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Antifaschistischer Fahrrad-Korso | Entlang an Orten von Verfolgung und Widerstand 1933-1945 | Deutsche Großmachtsträume platzen lassen!

bewegung.taz.de - 20.08.2019
08.09.2019, 11:00 Uhr - 08.09.2019, 15:00 Uhr

Im Andenken an Heinz Kapelle, hingrichtet am 1. Juli 1941 in Plötzensee
Überlebende der Konzentrationslager und Zuchthäuser begründeten im Jahr 1945 die Tradition, am zweiten Sonntag im September der Opfer des Faschismus zu gedenken. Als Tag der Erinnerung und Mahnung – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg – verbindet er heute das Gedenken an die Opfer des Nazi- Regimes mit wichtigen Debatten der Gegenwart.

http://www.tag-der-mahnung.de/
In diesem Jahr beginnen wir an der Hufeisensiedlung mit einer Kundgebung:
“Rechter Terror in Berlin- Untersuchungsausschuss jetzt!“

Danach schließt sich unser traditioneller antifaschistischer Fahrradkorso an, den wir Heinz Kapelle gewidmet haben. Am 8. September 1939, wenige Tage nach dem Überfall der faschistischen Wehrmacht auf Polen, verteilten er und Freund*innen ein Flugblatt „Ich rufe die Jugend der Welt“ gegen den Krieg. Sie wurden am 16. Oktober 1939 verhaftet. Heinz wurde am 1. Juli 1941 in Plötzensee hingerichtet

Einige Stationen:

• Die Gruppe Franke
• Der Mord an Luke Holland
• Zwangsarbeit für den Krieg
• Heinz Kapelle – „Ich rufe die Jugend der Welt“
• Fritz Schmenkel – Spuren auf dem RAW-Gelände
• Jugendliche verstecken Wehrmachtsdeserteur

Ziel (gegen 15.00):
„Wach auf es ist Krieg!“
Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung

im Jugendkulturzentrum Königstadt | Saarbrücker Straße 23, 10405 Berlin | Nähe Senefelder Platz

Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.
[Berliner VVN-BdA e.V.]
Magdalenenstraße 19, 10365 Berlin | berlin.vvn-bda.de

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Degrowth for Future? Wachstumskritik in Zeiten von Klimanotstand und Fridays for Future

bewegung.taz.de - 19.08.2019
19.09.2019, 19:00 Uhr - 19.09.2019, 21:00 Uhr

Veranstaltungsort: Prinzessinnengärten, Prinzenstraße 35-38, 10969 Berlin

Unendliches Wachstum ist auf einem endlichen Planeten nicht möglich, so eine zentrale Einsicht der Kritik am Wirtschaftswachstum. Aber welche Rolle spielt Wachstumskritik in wissenschaftlichen Klimadebatten und Klimaprotesten? Sollten Fridays for Future eine Postwachstumsökonomie einfordern? Was heißt überhaupt "Degrowth" und wie kann eine Tranformation zu einer Gesellschaft aussehen, in der das gute Leben für alle jenseits des Wachstums im Mittelpunkt steht?

In dem Café Décroissance stellen die Autor/innen Matthias Schmelzer und Andrea Vetter ihr neues Buch "Degrowth/Postwachstum zur Einführung" vor. Nach kurzen Kommentaren von Gregor Hagedorn, Initiator der Initiative Scientists for Future und Emma Fuchs, aktiv bei Fridays for Future, kommt FairBindung mit euch gemeinsam ins Gespräch.

Mit:

  • Matthias Schmelzer (Konzeptwerk Neue Ökonomie)
  • Andrea Vetter (Konzeptwerk Neue Ökonomie)
  • Gregor Hagedorn (Scientists for Future)
  • Emma Fuchs (Fridays for Future)

Eine Kooperation von Fairbindung e.V. und Konzeptwerk Neue Ökonomie mit der der Heinrich-Böll-Stiftung

Information:   
Kristina Utz, FairBindung e.V.,
E-Mail, kristina.utz@fairbindung.org,
Telefon +49 (0)30 23535970

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Ein Jahr Fridays for Future – ipb working paper erschienen

Das ipb working paper II.2019 ist erschienen:

Moritz Sommer, Dieter Rucht, Sebastian Haunss und Sabrina Zajak: Fridays for Future. Profil, Entstehung und Perspektiven der Protestbewegung in Deutschland

Download (PDF, 2MB)

Am Freitag, den 20. August 2018 protestierte Greta Thunberg zum ersten Mal mit ihrem „Schulstreik für das Klima“-Schild vor dem schwedischen Parlament. Ein Jahr später ist Fridays for Future zu einer globalen Kampagne herangewachsen, die auch in Deutschland hunderttausende für eine Wende in der Klimapolitik auf die Straße bringt. Nach wie vor bestimmen die jugendlichen Protestierenden die mediale, politische und gesellschaftliche Debatte. Wie ist dieser Erfolg zu erklären? Wer sind die Protestierenden? Was denken sie über den Klimawandel und welche Lösungsansätze verfolgen sie?

Um mehr über die Demonstrierenden und ihre Motive zu erfahren, haben sich Forscher*innen des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung am 15. März 2019 an einer europaweiten Befragung der globalen Klimademonstrationen beteiligt. Für die deutsche Teilstudie fanden die Befragungen in Berlin und Bremen statt. Auf dieser Basis legen die Autor*innen Moritz Sommer, Dieter Rucht, Sebastian Haunss und Sabrina Zajak heute die erste umfassende, deutschsprachige Studie vor, die von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung finanziert wurde.

Wesentliche Ergebnisse sind:

  • Die FFF-Proteste werden von jungen, gut gebildeten Menschen und überraschend stark von jungen Frauen getragen. Viele der demonstrierenden Schüler*innen, von denen sich die Mehrheit im linken Spektrum verortet, demonstrierten am 15. März zum ersten Mal.
  • Bei der Mobilisierung zum Protest waren direkte persönliche Kontakte mit Freund*innen und Bekannten noch wichtiger als digitale soziale Medien.
  • Die Demonstrierenden wollen die Politik unter Druck setzen, klimapolitische Versprechen einzulösen. Vor allem die jungen Demonstrierenden sind aber auch davon überzeugt, dass eine Veränderung der Lebensweise und des Konsums einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leistet.
  • Die Demonstrierenden sind keineswegs hoffnungslos, sondern vielmehr handlungsbereit, politisiert und zuversichtlich, dass ihr Protest Veränderungen hervorrufen kann.
  • Über die Hälfte der Schülerinnen geben an, dass Greta Thunberg ihr Interesse am Klimawandel verstärkt hat.
  • Im europäischen Vergleich ist die Kampagne sowohl hinsichtlich der Zusammensetzung der Teilnehmer*innen als auch in der Einschätzung von Lösungswegen heterogener als der gemeinsame Rahmen vermuten lässt.

Die Studie Fridays for Future. Profil, Entstehung und Perspektiven der Protestbewegung in Deutschland von Moritz Sommer, Dieter Rucht, Sebastian Haunss und Sabrina Zajak ist als ipb working paper erschienen und steht hier als Download zur Verfügung.

Übersicht der ipb working papers

Informationen zur Studie auf der Website der Heinrich-Böll-Stiftung

Informationen zur Studie auf der Website der Otto Brenner Stiftung

Gemeinsame Pressemitteilung

Kontakt: info@protestinstitut.eu, +49 (0)30-55573279

 

Foto: Jörg Farys / Fridays for Future @Flickr (CC BY 2.0).

Generalstreik fürs Klima

bewegung.taz.de - 18.08.2019
27.08.2019, 19:00 Uhr - 27.08.2019

Info- und Vernetzungsabend mit der FAU Berlin:

Seit Monaten bestreiken jeden Freitag Kinder und Jugendliche ihre Schulpflicht gegen die Zerstörung der Ökosysteme und des Weltklimas. Zum 20. September haben die Schüler*innen von Fridays For Future die Arbeitenden zum Mitstreiken aufgerufen. Doch was ist eigentlich ein Generalstreik und wie macht man den? Wie bringen wir den Streik von der Schule in die Büros und Fabriken? Wer kann alles streiken und wie?
Über all dies hat die FAU Berlin Informationen und Ideen gesammelt. Am 27.8. wollen wir diese ab 19 Uhr in den Räumen der Schwester Martha (Ex-Rauchhaus) mit euch teilen. Mit Infos von Klimagerechtigkeits-Aktivist*innen, einem historischem Input zu Generalstreiks in Deutschland, einer kurzen Übersicht der Rechtslage in Deutschland und natürlich der gewerkschaftlichen Perspektive auf die kommenden Klassenkämpfe fürs Klima.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt, der Raum ist nicht barrierefrei zugänglich. Es wird Essen geben.

Mehr Informationen zum Global Strike und mehr gibt es unter anderem hier:

https://globalclimatestrike.net/
https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/ oder #AlleFürsKlima
https://www.scientists4future.org/stellungnahme/fakten/
https://www.earth-strike.com/
 

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AfD? Nein Danke!

bewegung.taz.de - 16.08.2019
18.08.2019, 15:00 Uhr - 18.08.2019

Wann: Sonntag, 18. August, 15 Uhr

Wo: Katharinenkirchplatz, Brandenburg an der Havel

Neben Sachsen und Thüringen stehen auch in Brandenburg die Landtagswahlen ins Haus. Spitzenkandidat der AfD ist hier Andreas Kalbitz, der eine einschlägig rechtsextreme Vergangenheit hat. Und das Vergangene liegt der AfD am Herzen, das sie besonders im Wahlkampf gerne heraufbeschwören und festigen wollen. Dafür organisiert die Partei häufig harmlos anmutende, bürger:innennahe Marktplatzfeste mit Hüpfburg, Bratwurst und Bier, um ihre diskriminierende Politik in Pappschalen mit Plastikbesteck in kleinen Häppchen zu servieren. Zu einem solchen „Volksfest“ lädt sie am Sonntag in Brandenburg an der Havel. Als Gäste werden Alexander Gauland, Andreas Kalbitz, Gottfried Curio u. a. erwartet.

Gegen diese Veranstaltung der Normalisierung von Menschenverachtung, Diskriminierung und rechter Hetze formieren sich Proteste. Ein breites Bündnis von Gewerkschaften Initiativen, Parteien und selbst organisierten Gruppen möchte den Widerspruch gegen die AfD in Hör- und Sichtweite des „Volksfestes“ präsentieren. Dafür wird ein offenes Familienfest organisiert. Sie wollen für ein buntes und solidarisches Brandenburg einstehen. Keine Solidarität aber mit Neonazis. Das Familienfest wird Musik, Redebeiträge, Essen, ebenfalls eine Hüpfburg, Spiele, Theater und Diversität anbieten, um das bunte Gemeinsame zu feiern. 15 Uhr, Katharinenkirchplatz

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Gegen den Heß-Aufmarsch und sämtlichen Rechtsextremismus

bewegung.taz.de - 14.08.2019
17.08.2019, 10:00 Uhr - 17.08.2019

Wann: Samstag, 17. August 2019, ab 10 Uhr

Wo: In gesamt Berlin

Samstag, 17. August

Das Anti-Rudolf-Heß-Marsch-Spezial

In den vergangenen zwei Jahren marschierten Neonazis in Berlin auf, um Rudolf Heß, dem sogenannten Stellvertreter Hitlers, zu gedenken. Insbesondere die Erinnerungen an das vergangene Jahr sind von Missmut gezeichnet: Zwar fanden sich wie schon 2017 breit Bündnisse und Initiativen in Spandau ein, die den Aufmarsch in diesem Stadtteil verhinderten. Doch die Neonazis hatten eine kurz zuvor angemeldete Alternativroute durch Friedrichshain nach Lichtenberg in Petto. Der Gegenprotest blieb größtenteils in Spandau gebündelt, so konnten die Neonazis ihre Route ohne größere Störungen durchmarschieren.

Das sollte sich nicht wiederholen. Frühzeitig fanden sich in diesem Jahr Bündnisse, Nachbarschafts-Initiativen, Gruppen und andere Projekte zusammen und organisierten für den 17. August 2019 Kundgebungen, Straßenfeste und Demonstrationen in sämtlichen Berliner Stadtteilen. Bravo!

Selbst wenn die Neonazis keinen Aufmarsch anmelden werden, finden folgende Aktionen gegen Rechtsextremismus statt:

Alexanderplatz: Das Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin organisiert hier eine große Protestkundgebung. Diese wird vom Berliner Bündnis gegen Rechts unterstützt. 10:30 Uhr

Spandau-Staaken: Die AG Vielfalt der Stadtteilkonferenz Heerstraße ruft zu einem für Respekt und Toleranz auf. 10 Uhr

Spandauer Wilhelmstadt: Nahe des Ortes des ehemaligen NS-Kriegsverbrechergefängnisses findet ein Fest der Demokratie statt. Wilhelmstraße 23, 11 Uhr

In Lichtenberg ruft das Lichtenberger Bündnis für Demokratie & Toleranz unter dem Motto „Laut gegen Neonazis“ zu einer Kundgebung vor dem Bahnhof Lichtenberg. 11 Uhr

In Kreuzberg ruft das AWO Begegnungszentrum zu einer Kundgebung an der Straßenkreuzung Köpenickerstraße/ Engeldamm direkt vor der ver.di Bundesverwaltung unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt- eine bunte Welt ist möglich!“auf. 11 Uhr

Eine detaillierte Übersicht der geplanten Aktionen finden Sie bei dem Senatsprojekt www.berlin-gegen-nazis.de

Weitere Bewegungstermine finden Sie unter: www.taz.de/bewegung

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"Autoritärer Staat und Wege der Befreiung"

bewegung.taz.de - 12.08.2019
05.09.2019, 19:00 Uhr - 10.10.2019, 21:30 Uhr

In diesem Lesekreis wollen wir uns in Zeiten zunehmender autoritärer Tendenzen mit grundsätzlichen älteren, aber immer noch aktuellen Texten beschäftigen, die sich mit solchen Ursachen, als auch mit möglichen Wegen der Befreiung, auseinandersetzen. Seit den 20iger Jahren beschäftigt sich die Kritische Theorie (Frankfurter Schule) mit dieser Frage und so liegt es nahe, zu untersuchen, ob deren Gedanken auch für heute noch relevant sind. Da es für eine gesellschaftliche Perspektive der Veränderung notwendig ist, sich mit den Subjekten der Befreiung zu befassen, soll auch der Existentialismus Sartres Gegenstand des Lesekreises sein. In der letzten Sitzung des Lesekreises wird unsere Abschlußdiskussion eingeleitet durch ein Inputreferat von einem externen Referenten, der sich Gedanken über Wege der Befreiung im Hier und Jetzt gemacht hat. Seine Frage ist, wie eine über Klassenpolitik und Identitätspolitik hinausweisende Perspektive angegangen werden könnte, ohne diese beiden Bereiche zu ignorieren.

5.9. Max Horkheimer Autoritärer Staat (1940/42)

In diesem während des 2. Weltkriegs in den USA geschriebenen Text, versucht Horkheimer zu begründen, dass es eine globale Tendenz zum autoritären Staat gibt, als Krisenlösungsstrategie des Spätkapitalismus. Aufbauend auf Friedrich Pollocks Studien zum Staatskapitalismus, vertritt Horkheimer die These, dass mit dem Übergang zu den großen Monopolen die liberale Phase des Kapitalismus beendet ist und die Menschen immer mehr zu Anhängseln der großen bürokratischen Apparate werden. Dies gilt spiegelbildlich auch für die Sowjetunion, wenn auch aus anderen Gründen. Wenn auch nach Horkheimer selbst die „Feinde des autoritären Staates“ die Freiheit nicht mehr denken könnten, was sich als Zerstörung der Kommunikation auswirken würde, bliebe es dennoch die Aufgabe der kritischen Theorie, an deren Möglichkeit festzuhalten und die Notwendigkeit von revolutionärem Bruch und Spontanität der Massen deutlich zu machen.

12.9. Hans-Jürgen Krahl Zur Geschichtsphilosophie des Autoritären Staates (1968/69)

In diesem Text bezieht Krahl den Gedanken von Horkheimer auf die 68er Zeit und versucht die Aufgabe der Bewegung in einem möglichen Befreiungsprozess zu bestimmen. Gerade weil die Entwicklung der Produktivkräfte schon lange die materielle Basis für eine freie Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung erreicht hat, bedarf es nach Krahl der permanenten Staatsintervention um den Umschlagspunkt dorthin, zu verhindern. Repression und Sozialstaat sind beides Momente der Integration und Apathisierung der Massen, Ausdruck des autoritären Staates. Da die kapitalistische Phase von Konkurrenz und freien Bürgertum vorbei ist, braucht es nach Krahl eine neue revolutionäre Theorie, eine Theorie, welche die Gesellschaft unter dem Aspekt der Veränderbarkeit begreift - neu, da sich die Bedingungen verändert haben. Diese Theorie müsse an den Bedürfnissen der Menschen ansetzen und durch organisierte Praxis einen Weg aus der Ohnmacht entwickeln. Die zunehmend proletarisierten Kopfarbeiter*innen haben dabei eine wichtige Funktion als Teil des Gesamtarbeiters (Kopf- und Handarbeit gemeinsam). Eine zu schaffende Organisation als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis habe dabei nach Krahl die Aufgabe die Kämpfe zu reflektieren, als Gedächtnis zu fungieren und eine Strategie zu entwickeln.

19.9. Jean Paul Sartre „Fragen der Methode“ und Sven Oliveira Cavalcanti (sopos) Das Subjekt im Marxismus – Berührungen zwischen kritischer Theorie und Sartres Existentialismus (2005)

Auf Grund der zunehmenden Dogmatisierung des Marxismus macht Sartre in diesem Text deutlich, dass der Existentialismus als Subjektphilosophie notwendig ist, um die Möglichkeiten der Freiheit des Individuums gegen die alles determinierende Theorie aufrechtzuerhalten. Anders als in den 20er Jahren erkennt Sartre die Marxsche Theorie, den Klassenkampf und die Notwendigkeit der Revolution an, aber er kritisiert an dem bestehenden Marxismus den Mangel, sich mit dem Subjekt der Befreiung auseinanderzusetzen. Die autoritären kommunistischen Parteien trennen Basis und Führung, isolieren die Intellektuellen und machen die Menschen zu willfährigen Objekten – analog verfährt die entsprechende Theorie. Solange dies so sei, braucht es nach Sartre den Existentialismus als Korrektiv um die Spielräume der Freiheit des Individuums auszuloten. Lässt der Marxismus den Menschen in der Idee aufgehen, so sucht der Existentialismus „ihn überall, wo er geht und steht, bei seiner Arbeit, zu Hause und auf der Straße.“
Der zum 100. Geburtstag von Sartre entstandene Aufsatz von Cavalcanti vergleicht Sartre mit Marcuse besonders in Bezug auf ihren Blick auf das Subjekt und ihrer Kritik am herrschenden Marxismus. Er weist zahlreiche Parallelen nach und kommt zu dem Schluss, dass sowohl die kritische Theorie Marcuses, als auch die Sartres nur daher so eine Bedeutung gewonnen hätten, da die russische Revolution in Bezug auf die Freiheit des Subjekts gescheitert sei.

26.9. Herbert Marcuse Eine Revolution der Werte (1973) und Die 68er Bewegung – 10 Jahre danach (1978)

Nach der Niederlage der 68er Bewegung reflektiert Marcuse in zahlreichen Texten deren Scheitern und macht gleichzeitig stark, auf welchen Gebieten sie emanzipatorische Prozesse in Gang gesetzt hat. Die von ihr ausgelöste Kulturrevolution, eine Revolution der Werte, hat den verengten Blick auf das Industrieproletariat als revolutionärem Subjekt gesprengt und zahlreiche neue soziale Bewegungen entstehen lassen. Marcuse weist nach, dass in zahlreichen vergangenen Umbrüchen, eine Revolution der Werte einer wirklichen Revolution vorangegangen ist und versucht herauszufinden wie die zahlreichen Bewegungen zusammenkommen könnten. Bewusstseinsentwicklung ist sein Bezugspunkt und in seinem Text von 1978 fragt er ob es im herrschenden Bewusstsein Elemente gibt, mit denen die Auflösung des Systems der Bedürfnisse vorangetrieben werden kann, obwohl sie den objektiven Verhältnissen entsprechen. Er propagiert Demokratisierung und innere Transformation der kapitalistischen Produktion und Konsumtion bis zu dem Punkt, wo Quantität in Qualität umschlägt: „in das befriedete Dasein von Mensch und Natur.“

3.10. entfällt

10.10. Input-Vortrag für die Abschlussdiskussion mit einem externen Referenten um über Perspektiven der Befreiung heute nachzudenken.

„Klassenkampf versus Identitätspolitik - Kann es ein dazwischen geben?“

Viele Menschen sind misstrauisch gegenüber linker Politik. Die Abwendung von herkömmlich der Arbeiterbewegung nahestehenden Parteien oder auch den Gewerkschaften ist ein in ganz Europa wahrnehmbares Phänomen. Auf der anderen Seite wird in linken Kreisen häufig über die so genannte Identitätspolitik gesprochen. Damit ist gemeint, dass von dem Selbstverständnis der eigenen Identität ausgegangen wird, um zu schauen, wo gesellschaftliche Mängel liegen, die politisch geändert werden müssen. Obwohl in diesem Bereich immer wieder Erfolge erzielt werden, bleibt auch hier der Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen begrenzt. In dem Vortrag soll daher die Frage aufgeworfen werden, wie mit Begriffen von Zivilgesellschaft, Pluralität und Naturverhältnissen ein Weg zu denken wäre, in dem diese beiden Seiten nicht verloren gehen, gleichzeitig aber eine neue Perspektive gesellschaftlicher Entwicklung aufgemacht werden kann.

Seminarleitung: Micky Haque

Die Anmeldung gilt für alle fünf Sitzungen. Wir wünschen uns eine kontinuierliche Teilnahme an allen Terminen. Wegen der Teilnahmebegrenzung bitten wir nur um wirklich verbindliche Anmeldungen.

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Selbstverwaltete Jugendzentren Erhalten : # Rückt den Bunker raus !

bewegung.taz.de - 12.08.2019
16.08.2019, 16:00 Uhr - 16.08.2019, 23:00 Uhr

Selbstverwaltete Projekte/ Jugendzentren erhalten und erkämpfen !

Unsere Forderungen an Stadt und Land Berlin :

                                                             #RücktdenBunkerraus

 

Seit einiger Zeit setzten wir uns aktiv für den Erhalt der beiden durch denGentrifizierungs-Wahn bedrohten selbstverwalteten (autonomen) JugendzentrenPotse und Drugstore ein. Beide Projekte sollten zu Jahresbeginn ihre angestammtenRäumlichkeiten „ohne“ adäquaten Ersatz räumen,was das Potse-Kollektiv bis zumheutigen Tag verweigert und die Räume auch weiterhin besetzt hält. Die aktuelle Situation sieht für die weitere Zukunft der beiden Jugendzentren eher recht beschissen aus, um das mal ganz deutlich zu sagen. Bisher weigert sich die Stadt/das Land Berlin sich dieses Problems anzunehmen und schiebt die Verantwortlichkeiten auf den Bezirk Tempelhof/Schöneberg ab, der aktuell eineRäumungsklage gegen das Potse-Kollektiv eingereicht hat und somit jeglichen Rest anVertrauen der jungen Menschen damit wohl verspielt haben dürfte. Davon malabgesehen hat sich der Bezirk auch in den letzten Jahren nicht dazu in der Lage gesehen oder politisch nicht gewollt angemessene Ersatzräume bereitzustellen. Wir werden es aber auch weiternicht hinnehmen, dass mehrere Jahrzehnte aktive selbstverwaltete autonome Jugendarbeiteinfach so - mir nichts - dir nichts durch die Ignoranz von geldgierigen Investorenund der politisch Verantwortlichen aus dem Berliner Stadtbild (und darüber hinaus) verschwinden.

Den Bunker für die Punker !

Keine hundertfuffzig Meter entfernt steht der seit Jahrzehnten kaum genutzte Hochbunker in der Pallasstraße.

Der Hochbunker bietet Möglichkeiten für kulturelle Vielfalt, Platz sich kreativ auszutoben und mal eben Krach zu machen. Zur Unterstützung der beiden Jugendzentren und zur Durchsetzung uneser Forderungen den Hochbunker in der Pallasstrasse 29 als Ersatzort für die Jugendzentren und darüber hinaus für viele weitere Projekte aus sozialengagierten Gruppen Kunst und Kultur mit antifaschistischem Hintergrund zu eröffnen und somit auch ein zukunftsweisendes Projekt in dieser Stadt zu eröffnen.

Deshalb fordern wir : Rückt den Bunker raus !

ab Freitag dem 16.08. bis zum 18.08. ab 16Uhr

Kundgebung am Bunker

An allen Tagen gibt es ein Kulturprogramm mit Kinderfest, Flohmarkt, lecker Essen, Infos, viel Mukke und Redebeiträgen !

Kommt zahlreich, bringt Kraft und Phantasie mit.

Stoppt den Ausverkauf der Stadt !

Nähere Infos demnäxt unter :       #RuecktdenBunkerraus und letsgetunited.blogsport.eu

 

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Selbstverwaltete Jugendzentren Erhalten : # Rückt den Bunker raus !

bewegung.taz.de - 12.08.2019
18.08.2019, 11:00 Uhr - 18.08.2019, 17:00 Uhr

Selbstverwaltete Projekte/ Jugendzentren erhalten und erkämpfen !

Unsere Forderungen an Stadt und Land Berlin :

                                                             #RücktdenBunkerraus

 

Seit einiger Zeit setzten wir uns aktiv für den Erhalt der beiden durch denGentrifizierungs-Wahn bedrohten selbstverwalteten (autonomen) JugendzentrenPotse und Drugstore ein. Beide Projekte sollten zu Jahresbeginn ihre angestammtenRäumlichkeiten „ohne“ adäquaten Ersatz räumen,was das Potse-Kollektiv bis zumheutigen Tag verweigert und die Räume auch weiterhin besetzt hält. Die aktuelle Situation sieht für die weitere Zukunft der beiden Jugendzentren eher recht beschissen aus, um das mal ganz deutlich zu sagen. Bisher weigert sich die Stadt/das Land Berlin sich dieses Problems anzunehmen und schiebt die Verantwortlichkeiten auf den Bezirk Tempelhof/Schöneberg ab, der aktuell eineRäumungsklage gegen das Potse-Kollektiv eingereicht hat und somit jeglichen Rest anVertrauen der jungen Menschen damit wohl verspielt haben dürfte. Davon malabgesehen hat sich der Bezirk auch in den letzten Jahren nicht dazu in der Lage gesehen oder politisch nicht gewollt angemessene Ersatzräume bereitzustellen. Wir werden es aber auch weiternicht hinnehmen, dass mehrere Jahrzehnte aktive selbstverwaltete autonome Jugendarbeiteinfach so - mir nichts - dir nichts durch die Ignoranz von geldgierigen Investorenund der politisch Verantwortlichen aus dem Berliner Stadtbild (und darüber hinaus) verschwinden.

Den Bunker für die Punker !

Keine hundertfuffzig Meter entfernt steht der seit Jahrzehnten kaum genutzte Hochbunker in der Pallasstraße.

Der Hochbunker bietet Möglichkeiten für kulturelle Vielfalt, Platz sich kreativ auszutoben und mal eben Krach zu machen. Zur Unterstützung der beiden Jugendzentren und zur Durchsetzung uneser Forderungen den Hochbunker in der Pallasstrasse 29 als Ersatzort für die Jugendzentren und darüber hinaus für viele weitere Projekte aus sozialengagierten Gruppen Kunst und Kultur mit antifaschistischem Hintergrund zu eröffnen und somit auch ein zukunftsweisendes Projekt in dieser Stadt zu eröffnen.

Deshalb fordern wir : Rückt den Bunker raus !

ab Freitag dem 16.08. bis zum 18.08. ab 16Uhr

Kundgebung am Bunker

An allen Tagen gibt es ein Kulturprogramm mit Kinderfest, Flohmarkt, lecker Essen, Infos, viel Mukke und Redebeiträgen !

Kommt zahlreich, bringt Kraft und Phantasie mit.

Stoppt den Ausverkauf der Stadt !

Nähere Infos demnäxt unter :       #RuecktdenBunkerraus und letsgetunited.blogsport.eu

 

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Neues aus der Bewegungsforschung: Publikationen von ipb-Mitgliedern (II.2019)

Was passiert in der (deutschen) Bewegungsforschung? Was wird aktuell erforscht und publiziert?

Seit Ende 2017 listen wir einschlägige Publikationen unseres Instituts und unserer Mitglieder quartalsweise im ipb-Blog und auf der Webseite auf. Bei nunmehr 138 Mitgliedern zeichnen diese gesammelten Veröffentlichungen ein gutes Bild der aktuellen Forschung zu Protest, Zivilgesellschaft und sozialen Bewegungen.

Berücksichtigt werden insbesondere einschlägige Monographien, Herausgeberschaften, Zeitschriftenartikel und Forschungsberichte. ipb-Mitglieder sind hervorgehoben.

Baringhorst, Sigrid, Noortje Marres, Elizabeth Shove, und Volker Wulf. 2019. „How Are Infrastructures and Publics Related and Why Should We Care? An Email Conversation“. In Infrastructuring Publics, herausgegeben von Matthias Korn, Wolfgang Reißmann, Tobias Röhl, und David Sittler, 69–86. Medien der Kooperation. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.

Buzogány, Aron, und Daniel Mikecz. 2019. „Country Report: Austria“. In Protest for a Future: Composition, Mobilization and Motives of the Participants in Fridays for Future Climate Protests on 15 March, 2019 in 13 European Cities, herausgegeben von Mattias Wahlström, Piotr Kocyba, Michiel de Vydt, und Joost de Moor, 90–98. Online.

Davies, Stephen, Piotr Kocyba, Małgorzata Łukianow, und Viktoriia Muliavka. 2019. „Country Report: Poland“. In Protest for a Future: Composition, Mobilization and Motives of the Participants in Fridays for Future Climate Protests on 15 March, 2019 in 13 European Cities, herausgegeben von Mattias Wahlström, Piotr Kocyba, Michiel de Vydt, und Joost de Moor, 81–89. Online.

Eschert, Silke, und Bernd Simon. 2019. „Respect and Political Disagreement: Can Intergroup Respect Reduce the Biased Evaluation of Outgroup Arguments?“ Herausgegeben von Rick K. Wilson. PLOS ONE 14 (3): e0211556.

Geißel, Brigitte, Anna Krämling, und Lars Paulus. 2019. „It Depends…Different Direct Democratic Instruments and Equality in Europe from 1990 to 2015“. Politics and Governance 7 (2): 365–79.

Grimm, Jannis. 2019. “Egypt is not for sale! Harnessing nationalism for alliance building in Egypt’s Tiran and Sanafir island protests”. Mediterranean Politics 24 (4): 443-366.

Grimm, Jannis, und Merin Abbass. 2019. “Wenn die Waffen sprechen. Ursachen, Auslöser und Folgen des Bürgerkriegs in Libyen”. FES Analyse. Online

Haunss, Sebastian, Dieter Rucht, Moritz Sommer, und Sabrina Zajak. 2019. „Country Report: Germany“. In Protest for a Future: Composition, Mobilization and Motives of the Participants in Fridays for Future Climate Protests on 15 March, 2019 in 13 European Cities, herausgegeben von Mattias Wahlström, Piotr Kocyba, Michiel de Vydt, und Joost de Moor, 68–80. Online.

Leidinger, Christiane, und Heike Radvan. 2019. „Anti-Feminist and Familyist Positions in Gender and Sexual Politics: Right-Wing Populist Challenges for Social Work“. In Stifled Progress – International Perspectives on Social Work and Social Policy in the Era of Right-Wing Populism, herausgegeben von Kerry Dunn und Jörg Fischer, 115–32. Verlag Barbara Budrich.

Porta, Donatella della. 2019. „Deconstructing Generations in Movements: Introduction“. American Behavioral Scientist, Februar.

Porta, Donatella della. 2019. „Time Intensification in Revolutionary Dynamics“. In The Russian Revolution as Ideal and Practice: Failures, Legacies, and the Future of Revolution, herausgegeben von Thomas Telios, Dieter Thomä, und Ulrich Schmid, 261–81. Critical Political Theory and Radical Practice. Cham: Springer International Publishing

Porta, Donatella della, und Anna Subirats. 2019. „Urban Social Movements“. In The Wiley Blackwell Encyclopedia of Urban and Regional Studies, herausgegeben von Anthony Orum, Anthony, 1–7. Wiley.

Richter, Christoph, und Matthias Quent. 2019. „Democracy Under Stress: Right-Wing Success at the German Parliamentary Elections: Socio-Economic and Political-Cultural Influences“. In Stifled Progress – International Perspectives on Social Work and Social Policy in the Era of Right-Wing Populism, herausgegeben von Kerry Dunn und Jörg Fischer, 41–58. Verlag Barbara Budrich.

Stuppert, Wolfgang. 2019. Political Mobilizations and Democratization in Sub-Saharan Africa. Advances in African Economic, Social and Political Development. Springer International Publishing.

Ullrich, Peter. 2019. „In Itself, But Not Yet For Itself – Organising the New Academic Precariat“. In The Radical Left in Europe. Rediscovering Hope. Transform! Yearbook 2019, herausgegeben von Walter Baier, Eric Canepa, und Haris Golemis, 155–66. London: Merlin Press. Online.

Valentim, Vicente, und Britta Baumgarten. 2019. „Media coverage beyond visibility: the case of the portuguese anti-austerity protests“. Mobilization: An International Quarterly 24 (1): 39–58.

Virchow, Fabian. 2019. „Globalization, Crisis, and Right-Wing Populism in Context“. In Stifled Progress – International Perspectives on Social Work and Social Policy in the Era of Right-Wing Populism, herausgegeben von Kerry Dunn und Jörg Fischer, 59–70. Verlag Barbara Budrich.

Wahlström, Mattias, Piotr Kocyba, Michiel de Vydt, und Joost de Moor, Hrsg. 2019. Protest for a Future: Composition, Mobilization and Motives of the Participants in Fridays for Future Climate Protests on 15 March, 2019 in 13 European CitiesOnline.

Wahlström, Mattias, Moritz Sommer, Piotr Kocyba, Michiel de Vydt, Joost de Moor, und Stephen Davies. 2019. „Fridays For Future: A New Generation of Climate Activism“. In Protest for a Future: Composition, Mobilization and Motives of the Participants in Fridays for Future Climate Protests on 15 March, 2019 in 13 European Cities, herausgegeben von Mattias Wahlström, Piotr Kocyba, Michiel de Vydt, und Joost de Moor, 5–17. Online.

 

Berlin unter Strom: Der energiepolitische Stadtspaziergang des Berliner Energietisches

bewegung.taz.de - 09.08.2019
11.08.2019, 14:00 Uhr - 11.08.2019, 16:30 Uhr

Woher kommt eigentlich der Berliner Strom? Und wer verdient daran? Wo und wann erstrahlte die erste Berliner Glühbirne? Was hat die Braunkohle mit dem Spreewasser zu tun?

Der Berliner Energietisch lädt ein zur kritischen Stadtführung. An mehreren Stationen machen wir die Berliner Energieversorgung erlebbar – fossil und erneuerbar, historisch und aktuell. Wir schauen Frau Merkel aufs (Solar-)Dach, nehmen ungedämmte Plattenbauten unter die Lupe und suchen die Mobilität der Zukunft.

 

WARUM?

Wir wollen Mut machen: Viele BerlinerInnen streiten für eine bessere Energieversorgung: demokratisch, ökologisch, sozial. Wir zeigen: Immer mehr Menschen kämpfen für die Energiewende und den Kohleausstieg.

 

OFFENE TOUREN

Mehrmals im Jahr findet am Wochenende eine offene Tour mit Einzelanmeldung statt.

Nach den Sommerferien startet die Energietour wieder am Sonntag, 11. August  2019 um 14 Uhr.

 

WO?

Treffpunkt: vor dem ARD-Hauptstadtstudio, Marschallbrücke, Ecke Reichstagsufer

Die Tour dauert etwa 2 bis 2,5 Stunden und endet am Gendarmenmarkt.

 

ANMELDUNG

tour@berliner-energietisch.net

Tel.: 0176 21758355

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Gegen die zentrale Abschiebebehörde in Langenhagen

bewegung.taz.de - 08.08.2019
10.08.2019, 14:00 Uhr - 10.08.2019

Wann: Samstag, 10. August 2019, 14 Uhr

Wo: Ernst-August-Platz, Hannover

Das Land Niedersachsen plant in Langenhagen im Norden Hannovers den Bau einer zentralen Behörde zur Bündelung der Zuständigkeiten bei der Abschiebung. Die Umsetzung begann am 1. Juli 2019. Der niedersächsische Flüchtlingsrat lehnt die entstehende Abschiebebehörde mit Nachdruck ab. Es wird kritisiert, dass eine landesweite Zentrale, die mit Kompetenzen zur Vorbereitung und Durchführung von Abschiebungen ausgestattet ist, die Lebenssituation der Betroffenen kaum berücksichtigen kann. Aktuell liegen diese Kompetenzen noch bei den kommunalen Ausländerbehörden. Nach großen Protesten in Braunschweig und Osnabrück, wurde nun innerhalb kürzester Zeit Hannover Langenhagen als Standort ausgewählt. Aber auch hier regt sich der Protest. 14 Uhr, Ernst-August-Platz

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Frei statt Sachsen

bewegung.taz.de - 08.08.2019
10.08.2019, 14:00 Uhr - 10.08.2019, 17:00 Uhr

Wann: Samstag, 10. August 2019, 14 Uhr

Wo: Freiberg, Bahnhof

Zum 1. Januar 2020 soll im Freistaat Sachsen das von der schwarz-roten Regierungskoalition beschlossene Polizeigesetz in Kraft treten. Abgeordnete der Linken und der Grünen klagen nun gegen diesen Gesetzesentwurf. Zum 1. August haben die Kläger*innen einen Normenkontrollantrag formuliert. Darin heißt es, das neue Polizeigesetz verletzte systematisch Grundrechte. Der Antrag hat nun zur Folge, dass das Polizeigesetz beim Verfassunggericht in Leipzig auf den Prüfstand kommt.

Ähnlich sehen das die Aktivist*innen vom Jungen Netzwerk Freiberg. „Mit dem Polizeigesetz wird nur eines sicher gestellt: der Rechtsstaatsabbau“, beschreiben sie im aktuellen Demonstrationsaufruf. Im zwischen Dresden und Chemnitz gelegenem Freiberg wollen sie gegen den Ausbau polizeilicher Zugriffsrechte protestieren. Wie die Abgeordneten der Linken und der Grünen sehen sie in der Aktualisierung des Polizeigesetzes massive Einschränkungen der Grundrechte. Um diese zu schützen, gehensie heute auf die Straße. 14 Uhr, Bahnhof

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indymedia.linksunten - Medienaktivismus zwischen Repression und Bedeutungsverlust

bewegung.taz.de - 08.08.2019
13.08.2019, 19:00 Uhr - 13.08.2019

Wann: Dienstag, 13. August 2019, 19 Uhr

Wo: Bandito Rosso, Lottumstr. 10a, Berlin

Zitiert aus der Veranstlatungsbeschreibung:

"Das Verbot des Onlineportals Indymedia Linksunten war ein gezielter Schlag gegen die Linke in Deutschland. Diese Repression gegen linke, internationalistische Medien ist nichts Neues. Bei Gipfelprotesten hat die Polizei Indymedia-Center gestürmt, Ausrüstung zerstört, Medienaktivist*innen verfolgt, Falschmeldungen verbreitet und die Berichterstattung über Soziale Medien beeinflusst. Was bedeutet das für eine unabhängige Berichterstattung im internationalen Kontext?

In einigen Ländern sind hierarchiefreie Medien wie Indymedia inzwischen bedeutungslos geworden, Aktivist*innen informieren und kommunizieren oft über Facebook, Twitter, YouTube oder Periscope. Bis zum Verbot war Indymedia Linksunten eines der wichtigsten Medien für die linke Bewegung in der BRD. 2017 wurde die Plattform durch das Innenministerium verboten, die Reaktionen auf das Verbot und die Verfolgung der vermeintlichen Macher*innen waren jedoch verhalten oder kaum wahrnehmbar. Es gibt aber eine Kampagne zum Tag (((i))), dem Samstag vor den Prozessen der Klage gegen das Vereinsverbot am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. An diesem Tag wird es in Leipzig eine bundesweite Demonstration geben. Wir wollen am 13. August zum zweijährigen Jahrestag des Verbotes darüber diskutieren, welche Bedeutung die weltweiten Indymedia-Zentren hatten und haben und wie mit der Repression gegen die Projekte umgegangen werden kann. Sind sie ein autonomes Schwarzes Brett, ein Ort für das Abwerfen von Anschlagserklärungen oder das Crossposting spannender Artikel? Ist Indymedia nur noch ein Archiv früherer Bewegungen, ein Relikt aus alten Zeiten oder bleibt es als selbstorganisiertes Medium ein wichtiger Bestandteil linksradikaler und revolutionärer Politik?"

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Warum wir am 24. August #unteilbar nach Dresden fahren - Bedingungen #unteilbarer Kämpfe in Ostdeutschland – 30 Jahre nach ’89 und kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen.

bewegung.taz.de - 08.08.2019
08.08.2019, 19:00 Uhr - 08.08.2019, 21:30 Uhr

Am Donnerstag, den 8. August um 19:00 Uhr diskutieren wir bei der Veranstaltung im Festsaal Kreuzberg mit:

- Dr. Matthias Quent, Sozialwissenschaftler, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft

- Manja Präkels, Schriftstellerin und Musikerin, Autorin von "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" und "Kaltland. Verbrecher Verlag

- Rola Saleh, Aktivistin bei We'll come united und Jugendliche Ohne Grenzen

- Bernd Gehrke, Historiker, 1989 Mitbegründer der Initiative Vereinigten Linken

- moderiert von: Anna Stiede, aktiv bei http://netzwerk-ost.org/ und Frauen*streikerin!

Zu Beginn wird die Bühne Für Menschenrechte einen Auszug aus den NSU-Monologen vortragen.

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Sonnenallee autofrei! Demo 10.08.

bewegung.taz.de - 07.08.2019
10.08.2019, 17:00 Uhr - 11.08.2019, 20:00 Uhr

Die Sonnenallee in Berlin-Neukölln bisher: Ohne Schutz für Radler*innen, dafür voll mit chaotischem Parkverkehr, freier Fahrt für viel zu viele Autos und Gehwegen, auf denen sich die Fußgänger*innen stapeln. Sieht so die Verkehrswende aus? Wohl kaum...

Wir fordern:

  • Geschützte Radspuren
  • Tempo 30
  • Parkraumbewirtschaftung
  • Verbreiterung der Gehwege
  • Vorrang für den ÖPNV

Mit diesen und weiteren Forderungen gehen wir gemeinsam auf die Sonnenallee: Am Samstag, den 10.8.2019 als Blockparade Nummer 4 (angemeldete Demo). Dieses Mal als Evening Edition von 17 bis 20 Uhr, Sunset at Sonnenallee, für drei Stunden werden wir an diesem schönen Sommerabend die Blechschneise vom lärmenden wie stinkenden Autoverkehr befreien. Wir freuen uns schon sehr, lasst uns gemeinsam demonstrieren, flanieren und zeigen, wie schön die Sonnenallee ohne Autos wäre. Wir wollen die Verkehrswende sofort und fangen einfach schon einmal an!

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Purple Ride / Critical Mass FLINT* / 19. August Berlin

bewegung.taz.de - 07.08.2019
09.08.2019, 20:00 Uhr - 09.08.2019, 22:00 Uhr

Seit dem Purple Ride am 8. März treten wir ab jetzt an jedem zweiten Freitag im Monat in die Pedale, denn Frauenkampftag ist jeden Tag!
Wir sind eine kleine Gruppe feministischer Radler*innen und organisieren den Purple Ride für Frauen*, Lesben, Trans-, Non-Binary- und Inter-Personen. Wir haben unterschiedliche Hintergründe, aber das gleiche Ziel: Wir wollen gemeinsam einfach mal entspannt Fahrrad fahren - ohne Automachos, Fahrradmacker und Mansplaining. Wir wollen ins Gespräch kommen, uns austauschen, uns gemeinsam Raum nehmen auf den Straßen Berlins. Wir fahren ca. 2 Stunden in entspanntem Tempo im Verband durch Berlin.


Treffpunkt: Freitag, 12. Juli um 20 Uhr am Mariannenplatz / am Feuerwehrbrunnen.


Falls es deine erste Critical Mass sein sollte und du nicht weißt, was dich erwartet, oder aber du schon an einer Critical Mass teilgenommen hast, aber noch unsicher bist, wie man sich am besten in solch einer Gruppe auf der Straße verhalten soll, check bitte noch mal die allgemeinen Regeln und den Leitfaden der Critical Mass: http://criticalmass-berlin.org/critical-mass/verhaltensregeln/

--- ENG ---

Since the Purple Ride on 8th of March we organize the Purple Ride every second Friday of the month, Women*´s Day is every day!
We are a group of feminist bikers and organize the Purple Ride for women*, lesbian, trans, non-binary and inter persons. We come from different backgrounds, but have a common goal: We simply want to ride our bikes together - without car machos, without bike blokes, without mansplaining. We want to get to know each other, exchange ideas and together take back some space on the streets of Berlin. We will ride for about 2 hours in an easy pace as a group through Berlin.

We meet: Friday, July 12th at 8 pm at Mariannenplatz / at the Feuerwehrbrunnen.

Please note that as long as the group is gonna be rather small (up to 100 participants) will we gonna ride rather slow and we are going to stop at red lights and at big intersection to ensure the security of the whole bike flow.
In case it is your first time and you don’t know what to expect, or you have already taken part to other CMs but are still unsure about the recommended behavior while on the street, please also check again Critical Mass’ general rules and guidelines here: http://criticalmass-berlin.org/critical-mass/verhaltensregeln/

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Zwei Inofveranstaltungen: Kein Heß-Marsch 2019?

bewegung.taz.de - 06.08.2019
08.08.2019, 20:00 Uhr - 08.08.2019

Wann/Wo: Donnerstag, 8.8, 20 Uhr im Projektraum H48 (Hermannstraße 48, Berlin)

Samstag, 10.8.19, 20 Uhr in der Magda19 (Magdalenenstraße 19, Berlin)

Am Samstag den 17. August 2019 plant die rechtsextreme Szene möglicherweise wie in den Jahren 2017 und 2018 einen Aufmarsch in Berlin. Anlass ist der Jahrestag der Selbsttötung von Hitlers ehemaligem Stellvertreter Rudolf Heß. Bereits 2017 waren zum 30. Todestag ca. 1.200 aktionsorientierte Neonazis und Mitglieder rechtsextremer Parteien bundesweit nach Berlin gereist. 2018 marschierten ca. 750 Neonazis auf einer kurzfristig angemeldeten Ausweichroute durch Friedrichshain und Lichtenberg statt in Spandau. Bisher liegt für dieses Jahr allerdings weder eine Anmeldung noch eine öffentliche Ankündigung der Organisatoren für einen Aufmarsch vor. Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass die in den Vorjahren beteiligten Rechtsextremen auch kurzfristig dazu in der Lage wären, eine größere Anzahl von Teilnehmenden ohne langfristige oder öffentliche Werbung nach Berlin zu mobilisieren. Dieses Mal is Berlin vorbereitet, es sind bereits 14 Kundgebungen in verschiedenen Stadtteilen angemeldet. So wird den Rechtsextremen das Ausweichen auf Alternativrouten erschwert. Zudem finden in dieser Woche noch zwei Informationsveranstaltungen über Hintergründe zur Neonazisszene, den Heß-Aufmarsch und mögliche Gegenstrategien statt.

Am Donnerstag findet der erste Infoabend im Projektraum H48 statt: 8.8.19, 20 Uhr, Hermannstraße 48

Der zweite am Samstagabend in der Magda19 in Lichtenberg: 10.8.19, 20 Uhr, Magdalenenstraße 19

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"Forget Winnetou! Loving in the Wrong Way"

bewegung.taz.de - 05.08.2019
07.09.2019, 13:45 Uhr - 07.09.2019, 17:00 Uhr

Wie könnte eine Welt aussehen, die indigene Völker respektiert, die daran arbeitet, Rassismus in einem globalen Rahmen zu beenden? Es müsste damit beginnen, dass man mit der stereotypen Wahrnehmung indigener Völker aufhört; diese ist weit verbreitet und anerkannt, wie kaum eine andere, aber die meisten Menschen kennen weder deren Ursprünge, noch den tatsächlichen Schaden, der durch sie angerichtet wird.

Karl Mays beliebter Pseudo-Indianer hat die tatsächliche indigene Bevölkerung jahrzehntelang falsch dargestellt und damit einer weit verbreiteten Aneignung und Ausbeutung indigener Kulturen den Weg bereitet. Menschen indigener Herkunft sind willkommen, jedoch eigentlich nur, wenn sie die Klischees erfüllen.

Auch in Nordamerika sind sich viele Menschen indigener Herkunft nicht bewusst, dass die Stilisierung als Maskottchen in Deutschland lediglich die Kehrseite tiefgreifender Probleme ist, die sich als systematischer Rassismus, Polizeigewalt und Ungerechtigkeit gegenüber Minderheiten darstellen, selbst wenn indigene Bilder, Kulturen und sogar Knochen den Europäer*innen als Genugtuung dienen.

Deutschland repräsentiert als Mikrokosmos all die Kämpfe die weltweit sowohl gegen die Dekolonisierung als auch zu ihren Gunsten stattfinden, zu Gunsten einer Abschaffung der Privilegien und der Vormachtstellung der Weißen, die unsere Welt in Lager gespalten und dabei geholfen hat, sie zu zerstören.

Am 07.09.2019 laden wir euch ein, den Film „Forget Winnetou“, gemeinsam mit Red Haircrow im fsk anzuschauen. Anschließend gibt es die Chance, in einer Frage und Antwort Runde den Film mit dem Regisseur zu reflektieren.

Moderiert wird die Veranstaltung von Ezgi Özcan.

Eintritt frei!  Um Anmeldung wird gebeten. Der Einlass beginnt um 13.45 Uhr. Bitte pünktlich erscheinen. Bei Verspätung kann es sein, dass trotz Anmeldung kein Sitzplatz mehr zur Verfügung steht.

Im Film wird Deutsch und Englisch gesprochen (mit deutschen Untertiteln), das anschließende Gespräch wird auf Englisch stattfinden. Es gibt keine Übersetzung.

Realisiert wird die Veranstaltung aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Solidarity for Civil Sea Rescue

bewegung.taz.de - 04.08.2019
10.08.2019, 11:00 Uhr - 10.08.2019, 22:30 Uhr

***English version below***
***النسخة العربية أدناه***

“Menschen ertrinken zu lassen bedeutet moralisches Versagen und ist durch nichts zu rechtfertigen”, Michael Buschheuer, Gründer von Sea-Eye.

Es sind bewegte Zeiten in denen die EU selbst keine Schiffe mehr im Einsatz hat, um Geflüchtete vor dem Ertrinken zu retten und zivile Seenotretter*innen gleichzeitig Anfeindungen ausgesetzt sind oder ihre wichtige Arbeit gar kriminalisiert wird. Dass Menschen auf der Flucht sterben, scheint immer normaler zu werden. Es ist Zeit, ein Zeichen der Solidarität zu setzen - ein Zeichen das bleibt!


Dazu haben wir für euch am 10. August in den Prinzessinnengärten den ganzen Tag lang jede Menge Tätowierende versammelt, die euch euer lieblings Motiv der Solidarität auf die Haut setzen. Daneben gibt es ein Bühnenprogramm mit Geflüchteten, politisch Aktiven und Seenotretter*innen.

Die Tattoos sind auf Spendenbasis, im Studio kosten solche Motive um die 50 - 80€, ihr könnt ja mal selber schauen was ihr locker machen könnt ;) Bis auf die Unkosten gehen die Spenden komplett an sea-eye, die mit der “Alan Kurdi” im Mittelmeer mit internationaler Besatzung gegen das menschenunwürdige Schweigen der europäischen Politik anfahren.

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Motive:
Es wird eine Auswahl schöner Soli-Tattoo-Motive geben, die ihr hier rechtzeitig sehen könnt. Wenn ihr eine eigene Idee habt, die vor Ort selbst auf Blaupapier zeichnen könnt und Zeit da ist, kann auch so etwas gemacht werden.

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Bühnenprogramm:
Gibt es zwischen 14.00 - 18.00Uhr, das Programm posten wir ebenfalls hier.

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Prinzessinnengärten:
Außerdem gibt es Getränke und leckeres Essen aus der Gartenküche, sowie Gartenführungen mit dem Team von den Prinzessinnengärten.

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Ladet auch eure Freunde ein oder bringt sie einfach mit, denn das bedeutet mehr Soli-Tattoos die durch die Gegend wandern und mehr Geld für die wichtige Arbeit von Sea-Eye!

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***English Version***

"Letting humans drown is a moral failure and is not to be justified by anything", Michael Buschheuer, founder of Sea-Eye.

These are turbulent times in which the EU itself no longer has any ships in operation to rescue refugees from drowning and civil sea rescue workers* are at the same time exposed to hostility or their important work is even criminalised. That people die while they are fleeing seems to be getting more and more normal. It is time to send a signal of solidarity - a signal that remains!

On August 10th, we gather together in the princess gardens all day long a lot of tattooists who put your favourite motive of solidarity on your skin. There will also be a stage programme with refugees, political activists and sea rescue workers*.

The tattoos will be based on donations. In a tattoo studio motifs cost around 50 - 80€, so you decide what you can do yourself ;) Except for the expenses the donations go completely to Sea-Eye, who sail with the ship "Alan Kurdi" and an international crew in the Mediterranean Sea against the inhumane silence of the European politics.

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Motives:
There will be a selection of nice soli tattoo motifs, which you can see here soon. If you have an own idea and can draw it on blue paper and there is time, something like this can also be made.

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Stage program:
There is between 14.00 - 18.00 o'clock, we also post the program here.

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Prinzessinnengärten:
There will also be drinks and delicious food from the garden kitchen, as well as garden tours with the team from the garden.

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Invite your friends or just bring them with you, because that means more solidarity tattoos walking through the world and more money for the important work of Sea-Eye!

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***النسخة العربية***

"ترك الناس يغرقون هو انحطاط اخلاقي لا يبرر باي شيئ“
مايكل بوشهاير مؤسس (sea-eye) ،
هذه اوقات مضطربة بحيث ان الاتحاد الاوروبي ليس له سفن
في أي من عمليات إنقاذ اللاجئين من الغرق و عمال الانقاذ البحري المدنيين
في الوقت ذاته يتعرضون للاعتداء و حتى عملهم المهم اصبح جرم في
القانون ، حان الوقت لنرسل اشارة تضامنا ؛ اشارة ترسخ .


في ١٠ / اغسطس ، سوف نجتمع معا في حدائق الاميرة طوال اليوم
العديد من فنانيين الوشم ، اللذين سوف يرسمو النقش المفضل المعبر على التضامن
على جلدكم ، و سوف يكون هناك برنامج اللذي يشمل اللاجئين، الناشطين
السياسيين و عمال الانقاذ البحري .

الوشوم سوف تقام على جمع التبرعات . في استديوهات الوشوم العادية تبدأ تكلفة الوشم من
50-80€ يورو ، فيمكنك ان تقرر بنفسك بالمبلغ الذي تريد التبرع به .
كل التبرعات غير النفقات المدفوعه سترسل فورا الى)( و اللتي تبحر بسفينة الان
الكردي (Alan Alkurdi) طاقم دولي في البحر الابيض المتوسط ضد الصمت اللا إنساني
النابع من السياسة الاوروبية .

+++

حوافز:
ستكون هناك مجموعه وشوم مختارة من زخارف سولي الرائعه ، و اللتي
يمكنك رؤيتها هنا قريبا ، و إذا كان لديك فكرتك الخاصة و اللتي يمكنك
رسمها او طبعها على الورق الازرق و كان هناك وقت ، شيئا كهذا يمكن
ايضا ان يتم .

+++

برنامج التقديم:
هناك بين الساعة (18:00-14:00) ، سوف ننشر البرنامج هنا ايضا .

+++

(prinzessinengärten)حدائق الاميرة
سيتواجد هنا المشاريب و الطعام اللذيذ ايضا من مطبخ
الحديقة ، بالاضافة الى رحلات ميدانية مع فريق حدائق الاميرة

+++

ادعو أصدقاؤك او حتى فقط احضرهم معك ، لأن هذا يعني
المزيد من اوشام التضامن تنتشر في العالم مما يعني المزيد من المال للعمل المهم الذي
.تقوم به مؤسسة (sea-eye) طوال اليوم

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