beendet oder zumindest neu gefasst werden, da sie das Leiden der Zivilbevölkerung steigern würden.

 

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Purple Ride / Critical Mass FLTI*

bewegung.taz.de - 27.05.2019
14.06.2019, 20:00 Uhr - 14.06.2019, 22:00 Uhr

Seit dem Purple Ride am 8. März treten wir ab jetzt an jedem zweiten Freitag im Monat in die Pedale, denn Frauenkampftag ist jeden Tag!
Wir sind eine kleine Gruppe feministischer Radler*innen und organisieren den Purple Ride für Frauen*, Lesben, Trans-, Non-Binary- und Inter-Personen. Wir haben unterschiedliche Hintergründe, aber das gleiche Ziel: Wir wollen gemeinsam einfach mal entspannt Fahrrad fahren - ohne Automachos, Fahrradmacker und Mansplaining. Wir wollen ins Gespräch kommen, uns austauschen, uns gemeinsam Raum nehmen auf den Straßen Berlins. Wir fahren ca. 2 Stunden in entspanntem Tempo im Verband durch Berlin.


Treffpunkt: Freitag, 14. Juni um 20 Uhr am Mariannenplatz / am Feuerwehrbrunnen.


Falls es deine erste Critical Mass sein sollte und du nicht weißt, was dich erwartet, oder aber du schon an einer Critical Mass teilgenommen hast, aber noch unsicher bist, wie man sich am besten in solch einer Gruppe auf der Straße verhalten soll, check bitte noch mal die allgemeinen Regeln und den Leitfaden der Critical Mass: http://criticalmass-berlin.org/critical-mass/verhaltensregeln/

--- ENG ---

Since the Purple Ride on 8th of March we organize the Purple Ride every second Friday of the month, Women*´s Day is every day!
We are a group of feminist bikers and organize the Purple Ride for women*, lesbian, trans, non-binary and inter persons. We come from different backgrounds, but have a common goal: We simply want to ride our bikes together - without car machos, without bike blokes, without mansplaining. We want to get to know each other, exchange ideas and together take back some space on the streets of Berlin. We will ride for about 2 hours in an easy pace as a group through Berlin.

We meet: Friday, June 14th at 8 pm at Mariannenplatz / at the Feuerwehrbrunnen.

Please note that as long as the group is gonna be rather small (up to 100 participants) will we gonna ride rather slow and we are going to stop at red lights and at big intersection to ensure the security of the whole bike flow.
In case it is your first time and you don’t know what to expect, or you have already taken part to other CMs but are still unsure about the recommended behavior while on the street, please also check again Critical Mass’ general rules and guidelines here: http://criticalmass-berlin.org/critical-mass/verhaltensregeln/

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MRX MASCHIENE

bewegung.taz.de - 27.05.2019
14.06.2019, 19:00 Uhr - 14.06.2019, 21:00 Uhr

MRX Maschine
Lesung & Diskussion

In der postmodernen Welt des gegenwärtigen neoliberalen Kapitalismus haben sich alle Differenzen, alle Identitäten verflüssigt und sind zu konsumierbaren Oberflächen einer selbst optimierten Inszenierung geworden. Jeglicher Widerstand scheitert an der Widerstandslosigkeit dieser Oberflächen, die alles, was sich gegen sie richtet, absorbieren. Hier setzt die MRX Maschine an. Sie mobilisiert die Paradoxien des Systems. Sie wiegelt die Paradoxien zur Sabotage, zur Verweigerung auf und appelliert an die Solidarität all jener, die ihre Klasse in der Zukunft im Verschwinden sehen. In der Aufforderung der Destruktion der eigenen Klasse liegt gleichsam die Aufforderung zur Destruktion des Kapitalismus selbst.

Durch Sabotage, durch Schwänzen, durch Streik, durch Desertieren, durch Blockade und durch Verweigerung von Kategorien bringt die MRX Maschine die Kapital-Maschine ins Stottern. Mit der MRX Maschine mobilisiert sich eine FUCK UP FORCE gegen den Kapitalismus. Mit der MRX Maschine formiert sich die Solidarität einer kollektiven Praxis. Oder sie fährt laut und lustvoll gegen die Wand.

Mit Luise Meier werden wir diskutieren, wie die MRX Maschine die ersehnte Revolution herbeiführt, wie die MRX Maschine das Proletariat auflöst und den Kapitalismus nicht nur blockiert, sondern aussetzt.

Aktuelle Infos findet ihr auf Facebook. Die Veranstaltung ist auf DE, der Raum barirre-arm. Eintritt ist frei!

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Politik von unten: Protest in der longue durée

Diskussion mit Philipp Gassert und Dieter Rucht

Moderiert von Simon Teune und Swen Hutter

Welche großen Linien kennzeichnen die langfristige Entwicklung von Protest in Deutschland seit 1945? Welche unterschiedlichen Perspektiven ergeben sich aus einem historischen bzw. soziologischen Zugang? Was bekommt man mit dem jeweiligen methodischen bzw. disziplinären Zugang in den Blick? Worauf begründet man seine Annahmen? Welche Lücken bleiben dabei offen? Diese Fragen stehen im Vordergrund des Gesprächs zwischen dem Zeithistoriker Philipp Gassert und dem Soziologen Dieter Rucht. Anlass des Gesprächs ist das gerade erschienene Buch „Bewegte Gesellschaft: Deutsche Protestgeschichte seit 1945“ von Philipp Gassert (Kohlhammer, 2018). Mit seinem Buch legt Gassert die erste umfassende Protestgeschichte Deutschlands vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart vor. Wie auch Dieter Rucht betont Gassert dabei die zentrale Bedeutung von Protest und sozialen Bewegungen zur gesellschaftlichen Konfliktbewältigung in Deutschland.

Philipp Gassert ist Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Universität Mannheim und Leiter der Forschungsstelle “Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten”.

Dieter Rucht ist WZB Fellow und Vorstandsmitglied des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung. Zuvor leitete Dieter Rucht die Forschungsgruppe Zivilgesellschaft, Citizenship und politische Mobilisierung in Europa am WZB.

Die Veranstaltung ist eine gemeinsame Veranstaltung des Kolloquiums “Politik von unten” und der Reihe “Civil Society and Political Conflict” des Zentrums für Zivilgesellschaftsforschung.

Antirepressions- und Sanitraining für Ende Gelände Aktion

bewegung.taz.de - 27.05.2019
01.06.2019, 12:00 Uhr - 01.06.2019, 18:00 Uhr

Wir sagen Ende Gelände! Kohle stoppen, damit #AlleDörferBleiben. Ungehorsam gegen Kapitalismus und für Klimagerechtigkeit weltweit! /Wir sind der sofortige Kohleausstieg. Vom 19. Bis 24. Juni stellen wir uns ungehorsam der Zerstörung im Rheinland entgegen und blockieren die Kohle-Infrastruktur./

Die Zeit zu Handeln ist jetzt. Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen – wir wissen es längst. Die Klimakrise ist heute schon zerstörerische Realität für Menschen auf der ganzen Welt – vor allem im globalen Süden. Und trotzdem sollen wir hier weitere 20 Jahre Kohle verheizen? Damit lassen wir uns nicht abspeisen. Wir lassen uns nicht befrieden! Wir schauen nicht länger zu wie Politik und Konzerne unsere Zukunft zerstören. Wir nehmen den Kohleausstieg selbst in die Hand – und zwar sofort!

Zur Vorbereitung auf die Aktion bieten wir ein Antirepressions- und ein Sanitraining an. Beide Trainings können auch einzeln besucht werden.

Antirepressionstraining:

12:00-15:30 Uhr

Wenn es bei Demos und Protestaktionen Stress mit der Polizei gibt, ist es wichtig, die eigenen Rechte und Grenzen zu kennen. Wir möchten mit euch über Erfahrungen aus vergangenen Aktionen sprechen und diese mit den gesetzlichen Vorgaben abgleichen. Außerdem möchten wir euch dabei unterstützen, euch auf mögliche Repressionen, die ihr erfahren könntet, sowohl persönlich als auch innerhalb eurer Bezugsgruppen vorzubereiten.

Fragen sind z.B.:
Was ist Repression?
Wann bin ich Teil einer Versammlung? Was darf ich zu Aktionen mitnehmen (und was nicht)? Und welche Auswirkungen hat die Neuerung im Widerstands-Paragraphen? Wie ist die Situation mit den neuen Polizeigesetzen? Was hat sich geändert? Für und Wider der Personalienverweigerung. Wie sind die Abläufe in der Gesa?

Ziel des Workshops ist es, dass ihr gut informiert selbst entscheiden können, wie ihr euch bei einer Konfrontation mit der Polizei verhaltet. Es ist gut, wenn sich Menschen schon vor der Aktion intensiv mit den möglichen Repressionen auseinandersetzen!

Ausführlichere Informationen zu rechtlichen Fragen findet ihr in der Rechtshilfe-Broschüre, die für Aktionen erstellt wurde.

 

Sanitraining:

15:30-18:00 Uhr

Ziel des Workshop ist es, euch dazu zu ermächtigen, euch gegenseitig zu helfen. Dafür machen wir einen kleinen Ausflug in die stabile Seitenlage, zu den Druckverbänden und natürlich zum  Augenausspülen. Wir bieten also eine Auffrischung bzw. einen kleinen Grundkurs in Sachen Erste Hilfe an, stellen ein paar demo- und aktionsspezifische Szenarien vor und spielen diese durch.

Dinge, die sinnvoll mitgebracht werden können, sind: alte, abgelaufene Verbandskästen (z.B. aus einem Auto) sowie leere PET-Flaschen (0,5l oder 1l) MIT! einem Deckel der ein oder mehrere Löcher hat.


Wir freuen uns auf euch!

Weitere Infos

Foto: Channoh Peepovicz CC-BY-NC

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Solidarität als Festigung gemeinsamer Interessen

bewegung.taz.de - 24.05.2019
02.06.2019, 18:00 Uhr - 02.06.2019, 20:15 Uhr

Was ist Solidarität? Die ver.di Zeitung hatte gefragt, viele haben geantwortet: Solidarität ist das Prinzip „Einer für alle, alle für einen“ in der Sozialversicherung, füreinander da sein, der Zusammenhalt der Gesellschaft, die Zärtlichkeit der Völker, gemeinsames Handeln für ein gemeinsames Ziel. Für die Arbeiterbewegung ist Solidarität sowohl Vorbedingung als auch Ergebnis gemeinsamer Kampferfahrungen: Solidarität ist Bewusstwerden des gemeinsamen Schicksals durch Identifikation, Sammlung und Koordinierung der Lösungsvorschläge (Organisation) und Festigung der gemeinsamen Interessen durch Information, Bildung und Aktion. Nach einer Einführung in den Begriff, sprechen betriebliche Aktivistinnen darüber, was Solidarität für sie in ihrer gewerkschaftlichen Arbeit und in ihrem betrieblichen Alltag bedeutet.

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Wir bleiben alle Mietrebell*innen!

bewegung.taz.de - 23.05.2019
25.05.2019, 20:00 Uhr - 25.05.2019, 22:30 Uhr

Seit fast zwei Jahren sind wir mit den Folgen der beiden Großbaustellen in der Rigaer Straße zwischen Samariter- und Voigtstraße konfrontiert. Neben den Lärm und Dreck ist mindestens bis 17 Uhr, oft auch ganztägig, die Straße wegen der Bauarbeiten gesperrt. Investoren wie die CG-Gruppe, deren Namensgeber Christoph Gröner den Anspruch formuliert, ganze Stadtteile verändern zu wollen, sorgen schon jetzt für eine Aufwertung des Kiezes. Die Mieten steigen, Bewohner*innen erhalten Eigenbedarfskündigungen, auch kleine Läden sind von Vertreibung bedroht. Doch dagegen gibt es Widerstand. Seit Monaten wehren sich Bewohner*innen der Samariterstaße 8 gegen ihre drohende Verdrängung. Miete alt – 707 Euro – Miete neu 1700 Euro“ steht auf den Transparenten an dem Haus. Damit wird gut ausgedrückt, mit was wir konfrontiert sind. Wir wollen mit der Videokundgebung die betroffenen Mieter*innen unterstützen. Wir wollen über verschiedene Orte von Verdrängung und Widerstand informieren und zeigen, dass es in der Straße auch Mieter*innen einer Genossenschaft, deren Miete gesenkt wurde, gibt. Zum Schluss zeigen wir den Film Mietrebellen von Matthias Coers. Dort wird dokumentiert, dass sich die Berliner Mieter*innenbewegung aus ganz vielen Menschen zusammensetzt, die nein sagen zu Verdrängung und Verbündete suchen.

Wir sind solidarisch mit allen von Räumung und Verdrängung bedrohten Mieter*innen, Hausprojekten und Läden

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Globaler Klimastreik zur Europawahl

bewegung.taz.de - 23.05.2019
24.05.2019, 12:00 Uhr - 24.05.2019, 16:00 Uhr

Wann: Freitag, 24.5.19, 12 Uhr

Wo: Bundesweit und Brandenburger Tor, Berlin

Zitat aus dem Aufruf:

"Zur Europawahl rufen wir europaweit zum Klimastreik auf! Wir machen die Europawahl zur Klimawahl. Am 24.5. streiken wir lautstark, für das Klima und unsere Zukunft!
Es ist 2019 - wir haben keine Zeit mehr für Parteien, die keinen Plan für das Klima haben. Jede Partei sollte einen handfesten Plan vorlegen können, wie sie mit der Klimakrise und dem rapide schrumpfenden Emissionsbudget der EU umgehen wollen. Bisher ist keine Partei ambitioniert genug, das muss sich ändern! Deshalb gehen wir am 24.05., zwei Tage vor der Europwahl auf die Straße. Die Politiker*innen sollen die Angst spüren, die wir jeden Tag haben, wenn wir an unsere gefährdete Zukunft denken, die wir dem Nicht-handeln der Politik verdanken."

Informationen über andere bundesweite Aktionen finden Sie unter: www.fridaysforfuture.de

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Leben schützen! Abtreibung legalisieren! – Für eine feministische Praxis!

bewegung.taz.de - 22.05.2019
25.05.2019, 09:00 Uhr - 25.05.2019

Wann: Samstag, 25.5.19

Wo: Annaberg-Buchholz

Zitiert aus dem Aufruf zum Gegenprotest:

"Seit 2010 versammeln sich Abtreibungsgegner*innen zu einem sogenannten “Schweigemarsch für das Leben” in Annaberg-Buchholz. Die Veranstaltung wird aktuell vom Verein “Lebensrecht Sachsen e.V.” organisiert und ist ein Sammelbecken für Personen und Organisationen, die Nationalismus, Sexismus und feindliche Einstellungen gegenüber homosexuellen Menschen sowie trans, inter* und nicht binären Personen verbreiten. Eines ihrer Hauptziele ist das Verbot von Abtreibung, ohne die Möglichkeit auf Ausnahmen, sowie ein weiteres Bestehen des Vebots von Sterbehilfe."

Weiter Informationen unter: www.schweigemarsch-stoppen.de/

Aus verschiedenen Städten werden Anreisemöglichkeiten zum Gegenprotest organisiert. Tickets werden in folgenden Einrichtungen verkauft:

Berlin
ab 11. Mai FAQ Infoladen im Rahmen der Infoveranstaltung zu Annaberg-Buchholz ab 19 Uhr
sowie beim k-fetisch, im Schwarze Risse und dem Café Cralle

Chemnitz
9.5. Küfa in der Zukunft, Leipziger Straße 5, Chemnitz
15. und 22. Mai bei der Küfa im Subbotnik, Vettersstraße 34

Dresden
Ab dem 15.04. im Dicken Schmidt und im BioSpäti auf der Rudolfstr. 7 (täglich 16 – 1 Uhr).
Und am 22.05. bei dem Miss Eaves-Konzert im tba
Treffpunkt Abfahrt: 9:15 Uhr am Großenhainer Platz

Jena
Es gibt eine koordinierte Anreise mit Pkws. Wenn ihr mitfahren wollt oder mit einem Auto hin fahrt gebt uns über: info@falken-jena.de bescheid. Wir schicken euch dann Infos zu Treffpunkt und Abreise.

Leipzig
Beim StuRa-Büro der UL, in der Kultur-Apotheke, der Vleischerei und im elLibro

Würzburg
Einfach eine Email an: miss-mutig@riseup.net
Für mehr Informationen: https://wuerzburg.demosphere.net/

 

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Bewegungsgespräch: Visuelle Strategien der Neuen Rechten

Ort: taz Kantine, Friedrichstraße 21
Zeit: 12. Juni 2019, 19 Uhr

Memes, die Geflüchtete als Bedrohung zeichnen, Ikonen der Popkultur, die für rassistische Politik vereinnahmt werden – die Rechte hat sich nicht nur auf der Straße und in der Parteienlandschaft neu aufgestellt, sondern sie hat auch ihre Bildsprache geändert. AfD, organisierte Neonazis und lose Netzwerke nutzen gezielt Bilder und visuelle Gestaltung, um Unterstützung für ihre Botschaften zu finden. Dabei bedienen sie sich digitaler Kulturen und sie entwenden Formen, die für progressive Politik standen. Die Aktionen der Identitären sind bewusst an das von Greenpeace perfektionierte David-gegen-Goliath-Motiv angelehnt; die rassistische Umdeutung von Pepe, dem Comicfrosch, ist auch ein Symbol für das Überlegenheitgefühl gegenüber den aufgeregten Reaktionen auf die neue rechte Hegemonie. Diese visuellen Strategien bauen auf einer neuen technischen Infrastruktur auf: Smartphones, soziale Medien, Imageboards und Messenger-Dienste. Aber sie wurzeln auch tief in menschenverachtender Bildsprache: in antisemitischen Stereotypen, die im späten 19. Und frühen 20 Jahrhundert geprägt wurden oder dem gigantomanischen Kitsch des Nationalsozialismus. Das Bewegungsgespräch fragt nach den Strategien und Andockmanövern zur Populärkultur durch die Rechten, beleuchtet die veränderten Bedingungen für die Kommunikation mit Bildern von rechts, die erhofften Wirkungen und mögliche Gegenstrategien.

Es diskutieren:

  • Lisa Bogerts, Institut für Protest- und Bewegungsforschung
  • Heiko Koch, Antifa-Rechercheur, Autor des Buches „Casa Pound Italia“ (Unrast 2013)
  • Simon Teune, Institut für Protest- und Bewegungsforschung

Moderation: Malene Gürgen, taz

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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Das Institut für Protest- und Bewegungsforschung hat eine ausführliche kommentierte Linkliste zur deutschen Bewegungsforschung zusammengestellt: http://protestinstitut.eu/uber-das-institut/ressourcen/

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