Bukow/Cudak: Vom Beharrungsvermögen einer rassistisch imprägnierten Migrationsdebatte

Die deutsche Migrationsdebatte war stets mit Rassismen belastet, weil sie immer aus der Perspektive eines in der “Tiefe der Gesellschaft” verankerten homogen und geschlossen vorgestellten Nationalstaats geführt wurde. Daran hat auch der Blick auf die aktuelle globale Mobilitäts- und Diversitätsdynamik zunächst nichts geändert. Vielmehr entstand eine hoch-effektive Abgrenzungspolitik auf der Basis der Kombination eines Mobilitätsregimes mit einem Diversitätsregime. Erst durch die Willkommenskultur schien sich so etwas wie ein Paradigmenwechsel abzuzeichnen. Tatsächlich ist aber die hiesige Abgrenzungspolitik längst ein Bestandteil der globalen migration policy geworden, die weltweit darauf aus ist, Mobilität und Diversität nationalistisch zu instrumentalisieren statt konstruktiv zu gestalten.

Autoren:

Prof. Dr. Wolf-Dietrich Bukow, Universität Siegen, Forschungskolleg Siegen (FoKoS). Forschungsschwerpunkte: Stadt, Mobilität und Diversität.

Dr. Karin Cudak, Lehrkraft im Vorberei-tungsdienst (2. Staatsexamen Förderschullehramt) in Hamburg Harburg, Forschungsschwerpunkte: Stadt, Mobilität, Diversität.

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