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20 Jahre ID Medienpraxis: Kritik der MedienÖffentlichkeit

bewegung.taz.de - 02.05.2019
14.05.2019, 19:00 Uhr - 14.05.2019

Vortrag & Diskussion zum Jubiläum

Seit 1999 ist der "Informationsdienst: für kritische Medienpraxis" um die Kritik der Medien-Öffentlichkeit bemüht, vom Kosovo-Krieg über die Internet-Öffentlichkeit zur sozialen und materiellen Armut.

Petra Leischen, Sven Bremer, Richard Herding informieren über die Erfahrungen in traditionellen und (a-)sozialen Medien; was sind die Aufgaben für die kommenden 20 Jahre?

Anschließend eine gesellige Runde mit Kaffee, Tee, Saft u.a. Kostenlos, Spenden gern gesehen.

Veranstalter: “Informationsdienst: für kritische

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Strategien gegen Folter in Russland

bewegung.taz.de - 02.05.2019
09.05.2019, 19:30 Uhr - 09.05.2019

Aus der Arbeit des Komitees zur Verhinderung von Folter

Podiumsdiskussion mit

  • Sergey Romanov, Leiter des Büros des Komitees zur Verhinderung von Folter in Krasnodar
  • Evgeniy Litvinov, Koordinator des Büros des Komitees zur Verhinderung von Folter in Ufa (Baschkortostan)
  • Moderation: Peter Franck, Amnesty International, Stiftung Menschenrechte

Folter und Misshandlungen sind seit Jahrzehnten ein weit verbreitetes Problem in der Russischen Föderation. Insbesondere im Gewahrsam der Polizei kommt es immer wieder dazu, dass Verhafte-te die ihnen zur Last gelegten Straftaten unter Folter und Misshandlungen gestehen. So wird un-abhängig von der Frage, ob die „Verdächtigten“ die ihnen zur Last gelegten Taten tatsächlich be-gangen haben, die Aufklärungsquote erhöht und die Fälle können so rasch an Ermittlungskomitee und Staatsanwaltschaft zur Durchführung eines Strafverfahrens abgegeben werden. Im weiteren Verlauf wird erhobenen Foltervorwürfen häufig unzureichend nachgegangen. Die Folter bleibt regelmäßig straflos und die Opfer werden aufgrund der Geständnisse zu teils langjährigen Frei-heitsstrafen verurteilt.

In besonderem Maße ist davon die Region des Nordkaukasus betroffen. Das „Europäische Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe“ des Europarates fand es in einer Verlautbarung im März 2019 „besorgniserregend, dass die Folter von inhaftierten Personen in der tschetschenischen Republik ein tief verwurzeltes Problem bleibt.“ Dies spreche nicht nur für Pflichtverletzungen bei den Behörden der Republik, sondern auch für das Versagen einer wirksamen Aufsicht und Kontrolle auf der Ebene der Russischen Föderation.

Das im Jahr 2000 in Nischni Nowgorod gegründete „Komitee zur Verhinderung von Folter“ (früher „Komitee gegen Folter“) arbeitet seit 2000 gegen die Folter und unterstützt inzwischen Folteropfer überall in Russland, bei der Wahrnehmung ihrer Rechte bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Bislang sind in den vom Komitee betreuten Fällen 142 Offizielle in Zusammen-hang mit Folter- oder Misshandlungsvorwürfen verurteilt worden.

Welche Spielräume und Perspektiven bestehen für die unabhängige Menschenrechtsarbeit des Komitees unter den derzeitigen Bedingungen in der Russischen Föderation? Welche Unterstüt-zungsmöglichkeiten gibt es aus dem Ausland? Diesen und anderen Fragen wollen wir am Abend mit unseren Gästen vom Komitee nachgehen. Sie befinden sich auf Einladung der Stiftung Menschen-rechte – Förderstiftung Amnesty International zu einem einwöchigen Aufenthalt in Berlin.

Veranstalter: Amnesty International, Stiftung Menschenrechte – Förderstiftung für Amnesty International und Komitee zur Verhinderung von Folter, Nischni Nowgorod

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mpz-salon: "Digitalisierung der Gesellschaft und künstliche Intelligenz - Alternativlos?"

bewegung.taz.de - 02.05.2019
28.05.2019, 19:30 Uhr - 28.05.2019, 23:00 Uhr

Zum Gespräch nach dem Film im mpz dabei: Gerd Voogd (Filmemacher und früherer IT-Berater).
In den letzten 40 Jahren haben der Einsatz von Computern, die Digitalisierung und Automatisierung alle Bereiche unserer Gesellschaft erfasst und prägen unser Leben. Die Entwicklung sogenannter ‚künstlicher Intelligenz‘ spitzt die Frage, wo soll es hingehen, noch einmal zu. Ein Grund an die kritischen Diskussionen Anfang der 80iger Jahre zu erinnern. 1980 wurde in Hamburg FORBIT gegründet (Forschung-und Beratungsstelle Informationstechnologie). Kritische Wissenschaftler*innen setzten sich mit den aktuellen Entwicklungen auseinander, untersuchten und diskutierten die Auswirkungen auf gesellschaftliche Entwicklungen und Lebensperspektiven, berieten und unterstützten Menschen in den Betrieben.

Im Schwerpunkt des Films geht es um die Frage, wie Digitalisierung unser Leben verändert und was uns mit der Entwicklung von KI-Systemen erwartet, die von den Großunternehmen der IT-Branche vorangetrieben wird. Der Film zeigt die kritischen Diskussionen auf, die vorwiegend unter den Entwicklern und in Fachkreisen geführt werden und weite Teile der Gesellschaft noch nicht erreicht haben. Die Fragestellungen, mit denen wir heute konfrontiert sind, sind Ergebnis einer Entwicklung, die sich Anfang der 80er Jahre noch niemand hat vorstellen können.  Es geht um mehr als um Rationalisierung und Arbeitsplatzverluste. Es geht um die Frage, wer und was unser Leben bestimmt und wie wir leben wollen. 

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AfD-Landesparteitag verhindern

bewegung.taz.de - 02.05.2019
04.05.2019, 07:00 Uhr - 04.05.2019

Wann: Samstag, 4. Mai 2019, 07:00 Uhr

Wo: Hittfeld, Bahnhof

Vor den Stadtgrenzen Hamburgs plant die sogenannte „Alternative für Deutschland“ im Landkreis Harburg ihren niedersächsischen Landesparteitag in der Burg Seevetal. Dagegen ruft ein Länderübergreifendes Bündnis gesellschaftlicher und politischer Gruppen zum Protest auf, der bereits am frühen Morgen mit einer Demonstrationen auf die Straßen von Hittfeld gebracht wird. Im Anschluss ist eine bis zum Nachmittag angemeldete Kundgebung am Rathhaus geplant. Sowohl aus Hamburg als auch aus Bremen werden gemeinse Anreisemöglichkeiten organisiert. Demonstration: 7 Uhr, Bahnhof; Kundgebung: 9:30 Uhr, Pastorenwiesen 26

Anreisemöglichkeite: Bremen,5:59 Uhr, Bremen Hauptbahnhof ME RB41 (81908)
Hamburg, 6:38 Uhr, Hauptbahnhof ME RB41 (81911)

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Gemeinschaften-Festival

bewegung.taz.de - 30.04.2019
07.06.2019, 20:00 Uhr - 13.06.2019, 12:00 Uhr

Begegnung von Gemeinschaften, GründerInnen & Suchenden in Gemeinschaft im Taunus.

Durch die Gastgebergemeinschaften & das ÖKODORF-Institut ist ein wertvoller Interreligiöser Dialog entstanden. Noch vor einigen Jahren betrachteten viele gerade der spirit. Gemeinschaften ihren Weg als den besten. Jetzt erkennen immer mehr dieser Gemeinschaften die Gleichwertigkeit der Wege und das voneinander Lernen als Chance zu gemeinsamem inneren Wachstum. Trotz oder gerade wegen des spirituellen Schwerpunkts der Festivals fühlten sich auch die sich nicht spirituell bezeichnenden Gäste meistens sehr wohl. Denn die Teilnahme an allen Angeboten wie Meditation, Yoga, Singen, Pranawandern... ist natürlich freiwillig und wird auch Reinschnuppernden immer wieder gut erklärt.

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Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen

bewegung.taz.de - 30.04.2019
02.05.2019, 13:00 Uhr - 02.05.2019

Wann: 2.5.2019, 13 Uhr

Wo: Senefelder Platz, Berlin

Auch dieses Jahr wurde zum 1. Mai wieder gegen die sich im neoliberalen Kapitalismus verschärfende Prekarisierung von Arbeit und Leben protestiert. Doch mit jedem Maibeginn, jedem Arbeitsalltag und jedem Jahresabschlussbericht stellt sich die Frage: Muss Arbeit reformiert werden oder ist eine gänzliche Befreiung vom Joch der Lohnarbeit für alle möglich?

Spätestens seit den Debatten um ein bedingungsloses Grundeinkommen, wird diese Frage in vielen Bereichen diskutiert. Das hat bisher aber nur wenig an der generellen Stigmatisierung von Arbeitslosigkeit geändert. Denn diese gilt es zwar zu bekämpfen, doch sind die Leidtragenden of die Arbeitslosen selbst. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Dezember 2018 ca. 2,21 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos. Wenn am ersten Mai also bestehende Ausbeutungsverhältnisse kritisiert werden, kann damit am zweiten Mai nicht Schluss sein. Aus diesem Grund findet am Donnerstag, 2. Mai, bereits zum 16. Mal der Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen statt. Leben muss nicht Arbeit sein und vielleicht müssen wir neue Ideen zu diesen Themen zulassen → 2.5., Senefelderplatz, 13 Uhr

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Linke und feministische Ansätze gegen soziale Ungleichheit in Russland

bewegung.taz.de - 30.04.2019
26.05.2019, 10:00 Uhr - 26.05.2019, 17:00 Uhr

Gegen die Erhöhung des Renteneintrittsalters fanden im Sommer 2018 in ganz Russland Proteste statt. Linke Gruppen, Gewerkschaften und die kommunistische Partei demonstrierten teils gemeinsam, teils getrennt und verfolgten teilweise recht unterschiedliche Ziele. Die Rentenreform führte in der Bevölkerung zu einem deutlichen Vertrauensverlust gegenüber der russischen Führung. Vor dem Hintergrund einer immer repressiver agierenden Staatsmacht und einer bei jungen Leuten deutlich anwachsenden Protestbereitschaft versuchen linke Gruppen und Gewerkschaften einerseits Koalitionsarbeit über das eigene politische Spektrum hinaus zu leisten, andererseits linke Positionen durchzusetzen.
Die Rentenreform wirft auch Fragen nach der ungerechten Einkommensverteilung auf. Frauen verdienen häufig erheblich weniger als Männer. In erster Linie liegt dies daran, dass in vielen schlecht bezahlten Berufssparten Frauen überdurchschnittlich vertreten sind. Das betrifft insbesondere den Bildungs- und Gesundheitsbereich. Armut unter Frauen ist ein weitverbreitetes Phänomen. Konservative Rollenmodelle treffen in Russland auf die Überreste sowjetischer Emanzipation. Formal sind Frauen überwiegend gleichgestellt, gleichzeitig dürfen sie aber nach der geltenden Gesetzeslage etliche Berufe nicht ergreifen und auch die Entkriminalisierung von häuslicher Gewalt vor knapp zwei Jahren weist auf eklatante staatliche Diskriminierungsformen hin. Feministische Kritik hat sich vor diesem Hintergrund in den vergangenen Jahren in Russland zumindest in einigen Kreisen mehr Gehör verschafft.
Das Tagesseminar will die Ansätze junger Feministinnen aus Russland vorstellen, die Möglichkeit für einen inhaltlichen Austausch schaffen und gleichzeitig die Bedingungen für linken und gewerkschaftsorientierten Widerstand gegen die wachsende soziale Ungleichheit in Russland sondieren.

mit: Anna Iwanowa, Doktorin der Philologie, Feministin, Aktivistin der "Russischen Sozialistischen Bewegung" und Kirill Medwedjew, Publizist, Dichter, Aktivist der "Russischen Sozialistischen Bewegung"

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Linke und feministische Ansätze gegen soziale Ungleichheit in Russland

bewegung.taz.de - 30.04.2019
26.05.2019, 10:00 Uhr - 26.05.2019, 17:00 Uhr

Gegen die Erhöhung des Renteneintrittsalters fanden im Sommer 2018 in ganz Russland Proteste statt. Linke Gruppen, Gewerkschaften und die kommunistische Partei demonstrierten teils gemeinsam, teils getrennt und verfolgten teilweise recht unterschiedliche Ziele. Die Rentenreform führte in der Bevölkerung zu einem deutlichen Vertrauensverlust gegenüber der russischen Führung. Vor dem Hintergrund einer immer repressiver agierenden Staatsmacht und einer bei jungen Leuten deutlich anwachsenden Protestbereitschaft versuchen linke Gruppen und Gewerkschaften einerseits Koalitionsarbeit über das eigene politische Spektrum hinaus zu leisten, andererseits linke Positionen durchzusetzen.
Die Rentenreform wirft auch Fragen nach der ungerechten Einkommensverteilung auf. Frauen verdienen häufig erheblich weniger als Männer. In erster Linie liegt dies daran, dass in vielen schlecht bezahlten Berufssparten Frauen überdurchschnittlich vertreten sind. Das betrifft insbesondere den Bildungs- und Gesundheitsbereich. Armut unter Frauen ist ein weitverbreitetes Phänomen. Konservative Rollenmodelle treffen in Russland auf die Überreste sowjetischer Emanzipation. Formal sind Frauen überwiegend gleichgestellt, gleichzeitig dürfen sie aber nach der geltenden Gesetzeslage etliche Berufe nicht ergreifen und auch die Entkriminalisierung von häuslicher Gewalt vor knapp zwei Jahren weist auf eklatante staatliche Diskriminierungsformen hin. Feministische Kritik hat sich vor diesem Hintergrund in den vergangenen Jahren in Russland zumindest in einigen Kreisen mehr Gehör verschafft.
Das Tagesseminar will die Ansätze junger Feministinnen aus Russland vorstellen, die Möglichkeit für einen inhaltlichen Austausch schaffen und gleichzeitig die Bedingungen für linken und gewerkschaftsorientierten Widerstand gegen die wachsende soziale Ungleichheit in Russland sondieren.

mit: Anna Iwanowa, Doktorin der Philologie, Feministin, Aktivistin der "Russischen Sozialistischen Bewegung" und Kirill Medwedjew, Publizist, Dichter, Aktivist der "Russischen Sozialistischen Bewegung"

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Acht Jahre Aufstand in Syrien, acht Jahre Krieg, 8 Jahre gefilmte Geschichte

bewegung.taz.de - 30.04.2019
19.05.2019, 15:00 Uhr - 19.05.2019, 21:30 Uhr

Zunehmend wird deutlich, dass Assad den Konflikt militärisch für sich gewonnen hat. Die Frage des Wiederaufbaus und dessen Finanzierung überdeckt die Frage nach sozialer und politischer Gerechtigkeit. Trotz des Beweismaterials gegen das Assad-Regime findet zunehmend eine Normalisierung des syrischen Regimes durch europäische Regierungen statt. Dieser Normalisierung steht die syrische Zivilgesellschaft entgegen. Seit Beginn der Revolution im März 2011 wurden nicht nur Menschenrechtsverbrechen, sondern auch Alltag in Krieg und Belagerung dokumentiert.

Aber wie kann so ein syrisches Counter-Narrativ entwickelt werden außerhalb des nationalstaatlichen Projekts? Eines der wichtigsten kulturellen Produkte hierbei sind syrische Kurzfilme. Sie können als das, was Foucault Counter-Memories nennt, verstanden werden: Erinnerungen, die eigentlich nicht in die Geschichte eingehen dürfen, aber das Potential haben, das offizielle Narrativ zu destabilisieren.

Wir wollen uns in diesem Workshop mit Aktivist*innen unterhalten, die selber Filme für das Narrativ der Revolution produziert haben. Uns beschäftigt dabei auch, was diese mit der Frage von Gerechtigkeit zu tun haben könnten.


Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Lernen aus den Widerständen in Lateinamerika - Was macht Widerstand in Lateinamerika aus und was können wir davon lernen?

bewegung.taz.de - 30.04.2019
18.05.2019, 10:00 Uhr - 18.05.2019, 17:00 Uhr

Lateinamerika ist ein Kontinent reich an Widerständen. Diese reichen bis in die Gegenwart und wurden wichtiger Bezugspunkt weit darüber hinaus, wie etwa in Europa. Es gab seit den 80er Jahren eine Vielzahl von solidarischen Netzwerken zwischen Basisinitiativen im Globalen Norden und Lateinamerika.

Lateinamerika, als Ort zahlreicher Widersprüche, ergibt sich als idealer Raum für verschiedene Widerstandsformen, die heutzutage den sozialen Bewegungen als einziger Weg gegen Repression, Ermordung, Ausgrenzung und Verschlechterung der Lebensbedingungen übrig bleiben. Was können wir von den Basisbewegungen in Lateinamerika lernen? Welche Organisationsformen für den Widerstand, die auch seit Generationen von bestimmten Gemeinschaften und Bewegungen praktiziert werden, erreichen bedeutende Transformationen in ihren Kontexten? Welche Anknüpfungspunkte gibt es zwischen diesen Bewegungen und denen in Europa? Diese und weitere Fragen werden anhand spezifischer Kämpfe in Kolumbien und Mexiko thematisiert und als Referenzen der existierenden Formen der praktischen Solidarität analysiert.

Die Referent*innen sind seit vielen Jahren in solidarischen Strukturenen aktiv, die sich für die zapatistische Bewegung und andere indigene Basisinitiativen in Mexico und Kolumbien einsetzen.

Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Litauen: Die ungeliebte Last der Erinnerung an den Judenmord - Wie Täter als Volkshelden gehandelt werden

bewegung.taz.de - 30.04.2019
15.05.2019, 19:00 Uhr - 15.05.2019, 21:30 Uhr

Von den litauischen Juden haben nur wenige den 2. Weltkrieg überlebt. Die meisten wurden von Deutschen und Litauern ermordet. Allerdings tut sich Litauen bis heute schwer, die eigene Schuld anzuerkennen und in gebührendem Maße darzustellen. Das führt dazu, dass maßgeblich am Judenmord beteiligte Personen wie Jonas Noreika in Litauen zum Volkshelden stilisiert werden können, ohne dass es zu einem großen Aufschrei in der Gesellschaft kommt. Der Referent forscht zu Jonas Noreika und trägt mit einem kleinen Kreis Gleichgesinnter seit Jahren einen Konflikt aus, damit Noreika den Platz in der Geschichte erhält, den er verdient und nicht als Vorbild gehandelt wird.

mit: Evaldas Balciunas (Siauliai), Publizist

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Beziehungen der Klimagerechtigkeit mit Mai-Britt Ruff, Charlotte Niekamp

bewegung.taz.de - 30.04.2019
05.05.2019, 18:00 Uhr - 05.05.2019, 20:00 Uhr

Die Bilder des Hambacher Waldes gingen um die Welt – und mit ihnen die Geschichte einer so­zialen Bewegung, die Fragen des Klimas und der Gerechtigkeit verknüpft. Sie stellt sich dem  Neoliberalismus entgegen, der versucht, diese Fragen durch grünen Kapitalismus und indivi­dualisierte, vorgeblich ethische Kaufentscheidungen zu verschleiern.

Die Klimagerechtig­keitsbewegung verweist immer auf Kolonialismus und andere Herrschaftsformen. Die Geschichten des Widerstands erzählen von Solidarität. Ihre Form ist die Erfahrung der Verbunden­heit. Auf welchen Beziehungen fußt eine soziale Bewegung, die für sich beansprucht, die subkulturelle Nische zu verlassen? In welchen Spannungsverhältnissen bewegen sich diese Verbindungen, die zwi­schen Wäldern und Dörfern, Heimat und Globalität, Bewegung und Revolution gesponnen werden? Und können diese Beziehungsgeflechte stark genug werden, um kapitalistische Ausbeutungs- und Ver­einzelungsverhältnisse zu überwinden?

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Die europäische Flüchtlingspolitik und ihre Auswirkungen von Attac Hamburg

bewegung.taz.de - 29.04.2019
07.05.2019, 19:00 Uhr - 07.05.2019, 21:00 Uhr

Europa verschiebt kontinuierlich seine Außengrenzen. Zusätzlich zur klassischen Grenzsicherung im Mittelmeer hat die Europäische Union (EU) Vereinbarungen zur Verhinderung von Migration mit den teils diktatorischen und korrupten Regimen in der Türkei, im Niger, im Sudan, in Eritrea, Libyen und anderen Staaten geschlossen. Menschenrechte spielen dabei keine Rolle. Immer häufiger werden Zahlungen aus Europa an Maßnahmen der Migrationskontrolle geknüpft. Ziel ist es, möglichst wenig Geflüchtete und Migrant*innen nach Europa kommen zu lassen.

Unser Referent Olaf Bernau wird uns Näheres über die Folgen dieser Vereinbarungen, den aktuellen Stand der EU-Politik und die Bedingungen für Geflüchtete innerhalb Europas berichten. Olaf Bernau ist beim transnationalen Basisnetzwerk Afrique-Europe-Interact aktiv

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Griechenland am Ende (der Austeritätspolitik)?

bewegung.taz.de - 29.04.2019
10.05.2019, 18:30 Uhr - 10.05.2019, 20:30 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Giorgos Chondros, Umweltpolitischer Sprecher und Mitglied im Zentralkomitee von Syriza. Die Folgen der europäischen Reformprogramme für den Abbau sozialer und ökonomischer Standards werden aufgezeigt und Bewegungsmöglichkeiten der Linken diskutiert.

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Anarchy in the UK?

bewegung.taz.de - 29.04.2019
06.05.2019, 18:30 Uhr - 06.05.2019, 20:30 Uhr

Der Historiker Dr. Florian Weis referiert über das Brexit Referendum und seine Folgen. Welche gesellschaftlichen Konfliktlinien zeigen sich im Brexit? Wie „vereint“ ist das Königreich mit Blick auf die Separationsbestrebungen in Schottland und dem Konflikt in Nordirland? Wie können Linke in Europa eine solidarische Zukunft gestalten?

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Auf den Spuren von Karl Marx

bewegung.taz.de - 29.04.2019
05.05.2019, 11:00 Uhr - 05.05.2019, 13:00 Uhr

Am 12. April 1867 traf Karl Marx mit dem Segelraddampfer "John Bull" im Hamburger Hafen ein. Im Gepäck hatte er den zweiten Teil des Manuskripts von "Das Kapital", das er dem Verleger Otto Meissner in der Bergstraße 26 persönlich übergeben wollte. Setzer und Drucker in Leipzig hatten für das 800 Seiten starke Buch 1,9 Millionen Lettern gesetzt und 3,2 Tonnen Blei bewegt.

Aber warum erschien »Das Kapital« gerade in Hamburg? Welchen Einfluss hatte die Herstellungsweise auf das Ergebnis? Wer arbeitete an dem Buch mit? Jürgen Bönig hat in seinem Buch "Karl Marx in Hamburg" herausgefunden, dass Marx ingesamt fünf Mal in Hamburg weilte. Warum kam er in die Hansestadt? Was sah er zu jener Zeit dort? Wen traf Marx wo? Und was hatte Karl Marx eigentlich sonst noch mit Hamburg zu tun? Jürgen Bönig begibt sich zwei Stunden auf dessen Spuren und entdeckt spannende Orte und Zusammenhänge. 

Das Buch "Karl Marx in Hamburg" ist beim VSA-Verlag erhältlich.

Anmeldungen bitte an anmeldung@rls-hamburg.de

Normalpreis 5€

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Unsere Häuser, unsere Kieze

bewegung.taz.de - 29.04.2019
30.04.2019, 17:00 Uhr - 30.04.2019

Wann: 30.4.19, 17 Uhr

Wo: Leopoldplatz, Berlin-Wedding

Denn lauten Protest braucht es in diesem Jahr genauso wie vor 30 Jahren. Und Gelegenheiten dazu, diesen gemeinsam deutlich kundzutun rund um den Tag der Arbeit, gibt es 2019 in Berlin immer noch. Zwei Demos sind in diesem Kontext besonders hervorzuheben. Der selbst organisierte, auch sonst sehr aktive und progressive Zusammenschluss von unterschiedlichsten Menschen, „Hände weg vom Wedding“ ruft am 30. 4 zur Demo „Unsere Häuser, unsere Kieze - Gegen die Stadt der Reichen!“ auf. Pressesprecher Antonio Panda betont die immer lauernde Gefahr einer Ritualisierung der jährlichen Demo und das daraus folgend klar fokussierte Bestreben einer Repolitisierung der Demo, die 2012 von Friedrichshain nach Wedding verlegt wurde. Anliegen und Themen des Demozuges seien dieses Jahr unter anderem Rassismus und Gentrifizierung. Gleichzeitig verweist er darauf, dass das Bestreben von „Hände weg vom Wedding“ am Dienstag und im Allgemeinen selbstbestimmte Kiezgestaltung, Vernetzung und langfristige Organisierung in der Nachbarschaft sind. ➡ 30.04., 17 Uhr, Leopoldplatz

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Luft zum Atmen – 40 Jahre Opposition bei Opel in Bochum

bewegung.taz.de - 29.04.2019
02.05.2019, 20:15 Uhr - 02.05.2019

Wann: 2.5.2019, 20:15 Uhr

Wo: fsk Kino, Segitzdamm 2, Berlin

Trailer zu "Luft zum Atmen"

Zitiert aus der Filmbeschreibung:

"1972 gründeten ein paar Arbeiter und Revolutionäre bei Opel in Bochum die »Gruppe oppositioneller Gewerkschafter« (GoG). Als Betriebsräte gaben sie geheime Informationen an die Belegschaft weiter, sie sorgten für achtstündige Betriebsversammlungen, kämpften gegen Krankenverfolgung, organisierten ihren eigenen Bildungsurlaub und versuchten sogar, auf eigene Faust direkte internationale Solidarität zwischen den verschiedenen General-Motors-Belegschaften in Europa herzustellen, um sich gegen die Standort-Erpressungen in den 90er Jahren zur Wehr zu setzen. Ihre radikalen Aktivitäten kulminierten schließlich im wichtigsten Wilden Streik der deutschen Nachkriegsgeschichte, als die Belegschaft im Oktober 2004 sechs Tage lang das Werk besetzte und die Produktion in ganz Europa lahmlegte.

Ein Portrait von Kollegen, die sich Gehör verschafften. Ihre Praxis einer unbeirrten Betriebspolitik von unten zeigt, dass Widerstand möglich ist. Auch heute. Auch in Großbetrieben.

Regie, Ton und Schnitt: Johanna Schellhagen, Kamera: Thilo Schift, Milica Denic, Zarah Zandieh, Mischung: Birte Gerstenkorn und Joel Vogel, Animation: Julien Bach, Verleih: Sacbcat Media, Produktion: labournet.tv"

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B_PLAN OST-X: Save the Bucht

bewegung.taz.de - 29.04.2019
29.04.2019, 18:00 Uhr - 29.04.2019, 21:00 Uhr

Wann: 29.4.19, 18 Uhr

Wo: Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Aula (A238), Treskowallee 8, Berlin

Zitiert aus dem Kundgebungsaufruf:
"Am 29.04.2019 soll eine Sonder-BVV des Bezirks Lichtenberg im Gebäude der HTW (Hochschule füt Technik und Wirtschaft) Eilverfahren über den Bebauungsplan-Ostkreuz entscheiden. Trotz massiver Einwände und hoher Bürgerbeteiligung, soll nun ein längst verjährter und überholter Plan dafür sorgen, dass am Ostkreuz Biotope zerstört und Bäume gefällt werden. Kunst und Kultur verloren gehen und Anwohner*innen verdrängt werden! [...]
Gegen den Ausverkauf der Stadt an Invesoren-Haie wie die Unternehmensgruppe Padovicz! Gegen ein kommerzielles Aquarium, das keiner braucht! Wir fordern, dass am 29.04. kein Beschluss zu dem Thema gefasst wird, dass die Bürgerbetiligung in dieser Sache endlich wahrgenommen wird und demokratisch weiter verfahren wird.
Bitte helft uns dabei, erscheint zahlreich und seid laut!"

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Global Marijuana March 2019: Teilnehmende Städte in Deutschland

bewegung.taz.de - 27.04.2019
04.05.2019, 10:00 Uhr - 04.05.2019, 22:00 Uhr

Wie jedes Jahr gibt es auch 2019 zum Global Marijuana March Anfang Mai hunderte Demonstrationen weltweit für die Legalisierung von Cannabis - und dutzende in Deutschland. Auf dieser Übersichtsseite sammeln wir Informationen und Weblinks zu den Aktionen im deutschsprachigen Raum. Informationen für GMM-Organisatoren sind hier zu finden. Neue Termine können uns über unser Anmeldeformular mitgeteilt werden. Bisher wurden uns folgende Veranstaltungen gemeldet:

Annaberg-B., Braunschweig, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Duisburg, Erfurt, Erlangen, Frankfurt, Freiburg, Fürth, Halle (Saale), Hamburg, Heidelberg, Kitzingen, Koblenz, Köln, Konstanz, Mainz, Mönchengladbach, München, Münster, Passau, Regensburg, Rostock, Saarbrücken, Solingen, Stuttgart, Ulm, Viersen, Wildeshausen

https://hanfverband.de/gmm2019

 

 

 

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