Vedder/ Lammert: Corporate Social Responsibility im vereinsgeführten Fußball

Marco Vedder/ Joachim Lammert: Corporate Social Responsibility im vereinsgeführten Fußball. Eine empirische Analyse und kritische Würdigung am Beispiel des Umgangs mit Diskriminierung

Die soziale Verantwortung von Unternehmen in Form von Corporate Social Responsibility ist ein wichtiger Aspekt unternehmerischen Handelns und spielt auch im Sport sowie dem deutschen Fußball eine zunehmend wichtige Rolle. In Deutschland ist ein wachsendes Interesse an Corporate Social Responsibility und der sozialen Verantwortung von Fußballvereinen zu verzeichnen, da hierzulande im Fußball Diskriminierungen wie Rassismus, Homophobie und Antisemitismus regelmäßig anzutreffen sind. Vor diesem Hintergrund betrachtet dieser Beitrag inhaltsanalytisch 120 Vereinssatzungen von deutschen Fußballvereinen hinsichtlich Festlegungen gegen Diskriminierung und ihre Formen. Die Satzungen der Vereine enthalten nur vereinzelt explizite Passagen gegen Diskriminierungen. Darüber hinaus ist eine Hierarchisierung hinsichtlich der Erwähnung von unterschiedlichen Formen von Diskriminierungen zu erkennen. Einige Formen finden stärker Erwähnung als andere. Der deutsche Fußball muss einen Ansatz entwickeln, um eine Gleichwertigkeit der Wahrnehmung von Diskriminierungsformen herzustellen und diese gleichermaßen zu bekämpfen.

Marco Vedder/ Joachim Lammert: Corporate Social Responsibility witin organized football: an empirical analysis and critical appraisal of approaches to combatting discrimination
Corporate Social Responsibility has emerged as significant feature of corporate behavior and started to play plays a key role in sports in general and German football in particular. There is a growing interest in football clubs’ Corporate Social Responsibility in Germany because they have been recognized as hubs of discriminatory attitudes and practices, including homophobia and racism, such as for instance anti-semitism. Against that background, this article offers a content analysis of 120 statues of German football clubs; it examines whether and how these include a problematization of various forms of discrimination. Only a few statutes are found to contain sporadic reference and commitment to eliminating discrimination. A hierarchy of the varied manifestations of discrimination was identified, as some forms are mentioned more frequently than others. The article concludes that German football has to level its reception of various forms of discrimination and needs to commit more explicitly to combating them equally.

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