Schroeder/Weßels/Berzel/ Neusser: Die AfD in den Landtagen – Etablierte unter Druck?

Die Autoren gehen der Frage nach, was die Präsenz der AfD in Landesparlamenten für die Arbeit in den Parlamenten, für den politischen Wettbewerb und für die politische Mobilisierung der Wähler bedeutet. Die Präsenz der AfD habe die Parlamentsarbeit verändert. Die Formel der anderen Parteien für den Umgang laute: Abgrenzen ohne Auszugrenzen. Zudem zeichne sich die AfD durch eine Struktur der Bipolarität aus: eine recht deutlich beobachtbare Rollenverteilung zwischen Provokateuren und Pragmatikern. Bei der Wahrnehmung der AfD in den zehn Landtagen ergäben sich eine Reihe von Unterschieden, die ein Bild großer Heterogenität entstehen lassen. Die Autoren versuchen den Charakter der AfD-Fraktionen in den Landtagen typologisch durch deren strategische Orientierung und die inhaltliche Dimension zu fassen.

Autoren:

Prof. Dr. Wolfgang Schroeder ist seit 2016 WZB-Fellow und forscht in der Abteilung Demokratie und Demokratisierung. Er ist Professor an der Universität Kassel und leitet dort das Fachgebiet „Politisches System der BRD-Staatlichkeit im Wandel“. Er war von 2009-2014 Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg.

Prof. Dr. Bernhard Weßels ist Senior Research Fellow am WZB in der Abteilung "Demokratie: Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen". Er ist stellvertre-tender Direktor der Abteilung "Demokratie und Demokratisierung“. Seit 2013 ist er Professor am Institut für Sozialwissen-schaften der Humboldt-Universität zu Ber-lin.

Alexander Berzel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Arrangements vorbeugender Sozialpolitik. Konzeption und Umsetzung vorbeugender Sozialpoli-tik auf Ebene der Bundesländer – Lern- und Transfermöglichkeiten“ an der Universität Kassel.

Dr. Christian Neusser war bis 2017 wissen-schaftlicher Mitarbeiter und Koordinator im Projekt „Arrangements vorbeugender Sozialpolitik“ an der Universität Kassel, Fachgebiet Politisches System der BRD – Staatlichkeit im Wandel.

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