Hentges/ Kökgiran/ Nottbohm: Die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) – Bewegung oder virtuelles Phänomen?

Der Beitrag von Gudrun Hentges, Gürcan Kökgiran und Kristina Nottbohm befasst sich mit der „Identitären Bewegung Deutschland“ (IBD) und fragt danach, ob die „Identitären“ als Bewegung einzustufen sind oder ob es sich bei ihnen eher um ein virtuelles Phänomen handelt. Nach einer Rekonstruktion der deutsch-französischen Ideologiebezüge wird die Entstehungsgeschichte der „Identitären“ in Deutschland und Frankreich skizziert und diskutiert, welche Rolle die Bewegungskriterien (Kontinuität des Protestgeschehens, Anspruch auf Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels, kollektive Identität, Narrative und Organisationsstruktur) mit Blick auf das Phänomen der „Identitären“ spielen. Anschließend wird die Rolle des Internet und der sozialen Medien im Prozess der politischen Mobilisierung analysiert und die Frage verfolgt, inwieweit das virtuelle Kommunikationsdispositiv neue Mobilisierungs- und Ideologisierungsmöglichkeiten generiert. Der Beitrag möchte den vermeintlichen Widerspruch zwischen Bewegung und virtueller Welt auflösen und will zeigen, wie sich Mobilisierung im Internet aktuell mit Blick auf die Ideologisierung und Ausgestaltung junger Bewegungen auswirken kann.

The “Identitarian Movement Germany” – Movement or virtual phenomenon?
This paper, written by Gudrun Hentges, Gürcan Kökgiran and Kristina Nottbohm, deals with the “Identitarian Movement Germany” and asks if it should be categorized as a movement or rather as a virtual phenomenon. After reconstructing German-French ideological references Hentges / Kökgiran / Nottbohm outline the history of the development of the „Identitarians“ in Germany and France. They discuss which role the criteria of movement (continuity of protest activities, claim for creation of societal change, collective identity, narrative and structure of organization) play regarding the phenomenon of the “Identitarians”. Furthermore, they analyze the role of the internet and the social media regarding the process of political mobilization. They focus on the question, in which way the virtual communication dispositive generates new opportunities of mobilization and ideologization. This article aims at solving the alleged contradiction between movement and virtual world and wants to show in which way mobilization via internet currently may effect the ideologization and figuration of young movements.

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